DE4135326C1 - Coating components by thermal spraying - using preheating kiln to heat workpiece before plasma spraying in vacuum chamber - Google Patents
Coating components by thermal spraying - using preheating kiln to heat workpiece before plasma spraying in vacuum chamberInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Beschich
ten von Bauteilen durch thermisches Spritzen, insbesondere
durch Vakuum-Plasmaspritzen, bei dem die Bauteile vor dem
Spritzvorgang auf eine definierte Temperatur vorgewärmt
werden. Unter Vakuum-Plasmaspritzen sind dabei auch die
sogenannten Niederdruckspritzverfahren abgedeckt. Daneben
bezieht sich die Erfindung auf eine Anlage zur Durchfüh
rung dieses Verfahrens, insbesondere zum Beschichten von
Turbinenschaufeln, mit einer Kammer zum Aufspritzen von
Schichten unter Vakuum oder vorgegebenem Gasdruck.
Vor dem Beschichten von Substraten, insbesondere durch
Vakuum-Plasmaspritzen, kann in Sonderfällen durch Vorwär
men des Substrates eine Verbesserung der Haftfestigkeit
auf dem Substrat erreicht werden. Dadurch werden insbeson
dere thermische Spannungen, wie sie bei heißem Spritzgut
und kalter Substratoberfläche entstehen, verringert.
Beim thermischen Spritzen sind bereits verschiedene Ver
fahren der Substraterwärmung vor dem eigentlichen Be
schichtungsvorgang bekannt: Insbesondere wird in der
Praxis eine Erwärmung des zu beschichtenden Bauteiles
durch den Plasmabrenner selbst durchgeführt, wobei bei
diesem Vorgang noch kein Spritzgut injiziert wird. Das
Bauteil wird dabei gewöhnlich als Anode geschaltet, damit
die Elektronen des Plasmas durch Energieabgabe die Auf
heizung bewirken. Zur Verkürzung der Heizperiode ist dabei
auch der gleichzeitige Einsatz von zwei Brennern möglich.
Alternativ dazu wird die Aufheizung des Bauteiles bei ne
gativ gepoltem Substrat vorgenommen, so daß Reinigung und
Heizung durch Ionenbeschuß parallel ablaufen.
Weiterhin sind Einrichtungen zur induktiven Erwärmung des
zu beschichtenden Bauteiles bekannt, wobei eine Wärmeein
kopplung entweder indirekt über einen Graphitsuszeptor
oder direkt mittels geeignet geformter Induktoren erfolgen
kann.
Bei allen obigen Verfahren erfolgt die Erwärmung und das
nachfolgende thermische Spritzen im gleichen Vakuumkessel.
Wegen der Gefahr einer Oxidation der Bauteiloberflächen
muß aber beim Erwärmen unter Vakuum oder Schutzgas
atmosphäre gearbeitet werden, während der eigentliche
Beschichtungsvorgang beim Arbeitsdruck des Plasma- und
Trägergases abläuft. Für eine solche Arbeitsweise müssen
geeignete, entsprechend aufwendige Maßnahmen vorgesehen
sein, wobei das gewünschte Ergebnis, d. h. eine gleich
mäßige Erwärmung des Bauteiles ohne Spannungen, nicht
immer erreicht wird.
Aus der Praxis sind auch Arbeitsverfahren mit getrennten
Kammern bekannt. Dabei wird eine Vakuumkammer zum Vorhei
zen verwendet, die über eine Schleuse an die Beschich
tungskammer angeschlossen ist. Die Aufheizung der Bauteile
erfolgt in diesem Fall durch Infrarot(IR)-Strahler, deren
Strahlungsenergie durch geeignete Spiegel möglichst voll
ständig auf die Bauteiloberfläche gelenkt wird. Dieses
Verfahren ist vergleichsweise aufwendig, da zur Vermeidung
von Überhitzungen die Strahlen- und Spiegelanordnung sorg
fältig auf die jeweils vorhandene Geometrie des Bauteiles
abgestimmt werden muß.
Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, ein Verfahren
und eine diesbezügliche Anlage vorzuschlagen, mit denen in
einfacher Weise bei Erreichen eines höchsten Qualitäts
standards gearbeitet werden kann.
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß bei einem Verfahren der
eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß das Vorwärmen
des Bauteiles mit Wärmestrahlung und/oder Konvektion
mittels eines induktiv- oder widerstandsbeheizten Ofens
durchgeführt wird. Dabei befindet sich das zu beschich
tende Bauteil in einem ersten Verfahrensschritt zwecks
Erwärmung im induktiv- oder widerstandsbeheizten Ofen,
wobei Bauteil und/oder Ofen derart manipuliert werden, daß
in einem zweiten Verfahrensschritt das Bauteil zum Be
schichten zur Verfügung steht.
Bei der zugehörigen Anlage zur Durchführung letzteren
Verfahrens ist an der Kammer für das Aufspritzen der
Schicht oder auch innerhalb der Kammer ein induktiv- oder
widerstandsbeheizter Ofen vorhanden. Ein solcher Ofen kann
vorzugsweise ein Kammerofen sein, von dem wenigstens drei
Innenflächen beheizt sind. Alternativ dazu ist auch ein
Rohrofen möglich.
In praktischer Realisierung der Erfindung zur Anwendung
bei Turbinenschaufeln erfolgt die Erwärmung der Schaufeln
im widerstandsbeheizten Ofen, der entweder in der Be
schichtungskammer oder aber vorzugsweise in einer über
eine Schleuse angeflanschten Vorwärmkammer betrieben wer
den kann. In letzterem Fall wird das Bauteil zum Aufheizen
in den Ofen eingeführt und anschließend automatisiert an
die Beschichtungsstation weitergegeben. Über Türen oder
Klappen zwischen Kammer und Ofen, die pneumatisch oder
motorgetrieben verschließbar sind, kann dabei dabei die
Abstrahlung minimiert und die Belegung der Ofenwände durch
Beschichtungsmaterial vermieden werden. Insbesondere mit
einem rechteckigen Kammerofen, bei dem wenigstens drei der
Innenflächen mit Heizelementen versehen sind, läßt sich
eine schnelle und gleichmäßige Erwärmung der Bauteile
erreichen.
Neben der Energieübertragung durch Strahlung im Vakuumbetrieb
läßt sich alternativ oder additiv durch eine Erwärmung in
Schutzgasatmosphäre zusätzlich die Konvektion ausnutzen. Zur
Vermeidung von Spannungsüberschlägen an den Heizanschlüssen
bei Arbeitsdrücken im Bereich von 20 bis 200 mbar verwendet
man dabei vorteilhafterweise Heizelemente mit Betriebsspannun
gen von unter 100 V.
Bei der Erfindung ist besonders vorteilhaft, daß sich der er
wärmte Ofeninnenraum samt eingebrachtem Bauteil dem Ideal des
schwarzen Strahlers nähert. Somit wird eine Überhitzung von
insbesondere dünnwandigen Partien des Bauteils, wie sie bei
Turbinenschaufeln vorhanden sind, wirksam verhindert. Weiter
hin ist vorteilhaft, daß bei einem Kammerofen jede Bauteilgeo
metrie ohne aufwendige Anpassung des Heizraumes gleichmäßig
erwärmt wird und sich insbesondere Masseanhäufungen im Bauteil
nicht nachteilig bemerkbar machen.
Speziell bei einem Kammerofen bestimmen die Innenverkleidungen
der Kammer die Wärmekapazität und die rückwandige Isolation
der Ofenwicklung die Abstrahlverluste. Durch geeignete Auswahl
der Materialien ergibt sich nunmehr ein wirtschaftliches Er
wärmungskonzept, das in der Praxis insbesondere zur Vorwärmung
von Turbinenschaufeln realisiert wurde.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich
durch die nachfolgende Figurenbeschreibung eines Ausführungs
beispiels in Verbindung mit den Patentansprüchen. Die einzige
Figur zeigt in schematischer Darstellung den Querschnitt durch
eine Beschichtungskammer mit daran angeflanschtem Kammerofen.
In der Figur ist ein Vakuumkessel zum Plasmaspritzen mit 1 be
zeichnet. Im Vakuumkessel 1, der in bekannter Weise mit An
schlüssen zum Zuführen bzw. Absaugen von Gasen und anderen Be
triebsmitteln versehen ist, befindet sich ein Industrieroboter
2 mit Plasmabrenner 20, mit dem beliebig geformte Bauteile be
schichtet werden können. Da üblicherweise bei derartigen Ver
fahren im quasi-kontinuierlichen Betrieb mit Durchlauf der
Werkstücke gearbeitet wird, sind an der Kammer 1 Schleusen zum
Einbringen und Ausbringen von Werkstücken 10, 10′, 10′′,...
angeordnet. Dabei kennzeichnet speziell 3 eine Ausgangsschleu
se zwischen Kammer 1 und einer Entnahmestation 8 mit Entnahme
tür 81. Es ist ein Werkstückmanipulator 4 vorhanden, mit dem
ein Werkstück 10 für eine spezifische Beschichtung in eine ge
eignete Lage gebracht werden kann. Dabei bezeichnet das Be
zugszeichen 5 die jeweilige Spritzposition mit dem zugehörigen
Werkstückhalter 50, während Bezugszeichen 6 auf die Entnahme
position deutet.
Eine solche vorhandene Anlage zum Vakuumplasmaspritzen ist
dergestalt komplettiert, daß an der Schleuse zum Einbringen
der Werkstücke ein Vorwärmofen 7 angeflanscht ist. Der Vor
wärmofen 7 ist speziell als Kammerofen in rechteckiger Ausfüh
rung mit einem Verschlußelement 70 zur Spritzkammer 1 ausge
bildet und hat eine Außentür 71.
Bei einem Kammerofen 7 sind üblicherweise die vier, die Durch
laufstrecke umgebenden Innenflächen mit Heizelementen verse
hen. Es kann aber genügen, statt der unteren beheizten Grund
fläche Teile aus einem Material mit hoher Wärmekapazität vor
zusehen, wie sie beispielsweise durch eine massive Metallplat
te 50, beispielsweise aus Edelstahl, realisiert sind.
Das Verschlußelement 70 des Ofens 7 ist im allgemeinen nicht
beheizt. Es kann als Schleuse ausgebildet sein und den glei
chen Aufbau wie die Schleuse 3 haben. In diesem Fall kann bei
geschlossener Spritzkammer 1 über die Ofentür 71 eine Beschic
kung des Ofens 70 und über die Tür 81 eine Entnahme fertiger
Bauteile erfolgen. Wenn die Atmosphäre in der Kammer 1 und im
Ofen 7 identisch ist, genügt als Verschlußelement 70 ebenfalls
eine übliche Tür bzw. Klappe. In diesem Fall sollte aber eine
Vorkammer für den Ofen vorhanden sein.
Erprobungen haben gezeigt, daß mit der beschriebenen Anlage
die Vorbereitung der Bauteile vor der Beschichtung bezüglich
Erwärmungszeit und Temperaturkonstanz besonders günstig ist.
Werkstoffschäden bei Turbinenschaufeln als Bauteile, insbeson
dere Rißbildung aufgrund von thermischen Spannungen werden
vermieden. Das Verfahren ist automatisierungsfreundlich, wobei
Bauteile im Durchlauf erwärmt und beschichtet werden.
Claims (16)
1. Verfahren zum Beschichten von Bauteilen durch thermi
sches Spritzen, insbesondere durch Vakuum-Plasmaspritzen,
bei dem die Bauteile vor dem Spritzvorgang auf eine de
finierte Temperatur vorgewärmt werden, dadurch
gekennzeichnet, daß das Vorwärmen der
Bauteile mit Wärmestrahlung und/oder Konvektion mittels
eines induktiv- oder widerstandsbeheizten Ofens durchge
führt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß das zu beschichtende
Bauteil sich in einem ersten Verfahrensschritt zwecks
Erwärmung im induktiv- oder widerstandsbeheizten Ofen
befindet, wobei Bauteil und/ oder Ofen derart manipuliert
werden, daß in einem zweiten Verfahrensschritt das Bauteil
in einer definierten Position zur Beschichtung zur Ver
fügung steht.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß vor dem zweiten Verfahrens
schritt das Bauteil aus dem Ofen in die Beschichtungsposi
tion gebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß vor dem zweiten Verfahrens
schritt der Ofen aus der Beschichtungsposition herausbe
wegt wird, so daß das Bauteil zur Beschichtung freigegeben
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Bauteil bei beiden Ver
fahrensschritten in der gleichen Position gehalten wird.
6. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1
oder einem der Ansprüche 2 bis 5, insbesondere zum Be
schichten von Turbinenschaufeln, mit einer Kammer zum Auf
spritzen von Schichten unter Vakuum oder vorgegebenem Gas
druck, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Kammer (1) oder auch innerhalb der Kammer (1)
ein induktions- oder widerstandsbeheizter Ofen (7) vor
handen ist.
7. Anlage nach Anspruch 6 mit einem widerstandsbeheizten
Ofen, dadurch gekennzeichnet, daß
der widerstandsbeheizte Ofen ein Niederspannungsofen ist,
vorzugsweise für Spannungen unter 100 V.
8. Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Ofen (7) ein Kammerofen ist,
von dem wenigstens drei Innenflächen beheizt sind.
9. Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Ofen (7) ein Rohrofen ist.
10. Anlage nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Wärmekapazität des
Ofens (7) durch Teile aus Materialien großer Wärmekapa
zität erhöht werden.
11. Anlage nach Anspruch 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Erhöhung der Wärme
kapazität des Ofens (7) mit einer einschiebbaren massiven
Metallplatte erfolgt.
12. Anlage nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Ofen (7) an der Kammer
(1) angeflanscht ist und das Werkstück auf einem Werk
stückträger aus dem Ofen (7) in eine Position zur Be
schichtung bewegbar ist.
13. Anlage nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Ofen (7) sich innerhalb
der Kammer (1) befindet und darin verfahrbar ist.
14. Anlage nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß Kammer (1) und Ofen (7)
über ein Verschlußelement (70), verbunden sind.
15. Anlage nach Anspruch 14, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Verschlußelement (70)
eine Schleuse ist.
16. Anlage nach Anspruch 14, wobei die Atmosphäre zwischen
Kammer (1) und Ofen (7) identisch ist, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verschlußelement
(70) eine Tür oder eine Klappe ist.
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