DE4136334C1 - Short coupling on heavy goods vehicle - is used on central axle trailer and has hydraulic extension on corners to give adequate clearances. - Google Patents
Short coupling on heavy goods vehicle - is used on central axle trailer and has hydraulic extension on corners to give adequate clearances.Info
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kurzkupplung für einen aus
Zugfahrzeug und Anhänger, insbesondere Zentralachsanhänger,
bestehenden Lastkraftwagenzug mit hydraulischer Zugstangenverlängerung,
bei der ein in der Zugstange des Anhängers angeordneter
hydraulischer Nehmerzylinder mit einem hydraulischen
Geberzylinder zusammenwikt, der über ein mechanisches Getriebe
in Abhängigkeit vom Knickwinkel zwischen dem Zugfahrzeug und
dem Anhänger zwangsbetätigt ist.
Die auf Straßen fahrenden Lastkraftwagen dürfen aufgrund
der bestehenden Bestimmungen nur mit einer bestimmten Gesamtlänge
gefahren werden, wobei Motorwagen und Anhänger einen Mindestabstand
von 350 mm aufweisen dürfen. Dieser Mindestabstand
reicht allerdings für die Kurvenfahrt nicht aus, so daß
durch eine entsprechende Mechanik sichergestellt sein muß, daß
bei der Kurvenfahrt der Abstand zwischen Motorwagen und Änhänger
vergrößert wird. Bekannt ist es hierzu, über das Zugrohr bzw.
die Anhängerkupplung ein darüber angeordnetes großes Zahnrad zu
betätigen, das seinerseits direkt oder über ein Ritzel und einen
Exzenterhebel auf eine Steuerstange wirkt, die ihrerseits für
das Ausschieben des gesamten Aggregates Sorge trägt. Dadurch
wird der Abstand zwischen Motorwagen und Anhänger in der
Kurvenfahrt vergrößert und entsprechend in der Geradeausfahrt
wieder verringert. Diese bekannten Kurzkuppelsysteme haben
den Nachteil, daß die aufwendige Mechanik störanfällig ist und
nicht immer genau genug arbeitet, so daß insbesondere nach
längerem Betrieb Fehler in der entsprechenden Steuerung auftreten
können. Nachteilig ist außerdem, daß die Kurzkupplung relativ
hoch baut, so daß sie in die Fahrgestellaufhängung bzw. als
Fahrgestell des Lastkraftwagens nicht integriert werden kann.
Sie steht vielmehr nach unten hin über den Boden des Motorwagens
und des Anhängers vor, wobei die Anhängerkupplung insgesamt
aus mehreren Teilen besteht, so daß auch hier Störungen
vorprogrammiert sind.
Im Prinzip das gleiche gilt für die aus der gattungsgemäßen DE 33 33 231 A1
bekannte Lösung, bei der die Kurzkupplung einen hydraulischen
Geberzylinder und einen hydraulischen Nehmerzylinder aufweist.
Der hydraulische Geberzylinder wird über ein mechanisches Getriebe
in Abhängigkeit vom Knickwinkel zwischen Zugfahrzeug und
Anhänger betätigt, wobei er auf einen hydraulischen Nehmerzylinder
in der Zugdeichsel zu deren Längenveränderung in
Abhängigkeit vom Knickwinkel einwirkt. Bei der CH 6 70 801
ist die zugfahrzeugseitige Anhängekupplung drehbar unterhalb
des Zugfahrzeughecks angeordnet, wobei die Zugdeichsel seitlich
starr mit der Anhängekupplung verbunden ist. In beiden
Fällen sind die die Geber- und Nehmerfunktionen ausführenden
Teile der Kurzkupplung entweder dem Zugfahrzeug oder dem
Anhänger zugeordnet. Zusätzlich zu der aufwendigen Ausführung
kommt hier hinzu, daß jeweils eine abgestimmte Beeinflussung
der dem Anhänger bzw. Zugfahrzeug zugeordneten Teile der Kurzkupplung
nicht möglich ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein
niedrigbauendes, kompakt ausgebildetes, einfach und sicher
arbeitendes Kuppelsystem für LKW zu schaffen, über das der
Abstand zwischen Motorwagen und Anhänger den Gegebenheiten
genau entsprechend angepaßt wird.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
eine heckseitige Anhängekupplung um eine Vertikalachse drehbar
unter dem Zugfahrzeugfahrgestell angeordnet ist, daß die
Zugstange des Anhängers unter Verwendung einer Schwenksperre
seitwärts starr mit der Anhängekupplung verbunden ist und daß
die Drehung der Anhängekupplung über das mechanische Getriebe
eine Längenänderung des ebenfalls am Zugfahrzeugfahrgestell
angeordneten hydraulischen Geberzylinders bewirkt, wodurch
Hydraulikmedium zu dem in der Zugstange des Anhängers angeordneten
hydraulischen Nehmerzylinder gefördert wird und somit
eine Längenänderung der Zugstange bewirkt wird.
Bei einem derart ausgebildeten Lastkraftwagenzug mit Motorwagen
und Anhänger ist sichergestellt, daß unabhängig von der
Standzeit des Lastkraftwagens insgesamt bzw. des Kurzkuppelsystem
speziell ein immer gleiches Verändern des Abstandes
zwischen Motorwagen und Anhänger sichergestellt ist. Das durch
den mechanischen Antrieb bzw. das mechanische Getriebe erzwungene
Ausziehen bzw. Einschieben des Hydraulikzylinders bewirkt
im Hydraulikzylinder eine Hydraulikverdrängung. Das verdrängte
Öl wird über die Druckleitung dem zweiten Hydraulikzylinder
zugeführt. Da beide Geber- und Nehmerzylinder gleichsinnig
miteinander verbunden sind, fährt der zweite Hydraulikzylinder
so weit ein, wie der erste ausfährt. Durch die direkte
Verbindung mit dem Zugrohr wird dieses ausgeschoben und der
Zentralachsenanhänger bzw. der Anhänger bekommt einen entsprechend
größeren Abstand zum Motorwagen. Während der Ausführung der
Kurvenfahrt verändert sich dann der Abstand zwischen Motorwagen
und Anhänger automatisch wieder so, daß bei der Geradeausfahrt
der Anhänger wieder optimal dicht an den Motorwagen
herangezogen ist. Aufgrund der Reduzierung der Mechanik ist
es möglich, das Gesamtsystem wesentlich niedriger bauend auszubilden
und so kompakt zu gestalten, daß die einzelnen Teile,
insbesondere auch die Hydraulikzylinder so in die übrigen Teile
integriert sind, daß eine Gefährdung nicht gegeben ist. Besonders
vorteilhaft ist aber, daß eine über die gesamte Standzeit
des Lastkraftwagens sichere Fahrweise gegeben ist, da
der Anhänger immer im optimalen und sicheren Abstand zum Motorwagen
gehalten werden kann, wobei beide Teile des Kurzkuppelsystems
jeweils ein schnelles Ansprechen und Wirken des ihnen
zugeordneten Fahrzeugteils gewährleistet.
Die Hydraulikzylinder weisen die gleiche Baugröße auf
und sind über die Druckleitungen von Kolben- zu Kolbenraum
und von Ringraum zu Ringraum miteinander verbunden. Durch
diese gleichsinnige Verbindung der beiden Hydraulikzylinder
und ihre gleiche Ausbildung ist eine Übersetzung im Maßstab
1 : 1 sichergestellt. Damit wird andererseits auch erreicht,
daß sich der Abstand zwischen Motorwagen und Anhänger gleichmäßig
und im vorgegebenen und vorgeschriebenen Maß verändert,
ohne daß eine Gefährdung eintreten kann.
Weiter oben ist bereits erwähnt worden, daß die Erfindung
vorteilhafterweise die Möglichkeit bietet, das Kurzkuppelsystem
insgesamt kompakt auszubilden. Dies wird insbesondere
auch dadurch erreicht, daß der das Zugrohr beeinflussende
Hydraulikzylinder in das Zugrohr integriert angeordnet ist.
Dadurch ist eine direkte Beeinflussung des Zugrohres, d. h.
bezüglich Auseinanderschieben und Ineinanderschieben möglich,
ohne daß von außen Kräfte auf das Zugrohr aufgebracht werden
müssen. Vielmehr zieht der im Zugrohr angeordnete Hydraulikzylinder
die beiden Teile des Zugrohres auseinander bzw. schiebt
sie ineinander, je nachdem, welche Bewegungsrichtung vorgesehen
ist.
Dieses Ineinandersetzen von Zugrohr und Hydraulikzylinder
wird dadurch vor allem möglich, daß der Hydraulikzylinder
zylindergehäuseartig über einen Querbolzen am Außengehäuse
und mit der Kolbenstange am Boden des Innenrohres festgelegt
ist. Dadurch wird das Innenrohr im Außengehäuse hin- und hergeschoben,
ohne daß der Hydraulikzylinder bzw. das Außengehäuse
ihre Lage verändern müssen. Je nach den Gegebenheiten
kann so durch Ausbildung und Schaltung des Hydraulikzylinders
bzw. beider Hydraulikzylinder auch der jeweilige Abstand
zwischen Motorwagen und Anhänger verändert werden, wenn dies
aufgrund nationaler Bestimmungen oder aufgrund irgendwelcher
Gegebenheiten zweckmäßig oder erforderlich sein sollte.
Weiter ist die kompakte Ausbildung und sehr zweckmäßige
Anordnung der Kurzkupplung dadurch sichergestellt, daß das
Zugrohr und die Anhängerkupplung tiefuntergekuppelt angeordnet
sind, so daß sie den Bewegungsspielraum beider Lastkraftwagenteile
nicht beeinflussen. Die Anhängerkupplung als solche
kann im Bereich oder zwischen den Hinterachsen des Fahrzeuges
angeordnet werden, während das Zugrohr im Bereich insbesondere
des Zentralachsenanhängers einfach mittig verlaufend angeordnet
ist und über eine entsprechende Aufhängung in die
gleiche Höhe gebracht wird, in der auch die Anhängerkupplung
angeordnet ist. Dadurch ist eine Verbindung beider Kupplungsteile
leicht möglich und eine sichere Fahrweise des Lastkraftwagens
sichergestellt.
Die vom Zugrohr bzw. der Schwenksperre ausgehende Bewegung
wird sicher und ohne Probleme dadurch übertragen, daß
das Zahnrad mit einem Kugeldrehlager verbunden ist, das die
Verbindung zur Fahrgestellaufhängung darstellt. Eine Weiterleitung
der Bewegung der Schwenksperre ist somit sichergestellt,
ohne daß durch Reibung oder ähnliches Verzerrungen
auftreten können. Dabei kann man durch Festsetzen des Kugeldrehlagers
am Motorwagen erreichen, daß das Kuppelsystem auch
für eine Verbindung eines Tandemanhängers mit Standardsystem
an den Motorwagen eingesetzt wird.
Zur Weitergabe der Bewegung der Schwenksperre auf das
Zahnrad und auf die dahinter befindliche Mechanik wird in
der Regel ein Ritzel zwischengeschaltet, worauf weiter vorne
hingewiesen worden ist. Unter Vermeidung einer weiteren Mechanik ist
nun vorgesehen, daß das Zahnrad mit Kugeldrehlager über ein
weiteres Zahnrad geringeren Durchmessers über seine Lagerwelle
mit der Schwinge verbunden ist. Dadurch ist eine genaue
Übertragung der Bewegung der Schwenksperre und damit der
Berücksichtigung der jeweiligen Kurvenfahrt möglich, so daß
entsprechend auch ein Verschieben des Zugrohres eingeleitet
und bewirkt werden kann. Die Mechanik wird auf wenige Teile
begrenzt, wobei diese so zweckmäßig angeordnet und ineinandergreifend
angeordnet sind, daß eine kompakte und kleinbauende
Ausführung wie gewünscht erreicht ist.
Schwinge und Hydraulikzylinder sind kolbenseitig miteinander
verbunden, wobei das Zylindergehäuse schwenkbar an der
Fahrgestellaufhängung angeordnet ist, so daß eine Gefährdung
des Hydraulikzylinders nicht eintreten kann. Der Hydraulikzylinder
wird vielmehr über die Schwinge gleichmäßig so
beeinflußt, daß durch das Verdrängen des Hydrauliköls
der zweite Hydraulikzylinder entsprechend beeinflußt
werden kann und dies über die Gesamtlaufzeit des Systems
gleichbleibend.
Aufgrund der Verwendung von Hydraulikzylindern als
Geber- und Nehmerzylinder in beiden Teilen des Kupplungssystems
ist es erforderlich, diese auch über die Druckleitung
miteinander zu verbinden. Dies ist ohne weiteres möglich,
da erfindungsgemäß die Druckleitungen geteilt ausgebildet
sind, wobei ihre Teillängen über Schnellverschlußkupplungen
verbunden sind. Hierdurch kann beim Aneinanderkuppeln von
Motorwagen und Anhänger auch die Hydraulik schnell und sicher
miteinander verbunden werden, so daß bereits mit dem Anfahren
des Zugfahrzeuges das Kupplungssystem aktiv geschaltet
ist. Ein sicheres und genaues Funktionieren des Kurzkuppelsystems
ist auf diese Art und Weise sichergestellt.
Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus,
daß ein niedrigbauendes und sehr kompakt ausgebildetes Kurzkuppelsystem
geschaffen ist, über das Lastkraftwagen bzw. Motorfahrzeuge
mit Zentralachsanhängern u. ä. ausgebildeten
Anhängern sicher verbunden und betrieben werden können. Das
Kurzkuppelsystem stellt sicher, daß je nach Stellung des
Anhängers zum Motorwagen auch der Abstand zwischen beiden
variiert wird und zwar so variiert wird, daß ein einwandfreies
Verfahren beider Teile gesichert ist. Das Zugrohr
beeinflußt über seine Schwenksperre das Zahnrad, was direkt
bzw. indirekt über ein weiteres Zahnrad auf eine Schwinge einwirkt,
die den ersten Hydraulikzylinder so beeinflußt, daß
dieser wiederum den gleichsinnig angeschlossenen und das
Zugrohr beeinflussenden zweiten Zylinder ausfährt bzw. einfährt.
Da beide Hydraulikzylinder gleich ausgebildet bzw.
baugleich sind, kann einfach sicher gestellt werden, daß der
Abstand zwischen Anhänger und Motorwagen jeweils genau und im
vorgeschriebenen Maße bei der Kurvenfahrt bzw. bei der Geradeausfahrt
verändert wird. Aufgrund der zum Einsatz kommenden
Geber- und Nehmerzylinder und auch der sonstigen Ausbildung
der Teile des Kurzkuppelsystems, und der Zuordnung zu beiden
Teilen der Fahrzeugeinheit ist sichergestellt, daß ein derartiges
Kurzkuppelsystem auch über lange Standzeiten sicher
und genau arbeitet.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
mit den dazu notwendigen Einzelheiten und
Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Lastkraftwagens
mit Kurzkuppelsystem,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Lastkraftwagen
mit Anhänger,
Fig. 3 eine vergrößerte Wiedergabe des Verbindungsbereiches
zwischen Motorwagen und
Anhänger in Seitenansicht und
Fig. 4 den Verbindungsbereich gemäß Fig. 3 in
Draufsicht.
Fig. 1 zeigt einen Lastkraftwagen (1), der aus dem
Motorwagen und den über eine Kurzkupplung (3) damit verbundenen
Anhänger (2) besteht. Sichtbar ist von der Kurzkupplung
(3) allerdings im wesentlichen nur das Zugrohr (4).
Aufgrund des Aufbaus (6) des Motorwagens (1) und des
Aufbaues (7) des Anhängers (2) aber auch schon aufgrund
des Chassis als solches ist es notwendig, den Abstand zwischen
Motorwagen (1) und Anhänger (2) bei Kurvenfahrt zu
vergrößern, weil ansonsten die Aufbauten (6, 7) gegeneinanderstoßen
und die Fahrtüchtigkeit des Lastkraftwagens
(1) beeinflussen würden. Die nachfolgend geschilderte Kurzkupplung
(3) gilt für die Verbindung eines Motorwagens (1)
mit einem Zentralachsanhänger, wie er in Fig. 1 und 2 dargestellt
ist. Hierbei befinden sich die beiden Zentralachsen
(8, 9) etwa mittig des Anhängers (2), wobei der Bogen (10)
des Motorwagens (1) und der Boden (11) des Anhängers (2)
etwa in gleicher Höhe sich befinden. Insofern ist die Darstellung
nach Fig. 1 nicht ganz zutreffend, wobei die Fig. 3
und 4 eine genauere Wiedergabe der erfindungsgemäßen Ausführungsformen
darstellen.
Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht und Fig. 4 eine Draufsicht
des Verbindungsbereiches zwischen dem Motorwagen (1)
und dem Anhänger (2), wobei hier auch Einzelheiten der Kurzkupplung
(3) dargestellt und nachfolgend erläutert sind.
Zunächst einmal befindet sich unterhalb der Fahrgestellaufhängung
(12) die Anhängerkupplung (13), an die eine Kupplungsplatte
(14) angelenkt ist. Diese Kupplungsplatte (14)
wird durch die hier nicht dargestellte Schwenksperre bei
der Kurvenfahrt so beeinfluß, daß sie das ihr zugeordnete
Zahnrad (15) entsprechend verdreht.
Das Zahnrad (15) ist über ein Kugeldrehlager (16) mit
der Fahrgestellaufhängung (12) verbunden, so daß ein leichtes
Verdrehen sichergestellt ist. Das Kugeldrehlager ist am
Motorwagen (1) festlegbar, so daß es auch möglich ist, anders
ausgebildete Anhänger (2) zu verfahren, ohne daß das Kurzkuppelsystem
verändert werden muß.
Fig. 3 verdeutlicht, daß das Zahnrad (15) in einem
zweiten Zahnrad (17) kämmt, dessen Lagerwelle (18) mit
einer Schwinge (19) verbunden ist. Diese Schwinge (19)
wiederum beeinflußt einen parallel zur Fahrgestellaufhängung
(12) und in diese weitgehend integriert angeordneten Hydraulikzylinder
(20). Die Verbindung zwischen Schwinge (19)
und Hydraulikzylinder (20) erfolgt über die Kolbenstange
(22).
Die Kolbenstange (22) ist in dem Zylindergehäuse (23)
verschiebbar angeordnet, wobei das Zylindergehäuse seinerseits
schwenkbar an der Fahrgestellaufhängung (12) befestigt
ist, so daß eine Beeinflussung beim Einschieben und Ausschieben
der Kolbenstange (22) nicht eintreten kann.
Der Zylinderraum (24) ist, wie üblich, in Kolbenraum
(25) und Ringraum (26) unterteilt, wobei diese beiden Räume
(25, 26) über Druckleitungen (27, 28) mit einem zweiten,
dem Zugrohr (4) zugeordneten Hydraulikzylinder (30) verbunden
sind. Da beide Hydraulikzylinder (20 bzw. 30) den beim Auseinanderkuppeln
zu trennenden Teilen zugeordnet sind, muß
die Druckleitung (27, 28) teilbar sein. Hierzu ist eine
Schnellverschlußkupplung (29) vorgesehen, die ein schnelles
Verbinden der beiden Hydraulikzylinder (20, 30) ermöglicht.
Der zweite Hydraulikzylinder (30) ist in das Zugrohr
(4) integriert, was Fig. 3 und auch Fig. 4 verdeutlicht.
Auch dieser Hydraulikzylinder (30) verfügt über eine Kolbenstange
(32), der im Zylindergehäuse (33) verschiebbar angeordnet
ist, wobei der gleichgroß wie der Zylinderraum (24)
ausgebildete Zylinderraum (34) in Kolbenraum (35) und Ringraum
(36) durch den Kolben unterteilt ist. Der Hydraulikzylinder
(30) wird über das Zylindergehäuse (33) und einen
Querbolzen (37) am Außengehäuse (38) des Zugrohres (4) festgelegt,
während er mit seiner Kolbenstange (32) am Boden
(40) des Innenrohres (39) angeordnet ist. Dadurch ist erreicht,
daß beim Ausziehen und Einschieben der Kolbenstange
(22) in das Zylindergehäuse (23) des Hydraulikzylinders
(20) das verdrängte Hydrauliköl über die Druckleitungen
(27,28) in die entsprechenden Teile des Zylinderraums (34)
des Hydraulikzylinders (30) einströmen. Beide Hydraulikzylinder
(20, 30) haben die gleiche Baugröße für eine
1 : 1-Übersetzung. Bei einer Kurvenfahrt wird der Hydraulikzylinder
(20) ausgezogen. Da die Kolbenräume (25, 35) und
die Ringräume (26, 36) beider Hydraulikzylinder (20, 30)
gleichsinnig miteinander über die Druckleitungen (27, 28)
verbunden sind, fährt der Hydraulikzylinder (30) entsprechend
ein. Durch die geschilderte Verbindung des Hydraulikzylinders
(30) mit dem Zugrohr (4) wird bei einer entsprechenden Betätigung
bzw. Fahrweise des Hydraulikzylinders (30) das
Zugrohr (4) ausgeschoben und der Zentralachsanhänger bzw.
Anhänger (2) dem zwangsweise einen größeren Abstand zum
Motorwagen (1) ein, solange sich beide in der Kurvenfahr
befinden. Bewegt sich der Motorwagen (1) dann wieder in
die Geradeausfahrt, erfolgt eine umgekehrte Bewegung und
durch das einschiebende Zugrohr (4) wird der Abstand zwischen
Motorwagen (1) und Anhänger (2) wieder auf den Normabstand
reduziert.
Fig. 4 zeigt, wie schon mehrfach erwähnt, eine Draufsicht
auf das Kurzkuppelsystem, das weiter oben ausführlich
beschrieben ist. Hier wird die Verbindung der beiden Zahnräder
(15, 17) verdeutlicht und außerdem die Anordnung der
beiden Hydraulikzylinder (20, 30), wobei hier auch die
Schwenksperre (41) wiedergegben ist, die bei Kurvenfahrt
auf die Kupplungsplatte (14) einwirkt, die ihrerseits dafür
Sorge trägt, daß das Zahnrad (15) verdreht wird. Damit wird
die Mechanik in Betrieb gesetzt, die dafür Sorge trägt,
daß die Kolbenstange (22) des Hydraulikzylinders (20) ausfährt
bzw. eingeschoben wird, je nachdem, ob der Motorwagen
(1) in die Kurve einfährt oder aus der Kurve herausfährt.
Claims (5)
1. Kurzkupplung für einen aus Zugfahrzeug und Anhänger,
insbesondere Zentralachsanhänger, bestehenden Lastkraftwagenzug
mit hydraulischer Zugstangenverlängerung, bei der ein in
der Zugstange des Anhängers angeordneter hydraulischer Nehmerzylinder
mit einem hydraulischen Geberzylinder zusammenwirkt,
der über ein mechanisches Getriebe in Abhängigkeit von Knickwinkel
zwischen dem Zugfahrzeug und dem Anhänger zwangsbetätigt
ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine heckseitige Anhängerkupplung (13) um eine Vertikalachse
drehbar unter dem Zugfahrzeuggestell (12) angeordnet ist,
daß die Zugstange (4) des Anhängers (2) unter Verwendung einer
Schwenksperre (41) seitwärts starr mit der Anhängekupplung (13)
verbunden ist und daß die Drehung der Anhängekupplung (13) über
das mechanische Getriebe (15, 17, 18, 19) eine Längenänderung
des ebenfalls am Zugfahrzeugfahrgestell (12) angeordneten
hydraulischen Geberzylinders (20) bewirkt, wodurch Hydraulikmedium
zu dem in der Zugstange (4) des Anhängers (2) angeordneten
hydraulischen Nehmerzylinders (30) gefördert und somit
eine Längenänderung der Zugstange (4) bewirkt wird.
2. Kurzkupplung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der hydraulische Nehmerzylinder (30) zylinderhäuseseitig
über einen Querbolzen (37) am Außengehäuse (38) und mit der
Kolbenstange (32) am Boden (40) des Innenrohres (39) festgelegt
ist.
3. Kurzkupplung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Zahnrad (15) mit einem Kugeldrehlager 16) verbunden
ist, das die Verbindung zum Fahrzeugfahrgestell (12) darstellt.
4. Kurzkupplung nach Anspruch 1 und Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kugeldrehlager (16) festsetzbar ausgebildet ist.
5. Kurzkupplung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckleitung (27, 28) zwischen den Hydraulikzylindern
(20, 30) über Schnellverschlußkupplungen (29) verbunden sind.
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