DE4200252C2 - Fußleistenheizung mit zwei Rippenrohrwärmetauschern - Google Patents

Fußleistenheizung mit zwei Rippenrohrwärmetauschern

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Description

Die Anmeldung betrifft eine Fußleistenheizung mit zwei Rippenrohrwärmetauschern gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs.
Es ist bereits eine Fußleistenheizung mit zwei übereinander angeordneten Rippenrohrwärmetauschern aus der deutschen Zeitschrift "Heizung-Lüftung- Haustechnik" Nr. 20 (1969) Heft 4, Seite 147 und 148 bekannt. Dabei befinden sich die Rippenrohrwärmetauscher in einem Gehäuse, das an der Innenseite von Gebäuden kurz über dem Fußboden befestigt ist und das die Wärme an das Rauminnere abgibt. Diese Heizung hat den Vorteil, daß die warme Luft, welche durch die wasserdurchflossenen Wärmetauscher erzeugt wird, an der Innenwand emporsteigt und sie dabei aufwärmt. Dies führt zu einer angenehmen Heizungswärme.
Bei den bisher auf dem Markt befindlichen Heizkörpern war die Verwendung der durch die Solarenergie zur Verfügung stehenden Wärme nur dann möglich, wenn sie zur Erreichung der Raumtemperatur in ausreichender Höhe zur Verfügung stand. Da dies aber überwiegend nur in der wärmeren Jahreszeit der Fall ist, schied die alleinige Beheizung mittels Solarenergie aus. Die sich zur Lösung des Problems zunächst anbietende Verwendung einer Wärmepumpe ist aus ökologischer Sicht wenig sinnvoll. (Zusätzlicher Einsatz von elektrischer Energie.)
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Fußleistenheizung zu schaffen, bei der primär die in der kälteren Jahreszeit zur Verfügung stehende Wärmeenergie aus einer Solaranlage ohne Wärmepumpe genutzt werden kann und bei der nur im Bedarfsfalle mit konventioneller Energie zusätzlich geheizt werden muß.
Erfindungsgemäß wird dies bei einer Fußleistenheizung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs mit den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs angegebenen Merkmalen erreicht.
Die erfinderische Konstruktion der Heizung weist zwei thermisch getrennte Kreisläufe auf.
Die Erfindung wird nunmehr anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert und beschrieben, wobei die Zeichnungen die Bestandteile der Fußleistenheizung zeigen.
Zeichnung 1 zeigt den Aufbau der Fußleistenheizung und Zeichnung 2 die fertige an der Wand montierte Heizung.
Das in den Zeichnungen 1 und 2 dargestellte Ausführungsbeispiel einer Fußleistenheizung hat eine Bauhöhe von 34 cm (vom Fußboden aus gemessen) und eine Tiefe von 8,5 cm.
Die Abmessungen sind jedoch nicht zwingend und richten sich nach den Raumverhältnissen und den Vorstellungen des Konstrukteurs.
Das Ausführungsbeispiel besteht aus einem Holzkorpus, zwei Rippenrohrwärmetauschern, einem Holzkanal, einer Frontplatte (7) und einer Abdeckleiste (1). Der Holzkorpus besteht aus einer Wandleiste (2), auf welche im Abstand von 50 cm Traghölzer (3) aufgeschraubt sind.
Die Rippenrohrwärmetauscher bestehen jeweils aus einem Kupferrohr (5), auf welches zur besseren Wärmeabgabe Kupferlamellen (4) aufgebracht sind. Bei dem Ausführungsbeispiel wurde ein Lamellenabstand von 8 mm gewählt, wodurch sich eine Oberfläche von ca. 1,1 m2 pro laufendem Meter Rippenrohr ergibt. Daraus resultiert eine Gesamtheizfläche von ca. 2,2 m2 je laufendem Meter Fußleistenheizung.
Der Holzkanal (6) ist unterhalb des Holzkorpus an der Wand befestigt und nimmt die Rücklaufleitungen auf. Die Frontplatte (7) wurde bei dem Ausführungsbeispiel aus einer 18 mm starken Leimholzplatte hergestellt. Man kann jedoch für die Frontplatte auch andere Materialien, wie Schiefer, Marmor, Porzellan oder Terrakotta verwenden.
Die Abdeckleiste (1) hat den Sinn, vorhandene Wandunebenheiten auszugleichen und die aufsteigende Warmluft in einem gewissen Abstand von der Wand hochzuleiten, um das Verschmutzen der Tapete weitmöglichst zu vermeiden.
Die Zeichnung 2 zeigt die montierte Fußleistenheizung, wobei die in dieser Zeichnung angegebenen Bezugszeichen in der Zeichnung selbst erläutert sind.
Die Fußleistenheizung besteht aus zwei völlig getrennten Kreisläufen und ist mit zwei ebenfalls getrennt arbeitenden Thermostatventilen (nicht dargestellt) ausgerüstet.
Im unteren Rippenrohrwärmetauscher wird die kostengünstigere Energieform verwendet. Im Ausführungsbeispiel wird dafür Sonnenenergie eingesetzt. Wird die gewünschte Raumtemperatur nicht erreicht, schaltet das Thermostatventil den oberen Rippenrohrwärmetauscher zu. Erst dann kommt die teurere Energie, im Ausführungsbeispiel aus einer Ölheizung zur Anwendung.
Um eine bestimmte Raumtemperatur zu erreichen und um möglichst viel kostengünstige Energie einzusetzen, ist darauf zu achten, daß die eingestellte Temperaturhöhe des oberen Ventils (Ölheizung) immer etwas niedriger eingestellt ist als die Temperaturhöhe des unteren Ventils (Solarenergie). Dies ist unbedingte Voraussetzung für das richtige Funktionieren der Anlage.
Schon heute wird der Trend zur Weiterentwicklung alternativer Energien bzw. zur Verwendung von Wärmeresten oder Abwärme sichtbar. Nicht nur der Einsatz von Alternativenergien, z. B. aus Solar- oder Erdwärmeanlagen ist möglich. Vielerlei, bisher kaum verwertet Wärmereste, können bei der Fußleistenheizung nach der Erfindung sinnvoll eingesetzt werden.
Als Beispiele seien hier aufgeführt: Abwärme aus Produktionsprozessen in Fabriken und genossenschaftlichen Betrieben, wie Getreide- und Futtermitteltrocknungsanlagen, Molkereien, Zuckerfabriken, Brauereien, landwirtschaftliche Betriebe (Milchkühlung), Handwerksbetriebe (Bäckereien, Metzgereien, Reinigungen. Wäschereien), Groß- und Einzelhandelsbetriebe, sowie Abwärme von Verbrennungsanlagen und Kühleinrichtungen, wie sie in Eissporthallen und Supermärkten Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Fußleistenheizung mit zwei Rippenrohrwärmetauschern, die übereinander angeordnet sind und mit denen Luft als Wärmeträger aufheizbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Rippenrohrwärmetauscher thermisch getrennt sind, wobei der untere Rippenrohrwärmetauscher mit alternativer Energie, wie Sonnenenergie beheizt wird und der obere Rippenrohrwärmetauscher mit konventioneller Energie, wie Öl, Kohle oder Gas beheizt wird.
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