DE4200269C1 - Workholder for deposition on magnetic plate - has vertical, magnetisable plates, as wedge-shaped segments on planar chucks with radial pole division - Google Patents
Workholder for deposition on magnetic plate - has vertical, magnetisable plates, as wedge-shaped segments on planar chucks with radial pole divisionInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Werkstückhaltevorrichtung für eine
Magnetspannplatte nach Oberbegriff des Anspruchs 1.
Im Maschinenbau ist es häufig erforderlich, labile Teile präzise
zu bearbeiten. Dazu müssen diese exakt gespannt werden. Neben
den bekannten mechanischen Spannvorrichtungen werden hierfür bei
magnetisierbaren Werkstoffen bevorzugt Magnetspannplatten einge
setzt.
In der DE-AS 10 84 108, der DE-PS 12 01 659 sowie der
US-PS 38 54 711 sind gattungsgemäße Werkstückhaltevorrichtungen,
die dazu dienen, Werkstücke, die entweder keine planparallele
Bearbeitung erfahren sollen oder für eine seitliche Bearbeitung
keine ausreichende Eigensteifigkeit aufweisen, als nachteilig
beschrieben, wenn sie in eingearbeiteten Profillinien entspre
chend der Werkstückoberfläche die Werkstücke halten. Diese pro
fillinien sind zur Fixierung der Werkstücke in die Werkstückhal
tevorrichtung und nicht in die Magnetspannplatte eingebracht,
damit nicht die Magnetspannplatte durch diese Maßnahme geschä
digt wird.
In den vorgenannten Schriften wird als Lösung vorgeschlagen, die
Werkstückhaltevorrichtungen unabhängig von der magnetischen
Funktion der Magnetspannplatte zu betreiben oder mehrere zum
Teil profilierte Haltevorrichtungen mit einer Teilung entspre
chend der Magnetteilung der Magnetplatte mechanisch aufzuspan
nen. Die aufgezeichneten Lösungen sind sehr aufwendig und eignen
sich nicht zum Bearbeiten von labilen Ringen, bei denen eine
große Planparallelität und äußerst geringe Abweichungen von der
Kreisform gewünscht werden.
Derartige Ringe, insbesondere mit wenigstens einer Trennstelle,
werden bisher indirekt von der Magnetspannung über mechanische
Hilfsspanneinrichtungen auf planen, magnetischen Spannfuttern
mit radialer Polteilung entsprechend der DE-AS 15 02 697 oder
DE-AS 19 14 636 gespannt und bearbeitet. Die eingesetzten mecha
nischen Hilfsspannvorrichtungen sind in der Herstellung äußerst
aufwendig und erzielen durch die örtliche mechanische Spannung
eine für manche labile Ringe nicht ausreichende Genauigkeit.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Werkstückhalte
vorrichtung zum Spannen labiler Ringe, vorzugsweise mit wenig
stens einer Trennstelle, zu finden, die Bearbeitung mit höchster
Genauigkeit zuläßt und die einfach zu handhaben ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des An
spruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen sind in
den Ansprüchen 2 bis 10 beschrieben.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere
darin, daß auf Maschinen mit planen, magnetischen Spannfuttern
mit radialer Polteilung nicht nur stabile ringförmige Werkstücke
ohne Zusatzeinrichtungen gespannt werden können, sondern daß
diese Spannfutter in gleicher Weise auf der gleichen Maschine
auch für labile Ringe einsetzbar sind, sogar wenn diese labilen
Ringe noch mit einer Trennstelle ausgebildet sind.
Vorteilhaft bei der Ausbildung nach Anspruch 6 können sogar meh
rere Ringe unterschiedlichen Durchmessers übereinander oder an
der äußeren oder inneren Ringfläche gleichzeitig gespannt und
bearbeitet werden. Vorteilhaft nach Anspruch 7 können mehrere
Ringe gleicher Größe in einer Aufspannung, aufeinander angeord
net, bearbeitet werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dar
gestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 die perspektivische Darstellung einer Werkstückhaltevor
richtung auf einem Spannfutter und
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung der Werkstückhaltevorrich
tung mit einem eingelegten Werkstück.
Vorzugsweise für Schleifmaschinen mit horizontal angeordnetem
rotierendem Spannfutter (1) werden zum Halten von Werkstücken
aus magnetisierbarem Material Magnetspannfutter eingesetzt.
Diese Magnetspannfutter haben üblicherweise eine radial ver
laufende Polteilung. Die Oberfläche ist eben ausgebildet und
besitzt im Spannbereich sich radial erstreckende Auflageflä
chen (2), die durch Streifen (3) aus nicht magnetisierbarem
Material voneinander getrennt sind. Fig. 1 zeigt ein derartiges
Spannfutter. Nicht dargestellt ist die magnetische Erregung der
Auflageflächen (2). Vorzugsweise sind jedoch die aneinander
liegenden Auflageflächen (2) gegenpolig erregt. Zum einfacheren
Neueinrichten und zum Ausrichten entweder von normalen Werk
stücken auf dem Spannfutter oder auch der Werkstückhaltevor
richtung (4) sind sich radial erstreckende Spanneinrichtungen
vorhanden. Dieses können in T-Nuten (5) verschiebbare und ver
spannbare Spannbacken (6) sein.
Die Werkstückhaltevorrichtung (4) besteht aus einzelnen Plat
ten (7) aus magnetisierbarem Material. Diese Platten sind als
keilförmige Segmente eines Ringes ausgebildet. Zwischen den
Platten (7) sind Zwischenschichten (8) angeordnet, die aus nicht
magnetisierbarem Material bestehen. Die insgesamt ringförmig
ausgebildete Werkstückhaltevorrichtung (4) weist eine gleiche
Teilung auf wie die Teilung des Spannfutters (1), d. h. die
Platten (7) stehen formgleich auf dem jeweiligen Abschnitt der
Auflageflächen (2). Die Zwischenschichten (8) sind lageidentisch
mit den Streifen (3). Sinnvollerweise weisen die Streifen (3)
und/oder die Zwischenschichten (8) eine ausreichende Dicke auf,
um gewisse Lage- und Fertigungstoleranzen auszugleichen, so daß
sichergestellt ist, daß in jeder Spannlage nicht eine Platte (7)
mehrere Auflageflächen (2) überdeckt, wodurch eine magnetische
Brücke entstehen würde.
Aus Fig. 2 ist die detaillierte Ausbildung der Werkstückhalte
vorrichtung (4) zu erkennen, die als solche ringförmig ausgebil
det ist. Sowohl an der inneren Ringfläche (9) als auch an der
äußeren Ringfläche (10) ist jeweils eine nach oben offene Ring
stufe (11, 12) eingebracht. Die Werkstückhaltevorrichtung (4)
nach Fig. 2 ist zusätzlich mit einem Sicherungsblech (13)
ausgerüstet. Dieses Sicherungsblech ist aus nicht
magnetisierbarem Material hergestellt und über Schrauben (14)
von oben mit den Platten (7) der Werkstückhaltevorrichtung (4)
verbunden. Das Sicherungsblech (13) dient zum zusätzlichen
Zusammenhalten der Werkstückhaltevorrichtung, insbesondere bei
großer Höhe dieser Vorrichtung.
In die Ringstufe (11) der inneren Ringfläche (9) ist der zu be
arbeitende Ring (15) eingelegt. Dieser Ring weist eine Trenn
stelle (16) auf und liegt jeweils axial und radial an zwei Stu
fenflächen (17, 18) der Ringstufe (11) an. Die Querschnittsform
des Ringes (15) ist nur beispielhaft dargestellt. Es ist auch
denkbar, daß der Ring (15) nur mit Bereichen seiner Oberfläche
an der radialen Stufenfläche (17) oder der axialen Stufenflä
che (18) anliegt.
Um eine Spannwirkung zu erzielen, sind notwendigerweise nur Rin
ge (15) aus magnetisierbarem Material zu spannen. Der Ring (15)
bildet mit seinem jeweiligen Abschnitt als Anker eine Brücke zu
den unterschiedlich durch die Auflageflächen (2) magnetisch po
larisierten Platten (7). Da diese Brückenbildung sowohl axial
als auch radial erfolgt, wird sowohl axial als auch radial eine
Haftkraft erzielt.
Die Haftkraft ist aufgrund der unterschiedlich großen Anlageflä
che zwischen Ring (15) und Stufenflächen (17, 18) unterschied
lich. Dadurch kann es vorkommen, daß der Ring zwar entweder axi
al oder radial über den gesamten Umfang anliegt, ohne daß eine
vollständige Anlage in der anderen Richtung gewährleistet ist.
Dieses kann in einfacher Weise ausgeglichen werden, indem der
Ring durch Klopfen mit einem weichen Gegenstand quer zur Anlage
richtung verschoben wird bis in beiden Richtungen eine vollstän
dige Anlage über den gesamten Umfang vorliegt. Die Prüfung des
Anliegens ist dem Fachmann in einfacher Weise ohne Hilfsmittel
bereits durch die akustische Wahrnehmung möglich.
Claims (10)
1. Werkstückhaltevorrichtung, die auf der Auflagefläche einer Magnet
spannplatte festlegbar ist, bestehend aus hochkant auf einer
Standfläche aufstehenden, aneinandergereihten Platten aus magne
tisierbarem Material und zwischenliegenden, nicht magnetisierba
ren Zwischenschichten mit einer Teilung entsprechend der Magnet
teilung der Magnetspannplatte, dadurch gekennzeichnet, daß auf
planen Spannfuttern (1) mit radialer Polteilung die Platten (7)
als keilförmige Segmente ausgebildet sind und mit den Zwischen
schichten (8) einen Ring bilden.
2. Werkstückhaltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Zwischenschichten (8) die Platten (7) mit
einander verbinden.
3. Werkstückhaltevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Zwischenschichten (8) Löt- oder Klebe
schichten sind.
4. Werkstückhaltevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Zwischenschichten (8) in radialer Richtung
formschlüssig mit den Platten (7) verbunden sind.
5. Werkstückhaltevorrichtung nach einem der An
sprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (7)
der Werkstückvorhaltevorrichtung (4) über ein auf der oberen
Fläche befestigtes, vorzugsweise geschraubtes stabiles Siche
rungsbleches (13) aus nicht magnetisierbarem Material mitein
ander verbunden sind.
6. Werkstückhaltevorrichtung nach einem der An
sprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an seiner in
neren Ringfläche (9) und/oder an seiner äußeren Ringflä
che (10) ein oder mehrere nach oben offene Ringstufen
(11, 12) angeordnet sind.
7. Werkstückhaltevorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß in den Ringstufen (11, 12) eine oder mehrere
ringförmige Werkstücke gespannt sind.
8. Werkstückhaltevorrichtung nach einem der An
sprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zu bearbeitende
Ringe (15) mit einer oder mehreren Trennstellen (16) an der
inneren Ringfläche (9) oder der äußeren Ringfläche (10) der
Werkstückhaltevorrichtung (4) oder einer Ringstufe (11, 12)
anliegen.
9. Werkstückhaltevorrichtung nach einem der An
sprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß für die Zwi
schenschichten (8) Materialien benutzt werden, die annähernd
den gleichen Ausdehnungsfaktor und/oder die gleiche Wärme
leitfähigkeit besitzen wie die Platten (7).
10. Werkstückhaltevorrichtung nach einem der An
sprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Materialien
von Platten (7) und Zwischenschichten (8) widerstandsfähig
gegen einschlägige Kühl- und Schmiermittel sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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