DE4200468A1 - Sitzmoebel - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Sitzmöbel mit einem Gestell und
einem von dem Gestell getragenen Sitz, der zwischen zwei
Sitzstellungen mit unterschiedlicher Sitzneigung verstellbar
ist, wobei eine vordere Zwangsführung für die Verstellbewe
gung und eine Halteeinrichtung zum Halten des Sitzes in den
beiden Stellungen vorgesehen sind.
Sitzmöbel, die zwischen zwei Sitzstellungen mit unterschied
licher Sitzneigung verstellbare Sitze aufweisen, sind bei
spielsweise aus dem Bereich von Arbeitssitzmöbeln bekannt.
Es handelt sich hierbei um Stühle, die u. a. auch mit Wippme
chanismen versehen sind. Im allgemeinen befinden sich bei
derartigen Sitzmöbeln sehr aufwendige Verstellkonstruktionen
unterhalb des Sitzes, wobei diese Unterkonstruktionen Gas
druckfedern, Gewichtskompensationsfedern etc. umfassen, und
es sind zur Handhabung Verstellmechanismen wie Feststellhe
bel u. dgl. erforderlich.
Es ist bereits ein Sitzmöbel mit veränderbarer Sitzhöhe und
-neigung vorgeschlagen worden, von dem ein Beispiel in Fig. 1
veranschaulicht ist. Das Sitzmöbel besitzt eine tragende
Unterkonstruktion umfassend zwei U-förmige Gestellrohre 2,
von denen sich eines jeweils auf beiden Seiten des Sitzmö
bels befindet und der vordere Abschnitt jeweils ein vorderes
Gestellbein 4, der hintere Abschnitt 6 ein hinteres Gestell
bein und der dazwischenliegende Abschnitt 8 eine Armlehne
bilden. In Querrichtung erstrecken sich zwischen den beiden
Gestellrohren 2 jeweils eine vordere und eine hintere Quer
verstrebung, von denen die hintere Querverstrebung 10 als
Tragleiste vorgesehen ist. Eine weitere Tragleiste 12 ist
weiter oben zwischen den beiden Gestellrohren 2 angeordnet.
Das Sitzmöbel umfaßt außerdem einen Sitz 14 und eine Rücken
lehne 16, die jeweils an zueinander etwa im rechten Winkel
angeordneten Tragplatten angebracht sind. Im oberen Bereich
des vorderen Gestellbeins 4 ist an einer vorderen Querver
strebung 22 ein Verstellhebel 24 angebracht, der an seinem
anderen Ende auf der Unterseite des vorderen Bereiches des
Sitzes angelenkt ist.
In Fig. 1 ist das Sitzmöbel in beiden Sitzstellungen dar
gestellt, wobei die nach hinten geneigte tiefere Sitz-
Stellung, die mit ausgezogenen Linien dargestellt ist, ses
selartig und die gestrichelt dargestellte geradere höhere
Sitzstellung stuhlartig ist. In der tieferen Sitzstellung
ist die Rückenlehne an der oberen Tragleiste 12 abgestützt
und in der höheren Sitzstellung liegt der untere Bereich der
Rückenlehne bzw. von deren Tragplatte 20 auf der unteren
Tragleiste 10 auf. Um eine Verstellung durchzuführen, muß
eine Umhängung der Rückenlehne erfolgen, wobei der Sitz ver
lassen werden muß. Wie erwähnt geht stets mit einer Änderung
der Sitzneigung eine Änderung der Sitzhöhe einher. Die einen
Teil des Gestells bildenden Armlehnen können daher nicht für
beide Sitzhöhen optimal ausgelegt werden. Die Kombination
des lediglich zum Anheben des Sitzes vorgesehenen Verstell
hebels und der rückwärtigen Arretierung bzw. Ein
hängkonstruktion schließen es aus, dieses Verstellkonzept
bei sogenannten Freischwingern einzusetzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verstellbares
Sitzmöbel zu schaffen, das einen einfach aufgebauten und be
dienbaren Verstellmechanismus aufweist und ein angenehmes
Sitzen in beiden Sitzstellungen ermöglicht.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß bei einem Sitzmöbel mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiter
bildungen des erfindungsgemäßen Sitzmöbels sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Ein erfindungsgemäßes Sitzmöbel umfaßt somit ein Gestell und
einen von dem Gestell getragenen Sitz, der zwischen zwei
Sitzstellungen mit unterschiedlicher Sitzneigung verstellbar
ist, wobei eine vordere Zwangsführung für die Verstellbewe
gung und eine Halteeinrichtung zum Halten des Sitzes in den
beiden Stellungen vorgesehen sind, wobei das Sitzmöbel da
durch gekennzeichnet ist, daß
- - der Sitz in seinem vorderen Bereich auf der Unterseite mit einem Halteelement verbunden ist, das mit dem Gestell verbunden und in bezug auf dieses zwischen einer vorderen und einer hinteren stabilen Haltestellung verstellbar ist, und
- - der Sitz in seinem hinteren Bereich auf seiner Unterseite mit einer Mitnehmereinrichtung verbunden ist, die mit dem Gestell verbunden ist und in bezug auf dieses nach vorne und nach hinten geführt bewegbar ist,
- - wobei die Neigung des Sitzes bei der jeweils vorderen Stellung des Halteelementes und der Mitnehmereinrichtung weiter nach hinten geneigt als in der jeweils hinteren Stellung ist.
Bei dem erfindungsgemäßen Sitzmöbel ist somit der Sitz in
bezug auf das Gestell beweglich und daher in die beiden
Sitzstellungen mit unterschiedlicher Sitzneigung verstell
bar. Diese beiden Sitzstellungen entsprechen den beiden sta
bilen Haltestellungen des verstellbaren Halteelementes, wo
bei zum Erreichen der beiden Haltestellungen keine besonde
ren Bedienelemente und zum Halten des Sitzes in der jeweili
gen Sitzstellung keinerlei Feststellmittel erforderlich
sind. Dies ergibt sich aus der Verbindung des Halteelementes
einerseits mit dem Sitz und andererseits mit dem Gestell.
Durch das Gestell ist stets eine stabile Halterung des Sit
zes vorgesehen, d. h. der Sitz erreicht nach der Verstell
bewegung wieder die Ruhelage, in der er z. B. auf einer Quer
verstrebung des Gestells aufliegt. In dieser Ruhelage fi
xiert der Sitz bzw. das Sitzgewicht das Halteelement in des
sen einer Haltestellung gegen eine Bewegung in Richtung der
anderen Haltestellung, wobei somit ein Anschlag für das Hal
teelement gegeben ist. Einen Anschlag gegen eine Bewegung
des Halteelementes in die andere Richtung bildet z. B. die
erwähnte Querverstrebung des Gestells. Das Halteelement hat
die Funktion einer Zwangsführung, während im hinteren Be
reich des Sitzmöbels die Mitnehmereinrichtung ein Mitführen
des Sitzes ermöglicht. Die Aufhängung und Führung des Sitzes
durch das Halteelement und die Mitnehmereinrichtung ist da
bei derart, daß die weiter nach hinten geneigte Stellung des
Sitzes der jeweils vorderen Stellung des Halteelementes und
der Mitnehmereinrichtung entspricht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Sitzmöbels liegen die vordere und die hintere Haltestellung
des Halteelementes in gleicher Höhe, wobei der dazwischen
liegende Verstellbereich einen Bereich größerer Höhe umfaßt
und die vordere Stellung der Mitnehmereinrichtung tiefer als
die hintere Stellung liegt. Die Haltestellungen des Halte
elementes sind hierbei besonders stabil, wobei es zur Aus
führung einer Verstellbewegung lediglich erforderlich ist,
die Vorderkante bzw. den Vorderbereich des Sitzes anzuheben
und in die gewünschte andere Sitzstellung jeweils nach vorne
oder nach hinten zu verschieben. Durch das Eigengewicht des
Sitzes bzw. der darauf sitzenden Person ist der Sitz dann in
der jeweils gewünschten Stellung fest arretiert. Das Halte
element ist vorteilhaft ein jeweils am Sitz und am Gestell
angelenkter Schwenkbügel. Dieser sitzt bei einem Ausfüh
rungsbeispiel des erfindungsgemäßen Sitzmöbels in seinem
mittleren Bereich parallel zur Vorderkante des Sitzes in ei
ner Schwenklagerung am Gestell, wobei seine seitlichen Enden
abgebogen und mit dem Sitz verbunden sind. Statt direkt am
Gestell kann der Schwenkbügel auch an einem Gestellausleger
angelenkt sein. Diese Anlenkung ist besonders einfach und
ermöglicht eine besonders leichte Verstellbewegung.
Vorzugsweise ist die Mitnehmereinrichtung ein jeweils am
Sitz und am Gestell angelenkter Mitnehmerbügel. Nach einer
zweckmäßigen Ausgestaltung besteht der Mitnehmerbügel aus
zwei Bügelarmen, deren vorderes Ende oberhalb des Sitzes an
gelenkt ist und dessen unteres Ende am Sitz angelenkt ist,
wobei die Bügelarme eine Sitzaufhängung bilden. Diese rück
wärtige Aufhängung des Sitzes mittels eines Bügels ermög
licht es, auf eine tragende Sitzunterkonstruktion zu ver
zichten. Es kann ein beweglicher Sitz mit flexibler, d. h.
federnder Rückenlehne eingesetzt werden. Die Bewegung des
hinteren Bügels wird durch die beiden Haltestellungen des
vorderen Halteelementes, das ebenfalls ein Bügel sein kann,
begrenzt. Der hintere Mitnehmerbügel hat hierbei die Funk
tion einer Zwangsführung.
Bei einem Sitzmöbel, bei dem das Armlehnenprofil am Gestell
befestigt ist, kann erfindungsgemäß das obere Ende der Bü
gelarme des Mitnehmerbügels am Armlehnenprofil angelenkt
sein. In diesem Fall ändert sich die Stellung des Sitzes und
ggf. auch der Rückenlehne in bezug auf die Armlehnen. Da in
dessen beim erfindungsgemäßen Sitzmöbel die Sitzhöhe, d. h.
die Höhe der Vorderkante im wesentlichen gleich bleibt,
wirkt sich dies nicht nachteilig aus. In der stärker nach
vorne geneigten Stellung ist der Sitz nach hinten verscho
ben, was anatomisch sehr günstig ist. Aufgrund der anderen
Sitzstellung ist nämlich dann der Schwerpunkt beim Menschen
weiter nach vorne verschoben. Dies hat zur Folge, daß bei
beiden Sitzstellungen der Schwerpunkt des Benutzers stets
gleich bleibt, d. h. dieser verändert sich gegenläufig zur
Sitzbewegung. Der Bewegungsbereich ist hierbei in der Grö
ßenordnung von einigen Zentimetern. Diese Konstruktions
eigenschaft hat eine besonders große Kippsicherheit des
Sitzmöbels zur Folge.
Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform des erfin
dungsgemäßen Sitzmöbels ist das Armlehnenprofil mit einer
Armlehne aus federndem Material verlängert, die mit einer
Rückenlehne verbunden ist. Dadurch, daß die Armlehne in den
Verstellmechanismus miteinbezogen ist, kann die Federkraft
der Armlehne das Eigengewicht des Sitzes und der Rückenlehne
kompensieren, wobei sich mit Verstellen der Sitzneigung der
Winkel von Sitz und Rückenlehne leicht öffnen und schließen
kann. Die Handhabung beim Verstellen ist auf diese Weise er
leichtert.
Das Armlehnenprofil kann auch am Sitz befestigt sein und
wird dann mit dem Sitz mitverstellt. Dies hat den Vorteil,
daß die Armlehne stets exakt der jeweiligen Sitzstellung
entspricht.
Das Gestell eines erfindungsgemäßen Sitzmöbels kann auch im
hinteren Sitzbereich eine Sitzzarge aufweisen, auf der der
Mitnehmerbügel ruht. Hierbei weist der Mitnehmerbügel ge
genüber dem vorderen Halteelement eine größere Schenkellänge
auf. Diese Ausgestaltung eignet sich insbesondere für ein
vierbeiniges Untergestell, kann jedoch auch als Frei
schwinger ausgebildet sein.
Erfindungsgemäß ist auch eine Ausgestaltung der vorderen und
hinteren Zwangsführung als Kulisse vorgesehen. So kann das
Gestell im vorderen Bereich Führungsnuten und der Sitz
Gleitführungselemente aufweisen, die zwischen der vorderen
und der hinteren Haltestellung verschiebbar sind. Ferner
kann das Gestell im hinteren Bereich Führungsnuten und der
Sitz Gleitführungselemente aufweisen, die entlang der Füh
rungsnuten verschiebbar sind.
Bei einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der Er
findung ist eine Rückenlehne mit dem Sitz verbunden und mit
diesem verstellbar.
Statt wie oben erwähnt in der einen Sitzposition im wesent
lichen horizontal ausgerichtet und in der anderen Sitzstel
lung nach vorne geneigt, kann der Sitz auch in der einen
Sitzstellung nach hinten geneigt und in der anderen horizon
tal ausgerichtet sein. Vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung des Sitzmöbels ist jedoch, daß sich der
Schwerpunkt des belasteten Stuhls durch das Verschieben des
Sitzes nach vorne und nach hinten bei Veränderung der Sitz
neigung nicht verschiebt. Auf diese Weise ist ein gesundes
dynamisches Sitzen auf breiter Ebene ermöglicht.
Soll das erfindungsgemäße Sitzmöbel besonders einfach zu be
dienen sein, so ist vorteilhaft ein vorderer Anschlag für
das Halteelement in dessen vorderer Haltestellung vorge
sehen, wobei die vordere Haltestellung des Halteelementes
höher als die hintere Haltestellung ist, und die Mitneh
mereinrichtung ist durch ein Paar von gebogenen Armlehnen
gebildet, die mit Abstand von ihrem vorderen Ende am Gestell
angelenkt sind und deren hinteres Ende am hinteren Ende des
Sitzes angelenkt ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist das
Gestell bis in Armlehnenhöhe geführt, wo der Armlehnen
drehpunkt liegt. Soll der Sitz nach hinten und nach oben
verstellt werden, wird lediglich von oben auf das vordere
Armlehnenende unter Freigabe des Sitzes Druck aufgebracht.
Durch die Aufhängung des hinteren Sitzendes an den Armlehnen
und die höher gelegte Haltestellung wird die Verstell
bewegung des Sitzes herbeigeführt. Das vordere Ende des Sit
zes liegt dann nach erfolgter Verstellbewegung etwas tiefer
als in der anderen Stellung. Soll der Sitz wieder in die
Ausgangslage zurückverstellt werden, so wird er wie bei den
vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen im Bereich der Vor
derkante ergriffen und nach vorne gezogen. Ein Vorteil die
ser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sitzmöbels ist,
daß durch die Funktion der Armlehnen als Mitnehmerein
richtung ein bei den anderen Ausführungsformen benötigtes
Konstruktionselement entfallen kann, wodurch der Aufbau des
Sitzmöbels vereinfacht ist.
Die Verstellbewegung nach hinten wird durch eine am vorderen
Anschlag vorgesehene Feder unterstützt, die die Vorderkante
nach dem Aufstehen anhebt.
Ist der Sitz des Sitzmöbels hinten angerundet, so kann die
ser zweckmäßig hinten ein nach oben weisendes Gelenkstück
tragen, an dem die hinten nach innen gebogenen Armlehnen an
gelenkt sind. Auf diese Weise kann auch ein Sitzmöbel mit
hinten abgerundetem Sitz die vereinfachte Bedienmöglichkeit
aufweisen. Besonders formschön ist ein solches Sitzmöbel,
wenn die Armlehnen als ein durchgehendes Teil ausgebildet
sind, das zugleich einen Abschnitt der Rückenlehne bildet.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 ein Beispiel eines bekannten verstellbaren Sitzmö
bels in zwei Sitzstellungen mit unterschiedlicher
Sitzneigung,
Fig. 2 eine schematische Seitenansicht eines erfindungs
gemäßen Sitzmöbels mit gestellfester Armlehne in
zwei Sitzstellungen,
Fig. 3 eine schematische Seitenansicht eines zweiten Aus
führungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Sitzmö
bels mit flexibler Armlehne in zwei Sitzstellun
gen,
Fig. 4 ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungs
gemäßen Sitzmöbels in zwei Sitzstellungen, bei dem
das Gestell auf einem Zentralfuß montiert ist,
Fig. 5 eine Seitenansicht eines vierten Ausführungsbei
spiels eines erfindungsgemäßen Sitzmöbels mit am
Sitz angebrachter Armlehne in zwei Sitzstellungen,
Fig. 6 eine schematische perspektivische Ansicht eines
fünften Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemä
ßen Sitzmöbels ähnlich dem vierten Ausführungsbei
spiel in zwei Sitzstellungen,
Fig. 7 eine schematische Seitenansicht eines sechsten
Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Sitz
möbels in zwei Sitzstellungen mit einem vierbeini
gen Untergestell und Sitzzarge,
Fig. 8 eine schematische Seitenansicht eines siebten Aus
führungsbeispiels der Erfindung mit Sitzzarge und
Freischwingerkonstruktion in zwei Sitzstellungen,
Fig. 9 eine schematische Seitenteilansicht eines achten
Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Sitz
möbels mit Kulissenverstellmechanismus in zwei
Sitzstellungen,
Fig. 10 eine schematische Seitenansicht eines neunten Aus
führungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Sitzmö
bels mit Armlehnenbedienung in zwei Sitzstellungen
und
Fig. 11 und 12 eine schematische Seitenansicht und perspek
tivische Ansicht eines zehnten Ausführungsbei
spiels eines erfindungsgemäßen Sitzmöbels in zwei
Sitzstellungen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand bevorzugter Ausfüh
rungsbeispiele und der Zeichnung beschrieben.
Das Prinzip eines erfindungsgemäßen Sitzmöbels wird im fol
genden zunächst anhand von Fig. 2 weiter erläutert, die ein
erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sitzmö
bels darstellt. Dieses Sitzmöbel ist in Art eines herkömmli
chen Freischwingers, auch Tragstuhl genannt, ausgebildet.
Das Gestell umfaßt einen unteren kufenartigen, horizontalen
Fußabschnitt 30, eine vertikalen Vorderabschnitt 32 und
einen von diesem rückwärts gebogenen Lehnenabschnitt 34. Auf
den Lehnenabschnitt 34 aufgesetzt ist eine ebene Armlehne 36
mit einem nach unten gebogenen vorderen Abschnitt 38. Das
Sitzmöbel umfaßt ferner einen Sitz 40 und eine Rückenlehne
42, die mittels beweglicher Federelemente 44 in bezug auf
den Sitz 40 federnd angeordnet ist. Im wesentlichen in der
Höhe des Vorderabschnittes 32 und des Sitzes 40 weist das
Sitzmöbel ein unterhalb des Sitzes befindliches Schwenklager
(etwa bei 46) auf, in dem der mittlere Bereich eines
Schwenkbügels sitzt, von dem ein abgebogenes seitliches Ende
48 in seiner vorderen Haltestellung in Auflage auf einer
Querverstrebung bzw. Querzarge des Gestells zu sehen ist.
Diese Querverstrebung bildet für die Drehung des Endes 48
nach links einen Anschlag. Das Ende 48 des Schwenkbügels ist
am Sitz angelenkt, während der Schwenkbügel im mittleren Be
reich mit dem Gestell verbunden ist. In der dargestellten
Sitzstellung liegt der Sitz 40 auf dem mit ihm verbundenen
Ende 48 auf und fixiert dieses in der dargestellten Lage,
d. h. der Sitz 40 bildet einen zweiten Anschlag für das Ende
48. Unterhalb des hinteren Bereiches des Sitzes ist das un
tere Ende 50 eines Mitnehmerbügels 52 am Sitz 40 angelenkt.
Das obere Ende 54 des Mitnehmerbügels 52 ist einer Ausspa
rung oder einem Loch 56 eingehängt. Es handelt sich bei dem
beschriebenen Sitzmöbel somit um einen Freischwinger mit fe
derndem Rücken.
Eine Sitzverstellung wird auf folgende Weise durchgeführt.
Es wird zunächst eine Verstellung von der in ausgezogenen
Linien dargestellten horizontalen Sitzstellung in die in ge
strichelten Linien dargestellte, nach vorne geneigte Sitz
stellung beschrieben. Anfangs ist das Ende 48 des Schwenkbü
gels vorne und durch das Sitzgewicht stabil in dieser Stel
lung gehalten. Soll der Sitz verstellt werden, so reicht es
aus, die Vorderkante des Sitzes zu ergreifen und den Sitz
zugleich anzuheben und nach hinten zu verschieben, wobei das
Ende 48 eine Bewegung entlang des Halbkreises 58 nach hinten
vollzieht, bis es sich wieder in der horizontalen hinteren
Haltestellung befindet, in der wieder das Gewicht des Sitzes
stabilisierend wirkt. Währenddessen führt der hintere Be
reich des Sitzes beim Ende 50 des Mitnehmerbügels 52 eine
Bewegung entsprechend einem Bogen 60 durch, wobei der hin
tere Sitzbereich angehoben und die Rückenlehne nach vorne
geneigt wird. Mit dieser Verstellbewegung ist der Sitz ins
gesamt um den Verstellhub des Endes 48 nach hinten versetzt
worden. Aufgrund dieser Schwenk- und Verschiebebewegung ist
der Belastungsschwerpunkt unverändert. Für eine Verstellung
zurück in die Ausgangsstellung braucht lediglich wieder das
vordere Ende des Sitzes ergriffen, angehoben und nach vorne
verschoben zu werden, wobei der Benutzer grundsätzlich wie
auch zuvor sitzen bleiben kann.
Durch die Verschwenkbewegung des Schwenkbügels bzw. von des
sen Ende 48 um 180° und dessen horizontale Ruhestellungen
ergibt sich eine außerordentlich große Stabilität der jewei
ligen Sitzstellungen. Es sind keinerlei Feststellmittel er
forderlich. Im vorderen Bereich bleibt die Sitzhöhe stets
gleich.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Sitzmöbels ist die Armlehne bzw. das
Armlehnenprofil 36′ federnd ausgebildet, z. B. als Blatt
feder. Der sich dadurch ergebende unterschiedliche Sitz
öffnungswinkel 62, der bei der ausgezogen dargestellten
Sitzstellung größer als bei der gestrichelt dargestellten
Sitzstellung ist, ergibt sich aus dem Federhub 64 der Arm
lehne 36′. Beim Sitzen ist die Blattfeder 36′ gespannt. Beim
Hoch- und Vorschwenken des Sitzes 40 unterstützt die Blatt
feder die Bewegung des Sitzes. Die übrigen Teile sind die
gleichen wie beim vorhergehenden Ausführungsbeispiel und aus
diesem Grunde wurde auf eine detaillierte Beschreibung ver
zichtet.
In Fig. 4 ist ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfin
dungsgemäßen Sitzmöbels dargestellt. Soweit die Teile die
selben wie bei den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
sind, sind sie mit denselben Bezugszeichen bezeichnet. Das
Gestell des dargestellten Ausführungsbeispiels ist auf einem
mit Rollen versehenen Zentralfuß 66 mit Drehgestell und Hö
henverstellung in Art der herkömmlichen Arbeits- und Büro
stühle angebracht. An einem seitlichen vertikalen Ausleger
68 ist das obere Ende des Mitnehmerbügels 52 angelenkt. An
einem vorderen Ausleger 70 ist der Schwenkbügel mit dem
schwenkbaren Ende 48 angelenkt, das wiederum am Sitz ange
lenkt ist. Wie die Darstellung von Fig. 4 zeigt, ermöglicht
es der einen geringen mechanischen Aufwand erforderlich ma
chende Verstellmechanismus, daß eine verhältnismäßig dünne
Sitzschale verwendet werden kann. Dies läßt das Sitzmöbel
leicht und elegant erscheinen.
Das in Fig. 5 dargestellte vierte Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen Sitzmöbels ist wiederum mit den gleichen
Bezugszeichen für die gleichen Teile bezeichnet. Bei diesem
Sitzmöbel ist die Armlehne 36′′ mit dem Sitz 40 und der Rüc
kenlehne 42 verbunden. Der Schwenkbügel ist an einem Ausle
ger 70′ angelenkt, während das obere Ende des Mitnehmerbü
gels 52 am freien oberen Ende des gebogen ausgeführten Vor
derabschnitts 32 des Gestells angelenkt ist.
Das in Fig. 6 perspektivisch dargestellte fünfte Ausfüh
rungsbeispiel des erfindungsgemäßen Sitzmöbels entspricht im
wesentlichen dem vierten Ausführungsbeispiel. Aus dieser
Darstellung geht die Ausgestaltung des Mitnehmerbügels 52
und des Schwenkbügels hervor, insbesondere da eine an einem
Ausleger 70′′ einer Querverstrebung 71 des Gestells ange
brachte Schwenklagerung 72 durch Fortlassen des eigentlichen
Sitzes nun erkennbar ist. In dieser Schwenklagerung sitzt
der Schwenkbügel, dessen äußerer Bereich abgekröpft bis zu
dem Ende 48 ausgebildet ist. Aus dieser Darstellung ist
deutlich erkennbar, daß die beiden stabilen Haltestellungen
die horizontalen Stellungen des Endes 48 sind, in der der
Sitz auf der Querverstrebung 71 aufliegt und das Ende 48 au
tomatisch in der entsprechenden horizontalen Stellung fi
xiert. Begleitet ist die Verschwenkung des Schwenkbügels je
weils von einer zwangsweisen Mitführung des Mitnehmerbügels
52.
Eine andersartige Ausgestaltung der hinteren Zwangsführung
zeigt das sechste Ausführungsbeispiel von Fig. 7. Das Ge
stell umfaßt vier Beine 74, die im oberen Bereich durch
Querleisten 76 verbunden sind. Ferner weist das Sitzmöbel
einen Sitz 40 und eine Rückenlehne 42 auf, die durch Feder
elemente 44 mit dem Sitz 40 verbunden ist. Im vorderen Quer
leistenbereich ist der Schwenkbügel am Gestell angelenkt,
der wie bei den vorhergehenden Ausführungsbeispielen mit
seinem anderen Ende am Sitz 40 auf der Unterseite angelenkt
ist. Statt eines Mitnehmerbügels wie bei den vorhergehenden
Ausführungsbeispielen weist das Sitzmöbel ebenfalls einen
Schwenkbügel 78 mit größerer Schenkellänge als der vordere
Schwenkbügel auf. Der Schwenkbereich des hinteren Schwenkbü
gels 78 ist durch einen Bogen 80 veranschaulicht, wobei er
im dargestellten Ausführungsbeispiel etwa 100 bis 130° be
trägt. Das dargestellte Sitzmöbel entspricht etwa im wesent
lichen einem herkömmlichen Stuhl.
Das in Fig. 8 veranschaulichte siebte Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Sitzmöbels entspricht im wesentli
chen dem Ausführungsbeispiel von Fig. 7, ist jedoch als
Freischwinger ausgebildet. Der hintere Schwenkbügel 78 ist
am äußeren Ende eines am Vorderabschnitt 32 des Gestells an
gebrachten, nach hinten weisenden Auslegers 82 angelenkt. Im
übrigen sind die Teile des Sitzmöbels gleich zuvor beschrie
benen Sitzmöbelteilen und haben dieselben Bezugszeichen er
halten. Daher werden sie nicht erneut beschrieben.
Fig. 9 zeigt einen alternativen Verstellmechanismus. Statt
Schwenk- und Mitnehmerbügeln sind Kulissenführungen vorgese
hen. Hierzu weist ein sich vom Vorderabschnitt 32 des Ge
stells rechtwinklig nach hinten erstreckender horizontaler
Gestellabschnitt 84 an seinem rückwärtigen Ende einen schräg
nach oben weisenden Endabschnitt 86 auf. Vorne im Gestellab
schnitt 84 ist eine Führungsnut 88 vorgesehen, deren Haupt
abschnitt horizontal verläuft und die am vorderen und am
hinteren Ende einen nach unten gebogenen Abschnitt 90, 92
aufweist. Der Endabschnitt 86 ist ebenfalls mit einer Füh
rungsnut 94 versehen. In die Führungsnuten 88 und 94 greifen
Gleitführungselemente 96, 98 ein, die im vorderen und hinte
ren Endbereich unterhalb des Sitzes 40 angebracht sind. Wäh
rend die nach unten gebogenen Abschnitte 90, 92 der vorderen
Führungsnut 88 die stabilen Haltestellungen bilden, durch
die der Sitz jeweils in seinen beiden Neigungsstellungen fi
xiert ist, bildet die hinter Führungsnut eine Zwangsführung
für den hinteren Sitzbereich, entlang der sich dieser bei
einer Verstellbewegung des vorderen Sitzbereiches ver
schiebt. Dies ist jeweils durch die Pfeile 100 und 102 ver
anschaulicht. Von der Funktion her sind diese Kulissenfüh
rungen äquivalent zu den Bügelführungen.
Eine wiederum andere Ausgestaltung des Verstellmechanismus
zeigt das in Fig. 10 veranschaulichte neunte Ausführungs
beispiel eines erfindungsgemäßen Sitzmöbels. Soweit die
Teile gleich zuvor beschriebenen Sitzmöbelteilen sind, haben
sie dieselben Bezugszeichen erhalten und werden nicht erneut
beschrieben. Anders als bei den in Fig. 2 bis 9 dargestel
lten Ausführungsbeispielen liegt die vordere Haltestellung
(vgl. Pfeil 110) des Endes 48 des Halteelementes höher als
die hintere Haltestellung, bei der eine Querverstrebung 71
des Gestells als Anschlag dient. Für die vordere Haltestel
lung ist ebenfalls ein nicht dargestellter Anschlag vor
gesehen. Durch das Höherliegen der vorderen Haltestellung
ist die zur Verstellung des Sitzes 40 in die hintere Lage
benötigte Kraft geringer als bei den vorher beschriebenen
Ausführungsbeispielen. Die Stabilität der Ruhestellung ist
nicht beeinträchtigt, denn sie ist durch die Überlastung des
Sitzes gegeben.
Als Mitnehmereinrichtung ist auch kein Mitnehmerbügel 52
vorgesehen, sondern vielmehr ist die Armlehne 36′′′ gebogen
ausgebildet und mit Abstand von ihrem vorderen Ende am
freien oberen Ende des gebogen ausgeführten Vorderab
schnittes 32 des Gestells angelenkt, das sich in Armhöhe
befindet. Das hintere Ende der Armlehne 36′′′ ist unterhalb
des hinteren Endes 50′ des Sitzes 40 angelenkt. Die Ver
stellung des Sitzes 40 nach hinten erfolgt durch Druck in
Richtung eines Pfeiles 112 von oben auf das vordere Ende der
Armlehne 36′′′. Im übrigen entspricht das Ausführungsbespiel
von Fig. 10 im wesentlichen dem Ausführungsbeispiel von Fig.
5, und die Rückverstellung in die vordere Sitzstellung er
folgt auf gleiche Weise.
Ein in Fig. 11 und 12 veranschaulichtes zehntes Ausfüh
rungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sitzmöbels unter
scheidet sich von dem Ausführungsbeispiel von Fig. 10 in der
Formgebung und Anbringung der Armlehne. Der Sitz 40 ist hin
ten abgerundet ausgebildet. Die Armlehne 36′′′′ ist einstückig
ausgebildet und bildet den unteren Abschluß der Rückenlehne
42. Am hinteren Ende des Sitzes 40 ist ein Gelenkstück 114
angebracht, das einteilig oder auch in Form von zwei Armleh
nen vorliegen kann. Am oberen Ende des Gelenkstücks ist die
Armlehne 36′′′′ angelenkt. Im übrigen ist die Bedienung des so
ausgestalteten Sitzmöbels gleich der Bedienung beim Ausfüh
rungsbeispiel von Fig. 10.
Claims (19)
1. Sitzmöbel mit einem Gestell und einem von dem Gestell
getragenen Sitz, der zwischen zwei Sitzstellungen mit un
terschiedlicher Sitzneigung verstellbar ist, wobei eine
vordere Zwangsführung für die Verstellbewegung und eine
Halteeinrichtung zum Halten des Sitzes in den beiden Stel
lungen vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - der Sitz (40) in seinem vorderen Bereich auf der Unter seite mit einem Halteelement (48, 96) verbunden ist, das mit dem Gestell (34, 32, 68, 70′) verbunden und in bezug auf dieses zwischen einer vorderen und einer hinteren stabilen Haltestellung verstellbar ist,
- - der Sitz (40) in seinem hinteren Bereich auf seiner Un terseite mit einer Mitnehmereinrichtung (52, 78, 98) verbunden ist, die mit dem Gestell verbunden ist und in bezug auf dieses nach vorne und nach hinten geführt bewegbar ist,
- - wobei die Neigung des Sitzes (40) bei der jeweils vorde ren Stellung des Halteelementes (48, 96) und der Mitneh mereinrichtung (52, 78, 98) weiter nach hinten geneigt als in der jeweils hinteren Stellung ist.
2. Sitzmöbel nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß
- - die vordere und die hintere Haltestellung des Halteele mentes (48, 96) in gleicher Höhe liegen, wobei der da zwischen liegende Verstellbereich (88) einen Bereich größerer Höhe umfaßt, und
- - die vordere Stellung der Mitnehmereinrichtung tiefer als die hintere Stellung liegt.
3. Sitzmöbel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Halteelement (48, 96)
ein jeweils am Sitz (40) und am Gestell (34, 32, 68, 70)
angelenkter Schwenkbügel ist.
4. Sitzmöbel nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Schwenkbügel in seinem
mittleren Bereich parallel zur Vorderkante des Sitzes (40)
in einer Schwenklagerung (72) am Gestell sitzt und seine
seitlichen Enden (48) abgebogen und mit dem Sitz (40)
verbunden sind.
5. Sitzmöbel nach Anspruch 3 oder 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Schwenkbügel an einem
Gestellausleger (70, 70′, 70′′) angelenkt ist.
6. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die
Mitnehmereinrichtung (52, 78) ein jeweils am Sitz und am
Gestell angelenkter Mitnehmerbügel ist.
7. Sitzmöbel nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Mitnehmerbügel (52) aus zwei
Bügelarmen besteht, deren vorderes Ende oberhalb des Sitzes
(40) am Gestell angelenkt ist und dessen unteres Ende am
Sitz angelenkt ist, wobei die Bügelarme eine Sitzaufhängung
bilden.
8. Sitzmöbel nach Anspruch 7, bei dem ein Armlehnenprofil
am Gestell befestigt ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß das obere Ende der Bügelarme (52)
des Mitnehmerbügels am Armlehnenprofil (34) angelenkt ist.
9. Sitzmöbel nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Armlehnenprofil (32) mit einer
Armlehne (36′) aus federndem Material verlängert ist, die
mit einer Rückenlehne (42) verbunden ist.
10. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, mit einem
Armlehnenprofil, dadurch gekennzeichnet
daß das Armlehnenprofil (36′′) am Sitz befestigt ist und
mit dem Sitz mitverstellt wird.
11. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1, 3 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß
- - ein vorderer Anschlag für das Halteelement (48) in dessen vorderer Haltestellung vorgesehen ist, wobei die vordere Haltestellung des Halteelementes höher als die hintere Haltestellung ist, und
- - die Mitnehmereinrichtung durch ein Paar von gebogenen Armlehnen (36′′′, 36′′′′) gebildet ist, die mit Abstand von ihrem vorderen Ende am Gestell (32) angelenkt sind und deren hinteres Ende am hinteren Ende des Sitzes <40) angelenkt ist.
12. Sitzmöbel nach Anspruch 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß der vordere Anschlag eine Feder
umfaßt, auf der der Sitz im vorderen Bereich ruht.
13. Sitzmöbel nach Anspruch 11 oder 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß das hintere Ende der Arm
lehnen (36′′′) unterhalb des Sitzes befestigt ist.
14. Sitzmöbel nach Anspruch 11 oder 12, mit hinten abge
rundetem Sitz, dadurch gekennzeichnet, daß
hinten ein nach oben weisendes Gelenkstück (114) angebracht
ist, an dem die hinten nach innen gebogenen Armlehnen (36′′′′)
angelenkt sind.
15. Sitzmöbel nach Anspruch 14, mit Rückenlehne, dadurch
gekennzeichnet, daß die Armlehnen (36′′′′) als
ein durchgehendes Teil ausgebildet sind, das zugleich einen
Abschnitt der Rückenlehne (42) bildet.
16. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gestell im hinteren
Sitzbereich eine Sitzzarge (76) aufweist, auf der der Mit
nehmerbügel (78) ruht.
17. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1, 2, 6 bis 11 oder
16, dadurch gekennzeichnet, daß das Ge
stell im vorderen Bereich Führungsnuten (88) und der Sitz
(40) Gleitführungselemente (96) aufweist, die zwischen der
vorderen und der hinteren Haltestellung (90, 92) ver
schiebbar sind.
18. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 5 oder 16,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gestell
im hinteren Bereich Führungsnuten (94) und der Sitz (40)
Gleitführungselemente (98) aufweist, die entlang der Füh
rungsnuten verschiebbar sind.
19. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Rückenlehne (42)
mit dem Sitz verbunden und mit diesem verstellbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH99/91A CH682445A5 (de) | 1991-01-15 | 1991-01-15 | Sitzmöbel. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4200468A1 true DE4200468A1 (de) | 1992-08-27 |
Family
ID=4179231
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4200468A Withdrawn DE4200468A1 (de) | 1991-01-15 | 1992-01-10 | Sitzmoebel |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH682445A5 (de) |
| DE (1) | DE4200468A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1987738A1 (de) * | 2007-05-02 | 2008-11-05 | Sedus Stoll AG | Freischwingerstuhl |
| AU2018351424B2 (en) * | 2017-10-20 | 2020-12-24 | Ekornes Asa | A seat module and tilt mechanism |
Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB426334A (en) * | 1933-10-02 | 1935-04-02 | Ernest Dunbar | Device for chairs |
| FR793673A (fr) * | 1935-04-05 | 1936-01-29 | Augmentation de la longueur et de l'inclinaison du dossier des fauteuils et similaires par avancement du siège | |
| DE3313677C2 (de) * | 1983-04-15 | 1986-08-14 | Burkhard 7842 Kandern Vogtherr | Sitzmöbel, insbesondere Bürostuhl mit synchron verstellbarer Rückenlehne und Sitzfläche |
| DE8616836U1 (de) * | 1986-06-24 | 1987-10-22 | Hartmann, Günter, 5800 Hagen | Sitzmöbel, insbesondere Stuhl |
| DE3800754A1 (de) * | 1987-06-24 | 1989-01-05 | Horst Sondergeld | Sitz fuer einen buerostuhl od. dgl. mit einem insbesondere durch koerpergewichtsverlagerung verstellbaren sitz- und rueckenteil |
-
1991
- 1991-01-15 CH CH99/91A patent/CH682445A5/de not_active IP Right Cessation
-
1992
- 1992-01-10 DE DE4200468A patent/DE4200468A1/de not_active Withdrawn
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| EP1987738A1 (de) * | 2007-05-02 | 2008-11-05 | Sedus Stoll AG | Freischwingerstuhl |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH682445A5 (de) | 1993-09-30 |
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