DE4200517A1 - Verfahren zur herstellung von pulver und muehle sowie kuehler hierfuer - Google Patents
Verfahren zur herstellung von pulver und muehle sowie kuehler hierfuerInfo
- Publication number
- DE4200517A1 DE4200517A1 DE19924200517 DE4200517A DE4200517A1 DE 4200517 A1 DE4200517 A1 DE 4200517A1 DE 19924200517 DE19924200517 DE 19924200517 DE 4200517 A DE4200517 A DE 4200517A DE 4200517 A1 DE4200517 A1 DE 4200517A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- fat content
- cooling
- powder
- energy input
- temperature
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
- B02C25/00—Control arrangements specially adapted for crushing or disintegrating
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23G—COCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
- A23G1/00—Cocoa; Cocoa products, e.g. chocolate; Substitutes therefor
- A23G1/04—Apparatus specially adapted for manufacture or treatment of cocoa or cocoa products
- A23G1/042—Manufacture or treatment of liquids, creams, pastes, granules, shreds or powders
- A23G1/047—Transformation of liquids, pastes, creams, lumps, powders, granules or shreds into powders, granules or shreds; Manufacture or treatment of powders
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23G—COCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
- A23G1/00—Cocoa; Cocoa products, e.g. chocolate; Substitutes therefor
- A23G1/04—Apparatus specially adapted for manufacture or treatment of cocoa or cocoa products
- A23G1/12—Chocolate-refining mills, i.e. roll refiners
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23G—COCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
- A23G7/00—Other apparatus or process specially adapted for the chocolate or confectionery industry
- A23G7/02—Cooling or drying apparatus
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
- B02C13/00—Disintegrating by mills having rotary beater elements ; Hammer mills
- B02C13/02—Disintegrating by mills having rotary beater elements ; Hammer mills with horizontal rotor shaft
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
- B02C19/00—Other disintegrating devices or methods
- B02C19/18—Use of auxiliary physical effects, e.g. ultrasonic waves or irradiation, for disintegrating
- B02C19/186—Use of cold or heat for disintegrating
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Toxicology (AREA)
- Confectionery (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung
von Pulver aus Grundstoffen, wie Früchten od. dgl. mit unter
schiedlichem Fettgehalt und unterschiedlicher Temperatur, ins
besondere zur Herstellung von Kakaopulver in einer Schlagmühle,
das zunächst durch Schlagbeanspruchung zerkleinert und an
schließend in einem Kühler gekühlt wird, sowie auf eine Mühle
zur Durchführung dieses Verfahren.
Die zu diesem Zwecke verwendeten Mühlen werden als Schlaglei
stenmühlen oder als Stiftenmühlen ausgebildet. Je nach Fett
gehalt bzw. Verarbeitungsart und daraus resultierender Tempera
tur des Produktes ergibt sich ein unterschiedlicher Energieauf
wand auf Seiten der Mühle, d. h. daß in das Produkt unter
schiedlich viel Energie eingetragen wird. Je geringer der
Fettgehalt und je geringer die Temperatur ist, desto höhere
Energiemengen sind zur Verarbeitung des Rohmateriales erfor
derlich, wobei es vor allem auf den Fettgehalt ankommt. Mit
relativ hohen Fettgehalten, die natürlich von der Provenienz
bzw. der Sorte des Kakaos und seiner vorhergehenden Bearbeitung
abhängen (das Rohmaterial können Kakaonibs oder Kakaokuchen
sein), wird bei Warmverarbeitung nur sehr wenig Energie einzu
tragen sein, d. h. die mechanische, in das Produkt eingebrachte
geringe Energie wird auch nur zu einer geringen Aufheizung der
Kakaopulvermasse führen.
Aus diesen Verhältnissen ergeben sich also unterschiedliche
einzutragende bzw. abzuführende Energiemengen. Anders dagegen
sind die Verhältnisse innerhalb des Kühlers, wo sich ein höhe
rer Energieaufwand für das Hindurchfördern dann ergibt, wenn
das zu kühlende Material fettig ist und daher dem Fördern einen
größeren Widerstand entgegensetzt.
Bisher hat man diesen Verhältnissen auf der Energieeintragsseite
durch Veränderung der Werkzeuge bzw. Werkzeugdichte bei Stif
tenmühlen beizukommen versucht, was zur Auswechslung der Werk
zeuge bzw. der Rotorscheiben entsprechende Stillstandszeiten
verursachte. Auf der Energieaustragsseite, d. h. im Kühler,
wurde bisher nur mit einer Regelung der Kühlintensität gear
beitet, wobei die damit gegebenen Beeinflussungsmöglichkeiten
relativ gering sind. Zum anderen aber entstand bei fetten
Pulvern ein deutlich erhöhter Förderwiderstand im Rohrkühler,
der zu einer entsprechenden Leistungsminderung dieses Kühlers
führte. Diese Erscheinung machte allerdings den möglichen
Unterschied in der verbrauchten Kühlleistung weniger deutlich,
weshalb diesem Problem bisher kaum Beachtung geschenkt wurde.
Von dieser Erkenntnis als erstem Schritt in Richtung zur Er
findung ausgehend, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
den Betrieb solcher Anlagen zeit- und energiemäßig zu ver
bessern, insbesondere was den Energieverbrauch bei der För
derung durch den Kühler betrifft.
Erfindungsgemäß wird die obige Aufgabe dadurch gelöst, daß
ein vorzugsweise mechanischer Energieeintrag während der
Schlagbeanspruchung und/oder ein Energieaustrag durch Verän
derung der Kühlleistung an den Grundstoff angepaßt wird, wobei
diese Anpassung derart erfolgt, daß bei Verarbeitung eines
Grundstoffes mit geringerem Fettgehalt bzw. niederer Temperatur
ein großer Energieeintrag und bei Verarbeitung eines Grund
stoffes mit höherem Fettgehalt bzw. hoher Temperatur ein gerin
ger Energieeintrag vorgenommen wird und/oder anschließend die
Kühlleistung für das hergestellte Pulver zumindest annähernd in
Abhängigkeit von Fettgehalt bzw. Temperatur angepaßt wird.
Durch diese besonderen Schritte werden in vorteilhafter Weise
die Energieaufwendungen lediglich nur so hoch getrieben, als
diese tatsächlich erforderlich sind, wobei die Regelmöglich
keiten erweitert werden. Im Vergleich zu den bisher angewandten
Verfahren bzw. Methoden erzielt man eine deutliche Kosten- und
(mindestens durch einen ersparten Werkzeugwechsel) auch Zeiter
sparnis.
Weiterhin wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren vorgeschla
gen, daß der mechanische Energieeintrag durch Veränderung der
Drehzahl bzw. der Drehgeschwindigkeit des Rotors der Schlagmüh
le angepaßt wird, wobei die Drehzahl bzw. Drehgeschwindigkeit
des Rotors an den Fettgehalt und an die Temperatur des Grund
stoffes angepaßt wird. Hierdurch erfolgt in einfacher Weise
die angestrebte Optimierung in energie-wirtschaftlicher Hin
sicht. Diese kann weiter noch dadurch verbessert werden, daß
die Drehzahl bzw. Drehgeschwindigkeit des Rotors während der
Schlagbeanspruchung des Grundstoffes dessen Zuführtemperatur
angepaßt wird, wobei diese Änderung schrittweise oder konti
nuierlich durchführbar ist.
Fernerhin wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorge
schlagen, daß der Energieaustrag durch Veränderung der Kühl
leistung derart vorgenommen wird, daß der für die Durchführung
des Energieaustrages vorgesehene Energieaufwand an die Tempera
tur des den Arbeitsprozeß bereits durchlaufenen Pulvers an
gepaßt wird. Diese besondere Maßnahme steigert den Wirkungs
grad beträchtlich und spart somit vorteilhaft Energie.
Bei einer Mühle zur Durchführung des oben beschriebenen Ver
fahrens wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß für den
mechanischen Energieeintrag eine Drehzahl-Wähleinrichtung für
den Antrieb des Rotors vorgesehen ist, die vorzugsweise durch
ein Wechselgetriebe, ein PIV-Getriebe, einen polumschaltbaren
Wechselstrommotor oder einen mit frequenzabhängiger Geschwin
digkeit antreibbaren Elektromotor gegeben ist, der von einem
steuerbaren Frequenzumformer gespeist ist. Diese konstruktiven
Maßnahmen ermöglichen besonders vorteilhaft die Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Weiters wird in konstruktiver Ausgestaltung der Erfindung vor
geschlagen, daß eine Wähleinrichtung zur Einstellung der Kühl
leistung vorgesehen ist, die mindestens eine Überbrückungslei
tung aufweist, welche die wirksame Länge von einer den Kühler
bildenden, vorzugsweise mäanderförmig angeordneten Kühlrohrlei
tung reduziert. Hierdurch kann die Kühlleistung sehr einfach an
die tatsächlichen Erfordernisse angepaßt werden und nicht er
forderliche Mehrleistungen vermieden werden.
Jede Überbrückungsleitung ist erfindungsgemäß über vorzugswei
se fernbedienbare Rohrweichen in die Kühlrohrleitung schaltbar.
Weiters wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß die Rohr
weichen mehrere Auslässe und Einlässe aufweisen, an die Über
brückungsleitungen mit unterschiedlicher Länge angeschlossen
sind, welche Überbrückungsleitungen eine selektiv wirksame Ver
kürzung der Kühlrohrleitung bilden. Hierdurch kann vorteilhaft
einfach der Energieaufwand zur Kühlung je nach Erfordernis
variiert werden.
Schließlich wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß
Fett- und Temperatursensoren vorgesehen sind, deren Ausgangssi
gnale einem Mikroprozessorsystem zugeführt sind, das zur Pro
grammsteuerung des minimal erforderlichen Energieeintrages
und/oder des minimal erforderlichen Energieaustrages vorgesehen
ist. Hierdurch ist in vorteilhafter Weise auch bei der Verar
beitung unterschiedlich beschaffener Grundstoffe ein automati
scher und energiesparender Betriebsablauf erreichbar, ohne daß
die Mühle bzw. der Kühler abgestellt werden muß und Umbauten
durchgeführt werden müssen.
Alle die genannten erfindungsgemäßen Ausbildungen tragen zur
Erreichung eines geringen Energieaufwandes sowohl auf der Seite
des Energieeintrages als auch auf der Seite des Energieaustra
ges effektiv und ökonomisch bei.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich anhand der
nachfolgenden Beschreibung von in der Zeichnung schematisch
dargestellten Ausführungsbeispielen.
Fig. 1 zeigt das Schema der Kombination einer erfindungsgemä
ßen Mühle mit einer erfindungsgemäßen Kühlanlage zur
Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens; und
Fig. 2 stellt einen vergrößerten Ausschnitt der Kühlanlage
gemäß einer Variante dar.
Gemäß Fig. 1 ist an eine Kakaomühle 1 und deren Ausgang eine
Rohrleitung 2 angeschlossen, die in Kühlschlangen 3, 4, 5 über
geht und in einem Zyklon 6 endet, der mit der Saugseite eines
Gebläses 7 verbunden ist. Die Druckseite dieses Gebläses 7 ist
vorzugsweise mit dem Mühleninneren verbunden, um Spülluft
bereitzustellen. Dadurch ist ein geschlossener Kreislauf ge
schaffen, der die Belastung der Umwelt möglichst gering hält.
Die Ausbildung der Mühle bzw. des durch die Mühle geführten
Abschnittes des Luftkreislaufes entspricht vorzugsweise der
DE-A-41 24 855. Auf die darin beschriebene Stiftenmühle bezieht
sich die vorliegende Erfindung vorzugsweise, zumal eine solche
Stiftenmühle auch sehr zweckmäßig zum Auflösen von Agglomera
ten eines Kakaofilterkuchens geeignet ist. Es sei aber erwähnt,
daß auch andere schlagausübende Mühlen, wie insbesondere mit
Schlagleisten, Messern und/oder Brechkanten besetzte Rotoren
von Mühlen mit oder ohne Statorwerkzeugen Verwendung finden
können. Um den Energieeintrag in das im Sinne eines Pfeiles 8
zugeführte, zu vermahlende Produkt zu beeinflussen bzw. zu
steuern, ist der Motor M der Mühle 1 mit einer Geschwindig
keitswähleinrichtung 9 verbunden. Obwohl diese Wähleinrichtung
9 auf die verschiedenste Weise ausgebildet sein kann, ist es
bevorzugt, die Wähleinrichtung 9 mit einem Frequenzwandler 10
zu versehen, der über einen Wahlschalter 11 zur Veränderung der
Drehzahl, vorzugsweise in Stufen, gegebenenfalls aber auch stu
fenlos, verstellbar ist. Je nach Durchführung des Prozesses und
der damit verbundenen Erwärmung des zu vermahlenden Gutes und
seines Fettgehaltes wird der Wahlschalter 11 derart einge
stellt, daß bei Ausgangsmaterial höheren Fettgehaltes (z. B. 22
bis 24%) und einer gewissen Mindesttemperatur dieses Gutes
(z. B. über 36°C) die niedrigste Drehzahl angewählt wird, hinge
gen bei einem geringem Fettgehalt, z. B. 10 bis 12% und im
kalten Zustand entsprechend dem Pfeil 8 der Mühle 1 zugeführtem
Ausgangsmaterial die höchste Drehzahl eingestellt wird.
Es versteht sich, daß dieser Einstellvorgang gegebenenfalls
auch automatisiert werden könnte, indem beispielsweise in der
vor der Mühle 1 entlang des Pfeiles 8 gelegenen Weges die
Temperatur bzw. der Fettgehalt mit entsprechenden Sensoren be
stimmt und beispielsweise über einen Mikroprozessor automatisch
eingestellt wird, so daß der Wahlschalter 11 durch eine der
artige Automatik ersetzt wird. Während für eine on-line-Tempe
raturmessung zahlreiche verschiedene Sensoren und Anordnungen
dem Fachmanne bekannt sind, eignet sich für die on-line-Messung
des Fettgehaltes besonders ein Interferometer, wie es etwa in
der WO 90/10 191 beschrieben ist. Zusätzlich kann ein Tempera
tursensor vorteilhaft sein.
Auf diese Weise ist es also möglich, rasch und ohne Stillstand
der Mühle 1 eine Anpassung von deren Energieeintrag in das zu
vermahlende Produkt herbeizuführen.
Anderseits versteht es sich, daß je nach Energieeintrag, und
damit verbunden, je nach Erwärmung des über die Leitung 2 aus
tretenden Produktes eine unterschiedliche Kühlleistung erfor
derlich ist. Wenn auch die hier dargestellte Leitung 2 die
Kühlschlangen 3, 4, 5 mit der Mühle 1 unmittelbar verbindet, so
ist dies doch keineswegs Bedingung, vielmehr können Zwischen
stufen zwischengeschaltet sein. Die Kühlung im Kühler 3, 4, 5
erfolgt im allgemeinen dadurch, daß die Rohrschlangen 3, 4, 5
doppelwandig ausgeführt sind, wobei im äußeren Ringraum eine
Kühlsole zirkuliert, die die Wärme über ein Kälteaggregat ab
führt. Im Rahmen der Erfindung ist es wohl möglich, die Durch
flußgeschwindigkeit dieser Kühlsole zu verändern, doch verän
dert sich damit auch ihre Verweilzeit innerhalb des Kühlag
gregates. Günstiger ist daher die aus Fig. 1 ersichtliche Lö
sung, bei der eine Veränderung der wirksamen Kühlrohrlänge da
durch erreicht wird, daß sich die Kühlschlange 5 durch eine
Überbrückungsleitung 12 kurzschließen läßt, so daß sie dann
stillgelegt ist. Selbstverständlich kann eine Mehrzahl solcher
Überbrückungsleitungen 12 vorgesehen sein, beispielsweise um
wahlweise jede zweite Schlange oder jede dritte zu überbrücken.
Im Prinzip wäre es möglich, einfach Anschlüsse für die Über
brückungsleitung 12 vorzusehen und diese im Bedarfsfall jeweils
anzuschließen. Vorteilhafter ist es jedoch, wenn zur raschen
Umschaltung mindestens an einem Ende der Überbrückungsleitung
12 eine Rohrweiche 13 vorgesehen ist, wobei die Anordnung zwei
er solcher Weichen 13 jeweils an einem Ende der Überbrückungs
leitung 12 bevorzugt ist. Mit solch einer Weiche ist leicht
auch eine Automatisierung mit Hilfe eines den Fettgehalt be
stimmenden Gerätes, insbesondere gemäß der WO 90/10 191,
und/oder einem Temperatursensor möglich.
Die Ausbildung der Rohrweichen kann an sich beliebig sein, doch
ist die Wahl einer solchen mit möglichst geringer Rohrkrümmung
vorteilhaft. Günstig ist beispielsweise eine Kükenweiche gemäß
der DE-A-31 02 384, bei der die Drehachse senkrecht zu einer
durch die Weichenkanalachse verlaufenden Ebene liegt. Besonders
günstig ist eine Kreuzungsweiche, wie sie beispielsweise von
der Anmelderin unter der Bezeichnung OKFE vertrieben wird, da
dann der Aufwand geringer ist und außerdem keine offenen Rohr
enden verbleiben können, durch welche eine Kontaminationsgefahr
gegeben sein kann.
Mit einer Anordnung gemäß Fig. 1 kann selbstverständlich nur
die Länge einer vollen Rohrschleife 5 kurzgeschlossen werden.
Wollte man kürzere Längen wahlweise einstellen, so kann die
Ausbildung gemäß Fig. 2 getroffen sein. In dieser Fig. ist die
Kühlschleife 5 längs abgerissen dargestellt, an deren Ende sich
Rohrweichen 113 befinden. Diese Rohrweichen 113 können im Prin
zip ähnlich ausgestaltet sein, wie die Weiche 13, besitzen aber
einen zusätzlichen Auslaß 14, an den eine gegenüber der Über
brückungsleitung 12 längere Überbrückungsleitung 112 ange
schlossen ist. Diese längere Überbrückungsleitung 112 kann
beispielsweise der halben Länge der Kühlschleife 5 entsprechen
oder einem anderen Bruchteil davon. In diesem Falle ist es
zweckmäßig, wenn mindestens die Überbrückungsleitung 112 als
doppelmantelige Kühlrohrleitung ausgebildet ist, gegebenenfalls
aber auch die kürzere Leitung 12.
Es versteht sich, daß die Erfindung nicht auf die Anordnung
zweier Überbrückungsleitungen 12, 112 beschränkt ist, sondern
daß gewünschtenfalls eine Vielzahl davon vorhanden sein kann.
In diesem Falle wird es günstig sein, als Rohrweiche eine
Trommelrohrweiche zu verwenden, bei der sich die Drehachse der
Rohrweiche etwa parallel zur Achse des Weichenkanales (in einem
Endabschnitt damit fluchtend) erstreckt.
Da die beiden Weichen 13 bzw. 113, die jeweils an einem Ende
der Überbrückungsleitung 12 bzw. 112 liegen, in einander
zugeordneten Positionen eingestellt sein müssen, ist es
zweckmäßig, ihnen einen gemeinsamen Antrieb, beispielsweise in
Form eines gemeinsamen Motors MW zuzuordnen. Alternativ kann
der gemeinsame Antrieb zwar zwei gesonderte, jeweils einer
Weiche 13 bzw. 113 zugeordnete Motoren umfassen, die aber an
eine gemeinsame Steuereinrichtung angeschlossen sind.
Claims (12)
1. Verfahren zur Herstellung von Pulver aus Grund
stoffen wie Früchte od. dgl. mit unterschiedlichem Fettgehalt
und unterschiedlicher Temperatur, insbesondere zur Herstellung
von Kakaopulver in einer Schlagmühle, das zunächst durch
Schlagbeanspruchung zerkleinert und anschließend in einem
Kühler gekühlt wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein, vorzugs
weise mechanischer, Energieeintrag während der Schlagbeanspru
chung und/oder ein Energieaustrag durch Veränderung der Kühl
leistung an den Grundstoff angepaßt wird, wobei diese Anpas
sung derart erfolgt, daß bei Verarbeitung eines Grundstoffes
mit geringerem Fettgehalt bzw. niederer Temperatur ein großer
Energieertrag und bei Verarbeitung eines Grundstoffes mit höhe
rem Fettgehalt bzw. hoher Temperatur ein geringer Energieein
trag vorgenommen wird und/oder die Kühllänge für das herge
stellte Pulver zumindest annähernd in Abhängigkeit vom Fett
gehalt bzw. Temperatur angepaßt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der mechanische Energieeintrag durch Veränderung der Dreh
zahl bzw. der Drehgeschwindigkeit des Rotors der Schlagmühle
angepaßt wird, wobei die Drehzahl bzw. Drehgeschwindigkeit des
Rotors an den Fettgehalt und an die Temperatur des Grundstoffes
angepaßt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehzahl bzw. Drehgeschwindigkeit des Rotors während
der Schlagbeanspruchung des Grundstoffes dessen momentaner
Temperatur angepaßt wird, wobei diese Änderung schrittweise
oder kontinuierlich durchführbar ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Energieaustrag durch Veränderung der Kühl
leistung derart vorgenommen wird, daß der für die Durchführung
des Energieaustrages vorgesehene Energieaufwand an die Tempera
tur des den Arbeitsprozeß bereits durchlaufenen Pulvers ange
paßt wird.
5. Mühle zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß für
den mechanischen Energieeintrag eine Drehzahl-Wähleinrichtung
(9, 11) für den Antrieb des Rotors vorgesehen ist, die vorzugs
weise durch ein Wechselgetriebe, ein PIV-Getriebe, einen polum
schaltbaren Wechselstrommotor oder einen mit frequenzabhängiger
Geschwindigkeit antreibbaren Elektromotor (M) gegeben ist, der
von einem steuerbaren Frequenzformer (10) gespeist ist.
6. Mühle nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
Fett- und Temperatursensoren vorgesehen sind, deren Ausgangs
signale einem Steuersystem, vorzugsweise einem Mikroprozessor
system zugeführt sind, das zur Programmsteuerung des minimal
erforderlichen Energieeintrages vorgesehen ist.
7. Kakaopulverkühler zur Durchführung des Verfahrens
nach einem der Ansprüche 1 bis 4, mit einer eine Anzahl von
Windungen (3 und 4 bzw. 5) aufweisenden Kühlrohrleitung (3-5),
dadurch gekennzeichnet, daß eine Wähleinrichtung (13, 113) zur
Einstellung der Kühlleistung vorgesehen ist, die mindestens
eine Überbrückungsleitung (12; 112) aufweist, durch welche die
wirksame Länge (2, 3, 4, 5) veränderbar ist.
8. Kühler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß jede Überbrückungsleitung (12, 112) über mindestens eine,
vorzugsweise fernbedienbare, Rohrweiche (13, 113) in die Kühl
rohrleitung (2 bis 5) schaltbar ist.
9. Kühler nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rohrweichen (113) mehrere Auslässe und Einlässe (14)
aufweisen, an die Überbrückungsleitungen (12, 112) mit unter
schiedlicher Länge angeschlossen sind, welche Überbrückungslei
tungen eine selektiv wirksame Verkürzung der Kühlrohrleitungen
(2 bis 5) bilden.
10. Kühler nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzei
chnet, daß wenigstens eine Rohrweiche (13; 113) als Drehrohr
weiche, vorzugsweise als Kükenweiche ausgebildet ist.
11. Kühler nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens eine Rohrweiche als Kreuzungs
weiche ausgebildet ist.
12. Kühler nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß Fett- und Temperatursensoren vorgesehen
sind, deren Ausgangssignale einem Steuersystem, vorzugsweise
einem Mikroprozessorsystem zugeführt sind, das zur Programm
steuerung des minimal erforderlichen Energieaustrages vorgese
hen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924200517 DE4200517A1 (de) | 1992-01-11 | 1992-01-11 | Verfahren zur herstellung von pulver und muehle sowie kuehler hierfuer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924200517 DE4200517A1 (de) | 1992-01-11 | 1992-01-11 | Verfahren zur herstellung von pulver und muehle sowie kuehler hierfuer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4200517A1 true DE4200517A1 (de) | 1993-07-15 |
Family
ID=6449344
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924200517 Withdrawn DE4200517A1 (de) | 1992-01-11 | 1992-01-11 | Verfahren zur herstellung von pulver und muehle sowie kuehler hierfuer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4200517A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1996017523A3 (en) * | 1994-12-09 | 1996-08-22 | Cadbury Schweppes Plc | Process for manufacture of reduced fat chocolate |
| DE102009014786A1 (de) | 2008-08-18 | 2010-02-25 | Coperion Gmbh | Bearbeitungsanlage für Schüttgut |
| CN103861705A (zh) * | 2012-12-13 | 2014-06-18 | 浙江力普粉碎设备有限公司 | 粉碎、收集成套生产线 |
-
1992
- 1992-01-11 DE DE19924200517 patent/DE4200517A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1996017523A3 (en) * | 1994-12-09 | 1996-08-22 | Cadbury Schweppes Plc | Process for manufacture of reduced fat chocolate |
| US5989619A (en) * | 1994-12-09 | 1999-11-23 | Cadbury Schweppes Plc | Process for manufacture of reduced fat chocolate |
| DE102009014786A1 (de) | 2008-08-18 | 2010-02-25 | Coperion Gmbh | Bearbeitungsanlage für Schüttgut |
| CN103861705A (zh) * | 2012-12-13 | 2014-06-18 | 浙江力普粉碎设备有限公司 | 粉碎、收集成套生产线 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0334919B1 (de) | Walzenstuhl zur herstellung von getreidemahlprodukten | |
| EP2460581B1 (de) | Verfahren zum Mischen von pulver- und/oder granulatförmigen Stoffen sowie Mischmaschine | |
| EP0476376B2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Betrieb einer Conche | |
| DE2312183B2 (de) | Extruderanlage zum Herstellen von festen Nahrungsmitteln | |
| DE202012013419U1 (de) | Eine Kaffeevorrichtung zum Verdichten von Kaffee | |
| DE20210431U1 (de) | Mühle, insbesondere Hammermühle | |
| DE19637098B4 (de) | Vorrichtung zum Mischen und/oder Verfeinern von Schokolademassen | |
| DE2047398A1 (de) | Vorrichtung zur Verarbeitung preß barer Massen | |
| EP1526906B1 (de) | Vorrichtung und verfahren zur kontinuierlichen extraktion von extraktstoffen aus festen stoffen, zum waschen von festen stoffen und zur umkristallisation | |
| DE3524583A1 (de) | Schneidvorrichtung, insbesondere in der verwendung bei der herstellung von treibriemen | |
| DE1281073B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum induktiven Zonenschmelzen | |
| WO2009067828A1 (de) | Walzenstuhl | |
| DE2807691B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Feinheit von Fertiggut aus einer Mahlanlage | |
| DE69617866T2 (de) | 12V/24V X-Y-Getriebeschaltvorrichtung | |
| DE3138259C2 (de) | ||
| EP0764470A1 (de) | Verfahren zur Prallvermahlung und Prallmühle | |
| DE2547709A1 (de) | Vertikalachsiger umluft-windsichter | |
| EP1138391A1 (de) | Vorrichtung zum Zerkleinern, Reiben und Dispergieren von fliessfähigem Mahlgut | |
| WO2012126874A9 (de) | Malaxierverfahren und -vorrichtung | |
| EP0692309A1 (de) | Verfahren zur Prallvermahlung und Prallmühle | |
| DE631495C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Sichten von feinkoernigem oder pulverfoermigem Gut | |
| EP0207105B1 (de) | Hammermühle | |
| DE3117885C2 (de) | Reisschleifmaschine | |
| DE950609C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Erzeugung von Butter | |
| EP2068102A2 (de) | Maschine zum Bearbeiten von Lebensmittel, insbesondere Speiseeismaschine |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8130 | Withdrawal |