DE4201012A1 - Deichselgelenktes flurfoerderzeug, insbesondere gabelhubwagen - Google Patents
Deichselgelenktes flurfoerderzeug, insbesondere gabelhubwagenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein deichselgelenktes Flurförderzeug,
insbesondere Gabelhubwagen, mit einer in Abhängigkeit von der
Schwenklage der Deichsel um eine horizontale Schwenkachse betätigbaren
Feststellbremse, welche auf mindestens ein Laufrad
und insbesondere auf eine durch die Deichsel lenkbewegliche
Laufradeinheit wirkt,
wobei die Deichsel zwischen einem der Horizontalen ange
näherten Betriebsstellungsbereich und einem der Vertikalen
angenäherten Außerbetriebsstellungsbereich verschwenkbar ist
und wobei die Feststellbremse in dem Betriebsstellungsbereich
gelöst und in dem Außerbetriebsstellungsbereich angezogen ist.
Ein solches Flurförderzeug ist aus der deutschen Offenlegungs
schrift 23 36 691 bekannt. Es wird dort insbesondere auf die
Fig. 1 verwiesen sowie auf Seite 6, letzter Absatz und Seite 7.
Bei der bekannten Anordnung läßt sich die Feststellbremse nur
dadurch anziehen, das heißt, wirksam machen, daß die Deichsel
absichtlich durch eine besondere Handhabungsmaßnahme in eine
vertikale Außerbetriebsstellung gebracht wird. Mit Außerbetriebsstellung
in Bezug auf die Deichsel ist dabei gemeint, daß die
Deichsel eine raumsparende in der Regel vertikale Stellung ein
nimmt, in der sie zum Lenken des Flurförderzeugs nicht oder kaum
geeignet und deshalb außer Betrieb ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Flurförder
zeug der eingangs bezeichneten Art dafür zu sorgen, daß mit
einfachen Mitteln zwangsläufig ein Anziehen der Feststellbremse
bewirkt wird, wenn die Bedienungsperson die Deichsel absichtlich
oder unabsichtlich los läßt.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß
die Deichsel durch eine Vorspanneinrichtung zu dem Außerbetriebs
stellungsbereich hin vorgespannt ist, derart, daß bei Freigabe
der vorher durch eine Bedienungsperson in den Betriebsstellungs
bereich geschwenkten Deichsel diese zwangsläufig in den Außerbe
triebsstellungsbereich schwenkt und dadurch die Feststellbremse
angezogen wird.
Es ist möglich, daß die Deichsel als Betätigungsorgan für eine
Hydraulikpumpe, insbesondere zur Höhenverstellung eines Last
aufnahmeteils des Flurförderzeugs, ausgebildet ist,
wobei die Deichsel bei Schwenkbewegung um die Schwenkachse in
einer ersten Pumprichtung auf die Hydraulikpumpe einwirkt und
die Hydraulikpumpe in einer zweiten Pumprichtung durch eine
Pumpfeder verstellbar ist und
wobei die Pumpfeder die Vorspannung der Deichsel in deren
Außerbetriebsstellungsbereich bewirkt. Hierdurch wird erreicht,
daß zur Rückstellung der Deichsel in die Außerbetriebsstellung
und damit zum Anziehen der Feststellbremse auf vorhandene Ein
richtungen an dem Flurförderzeug, nämlich die Pumpe und deren
Pumpfeder, zurückgegriffen werden kann und keine zusätzlichen
Mittel eingebaut werden müssen.
Es kann vorkommen, daß man auch bei Einstellung der Deichsel in
den Außerbetriebsstellungsbereich Fahrbewegungen des Flurförder
zeugs herbeiführen will. Eine mögliche Situation ist diese: In
einem räumlich beschränkten Bewegungsbereich, der ein Abschwenken
der Deichsel in den Betriebsstellungsbereich nicht erlaubt,
sollen Rangierbewegungen vorgenommen werden, beispielsweise
Rückwärtsfahrbewegungen zum Aufnehmen einer Last. Da nun die
Feststellbremse infolge der Einstellung der Deichsel in den
Außerbetriebsstellungsbereich angezogen ist, sind grundsätzlich
solche Rangierbewegungen nicht möglich. Um sie dennoch möglich zu
machen, wird vorgeschlagen, daß zwischen der Deichsel und der
Feststellbremse Übertragungsmittel vorgesehen sind, welche einen
inneren Totgang dergestalt aufweisen, daß die Feststellbremse bei
im Außerbetriebsstellungsbereich befindlicher Deichsel ohne
wesentliche Positionsveränderung der Deichsel durch ein Hilfsbe
tätigungsorgan lösbar ist.
Eine einfache Möglichkeit, um einen solchen Totgang mechanisch
zu erzeugen, besteht darin, daß die Übertragungsmittel eine
Anschlagverbindung aufweisen, wobei die Anschlagverbindung
durch Federkraft aufrecht erhalten wird und entgegen dieser
Federkraft durch das Hilfsbetätigungsorgan trennbar ist.
Dabei ist es möglich, daß die Federkraft, welche die Anschlag
verbindung aufrecht erhält, von einer Bremsfeder abgeleitet ist,
welche die Feststellbremse im Bremsanziehsinn vorspannt.
Um beliebige Funktionszusammenhänge zwischen Deichselstellung und
Zustand der Feststellbremse zu ermöglichen ohne grundsätzliche
Konstruktionsänderungen vorzunehmen, wird vorgeschlagen, daß die
Deichsel über ein Kurvengetriebe auf die Feststellbremse ein
wirkt. Es braucht dann jeweils nur eine Kurve des Kurvengetrie
bes verändert oder ein Kurventrägerteil mit anderer Kurvengestalt
eingesetzt zu werden.
Um einen weitgehenden Schwenkbereich der Deichsel im Fahrbetrieb
zuzulassen, beispielsweise im Hinblick auf unterschiedliche
Körpergröße des Bedienungspersonals oder auf unterschiedliche
Arbeitshaltung der jeweiligen Bedienungsperson, wird vorge
schlagen, daß das Kurvengetriebe derart gestaltet ist, daß der
ein Anziehen der Feststellbremse entsprechende Außerbetriebs
stellungsbereich kleiner ist als der dem Lösen der Feststell
bremse entsprechende Betriebsstellungsbereich.
Eine besonders einfache und wirtschaftliche Konstruktion eines
Kurvengetriebes besteht darin, daß an der Deichsel ein Kurven
folger angebracht ist, welcher auf eine Steuerkurve eines mit
der Feststellbremse in Wirkverbindung stehenden deichselnahen
Schwenkhebels einwirkt.
Eine bei herkömmlichen Bauformen von Flurförderzeugen und Gabel
hubwagen leicht unterzubringende Ausgestaltung weiterer Teile der
Übertragungsmittel besteht darin, daß der deichselnahe Schwenk
hebel über eine Übertragungsstange auf einen bremsnahen Schwenk
hebel einwirkt, der seinerseits ein Bremselement, insbesondere
einen Bremsschuh, zur Einwirkung auf eine Bremsfläche der Lauf
radeinheit trägt. Sämtliche Teile können dabei ggf. an einer um
eine vertikale Achse schwenkbaren Baugruppe des Flurförderzeugs
angebracht sein, an welcher einerseits die Deichsel um eine
horizontale Schwenkachse schwenkbar gelagert und andererseits
eine Starrachse für ein oder zwei Laufräder angebracht sind.
Um den Funktionszusammenhang zwischen Deichselstellung und
Zustand der Feststellbremse betriebsmäßig leicht verändern zu
können, ist vorgesehen, daß die Übertragungsstange längen
einstellbar ist. Die Bremsfeder, welche die Feststellbremse in
Anziehstellung bringen will, läßt sich leicht im Bereich der
Übertragungsmittel zwischen der Deichsel und dem eigentlichen
Bremselement unterbringen, etwa in der Weise, daß an der Über
tragungsstange eine Bremsfeder angreift, welche das Bremselement
im Sinne eines Anziehens der Feststellbremse vorspannt. Dabei
kann die Bremsfeder zwischen einem Stützlager und einer An
griffsstelle der Übertragungsstange angeordnet sein und die
Angriffsstelle in Längsrichtung der Übertragungsstange verstell
bar sein.
Um den Totgang bei einer solchen mechanischen Konstruktion zum
Zwecke der Bremslösung nutzbar zu machen, ist vorgesehen, daß ein
etwaiges Hilfsbetätigungsorgan für die Feststellbremse an einem
zwischen dem deichselnahen Schwenkhebel und der Feststellbremse
liegenden Übertragungsglied an einer Stelle außerhalb des Über
tragungswegbereichs zwischen Deichsel und Totgangposition an
greift. Insbesondere ist es möglich, daß das Hilfsbetätigungsor
gan an einem ein Bremselement tragenden bremsnahen Schwenkhebel
angreift. Es wird empfohlen, daß das Hilfsbetätigungsorgan an der
Deichsel, insbesondere in der Nähe des Deichselgriffs, angeordnet
ist.
Um zu verhindern, daß eine Bedienungsperson mit Hilfe des Hilfs
betätigungsorgans die Feststellbremse löst und daß die Fest
stellbremse dann beim Weggehen der Bedienungsperson von dem
Flurförderzeug in dem gelösten Zustand bleibt, wird vorge
schlagen, daß das Hilfsbetätigungsorgan derart ausgebildet ist,
daß es eine Lösung der Feststellbremse nur während der Dauer
einer von der Bedienungsperson ausgeübten Betätigungskraft
gestattet.
Eine besonders bedienungsfreundliche Lösung besteht darin, daß
das Hilfsbetätigungsorgan von einem Betätigungsgriff gebildet
ist, welcher von einer den Deichselgriff erfassenden Hand der
Bedienungsperson gleichzeitig beaufschlagbar ist.
Das Hilfsbetätigungsorgan ist dann durch die Nähe zum Deichsel
griff auch gegen unbeabsichtigte Brems-Löse-Einwirkung geschützt,
insbesondere wenn es in dem Innenraum eines ringähnlich gestal
teten Deichselgriffs untergebracht ist.
Da die Einwirkung auf das Hilfsbetätigungsorgan relativ selten
notwendig wird, ist es möglich, daß das Hilfsbetätigungsorgan
über einen Bowdenzug auf die Feststellbremse einwirkt.
Ein Bowdenzug ist zwar ein Maschinenelement, das man an einem
langlebigen Gerät des Transportwesens grundsätzlich mit Skepsis
betrachtet. Wenn es aber hier für kurzfristigen und seltenen
Einsatz bestimmt ist, so wird die Langlebigkeit und Reparatur
unanfälligkeit des Flurförderzeugs durch die Existenz eines
Bowdenzugs an dieser Stelle nicht negativ beeinflußt, wobei
andererseits aber die Übertragungskette zwischen Hilfsbetäti
gungsorgan und Feststellbremse auf sehr wirtschaftliche Weise
erhalten wird.
Die beiliegenden Figuren erläutern die Erfindung anhand eines
Ausführungsbeispiels; es stellen dar:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines deichselgeführten Gabel
hubwagens mit erfindungsgemäß betätigter Feststell
bremse;
Fig. 2 eine Darstellung der Bremseinrichtung mit dem von der
Deichsel betätigten Hebelmechanismus und
Fig. 3 ein Detail der Deichsel.
Fig. 1 zeigt einen bekannten Gabelhubwagen, der im wesentlichen
aus einem gehäuseförmigen Grundkörper 2 besteht, der die
deichselbetätigte Hubhydraulik 29 enthält und auf einem Laufrad 3
ruht. Die schwenkbar angebrachte Deichsel 10 dient sowohl dem
Fahren und Lenken des Fahrzeugs, als auch als Hebel für die Pumpe
30 der Hubhydraulik 29. Auf einem Lenkzapfen des im Grundkörper 2
senkrecht über der Achse A des Laufrades 3 bewegbaren Hubkolbens
29 ist ein Hubrahmen 1 gelagert, der sich andererseits an den
Gabelenden auf Stützrollen abstützt, die über einen Schwenkhebel
mechanismus beim Hub relativ zu den Gabeln so bewegt werden, daß
die Gabeln in jeder Hubhöhe annähernd parallel zum Fahrboden
bleiben.
In Fig. 2 ist in seinen Einzelheiten eine Feststellbremse 4 und
die erfindungsgemäße Betätigungseinrichtung für diese darge
stellt. Ein mit dem Hebel 6 verbundener Bremsbacken 4a wirkt auf
das Laufrad 3. Der Hebel 6 ist im Drehpunkt 21 am Grundkörper 2
gelagert. Über den Bolzen 7 greift die Stange 8 auf den Hebel 6.
Auf der Stange 8 sitzt die Feder 12, die sich an der Platte 9
abstützt und den Bremsbacken 4a an das Laufrad 3 drückt. Mittels
der Mutternkombination 13 und 13.1 kann die Federkraft und damit
die Bremswirkung eingestellt werden. Mit der Stange 8 verbunden
ist die Gabel 15, die über den Bolzen 15.1 mit dem Hebel 5
verbunden ist. Mit den Muttern 14 und 16 besteht eine Verstell
möglichkeit der Länge der Stange 8 und 15. Der Hebel 5 ist im
Drehpunkt 17 der Platte 9 gelagert und besitzt am freien Schenkel
eine kurvenformige Angriffsfläche 5a, an der eine Rolle 11 der
Deichsel 10 gleitet. Beim Bewegen der Deichsel 10 in Fahrstellung
(annähernd horizontal) wird der Hebel 5 so bewegt, daß dieser
über die Stange 8 und 15 bei Überwindung der Federkraft der Feder
12 den Hebel 6 nach oben zieht und den Bremsbacken 4a vom Laufrad
3 löst. Wird die Deichsel 10 wieder in die senkrechte Stellung
geschwenkt, gleitet die Rolle auf der Kurvenfläche 5a des Hebels
5 an die Stelle 5b, so daß die Hebelkombination 5 und 6 durch die
Feder 12 zurück in die Bremsstellung kommt. Die Bremsstellung
wird auch selbsttätig erreicht, wenn die Deichsel 10 von der
Bedienungsperson aus irgend einem Grunde losgelassen wird, da die
Deichsel dann durch die Pumpenfeder 23 über den Pumpenstößel 24a
in die senkrechte Stellung gedrückt wird (sogenannter Totmanns
effekt).
Für die Möglichkeit des Lösens der Feststellbremse bei senk
rechter Stellung der Deichsel 10 (z. B. erforderliches Rückwärts
fahren in dieser Stellung) ist an der Deichsel 10 der Handgriff
22 angebracht, der ein Seil 20 bewegt, das in einer Hülse 18
geführt wird und am Bolzen 24 an dem Hebel 6 so wirkt, daß bei
Überwindung der Feder 12 die Bremse 4 gelüftet wird. Bei Los
lassen des Handhebels 22 durch die Bedienungsperson tritt die
Wirkung der Feststellbremse sofort wieder ein. Die effektive
Länge des Seils 20 kann durch eine Bowdenzugjustierschraube 19
eingestellt werden.
Es ist denkbar, die Kurve 5a so zu gestalten, daß nach einer
vorbestimmten Absenkung der Deichsel 10 die Bremse 4 als Be
triebsbremse wirksam wird. Die Bedienungsperson hat dann die Mög
lichkeit, durch Absenken der Deichsel 10 unter einer vorbestimm
ten Zugstellung jederzeit eine Betriebsbremsung vorzunehmen.
In Fig. 1 erkennt man, daß der Bremsbereich "Bremsen" sich über
einen kleineren Winkelbereich erstreckt als der Fahrbereich
"Fahren". Erst wenn die Deichsel in eine Stellung "Betriebsbrem
sung" abgesenkt ist, tritt wieder eine Bremswirkung ein. Der
Fahrbereich ist so breit bemessen, daß die Bremse unabhängig von
Größe und Körperhaltung der jeweiligen Bedienungsperson
freigegeben ist.
In Fig. 3 erkennt man, daß der Handgriff 22 als Hilfsbetäti
gungsorgan dient, in der Nähe des Deichselgriffs 32 liegt und
durch die an den Deichselgriff 32 angelegte Hand der Bedienungs
person erfaßt und solange gehalten werden kann, bis die Brems
lösung nicht mehr notwendig ist. Dann kehrt die Bremse 4 zwangs
läufig in den angezogenen Zustand zurück. Das Hilfsbetätigungs
organ 22 ist innerhalb des Handgriffs 32 geschützt angeordnet, so
daß es nicht unbeabsichtigterweise im Sinne einer Bremslösung
beaufschlagt werden kann.
Claims (18)
1. Deichselgelenktes Flurförderzeug, insbesondere Gabelhubwagen,
mit einer in Abhängigkeit von der Schwenklage der Deichsel
(10) um eine horizontale Schwenkachse betätigbaren Feststell
bremse (4), welche auf mindestens ein Laufrad (3) und insbe
sondere auf eine durch die Deichsel (10) lenkbewegliche Lauf
radeinheit (3) wirkt,
wobei die Deichsel (10) zwischen einem der Horizontalen ange näherten Betriebsstellungsbereich (Fahren) und einem der Vertikalen angenäherten Außerbetriebsstellungsbereich (Brem sen) verschwenkbar ist
und wobei die Feststellbremse (4) in dem Betriebsstellungs bereich (Fahren) gelöst und in dem Außerbetriebsstellungsbe reich (Bremsen) angezogen ist,
dadurch gekennzeichnet daß die Deichsel (10) durch eine Vorspanneinrichtung (23) zu dem Außerbetriebsstellungsbereich (Bremsen) hin vorgespannt ist, derart, daß bei Freigabe der vorher durch eine Bedie nungsperson in den Betriebsstellungsbereich (Fahren) geschwenk ten Deichsel (10) diese zwangsläufig in den Außerbetriebs stellungsbereich (Bremsen) schwenkt und dadurch die Feststell bremse (4) angezogen wird.
wobei die Deichsel (10) zwischen einem der Horizontalen ange näherten Betriebsstellungsbereich (Fahren) und einem der Vertikalen angenäherten Außerbetriebsstellungsbereich (Brem sen) verschwenkbar ist
und wobei die Feststellbremse (4) in dem Betriebsstellungs bereich (Fahren) gelöst und in dem Außerbetriebsstellungsbe reich (Bremsen) angezogen ist,
dadurch gekennzeichnet daß die Deichsel (10) durch eine Vorspanneinrichtung (23) zu dem Außerbetriebsstellungsbereich (Bremsen) hin vorgespannt ist, derart, daß bei Freigabe der vorher durch eine Bedie nungsperson in den Betriebsstellungsbereich (Fahren) geschwenk ten Deichsel (10) diese zwangsläufig in den Außerbetriebs stellungsbereich (Bremsen) schwenkt und dadurch die Feststell bremse (4) angezogen wird.
2. Deichselgelenktes Flurförderzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Deichsel (10) als Betätigungsorgan für eine Hydraulik
pumpe (30), insbesondere zur Höhenverstellung eines Lastauf
nahmeteils (1) des Flurförderzeugs, ausgebildet ist,
wobei die Deichsel (10) bei Schwenkbewegung um die Schwenk
achse in einer ersten Pumprichtung auf die Hydraulikpumpe (30)
einwirkt und die Hydraulikpumpe (30) in einer zweiten Pump
richtung durch eine Pumpfeder (23) verstellbar ist und
wobei die Pumpfeder (23) die Vorspannung der Deichsel (10) in
deren Außerbetriebsstellungsbereich (Bremsen) bewirkt.
3. Deichselgelenktes Flurförderzeug nach einem der Ansprüche
1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Deichsel (10) und der Feststellbremse (4)
Übertragungsmittel (11; 5; 15; 8; 6) vorgesehen sind, welche einen
inneren Totgang (zwischen 11 und 5) dergestalt aufweisen, daß
die Feststellbremse (4) bei in Außerbetriebsstellungsbereich
(Bremsen) befindlicher Deichsel (10) ohne wesentliche Posi
tionsveränderung der Deichsel (10) durch ein Hilfsbetätigungs
organ (22) lösbar ist.
4. Deichselgelenktes Flurförderzeug nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Übertragungsmittel (11; 5; 15; 8; 6) eine Anschlagverbin
dung (11; 5) aufweisen, wobei die Anschlagverbindung (11; 5)
durch Federkraft (12) aufrecht erhalten wird und entgegen
dieser Federkraft (12) durch das Hilfsbetätigungsorgan (22)
trennbar ist.
5. Deichselgelenktes Flurförderzeug nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Federkraft (12), welche die Anschlagverbindung (11; 5)
aufrecht erhält, von einer Bremsfeder (12) abgeleitet ist,
welche die Feststellbremse (4) im Bremsanziehsinn vorspannt.
6. Deichselgelenktes Flurförderzeug nach einem der Ansprüche
1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Deichsel (10) über ein Kurvengetriebe (11; 5a, 5b) auf
die Feststellbremse (4) einwirkt.
7. Deichselgelenktes Flurförderzeug nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kurvengetriebe (11; 5a, 5b) derart gestaltet ist, daß
der einem Anziehen der Feststellbremse (4) entsprechende
Außerbetriebsstellungsbereich (Bremsen) kleiner ist als der
dem Lösen der Feststellbremse (4) entsprechende Betriebsstel
lungsbereich (Fahren).
8. Deichselgelenktes Flurförderzeug nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Deichsel (10) ein Kurvenfolger (11) angebracht ist,
welcher auf eine Steuerkurve (5a, 5b) eines mit der Feststell
bremse (4) in Wirkverbindung stehenden deichselnahen Schwenk
hebels (5) einwirkt.
9. Deichselgelenktes Flurförderzeug nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der deichselnahe Schwenkhebel (5) über eine Übertragungs
stange (15; 8) auf einen bremsnahen Schwenkhebel (6) einwirkt,
der seinerseits ein Bremselement (4a), insbesondere einen
Bremsschuh (4a), zur Einwirkung auf eine Bremsfläche der
Laufradeinheit (3) trägt.
10. Deichselgelenktes Flurförderzeug nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Übertragungstange (15; 8) längeneinstellbar ist (bei
14, 16).
11. Deichselgelenktes Flurförderzeug nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Übertragungsstange (15; 8) eine Bremsfeder an
greift, welche das Bremselement (4a) im Sinne eines Anziehens
der Feststellbremse (4) vorspannt.
12. Deichselgelenktes Flurförderzeug nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bremsfeder (12) zwischen einem Stützlager (9) und
einer Angriffsstelle (13, 13.1) der Übertragungsstange (15;8)
angeordnet ist und daß die Angriffsstelle (13, 13.1) in Längs
richtung der Übertragungsstange (15; 8) verstellbar ist.
13. Deichselgelenktes Flurförderzeug nach einem der Ansprüche
8 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Hilfsbetätigungsorgan (22) für die Feststellbremse
(4) an einem zwischen dem deichselnahen Schwenkhebel (5) und
der Feststellbremse (4) liegenden Übertragungsglied (6)
angreift.
14. Deichselgelenktes Flurförderzeug nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Hilfsbetätigungsorgan (22) an einem ein Bremselement
(4a) tragenden bremsnahen Schwenkhebel (6) angreift.
15. Deichselgelenktes Flurförderzeug nach einem der Ansprüche
3 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Hilfsbetätigungsorgan (22) an der Deichsel (10),
insbesondere in der Nähe des Deichselgriffs (32), angeordnet
ist.
16. Deichselgelenktes Flurförderzeug nach einem der Ansprüche
3 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Hilfsbetätigungsorgan (22) derart ausgebildet ist,
daß es eine Lösung der Feststellbremse (4) nur während der
Dauer einer von der Bedienungsperson ausgeübten Betätigungs
kraft gestattet.
17. Deichselgelenktes Flurförderzeug nach einem der Ansprüche
15 und 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Hilfsbetätigungsorgan (22) von einem Betätigungsgriff
(22) gebildet ist, welcher von einer den Deichselgriff (32)
erfassenden Hand der Bedienungsperson gleichzeitig beauf
schlagbar ist.
18. Deichselgelenktes Flurförderzeug nach einem der Ansprüche
3 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Hilfsbetätigungsorgan (22) über einen Bowdenzug
(18, 20) auf die Feststellbremse (4) einwirkt.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9218681U DE9218681U1 (de) | 1992-01-16 | 1992-01-16 | Deichselgelenktes Flurförderzeug, insbesondere Gabelhubwagen |
| DE19924201012 DE4201012C2 (de) | 1992-01-16 | 1992-01-16 | Deichselgelenktes Flurförderzeug, insbesondere Gabelhubwagen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19924201012 DE4201012C2 (de) | 1992-01-16 | 1992-01-16 | Deichselgelenktes Flurförderzeug, insbesondere Gabelhubwagen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4201012A1 true DE4201012A1 (de) | 1993-07-22 |
| DE4201012C2 DE4201012C2 (de) | 1995-11-23 |
Family
ID=6449632
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924201012 Revoked DE4201012C2 (de) | 1992-01-16 | 1992-01-16 | Deichselgelenktes Flurförderzeug, insbesondere Gabelhubwagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4201012C2 (de) |
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1992
- 1992-01-16 DE DE19924201012 patent/DE4201012C2/de not_active Revoked
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Also Published As
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|---|---|
| DE4201012C2 (de) | 1995-11-23 |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8331 | Complete revocation |