DE4201207A1 - Zweirad-motorfahrzeug - Google Patents

Zweirad-motorfahrzeug

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Johannes Barckmann
Thomas Reinhold
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Eckard-Design 6400 Fulda De GmbH
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    • B60K1/00Arrangement or mounting of electrical propulsion units
    • B60K1/04Arrangement or mounting of electrical propulsion units of the electric storage means for propulsion
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62JCYCLE SADDLES OR SEATS; AUXILIARY DEVICES OR ACCESSORIES SPECIALLY ADAPTED TO CYCLES AND NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. ARTICLE CARRIERS OR CYCLE PROTECTORS
    • B62J1/00Saddles or other seats for cycles; Arrangement thereof; Component parts
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    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
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Description

Die Erfindung betrifft ein Zweirad-Motorfahrzeug mit ei­ nem einen Lenkerkopf und eine Hinterradschwinge aufwei­ senden Rahmen, welcher einen Motor und eine Sitzbank trägt und mit einer Funktionsteile abdeckenden Verklei­ dung versehen ist.
Zweirad-Motorfahrzeuge der vorstehenden Art sind als Mo­ torräder oder Motorroller allgemein bekannt und gebräuch­ lich. Üblicherweise ist bei ihnen der Rahmen als ein Rohrrahmen ausgebildet, an welchem alle Funktionsteile befestigt sind. Die Verkleidung dient dazu, Teile des Zweirad-Motorfahrzeugs abzudecken, um den Benutzer vor einer Berührung mit solchen Teilen zu schützen, um den Benutzer einen Wetterschutz zu bieten, um die Aerodynamik oder auch nur um das Aussehen des Fahrzeugs zu verbes­ sern. Sie besteht meist aus verschiedenen Teilen, die einzeln an den Rahmen des Zweirad-Motorfahrzeug ange­ schraubt werden.
Im Automobilbau findet der Gedanke immer mehr Verbrei­ tung, verschiedene Bauteile zu einer funktionsfähigen Baugruppe zusammenzufassen. Beispielsweise werden oftmals Armaturentafeln außerhalb des Fließbandes mit sämtlichen Armaturen und Einbauteilen versehen und auf Funktionsfä­ higkeit überprüft, bevor solche Armaturentafeln in das Kraftfahrzeug eingebaut werden. Die Karosserie von Perso­ nenkraftwagen ist im Gegensatz zu den Verkleidungen bei Motorrädern nicht einfach eine Blechaußenhaut, vielmehr trägt sie zahlreiche Funktionsteile des Fahrzeugs, bei­ spielsweise Lampen, Türschlösser, elektrische Leitungen oder Sensoren.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Zweirad-Mo­ torfahrzeug der eingangs genannten Art so auszubilden, daß seine Herstellungskosten gegenüber denen üblicher Zweirad-Motorfahrzeugen erheblich vermindert werden und daß seine Alltagstauglichkeit gesteigert wird.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Rahmen aus zwei jeweils eine seitliche Begrenzung des Zweirad-Motorfahrzeugs bildenden Tragholmen besteht, wel­ che vorn und hinten zu einem Schleifenrahmen miteinander verbunden sind und vom Lenkerkopf bis hinter den Fahr­ zeugsitz verlaufen und daß die Verkleidung als ein ein­ ziger von oben her auf den Schleifenrahmen aufgesetzter, die Sitzbank tragender, Funktionsteile des Zweirad-Motor­ fahrzeugs aufnehmender Karosseriekörper ausgebildet ist.
Bei einem solchen Zweirad-Motorfahrzeug bildet der Schleifenrahmen ein Chassis, auf welches der Karosse­ riekörper aufgesetzt wird. Der Karosseriekörper ist keine Verkleidung für am Schleifenrahmen angebrachte Funktions­ teile, vielmehr trägt er selbst die Funktionsteile. Des­ halb kann der Karosseriekörper unabhängig von der Ferti­ gung des Schleifenrahmens und der Montage des Schleifen­ rahmens mit dem Motor, der Hinterradschwinge und der Vor­ derradgabel mit Funktionsteilen versehen und dann auf den Schleifenrahmen aufgesetzt werden. Dadurch verbilligen sich die Herstellungskosten des Zweirad-Motorfahrzeugs. Weiterhin erhält man eine große Freiheit bei der Formge­ bung. Bei stets gleichem Schleifenrahmen und Anschlußma­ ßen kann man den Karosseriekörper sehr verschieden aus­ bilden und dadurch Zweirad-Fahrzeuge unterschiedlichen Aussehens oder unterschiedlicher Funktionen erzeugen. Mit geringem Aufwand kann das erfindungsgemäße Zweirad-Fahr­ zeug beispielsweise den Bedürfnissen der Polizei oder Au­ tomobilclubs angepaßt werden.
Das Zweirad-Motorfahrzeug ist besonders einfach aufge­ baut, wenn der Schleifenrahmen von der Seite gesehen vom Lenkerkopf mit einem Bogen nach unten und dann wieder nach oben bis hinter den Fahrzeugsitz verläuft.
Besonders kostengünstig ist das Zweirad-Motorfahrzeug herstellbar, wenn der Karosseriekörper ein Blasformteil aus Kunststoff ist. Hierdurch entsteht zugleich der Vor­ teil, daß man bei der Formgebung des Karosseriekörpers eine große Freiheit hat. Weiterhin ergibt sich hierdurch eine gegenüber vergleichbaren Fahrzeugen verbesserte Öko­ logie, da es sich bei dem Karosseriekörper um ein relativ großes, recyclebares Kunststoffteil handeln kann, während bei üblichen Fahrzeugen für unterschiedliche Funktions­ teile unterschiedliche und sehr viele Kunststoffteile verwendet werden müssen. Dank der Erfindung läßt sich so­ mit auch eine Teileminimierung erreichen.
Für die Alltagstauglichkeit des Zweirad-Motorfahrzeugs ist es vorteilhaft, wenn in dem Karosseriekörper Staufä­ cher vorgesehen sind.
Die Steifigkeit des Karosseriekörpers kann auf einfache Weise dadurch erhöht werden, daß der Karosseriekörper durch zumindest eine Querwand in zumindest zwei Stau­ fächer unterteilt ist. Solche Querwände haben eine Dop­ pelfunktion. Sie unterteilen den Stauraum, was für die Unterbringung von Utensilien vorteilhaft ist, und sie bilden zugleich eine Verrippung, wodurch der Karosserie­ körper aus einem Kunststoff geringer Festigkeit gefertigt sein kann.
Das Zweirad-Motorfahrzeug wird besonders stabil und ver­ windungsarm, wenn gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung von oben gesehen zwischen den Tragholmen ein den nach unten gerichteten Bogen der Tragholme überbrüc­ kender und die Querverbindungen miteinander verbindender Längsträger vorgesehen ist.
Zur weiteren Verminderung der Fertigungskosten trägt es bei, wenn der Schleifenrahmen als Blechpreßteil ausgebil­ det ist. Natürlich ist es alternativ auch möglich, ihn als Aluminium-Druckgußteil oder Kunststoffteil auszu­ bilden.
Falls das Zweirad-Motorfahrzeug von einem Elektromotor angetrieben sein soll, dann lassen sich die erforderli­ chen Batterien schwerpunktmäßig tiefliegend und deshalb für das Fahrverhalten günstig unterbringen, wenn zwischen den Tragholmen des Schleifenrahmens ein Batteriekasten für Batterien eines als Antrieb dienenden Elektromotors angeordnet ist.
Die Feder- und Dämpfelemente für das Vorderrad können vollständig abgedeckt angeordnet werden, wenn der Lenker­ kopf durch einen zwischen den Tragholmen des Schleifen­ rahmens angeordneten Dom gebildet ist, in welchem zu­ gleich ein Federelement und ein Stoßdämpfer eines Vor­ derradträgers angeordnet sind.
Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zu ihrer weiteren Verdeutlichung ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Diese zeigt in
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des Zweirad- Motorfahrzeugs in einem teilweise montierten Zustand,
Fig. 2 das Zweirad-Motorfahrzeug im montierten Zu­ stand mit teilweise hochgeklappten Bauteilen.
Die Fig. 1 zeigt einen als Blechpreßteil aus Stahl oder Aluminium ausgebildeten Schleifenrahmen 1, welcher aus zwei in etwa parallellaufenden Tragholmen 2, 3 gebildet ist, die die seitliche Begrenzung des Zweirad-Motorfahr­ zeugs bilden und vorn und hinten durch jeweils eine Quer­ verbindung 4, 5 auf Abstand gehalten sind. Von der Seite aus gesehen verlaufen die Tragholme 2, 3 von vorn und hinten zur Fahrzeugmitte hin bogenförmig nach unten.
Im unteren Bereich des Schleifenrahmens 1 ist an ihm ein Batteriekasten 6 befestigt, welcher Batterien 7 für die Energieversorgung eines Elektromotors 8 aufnimmt. Dieser Elektromotor 8 treibt über einen Zahnriemen 9 ein Hinter­ rad 10 des Zweirad-Motorfahrzeugs an. Dieses Hinterrad 10 ist am freien Ende einer Hinterradschwinge 11 gelagert, welche sich mit einer Feder 12 am Schleifenrahmen 1 ab­ stützt.
Im vorderen Bereich hat der Schleifenrahmen 1 als Lenker­ kopf einen pyramidenförmigen Dom 13, in welchem eine nicht gezeigte Feder und ein Dämpfer für einen Vorder­ radträger 14 angeordnet sind. Der Vorderradträger 14 ver­ läuft nur an einer Seite des Vorderrades 15, so daß die­ ses leicht ausgewechselt werden kann.
Wenn eine besonders hohe Festigkeit des Schleifenrahmens 1 gefordert wird, dann kann man von oben gesehen zwischen den Tragholmen 2, 3 einen Längsträger 16 anordnen, wel­ cher vergleichbar mit der Stange eines Herrenfahrrades von vorn nach hinten verläuft und von der Seite gesehen mit den bogenförmig verlaufenden Tragholmen 2, 3 in etwa ein Dreieck bildet.
Die Fig. 2 läßt einen Karosseriekörper 17 erkennen, der von oben her auf den Schleifenrahmen 1 aufgesetzt ist und mit ihm beispielsweise durch Klipse verbunden sein kann. Dieser Karosseriekörper 17 ist vorzugsweise als ein Blas­ formteil ausgebildet und trägt wesentliche Funktionsteile des Zweirad-Motorfahrzeugs. Auch die elektrischen Leitun­ gen sind in ihm verlegt. Hochgeklappt dargestellt ist in Fig. 2 eine am Karosseriekörper 17 abnehmbar oder weg­ schwenkbar befestigte Sitzbank 18, unter welcher ein großvolumiges Staufach 19 im Karosseriekörper 17 vorge­ sehen ist. Weiterhin zeigt Fig. 2 eine in den Karos­ seriekörper 17 integrierte Instrumentenbrücke 20, welche beispielsweise ein Tachometer 21 und eine Uhr 22 trägt.
Bezugszeichenliste
 1 Schleifenrahmen
 2 Tragholm
 3 Tragholm
 4 Querverbindung
 5 Querverbindung
 6 Batteriekasten
 7 Batterien
 8 Elektromotor
 9 Zahnriemen
10 Hinterrad
11 Hinterradschwinge
12 Feder
13 Dom
14 Vorderradträger
15 Vorderrad
16 Längsträger
17 Karosseriekörper
18 Sitzbank
19 Staufach
20 Instrumentenbrücke
21 Tachometer
22 Uhr
23 Querwand
24 Staufach

Claims (10)

1. Zweirad-Motorfahrzeug mit einem einen Lenkerkopf und eine Hinterradschwinge aufweisenden Rahmen, welcher einen Motor und eine Sitzbank trägt und mit einer Funktions­ teile abdeckenden Verkleidung versehen ist, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Rahmen aus zwei jeweils eine seit­ liche Begrenzung des Zweirad-Motorfahrzeugs bildenden Tragholmen (2, 3) besteht, welche vorn und hinten zu einem Schleifenrahmen (1) miteinander verbunden sind und vom Lenkerkopf (Dom 13) bis hinter den Fahrzeugsitz ver­ laufen und daß die Verkleidung als ein einziger von oben her auf den Schleifenrahmen (1) aufgesetzter, die Sitz­ bank (18) tragender, Funktionsteile des Zweirad-Motor­ fahrzeugs aufnehmender Karosseriekörper (17) ausgebildet ist.
2. Zweirad-Motorfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Schleifenrahmen (1) von der Seite ge­ sehen vom Lenkerkopf (Dom 13) mit einem Bogen nach unten und dann wieder nach oben bis hinter den Fahrzeugsitz (Sitzbank 18) verläuft.
3. Zweirad-Motorfahrzeug nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Karosseriekörper (17) ein Blasformteil aus Kunststoff ist.
4. Zweirad-Motorfahrzeug nach zumindest einem der voran­ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Karosseriekörper (17) Staufächer (19, 24) vorgesehen sind.
5. Zweirad-Motorfahrzeug nach Anspruch 4, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Karosseriekörper (17) durch zu­ mindest eine Querwand (23) in zumindest zwei Staufächer (19, 24) unterteilt ist.
6. Zweirad-Motorfahrzeug nach zumindest einem der voran­ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Trag­ holme (2, 3) vorn und hinten durch eine Querverbindung (4, 5) miteinander verbunden sind.
7. Zweirad-Motorfahrzeug nach zumindest einem der voran­ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß von oben gesehen zwischen den Tragholmen (2, 3) ein den nach unten gerichteten Bogen der Tragholme (2, 3) überbrückender und die Querverbindungen (4, 5) miteinander verbindender Längsträger (16) vorgesehen ist.
8. Zweirad-Motorfahrzeug nach zumindest einem der voran­ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleifenrahmen (1) als Blechpreßteil ausgebildet ist.
9. Zweirad-Motorfahrzeug nach zumindest einem der voran­ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Tragholmen (2, 3) des Schleifenrahmens (1) ein Batte­ riekasten (6) für Batterien (7) eines als Antrieb dienen­ den Elektromotors (8) angeordnet ist.
10. Zweirad-Motorfahrzeug nach zumindest einem der voran­ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Len­ kerkopf durch einen zwischen den Tragholmen des Schlei­ fenrahmens angeordneten Dom (13) gebildet ist, in welchem zugleich ein Federelement und ein Stoßdämpfer eines Vor­ derradträgers (14) angeordnet sind.
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