DE4203765A1 - Einrichtung zum dekontaminieren von personen und geraet - Google Patents
Einrichtung zum dekontaminieren von personen und geraetInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B08—CLEANING
- B08B—CLEANING IN GENERAL; PREVENTION OF FOULING IN GENERAL
- B08B5/00—Cleaning by methods involving the use of air flow or gas flow
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Dekontaminieren von
Personen und Gerät nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Aus der DE 36 04 422 -A1- und dem DE-GM 86 32 260 ist eine
Durchgangsstation zum Dekontaminieren von Oberflächen in einem
Luftstrom bekannt, die aus einer von Luft durchströmten Passage
mit einem offenen Zugang und einem gegenüberliegenden,
ebenfalls offenen Abgang und dazwischen kreisrunden Wänden zur
Begrenzung des Innenraumes besteht, wobei hinter diesen Wänden
Luftkammern vorgesehen sind, aus denen Luft tangential in den
Innenraum geblasen wird, so daß die Luft in einer
Zirkulationsströmung in dem Innenraum umläuft und nach unten
durch einen Rostboden, ein Bodenfilter oder dergleichen
abgesaugt wird, wobei Ventilatoren den für die
Oberflächenreinigung erforderlichen Luftstrom erzeugen. Die
Durchgangsstation dient zur Abreinigung der Arbeitskleidung und
der freien Körperflächen von Personen an staubigen
Arbeitsplätzen oder dergleichen, wenn die Personen ihren
Arbeitsplatz verlassen und die Durchgangsstation passieren. Das
Ergebnis einer solchen Abreinigung ist bei Verunreinigungen mit
einer erheblichen Gesundheitsgefährdung nicht ausreichend.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die
Abreinigungswirkung in einer mobilen Einrichtung dadurch zu
verbessern, daß der zirkulierende Luftstrom in einer in sich
geschlossenen Kammer über einen in Abhängigkeit von der Art der
Verunreinigung wählbaren Zeitraum aufrechterhalten werden kann.
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch Ausbildungsmerkmale nach
dem Kennzeichen des Patentanspruches 1.
Durch diese Merkmale wird die Luftstrombehandlung, insbesondere
von Personen, wesentlich verbessert. Vor allem lassen sich
Verunreinigungen mit starker Haftung an der Kleidung oder an
Körperflächen von Personen mit verbessertem Ergebnis
abreinigen, so daß eine Einrichtung nach der Erfindung die
hohen Anforderungen bei der Dekontaminierung von Personen und
deren Arbeitskleidung von Asbest erfüllt. Die Schleusenkabine
ermöglicht dazu die Behandlung von Personen und gegebenenfalls
auch von Geräten, zum Beispiel Meßinstrumenten, Werkzeug,
Atmungsgeräten oder dergleichen, über einen beliebig langen
Zeitraum in einem stärkeren und durch den allseits
geschlossenen Innenraum zwangsweise gleichmäßig geführten
Luftstrom. Vor allem Kontaminationen aus Asbest sind nur
schwerlich zu beseitigen, jedoch haben Versuche ergeben, daß
dies mit einer die Erfindungsmerkmale aufweisenden Einrichtung
erreicht wird. Durch die transportable Ausbildung wird die
Mobilität der Einrichtung ermöglicht, so daß diese auch
tatsächlich leicht an jeden beliebigen Einsatzort gebracht
werden kann, um sie vor allem bei Asbestentsorgungsarbeiten als
Teil der Baustelleneinrichtung mitzuführen und dann sehr nahe
an den Arbeitsplatz der mit Entsorgungsarbeiten beschäftigten
Personen, zum Beispiel in Stockwerken von Gebäuden, in Betrieb
zu nehmen. Darin liegt ein sehr wesentlicher Vorteil, weil die
Akzeptanz einer solchen Einrichtung wesentlich von ihrer
leichten Benutzbarkeit abhängt. Die Mobilität der Einrichtung
wird dadurch unterstützt, daß die Schleusenkabine montiert auf
einem Lastwagen und mittels eines Kranes transportabel ist.
Eine besondere Ausführungsform sieht außerdem vor, daß die
Schleusenkabine zerlegbar ausgebildet werden kann und aus flach
stapelbaren Bauelementen besteht. Dies ermöglicht den Transport
über größere Entfernungen auf engstem Raum und die Aufstellung
der Schleusenkabine erst am Einsatzort. Dabei sollten die flach
stapelbaren Bauelemente durch Streben ausgesteift sein, die in
dem montierten Zustand der Schleusenkabine ein selbsttragendes
Gestell bilden, welches den Zugriff mit einem Baukran oder
dergleichen ermöglicht.
Bei einer bevorzugten Ausbildung der Erfindungsmerkmale ist zum
Zwecke der Verwirklichung der erfindungsgemäß angestrebten
Vorteile vorgesehen, daß der im horizontalen Querschnitt
angenähert runde Innenraum durch ebene Wandflächen polygonal
gestaltet ist und Luftdüsen für den Lufteinlaß parallel zu den
ebenen Wandflächen ausgerichtet sind. Vorteilhaft ist es, die
Luftdüsen im Bereich der Ecken des polygonalen Querschnitts des
Innenraums verteilt über dessen Höhe anzuordnen. Bevorzugt wird
eine im Grundriß achteckige Querschnittsform des Innenraumes
der Schleusenkabine. Um die Trennung zwischen einer sogenannten
Schwarzseite, auf der die Verunreinigungen erfolgen, mit einer
sogenannten Weißseite zu ermöglichen, ist die Schleusenkabine
vorteilhaft an zwei zueinander parallelen Seiten ihres
polygonalen Innenraumgrundrisses mit je einer durch eine Tür
verschließbaren Öffnung versehen, so daß der Innenraum der
Schleusenkabine durch die eine Tür auf der Schwarzseite
betreten und durch die andere Tür auf der Weißseite wieder
verlassen werden kann.
Vorteilhaft ist außerdem, daß die ebenen Wandflächen weitere,
durch Klappen verschließbare Öffnungen aufweisen, die auf der
Außenseite mit Vorrichtungen zum Befestigen von Materialkisten
oder dergleichen versehen sind. Dadurch können Personen
mitgeführte Geräte, Instrumente oder dergleichen vom Innenraum
der Schleusenkabine aus in solchen Materialkisten ablegen, so
daß sie von dort aus einer weiteren Behandlung unterworfen oder
beim nächsten Arbeitseinsatz wieder mitgenommen werden können.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer
Schleusenkabine mit den Erfindungsmerkmalen dargestellt. Es
zeigen:
Fig. 1 einen Grundriß der Schleusenkabine und
Fig. 2 einen Aufriß zur Hälfte im vertikalen Schnitt.
Die Einrichtung zum Dekontaminieren von Personen und Gerät
besteht aus einer transportabel ausgeführten Schleusenkabine.
In dieser Schleusenkabine ist ein allseits verschließbarer
Innenraum 1 mit einem horizontal angenähert runden Querschnitt
durch ebene Wände 2 polygonal in der Form eines Achtecks
gestaltet. An zwei parallel zueinander verlaufenden Seiten sind
durch Türen 3 und 4 verschließbare Öffnungen vorgesehen, so daß
der Innenraum 1 durch eine Tür 3 betreten und durch eine andere
Tür 4 wieder verlassen werden kann. Im Bereich der Ecken des
polygonalen Grundrisses sind über die Höhe des Innenraumes
verteilt Luftdüsen 6 angeordnet, die Luft parallel zu den
ebenen Wandflächen einblasen. Die in dem Innenraum 1
kreisförmig zirkulierende Luft wird durch einen Bodenrost 5,
ein Bodenfilter oder dergleichen nach unten abgesaugt. Die
Wandungen 2 des Innenraumes 1 sind in einem selbsttragenden
Gestell 7 angeordnet, so daß die Schleusenkabine transportabel
ist und den Zugriff mit einem Kran oder dergleichen ermöglicht,
um die Schleusenkabine an einen hochgelegenen Einsatzort zu
bringen. Eine besondere Bauart der Erfindung sieht vor, daß die
Schleusenkabine zerlegbar ausgeführt und aus flach stapelbaren
Bauelementen zusammensetzbar ist. Dabei sollen die die Wände 2
aussteifenden Streben möglichst Bestandteile des
selbsttragenden Gestells 7 sein. Die Luft wird den Düsen 6 aus
Kammern 8 hinter den ebenen Wänden 2 zugeführt, in die sie über
Anschlußstutzen 9 zugeführt wird. Die Abluft wird durch den
Bodenrost 5 über einen Anschlußstutzen 10 wieder abgesaugt, wie
es an sich bekannt ist. An geeigneter Stelle ist die
Schleusenkabine außerdem mit Anschlußkupplungen für andere
Versorgungsleitungen einer auf der Zeichnung nicht
dargestellten Versorgungseinheit ausgerüstet, so daß diese
Versorgungseinheit getrennt von der Schleusenkabine
transportierbar ist. Die Versorgungseinheit ist ebenfalls mit
Stromanschlußleitungen für die nötige Steuerung, für
Sicherheitsschaltungen oder dergleichen und ebenso mit
Druckluft- bzw. Saugluftventilatoren versehen, die über die
Anschlußstutzen 9 und 10 mit der Schleusenkabine verbindbar
sind. Erst an dem Einsatzort der Schleusenkabine erfolgt eine
Verbindung der Aggregate der Versorgungseinheit über die an der
Schleusenkabine vorgesehenen Anschlußkupplungen.
Materialkisten oder dergleichen können an ebenen Außenflächen
der Schleusenkabine vor durch Klappen oder dergleichen
verschließbaren Öffnungen befestigbar und durch auf der
Zeichnung nicht dargestellte Vorrichtungen mit der Außenseite
der Schleusenkabine verbindbar sein, so daß die Materialkisten
durch Öffnen der Klappen von innen zugänglich sind und das
Ablegen von Gerät, Kleidung oder dergleichen ermöglichen, um
diese in den Materialkisten einer weiteren Behandlung
zuzuführen oder für eine Wiederaufnahme der Tätigkeiten im
Schwarzbereich zu entnehmen. Die Materialkisten sind bei
geschlossenen Klappen abnehmbar und einzeln transportierbar.
Bezugszeichenliste
1 Innenraum
2 Wand
3 Tür
4 Tür
5 Bodenrost
6 Düse
7 Gestell
8 Kammer
9 Anschlußstutzen
10 Anschlußstutzen
2 Wand
3 Tür
4 Tür
5 Bodenrost
6 Düse
7 Gestell
8 Kammer
9 Anschlußstutzen
10 Anschlußstutzen
Claims (7)
1. Einrichtung zum Dekontaminieren von Personen und Gerät in
einem zirkulierenden und axial wandernden Luftstrom, der über
Luftdüsen tangential eingeblasen und über Bodenöffnungen
abgesaugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß sie als eine
transportable Schleusenkabine ausgebildet ist, die einen
allseits geschlossenen Innenraum (1) mit einem horizontal
angenähert runden Querschnitt und wenigstens einem durch eine
Tür (3, 4) verschließbaren Zugang aufweist sowie mit
Anschlußkupplungen für Leitungen einer Versorgungseinheit
versehen ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
im horizontalen Querschnitt angenähert runde Innenraum (1)
durch ebene Wandflächen (2) polygonal gestaltet ist und
Luftdüsen (6) für den Lufteinlaß parallel zu den ebenen
Wandflächen (2) ausgerichtet sind.
3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Luftdüsen (6) im Bereich der Ecken des
polygonalen Querschnitts des Innenraumes (1) verteilt über
dessen Höhe angeordnet sind.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß jeweils eine durch eine Tür (3, 4)
verschließbare Öffnung in zwei zueinander parallelen
Wandflächen (2) eines Polygons angeordnet ist.
5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schleusenkabine zerlegbar ausgebildet
ist und aus flach stapelbaren Bauelementen besteht.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
Streben der flach stapelbaren Bauelemente in der montierten
Schleusenkabine ein selbsttragendes Gestell (7) bilden.
7. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß ebene Wände (2) durch Klappen
verschließbare Öffnungen mit Vorrichtungen zur Befestigung von
Materialkisten auf der Außenseite der Wand aufweisen.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19924203765 DE4203765C2 (de) | 1992-02-10 | 1992-02-10 | Einrichtung zum Dekontaminieren von Personen und Gerät |
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| DE19924203765 DE4203765C2 (de) | 1992-02-10 | 1992-02-10 | Einrichtung zum Dekontaminieren von Personen und Gerät |
Publications (2)
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| DE4203765C2 DE4203765C2 (de) | 1995-04-13 |
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| DE19924203765 Expired - Fee Related DE4203765C2 (de) | 1992-02-10 | 1992-02-10 | Einrichtung zum Dekontaminieren von Personen und Gerät |
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|---|---|
| DE (1) | DE4203765C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE10155729A1 (de) * | 2001-11-14 | 2003-05-28 | Heinz Hernach | Mobile Isolier-und Hygieneschleuse |
| DE10205787A1 (de) * | 2002-02-13 | 2003-08-21 | Bundesrep Deutschland | Mobile Personendekontaminationsschleuse für den Innenbereich |
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-
1992
- 1992-02-10 DE DE19924203765 patent/DE4203765C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4203765C2 (de) | 1995-04-13 |
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