DE4204363A1 - Entwaesserung von aus hohlprofilen gebogenen rahmen eines runden oder ovalen schwingfluegelfensters - Google Patents

Entwaesserung von aus hohlprofilen gebogenen rahmen eines runden oder ovalen schwingfluegelfensters

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Description

Die Erfindung betrifft eine Entwässerung von aus Hohlprofi­ len gebogenen Rahmen eines runden oder ovalen Schwingflügelfen­ sters, bei dem im hinsichtlich der Schwingachse unteren Teil ein Wechselprofil am Blendrahmen und im oberen Teil am Flügel­ rahmen angeordnet ist, wobei das Wechselprofil eine Kragenlei­ ste trägt, deren freies Ende von einer Profilschiene umfaßt ist, die gegen einen an der Wetterseite des geschlossenen Fen­ sters zwischen Flügelrahmen und Blendrahmen vorhandenen Spalt vorsteht und jeweils gegenüber dem Teil des Rahmens, mit dem das Wechselprofil verbunden ist, versiegelt und abgedichtet ist und wobei eine unterhalb der Kragenleiste im Blendrahmen befindliche Kammer im tiefstmöglichen Punkt ihrer Krümmung ein zur Wetterseite ausmündendes Entwässerungsloch aufweist.
Bei Fenstern, deren Rahmen aus Hohlprofilen gebildet sind, bedarf es einer Entwässerung zur Ableitung von durch Winddruck von der Wetterseite aus zwischen Blendrahmen und Flügelrahmen eingedrungenem Spritzwasser. Auch möglicherweise in den Hohl­ profilen gebildetes Schwitzwasser muß abgeleitet werden. Des­ weiteren kann an der Verglasung abrieselndes Wasser unter Um­ ständen durch mit Dichtungslippen abgedichtete Bereiche in die Hohlprofile eintreten und muß dann ebenfalls abgeführt werden.
Bei rechteckigen Fenstern sind im unteren waagerechten Wet­ terschenkel des Blendrahmens mehrere Entwässerungslöcher neben­ einander anbringbar, die jeweils an der Wetterseite des Fen­ sters ausmünden. Über mehrere Entwässerungslöcher können anfal­ lende Wassermengen rasch abgeführt werden, so daß es in den Profilen nicht zu einem Wasseraufstau kommen kann.
Bei runden Fenstern, deren Rahmen gekrümmt sind, kann ein Wasseraufstau in den Profilen jedoch nicht durch das Anbringen mehrerer Entwässerungslöcher vermieden werden. In den Kammern der gekrümmten Hohlprofile, aus denen die Rahmen der Rundfen­ ster bestehen, sammelt sich eingetretenes Wasser stets am tiefstmöglichen Punkt. In diesem Bereich kann lediglich ein Entwässerungsloch angebracht werden, über das die Menge des gesamten, im Profil vorliegenden Wassers abgeführt werden muß. Beidseitig zum Entwässerungsloch steigen die gekrümmt verlau­ fenden Hohlprofile und damit die Führungswege von sich ansam­ melndem Wasser an. Gesammeltes Wasser staut sich in den Profi­ len folglich auf, wenn es nicht rasch abgeführt wird, steigt links und rechts des vorhandenen Entwässerungsloches in den Profilen hoch und kann dann auch an der Innenseite eines Rund­ fensters austreten.
Bei Rundfenstern mit Schwingflügeln tritt zusätzlich noch das Problem auf, daß sich im Flügelrahmen sammelndes Spritzwas­ ser zwar im oberen Teil des geschlossenen Fensters über die ab­ wärts gekrümmte Kragenleiste des Wechselprofils, die zusammen mit ihrer Profilschiene eine Sammel- und Führungsrinne für Spritzwasser bildet, nach unten zum unteren Teil des Fensters, in dem sich das Entwässerungsloch befindet, geführt werden kann. Dies ermöglicht das Wechselprofil, dessen oberen Teil am Flügelrahmen angeordnet ist, wobei die das Wasser führende Oberfläche der Kragenleiste dem Blendrahmen zugekehrt ist. Dies ist dann auch im unteren Teil des Fensters für dieselbe Oberfläche der Kragenleiste gegeben, wobei das Wechselprofil dort jedoch am Blendrahmen angeordnet ist. Gerade im unteren Teil des Fensters kann jedoch auch Spritzwasser in den Flügel­ rahmen eindringen, welches sich aufgrund der Krümmung der Pro­ file für den Rahmen nunmehr auf der gegenüberliegenden Oberflä­ che der Kragenleiste, nämlich der dem Blendrahmen abgekehrten Oberfläche sammelt und zum tiefstmöglichen Bereich läuft. Dort besteht keine Verbindung zum Entwässerungsloch im Blendrahmen, so daß sich das Spritzwasser in einer gekrümmten Kammer, die im wesentlichen von der Kragenleiste des Wechselprofiles und Wandungen des Hohlprofiles des Flügelrahmens begrenzt wird, aufstaut. Das aufgestaute Wasser tritt dann gewöhnlich an der dem Innenraum zugekehrten Seite eines geschlossenen Fensters in unerwünschter Weise aus.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Entwässe­ rung eines runden Schwingflügelfensters so zu verbessern, daß Aufstauungen von Wasser im unteren Teil des Flügelrahmens des Fensters vermieden werden.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein dem Zentrum des Rundfensters zugekehrter Abschnitt der an der Kragenleiste befindlichen Profilschiene in dem Bereich, der ei­ nem tiefstmöglichen Punkt der Kragenleiste entspricht, einen Ausschnitt aufweist, der in den zwischen Blendrahmen und Flü­ gelrahmen an der Wetterseite bestehenden Spalt ausmündet.
Der bei einem runden Schwingflügelfenster innerhalb des Flügelrahmens liegende Profilhohlraum, der sich im unteren Teil des geschlossenen Rundfensters befindet, und in den Spritzwasser eindringen kann, ist durch den erfindungsgemäß an­ gebrachten Ausschnitt ebenfalls mit einer Entwässerung verse­ hen, über die Wasser nach außen zur Wetterseite hin ablaufen kann. Das ablaufende Wasser rieselt aus dem Ausschnitt durch den Spalt zwischen Flügelrahmen und Blendrahmen ab.
In den gekrümmten Hohlräumen des Flügelrahmenprofils im unteren Teil des Fensters kann sich aufgrund der Krümmung auch noch eventuell auftretendes Schwitzwasser sammeln. Nach einer zweckmäßigen Weiterbildung kann das Schwitzwasser dadurch abge­ führt werden, daß etwa parallel zur Kragenleiste verlaufende Trennwände einzelner Kammern im Hohlprofil des Flügelrahmens in einem hinsichtlich des Zentrums des Fensters tiefstmög­ lichen Bereich Durchbrechungen aufweisen.
Die Durchbrechungen können dabei in vorteilhafter Weise auch noch einer Belüftung der Verglasung dienen.
Die Anordnung ist zweckmäßigerweise so getroffen, daß die Durchbrechungen in den Trennwänden miteinander fluchten und in eine Kammer im Flügelrahmen ausmünden, deren Boden die Kragen­ leiste bildet.
Damit außen auf der Wetterseite ein sauberes Ablaufen des abgeführten Wassers erfolgt, kann sich außen an der der Wetter­ seite des Fensters entsprechenden Fläche des Blendrahmens ein vor das Entwässerungsloch gesetztes, bis vor den Bereich des Ausschnittes reichendes Fang- und Leitelement befinden.
Das Fang- und Leitelement ist vorzugsweise in einem dem Ausschnitt zugeordneten Anfangsbereich trichterförmig ausgebil­ det. Es ist mit Vorteil aus Kunststoff hergestellt und mit angeformten Steckelementen in dem Entwässerungsloch befestig­ bar.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, aus dem sich weite­ re erfinderische Merkmale ergeben, ist in der Zeichnung darge­ stellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Vorderansicht der Wetterseite ei­ nes geschlossenen runden Schwingflügelfensters,
Fig. 2 eine Ansicht des unteren Teils des Schwingflügelfen­ sters im Schnitt entlang der Linie II-II in Figur l und
Fig. 3 einen Schnitt durch den oberen Teil des Schwingflü­ gelfensters im Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 1.
In Fig. 1 ist eine schematische Ansicht der Wetterseite eines geschlossenen runden Schwingflügelfenster dargestellt. Das runde Schwingflügelfenster besteht aus einem äußeren, im Mauerwerk verankerbaren Blendrahmen 1, in dem ein aus einem Flügelrahmen 2 gebildeter Schwingflügel um die waagerechte Ach­ se 3 klappbar gehalten ist. Oberhalb der Achse 3 liegende Be­ reiche bilden den oberen Teil des Schwingflügelfensters. Unter­ halb der Achse 3 befindliche Bereiche bilden den unteren Teil des Schwingflügelfensters. Fig. 1 zeigt, daß im tiefstmögli­ chen Punkt des unteren Teils im Blendrahmen ein Entwässerungs­ loch 4 angebracht ist. Aufgrund der Formgebungen der Profile für Blendrahmen 1 und Flügelrahmen 2 besteht an der hier sicht­ baren Wetterseite zwischen Blendrahmen 1 und Flügelrahmen 2 ein Spalt 5. Im tiefstmöglichen Punkt des Flügelrahmens 2 be­ findet sich ein hier verdeckter Ausschnitt 6, über den der untere Bereich des Flügelrahmens 2 entwässert werden kann, wie es durch die eingezeichneten gestrichelten Pfeile 7 angedeutet ist. Der obere und untere Bereich des runden Schwingflügelfen­ sters wird, wie durch die gestrichelten Pfeile 8 angedeutet, über das Entwässerungsloch 4 entwässert.
Fig. 2 zeigt den unteren Teil des Schwingflügelfensters in einem Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1. Der Blend­ rahmen 1 ist über Schrauben 9, die hier lediglich angedeutet sind, mit einem Wechselprofil 10 verbunden. Das Wechselprofil 10 hat eine gegen die links befindliche Wetterseite vorstehen­ de Kragenleiste 11, deren freies Ende von einer Profilschiene 12 umfaßt wird. Die Profilschiene 12 ist mit der der Wettersei­ te zugekehrten Wandung des Blendrahmens 1 durch eine abdichten­ de Versiegelung 13 verbunden. In dem Blendrahmen befindet sich dadurch eine geschlossene Kammer 14, in der angesammeltes Was­ ser über das Entwässerungsloch 4 nach außen ablaufen kann, wie es hier durch Pfeile 8 angedeutet ist. Zum Öffnen des Schwing­ flügelfensters kann der Flügelrahmen 2 um die waagerechte Ach­ se 3 (Fig. 1) geklappt werden, wobei sein hier in Fig. 2 dar­ gestellter unterer Bereich in Richtung des Pfeils 15 nach links oben bewegt wird. Dadurch kommen die Dichtungslippen 16 am Flügelrahmen 2 und 17 am Wechselprofil 10 aus einer gegen­ seitigen Anlage, die bei geschlossenem Fenster, wie es hier in Fig. 2 dargestellt ist, gegeben ist.
Innerhalb des Flügelrahmens 2 befindet sich links von der Dichtungslippe 16 eine Kammer 18, die oben von einer Trennwand 19 des Profils des Flügelrahmens 2 verschlossen wird und unten durch die Kragenleiste 11 des Wechselprofils 10. Im unteren Bereich des Fensters (siehe Fig. 1) kann durch den Spalt 5 mittels Winddruck Spritzwasser nach oben durch den Spalt 5 in die Kammer 18 gepreßt werden, da zwischen der äußeren wetter­ seitigen Wandung des Flügelrahmens 2 und der Profilschiene 12 der Kragenleiste 11 des Wechselprofils 10 aufgrund der Beweg­ lichkeit des Flügelrahmens 2 in Richtung des Pfeils 15 keine abdichtende Versiegelung vorhanden ist, wie es im Gegensatz dazu bei 13 zwischen der Profilschiene 12 und dem Blendrahmen 1 der Fall ist. Aufgrund der quer zur Zeichnungsebene verlau­ fenden nach oben gerichteten Krümmung des Profils des Flügel­ rahmens 2 im unteren Teil des Fensters (siehe Fig. 1) kann sich in der Kammer 18 eingedrungenes Spritzwasser aufstauen, hinter die Dichtungslippe 16 in die Kammer 20 des Wechselpro­ fils eindringen und gegebenenfalls an der Dichtungslippe 17 vorbei an der Innenseite des Fensters austreten.
Um dies zu vermeiden, ist die Profilschiene 12 im tiefstmöglichen Bereich mit dem Ausschnitt 6 versehen (siehe auch Fig. 1), so daß in der Kammer 18 aufgestautes Spritzwas­ ser in Richtung der Pfeile 7 (Fig. 1) durch den Ausschnitt und durch den Spalt 5 an der Wetterseite des Fensters abfließt.
Für die Belüftung der Verglasung 21 sowie für die Ablei­ tung eventuell entstehenden Schwitzwassers sind im Flügelrah­ men 2 vorhandene Trennwände 19 und 19′ mit Durchbrechungen 22 und 22′ versehen, die miteinander fluchten, so daß Schwitzwas­ ser ebenfalls in die Kammer 18 gelangen kann, um über den Aus­ schnitt 6 in der Profilschiene 12 abgeführt zu werden. Mit 24 ist ein Leit- und Fangelement für austretendes Wasser bezeichnet, welches an der Wetterseite vor dem Entwässerungs­ loch 4 gesetzt ist und oben trichterförmig offen ausgebildet ist, um aus dem Ausschnitt 6 austretendes Wasser abzuleiten.
Fig. 3 zeigt eine Ansicht des oberen Teils des Fensters in einem Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 1. Gleich Bau­ teile sind mit gleichen Bezugszahlen bezeichnet. Im oberen Teil ist der Flügelrahmen 2, der hier zum Öffnen des Fensters um die waagerechte Achse 3 (Fig. 1) in Richtung des Pfeils 23 nach rechts unten bewegbar ist, mit dem Wechselprofil 10 über Schrauben 9′ verbunden, die hier durch gestrichelte Linien schematisch angedeutet sind. Fig. 3 läßt erkennen, daß im oberen Teil des Fensters von der Wetterseite her vom Winddruck durch den Spalt 5 gepreßtes Spritzwasser in die Kammer 14 im Blendrahmen 1 nach oben aufsteigt und auf der Kragenleiste 11 des Wechselprofils 10 in Richtung der Pfeile 8 (Fig. 1) nach unten zum Entwässerungsloch 4 im Blendrahmen 1 abfließen kann. In das Flügelrahmenprofil kann im oberen Teil des Fensters Spritzwasser nicht eindringen, da die unter der Kragenleiste 11 liegende Kammer 18 im Flügelrahmenprofil 2 durch eine ver­ siegelnde Abdichtung 13′ gegen eindringendes Spritzwasser ge­ sichert ist.

Claims (6)

1. Entwässerung von aus Hohlprofilen gebogenen Rahmen ei­ nes runden oder ovalen Schwingflügelfensters, bei dem im hin­ sichtlich der Schwingachse unteren Teil ein Wechselprofil am Blendrahmen und im oberen Teil am Flügelrahmen angeordnet ist, wobei das Wechselprofil eine Kragenleiste trägt, deren freies Ende von einer Profilschiene umfaßt ist, die gegen einen an der Wetterseite des geschlossenen Fensters zwischen Flügelrah­ men und Blendrahmen vorhandenen Spalt vorsteht und jeweils gegenüber dem Teil des Rahmens, mit dem das Wechselprofil ver­ bunden ist, versiegelt und abgedichtet ist und wobei eine un­ terhalb der Kragenleiste im Blendrahmen befindliche Kammer im tiefstmöglichen Punkt ihrer Krümmung ein zur Wetterseite aus­ mündendes Entwässerungsloch aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß ein dem Zentrum des Rundfensters zugekehrter Abschnitt der an der Kragenleiste (11) befindlichen Profilschiene (12) in dem Bereich, der einem tiefstmöglichen Punkt der gekrümmten Kragenleiste (11) entspricht, einen Ausschnitt (6) aufweist, der in dem zwischen Blendrahmen (1) und Flügelrahmen (2) an der Wetterseite bestehenden Spalt (5) ausmündet.
2. Entwässerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß etwa parallel zur Kragenleiste (11) verlaufende Trennwände (19, 19′) einzelner Kammern im Profil des Flügelrahmens (2) in einem hinsichtlich des Fensterzentrums tiefstmöglichen Bereich Durchbrechungen (22, 22′) aufweisen.
3. Entwässerung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrechungen (22, 22′) in den Trennwänden (19, 19′) miteinander fluchten und in eine Kammer (18) im Flügelrahmen (2) ausmünden, deren Boden die Kragenleiste (11) bildet.
4. Entwässerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich außen an der der Wetterseite des Fensters entsprechenden Fläche des Blendrahmens (1) ein vor das Entwässerungsloch (4) gesetztes, bis vor den Bereich des Ausschnittes (6) reichendes Fang- und Leitelement (24) für austretendes Wasser befindet.
5. Entwässerung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Fang- und Leitelement (24) trichterförmig ausgebildet ist.
6. Entwässerung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Fang- und Leitelement (24) ein Kunst­ stoffteil ist, das mit angeformten Steckelementen in dem Ent­ wässerungsloch (4) befestigbar ist.
DE19924204363 1992-02-14 1992-02-14 Entwaesserung von aus hohlprofilen gebogenen rahmen eines runden oder ovalen schwingfluegelfensters Withdrawn DE4204363A1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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