DE4207658C2 - Strömungsleitvorrichtung für ein Fahrzeug - Google Patents
Strömungsleitvorrichtung für ein FahrzeugInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Strömungsleitvorrichtung für ein
Fahrzeug, insbesondere Heckspoiler, mit einem Luftleitprofil,
das gegenüber der Fahrzeugkarosserie zwischen einer einge
fahrenen Ruheposition und einer ausgefahrenen Wirkposition
verstellbar ist, in welcher das Luftleitprofil als Ganzes im
Abstand von der Fahrzeugkarosserie steht.
Verstellbare Strömungsleitvorrichtungen dieser Art und Mecha
nismen zu deren Verstellung sind bekannt. So beschreibt die
EP 02 26 778 A2 einen im Fahrzeugaufbau versenkten und in eine
außerhalb des Fahrzeugaufbaus liegende Wirkposition verstell
baren Heckspoiler. Die Ausnehmung in der Karosserie stimmt
hierbei mit der Kontur des Luftleitprofils überein, so daß sich
der Spoiler in der eingefahrenen Ruheposition formschlüssig und
paßgenau in die Karosseriekontur einfügt. Der Spoiler verfügt
über einen fest mit ihm verbundenen Unterbau, dessen hecksei
tiges Ende in einer zum Fahrzeugheck hin schräg nach oben
verlaufenden Schiene gelagert ist. Sein anderes, der Fahrzeug
front zugewandtes Ende ist über einen Kurbeltrieb mit einem
Antrieb, insbesondere Elektromotor, verbunden. Durch Betätigen
des Antriebs wird der Spoiler mit seinem Unterbau entlang der
Schiene verschoben und bewegt sich aufgrund der schrägen
Anordnung der Schiene aus dem Fahrzeugaufbau in seine Wirk
position. Die gegenüber der Ruheposition leicht geneigte
Ausrichtung des Luftleitprofils in der Wirkposition ist
vorgegeben und kann im Betrieb nicht mehr verändert werden.
Aus der DE 28 51 639 A1 ist eine weitere verstellbare Vorrichtung
zur Führung der Strömung an Fahrzeugen bekannt. Die Fig. 4
zeigt einen ausklappbaren Heckspoiler, dessen Luftleitprofil im
eingeklappten Zustand in einer Mulde des Fahrzeughecks aufgenommen
wird, um in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit
durch zwei an Gelenken am Luftleitprofil angebrachte Hebelarme
in die Wirkposition verstellt zu werden. Auch in dieser Ausführung
weist das Luftleitprofil in der Wirkposition eine Neigung
gegenüber der Ruheposition auf.
Aus der EP-36 72 30 A2 ist es weiter bekannt, einen hinteren
Teilabschnitt eines sowohl in der Fahrzeuglängsrichtung als auch
in der Höhe verstellbaren Luftleitprofils vom Luftleitprofil
nach oben abzuschwenken. Dieses Abschwenken erfolgt mittels einer
starr mit dem hinteren Teilabschnitt des Luftleitprofils
verbundenen Schwinge, die durch einen Antrieb über eine Kulissenführung
verstellt wird. Aufgrund der starren Ausführung von
Schwinge und hinterem Abschnitt des Luftleitprofils erfolgt beim
Verschwenken auch eine Änderung des Anstellwinkels.
Die DE-PS 6 98 052 offenbart einen mit einer zweiteiligen Abtriebsfläche
ausgestatteten Rennwagen, wobei ein hinterer Abschnitt
der Abtriebsfläche verschwenkt werden kann, um die Abtriebswirkung
einstellbar zu gestalten.
Die JP 2-164677 A zeigt einen in seiner Ruhestellung hinter dem
Fahrzeugende angeordneten, in eine Wirkposition über dem Fahrzeugheck
hochklappbaren Heckspoiler. Die im Fahrzeugheck gelagerte
Halterung des Heckspoilers wird dazu über ein Untersetzungsgetriebe
durch einen Antrieb verschwenkt. Durch unterschiedliche
Schwenkwinkel der Halterung können unterschiedliche
Positionen mit unterschiedlichen Anstellwinkeln des Heckspoilers
über dem Fahrzeugheck gewählt werden.
Luftleitprofile wie die beschriebenen am Heck eines Fahrzeuges,
insbesondere Sportfahrzeuges, haben die Aufgabe, den mit der
Fahrgeschwindigkeit zunehmenden Auftrieb des Fahrzeuges auszugleichen.
Idealerweise ist der durch den Spoiler erzielte Abtrieb
größer als der karosseriebedingte Auftrieb, so daß eine
zusätzliche Bodenanpreßkraft auf die Hinterräder ausgeübt wird,
was wesentlich zu einer Stabilisierung des Fahrzeuges in kritischen
Fahrsituationen beiträgt. Da mit dem Heckspoiler eine Erhöhung
des Luftwiderstandes und somit ein erhöhter Treibstoffverbrauch
einhergehen, ist eine Abstimmung der luftwiderstandsrelevanten
Spoilerquerschnittsfläche auf die Fahrzeuggeschwindigkeit
wünschenswert.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein aus einer Ruheposition
im Fahrzeugheck ausfahrbares Luftleitprofil bereitzustellen, bei
dem die luftwiderstandsrelevante Querschnittsfläche durch Verstellen
des Anstellwinkels des Luftleitprofils in der Wirkposition
geändert werden kann.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Strömungsleitvorrichtung
entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Ein im Anspruch 1 beschriebenes erfindungsgemäßes kinematisches
Additionsgetriebe gestattet sowohl ein Ausfahren des Luftleitprofils
aus seiner Ruheposition im Heck des Fahrzeugs als auch
ein Verstellen des Anstellwinkels des gesamten Luftleitprofils
in dessen Wirkposition.
Diese Ausführung gewährleistet eine ver
besserte Wirksamkeit des Luftleitprofils, da aus einer Vielzahl
von möglichen Einstellungen die für eine bestimmte Fahrge
schwindigkeit jeweils aerodynamisch günstigste Ausrichtung des
ausgefahrenen Luftleitprofils gewählt und eingestellt werden
kann.
Die Schwinge ist in vorteilhafter Weise mit ihrem unteren
Ende
am Fahrzeugchassis oder an einem mit dem Fahrzeug
chassis verbundenen Plattengehäuse drehbar gelagert. Ihr zur
Fahrzeugoberseite weisendes Ende ist drehbar mit dem Luftleit
profil verbunden. Die mehrgliedrige Gelenkstangenkette ist so
wohl mit dem Luftleitprofil, als auch der Schwinge drehbar ver
bunden. Mit ihrem vom Luftleitprofil wegweisenden Ende ist sie
im Fahrzeugaufbau in einem in seiner Lage verstellbaren Gelenk
stangenlager drehbar gelagert.
In vorteilhafter Ausführung ist das Gelenkstangenlager so ange
ordnet, daß das durch eine Bewegung der Schwinge von der Ruhe
position in die Wirkposition verstellte Luftleitprofil in der
Wirkposition im wesentlichen dieselbe waagerechte Ausrichtung
hat, wie in der Ruheposition. Durch Verstellen der Lage des
Gelenkstangenlagers läßt sich in der Wirkposition die Neigung
des Luftleitprofils einstellen.
Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Strömungs
leitvorrichtung sind den weiteren Unteransprüchen zu entnehmen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 in schematischer Schnittdarstellung die Seitenan
sicht eines Fahrzeugheckabschnitts mit einer erfin
dungsgemäßen Strömungsleitvorrichtung in ihrer Ruhe
position,
Fig. 2 die schematische Schnittdarstellung der Fig. 1, mit
der Strömungsleitvorrichtung in ihrer Wirkposition,
und
Fig. 3 die schematische Schnittdarstellung der Fig. 2,
jedoch mit geneigtem Luftleitprofil.
Fig. 1 zeigt schematisch und in Seitenansicht den hinteren Ab
schnitt eines Fahrzeughecks, dessen Umriß durch die Konturlinie
(K) angedeutet ist. An der Oberseite des Fahrzeughecks befindet
sich eine Mulde (K′), in welche ein Luftleitprofil (1, 10) in
seiner Ruheposition formbündig eingelassen ist. Das zweiteilig
ausgebildete Luftleitprofil (1, 10) besteht aus einem Profil
teil (1), welches im wesentlichen einem umgekehrten Flügelpro
fil entspricht und sich über annähernd die gesamte Fahrzeug
heckbreite erstreckt, und aus wenigstens einer unterhalb des
Profilteils (1) angebrachten Halterungsfläche (10), welche
senkrecht vom Profilteil (1) absteht und deren Fläche parallel
zur Fahrzeugseite verläuft. An ihrer frontseitigen Kante
schlägt die Halterungsfläche (10) mit einer Aussparung (11) an
einem Anschlagpunkt (A1) an, wodurch das Luftleitprofil (1, 10)
in seiner Ruheposition abgestützt und stabilisiert wird. Im
Fahrzeugaufbau befindet sich ein kinematisches Additionsgetrie
be (G), welches in zwei Lagerpunkten (L1, L3) gelagert ist und
an zwei Ansatz- und Drehpunkten (D1, D2) der Halterungsfläche
(10) drehbar mit dem Luftleitprofil (1, 10) verbunden ist. Die
Lagerung des Additionsgetriebes (G) in den Lagerpunkten (L1,
L3) erfolgt vorteilhafterweise am nicht dargestellten Fahrzeug
chassis oder an einem mit dem Fahrzeugchassis verbundenen,
ebenfalls nicht dargestellten Plattengehäuse.
Das in der Fig. 1 gezeigte Additionsgetriebe (G) besteht aus
einer im wesentlichen sichelförmigen Schwinge (2), einer drei
gliedrigen Gelenkstangenkette (31, 32, 33), sowie aus einem
Antrieb (M1) für die Schwinge (2) und einem Antrieb (M2) für
die Gelenkstangenkette (31, 32, 33). Die Schwinge (2) ist mit
ihrem oberen Ende (21) am Ansatz- und Drehpunkt (D1) drehbar
mit dem Luftleitprofil (1, 10) verbunden. Mit ihrem vom Luft
leitprofil (1, 10) wegweisenden Ende (22) ist sie im Lagerpunkt
(L1) gelagert. Das zentrale Glied (32) der Gelenkstangenkette
(31, 32, 33) besitzt im wesentlichen die Form eines langge
streckten, gleichschenkligen Dreiecks. Mit seinen stumpfwink
ligen Ende ist das Glied (32) drehbar an der Schwinge (2) ge
lagert (L4), mit seinen beiden spitzwinkligen Enden ist es je
weils mit den beiden anderen Stangengliedern (31, 33) drehbar
verbunden. Die Stange (33) ist mit ihrem anderen Ende am unter
halb des Ansatz- und Drehpunktes (D1) gelegenen Ansatz- und
Drehpunkt (D2) mit der Halterungsfläche (10) des Luftleit
profils (1, 10) verbunden, die Stange (31) ist mit ihrem
anderen, vom Glied (32) wegweisenden Ende an einem Gelenk
stangenlager (L2) gelagert. Dieses in seiner Lage verstellbare
Gelenkstangenlager (L2) befindet sich an einem Ende eines im
wesentlichen rechtwinkligen, gleichschenkligen Winkelhebels
(3).
Der Winkelhebel (3) ist mittig am festen Hebellager (L3)
gelagert, mit seinem zweiten Ende ist er über einen Kurbelarm
(6) und einem Kurbeltrieb (7) drehbar mit dem Gelenkstangen
antrieb (M2) verbunden. Die Lagerung des Winkelhebels (3) im
Hebellager (L3) erfolgt mittels eines Rohres (R2),
welches sich bis zur gegenüberliegenden Seite des Fahrzeughecks
erstreckt und dort mit einem entsprechenden Winkelhebel ver
bunden ist, um die Bewegung der Gelenkstangenkette eines an der
gegenüberliegenden Fahrzeugseite angebrachten, entsprechend
ausgeführten kinematischen Additionsgetriebes zu koordinieren.
Die Schwinge (2) ist mit ihrem Ende (22) über eine Stange (5)
und einen Hebel (4) ebenfalls am Hebellager (L3) gelagert. Die
Lagerung des Hebels (4) erfolgt über ein mit seinem größeren
Halbmesser das Rohr (R2) umschließendes Rohr (R1), welches sich
in entsprechender Weise bis zur gegenüberliegenden Seite des
Fahrzeughecks erstreckt und dort über einen entsprechenden
Hebel und eine entsprechende Stange mit der Schwinge des zwei
ten kinematischen Additionsgetriebes verbunden ist, wodurch die
Koordinierung der Schwingenbewegung beider Getriebe gewährleis
tet wird.
Das Verstellen des Luftleitprofils (1, 10) aus der Ruheposition
(P1) in die in der Fig. 2 gezeigte Wirkposition (P2) erfolgt
durch eine Betätigung des Antriebs (M1). Dessen Antriebsbewe
gung wird durch einen Kurbeltrieb (9) und einen Kurbelarm (8)
im Sinne der Pfeilrichtung (I) auf die Schwinge (2) übertragen,
welche eine Schwenkbewegung um den Lagerpunkt (L1) ausführt,
wodurch das Schwingenende (22) im Sinne des Pfeiles (II) und
das Luftleitprofil (1, 10) in eine Wirkposition (P2) über und
hinter der Fahrzeugkontur bewegt werden. Zusammen mit dem
Schwingenende (22) werden der Kurbelarm (5) und der Kurbeltrieb
(4) im Sinne der Pfeilrichtungen (II, II′) bewegt, wodurch die
Schwingenbewegungen beider Additionsgetriebe koordiniert wer
den.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, führt der Kurbeltrieb (9) in Pfeil
richtung (I) eine Drehbewegung von 180 Grad aus, wodurch die
Schwingenbewegung im Endlagenbereich jeweils weich beschleunigt
und verzögert wird. Am Ende dieser Schwenkbewegung um den La
gerpunkt (L1) steht die Schwinge (2) im wesentlichen senkrecht
und schlägt mit einer Aussparung (23) an einem Anschlagpunkt
(A2) an, wodurch die Vorrichtung in ihrer Wirkposition stabili
siert und gestützt wird. Mit ihrem Ende (21) hält die Schwinge
(2) das Luftleitprofil (1, 10) in einer Position (P2) über und
hinter der Fahrzeugheckkante. Eine Position großer Wirksamkeit
des Luftleitprofils (1, 10) liegt z. B. etwa 500 mm hinter der
Fahrzeugheckkante. Durch geeignete Wahl der Position des Ge
lenkstangenlagers (L2) oberhalb des Schwingenlagers (L1) er
fährt die Gelenkstangenkette (31, 32, 33) aufgrund der Positions
invarianz des Gelenkstangenlagers (L2) während der Schwenk
bewegung der Schwinge (2) eine Relativbewegung gegenüber der
Schwinge (2), derart, daß das Luftleitprofil (1, 10) in der
Wirkposition (P2) im wesentlichen dieselbe waagerechte Ausrich
tung beibehält wie in der Ruheposition (P1).
Erst durch eine Betätigung des Gelenkstangenantriebs (M2),
dessen Drehbewegung in Richtung des Pfeiles (III) über den
Kurbeltrieb (7) und den Kurbelarm (6) auf den Winkelhebel (3)
übertragen wird, kann durch eine Veränderung der Lage des
Gelenkstangenlagers (L2) der Anstellwinkel des Luftleitprofils
(1, 10) geändert werden (vgl. hierzu Fig. 3). Durch Betätigen
des Antriebs (M2) schwenkt der Winkelhebel (3) in Richtung des
Pfeiles (IV), wodurch das Gelenkstangenlager (L2) im Sinne der
Pfeilrichtung (IV′) seine Position verändert. Diese Bewegung
des Gelenkstangenlagers wird über die Gelenkstangenkette (31,
32, 33) am Lagerpunkt (L4) umgelenkt und auf das Luftleitprofil
(1, 10) übertragen. Dieses kann sich, da die Schwinge (2) nun
fest steht, um den Ansatz- und Drehpunkt (D1) nach oben drehen
und somit seinen Anstellwinkel erhöhen. Hierbei entspricht eine
Drehung des Kurbeltriebes (7) in Richtung des Pfeiles (III) um
180 Grad einer maximalen Schwenkbewegung des Luftleitprofils
(1, 10) um 45 Grad (P2′).
Die Bewegung der Gelenkstangenkette wird, wie schon oben er
wähnt, über das starr mit dem Winkelhebel (3) verbundene Rohr
(R2) mit dem auf der anderen Seite des Fahrzeughecks gelegenen
Additionsgetriebe koordiniert. Die Antriebe (M1, M2) können
derart gekoppelt sein, daß beim Zurückführen des Luftleit
profils (1, 10) aus der geneigten Wirkposition (P2′) direkt in
die Ruheposition (P1) durch eine Schwenkbewegung der Schwinge
(2) automatisch auch der Kurbeltrieb (7) des Antriebs (M2) in
seine in der Fig. 1 dargestellten Ausgangsposition zurückkehrt.
Diese Kopplung kann mechanisch oder elektronisch erfolgen.
Die Lage der unterschiedlichen Lagerpunkte und die Länge der
einzelnen Getriebeelemente wurde so gewählt, daß in der geneig
ten Wirkposition (P2′), wie sie zum Beispiel in Fig. 3 darge
stellt ist, sich die Kurbeltriebe der Vorrichtung nahezu in
Strecklage befinden, so daß die am Luftleitprofil (1, 10) auf
tretenden hohen aerodynamischen Kräfte durch relativ geringe
Antriebsmomente an den Antrieben (M1, M2) abgestützt werden
können.
Die Verstellung des Luftleitprofils aus der Ruheposition in die
Wirkposition, als auch die Verstellung des Anstellwinkels in
der Wirkposition erfolgen vorteilhafterweise automatisch in Ab
hängigkeit von Fahrparametern wie Fahrgeschwindigkeit, Luftge
schwindigkeit, Reifenhaftung, usw. Zusätzlich kann auch eine
manuelle Betätigung der Verstellvorrichtung vorgesehen sein.
Claims (19)
1. Strömungsleitvorrichtung für ein Fahrzeug, insbesondere
Heckspoiler, mit einem Luftleitprofil, das gegenüber
der Fahrzeugkarosserie zwischen einer eingefahrenen Ruheposition
und einer ausgefahrenen Wirkposition verstellbar ist,
in welcher das Luftleitprofil als Ganzes im Abstand von der
Fahrzeugkarosserie steht, dadurch gekennzeichnet, daß der Anstellwinkel
des Luftleitprofils (1, 10) in der Wirkposition
(P2) verstellbar ist, wobei Halterung und Verstellung des Luftleitprofils
(1, 10) durch wenigstens ein kinematisches Additionsgetriebe
(G) erfolgen, das eine Schwinge (2) aufweist,
deren zur Fahrzeugoberseite weisendes Ende (21) drehbar mit dem
Luftleitprofil (1, 10) verbunden ist und deren anderes Ende
(22) im Fahrzeugaufbau drehbar gelagert ist (L1), weiterhin
eine mehrgliedrige Gelenkstangenkette (31, 32, 33) aufweist,
welche mit dem Luftleitprofil (1, 10) und der Schwinge (2)
jeweils drehbar verbunden und in einem in seiner Lage verstellbaren
Gelenkstangenlager (L2) drehbar gelagert ist, und
jeweils einen Antrieb (M1, M2) für die Schwinge (2) und die
Gelenkstangenkette (31, 32, 33).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das untere Ende (22) der Schwinge (2) am Fahrzeugchassis oder
an einem mit dem Fahrzeugchassis verbundenen Plattengehäuse
drehbar gelagert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gelenkstangenlager (L2) während der Ruheposition (P1)
des Luftleitprofils (1, 10) derart angeordnet ist, daß das
durch eine Bewegung der Schwinge (2) in die Wirkposition (P2)
verstellte Luftleitprofil (1, 10) dort im wesentlichen dieselbe
waagerechte Ausrichtung hat wie in der Ruheposition (P1) und
durch Verstellen der Lage des Gelenkstangenlagers (L2) die
Neigung des Luftleitprofils (1, 10) in der Wirkposition (P2)
einstellbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das in seiner Lage verstellbare Gelenkstangenlager (L2)
sich am einen Ende eines Hebels (3) befindet, dessen anderes
Ende mit dem Gelenkstangenkettenantrieb (M2) in Verbindung
steht, und der am Fahrzeugchassis oder an einem mit dem Fahr
zeugchassis verbundenen Plattengehäuse derart gelagert ist
(L3), daß durch Betätigung des Gelenkstangenkettenantriebs (M2)
der Hebel (3) geschwenkt und somit die Lage des Gelenkstangen
lagers (L2) verstellt wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Lager (L3) des Hebels (3) oberhalb des Lagers (L1) der
Schwinge (2) liegt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die mehrgliedrige Gelenkstangenkette (31,
32, 33) aus drei miteinander drehbar verbundenen Stangen (31,
32, 33) besteht, wovon die erste (31) am Gelenkstangenlager
(L2), die zweite (32) an der Schwinge (2) und die dritte Stange
(33) am Luftleitprofil (1, 10) gelagert ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ansatz- und Drehpunkt (D2) der dritten Stange (33) der
Gelenkstangenkette (31, 32, 33) am Luftleitprofil (1, 10)
unterhalb des Ansatz- und Drehpunktes (D1) der Schwinge (2)
liegt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Antriebe für die Schwinge (2) und die
Gelenkstangenkette (31, 32, 33) Elektromotoren (M1, M2) sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Antrieb (M1) zur Betätigung der Schwinge (2) mit dieser
über einen Kurbeltrieb (9) und einen Kurbelarm (8) verbunden
ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kurbeltrieb (9) beim Betätigen der Schwinge (2) einen
Bogen von 180 Grad beschreibt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Antrieb (M2) zur Betätigung der Gelenkstangenkette (31,
32, 33) mit dieser über einen Kurbeltrieb (7) und einen Kur
belarm (6) verbunden ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kurbeltrieb (7) beim Betätigen der Gelenkstangenkette
(31, 32, 33) einen Bogen von 180 Grad beschreibt.
13. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Luftleitprofil (1, 10) in der
Ruheposition (P1) mit wenigstens einer Aussparung (11) an
wenigstens einem Anschlag (A1) mit abstützender und stabili
sierender Funktion anliegt.
14. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schwinge (2) in der Wirkposi
tion (P2, P2′) mit wenigstens einer Aussparung (23) an wenig
stens einem Anschlag (A2) mit abstützender und stabilisierender
Funktion anliegt.
15. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß Halterung und Verstellung des
Luftleitprofils (1, 10) durch ein wie vorstehend beanspruchtes
kinematisches Additionsgetriebe (G) erfolgen, welches mittig im
Fahrzeugaufbau angebracht ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß Halterung und Verstellung des Luftleitpro
fils (1, 10) durch zwei wie vorstehend beanspruchte kinemati
sche Additionsgetriebe (G) erfolgen, welche links- und rechts
seitig im Fahrzeugaufbau angebracht sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwinge (2) über eine Stange (5) mit einem am Hebel
lager (L3) gelagerten Hebel (4) drehbar verbunden ist, und
daß der Hebel (4) über ein Rohr (R1) starr und fest mit dem
entsprechenden Hebel des auf der anderen Fahrzeugseite ange
brachten Additionsgetriebes zur Koordinierung der Schwingen
bewegung verbunden ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß der Hebel (3) zur Verstellung des Gelenkstangenlagers (L2)
über ein Rohr (R2) starr und fest mit dem entsprechenden Hebel
des auf der anderen Fahrzeugseite angebrachten Additionsgetrie
bes zur Koordinierung der Gelenkstangenkettenbewegung verbunden
ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
daß das Rohr (R2) im Rohr (R1) verläuft.
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