DE4207805C2 - Motorrad-Fahrtrainer - Google Patents
Motorrad-FahrtrainerInfo
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- G09B9/02—Simulators for teaching or training purposes for teaching control of vehicles or other craft
- G09B9/04—Simulators for teaching or training purposes for teaching control of vehicles or other craft for teaching control of land vehicles
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Description
Die Erfindung betrifft einen Motorrad-Fahrtrainer mit
einem stationär aufgebauten Motorrad, an welchem der
Fahrschüler gefahrlos üben und ausgebildet werden kann.
Es sind für diese Zwecke sogen. Fahrsimulatoren bekannt,
bei welchen die Schräglage durch zugeschaltete Elektro
motoren, hydraulische Pumpen, Federsysteme und sonstige
Fremdantriebe - nur wenig realitätsbezogen - simuliert
werden.
Demgegenüber dient der erfindungsgemäße Motorrad-Fahrtrainer
dazu, den künftigen Motorradfahrer gefahrlos "im Stand"
bereits von der ersten Ausbildungsfahrt mit den Eigenhei
ten und besonderen Erfordernissen des Motorradfahrens,
z. B. richtige Bedienung von Gasdrehgriff, Kupplung,
Vorderrad- und Hinterradbremse und insbesondere lenkungs-
und balanceabhängige Stabilitätseigenschaften bekannt
zu machen.
Durch die DE 40 12 063 A1 ist ein Fahrsimulator für ein
Zweirad bekannt. Der Fahrsimulator weist einen Tragrahmen auf,
mit in dem Tragrahmen in einem Abstand voneinander und
parallel zueinander gelagerten, antriebstechnisch miteinander
verbundenen Fahrbahnsimulations-Walzen, auf denen das Vor
derrad und das Hinterrad des Zweirades laufen können.
Das Zweirad ist über einen Hilfsträger und eine an diesen sich
anschließende Schwinge in einer Querlaufschiene gehaltert.
Nachteilig bei diesem Fahrsimulator ist, daß dieser zwar für
die Simulation des Fahr- und Bremsverhaltens geeignet ist.
Er ist jedoch nicht dazu geeignet das Fahrverhalten eines
Motorrades in Kurven zu simulieren.
Aus der US-PS 5,006,072 ist ein Motorrad-Fahrtrainer be
kannt, bei welchem eine Auslenkung des Motorrades möglich
ist. Die Auslenkung des Motorrades aus der Längsebene er
folgt dabei über einen Motor, der mit einer Schwenkplatte ver
bunden ist, die mit dem Motorrad verbunden ist. Die Neigung
des Motorrades ist dabei vorbestimmt und wird gesteuert.
Eine Auslenkung des Vorderrades ermöglicht der bekannte Fahr
simulator nicht.
Nachteilig bei diesem Fahrsimulator ist, daß dadurch, daß
das Lenkrad nicht ausgelenkt werden kann, eine Simulation des
Neigungsverhaltens bei Einlenken in eine Kurve nicht erfolgt.
Fahrschüler sollen erkennen, daß ein Motorrad während
der Fahrt u. a. mit der Lenkung in Schräglage zu bringen
und auch im Zusammenwirken mit aktiven Fahrerbewegungen
wieder aufzurichten ist, wobei dazu gleichzeitig die
sonstigen Bedienungsvorrichtungen des Fahrzeuges richtig
anzuwenden sind. Weiterhin sollen Fahrschüler erfahren,
daß man diese Schräglage sowohl durch "Legen" (der Körper
des Fahrers befindet sich in einer Linie mit der Hochach
se des Motorrades) oder "Drücken" (der Körper des Fahrers
ist gegen die Hochachse des Motorrades zur Lotrechten hin
abgewinkelt) beeinflussen und beherrschen kann. Fahrschü
lern und Neulingen bereiten Schräglagen bei der Ausbildung
zu Motorradfahrern oft erhebliche Schwierigkeiten. Fahrschulen
kostet dies viel Ausbildungsaufwand; Stürze mit erheblichen
Schäden sind nicht selten.
Zur Lösung dieser Aufgabe kennzeichnet sich der Motorrad-
Fahrtrainer gemäß der Erfindung nunmehr dadurch, daß die
Vorderradgabel über ein Gestänge mit einer kurbelartigen
Exzenterlagerung verbunden und um eine Drehachse verschwenk
bar ist, und daß eine etwa quer zur Motorradlängsachse
angeordnete in Form einer gebogenen Schiene ausgebildeten
Wiege vorgesehen ist, auf welcher sich das Motorrad mit
seinem Hinterrad über am Fahrgestell angebrachten Stützen
abstützt.
Mittels der erfindungsgemäßen Konstruktion kann den Fahr
schülern von vornherein die Angst vor der Schräglage
genommen und insbesondere Verkrampfungen entgegengewirkt
werden, die die Hauptursache von Stürzen sind. In dieser
Hinsicht ist der Ausbildungswert dieses Motorrad-Fahr
trainers besonders hoch, zumal die möglichen Schräglagen
des Übungsmotorrads, je nach Ausbildungsstand des Fahr
schülers, leicht vorprogrammiert und
stufenweise bis zu Grenzwerten gesteigert werden können.
Ein weiterer Ausbildungseffekt wird erzielt, wenn das
eingesetzte Übungsmotorrad in Verbindung mit vorgegebe
nen Fahrprogrammen benützt wird.
Weitere Einzelheiten des erfindungsgemäßen Motorrad-
Fahrtrainers ergeben sich an Hand von in der Zeichnung
dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispielen in Ver
bindung mit der nachfolgenden Beschreibung, und zwar zei
gen:
Fig. 1 eine Gesamtansicht in perspektivischer
Darstellung,
Fig. 2 eine Ansicht einer Ausführung der Vor
derradabstützung und
Fig. 3 und 4 eine Ansicht einer zweiten Ausführung der
Vorderachsabstützung,
Fig. 5 und 6 eine Ansicht der Hinterachsabstützung.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich wird, ist das Übungs
motorrad 1 einerseits mit der Hinterradachse 2 mittels
Stützen 3 auf einer Wiege 4 in Form einer bogenförmigen
Schiene abgestützt und andererseits ist die Vorderrad
achse 5 mit entsprechendem Gestänge 6 über eine kurbel
artige Exzenterlagerung 7 mit vorne liegendem Dreh
punkt 8 verschwenkbar, so daß das Motorrad, wie in
Fig. 1 gezeigt, bei Seiten- bzw. Geradelenkung über die
Wiege 4 in oder aus der Schräglage kommt. Das verschwenk
bare Vorderradgestänge 6 kann verlängerbar sein und es
kann auch die Radgabel hierzu dienen, wobei eine nach
rückwärts gehende Verlängerung 9, welche in der Länge
eingestellt werden kann, vorgesehen ist.
In Fig. 2 ist die Vorderradachslagerung als kurbelarti
ge Exzenterlagerung 7 mit vorne liegendem Drehpunkt 8
und der nach rückwärts reichenden Verlängerung 9 dar
gestellt. Hierbei liegt der Drehpunkt 8 entspr. Fig. 1
der kurbelartigen Exzenterlagerung in Flucht der Dreh
achse des Vorderradgestänges 6 und der Exzenterteil ist
auf Rollen 10 abgestützt, welche (10) beim Verschwenken
wechselweise auf einer nach vorne ansteigenden Roll
fläche 11 laufen. Anstelle dieser Anordnung läßt sich nach
Fig. 3 und 4 auch eine Exzenterkurbel 7a verwenden mit
Lagerung 12 des Vorderradgestänges. Hierbei erfolgt die
Anlenkung des Vorderradgestänges mit Endstück 9a am
freien Kurbelarm 13 kardanisch bei 14 und entsprechend
verschiebbar bei 15.
In Fig. 5 ist sodann die Hinterradachslagerung der
Stützen 3 auf der Wiege 4 dargestellt, welche aus einer
bogenförmigen Schiene 16 mit darunter liegender Blatt
feder 17 besteht, die (17) mittig und nach außen abge
flacht und mittels Schrauben 18 in der Abflachung ein
stellbar ist. Hierbei dienen die Schraubenfedern 19 mit
Spanndraht 19a der Richtungshalterung. Es kann aber ent
sprechend Fig. 6 auch ein Rinnenlager 20 vorgesehen sein
mit gegenseitigem Zahneingriff 21 der Blattfeder 17a in
Zähne 22 der Rinne 20, wobei ebenfalls eine Richtungs
stabilität erreicht wird.
Im ganzen sollte der Schwerpunkt des Übungsmotorrads 1
mit Fahrer tiefer liegen als der Mittelpunkt der kreis
förmig gebogenen Schiene 16 der Wiege 4. Im übrigen
können beide Räder zur Erzeugung der beim Fahren ge
gebenen Zentrifugalkraft über Rollen- oder Kettenan
trieb mittels Elektromotor od. dgl. fremdangetrieben
beschleunig- und abbremsbar sein. Bei Betätigung der
Bedienungselemente kann die Motorradlage durch Schalter
und/oder Sensoren überwacht sowie anzeig- und auf
zeichenbar sein und ggfs. den Ablauf von Computer-
und Video-Programmen steuern.
Claims (16)
1. Motorrad-Fahrtrainer,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderradgabel über
ein Gestänge (6; 9) mit einer kurbelartigen Exzenterlage
rung (7; 7a) verbunden und um eine Drehachse (8; 12) ver
schwenkbar ist, und daß eine etwa quer zur Motorradlängs
achse angeordnete in Form einer gebogenen Schiene ausge
bildeten Wiege (4) vorgesehen ist, auf welcher sich
das Motorrad (1) mit seinem Hinterrad über am Fahrgestell
angebrachten Stützen (3) abstützt.
2. Motorrad-Fahrtrainer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gestänge (6; 9)
verlänger- und verschwenkbar einstellbar ist.
3. Motorrad-Fahrtrainer nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß als Gestänge (6; 9)
die Radgabel dient, deren Verlängerung (9) nach rück
wärts reicht und vorzugsweise in der Länge einstellbar
ist.
4. Motorrad-Fahrtrainer nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die kurbelartige Exzen
terlagerung einen Kurbelarm (7) mit drehbaren Rollen (10)
aufweist, und daß die Rollen (10) auf einer nach vorne
ansteigenden Rollfläche (11) laufen.
5. Motorrad-Fahrtrainer nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gestänge (6; 9) mit
kurbelartiger Exzenterlagerung kardanisch auf dieser abge
stützt ist (Fig. 3; 4).
6. Motorrad-Fahrtrainer nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (8) des
Kurbelarmes (7; 7a) in Flucht mit der Drehachse der Vorder
radgabel liegt.
7. Motorrad-Fahrtrainer nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anlenkung des Gestän
ges (9; 9a) bei kurbelartiger Exzenterkurbel am freien
Arm (13) der Exzenterkurbel (7a) verschiebbar ist.
8. Motorrad-Fahrtrainer nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wiege (4) auf einer
schwachen Wölbung läuft und/oder unter Federwirkung bei
Neigung des Motorrades (1) durch Seitenlenkung am Vorder
radlenker bestrebt ist, bei Geradeauslenkung das Motor
rad (1) in die Senkrechte zurückzubringen.
9. Motorrad-Fahrtrainer nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Federwirkung durch
eine Blatt- und/oder Schraubenzugfedern-Anordnung quer
zur Motorradlängsachse erzeugt ist.
10. Motorrad-Fahrtrainer nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Wiege (4)
eine Blattfeder (17) angeordnet ist, welche mittig und
nach außen abgeflacht ist und nach außen vorzugsweise mit
tels Schrauben (18) in der Abflachung einstellbar ist.
11. Motorrad-Fahrtrainer nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wiege (4) in einem
Rinnenlager (20) geführt ist.
12. Motorrad-Fahrtrainer nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wiege (4) mit unter
legter Blattfeder (17) in einem Rinnenlager (20) geführt
ist.
13. Motorrad-Fahrtrainer nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die Blattfeder (17)
und das Rinnenlager (20) jeweils mit Querverzahnung (21
bzw. 22) ausgebildet sind und ineinander greifen.
14. Motorrad-Fahrtrainer nach einem der vorhergehen
den Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schwerpunkt des Übungs
motorrads mit Fahrer tiefer liegt als der Mittelpunkt
der als Wiege dienenden kreisförmig gebogenen Schiene.
15. Motorrad-Fahrtrainer nach einem der vorher
gehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Räder über Rollen-
oder Kettentriebe fremdangetrieben, z. B. mittels Elektro
motor, beschleunig- und abbremsbar sind.
16. Motorrad-Fahrtrainer nach einem der vorhergehen
den Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß bei Betätigung der Bedienungs
elemente die Motorradlage des Übungsmotorrads durch
Schalter und/oder Sensor überwacht, anzeig- und aufzei
chenbar ist und/oder der Ablauf von Computer- und/oder
Videoprogrammen gesteuert wird.
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- 1992-03-12 DE DE19924207805 patent/DE4207805C2/de not_active Expired - Fee Related
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