DE4208238A1 - Behindertengerechte falttuere fuer enge raeume - Google Patents
Behindertengerechte falttuere fuer enge raeumeInfo
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- A47K3/28—Showers or bathing douches
- A47K3/30—Screens or collapsible cabinets for showers or baths
- A47K3/36—Articulated screens
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- E05D7/10—Hinges or pivots of special construction to allow easy separation or connection of the parts at the hinge axis
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine behinder
tengerechte Falttüre für enge Räume.
Derartige Falttüren sind bekannt. Sie bestehen aus zwei
oder mehr in einem Standardtürrahmen montierten Türflügeln
(Türelementen), deren am Standardrahmen angelenkter Tür
flügel in einem starr mit dem Rahmen verbundenen unteren
Zapfen und einem zum Zwecke der Montage verstellbaren
oberen Zapfen dreht. Die Türflügel sind ferner über eine
Rolle in einer im Rahmen eingelassenen Führungsschiene
geführt, die die Seitenbewegung der Falttür nach Art einer
Kulissenführung bestimmt. Die Türflügel sind miteinander
über Türbänder verbunden, die jeweils so montiert sind,
daß die Türflügel - bei Schließung der Tür - in einer
Ebene liegen und - bei Öffnung beziehungsweise Faltung
der Tür - aneinander anliegen.
Falttüren der vorgenannten und vorstehend beschriebenen
Art zeichnen sich dadurch aus, daß sie gegenüber normalen,
d. h. einstückigen Türen einen wesentlich geringen Platz
bedarf beim Öffnen und Schließen erfordern. Der Ausdreh
bereich einer Falttüre beträgt nur einen Bruchteil des
Ausdrehbereichs einer normalen Tür und kann so im allge
meinen auch vom Rollstuhl aus mühelos bedient werden.
Derartige Falttüren sind demzufolge immer dann zu montie
ren beziehungsweise vorteilhaft vorzusehen, wenn die
Drehbereiche der Türflügel sowie das Vorstehen offener
Türflügel stark reduziert werden müssen, d. h. immer dann,
wenn Platzprobleme zu lösen sind. Ein besonderer und
bevorzugter Anwendungsfall ergibt sich in Verbindung
mit Bad- und/oder WC-Einbauten, die im allgemeinen ohnehin
in räumlich beengten Räumen untergebracht sind.
Im Hinblick auf den spezifischen Anwendungsbereich, näm
lich die Verwendung als behindertengerechte Falttüre
ergibt sich unter Umständen dann ein Problem, wenn in
einem beengten Raum bei geschlossener Falttür ein behin
derter Mensch vor die Türe fällt und sich aus eigener
Kraft beziehungsweise mit eigenen Mitteln nicht mehr
selbst erheben kann. Aufgrund der spezifischen Konstruk
tion ist es so unter Umständen nicht möglich, die Türe
zu öffnen und es bedarf wohl keiner näheren Erklärung,
daß gegebenenfalls wertvolle Zeit verstreicht, bis die
Tür meist mit Gewalt und unter Zerstörung, zumindest
Beschädigung der Tür, soweit geöffnet werden kann, daß
dem hinter der Tür liegenden behinderten Menschen geholfen
werden kann.
Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Aufgabe
besteht demzufolge darin, eine behindertengerechte Falttür
anzugeben, die einfach demontierbar ist und so einen
Zugang zum dahinterliegenden Raum ohne nennenswerte Zeit
verzögerung und ohne größere Probleme ermöglicht.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die gegeneinander
faltbaren Türelemente (Türflügel) mittels eines senkrecht
zur Schwenkachse der Türelemente demontierbaren Türbandes
funktional miteinander verbunden sind.
Damit kann also - mit anderen als im Patentanspruch ge
brauchten Worten - die aufgrund einer vor der Falttür
liegenden und die Faltung und damit Öffnung verhindernden
Person diese Falttür direkt demontiert und weggehoben
werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung
näher erläutert. Diese zeigt in
Fig. 1 eine Schema- und Prinzipdarstellung einer behin
dertengerechten Falttür;
Fig. 2 eine Prinzipskizze der verwendeten Türbänder
in zwei Funktionsdarstellungen.
In Fig. 1 ist eine räumlich sehr beengte Naßzelle 1 mit
Toilette 2 und Handwaschbecken 3 dargestellt, die über
eine Falttür 4 zugänglich ist. Diese Falttür 4 ist im
geöffneten Zustand gezeichnet, sowie im teilweise geöff
neten Zustand - gepunktet - und im geschlossenen Zustand
- strichpunktiert - angedeutet. Sie besteht aus zwei
Türflügeln, deren einer 5 (5′, 5′′) etwa ein Drittel
der Türbreite einnimmt und über die genannten oberen
und unteren Zapfen am (stark vergrößert gezeichneten)
Türrahmen 6 eingehängt beziehungsweise gehalten ist;
der zweite Türflügel 7 (7′, 7′′) ist etwa doppelt so
breit wie der erste und ist mit diesem längs der Längs
seite über zum Beispiel drei Türbänder 8 (8′, 8′′)
funktional verbunden.
Aus der gezeichneten Darstellung der Falttür 4 in der
geöffneten Stellung und aus der die Bewegung der freien
Kante der Falttür 4 beim Öffnen beziehungsweise Schließen
wiedergebenden elliptischen Kurve X ist ersichtlich,
wie sich die Falttür 4 im Verhältnis von 2/3 zu 1/3 quasi
selbst zurückzieht und wie damit der Ausschlag der Tür
zu beiden Seiten des Rahmens 6 sich auf ein Drittel der Tür
breite reduziert.
Die soweit erläuterte und dargestellte Falttür 4 ist
bekannt. Ein Problem tritt - wie eingangs erwähnt - dann
auf, wenn jemand an der Innenseite der Türe fällt und
sich nicht mehr selbst helfen kann. Wenn diese Person
innerhalb der dargestellten elliptischen Kurve X liegt,
kann die Falttür 4 nicht geöffnet werden.
Um auch in diesem Falle in den Innenraum der Naßzelle
1 gelangen und der hilflosen Person beistehen zu können,
sind die Türbänder 8 durch an sich bekannte (vergleiche
DE-PS 22 48 724), sogenannte Rollen-Türbänder realisiert.
Mit dieser stiftlosen Türblattkonstruktion ist ein quer
einhängbares Türblatt geschaffen, das einer Bedienungs
person die Möglichkeit gibt, eine Tür auch ohne Hilfsper
son einzuhängen. Im Hinblick auf den erfindungsgemäß
vorgeschlagenen Verwendungszweck kommt insoweit als neue
und vorteilhafte Verwendung beziehungsweise Anwendung
hinzu, daß die Möglichkeit der Quer-Einhängung bewußt
für eine Quer-Demontage benutzt wird. Gegenüber den
üblichen, über Dornen in die Flügeltüren eingesetzten
Türbändern, haben die in neuer Verwendung benutzten Tür
bänder mit den flachen Befestigungsplatten darüberhinaus
noch den Vorteil, daß die Türbänder fertigungstechnisch
einfacher, d. h. problemloser montierbar sind.
Eine Prinzipdarstellung der erfindungsgemäß verwendeten
Türbänder 8 zeigt Fig. 2 in zwei Funktionsdarstellungen,
und zwar einmal als Verbindungselement für die Türflügel
und einmal in geteilter, d. h. die Türflügel entkoppelnder
Stellung.
Das Türband 8 weist zwei Befestigungsplatten 81, 82 auf,
die wechselweise an den miteinander zu verbindenden Tür
flügeln verschraubt sind. Eine der Befestigungsplatten
(82) weist seitlich mittig eine Lagerhülse 83 auf; die
zweite Befestigungsplatte (81) umfaßt komplementär zur
Lagerhülse 83 zwei Drehzapfen 84. Die Verbindung zwischen
der Lagerhülse 83 einerseits und dem Drehzapfen 84
andererseits erfolgt über zwei in der Lagerhülse 83 ein
gesetzte kalottenförmige Einsätze 85, die mittels einer
zum Beispiel über eine Inbusschraube 86 von außen zugäng
lichen Spreizvorrichtung 87 in komplementäre Lagerpfannen
88 der Drehzapfen 84 gedrückt beziehungsweise geschoben
werden.
Im montierten Grundzustand, d. h. bei funktionsgerecht
montierter Falttür 4 stützen sich die kalottenförmigen
Einsätze 85 in die Lagerpfannen 88 ab - die Falttür 4
faltet. Wird über die Inbusschraube 86 die Spreizvorrich
tung 87 entlastet, so gleiten die Lagerzapfen 88 aus
dem Bereich der Drehzapfen 84 und die Türflügel können
so einfach auseinandergezogen werden (Pfeil Y).
Claims (1)
- Behindertengerechte Falttüre für enge Räume, dadurch gekennzeichnet, daß die gegeneinander faltbaren Türelemente (Türflügel) mittels eines senkrecht zur Schwenkachse der Türelemente demontierbaren Türbandes funktional miteinander verbunden sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4208238A DE4208238C2 (de) | 1992-03-14 | 1992-03-14 | Behindertengerechte Falttüre für enge Räume |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4208238A DE4208238C2 (de) | 1992-03-14 | 1992-03-14 | Behindertengerechte Falttüre für enge Räume |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4208238A1 true DE4208238A1 (de) | 1993-09-16 |
| DE4208238C2 DE4208238C2 (de) | 2002-10-24 |
Family
ID=6454094
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4208238A Expired - Lifetime DE4208238C2 (de) | 1992-03-14 | 1992-03-14 | Behindertengerechte Falttüre für enge Räume |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4208238C2 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1460224A3 (de) * | 2003-03-20 | 2010-04-14 | Glutz Deutschland GmbH | Scharnierband |
| DE202021100998U1 (de) | 2021-02-28 | 2022-06-01 | Heinz-Eckhard Engel | Doppeltür- oder Doppelfenster mit Getriebe |
| EP4019730A1 (de) | 2020-12-22 | 2022-06-29 | Heinz-Eckhard Engel | Doppelflügelige tür |
| DE202021102796U1 (de) | 2021-05-21 | 2022-08-25 | Heinz-Eckhard Engel | Doppelflügelige Tür |
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|---|---|---|---|---|
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| DE2248724C3 (de) * | 1972-01-13 | 1979-09-06 | Friedrich 8500 Nuernberg Puchtler | Türband |
| DE4006626C2 (de) * | 1990-03-02 | 2002-05-23 | Spirella Gmbh | Scharnier für eine Falttür |
-
1992
- 1992-03-14 DE DE4208238A patent/DE4208238C2/de not_active Expired - Lifetime
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| DE202021102796U1 (de) | 2021-05-21 | 2022-08-25 | Heinz-Eckhard Engel | Doppelflügelige Tür |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4208238C2 (de) | 2002-10-24 |
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