DE4208646A1 - Verwendung einer fluessigkeit in form einer loesung, emulsion oder suspension zur erzeugung einer schutzschicht - Google Patents

Verwendung einer fluessigkeit in form einer loesung, emulsion oder suspension zur erzeugung einer schutzschicht

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Description

Die Erfindung betrifft die Verwendung einer Flüssigkeit in Form einer Lösung, Emulsion oder Suspension zur Erzeugung einer Schutzschicht, vorzugsweise zur Erzeugung einer Lösungsmittel­ schutzschicht.
Insbesondere auf dem Gebiet der Lackiertechnik machen Ver­ schmutzungen durch Lacke bzw. durch den beim Spritzen entste­ henden Sprühnebel verursachte Verunreinigungen an den Wänden, am Boden und an dabei verwendeten Gerätschaften erhebliche Pro­ bleme, zumal sich die Lacke bzw. der Sprühnebel festsetzen und bei Verflüchtigung der verwendeten Lösungsmittel fest an dem jeweiligen Untergrund haften bleiben. Dieses Problem tritt grundsätzlich überall dort auf, wo sich Schmutz, Verunreinigun­ gen bzw. Stoffe jeglicher Art ab- bzw. festsetzen und wo zwi­ schen diesen Stoffen und dem Untergrund Haftung aufgrund von Adhäsion und/oder mechanischer Verzahnung auftritt. Will man die in Rede stehenden Verunreinigungen bzw. Stoffe entfernen, so sind oftmals gesundheitsschädliche Lösungsmittel erforder­ lich, zumal beispielsweise ausgehärtete Lacke erst wieder auf­ wendig mittels aggressiver Chemikalien gelöst werden müssen, be­ vor sie wirksam entfernbar sind.
Abgesehen von dem sich durch Verschmutzungen bzw. Verunreini­ gungen der in Rede stehenden Art ergebenden unschönen optischen Eindruck ruft beispielsweise ein sich auf Wandungen abgesetzter Sprühnebel eine erheblich angerauhte Oberfläche hervor, so daß sich Staubpartikel oder dgl. mühelos festsetzen können. Diese Staubpartikel sind jedoch gerade in Lackierkabinen insoweit äu­ ßerst gefährlich, als sie sich bereits bei geringen Luftbewe­ gungen von den Wandungen, Gerätschaften oder dgl. lösen können und so auf frisch lackierte Oberflächen gelangen. Dies führt nicht selten zu dem Erfordernis einer zu wiederholenden Lackie­ rung, da das Lackierergebnis aufgrund der durch Staubpartikel hervorgerufenen Einschlüsse unbefriedigend ist.
Die voranstehend zu Lackierkabinen bzw. Lackieranlagen getätig­ ten Ausführungen treffen beispielsweise auch auf Verschmutzun­ gen in Druckminderern, bei Schutzgittern, bei abwaschbaren Hal­ lenwänden jeglicher Art, bei Fensterscheiben und Böden zu, die aus bestimmten Gründen stets gereinigt werden müssen bzw. von denen adhäsive Stoffe oder Fremdkörper mühelos und mit einfa­ chen Mitteln entfernbar sein müssen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, auf einem Un­ tergrund vorzugsweise adhäsiv haftende Stoffe, Partikel, Be­ standteile, Verunreinigungen jeglicher Art, etc. von dem Unter­ grund einfach entfernen zu können.
Zur Lösung der voranstehenden Aufgabe wird gemäß Patentanspruch 1 die Verwendung einer Flüssigkeit in Form einer Lösung, Emul­ sion oder Suspension zur Erzeugung einer Schutzschicht, vor­ zugsweise einer Lösungsmittelschutzschicht, vorgeschlagen. Die zu verwendende Flüssigkeit wird dabei mittels eines Pinsels, einer Bürste, einer Rolle, einer Walze oder dgl. oder spritz­ technisch als dünne Schicht bzw. als Film auf den Untergrund aufgebracht. Die dabei entstehende Schicht bzw. der dabei ent­ stehende Film ist einerseits wasserlöslich, andererseits gegen andere Lösungsmittel, insbesondere gegenüber chemischen Lö­ sungsmitteln, zumindest weitgehend unlöslich.
Erfindungsgemäß ist zunächst erkannt worden, daß das Haften von Verunreinigungen, insbesondere das Haften von Lacken, an einem Untergrund dadurch wirksam vermieden werden kann, daß dieser Untergrund mittels einer wasserlöslichen Schicht versehen wird. Folglich gelangt in erfindungsgemäßer Weise die Verunreinigung bzw. der Lack nicht mehr direkt auf den sauber zu haltenden bzw. zu säubernden Untergrund, sondern vielmehr ausschließlich auf die den Untergrund abdeckende Schicht. Damit nun das bei­ spielsweise im Lack befindliche organische Lösungsmittel nicht auch die Schicht löst und somit der Lack oder dgl. auf den Un­ tergrund gelangt, ist die zur Erzeugung der Schicht bzw. des Filmes dienende Flüssigkeit bzw. die sich daraus ergebende Schutzschicht gegenüber anderen Lösungsmitteln, d. h. gegenüber nahezu allen Lösungsmitteln außer Wasser, zumindest weitgehend unlöslich. Dies gilt insbesondere gegenüber den sogenannten chemischen Lösungsmitteln.
An dieser Stelle sei besonders hervorgehoben, daß Wasser grund­ sätzlich auch zu den Lösungsmitteln zu zählen ist. Wird jedoch nachfolgend von "Lösungsmittelunlöslichkeit" gesprochen, so ist darunter ausschließlich die Unlöslichkeit gegenüber anderen Lö­ sungsmitteln, also nicht gegenüber Wasser, zu verstehen.
Nach der erfindungsgemäßen Lehre werden beispielsweise in einer Lackierkabine - vor der eigentlichen Lackierarbeit - die sonst verschmutzenden Oberflächen, d. h. die Wandungen, ggf. der Boden und ggf. sonstige Einrichtungen, mit der wasserlöslichen aber lösungsmittelunlöslichen Schutzschicht überzogen. Dies kann beispielsweise per Hand mittels einer Rolle oder mittels einer herkömmlichen Spritzpistole erfolgen. Bei der Verarbeitung ist stets die Viskosität der Flüssigkeit bzw. der Lösung, Emulsion oder Suspension zu berücksichtigen. Das in der Lösung, Emulsion oder Suspension befindliche Wasser verdunstet und auf dem Un­ tergrund verbleibt eine quasi homogene Schutzschicht, die im Sinne einer Lösungsmittelschutzschicht anzusehen ist. Diese Schutzschicht bzw. die zum Auftrag der Schutzschicht dienende Flüssigkeit kann chemisch derart beschaffen sein, daß sie ge­ genüber Staubpartikeln stark adhäsiv wirkt, so daß über den späteren Reinigungseffekt am Untergrund hinaus eine Art "Getterfunktion" im Hinblick auf flüchtige Staubpartikel oder dgl. verwirklicht ist.
Des weiteren können nach der erfindungsgemäßen Lehre beispiels­ weise Lackbehälter mit einer Schutzschicht ausgekleidet bzw. beschichtet werden. Nach einem Anmischen bzw. nach Verbrauch des Lackes könnte man so beschichtete Behälter ohne Verwendung von umweltschädlichen Lösungsmitteln zeitsparend reinigen, in­ dem man nämlich die Schutzschicht mit Wasser anlöst oder durch einfaches Abziehen entfernt. Das Auskleiden von Lackbehältern führt demnach einerseits zu einer Schonung der Umwelt aufgrund einer Vermeidung schädlicher Lösungsmittel und andererseits zu einer erheblichen Zeitersparnis bei der Pflege bzw. Wartung der Gerätschaften.
In besonders vorteilhafter Weise, insbesondere im Hinblick auf die optische Wirkung der zu erzeugenden Schutzschicht, ist die Schicht bzw. der Film zumindest weitgehend transparent, so daß beispielsweise Wandmarkierungen oder Hinweisschilder auf Gerä­ ten, Maschinen, etc. durch die Schutzschicht nicht abgedeckt werden. Vielmehr bleibt der ursprüngliche optische Eindruck er­ halten, lediglich ein quasi unsichtbarer Film schützt den Un­ tergrund wirksam vor anhaftender Verschmutzung.
Ebenso könnte die Schicht bzw. der Film zumindest geringfügig eingefärbt sein, um dem Benutzer als Indikator für das Vorhan­ densein der aufgebrachten Schutzschicht zu dienen. Bei einer zumindest geringfügigen Einfärbung hätte beispielsweise ein Lackierer in einer Lackierkabine keine Mühe, eine vorangegan­ gene Beschichtung bzw. die Anwesenheit einer solchen Beschich­ tung zu erkennen.
Bei der zur Erzeugung der Schicht bzw. des Filmes dienenden Flüssigkeit kann es sich sowohl um eine chemische Lösung als auch um eine physikalische Lösung handeln. Eine physikalische Lösung liegt dann vor, wenn der gelöste Stoff nach Verdampfen des Lösungsmittels in chemisch unveränderter Form zurückbleibt, wie dies bei der Auflösung der meisten Salze trotz der elektro­ lytischen Dissoziation in Wasser der Fall ist. Von einer chemi­ schen Lösung spricht man dann, wenn das Lösungsmittel mit dem zu lösenden Stoff eine chemische Reaktion eingeht, wobei völlig neue Verbindungen entstehen. So könnte die zu erzeugende Schicht bzw. der entsprechende Film aus einem synthetischen Ma­ terial bestehen, wobei dieses synthetische Material sowohl aus einer chemischen als auch aus einer physikalischen Lösung ge­ wonnen werden kann.
Im Rahmen einer ganz besonders vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lehre handelt es sich bei der Lösung um eine vorzugsweise wässrige Polyvinylalkohol-Lösung.
Polyvinylalkohol kann aus Polyvinylestern durch Umesterung mit absoluten Alkoholen in Gegenwart katalytischer Mengen Alkali hergestellt werden. Dieses Umesterungsprinzip wird bis heute von allen Polyvinylalkoholherstellern technisch verwendet. Han­ delsübliche Polyvinylalkohole sind weiß bis gelblich und werden in Pulver- und Granulatform angeboten.
Haupteinflußgrößen auf die physikalischen Eigenschaften sind der Polymerisations- und Hydrolysegrad. Da es sich bei einer Schicht aus Polyvinylalkohol um eine synthetische Schicht han­ delt, bestehen hier keine oder nur geringe Konservierungspro­ bleme.
Hinsichtlich der zu verarbeitenden Lösung könnten 20 Gewichts­ prozent Polyvinylalkohol und 80 Gewichtsprozent Wasser vorgese­ hen sein. Abweichungen hiervon sind je nach Verwendungszweck bzw. erforderlicher Viskosität der Lösung möglich. Der verwen­ dete Polyvinylalkohol könnte in weiter vorteilhafter Weise einen geringen Polymerisations- und Hydrolysegrad und somit eine hohe Lösungsgeschwindigkeit in Wasser aufweisen. Im Rahmen einer solchen Ausgestaltung wäre auf jeden Fall gewährleistet, daß die erzeugten Schutzschichten schnell wasserlöslich, d. h. schnell vom Untergrund abwaschbar sind. Ebenso könnte die zu erzeugende Schutzschicht so beschaffen sein, daß diese Schicht - alternativ zur Lösung mittels Wasser - folienähnlich abzieh­ bar ist. Im Rahmen einer solchen Ausgestaltung wären Verunrei­ nigungen durch Wasser bzw. durch abgewaschenen Schmutz oder dgl. wirksam vermieden.
Die Polyvinylalkohol-Lösung könnte des weiteren mit einer Kunststoffdispersion kombiniert sein, um einen optimalen Schutz gegen alkoholhaltige Lösungsmittel zu erzielen. Die Kunststoff­ dispersion würde das Eindringen von Lösungsmitteln quasi blocken und somit eine weitere Barriere zum Schutze des Unter­ grundes darstellen.
Des weiteren ist es denkbar, daß die Polyvinylalkohol-Lösung etwa 0,2 bis 0,4% Einschäumer und ggf. Konservierungsstoffe aufweist. Dies begünstigt einerseits die Verarbeitung, anderer­ seits die Haltbarkeit der Lösung. Die Polyvinylalkohol-Lösung könnte vorerst kalt unter Rühren zusammengemengt werden und dann unter ständigem Rühren bei etwa 90°C erhitzt werden.
In weiter vorteilhafter Weise läßt sich als Flüssigkeit in Form einer Lösung, Emulsion oder Suspension, insbesondere im Hin­ blick auf eine kostengünstige Erzeugung einer Schutzschicht, Methylandzellulose verwenden. Dabei kann es sich beispielsweise um einen herkömmlichen Tapetenkleister handeln, der in Wasser gelöst wird, suspergiert oder emulgiert. Dieser Tapetenkleister könnte ausschließlich organische Bestandteile aufweisen, was die Umweltverträglichkeit bzw. eine anschließende Entsorgung über die Abwasserkanalisation begünstigt, zumal es sich hier stets um unbedenkliche Bestandteile handelt.
Ebenso könnte der Tapetenkleister auf synthetischer Basis beru­ hen, d. h. synthetische Bestandteile aufweisen. Selbstverständ­ lich wäre auch eine Lösung, Emulsion oder Suspension aus Tape­ tenkleister denkbar, der sowohl synthetische als auch organi­ sche Bestandteile aufweist, wobei die organischen Bestandteile des Tapetenkleisters wiederum mit Konservierungsstoffen ver­ mengt sein können, um die Haltbarkeit der bereits hergestellten Lösung, Emulsion oder Suspension zu begünstigen.
Im Hinblick auf die bereits zuvor mehrfach angesprochene Anwen­ dung der in Rede stehenden Flüssigkeit in Form einer Lösung, Emulsion oder Suspension ist noch einmal besonders hervorzuhe­ ben, daß es sich bei dem zu beschichtenden Untergrund um jegli­ che Flächen handeln kann, die man vor adhäsiven Verschmutzungen schützen will. So kann es sich dabei beispielsweise um die Wan­ dungen einer Lackierkabine, um Fenster, Türen und Oberflächen von Gerätschaften einer Lackierkabine oder Lackieranlage han­ deln. Auch könnte der Boden einer Lackierkabine bzw. Lackieran­ lage entsprechend beschichtet werden, damit Sprühnebel bzw. Lacke von den in Rede stehenden Flächen mühelos entfernbar sind bzw. sind. Grundsätzlich kann es sich bei dem zu beschichtenden Untergrund um jegliche abwaschbaren ortsfesten und/oder beweg­ lichen Flächen handeln, die einer besonderen Verschmutzung, insbesondere einer Verschmutzung in Verbindung mit Lösungsmit­ teln, vorzugsweise einer Verschmutzung durch Farbe bzw. Lack oder Sprühnebel, ausgesetzt sind.
Als ganz besonderes Anwendungsbeispiel sei neben dem Einsatz in Lackierkabinen die Beschichtungen von Wandungen jeglicher öf­ fentlicher Einrichtungen genannt, beispielsweise die Beschich­ tung von Wänden in U-Bahn-Stationen, damit dort widerrechtlich aufgebrachte Farbbesprühungen, die heutzutage oftmals als Graf­ fiti bezeichnet werden, mühelos wieder abgewaschen werden kön­ nen. Gleiches gilt für die U-Bahn-Waggons, für öffentliche Toi­ letten, für Fußgängerdurchgänge, etc. Dabei ist lediglich dar­ auf zu achten, daß die aufzubringende Schicht gut an dem zu be­ schichtenden Untergrund haftet. Ein Haftvermittler könnte der Lösung, Emulsion oder Suspension beigemengt werden, wobei durch den Haftvermittler die sich einstellende Grenzflächenenergie zwischen Lösung, Emulsion oder Suspension und dem Untergrund geringer sein muß als die Summe der Oberflächenenergie der ein­ zelnen Komponenten. Grundsätzlich lassen sich der Lösung, Emul­ sion oder Suspension jeglichen funktionalen Additive beimengen, wodurch zusätzliche Eigenschaften, Wirkungen bzw. Qualitäten der Schutzschicht erreicht werden können.
Abschließend sei darauf hingewiesen, daß die erfindungsgemäße Lehre ausschließlich durch die nachfolgenden Patentansprüche vorgegeben ist und durch die voranstehend lediglich beispiel­ haft genannten Ausführungsbeispiele keineswegs eingeschränkt sein soll.

Claims (21)

1. Verwendung einer Flüssigkeit in Form einer Lösung, Emul­ sion oder Suspension zur Erzeugung einer Schutzschicht, vor­ zugsweise einer Lösungsmittelschutzschicht, wobei die Flüssig­ keit mittels eines Pinsels, einer Bürste, einer Rolle, einer Walze oder dgl. oder sprühtechnisch als dünne Schicht bzw. als Film auf den Untergrund aufbringbar ist und wobei die Schicht bzw. der Film einerseits wasserlöslich, andererseits gegen an­ derer Lösungsmittel, insbesondere gegenüber chemischen Lösungs­ mitteln, zumindest weitgehend unlöslich ist.
2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht bzw. der Film zumindest weitgehend transparent ist.
3. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht bzw. der Film zumindest geringfügig eingefärbt ist.
4. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge­ kennzeichnet, daß es sich bei der Flüssigkeit um eine chemische Lösung handelt.
5. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge­ kennzeichnet, daß es sich bei der Lösung um eine physikalische Lösung handelt.
6. Verwendung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht bzw. der Film aus einem synthetischen Material besteht.
7. Verwendung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der Lösung um eine vorzugsweise wässrige polyvinylal­ kohol-Lösung handelt.
8. Verwendung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Polyvinylalkohol-Lösung aus 20 Gewichtsprozent Polyvinylal­ kohol und 80 Gewichtsprozent Wasser besteht.
9. Verwendung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der verwendete Polyvinylalkohol einen geringen Polymerisa­ tions- und Hydrolysegrad und somit eine hohe Lösungsgeschwin­ digkeit in Wasser aufweist.
10. Verwendung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Polyvinylalkohol-Lösung mit einer Kunst­ stoffdispersion kombiniert ist.
11. Verwendung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Polyvinylalkohol-Lösung 0,2 bis 0,4% Einschäumer und Konservierungsstoffe aufweist.
12. Verwendung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Polyvinylalkohol-Lösung unter Rühren vor­ erst kalt zusammengemengt und dann unter ständigem Rühren auf 90°C erhitzt wird.
13. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge­ kennzeichnet, daß zur Herstellung der Flüssigkeit ein herkömm­ licher Tapetenkleister verwendet wird.
14. Verwendung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Tapetenkleister in Wasser gelöst, suspergiert oder emul­ giert wird.
15. Verwendung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeich­ net, daß der Tapetenkleister ausschließlich organische Bestand­ teile aufweist.
16. Verwendung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeich­ net, daß der Tapetenkleister synthetische Bestandteile auf­ weist.
17. Verwendung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeich­ net, daß die organischen Bestandteile des Tapetenkleisters mit Konservierungsstoffen vermengt sind.
18. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch ge­ kennzeichnet, daß es sich bei dem Untergrund um die Wandungen einer Lackierkabine handelt.
19. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch ge­ kennzeichnet, daß es sich bei dem Untergrund einerseits um Wan­ dungen, andererseits um Fenster, Türen und Oberflächen von Ge­ rätschaften einer Lackierkabine oder Lackieranlage handelt.
20. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch ge­ kennzeichnet, daß es sich bei dem Untergrund um einen Boden ei­ ner Lackierkabine oder Lackieranlage handelt.
21. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch ge­ kennzeichnet, daß es sich bei dem Untergrund um jegliche orts­ festen und/oder beweglichen Flächen handeln kann, die einer be­ sonderen Verschmutzung, insbesondere einer Verschmutzung in Verbindung mit Lösungsmitteln, vorzugsweise einer Verschmutzung durch Farbe bzw. Lack oder Sprühnebel, ausgesetzt sind.
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