DE4215232C2 - Filter - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Filter, z. B. Kraftstoffilter,
insbesondere für Flugzeug-Betankungsanlagen, mit einem
Filtergehäuse mit wenigstens einem Einlauf- und Auslaufstutzen
und einer dicht verschließbaren Öffnung zum Ein- und Ausbau
von wenigstens einem das Filtergehäuse in zwei Innenräume
aufteilenden Filtereinsatz, dessen eines Ende an einer
Montageplatte anliegt.
In der Praxis sind eine Vielzahl von Kraftstoffiltern bekannt,
die in der Regel dazu dienen, Festkörper aus dem Kraftstoff zu
entfernen.
Spezielle Filter können außerdem im Kraftstoff sich befindende
Wasserteilchen aufnehmen, so daß der gereinigte Kraftstoff
auch frei von Wasser ist. In der Regel sind die Filtereinsätze
dieser Filter als Verschleißteile ausgebildet und müssen nach
einer gewissen Zeit ersetzt werden. Hierfür wird entweder der
gesamte Filter ausgetauscht oder das Gehäuse des Filters
geöffnet, die Filtereinsätze entnommen und neue Filtereinsätze
eingesetzt. Nach dem Wiederverschluß des Filtergehäuses ist
der Filter wieder einsatzbereit und stellt seine volle
Filterleistung zur Verfügung. Werden bei der Montage der neuen
Filtereinsätze ein oder mehrere der Filtereinsätze vergessen
oder falsch eingebaut, so besteht die Gefahr, daß der
Kraftstoff zum Teil ungereinigt den Filter passiert.
Insbesondere bei Flugkraftstoff muß aber aus
Sicherheitsgründen gewährleistet sein, daß kein Kraftstoff den
Filter ungereinigt, d. h. unter Umgehung der Filtereinsätze den
Filter verläßt.
Bei einer bekannten Flugzeug-Betankungsanlage sind daher am
Ausgang eines jeden Filtereinsatzes Ventile vorgesehen, die
durch den entsprechenden Filtereinsatz selbsttätig geöffnet
werden. Hierdurch soll sichergestellt werden, daß bei
Vorhandensein eines Filtereinsatzes die Ausströmöffnung für
diesen Filtereinsatz geöffnet ist, wohingegen bei Fehlen eines
Filtereinsatzes diese Ausströmöffnung durch das Ventil
verschlossen ist. Es hat sich herausgestellt, daß diese
Ventile nicht immer sicher schließen. Es kann also in
einzelnen Fällen nicht gereinigter Kraftstoff die
entsprechende Überströmöffnung passieren. Gerade bei
Flugzeug-Betankungsanlagen stellt dies ein erhebliches
Sicherheitsrisiko dar, da durch ungereinigten Kraftstoff eine
Fehlfunktion des Flugzeugantriebsaggregats verursacht werden
kann.
Mit der DE 39 19 652 A1 ist es bekannt, das Verbringen einer
Spannplatte in ihrer Einspann-Endlage zu verhindern, wenn
nicht alle Filterelemente eingesetzt sind. Mit der DE-OS 22 61 817
ist ein Einsatz für eine Filtervorrichtung bekannt
geworden, bei dem die Filterelemente mit dem Deckel verbunden
sind und mit diesem bei einem Wechsel herausgezogen bzw.
wieder neu eingesetzt werden. Aus der US-PS 43 67 144 sind
Federverschlüsse zum Schließen des Ein- bzw. Ausganges während
des Filterwechsels bekannt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Filter der
eingangs genannten Art bereitzustellen, mit dem gewährleistet
ist, daß insbesondere nach einer Wartung, kein ungereinigter
Kraftstoff den Filter passieren kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Montageplatte ein Verschiebeelement aufweist, welches bei
Fehlen oder falsch eingesetztem Filtereinsatz einen dichten
Verschluß der Öffnung des Filtergehäuses verhindert.
Wird bei dem erfindungsgemäßen Filter das Filtergehäuse für
die Wartung geöffnet, die Filtereinsätze entnommen und gegen
neue Filtereinsätze ausgetauscht, so kann das Gehäuse nur dann
wieder dicht verschlossen werden, wenn alle Filtereinsätze
korrekt im Filtergehäuse angeordnet sind. Würde eines der
Filterelemente fehlen oder wäre eines der Filterelemente
falsch eingesetzt, so könnte das Filtergehäuse nicht dicht
verschlossen werden, und die Benutzung des Filters wäre
ausgeschlossen. Auf diese Art wird auf einfache Weise
verhindert, daß ein nicht korrekt montierter oder
unvollständiger Filter für das Filtern von Kraftstoff,
insbesondere von Flugkraftstoff, verwendet wird.
Das Fehlen bzw. die falsche Montage eines oder mehrerer der
Filtereinsätze wird bei dem erfindungsgemäßen Filter direkt
bei der Montage angezeigt, so daß ein derartiger Filter erst
gar nicht zum Einsatz kommt. Da beim erfindungsgemäßen Filter
der fehlende oder falsch eingesetzte Filtereinsatz bereits bei
der Montage bemerkt wird, kann der Fehler sofort behoben
werden kann. Unter einem fehlenden bzw. falsch eingesetzten
Filtereinsatz soll auch ein Filtereinsatz mit einer falschen
Größe verstanden werden.
Bei einer Weiterbildung ist vorgesehen, daß das
Verschiebeelement über den Filtereinsatz von einer
Sicherungsposition in eine Freigabeposition verlagerbar ist,
wobei das Verschiebeelement in der Sicherungsposition einen
dichten Verschluß der Öffnung des Filtergehäuses verhindert.
Über das Verschiebeelement, welches nach dem Entfernen des
Filtereinsatzes von der Montageplatte in eine
Sicherungsposition verlagert wird, wird verhindert, daß das
Filtergehäuse geschlossen werden kann, bevor ein neuer
Filtereinsatz korrekt im Filtergehäuse bzw. an der
Montageplatte befestigt worden ist. Das Verschiebeelement wird
also direkt vom Filtereinsatz angesteuert. Dabei nimmt es, wie
bereits erwähnt, eine Sicherungsposition ein, wenn der
Filtereinsatz entweder nicht korrekt angeordnet ist, oder
vergessen wurde ein Filtereinsatz an der Montageplatte zu
befestigen.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß
die Montageplatte wenigstens einen durch das Verschiebeelement
in dessen Sicherungsposition verschlossenen Durchbruch
aufweist und daß eine die Montageplatte im Filtergehäuse
fixierende Spannplatte vorgesehen ist, die in montiertem
Zustand einen den Durchbruch durchgreifenden Bolzen aufgreift.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Montageplatte mit
wenigstens einem Durchbruch versehen, der vom
Verschiebeelement dann überdeckt wird, wenn dieses seine
Sicherungsposition einnimmt. Nimmt das Verschiebeelement bei
korrekt eingesetztem Filtereinsatz seine Freigabeposition ein,
so ist der Durchbruch offen. Außerdem ist neben der
Montageplatte eine Spannplatte vorgesehen, die einen Bolzen
aufweist, der so angeordnet ist, daß dieser den Durchbruch
durchgreift. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn der
Durchbruch vorher vom Verschiebeelement freigegeben worden
ist. Ist der Durchbruch nicht freigegeben, was dann der Fall
ist, wenn entweder ein Filtereinsatz fehlt oder ein
Filtereinsatz nicht korrekt angeordnet ist, dann kann der
Bolzen der Spannplatte den Durchbruch nicht durchgreifen, so
daß die Spannplatte nicht korrekt im Filtergehäuse angeordnet
und dadurch das Filtergehäuse nicht dicht verschlossen werden
kann.
Vorzugsweise ist der Bolzen als Zentrierbolzen ausgebildet und
dient zur Zentrierung der Montageplatte und/oder der
Filtereinsätze. Insbesondere bei Montageplatten, an denen
mehrere Filtereinsätze angeordnet sind, dienen die
Zentrierbolzen jeweils für die Zentrierung einer der
Filtereinsätze, die dadurch exakt im Filtergehäuse fixiert
sind.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß
pro Filterelement wenigstens zwei, insbesondere drei
Verschiebeelemente vorgesehen sind, die bei eingesetztem
Filterelement im wesentlichen gleichmäßig über dessen Umfang
verteilt angeordnet sind. Bei diesem Ausführungsbeispiel
dienen die Verschiebeelemente als Aufnahme für den
Filtereinsatz, der zwischen die Verschiebeelemente
eingeschoben werden kann. Dabei steuert der Filtereinsatz beim
Einschieben ein jedes der Verschiebeelemente an und bewegt
diese aus der Sicherungsposition in Richtung der
Freigabeposition. Die Verschiebeelemente nehmen diese
Freigabeposition erst dann ein, wenn das korrekte
Filterelement in korrekter Lage eingesetzt worden ist. Sie
geben dann den in der Montageplatte vorgesehenen Durchbruch
für einen Eingriff des Bolzens der Spannplatte frei. Die
Verschiebeelemente können dabei so ausgebildet sein, daß sie
in der Sicherungsposition jeweils einen Teil des Durchbruchs
übergreifen. Bei einer anderen Ausgestaltung übergreift ein
jedes der Verschiebeelemente den Durchbruch vollständig, so
daß dieser auch dann noch vollständig von einem
Verschiebeelement abgedeckt ist, wenn bereits zwei der
Verschiebeelemente ihre Freigabeposition einnehmen.
Bei einer Weiterbildung ist vorgesehen, daß das
Verschiebeelement im wesentlichen V-förmig ausgebildet ist,
wobei die beiden Enden abgekröpft sind und voneinander weg
weisen. Diese Ausgestaltung hat den besonderen Vorteil, daß
die Verschiebeelemente einfache Formen aufweisen und daher auf
einfache und kostengünstige Weise herstellbar sind.
Erfindungsgemäß ist das Verschiebeelement derart an der
Montageplatte angeordnet, daß eines der abgekröpften Enden an
der dem Filtereinsatz zugewandten Fläche der Montageplatte
z. B. vernietet, verschweißt oder dgl. befestigt ist und das
andere abgekröpfte Ende die Montageplatte über eine neben dem
Durchbruch angeordnete Öffnung durchgreift und den Durchbruch
an der vom Filtereinsatz abgewandten Flache wenigstens
teilweise überdeckt und verschieblich auf dieser Fläche
aufliegt. Bei dieser Ausgestaltung stehen also die
Verschiebeelemente mit ihrem V-förmigen Abschnitt im
wesentlichen senkrecht von der dem Filtereinsatz zugewandten
Fläche der Montageplatte ab und bilden eine Art Käfig, in die
ein Filtereinsatz einsetzbar ist. Dabei wird der Filtereinsatz
einerseits zentriert, andererseits unter einer gewissen
Vorspannkraft festgehalten. Dies erfolgt dadurch, daß der
freie Raum zwischen den einzelnen Verschiebeelementen geringer
ist als der Durchmesser eines Filtereinsatzes, so daß die
Verschiebeelemente über die Wandlung des Filtereinsatzes oder
über dessen Endscheibe auseinandergedrückt werden. Dabei
verschiebt sich das freie, nicht mit der Montageplatte
verbundene Ende des Verschiebeelements derart, daß es den
Durchbruch freigibt. Die Öffnung, über die das
Verschiebeelement die Montageplatte durchgreift, ist so
gewählt, daß die Deformation des Verschiebeelements beim
Einsetzen eines Filtereinsatzes nicht behindert wird. Der
Filtereinsatz liegt nach der Montage also verliersicher
zwischen den vorgespannten Verschiebeelementen und wird
anschließend über den Bolzen der Spannplatte zusätzlich noch
zentriert.
Die Deformation der Verschiebeelemente wird auf einfache Weise
dadurch erzielt, daß diese aus einem elastischen Material,
z. B. aus Federstahl oder dgl. bestehen. Andere Lösungen sind
denkbar, bei denen das Verschiebeelement z. B. starr ist und
über eine Feder in die Sicherungsposition gedrängt wird. Wird
bei dieser Ausführungsform der Filtereinsatz montiert, so wird
das starre Verschiebeelement entgegen der Kraft der Feder
verschoben und gibt dabei den Durchbruch der Montageplatte
frei.
Bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel ist
vorgesehen, daß die Montageplatte zur Aufnahme von drei
gleichmäßig auf dieser verteilt angeordneten Filtereinsätzen
ausgebildet ist und je ein Filtereinsatz drei
Verschiebeelemente und einen zentral zum Filtereinsatz
liegenden Durchbruch aufweist. Diese Anordnung gewährt
einerseits eine sichere und korrekte Befestigung der einzelnen
Filtereinsätze an der Montageplatte und andererseits einen
minimalen Strömungswiderstand für den die einzelnen
Filtereinsätze durchströmenden Kraftstoff, da
Unregelmäßigkeiten, insbesondere in der Anordnung der
Filtereinsätze innerhalb des Filtergehäuses, vermieden werden.
Bevorzugt ist die Spannplatte als die Öffnung des
Filtergehäuses verschließender Deckel ausgebildet. Dies hat
den Vorteil, daß keine zusätzliche Platte erforderlich ist und
die Montageplatte direkt über den Verschlußdeckel festgehalten
und die an der Montageplatte befestigten Filtereinsätze über
den Verschlußdeckel direkt zentriert werden. Wurde bei der
Wartung des Filters ein Filtereinsatz vergessen bzw. falsch
montiert, dann kann der Verschlußdeckel nicht auf den
Montagedeckel aufgesetzt werden, da wengistens ein Bolzen des
Verschlußdeckels nicht in den entsprechenden Durchbruch des
Montagedeckels einfahren kann, da dieser noch von wenigstens
einem Verschiebeelement überdeckt ist. Die den Filter
montierende Person stellt sofort fest, daß bei der Montage der
Filtereinsätze ein Fehler begangen wurde und kann diesen
umgehend beseitigen. Ein Einsatz eines derart fehlerhaften
Filters ist ausgeschlossen, da dieser nicht dicht wäre.
Bei einem anderen Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß das
Verschiebeelement derart an der Montageplatte angeordnet ist,
daß es in der Sicherungsposition den Außenumfang der
Montageplatte soweit überragt, daß diese nicht in das
Filtergehäuse einsetzbar ist. Bei dieser Ausführungsform wird
bereits das Einsetzen einer Montageplatte mit einem fehlenden
Filtereinsatz bzw. mit einem nicht korrekt montierten
Filtereinsatz verhindert, da diese nicht in die lichte Weite
des Filtergehäuses eingeschoben werden kann. In diesem Fall
überragt wenigstens eines der Verschiebeelemente den
Außenumfang der Montageplatte.
Ein einfacher Einbau sowohl der Montageplatte als auch der
Spannplatte wird dadurch gewährleistet, daß die Innenseite des
Filtergehäuses mit Führungsvorrichtungen, insbesondere
Schienen versehen ist, über die die Montageplatte und die
Spannplatte sowohl zueinander als auch in Bezug auf das
Filtergehäuse ausrichtbar sind. Über die Führungsvorrichtungen
erfolgt beim Einsetzen der Montageplatte mit daran befestigten
Filtereinsätzen eine exakte Ausrichtung, so daß z. B. die
Filtereinsätze zielgenau durch eine z. B. auf halber Länge im
Filtergehäuse vorgesehene Zwischenplatte geschoben werden
können und wodurch sichergestellt wird, daß die Montageplatte
nicht verdreht in das Gehäuse eingesetzt wird. Die
Führungsvorrichtungen erlauben außerdem ein korrektes
Aufsetzen der Spannplatte auf die Montageplatte, so daß die
Bolzen vor dem Aufsetzen der Spannplatte auf die Montageplatte
bereits in Bezug auf die Durchbrechungen in der Montageplatte
ausgerichtet sind.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter
Bezugnahme auf die Zeichnung zwei besonders bevorzugte
Ausführungsbeispiele im einzelnen beschrieben sind. Dabei
zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Filters, insbesondere
einer Flugzeug-Betankungsanlage;
Fig. 2 einen Längsschnitt durch den Filter gemäß Fig.
1 mit abgenommenem Gehäusedeckel;
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine Montageplatte aus der
Richtung des Gehäusedeckels;
Fig. 4 einen Schnitt IV-IV gemäß Fig. 3;
Fig. 5 eine Spannplatte;
Fig. 5a einen Schnitt Va-Va gemäß Fig. 5, einen mit
der Spannplatte vernieteten Bolzen zeigend,
Fig. 6 ein zweites Ausführungsbeispiel einer
Montageplatte;
Fig. 7 einen Schnitt VII-VII gemäß Fig. 6.
Die Fig. 1 zeigt einen insgesamt mit 1 bezeichneten Filter,
wie er im allgemeinen z. B. für die Flugzeugbetankung verwendet
wird. Dieser Filter besteht im wesentlichen aus einem
horizontal angeordneten Durckbehälter 2 oder Filtergehäuse 12,
in dem im Betrieb ein Überdruck von 12 bar herrscht. Derartige
Druckbehälter werden mit einer Länge von 1400 mm und einem
Durchmesser von 500 mm hergestellt. Der Volumenstrom durch
einen derartigen Filter 1 beträgt z. B. 5400 l/min. An den
Druckbehälter 2 sind Stützen 3 angeschweißt, über die er auf
einer Auflage abgesetzt werden kann. Ferner weist der
Druckbehälter 2 einen angeschweißten Flansch 4 auf, der als
Eintritt für den zu reinigenden Kraftstoff dient. Der Austritt
befindet sich an dem dem Verschlußdeckel 5 gegenüberliegenden
axialen Ende 6. Ferner weist der Druckbehälter 2 eine
Entlüftung 7 sowie zwei Meßeinrichtungen 8 und 9 auf, mit
denen der Differenzdruck vor und hinter den Filtereinsätzen 15
ermittelt wird. Über diesen Differenzdruck wird der
Verschmutzungsgrad der Filtereinsätze 15 ermittelt. Außerdem
ist der Druckbehälter 2 mit einem Ablaßstutzen 10 auf der
Eintrittseite sowie einem Ablaßstutzen 11 auf der Reinseite
versehen, über die das Filtergehäuse 12 z. B. zu Inspektions-
oder Wartungszwecken entleert werden kann.
Der in der Fig. 2 wiedergegebene Längsschnitt zeigt das
Filtergehäuse 12 mit im Filtergehäuse angeordneter
Zwischenplatte 13 und Montageplatte 14, über die die
Filtereinsätze 15 im Gehäuse 12 montiert sind. Die
Filtereinsätze 15 erstrecken sich im wesentlichen in axialer
Richtung innerhalb des Gehäuses 12 und weisen zueinander und
zur Innenwandung des Gehäuses 12 einen Abstand auf. Die
Filtereinsätze 15 werden in ihrem mittleren Bereich von der
Zwischenplatte 13 auf Abstand gehalten und im Gehäuse 12
fixiert. Das eine, in der Fig. 2 links wiedergegebene Ende der
Filtereinsätze 15 ist in speziellen Aufnahmen an einer
Zwischenwand 16 des Filtergehäuses 12 festgelegt. Das andere,
gegenüberliegende Ende ist an der Montageplatte 14 festgelegt,
wie weiter unten noch näher beschrieben ist. Die Zwischenwand
16 unterteilt den Innenraum des Filters 1 in einen Reinraum
17, in dem sich gereinigter Treibstoff befindet, und in einen
Filterraum 18, der den zu reinigenden Treibstoff aufweist.
Der Treibstoff wird über den Flansch 4 in Richtung des Pfeils
19 unter einem Druck von z. B. 12 bar in den Filter 1 gepumpt.
Er befindet sich dann im Filterraum 18, wo er radial in die
Filtereinsätze 15 eindringt und diese axial in Richtung auf
die Zwischenwand 16 durchströmt und durch die Zwischenwand 16
über Öffnungen 20 hindurchtritt. Der in den Reinraum 17 über
die Öffnungen 20 einströmende Treibstoff ist gefiltert und
verläßt das Filtergehäuse 12 über den Austritt 21.
Zeigen die beiden Meßeinrichtungen 8 und 9 einen hohen
Differenzdruck an, dann müssen die Filtereinsätze 15
ausgewechselt werden, da sie aufgrund von angesammeltem
Schmutz einen zu hohen Widerstand für den durchströmenden
Treibstoff darstellen. Hierfür wird der Verschlußdeckel 5, der
über ein Schnellspannsystem oder über eine Verschraubung mit
dem Filtergehäuse 12 verbunden ist, gelöst und entfernt.
Zwischen dem Gehäuse 12 und dem Verschlußdeckel 5 ist eine
Dichtung 22, in der Regel eine Rundschnurdichtung eingesetzt,
die einen dichtenden Abschluß gewährleistet. Nach dem Öffnen
des Verschlußdeckels 5 werden Schrauben 23 gelöst, über die
die Montageplatte 14 mit dem Filtergehäuse 12 verbunden ist.
Sind alle Schrauben 23 entfernt, so kann die Montageplatte 14
zusammen mit den Filtereinsätzen 15 axial aus dem
Filtergehäuse 12 herausgezogen werden. In der Regel muß die
Zwischenplatte 13, die ebenfalls über Schrauben 23 mit dem
Filtergehäuse verbunden ist, nicht entfernt werden. Für eine
Totalreinigung des Innenraums des Filtergehäuses 12 ist jedoch
auch diese Platte 13 zu entfernen.
Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, wobei
zuvor die Montageplatte 14 mit neuen Filtereinsätzen 15
bestückt wird. Die Montageplatte 14 wird nun mit den neuen
Filtereinsätzen 15 in das Gehäuse 12 eingeschoben und über die
Schrauben 23 fixiert. Um eine einwandfreie Funktion des
Filters 1 zu gewährleisten, ist darauf zu achten, daß alle
Filtereinsätze ausgetauscht werden und vor allem die
Montageplatte 14 mit allen Filtereinsätzen 15 bestückt wird.
Um das Fehlen eines Filtereinsatzes 15 auszuschließen, ist die
Montageplatte 14 über eine Spannplatte 24 am Filtergehäuse 12
befestigt, wobei die Spannplatte 24 die Montageplatte 14 über
Bolzen 25 durchgreift, was weiter unten noch näher beschrieben
ist.
Der Aufbau der Montageplatte 14 ist in den Fig. 3 und 4 im
einzelnen dargestellt. Bei dem in der Fig. 3 wiedergegebenen
Ausführungsbeispiel ist die Montageplatte 14 zur Aufnahme von
drei Filtereinsätzen ausgestaltet, die gleichmäßig an der
Montageplatte 14 angeordnet sind. Zur Festlegung der
Filtereinsätze 15 an der Montageplatte 14 weist diese jeweils
drei Verschiebeelemente 26 auf, die sternförmig um einen
Durchbruch 27 an der Montageplatte 14 befestigt sind. Jedes
Verschiebeelement 26 ist im wesentlichen V-förmig ausgebildet
und besitzt zwei abgekröpfte Enden 28 und 29. Das Ende 28 ist
an der Innenseite, d. h. an der der Zwischenwand 16 zugewandten
Seite der Montageplatte 14 befestigt, z. B. angenietet. Das
andere Ende 29 durchgreift die Montageplatte 14 über eine
Öffnung 30 und liegt auf der anderen Seite auf der
Montageplatte 14 derart auf, daß es in der Ruhelage des
Verschiebeelements 26, die in der Fig. 4 mit durchgezogener
Linie dargestellt ist, den Durchbruch 27 teilweise überdeckt.
Da drei derartige Verschiebeelemente 26 sternförmig um den
Durchbruch 27 angeordnet sind, wird dieser nahezu vollständig
von den Enden 29 der jeweiligen Verschiebeelemente 26
übergriffen.
Wird, wie in der Fig. 4 andeutungsweise dargestellt, ein
Filtereinsatz 15, der mit strichpunktierter Linie dargestellt
ist, in Richtung des Pfeils 31 zwischen die V-förmigen
Abschnitte 32 der drei um einen Durchbruch 27 angeordneten
Verschiebeelemente 26 eingesteckt, so verformt das eingeführte
Ende des Filtereinsatzes 15 die drei Verschiebeelemente 26
derart, daß der V-förmige Abschnitt 32 zusammengepreßt wird,
wodurch sich das Ende 29 in Richtung des Pfeils 33 verlagert
und den Durchbruch 27 freigibt. Der Filtereinsatz 15 wird
außerdem aufgrund der Spannkraft der einzelnen
Verschiebeelemente 26, die in der Regel aus Federstahl sind,
an der Montageplatte 14 festgehalten. Die Montageplatte 14
kann nun mit derart montierten Filtereinsätzen in das
Filtergehäuse 12 eingeschoben werden. Zur Fixierung der
Montageplatte 14 wird auf diese, wie bereits oben erwähnt,
eine Spannplatte 24 aufgeschoben, die Bolzen 25 aufweist. Die
Bolzen 25 sind derart an der Spannplatte 24 angeordnet, daß
sie beim Aufschieben der Spannplatte 24 auf die Montageplatte
14 die Durchbrüche 27 durchgreifen. Hierdurch werden die auf
der Rückseite der Montageplatte 14 sich befindenden
Filtereinsätze 15 zusätzlich zentriert und festgehalten.
Wurde nun beim Bestücken der Montageplatte 14 mit
Filtereinsätzen 15 einer der Filtereinsätze 15 vergessen, dann
ist der diesem Filtereinsatz zugeordnete Durchbruch 27 noch
von den Enden 29 der jeweiligen Verschiebeelemente 26
übergriffen, da diese durch den Filtereinsatz 15 nicht
zurückverschoben wurden. Da jedoch der Druchbruch 27 noch
verschlossen ist, kann die Spannplatte 24 nicht vollständig
auf die Montageplatte 14 aufgeschoben werden, da der Bolzen 25
diesen Druchbruch 27 nicht durchgreifen kann. Auf diese Weise
kann die Spannplatte 24 nicht über die Schrauben 23
angeschraubt werden, und der Verschlußdeckel 5 kann nicht
dichtend auf das Filtergehäuse 12 aufgesetzt werden. Ein
Monteur bemerkt sofort, daß ein oder mehrere Filtereinsätze 15
entweder vergessen wurden einzusetzen oder nicht korrekt
eingesetzt worden sind. Ein Betrieb des Filters 1 in diesem
Zustand ist nicht möglich, da der Treibstoff, der unter einem
Überdruck von 12 bar in Richtung des Pfeils 19 in das
Filtergehäuse 12 gepumpt wird, dieses sofort durch den nicht
korrekt aufgesetzten Verschlußdeckel 5 wieder verlassen würde.
Ein Gebrauch des Filters 1 ist demnach ausgeschlossen.
Um Manipulationen zu verhindern, z. B. durch Weglassen der
Spannplatte 24, ist diese z. B. über eine Kette mit der
Montageplatte 14 verbunden, so daß die Spannplatte 24 auf
jeden Fall in das Filtergehäuse 12 eingesetzt werden muß.
Eine weitere Ausführungsform der Montageplatte ist in den Fig.
6 und 7 dargestellt. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die
Montageplatte 14 ebenfalls zur Aufnahme von drei
Filtereinsätzen 15 ausgebildet und besitzt für jeden
Filtereinsatz 15 drei Verschiebeelemente 34 und 35. Der
grundsätzliche Aufbau der Verschiebeelemente 34 und 35
entspricht dem des Verschiebeelements 26, wohingegen das auf
der Montageplatte 14 aufliegende und verschiebliche Ende 36
bei den Verschiebeelementen 34 relativ kurz und beim
Verschiebeelement 35 relativ lang ausgebildet ist. Die Länge
des Endes 36 des Verschiebeelements 35 ist dabei so gewählt,
daß dieses den Umfang der Montageplatte 14 radial übergreift.
Eine Montageplatte 14 mit derart überstehenden Enden 36 des
Verschiebeelements 35 kann nicht in das Filtergehäuse 12
eingesetzt werden, da die Enden 36 über die lichte Weite des
Filtergehäuses 12 überstehen. Erst durch das Einsetzen aller
Filtereinsätze 15 in die Montageplatte 14 werden die
Verschiebeelemente 34 und insbesondere die Verschiebeelemente
35 derart verformt, daß die Enden 36 soweit zurückgedrängt
werden, daß sie die Montageplatte 14 radial nicht mehr
übergreifen. Für eine zentrierte Aufnahme des Filtereinsatzes
15 kann die Montageplatte 14 bereits mit einem Bolzen 25
versehen sein, der axial in den Filtereinsatz 15 eingreift
(Fig. 7).
Bei dieser Ausführungsform erübrigt sich eine Spannplatte, da
bereits die Montageplatte 14 bei wenigstens einem fehlendem
Filtereinsatz 15 nicht in das Filtergehäuse 12 eingesetzt und
montiert werden kann.
Bei einer weiteren Ausführungsform können die an der
Spannplatte 24 vorgesehenen Bolzen 25 direkt am
Verschlußdeckel 5 angebracht sein, so daß bei einem Aufsetzen
des Verschlußdeckels 5 auf den Endflansch des Filtergehäuses
12 die Bolzen 25 in die Durchbrüche 27 der Montageplatte 14
eingreifen müssen. Auch bei dieser Ausführungsform kann der
Verschlußdeckel 5 nicht aufgesetzt werden, wenn wenigstens
einer der Durchbrüche 27 nicht vollständig von den
Verschiebeelementen 26 freigegeben ist.
Mit dieser erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Filters 1
wird sichergestellt, daß bei einem Wechsel der Filtereinsätze
15 wieder alle Filtereinsätze 15 eingesetzt werden und diese
eine korrekte Lage einnehmen. Bei wenigstens einem falsch
eingesetzten oder fehlenden Filtereinsatz 15 kann das
Filtergehäuse 12 nicht dicht verschlossen werden, so daß ein
Betrieb des gesamten Filters 1 ausgeschlossen ist.
Claims (12)
1. Filter, z. B. Kraftstoffilter, insbesondere für
Flugzeug-Betankungsanlagen, mit einem Filtergehäuse (12)
mit wenigstens einem Einlauf- und einem Auslaufstutzen und
einer dicht verschließbaren Öffnung zum Ein- und Ausbau von
wenigstens einem das Filtergehäuse (12) in zwei Innenräume
(17, 18) aufteilenden Filtereinsatz (15), dessen eines Ende
an einer Montageplatte (14) anliegt, dadurch
gekennzeichnet, daß die Montageplatte (14) ein
Verschiebeelement (26, 35) aufweist, welches bei Fehlen oder
falsch eingesetztem Filtereinsatz (15) einen dichten
Verschluß der Öffnung des Filtergehäuses (12) verhindert.
2. Filter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Verschiebeelement (26, 35) über den Filtereinsatz (15) von
einer Sicherungsposition in eine Freigabeposition
verlagerbar ist, wobei das Verschiebeelement (26, 35) in der
Sicherungsposition einen dichten Verschluß der Öffnung des
Filtergehäuses (12) verhindert.
3. Filter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Montageplatte (14) wenigstens einen durch das
Verschiebeelement (15) in dessen Sicherungsposition
verschlossenen Durchbruch (27) aufweist und daß eine die
Montageplatte (14) im Filtergehäuse (12) fixierende
Spannplatte (24) vorgesehen ist, die in montiertem Zustand
einen den Durchbruch (27) durchgreifenden Bolzen (25)
aufweist.
4. Filter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Bolzen (25) als Zentrierbolzen für die Montageplatte (14)
und/oder für den wenigstens einen Filtereinsatz (15)
ausgebildet ist.
5. Filter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß pro Filterelement (15) wenigstens zwei,
insbesondere drei Verschiebeelemente (26, 34, 35) vorgesehen
sind, die bei eingesetztem Filterelement (15) im
wesentlichen gleichmäßig über dessen Umfang verteilt
angeordnet sind.
6. Filter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verschiebeelement (26, 34, 35) im
wesentlichen V-förmig ausgebildet ist, wobei die beiden
Enden (28, 29, 36) abgekröpft sind und voneinander wegweisen.
7. Filter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das
Verschiebeelement (26) derart an der Montageplatte (14)
angeordnet ist, daß eines der abgekröpften Enden (28) an
der dem Filtereinsatz (15) zugewandten Fläche der
Montageplatte (14) z. B. vernietet, verschweißt oder dgl.
befestigt ist und das andere abgekröpfte Ende (29) die
Montageplatte (14) über eine neben dem Durchbruch (27)
angeordnete Öffnung (30) durchgreift und den Durchbruch
(27) an der vom Filtereinsatz (14) abgewandten Fläche
wenigstens teilweise überdeckt und verschieblich auf
dieser Fläche aufliegt.
8. Filter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verschiebeelement (26, 34, 35) aus
einem elastischen Material, z. B. Federstahl oder dgl.
besteht.
9. Filter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Montageplatte (14) zur Aufnahme
von drei gleichmäßig auf dieser verteilt angeordneten
Filtereinsätzen (15) ausgebildet ist und je Filtereinsatz
(15) drei Verschiebeelemente (26) und einen zentral zum
Filtereinsatz (15) liegenden Durchbruch (27) aufweist.
10. Filter nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Spannplatte als die Öffnung des
Filtergehäuses (12) verschließender Deckel (5) ausgebildet
ist.
11. Filter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Verschiebeelement (35) derart an der Montageplatte
(14) angeordnet ist, daß es in der Sicherungsposition den
Außenumfang der Montageplatte soweit überragt, daß diese
nicht in das Filtergehäuse (12) einsetzbar ist.
12. Filter nach einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Innenseite des Filtergehäuses (12)
mit Führungsvorrichtungen, insbesondere Schienen versehen
ist, über die die Montageplatte (14) und ggf. die
Spannplatte (24) sowohl zueinander als auch in bezug auf
das Filtergehäuse (12) ausrichtbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4215232A DE4215232C2 (de) | 1992-05-09 | 1992-05-09 | Filter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4215232A DE4215232C2 (de) | 1992-05-09 | 1992-05-09 | Filter |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4215232A1 DE4215232A1 (de) | 1993-11-11 |
| DE4215232C2 true DE4215232C2 (de) | 1994-05-26 |
Family
ID=6458441
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE4215232A Expired - Fee Related DE4215232C2 (de) | 1992-05-09 | 1992-05-09 | Filter |
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| DE (1) | DE4215232C2 (de) |
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| DE4215232A1 (de) | 1993-11-11 |
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