DE4219311C2 - Verschiebungsdetektor - Google Patents
VerschiebungsdetektorInfo
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- DE4219311C2 DE4219311C2 DE4219311A DE4219311A DE4219311C2 DE 4219311 C2 DE4219311 C2 DE 4219311C2 DE 4219311 A DE4219311 A DE 4219311A DE 4219311 A DE4219311 A DE 4219311A DE 4219311 C2 DE4219311 C2 DE 4219311C2
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- G01B11/02—Measuring arrangements characterised by the use of optical techniques for measuring length, width or thickness
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Description
Die Erfindung betrifft einen Verschiebungsdetektor
gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Verschiebungsdetektoren, die Laserlicht und eine Objektiv
linse oder dergleichen verwenden, sind zum Messen von Ver
schiebungen oder der Form eines auszumessenden Gegenstandes
bekannt.
Diese Art von Verschiebungsdetektor konvergiert Laserlicht
mit Hilfe einer Objektivlinse auf eine auszumessende Ober
fläche, erhält ein Fokussierabweichungssignal für reflek
tiertes Laserlicht auf Grundlage eines Astigmatismusverfah
rens und berechnet die Verschiebung der ausgemessenen Ober
fläche aus einem Absolutwert (z. B. Spannungswert) des Fo
kussierabweichungssignals.
Als anderer herkömmlicher Verschiebungsdetektor ist ein sol
cher bekannt, bei dem die Verschiebung einer auszumessenden
Oberfläche unter Verwendung eines Interferometers oder elek
trischen Mikrometers ausgemessen wird.
Beim erstgenannten herkömmlichen Verschiebungsdetektor, der
die Verschiebung der ausgemessenen Oberfläche aus dem Abso
lutwert des Fokussierabweichungssignals berechnet, ist die
Linearität des Fokussierabweichungssignals selbst nicht zufrie
denstellend, und demgemäß kann die Meßgenauigkeit nicht ohne
Schwierigkeiten erhöht werden. Darüber hinaus ändert sich
bei dieser Art von Verschiebungsdetektor die Empfindlichkeit
(Spannung/Verschiebung) des Fokussierabweichungssignals ab
hängig vom Reflexionsfaktor der ausgemessenen Oberfläche.
Von diesem Gesichtspunkt her ist es unmöglich, die Meßgenau
igkeit zu erhöhen. Darüber hinaus ist bei dieser Art von
Verschiebungsdetektor der Bereich, innerhalb dem das Fokus
sierabweichungssignal festgestellt werden kann, klein. Es
besteht der Nachteil, daß der Bereich, in dem eine Verschie
bung der ausgemessenen Oberfläche festgestellt werden kann,
unvermeidbar eng ist.
Beim zweitgenannten herkömmlichen Verschiebungsdetektor, der
die Verschiebung der ausgemessenen Oberfläche mit Hilfe
eines Interferometers oder elektrischen Mikrometers be
stimmt, ist der Meßvorgang mühselig, und das Gerät selbst
ist teuer, groß und instabil oder dergleichen.
Weitere Verschiebungsdetektoren mit berührungslosem Sensor
sind bekannt, die die Verschiebung oder Form eines ausgemes
senen Gegenstandes bestimmen.
Diese Art herkömmlicher Verschiebungsdetektoren verwendet
ein optisches Detektorsystem zum Erzeugen von Laserlicht und
eines Fokussierabweichungssignals und eine Objektivlinse als
berührungslosen Sensor, konvergiert das Laserlicht mit Hilfe
der Objektivlinse auf die ausgemessene Oberfläche, erhält
das Fokussierabweichungssignal aus dem reflektierten Laser
licht auf Grundlage des Astigmatismusverfahrens und ermit
telt dann die Verschiebung der ausgemessenen Oberfläche aus
dem Absolutwert (z. B. Spannung) des Fokussierabweichungs
signals.
Beim vorstehend genannten Verschiebungsdetektor zum Ermit
teln der Verschiebung aus dem Absolutwert des Fokussierab
weichungssignals ist jedoch die Linearität des letztgenann
ten Signals unzureichend, wodurch die Meßgenauigkeit nicht
erhöht werden kann.
Um die Genauigkeit zu verbessern, mit der eine Verschiebung
festgestellt werden kann, wird vorgeschlagen, einen Servo
vorgang an dem Verschiebedetektor vorzunehmen, um es zu er
möglichen, daß der berührungslose Sensor ein Ausgangssignal
mit konstantem Wert erzeugt. Dann kann die Verschiebung der
Objektivlinse durch Ablesen einer linearen Skaleneinteilung
ermittelt werden, die so ausgebildet ist, daß sie sich ge
meinsam mit der Objektivlinse bewegt.
Der oben genannte Verschiebungsdetektor, bei dem ein Servo
vorgang ausgeführt wird, um den Verschiebeweg einer ausge
messenen Oberfläche festzustellen, ist nicht auf die vorste
hend genannte Technik beschränkt, bei der das optische Meß
system verwendet wird, sondern es kann eine Vielfalt von
Techniken, wie eine Kombination eines berührungslosen kapa
zitiven Sensors und einer linearen Skala, eine Kombination
eines Rastertunnelmikroskops (STM = Scannung Tunneling
Microscope) und eines Interferometers aufgezählt werden.
Beim herkömmlichen Verschiebungsdetektor, bei dem die Meßge
nauigkeit durch die Servosteuerung erhöht werden kann, kann
wegen der Servosteuerung eine Verschiebung aufgrund einer
Schwingung mit relativ niedriger Frequenz, z. B. mit etwa
100 Hz, am besten erkannt werden. Um die Geschwindigkeit der
Ermittlung und der Ausmessung zu erhöhen, darf der berüh
rungslose Sensor nicht servogesteuert sein, und es muß das
Ausgangssignal des Sensors gemessen werden. Dann verschlech
tert sich jedoch die Linearität, und es erniedrigt sich auch
die Meßgenauigkeit. Infolgedessen können die oben genannten
Probleme nicht gelöst werden.
Ein Verschiebungsdetektor gemäß dem Oberbegriff des Patentan
spruches 1 ist z. B. aus der US 47 19 341 oder der US 46 39 588
bekannt. Dort ist ein Verschiebungsdetektor gezeigt, der einen
berührungslosen Sensor zum Messen der Verschiebung einer aus zu
messenden Oberfläche, eine Skala, die mit dem berührungslosen
Sensor über eine Verbindung verbunden ist, eine Ausleseeinrich
tung zum Ablesen der Skala, ein Stellglied zum Bewegen des be
rührungslosen Sensors und der Skala sowie eine Servoschaltung
zum Betreiben des Stellgliedes umfaßt, die die Skala und den
berührungslosen Sensor gemeinsam verstellt.
Infolge der Anordnung des berührungslosen Sensors treten bei
einem Verschiebungsdetektor nach diesem Stand der Technik opti
sche Meßfehler auf, die die Genauigkeit der Messung negativ be
einflussen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Verschie
bungsdetektor nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 anzu
geben, der die Verschiebung einer ausgemessenen Oberfläche mit
hoher Genauigkeit feststellen kann.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Pa
tentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Patent
ansprüchen 2 bis 5 angegeben.
Die Erfindung geht aus der folgenden anhand von durch
Figuren veranschaulichten Beschreibung näher hervor.
Fig. 1 ist ein Blockdiagramm, das eine Anordnung eines Ver
schiebungsdetektors gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung zeigt;
Fig. 2A bis 2C sind schematische Diagramme, die zum Erläu
tern der Funktion einer Quadrantendiode dienen, die im opti
schen Meßsystem des Beispiels von Fig. 1 vorhanden ist;
Fig. 3 ist eine Darstellung des Kurvenverlaufs eines Fokus
sierabweichungssignals, auf welchen Verlauf bei der Erklä
rung der Funktion der vorliegenden Erfindung Bezug genommen
wird;
Fig. 4 ist ein Blockdiagramm entsprechend dem von Fig. 1,
jedoch für eine zweite Ausführungsform;
Fig. 5 ist ein Blockdiagramm entsprechend dem von Fig. 1,
jedoch für eine dritte Ausführungsform;
Fig. 6 ist eine Darstellung entsprechend der von Fig. 3, je
doch zum Erläutern der Funktion des dritten Ausführungsbei
spiels;
Fig. 7A bis 7C sind Diagramme, die zum Erläutern der Bezie
hung zwischen dem Reflexionsvermögen einer ausgemessenen
Oberfläche und dem Fokussierabweichungssignal dienen;
Fig. 8 ist ein Flußdiagramm zum Erläutern einer Routine zum
Erstellen einer Kalibriertabelle;
Fig. 9A ist ein Diagramm, das den Prozeß zum Erstellen der
Kalibriertabelle bei der vorliegenden Erfindung zeigt;
Fig. 9B ist ein Diagramm zum Veranschaulichen eines Bei
spiels einer Kalibriertabelle, wie sie bei der Erfindung
verwendet wird.
Fig. 1 zeigt in Blockform die gesamte Anordnung eines Ver
schiebungsdetektors gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
Gemäß Fig. 1 ist ein optisches System 1 mit einer Laserdiode
2 zum Feststellen einer Fokussierabweichung vorhanden. La
serlicht L, das von der Laserdiode 2 ausgestrahlt wird, wird
von einem Strahlteiler 3 reflektiert und darüber hinaus von
einem Spiegel 4 reflektiert, wodurch das reflektierte Laser
licht in eine Objektivlinse 5 mit einer Fokussierlänge f1
eintritt.
Der eintretende Laserstrahl L wird auf eine auszumessende
Oberfläche 6 konvergiert, und Laserlicht, das von dieser zu
rückstrahlt, wird auf den Spiegel 4 zurückgestrahlt, läuft
durch den Strahlteiler 3 und wird dann wieder auf eine Qua
drantendiode 7 fokussiert, die als Photodetektor vorhanden
ist.
Wie in den Fig. 2A bis 2C dargestellt, weist die Quadranten
diode 7 vier unterteilte Meßdioden auf. Wenn die auszumes
sende Oberfläche 6 am Brennpunkt f1 der Objektivlinse 5 an
geordnet ist, bildet das auf die Quadrantendiode 7 konver
gierte Licht einen kreisförmigen Lichtfleck 11, wie in Fig.
2A dargestellt. Wenn die Objektivlinse 5 von der ausgemesse
nen Oberfläche 6 weiter wegbewegt wird, als es dem Brenn
punkt f1 entspricht, wird das konvergierte Licht als ellip
tischer Lichtfleck 12 wiedergegeben, der in horizontaler
Richtung langgestreckt ist, wie in Fig. 2B dargestellt. Wenn
dagegen die Objektivlinse 5 näher an die auszumessende Ober
fläche gerückt ist, als es dem Brennpunkt f1 entspricht,
wird der konvergierte Lichtfleck als elliptischer Strahl
fleck 12 wiedergegeben, der in Längsrichtung ausgedehnt ist,
wie in Fig. 2C dargestellt.
Wenn die Ausgangssignale der unterteilten Dioden mit A, B, C
bzw. D dargestellt werden, ergibt sich ein (im folgenden als
Fokussierabweichungssignal bezeichnetes) Ausgangssignal E,
das von der Quadrantendiode 7 ausgeht und das durch die fol
gende Gleichung (1) wiedergegeben wird:
E = (A + C) - (B + D) (1)
Der charakteristische Verlauf des Fokussierabweichungssi
gnals E ist in Fig. 3 dargestellt.
In der in Fig. 3 dargestellten Charakteristik repräsentiert
der Ursprung O die Position bei richtiger Fokussierung. Wenn
d der Abstand zwischen der Objektivlinse und der auszumes
senden Oberfläche 6 ist, dann stimmen die Brennweite f1 und
der Abstand d im Ursprung O miteinander überein.
Gemäß Fig. 1 wird das Fokussierabweichungssignal E mit der
vorstehend genannten Charakteristik einer Servosteuerschal
tung 15 zugeführt. Diese weist eine Komparatorschaltung und
einen Servoverstärker, nicht dargestellt, auf, und sie ver
sorgt ein Stellglied 16 mit einem Treibersignal S1, aufgrund
dessen Wirkung das Fokussierabweichungssignal E Null werden
soll. Das Stellglied 16 weist eine Schwingspule 17, einen
Permanentmagneten 18 und ein stabförmiges Verbindungsteil 27
auf. Ein Endbereich der Schwingspule 17 ist an einem End
bereich des Verbindungsteils 27 befestigt, und die Objektiv
linse 5 ist am anderen Endbereich des Verbindungsteils 27
befestigt.
Eine lineare Skala 20 mit einer Strichunterteilung 19 ist an
vorgegebener Stelle am Verbindungsteil 27 angebracht. Die
Strichunterteilung 19 fällt mit einer Verlängerungslinie 22
der optischen Achse 21 der Objektivlinse 5 zusammen. Anders
gesagt, ist die lineare Skala 20 in einer Linie mit der opti
schen Achse 21 der Objektivlinse 5 angeordnet. Die lineare
Skala 20 könnte eine optische Skala sein, in der Interfe
renzringe als Strichunterteilung 19 aufgezeichnet sind. Dar
über hinaus könnte die optische Skala durch eine magnetische
Skala oder eine kapazitive Skala ersetzt werden.
Die Strichunterteilung 19 der linearen Skala 20 wird von einer Einrichtung bzw.
einem Meßkopf 25 gelesen, der an einem (nicht dargestellten)
Chassis oder dergleichen angebracht ist. Das Ausgangssignal
vom Meßkopf 25 wird über eine Signalverarbeitungsschaltung
26 einer Anzeigeeinrichtung oder einer (nicht dargestellten)
Datenregistriereinrichtung zugeführt.
Da die Servosteuerschaltung 15 die das Stellglied 16 bilden
de Schwingspule 17 mit einem Treibersignal S1 ansteuert, das
so wirkt, daß es das Fokussierabweichungssignal E aufheben
soll, wird der Abstand d zwischen der fest mit der Schwing
spule 17 und dem Verbindungsteil 27 fest verbundenen Objek
tivlinse 5 und der ausgemessenen Oberfläche 6 so geregelt,
daß sie im wesentlichen der Brennweite f1 der Objektivlinse
5 entspricht.
Wenn die ausgemessene Oberfläche 6 verschoben wird, werden
die Objektivlinse und die lineare Skala 20 zusammen in der
selben Richtung um dieselbe Entfernung verschoben, um die
Brennweite f1 aufrechtzuerhalten, wodurch die Verschiebung
aus der Strichunterteilung 19 auf der linearen Skala 20 mit
Hilfe des Meßkopfes 25 festgestellt werden kann. Die-Signal
prozessorschaltung 26 kann dann die Verschiebung der ausge
messenen Oberfläche 6 auf der Grundlage des vom Meßkopf 25 aus
gegebenen Signals berechnen. Da die berechnete Verschiebung
auf einer (nicht dargestellten) Anzeigevorrichtung darge
stellt wird oder in einem (nicht dargestellten) Datenregi
striergerät aufgezeichnet werden kann, wird automatisches
Ausmessen auf einfache Weise möglich. Da von der Signalpro
zessorschaltung 26 eine Interpolationsverarbeitung vorgenom
men wird, kann die Verschiebung mit hoher Auflösung gemessen
werden.
Ein Abb´-Fehler tritt bei der so berechneten Verschiebung
wegen der linearen Skala 20 nicht auf, die so ausgebildet
ist, daß sie sich gemeinsam mit der Objektivlinse 5 bewegt
und dadurch, daß sie koaxial auf der optischen Achse 21 der
Objektivlinse 5 angebracht ist. Im Ergebnis entsprechen sich
die Verschiebung der linearen Skala 20 und die Verschiebung
der Objektivlinse 5 1 : 1, so daß die Verschiebung mit sehr
hoher Genauigkeit ausgemessen werden kann.
Solange eine Verschiebung in den Meßbereich der linearen
Skala 20 fällt (gesamte Skala der Strichunterteilung 19),
kann ein Ausmessen erfolgen, ohne daß sich die Meßgenauig
keit verschlechtert.
Die Regelung wird so ausgeführt, daß selbst dann, wenn sich die
Empfindlichkeit des Fokussierabweichungssignals wegen ver
änderten Reflexionsvermögens der ausgemessenen Fläche än
dert, kein Fehler bei der Messung auftritt. Schwankungen des
Servosystems und des Stellgliedes 16 und Driftvorgänge füh
ren zu keinem Fehler, weswegen auf ein Einstellen und Kali
brieren verzichtet werden kann. Daher kann stabil über lange
Zeiträume gemessen werden.
Da beim ersten Ausführungsbeispiel von Fig. 1 ein Schwing
spulenmotor ein Stellglied 16 verwendet, kann zufriedenstel
lende Linearität beim Ausmessen der Verschiebung der ausge
messenen Oberfläche 6 erzielt werden, da der Schwingspulen
motor eine lineare Verstellung, bezogen auf den Strom, aus
führt, der der Schwingspule 17 zugeführt wird. Dementspre
chend kann die Verschiebung leicht durch Ausmessen des Stro
mes festgestellt werden, der der Schwingspule 17 zugeführt
wird. Übrigens ist das Stellglied 16 nicht auf die Verwen
dung des Schwingspulenmotors beschränkt, sondern es kann
statt dessen ein Gleichstromservomotor, ein Schrittmotor, ein
piezoelektrisches Element usw. verwendet werden.
Beim ersten Ausführungsbeispiel von Fig. 1 wird ein Astigma
tismusverfahren zum Erhalten des Fokussierabweichungssignals
E erhalten. Hierauf ist die Erfindung jedoch nicht be
schränkt, sondern es kann ein Verfahren mit einem kritischen
Winkel, ein Schneidkantenverfahren oder dergleichen verwen
det werden. Bei allen Verfahren kann die Verschiebung mit
hoher Genauigkeit unabhängig von einer Änderung des Refle
xionsvermögens der ausgemessenen Oberfläche 6 erfolgen, da
der Verschiebungsdetektor so geregelt wird, daß das Fokus
sierabweichungssignal E zu Null wird.
Das optische Meßsystem 1 kann am Verbindungsteil 27 in sol
cher Weise angebracht sein, daß es gemeinsam mit der Objek
tivlinse 5 verstellt wird, oder es kann an einem (nicht dar
gestellten) Chassis befestigt sein. Wenn das optische Meß
system 1 so angeordnet ist, daß es sich gemeinsam mit der
Objektivlinse 5 verstellt, kann der Meßbereich für die Ver
schiebung auf die gesamte Skalenlänge der linearen Skala 20
ausgedehnt werden. Wenn das optische Meßsystem 1 am Chassis
befestigt ist oder wenn es in abgetrennter Art ausgebildet
ist, kann das Stellglied 16 vergleichsweise klein ausgebil
det werden, und das Gewicht des Verschiebungsdetektors mit
der Objektivlinse 5 oder dergleichen kann verringert werden,
wodurch die Verschiebung mit höherer Geschwindigkeit ermit
telt werden kann.
Auf der linearen Skala 20 wird ein Ursprung 31 eingezeich
net, was den Vorteil bietet, daß die Verschiebung unter Be
zugnahme auf den Ort des Ursprungs 31 festgestellt werden
kann.
Fig. 4 zeigt eine Anordnung eines Verschiebungsdetektors ge
mäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung. In Fig. 4
sind Teile, die solchen von Fig. 1 entsprechen, mit den
selben Bezugszeichen versehen und müssen daher nicht mehr im
einzelnen beschrieben werden.
Wie im zweiten Ausführungsbeispiel von Fig. 4 dargestellt,
ist ein Führungsteil 32 so angeordnet, daß der stabförmige
Bereich 27a des Verbindungsteils 27 lose in ihm läuft. Vor
zugsweise ist das Führungsteil 32 an der Rückseite der li
nearen Skala 20 entlang der Erstreckungsrichtung 22 der op
tischen Achse 21 der Objektivlinse 5 angeordnet, um die
Laufgenauigkeit zu verbessern. Das Führungsteil 32 ist an
einem Träger 33 zusammen mit dem Meßkopf 25 befestigt, wobei
der Träger 33 am (nicht dargestellten) Chassis befestigt
ist.
Wenn das Führungsteil 32 wie vorstehend beschrieben vorhan
den ist, besteht der Vorteil, daß die Laufgenauigkeit des
Verbindungsteils 27 erhöht ist und die Ablesegenauigkeit des
Meßkopfs 25 relativ zur linearen Skala verbessert wird. In
diesem Fall kann ein kontaktierender Führungsmechanismus,
wie ein Lager oder dergleichen, als Führungsmechanismus des
Führungsteils 22 verwendet werden. Wenn ein berührungsloser
Führungsmechanismus verwendet wird, bei dem ein Magnet oder
ein Luftkissen eingesetzt wird, ist es möglich, einen Ver
schiebungsdetektor mit noch höherer Genauigkeit zu erhalten.
Wie vorstehend beschrieben, wird beim ersten Ausführungsbei
spiel der Erfindung die Änderung des Abstandes zwischen der
Objektivlinse und der ausgemessenen Oberfläche gestützt auf
die Brennweite mit Hilfe des optischen Meßsystems auf Grund
lage des von der ausgemessenen Oberfläche reflektierten
Lichts bestimmt. Eine Objektivlinse wird in Richtung der op
tischen Achse auf Grundlage des Ausgangssignals vom opti
schen Meßsystem von einem Stellglied in solcher Weise be
wegt, daß die Entfernung zwischen der Objektivlinse und der
ausgemessenen Oberfläche möglichst mit der Brennweite über
einstimmt. Die koaxial mit der optischen Achse der Objektiv
linse ausgerichtete lineare Skala ist fest mit dem Stell
glied verbunden. Demgemäß wird die lineare Skala gemäß der
Verschiebung der ausgemessenen Oberfläche verstellt, wodurch
die Verschiebung der ausgemessenen Oberfläche als Verschie
bung der linearen Skala ausgemessen werden kann, was mit ho
her Genauigkeit möglich ist.
Gemäß dem ersten und zweiten Ausführungsbeispiel eines er
findungsgemäßen Verschiebedetektors kann der Meßbereich er
weitert werden, da das optische Meßsystem gemeinsam mit der
Objektivlinse verstellt wird.
Wenn ein Ursprung auf der linearen Skala eingezeichnet ist,
kann darüber hinaus beim erfindungsgemäßen Verschiebungsde
tektor die Verschiebung unter Bezugnahme auf diesen Ursprung
gemessen werden.
Es wird nun ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfin
dungsgemäßen Verschiebungsdetektors beschrieben.
Fig. 5 zeigt dieses dritte Ausführungsbeispiel. Hierbei sind
Teile, die solchen der Fig. 1 und 4 entsprechen, mit densel
ben Bezugszeichen versehen, und sie werden nicht mehr im
einzelnen erläutert.
Gemäß Fig. 5 weist ein optisches Meßsystem 1 für eine Fokus
sierabweichung eine Laserdiode 2 auf. Das von der Laserdiode
2 ausgestrahlte Laserlicht L wird auf den Strahlteiler 3 re
flektiert und weiter auf einen Spiegel 4 reflektiert, wo
durch das reflektierte Laserlicht L in eine Objektivlinse
mit der Brennweite f1 eintritt.
In Fig. 5 bilden das optische Meßsystem 1 und die Objektiv
linse 5 einen berührungslosen Sensor 8. Übrigens ist der be
rührungslose Sensor 8 nicht auf die Kombination des opti
schen Meßsystems 1 und der Objektivlinse 5 beschränkt, son
dern es kann sich um einen kapazitiven Sensor, ein STM oder
dergleichen handeln.
Das auf die Objektivlinse 5 fallende Laserlicht L wird durch
diese auf die auszumessende Oberfläche 6 konvergiert. Das
von der auszumessenden Oberfläche 6 reflektierte Licht wird
durch den Spiegel 4 reflektiert, läuft durch den Strahltei
ler 3 und wird dann auf die als Photodetektor wirkende Qua
drantendiode 7 konvergiert.
Wie in Fig. 5 dargestellt, wird das Fokussierabweichungs
signal E einer Steuereinheit 30 sowie einem beweglichen Kon
takt 32a und einem feststehenden Kontakt 32b eines Schalters
32 einer Vergleichsschaltung zugeführt, die die Servosteuer
schaltung 15 bildet. Der Schalter 32 ist ein solcher mit
einer Schaltung und zwei Kontakten, mit einem nichtange
schlossenen Kontakt 32c. Dem beweglichen Kontakt 32a des
Schalter 32 wird ein Ein/Aus-Steuersignal S3 von einer Steu
erschaltung 30 zugeführt. Auf Grundlage des Pegels des Steu
ersignals S3 wird der bewegliche Kontakt 32 entweder mit dem
feststehenden Kontakt 32b oder dem nichtangeschlossenen
feststehenden Kontakt 32c verbunden.
Die Servosteuerschaltung 15 verfügt über die Vergleichs
schaltung und einen (nicht dargestellten) Servoverstärker,
wie vorstehend beschrieben. Dem Servoverstärker wird ein
Signal S2 von der Steuerschaltung 30 zugeführt.
Wenn der Schalter 32 so geschaltet ist, wie dies in Fig. 5
dargestellt ist, und das Signal S2 dem Servovorverstärker
nicht zugeführt wird, d. h., in dem Zustand, daß nur das
Fokussierabweichungssignal E der Eingangsseite der Servo
steuerschaltung 15 zugeführt wird, gibt diese das Treiber
signal S1 an das Stellglied 16, bei dem es sich um das
Stromsignal zum Aufheben des Fokussierabweichungssignals E
handelt. Das Stellglied 16 weist die Schwingspule 17, den
Permanentmagneten 18 und das stabförmige Verbindungsteil 27
auf. Ein Endbereich der Schwingspule 17 ist mit einem End
bereich des Verbindungsteils 27 verbunden, und die Objektiv
linse 5 ist am anderen Endbereich des Verbindungsteils 27
befestigt.
Am Verbindungsteil 27 ist an vorgegebenem Ort eine lineare
Skala 20 mit einer Strichunterteilung 19 befestigt. Die
Strichunterteilung 19 der linearen Skala 20 ist entlang der
Verlängerungslinie 22 der optischen Achse 21 der Objektiv
linse 5 angeordnet. Anders gesagt ist die lineare Skala 20
in einer Linie mit der optischen Achse 21 der Objektivlinse
5 angebracht. Die lineare Skala 20 kann eine optische Skala
(Hologrammskala), bei der z. B. Lichtinterferenzstreifen als
Strichunterteilung 19 aufgezeichnet sind, sein. Die optische
Skala kann jedoch durch eine magnetische oder kapazitive
Skala ersetzt sein. Darüber hinaus ist es von Vorteil, wenn
ein Ursprung 31 in im wesentlichen der Mitte der Strichun
terteilung 19 der linearen Skala 20 angebracht ist.
Die Strichunterteilung 19 der linearen Skala 20 wird von dem
an einem (nicht dargestellten) Chassis oder dergleichen be
festigten Meßkopf 25 abgelesen. Der Meßkopf 25 kann in Rich
tung der Verlängerungslinie 22 der optischen Achse 21 nach
oben und unten bewegt werden, d. h. in den durch Pfeile P
und Q dargestellten Richtungen, bezogen auf das Chassis oder
dergleichen, an einer Position, in der der Meßkopf 25 bewegt
wird. Das Ausgangssignal vom Meßkopf 25 wird über die Si
gnalprozessorschaltung 26 der Steuerschaltung 30 als Strich
unterteilungs-Auslesesignal X zugeführt. Der Meßkopf 25 und
die Signalprozessorschaltung 26 bilden eine Strichuntertei
lungs-Ausleseeinrichtung 28.
Die Steuerschaltung 30 ist ein Mikrocomputer mit einer CPU,
einem ROM, einem RAM (in Fig. 5 als Speicher 35 eingezeich
net), einem A/D-Konverter, einem D/A-Konverter, der als E/A-
Schnittstelle arbeitet, und dergleichen. Der Speicher 35
enthält eine Kalibriertabelle 35A. Ein Verfahren zum Erstel
len der Kalibriertabelle 35A wird später im einzelnen be
schrieben. Wenn das Speicherauslesesignal X der Steuerschal
tung 30 zugeführt wird, wenn der Servovorgang abgeschaltet
wird, d. h. wenn der bewegliche Kontakt 32A des Schalters 32
auf den nichtangeschlossenen feststehenden Kontakt 32c ge
schaltet wird, gibt die Steuerschaltung 30 ein Kalibrier-
Ausgangssignal (im folgenden als Kalibrierdaten bezeichnet)
Y aus, das dem Speicherauslesesignal X, bezogen auf die Ka
libriertabelle 35a, entspricht. Die Kalibrierdaten Y werden
einer (nicht dargestellten) Anzeigeeinrichtung über einen
Ausgangsanschluß 36 zugeführt. Übrigens erzeugt die Steuer
schaltung 30 aus dem Speicherauslesesignal X ein Signal, das
so umgewandelt ist, daß es für die Anzeigevorrichtung geeig
net ist.
Ein lichtemittierendes Element 37, wie eine LED oder der
gleichen, ist mit der Steuerschaltung 31 als Servoeinfangs
positions-Ermittlungslampe verbunden, was später ausführli
cher beschrieben wird.
Das vorstehend beschriebene optische Meßsystem 1 kann mit
dem Verbindungsteil 27 so verbunden sein, daß es sich zusam
men mit der Objektivlinse 5 bewegt, oder es kann am (nicht
dargestellten) Chassis befestigt sein.
Der Betrieb des Verschiebungsdetektors gemäß dem dritten
Ausführungsbeispiel wird für die folgenden zwei Fälle be
schrieben.
Der erste Fall geht dahin, daß eine Verschiebung festge
stellt wird, während ein Servovorgang abläuft, während der
zweite Fall der folgende ist: vorab wird eine Kalibrierta
belle erstellt, und dann, wenn die Verschiebung ausgemessen
wird, findet kein Servovorgang statt, sondern die Verschie
bung wird unter Bezugnahme auf die Kalibriertabelle ausge
messen. Von diesem Standpunkt aus gesehen, ist der erste
Fall diejenige Technik, die ein Verfahren nutzt, wie es un
ter Bezugnahme auf das erste und das zweite Ausführungsbei
spiel beschrieben wurde.
Der erste Fall (d. h. die Verschiebung wird dann gemessen,
wenn der Servovorgang ausgeführt wird) wird zunächst be
schrieben.
Wenn gemäß Fig. 5 der bewegliche Kontakt 32a im Schalter 32
auf den feststehenden Kontakt 32b geschaltet ist, d. h. wenn
Servoeinfangsbetrieb herrscht, versorgt die Servosteuerungs
schaltung 15 die Schwingspule 17 des Stellgliedes 16 mit dem
Steuersignal S1, um das Fokussierabweichungssignal E auf zu
heben. Es erfolgt demgemäß Rückkopplung in solcher Weise,
daß die Entfernung d zwischen der fest mit dem Verbindungs
teil 27 mit der linearen Skala 20 verbundenen Objektivlinse
5 und der Schwingspule 17 und der ausgemessenen Oberfläche 6
im wesentlichen mit der Brennweite f1 der Objektivlinse 5
übereinstimmt.
Wenn dann die ausgemessene Oberfläche 6 verschoben wird,
werden die Objektivlinse 5 und die lineare Skala in dersel
ben Richtung und um dieselbe Strecke verschoben wie die aus
gemessene Oberfläche 6, um den Abstand auf dem Wert der
Brennweite f1 zu halten, wodurch die Verschiebung mit Hilfe
der Strichunterteilung 19 der linearen Skala 20 durch den
Meßkopf 25 festgestellt werden kann. Dann kann die Prozes
sorschaltung 26 auf Grundlage des Ausgangssignals vom Meß
kopf 25 die Verschiebung der ausgemessenen Oberfläche 6 be
rechnen. Das Strichunterteilungs-Auslesesignal X, das der
berechneten Verschiebung entspricht, wird über die Steuer
schaltung 30 an den Ausgangsanschluß 36 gegeben und dann auf
der (nicht dargestellten) Anzeigevorrichtung dargestellt.
Wenn die Verschiebung der ausgemessenen Oberfläche 6 bei ak
tiviertem Servobetrieb ausgeführt wird, tritt kein Abb´-Feh
ler auf, da die lineare Skala 20, die sich zusammen mit der
Objektivlinse 5 bewegen kann, koaxial, d. h. in einer Linie
mit der optischen Achse 21 der Objektivlinse 5, angeordnet
ist. Da aus diesem Grund die Verschiebung der linearen Skala 20
mit der Verschiebung der Objektivlinse 5 in 1 : 1-Beziehung
übereinstimmt, wird es möglich, die Verschiebung mit hoher
Genauigkeit zu messen. Jedoch wird die Verschiebung der li
nearen Skala 20 dann klein gegenüber der Verschiebung der
ausgemessenen Oberfläche 6, was also zu einem großen Meßfeh
ler führt, wenn die Schwingungsfrequenz der ausgemessenen
Oberfläche 6 in einen Bereich höherfrequenter Schwingungen,
oberhalb von etwa Gleichspannung bis 100 Hz fällt, was durch
die Frequenzcharakteristik des Servosystems bedingt ist.
Es ist zu beachten, daß beim ersten Fall die Verschiebung
durch Ablesen der Strichunterteilung 19 auf der linearen
Skala 20 bei aktiviertem Servoablauf selbst dann mit hoher
Genauigkeit abgelesen werden kann, wenn das Fokussierabwei
chungssignal E, bei dem es sich um das Ausgangssignal des
den berührungslosen Sensor 8 bildenden optischen Meßsystems
1 handelt, nur schlechte Linearität aufweist. Bei prakti
schem Betrieb kann die lineare Skala 20 eine Meßgenauigkeit
von einigen Nanometern bis zu 100 Nanometern
liefern. Diese hochgenaue Messung kann von der Erfindung
wirkungsvoll genutzt werden, wie es nachstehend beschrieben
wird. Übrigens beträgt der Meßbereich für die Verschiebung,
wenn der Servovorgang aktiviert ist, bis zu etwa 10 mm.
Nachfolgend wird der zweite Fall beschrieben, bei dem vorab
eine Kalibriertabelle erstellt wird und dann, wenn die Ver
schiebung gemessen wird, diese unter Bezugnahme auf die Ka
libriertabelle bestimmt wird, während der Servobetrieb nicht
aktiviert ist.
Wenn beim zweiten Fall der Schalter 32 offen ist, d. h. wenn
der bewegliche Kontakt 32a mit dem nichtangeschlossenen
feststehenden Kontakt 32c im Schalter 32 verbunden ist, fin
det kein Servobetrieb statt, und es sind die folgenden Punk
te zu beachten.
Wenn die ausgemessene Oberfläche 6 in der durch die Pfeile P
und Q angezeigten Richtung sinusförmig schwingt (verschoben
wird), wie in Fig. 7A dargestellt, in der die Ordinate die
Verschiebung und die Abszisse die Zeit t zeigt, wird der
Spitzenwert des Fokussierabweichungssignals E abgeschnitten,
wenn die zu messende Oberfläche 6 ein relativ großes Refle
xionsvermögen aufweist, wodurch ein Signalverlauf entsteht,
wie er in Fig. 7B dargestellt ist. Wenn andererseits das Re
flexionsvermögen der auszumessenden Oberfläche 6 relativ
klein ist, ergibt sich eine kleine Amplitude des Fokussier
abweichungssignals E, wie in Fig. 7C dargestellt. In beiden
Fällen zeigt der Signalverlauf der Fokussierabweichung
schlechte Linearität auf, da kein Servobetrieb ausgeführt
wird.
Um diese Schwierigkeit zu meistern, wird gemäß dem dritten
Ausführungsbeispiel der Erfindung eine Kalibriertabelle 35A
erstellt. Diese Kalibriertabelle 35A dient dazu, schlechte
Linearität des Fokussierabweichungssignals E in bezug auf
einen auszumessenden Gegenstand zu kalibrieren, d. h. in
bezug auf das Reflexionsvermögen der ausgemessenen Oberflä
che 6, nachdem der auszumessende Gegenstand festgelegt wur
de.
Fig. 8 ist ein Flußdiagramm, auf das Bezug genommen wird, um
eine Routine zum Erstellen der Kalibriertabelle 35A zu er
läutern.
Wenn die Kalibriertabelle 35A erstellt wird, wird der Ver
schiebungsdetektor so eingestellt, daß Servobetrieb ausge
führt wird, d. h. der Schalter 32 befindet sich in der in
Fig. 5 dargestellten Stellung.
Gemäß Fig. 8 werden nach dem Start des Ablaufs Daten, die in
einem als Kalibriertabelle 35A wirkenden Speicherbereich im
Speicher 35 abgelegt sind, in einem Schritt S101 gelöscht.
Anschließend wird dem (nicht dargestellten) Servoverstärker
in der Servosteuerschaltung 15 das vorgegebene Ausgangssi
gnal 52 von der Steuerschaltung 30 zugeführt, wodurch die
Schwingspule 17, d. h. die am Verbindungsteil 27 oder der
gleichen befestigte lineare Skala 20 zur Endposition in
Richtung des Pfeiles P bewegt wird (die lineare Skala 20
wird zur obersten Position, d. h. meisteingezogenen Position
bewegt), was in einem Schritt S102 erfolgt. Übrigens wird
die fest mit dem Verbindungsteil 27 verbundene lineare Skala
20 proportional zum Pegel des Ausgangssignals S2 in Richtung
der Pfeile P oder Q bewegt, da der als Stellglied 16 verwen
dete Schwingspulenmotor eine lineare Bewegung abhängig vom
Strom ausführt, der der Schwingspule 17 zugeführt wird.
Im nächsten Schritt S103 wird ein Signal S2 an die Servo
steuerschaltung 15 gelegt, das die lineare Skala 20 so an
treibt, daß sie sich mit gleichförmiger Geschwindigkeit nach
unten bewegt.
Das mit der Steuerschaltung 30 verbundene lichtemittierende
Element 37 wird in der ganz eingezogenen Servoposition akti
viert. Genauer gesagt, kann der Benutzer den Punkt O für die
ganz eingezogene Servoposition visuell bestätigen, wenn das
lichtemittierende Element 37 nur an einer Position mit ge
nauer Fokussierung aktiviert wird (der Position am Ursprung
O, der im folgenden als "Servoeinfangspunkt O") des Servo
einfangbereichs W (siehe Fig. 6) bezeichnet wird. Übrigens
wird, um das lichtemittierende Element 37 am Servoeinfangs
punkt O zu aktivieren, die Änderung der Steigung des Fokus
sierabweichungssignals E von der Steuerschaltung 30 ermit
telt, um den servoeinfangsbereich W zu spezifizieren, und
das lichtemittierende Element 37 wird an einem Punkt akti
viert, bei dem das Fokussierabweichungssignal E innerhalb
des Servoeinfangsbereichs W aufgehoben wird. Bei tatsächli
chem Betrieb weist der vorstehend genannte Punkt ein kleines
spiel auf.
Wenn festgestellt ist, daß die Position der Objektivlinse 5
in den Servoeinfangsbereich W eintritt, wird in einem
Schritt S104 der Wert des Signals S2, wie es von der Steuer
schaltung 30 ausgegeben wird, zu Null gemacht.
In einem anschließenden Schritt S105 wird unter Verwendung
einer (nicht dargestellten) Tastatur oder dergleichen ein
Meßbereich D in die Steuerschaltung 30 eingegeben, der den
Verschiebungsbereich für die ausgemessene Oberfläche 6 an
gibt. Ebenso wird die Meßauflösung R eingegeben. Z. B. wird
der Meßbereich D mit D = ± 1 µm und die Auflösung mit R =
0,02 µm angegeben. Aus dem Meßbereich D und der Auflösung R
folgt, daß die Anzahl N von Daten innerhalb des Meßbereichs
D 100 ist (N = 100).
In einem nächsten Schritt S106 wird der Meßkopf 25 in Rich
tung des Pfeiles P oder Q bewegt und dann am Ort des Ur
sprungs 31 der linearen Skala 20 festgehalten. Der Ort des
Ursprungs 31 kann mit Hilfe des Strichunterteilungs-Meßsi
gnals X festgelegt werden.
Durch Bewegen des Meßkopfes 25 ausgehend vom Ursprung 31
nach oben und unten kann hierbei auf Grundlage des Strich
unterteilungs-Auslesesignales X festgestellt werden, ob die
auszumessende Oberfläche 6 innerhalb des Bereichs liegt, der
durch den oben genannten Meßbereich D abgedeckt ist, was in
einem Schritt S107 erfolgt. Wenn die auszumessende Oberflä
che 6 außerhalb des Bereichs liegt, der durch den Meßbereich
D festgelegt ist, muß die auszumessende Oberfläche 6 oder
die Gesamtheit des Verschiebungsdetektors von Fig. 5 in den
in den Meßbereich D fallenden Bereich verschoben werden. Gemäß
dem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung kann ein Meß
bereich von etwa ± 20 µm überdeckt werden.
Bei einem nachfolgenden Schritt S108 wird der bewegliche
Kontakt 32a im Schalter 32 vom feststehenden Kontakt 32b auf
den nichtangeschlossenen feststehenden Kontakt 32c ver
stellt, was durch das Steuersignal S3 erfolgt, wodurch der
Servobetrieb aufgehoben wird. Die Servosteuerschaltung 15
wird dabei mit dem Steuersignal S2 versorgt, was bewirkt,
daß das Strichunterteilungs-Auslesesignal X, wie es vom Meß
kopf 25 ausgelesen wird, einen Wert annimmt, der für die Po
sition des Ursprungs 31 der linearen Skala 20 repräsentativ
ist.
Anschließend wird das Steuersignal S2 ausgehend von diesem
Zustand so geändert, daß die Objektivlinse 5 schrittweise
unter Einhalten der Auflösung R = 0,02 µm innerhalb des Meß
bereichs D = ± 1 µm verstellt wird (in diesem Fall kann die
schrittweise Bewegung von 0,02 µm genau durch Ablesen des
Strichunterteilungs-Auslesesignals X eingestellt werden).
Der Wert des Fokussierabweichungssignals E wird A/D-gewan
delt, um einen digitalen Datenwert zu erzeugen (digitale Da
ten, wie sie sich ergeben, wenn Spannungen zwischen -50 V
und +50 V A/D-gewandelt werden, wie in Fig. 9A darge
stellt). Weiterhin wird das Strichunterteilungs-Auslesesi
gnal X (dieses Strichunterteilungs-Auslesesignal X wird als
"Kalibrierdatenwert" Y bezeichnet), wie es durch die digita
len Daten (Spannung des Fokussierabweichungssignals E) aus
gegeben wird, auf die vorstehend genannten digitalen Daten
hin in der Steuerschaltung 30 gespeichert, wodurch die Kali
briertabelle 35A erstellt wird.
Demgemäß ist die Kalibriertabelle 35A eine Tabelle, in der
die Kalibrierdaten Y aufgetragen sind, die für die Verschie
bung (µm) repräsentativ sind, die durch die lineare Skala 20
mit relativ hoher Genauigkeit in bezug auf die Spannungen
± V1 bis V50 des Fokussierabweichungssignals E kalibriert
sind, wie in Fig. 9B dargestellt.
Wenn die Verschiebung in der Praxis gemessen wird, wird der
Servobetrieb gesperrt, d. h. der bewegliche Kontakt 32a des
Schalters 32 wird mit dem nichtangeschlossenen feststehenden
Kontakt 32c verbunden, und das Verbindungsteil 27 wird mit
dem (nicht dargestellten) Chassis zu einem Zeitpunkt verbun
den, bei dem der Wert des Fokussierabweichungssignals E auf
0 Volt steht. In diesem Fall steht auch die Objektivlinse 5
fest.
Beim vorstehend genannten Zustand wird eine Spannungsände
rung des Fokussierabweichungssignals E, wie sie durch eine
Schwingung der auszumessenden Oberfläche 6 erzeugt wird,
durch die Steuerschaltung 30 in Echtzeit in einen digitalen
Datenwert umgewandelt. Dann wird mit Hilfe der so erzeugten
digitalen Daten in der Kalibriertabelle 35A nachgeschlagen
(siehe Fig. 9B), wodurch die mit Hilfe der linearen Skala 20
mit hoher Genauigkeit kalibrierte Verschiebung in Echtzeit
ermittelt werden kann. Übrigens kann die Zeitspanne, in der
die Spannungsänderung des Fokussierabweichungssignals E von
analog in digital gewandelt wird und die Kalibriertabelle
35A nachgeschlagen wird, etwa 100 µs betragen. Demgemäß kann
bei diesem Ausführungsbeispiel selbst dann, wenn die Schwin
gungsfrequenz der ausgemessenen Oberfläche 6 in einen Be
reich zu etwa 10 kHz fällt, die Verschiebung der ausgemesse
nen Oberfläche 6 mit hoher Genauigkeit bestimmt werden.
Demgemäß kann mit dem Verschiebungsdetektor des dritten Aus
führungsbeispiels, wie er in Fig. 5 dargestellt ist, die
Verschiebung mit nm-Genauigkeit (= 0,005 µm) ausgemessen
werden, vorausgesetzt, daß Servoeinstellung ausgeführt wird
und die Verschiebung ± 5 mm ist und die feststellbare Fre
quenz 100 Hz ist. Wenn der Servobetrieb nicht ausgeführt
wird und die Verschiebung ± 10 µm beträgt, kann bis zu einer
Frequenz von 10 kHz gemessen werden.
Claims (6)
1. Verschiebungsdetektor mit:
- - einem Chassis;
- - einem berührungslosen Sensor (1, 5) zum Erfassen des Abstandes zwischen dem Sensor und einer auszumessenden Oberfläche (6);
- - einer linearen Skala (20), die fest mit dem berührungslosen Sensor über ein Verbindungsteil (27) verbunden ist;
- - einer am Chassis befestigten Einrichtung (25) zum Auslesen der Strichunterteilung der linearen Skala;
- - einem Stellglied (16) zum Bewegen des berührungslosen Sensors und der linearen Skala, wodurch die lineare Skala und der berührungslose Sensor gemeinsam relativ zum Chassis verstellt werden; und
- - einer Servosteuerschaltung (15, 30) zum Betreiben des Stell gliedes;
dadurch gekennzeichnet, daß der berührungslose Sensor auf der
Verlängerungslinie der Längsachse der linearen Skala angeordnet
ist.
2. Verschiebungsdetektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der berührungslose Sensor aus einer Objektivlinse (5) zum
Konvergieren von Laserlicht auf die auszumessende Oberfläche (6)
und einem optischen Meßsystem (1) zum Ausmessen der Än
derung im Abstand zwischen der Objektivlinse und der ausgemesse
nen Oberfläche auf Grundlage des von der ausgemessenen Oberfläche
reflektierten Lichts besteht.
3. Verschiebungsdetektor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Stellglied (16) die Objektivlinse (5) in Richtung der op
tischen Achse auf Grundlage eines Ausgangssignals vom optischen
Meßsystem (1) in solcher Weise verstellt, daß die Entfernung zwi
schen der Objektivlinse und der ausgemessenen Oberfläche (6) mit
der Brennweite der Objektivlinse übereinstimmt.
4. Verschiebungsdetektor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß auf der linearen Skala (20) ein Ur
sprung (31) eingezeichnet ist.
5. Verschiebungsdetektor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, ge
kennzeichnet durch eine Steuerschaltung (15, 30), der die Aus
gangssignale vom berührungslosen Sensor (1, 5) und der Einrich
tung (25) zum Auslesen der Strichunterteilung zugeführt werden,
und die Steuerschaltung eine Kalibriertabelle (35A) enthält, in
der Werte eingetragen sind, gemäß denen das Ausgangssignal vom
berührungslosen Sensor in bezug auf das Ausgangssignal von der
Einrichtung (25) zum Auslesen der Strichunterteilung kalibriert
ist.
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