DE42254C - Regulirvorrichtung für elektrische Bogen- und Differential - Lampen - Google Patents
Regulirvorrichtung für elektrische Bogen- und Differential - LampenInfo
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- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B31/00—Electric arc lamps
- H05B31/0081—Controlling of arc lamps
- H05B31/0087—Controlling of arc lamps with a thread or chain
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. W
Die nachstehend beschriebenen Neuerungen bezwecken eine einfache und präcise Regulirung
der Kohlenstellung an Differential- und anderen elektrischen Bogenlampen, und sollen
ein leichtes und sicheres Entstehen des Lichtbogens, eine genaue und regelmäfsige Regulirung
desselben, sowie eine möglichst einfache Construction der ganzen Lampe ermöglichen.
Fig. ι zeigt die Vorderansicht der Lampe mit den Solenoiden im Schnitt,
Fig. 2 die Regulirvorrichtung in der Seitenansicht,
Fig. 3 den oberen Theil der letzteren, speciell den Waagebalken B in Verbindung mit der
Rolle \ und dem Eisenkern Q,
Fig. 4 eine Oberansicht der Regulirvorrichtung.
Fig. 5 stellt die Führung des Kohlenhalters η dar.
Fig. 6 und 7 beziehen sich auf Modifikationen
der in Fig. 1 bis 5 dargestellten Construction, und zwar stellt Fig. 6 die Regulirvorrichtung
einer Lampe dar, bei welcher die Solenoide durch einen einzigen Elektromagnet ersetzt sind.
Fig. 7 schliefslich zeigt eine Lampe, bei welcher die Kohlenhalter und der Anker verändert
sind.
Die Construction dieser Lampe ist folgende:
Auf der Grundplatte H sind die beiden Spulen C C1 befestigt; von diesen hat C1 eine
dicke und C eine dünne Wickelung, folglich C einen grofsen, C1 einen geringen Widerstand.
Beide Spulen tragen das Gestell G, in welches der Regulirmechanismus gelegt ist. Die
Hauptachse χ des letzteren trägt aufserhalb des Gestelles die beiden Rollen ν und i, über
welche Schnüre oder Ketten e e1 laufen, aufserdem,
und zwar innerhalb des Gestelles, das Zahnrad s, welches in ein Zwischenrad sl greift.
Auf der Achse dieses Zwischenrades sitzt das Stiftrad c, in welches ein Anker A greift. Der
Anker A ist derart eingerichtet, dafs seine nach der Spule C1 hin gerichtete Palette in normaler
Lage des Ankers den Stiften des Stiftenrades c näher liegt als die der Spule C zugeneigte
Palette, so dafs er nur einseitig in das Stiftenrad c greift. Durch die Achse f ist er mit
einem Waagebalken B fest verbunden; der letztere trägt an seinen beiden Enden Eisenkerne
QQ.1, welche in den Spulen C C1 auf-
und abbeweglich sind; mittelst der Stellschrauben w w1 kann das Aufhängen bezw. das
Eingreifen der Eisenkerne Q. Q.1 in die Drahtspulen
C1 innerhalb gewisser Grenzen regulirt werden. Die Bewegung des Ankers A bezw.
des Waagebalkens B wird durch die am oberen Theil des Gestelles G befindlichen
Stellschrauben ρ ρ regulirt. Eine Rolle \ ist
in einem Hebel ^1 drehbar gelagert und dieser
kann um den Drehpunkt \ 2 am Gestell G auf-
und abschwingen. An seinem äufseren Ende steht der Hebel ^1 in Verbindung mit der
Stellschraube Z1, welche durch eine Nase / am
Waagebalken B hindurchgeht und an ihrem oberen Ende die Stellmutter h trägt.
Die Stellmutter h wird in bestimmter Entfernung von der Nase / eingestellt. Diese Entfernung
richtet sich nach der Gröfse des Weges, welchen der Waagebalken B an der Schraubenspindel'/1 beschreibt. Ueber die
Rolle \ geht eine Schnur oder Kette e; dieselbe
schlingt sich um einen grofsen Theil des Umfanges der Rolle \ und geht von da aus
auf die Schnurscheibe i auf der Achse x; das andere Ende dieser Schnur ist fest mit dem
Kohlenhalter η verbunden, welcher in der geschlitzten Röhre F auf- und abbeweglich ist.
Die Führungsröhre F selbst ist gegen die Grundplatte H isolirt. Eine zweite Schnur
oder Kette e1 ist mit dem anderen Kohlenhalter t verbunden, welcher in der Röhre F1
geführt ist, das andere Ende dieser Schnur e1 ist über die Schnurrolle ν gewickelt. Wie
man aus der Fig. ι ersieht, sind die Schnüre eel
so gewickelt, dafs bei Bewegungen der Welle χ in dem einen oder anderen Sinne sich die
eine Schnur aufwickelt, die andere abwickelt, und hierdurch wird erreicht, dafs beim Drehen
der Welle χ in Richtung des Pfeiles J der Kohlenhalter t mit der dazu gehörigen Kohle k
nach abwärts, der andere Kohlenhalter η mit der zugehörigen Kohle kl nach aufwärts bewegt
wird. Zur Sicherung der Abwärtsbewegung des Kohlenhalters t dient das Gewicht o,
welches mit dem ersteren verbunden ist und gleichzeitig als Führung des Kohlenhalters t
in der Röhre F1 dient. Da das Abbrennen
der positiven Kohle im Verhältnifs zu dem der negativen Kohle annähernd im Verhältnifs 2 : 1
stattfindet, so stehen die Radien der Schnurrollen ν und i in annäherndem Verhältnifs 2:1,
so dafs die obere positive Kohle k noch einmal so rasch als die negative Kohle zugeschoben
wird und so der Lichtbogen in relativ derselben Lage bleibt. Die Schnur e' ist kurz
über der Grundplatte H noch über die Rolle m geführt. Die Wirkungsweise der in Fig. 1 bis 5
gezeichneten Lampe ist folgende:
Wird die Lampe in einen Stromkreis geschaltet, so tritt der positive Strom bei Klemme II
ein, geht von hier aus durch die Spule C von gröfserem Widerstände, von hier mittelst der
Leitung ml zur Klemme I, welche auf der Grundplatte H isolirt befestigt ist, und zur
Batterie oder Dynamomaschine zurück. Durch den in der Spule C vorhandenen Strom wird
der Eisenkern Q, welcher an dem Waagebalken B hängt, in die Spule C eingezogen,
so dafs er sich nach abwärts bewegt. Dadurch wird auch der Waagebalken B auf
seiner rechten Seite, Fig. 1, nach abwärts bewegt, so dafs der mit demselben starr verbundene
Anker A sich auf der linken, nach C1 gerichteten Seite aus den Stiften des Stiftenrades
c, mit -denen er bisher in Eingriff war, bewegt; hierdurch wird das Stiftenrad c frei
und der ganze Rädermechanismus wird durch das Gewicht ο des Kohlenhalters t gedreht, so
dafs sich die Achse χ in Richtung des Pfeiles J bewegt. Durch die Drehung der Achse χ in
dem beschriebenen Sinne wird aber erreicht, dafs der Kohlenhalter t mit der Kohle k nach
abwärts geht, während gleichzeitig der Kohlenhalter η an der Schnur e nach aufwärts bewegt
wird; hierdurch werden die Kohlen gegen einander bewegt, bis sie auf einander stofsen. In demselben Moment, wo die Berührung
der beiden Kohlenspitzen stattfindet, geht der Strom anstatt durch die Spule C mit
grofsem Widerstände von der Klemme II durch die Grundplatte H, von hier mittelst Röhre F1,
Kohlen k k\ Kohlenhalter η und Röhre Fin
die Spule C1 von geringem Widerstände, von hier über die Klemme I zurück zur Batterie
oder Dynamomaschine. Infolge des die Spule C1 durchfliefsenden Stromes wird der Eisenkern Q1
in die Spule C1 eingezogen, folglich die linke Seite des Waagebalkens B nach abwärts
gezogen und dadurch die linke Palette des Ankers A in das Stiftenrad c hineingelegt.
Hierdurch wird der Regulirmechanismus zum Stillstand gebracht. Bei der so geschilderten Bewegung des Waagebalkens B
ist die Regelvorrichtung I1 \ unberücksichtigt
gelassen worden. Mit der zuletzt beschriebenen Abwärtsbewegung des Waagebalkens B auf
seiner linken Seite ist auch die Schraubenmutter h, welche beim Aufwärtsbewegen des
linken Hebelarmes in die Höhe gehoben wurde, wieder abwärts gegangen und die Rolle \ hat sich infolge ihres eigenen Gewichtes
gesenkt; dadurch geht aber auch die Schnur e und mit ihr der untere Kohlenhalter η der
Kohle k} nach abwärts, so dafs sich die untere Kohle von der oberen etwas entfernt und auf
diese Weise ein Lichtbogen entsteht.
Wird aber der Lichtbogen durch das Abbrennen der Kohlen langer und damit der
Widerstand im Hauptstromkreis gröfser, so wird dadurch der Strom in dem Hauptstromkreise
schwächer, im Nebenstromkreise aber stärker. Der Hauptstrom geht von der Klemme II
durch die Kohlen k und kl zur Klemme I, die
in den Nebenstromkreis eingeschaltete Spule C zieht infolge des stärker werdenden Nebenstromes
den Eisenkern Q. etwas ein, der Waagebalken B macht eine kleine Bewegung, infolge
deren der Anker den in diesem Augenblick festgehaltenen Stift des Stiftenrades fahren läfst.
Dadurch bewegt sich die obere Kohle k ein wenig nach abwärts, es wird der Lichtbogen
kürzer und dadurch der Strom im Hauptstromkreise wieder stärker. Hierdurch wird aber .umgekehrt der Nebenstrom in' der Spule
wieder geringer, infolge dessen läfst die Spule C
den Kern Q. wieder los und die Ankerpalette auf der linken Seite greift wieder in das Stiftenrad
c ein. Brennen die Kohlen weiter, so beginnt das Spiel aufs Neue, da der Strom im
Hauptstromkreise wieder stärker wird. Da nun der Strom im Hauptstromkreise nicht
plötzlich abnimmt, derjenige im Nebenstromkreise infolge dessen nicht plötzlich zunimmt,
so erfolgt das Nachschieben der Kohle nicht sprungweise, sondern continuirlich, stets mit
dem Abbrennen der Kohlen gleichen Schritt haltend.
Die Schraubenmutter h auf dem oberen Ende der Schraube Z1 wird in bestimmter
Weite von der Nase Z eingestellt. Diese Weite wird danach geregelt, wie grofs die Bahn ist,
welche der Waagebalken B und somit auch die Nase I beschreibt. Bei der Regulirung des
Lichtbogens beschreibt die Nase / den Weg von no bis mo, Fig. 3, also blos bis zur
Schraubenmutter h; dieser Weg beträgt ungefähr ι mm. Wird dagegen die Lampe in Thätigkeit
gesetzt, soll also ein Lichtbogen entstehen, so macht der Waagebalken B eine bedeutend
gröfsere Bewegung von ungefähr 7 mm, so dafs dadurch die Stellmutter h in die Höhe genommen
wird. Da die Schraubenmutter h mit der Rolle ^ fest verbunden ist, so wird bei
der Bildung des Lichtbogens die Rolle \ und dadurch in bedeutendem Mafse der Kohlenhalter
η in die Höhe bewegt. Durch die Stellschraube ρ kann die Gröfse regulirt werden,
bis zu welcher die Kohlenspitzen abbrennen müssen, damit wieder die selbstthä'tige
Nachschiebung der Kohlen durch den Regulirmechanismus eintritt. Die Regulirung der
Kohlenspitzenentfernung tritt auch ein, wenn eine derselben plötzlich abbrechen sollte. Die
Lampe regulirt sich somit ganz nach dem Unterschied der Stromstärke im Hauptstromkreise
und im Nebenstromkreise; man kann daher eine ganze Reihe von Lampen in einen
oder auch mehrere Stromkreise einschalten. Bei der Anordnung Fig. 6 ist die Spule C mit
Eisenkern Q. durch den Elektromagnet P Q. und den Anker E ersetzt. In diesem Falle ist
der Waagebalken B an seinem rechten Ende mit dem Anker E versehen und an der linken
Seite ist der Eisenkern Q.1 und die Spule C1
durch eine verstellbare Feder M ersetzt, Fig. 6. Die Wirkungsweise ist hierbei die gleiche, wie
früher angegeben.
Die Rolle \ ist gleich auf dem Waagebalken B drehbar angebracht. Bei der in
Fig. 7 dargestellten Vorrichtung ist die Anordnung getroffen, dafs der Kohlenhalter T0 der
unteren Kohle A:1 um den Stift y° drehbar
befestigt und der obere Kohlenhalter t° mittelst einer Zahnstange e° auf- und abbewegt
wird. Die Zahnstange e° greift in das Treibrad a°, welches durch Räder b° mit dem Steigrad
c° in Verbindung steht. In das Steigrad c° greift der Halbanker A0 am Hebel JV0, der
sich um die Achse x° bewegt. Der Halbanker A0 trägt an seinem unteren Ende M0
■eine Stange /i°, die auf ihrem unteren Ende eine Schraube mit der Schraubenmutter L0
besitzt. Soll der Lichtbogen entstehen, so geht der Strom durch den Elektromagnet Q0 P0,
dieser zieht den Eisenanker E0 an, der Halbanker ^4° läfst infolge dessen mit seinem
oberen Arme das Steigrad c° los und die Stange e° kann durch ihre eigene Schwere
bezw. durch die Gewichtsbelastung o° nach abwärts gehen, bis Kohle k auf die Kohle kl
des unteren Kohlenhalters stöfst. Sobald dieses eintritt, geht der Strom durch die Kohlen kkx
zur Batterie, da die Klemme II direct mit dem Kohlenhalter T0 verbunden ist. Wenn auf
diese Weise der Strom in dem Elektromagneten nachgelassen hat, wird der Eisenanker E0 von
dem Elektromagneten Q0 P0 losgelassen und Anker A0 greift in das Zahnrad c°, so dafs ein
weiteres Sinken der Zahnstange e° verhindert wird. Mit dem Anker A0 geht auch die
Stange h° nach unten, die Schraubenmutter lä'fst den Kohlenhalter T0 los, so dafs die
Kohle kl sich von der Kohle k des oberen Kohlenhalters entfernt und so der Lichtbogen
entsteht. Bei der Regulirung des Lichtbogens bleibt der untere Kohlenhalter in Ruhe, weil
die mit dem Anker A° verbundene Stange h°
höchstens die Bahn von mo° bis no° beschreiben
kann.
Claims (2)
1. An elektrischen Bogen- und Differential-Lampen die Rolle ^, welche mittelst der
Schraube Z1, Stellmutter h und Nase Z mit dem die Eisenkerne Q. Q1 tragenden Hebel B
in Verbindung steht und über welche Rolle die Schnur e für den unteren Kohlenträger η gewickelt ist, in Combination mit
den Rollen i und v, an welchen die Schnur e für den unteren Kohlenhalter η und die
Schnur e, für den oberen Kohlenhalter t befestigt ist, so dafs die Rolle \ bei der
Regulirung des Lichtbogens im Ruhestand bleibt, beim Entstehen des Lichtbogens aber in die Höhe genommen wird, wobei
die Gröfse des Lichtbogens und die Gröfse der Regulirung durch die Stellschrauben Zi
und y eingestellt werden kann.
2. Die in 1. beanspruchte Vorrichtung in Combination
mit dem Anker A bezw. .A0, welcher mit dem Hebel B fest verbunden und
dessen eine Palette bei normaler Stellung der Kohlen in das Stiftenrad c greift, während
dieselbe mittelst des Hebels B durch den im Nebenschlufs befindlichen Elektro-
magnet aufser Eingriff mit dem Stiftenrad c gebracht wird.
Die Stange h° am unteren Theile des vom Elektromagneten Q0 P0 beherrschten Ankers
A°, welche durch den um/ drehbaren unteren Kohlenträger T0 hindurchgeht und
eine gegen letzteren einstellbare Vorrichtung L0 zur Erzeugung eines beliebigen
Voltabogens trägt, so dafs bei der Vermehrung des Hauptstromwiderstandes der
Anker E0 angezogen, die Kohlen k k1 einander
genähert werden, beim Nachlassen des Hauptstromwiderstandes die Stange hö
sinkt und der Kohlenhalter T0 bis auf die Vorrichtung L0 abwärts geht und den Voltabogen
bildet.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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