DE4236848C2 - Köder zum Fischen - Google Patents

Köder zum Fischen

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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K85/00Artificial bait for fishing
    • A01K85/16Artificial bait for fishing with other than flat, or substantially flat, undulating bodies, e.g. plugs

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  • Environmental Sciences (AREA)
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  • Animal Husbandry (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen schwimmfähigen Köder gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1.
Es ist bekannt, beim Fischen von Raubfischen mit der Angel künstliche Köder oder Köderfische zu verwenden. Insbesondere ist es hierbei auch bekannt, Köder zu verwenden, die aus PVC hergestellt sind, und zwar mit einem sehr hohen Anteil an Weichmacher. Typischerweise beträgt der Anteil an PVC 25-30%, wobei der Rest Weichmacher ist, um für den jeweiligen künstlichen Köder die angestrebten elastischen und weichen Eigenschaften zu erhalten. Der hohe Anteil an Weichmacher ist bei bekannten Ködern auch zur Reduzierung des spezifischen Gewichtes notwendig, welches aber dennoch deutlich über 1 ,0 liegt. Nachteilig ist auch, daß der verwendete Weichmacher stark dazu neigt, aus dem Produkt auszutreten, was zu einer nicht unerheblichen Belastung von Gewässern führt. Durch das hohe spezifische Gewicht neigen diese bekannten Köder aus Kunststoff weiterhin dazu, nach dem Auswerfen mit dem Angelhaken sehr schnell und untypisch abzusinken, was das Fangergebnis beeinträchtigt.
Bekannt ist weiterhin ein Köder in Form eines künstlichen Köderfisches mit den Merkmalen des Oberbegriffes Patentanspruches 1 (DD-PS 1 23 635). Dieser bekannte Köder besteht im wesentlichen aus einem aus Kunststoff hergestellten starren leistenförmigen Tragelement und aus einem an diesem Tragelement befestigten Körper, der aus geschäumtem Kunststoff gefertigt ist. Am Kopf des Köders ist eine bewegliche Querflosse vorgesehen. Die Masse des bekannten Köders kann beispielsweise so eingestellt werden, daß dieser Köder schwimmt. Nachteilig ist, daß der bekannte Köder durch das Tragelement, welches sich über die gesamte Länge des Körpers dieses Köders erstreckt, nicht elastisch, sondern starr ist, wodurch der Körper dieses bekannten Köders eine natürliche Bewegung nicht ausführen kann.
Bekannt ist es weiterhin auch (DE 77 33 461 U1), Seitenflächen künstlicher Köder durch Aufkleben einer verspiegelten Kunststoffolie zu gestalten.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Köder so auszubilden, daß er im Verwendungsfall beim Einholen der Angelleine eine möglichst natürliche Bewegung im Wasser ausführt.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Köder entsprechend dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 ausgebildet.
Der Körper des Köders ist aus einem weichen thermoplastischen Elastomer, nämlich aus SEBS oder SBS hergestellt. Hierdurch weist der Körper des Köders ohne die Verwendung nachteiliger Weichmacher eine sehr hohe Elastizität auf so daß für den Köder in der angestrebten Weise im Wasser natürliche Bewegungen erreichbar sind, wobei die Elastizität auch bei langer Verwendung des Köders nicht verloren geht. Durch das spezielle, für die Herstellung des Körpers verwendete Elastomer in Verbindung mit der Einstellung des spezifischen Gewichtes des Köders deutlich unter 1,0 sowie durch die über den Kopf des Körpers nach vorne wegstehende Schaufel aus dem im Vergleich zum Material des Körpers härteren Material ist der erfindungsgemäße Köder als Wobbler ausgeführt, d. h. als Köderfisch, der beim Einholen der Angelleine, an der der Köder befestigt ist, im Wasser taumelnde Bewegungen ausführt, die den natürlichen Bewegungen eines Fisches optimal angepaßt sind.
Das für den Köder verwendete Kunststoffmaterial vermeidet nicht nur Weichmacher, sondern ist auch recycelbar. Das spezifische Gewicht ist nötigenfalls bis zu 0,6 einstellbar. Durch das natürliche Schwimmverhalten im Wasser wird die Fangquote wesentlich verbessert.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Außenfläche des Köders von einem Zuschnitt einer Kunststoffolie gebildet, die mit der notwendigen Struktur und/oder Farbgebung versehen, bedruckt ist. Hierdurch ist es möglich, trotz der sehr weichen Ausbildung des Körpers diesen auch optisch sehr naturgetreu zu gestalten, was wegen der Verwendung des thermoplastischen Elastomers durch ein direktes Bedrucken des fertiggestellten Körpers nicht oder nicht ohne weiteres möglich ist.
Grundsätzlich ist es möglich, den Köder bzw. dessen Körper und/oder die vorstehend erwähnte Folie mit Geruchs- und/oder Geschmacksstoffen zu impfen bzw. dort entsprechende Geruchs- und Geschmacksstoffe zum Anlocken von Fischen beizufügen. Dies ist speziell auch deswegen besonders erfolgreich möglich, weil beim Köder austretende Weichmacher völlig fehlen.
Weiterbildungen des Köders sind Gegenstand der Unteransprüche.
Der Köder wird im folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in schematischer Darstellung und in Seitenansicht einen als Fisch geformten bzw. gestalteten Köder zum Fischen;
Fig. 2 einen Schnitt entsprechend der Linie I-I der Fig. 1;
Fig. 3 in ähnlicher Darstellung wie Fig. 1 eine weitere Ausführungsform des Köders,
Fig. 4-6 jeweils in Seitenansicht (Position a) bzw. in Draufsicht von vorne (Position b) verschiedene, aus einem härterem Material hergestellte Schaufeln zu Verwendung bei einem Köder nach Fig 3.
Der in den Figuren dargestellte Köder besteht aus einem aus einem thermoplastischen Elastomer im Spritzverfahren und als Fisch geformten bzw. gestalteten Körper 1. Die Oberfläche des Körpers 1 ist zumindest über ihren größten Teilbereich von einem Zuschnitt einer dünnen Kunststoffolie 2 überzogen, die die für das natürliche Aussehen des Köders erforderliche optische, d. h. insbesondere graphische und/oder farbliche Strukturierung aufweist. Die Folie 2 besteht aus einem Material, vorzugsweise ebenfalls aus einem thermoplastischen Elastomer (TPE), welches mit dem Material des Körpers 1 eine innige Verbindung eingeht. Die Folie ist mit der jeweiligen Strukturierung vorbedruckt und wird in einem sogenannten "Inmold"-Verfahren verarbeitet, d. h. der vorbedruckte Folienzuschnitt wird in den Formraum der zum Herstellen des Köders verwendeten Spritzgußform eingelegt. Die anschließend in diesen Formraum unter Druck einströmende Kunststoffmasse drückt den Folienzuschnitt so stark gegen die Innenfläche des Formraumes, daß ein fester Verbund zwischen der Folie 2 und dem thermoplastischen Elastomer des Körpers 1 zustandekommt und außerdem die Folie 2 eine glatte Außenfläche für den Köder bildet.
Dem Körper 1 bzw. dem diesen Körper bildenden Elastomer können beispielsweise Geruchs- und Geschmacksstoffe beigefügt sein, die bei Fischen auf die Fische einen zusätzlichen Reiz ausüben. Weiterhin ist es auch möglich, diese Geruchs­ und/oder Geschmacksstoffe in und/oder an der Folie 2 vor­ zusehen, mit dem Vorteil einer wesentlich schonenderen Behandlung dieser in der Regel flüchtigen Stoffe beim Formen sowie auch mit dem Vorteil, daß bereits mit einem relativ geringen Anteil an solchen Geruchs- und/oder Geschmacks­ stoffen eine große Wirkung erreicht wird.
Die Verwendung der Folie 2 bzw. des Folienzuschnittes hat den grundsätzlichen Vorteil, daß die Farbgebung und Struktu­ rierung bei dem Köder einfach realisiert werden kann, insbesondere ein Bedrucken des Körpers 1 nicht notwendig ist, was bei dem Körper 1 aus dem thermoplastischen Elastomer nicht oder nur äußerst schwierig möglich wäre.
Als thermoplastisches Elastomer für die Herstellung des Körpers 1 eignen sich beispielsweise SEBS oder SBS. Die Verwendung auch anderer sehr weicher thermoplastischer Elastomere ist denkbar.
Die Fig. 3-6 beziehen sich auf einen Köder, der ent­ sprechend dem Köder der Fig. 1 und 2 im wesentlichen aus einem als Fisch geformten bzw. gestalteten Körper 1a besteht und der als sogenannter "Wobbler" ausgeführt ist. Hierbei handelt es sich um einen Köder, der beim Einholen einer Angelleine, mit der der Köder verbunden ist, im Wasser taumelnde Bewegungen ausführt. Um dies zu erreichen, ist an dem aus dem weichen, thermoplastischen Elastomer hergestell­ ten Körper 1a bzw. am dortigen Kopf eine Schaufel 3 vorge­ sehen, die über den Kopf des Köders vorsteht und eine Einhängöse 4 für die Angelleine bildet. Mit der Einhängöse sind über ein beispielsweise im Inneren des Körpers 1a verlaufendes Verbindungselement, z. B. eine Leine 5, an der Außenseite des Körpers 1a angeordnete Angelhaken 6 verbunden.
Bei der dargestellten Ausführungsform besitzt das Material, aus dem der Körper 1a hergestellt ist, eine Dichte von 0,95 oder weniger.
Die Schaufel 3 besteht aus einem härteren Material, bei­ spielsweise aus einem harten Kunststoff, wobei die Schaufel 3 dem jeweiligen Einsatzbereich entsprechend sehr unterschied­ lich geformt sein kann, wie dies in den Fig. 4-6 dargestellt ist. Die dortige Schaufelform 3′ wird für ein in tieferen Gewässern eingesetzten Köder (Tiefläufer), die Schaufelform 3′′ für einen in mittleren Gewässertiefen eingesetzten Köder (Mittelwasser-Köder) und die Schaufelform 3′′ für einen im flachen Gewässer eingesetzten Köder (Flach­ wasser-Köder) verwendet.
Bei der Herstellung des Köders wird die jeweilige Schaufel 3 derart in das verwendete Formwerkzeug eingesetzt, daß diese Schaufel mit einem Abschnitt 7 in das Material des Körpers 1a eingebettet und dadurch am Kopf des Köders gehalten ist.
Bevorzugt erfolgt ansonsten die Herstellung des Körpers 1a in der gleichen Weise, wie dies für den Körper 1 bzw. für den von dem Körper 1 gebildeten Köder beschrieben wurde, d. h. bevorzugt ist auch der Körper 1a mit der Folie 2 oder dem entsprechenden Folienzuschnitt versehen. Weiterhin sind auch bei dem vom Körper 1a gebildeten Köder Geruchs- und/oder Geschmacksstoffe verwendet.
Bevorzugt ist der Köder nach den Fig. 3-6 aus geschäum­ tem thermoplastischem Elastomer hergestellt, wobei dem jeweiligen Anwendungszweck entsprechend unterschiedliche Dichten gewählt sind.
Der Köder nach den Fig. 3-6 hat weiterhin gegenüber herkömmlichen Wobblern den Vorteil, daß durch die Schaufel 3 im Wasser auch eine hin- und hergehende Schwanzbewegung erreicht wird, und zwar zusätzlich zu der taumelnden Bewegung des Köders. Bei entsprechend niedriger Dichte kann auch erreicht werden, daß der Köderfisch beim Einholen der Angelleine immer wieder selbsttätig langsam auftaucht.

Claims (6)

1. Schwimmfähiger Köder, bestehend aus einem als Fischkörper aus Kunststoff hergestellten Körper und einer am Kopf des Körpers (1a) vorgesehenen und über den Kopf nach vorne wegstehenden Schaufel (3), die aus einem im Vergleich zum Material des Körpers härteren Material gefertigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausbildung des Köders als Wobbler der Körper aus einem weichen thermoplastischen Elastomer der Art SEBS oder SBS hergestellt ist, daß das spezifische Gewicht des Köders auf Werte deutlich unter 1,0 eingestellt ist.
2. Köder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das das spezifische Gewicht des Köders durch Aufschäumen des thermoplastischen Elastomers auf Werte deutlich unter 1,0 eingestellt ist.
3. Köder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem Körper (1, 1a) aus dem thermoplastischen Elastomer und einem zumindest einen Teil der Außenfläche dieses Elastomers bildenden vorstrukturierten und vorbedruckten Zuschnitt einer Folie (2) aus Kunststoff besteht,
wobei vorzugsweise das Material der Folie (2) und das thermoplastische Elastomer des Körpers (1, Ia) so aufeinander abgestimmt sind, daß die Folie eine feste Verbindung mit dem Körper (1, 1a) eingeht.
4. Köder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (1) mit dem Zuschnitt der Folie (2) in einem "Inmold"-Verfahren hergestellt ist.
5. Köder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn­ zeichnet, daß dem Material des Köders und/oder der Folie (2) Geruchs-und/oder Geschmacksstoffe beigefügt sind.
6. Köder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das spezifische Gewicht des Köders durch Aufschäumen des thermoplastischen Elastomers eingestellt ist.
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