DE4243668C2 - Bremsanlage für ein Kraftfahrzeug - Google Patents
Bremsanlage für ein KraftfahrzeugInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T8/00—Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
- B60T8/26—Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force characterised by producing differential braking between front and rear wheels
- B60T8/266—Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force characterised by producing differential braking between front and rear wheels using valves or actuators with external control means
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Description
Aus verschiedenen Veröffentlichungen sind Bremsanlagen mit elektronisch gesteuerter
bzw. geregelter Bremsdruckverteilung auf die Achsen bzw. Räder von Straßenfahrzeugen
bekannt.
Bekannt ist auch, die Bremsdrücke bzw. die Bremskräfte entsprechend der gleichen
Kraftschlussbeanspruchung für unterschiedlich dynamisch belastete Räder zu verteilen
(EP 0 173 954 A2, EP 0 149 137 A2, WO 83/03230 A1). Auch nach anderen Kriterien
(Schräglaufwinkel der Räder) sind Vorschläge für die Verteilung vorhanden (DE 41 28 087 A1).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine maximale, mögliche Abbremsung eines
Fahrzeuges in einem großen Bereich mit optimaler Kraftschlussausnutzung sicherstellen.
Dazu wird die Bremsdruckverteilung auf die Fahrzeugachsen nach unterschiedlichen
Kriterien vorgenommen, und zwar wird
- 1. bis zum Erreichen der systembedingt durch die Bremsanlage maximal erzeugbaren Bremskraft an einer Achse nach der "optimalen" Bremskraftverteilung mit gleicher Kraftschlussbeanspruchung an allen Achsen vorgegangen, und
- 2. danach wird, sofern die Blockiergrenze bei Vollaussteuerung noch nicht erreicht ist, die Bremswirkung an der Achse mit dem noch niedrigeren Bremsdruck erhöht, um die vom Fahrer gewünschte Verzögerung zu erreichen.
Die Erfindung zielt also auf solche Bremsungen, bei denen bei Vorliegen der vom
Bremssystem technisch oder systembedingt maximal erreichbaren Bremskraft noch keine
Blockiergefahr besteht.
Nachfolgend steht "Bremsdruckverteilung" bzw. "Bremsdruckregelung" als Synonym für
Druck-, Kraft- und Momentenverteilung bzw. -Regelung.
Vorteilhaft wird die Bremsdruckverteilung elektronisch geregelt. Das Prinzip soll an dem
einfachen Schema nach Fig. 1 verdeutlicht werden. Der Fahrzeugführer betätigt den
Bremswertgeber BWG. Vom BWG gehen Signale zum elektronischen Steuergerät SG.
Das Steuergerät SG gibt Stellsignale an die Magnetventileinheit MV. Die
Magnetventileinheit MV ist an die Arbeitsenergiespeicher SP angeschlossen. Die
Stellsignale aus dem Steuergerät SG betätigen die Magnetventileinheit MV und führen
den Bremszylindern BZ Arbeitsenergie aus dem Speicher SP zu. Die Bremszylinder BZ
spannen die Radbremse und erzeugen dadurch die Bremswirkung. Diese kann gesteuert
oder geregelt sein. Möglich ist auch, dass nur in einem Teilbereich geregelt wird.
Der Elektronik ist weiterhin die Achslast bekannt, und zwar ist sie entweder als Datensatz
im elektronischen Speicher des Steuergeräts SG abgelegt oder wird als ständig
aktualisierter Messwert vom Fahrzeug zugeführt. Auch konstante Fahrzeugdaten, wie sie
für die Berechnung der Verteilung benötigt werden, sind im SG gespeichert.
Aus der Literatur (z. B. ATZ 76/4 - 1974 - Seiten 103 bis 107) ist die parabelförmige
Verteilung der Bremskräfte bzw. -Drücke auf die Fahrzeugachsen bekannt. Die
entsprechenden Rechenvorschriften sind im Steuergerät SG abgelegt. Abhängig von der
Dimensionierung der Bremsanlage wird bei der Bremsdruckverteilung nach gleichem
Kraftschluss eine Achse vorzeitig ausgesteuert sein, in Fig. 2 z. B. an der Vorderachse.
Dabei wird aber nur eine Abbremsung erreicht, die im Beispiel mit zo (z optimal)
bezeichnet ist. Aufgrund der installierten Bremszylinder sind aber an der nicht
ausgesteuerten Achse höhere Bremskräfte erzeugbar, die schließlich die Abbremsung
schließlich zmax ergeben. Wenn es möglich ist, diese höheren Bremskräfte auf die Straße
zu bringen (Fahrzeug-, Straßen-, Reifen- und Witterungsverhältnisse), ist es vorteilhaft,
alle BZ voll auszusteuern. Deshalb wird vorgeschlagen, nachdem die Verteilung nach
gleichem Kraftschluss bis zur "Sättigung" ausgeschöpft ist, die Verteilung nach der
maximal gewünschten Verzögerung vorzunehmen. Die Lage der maximal zu erzielenden
Verzögerung, bezogen auf den ausgesteuerten Bremsdruck, wird dabei auch von den
gesetzlichen Vorschriften, z. B. der Richtlinie der Europäischen Gemeinschaft EGRR
71/320/EWG, bestimmt und muss nicht unbedingt der maximal möglichen entsprechen
(z. B. zGrenz in Fig. 2 bei leeren Fahrzeugen).
Zusatzsysteme, z. B. ABS, verhindern Instabilitäten des Fahrzeuges, wenn die
Bremskräfte an einzelnen Rädern nicht auf die Straße "gebracht" werden können.
Fig. 3 zeigt die übliche Darstellung der Kraftschlussbeanspruchung über der
Abbremsung. Bis zo beanspruchen Vorder- und Hinterachse auslegungsgemäß den
gleichen Kraftschluss zwischen Reifen und Fahrbahn. Von zo bis zmax wird im Beispiel die
Bremskraft an der HA erhöht; die Kraftschlussbeanspruchung für diese Achse nimmt zu.
Infolge der höheren Abbremsung verstärkt sich die Gewichtsverlagerung zur
Vorderachse, was durch die Rechenvorschrift für den Kraftschluss µV = BV/GV zu
kleineren Werten führt, da BV in diesem Fall bereits ausgesteuert ist. Gepunktet sind die
Kraftschlussbeanspruchungen für Vorder- und Hinterachse eingetragen, wenn eine
lineare Verteilung vorgesehen ist, wie sie bisher die Regel ist.
Das Wesentliche der Erfindung ist darin zu sehen, dass:
- 1. die Verteilung der Bremsdrücke bis zur systembedingt vollen Aussteuerung an wenigstens einer Achse (Rad) nach gleicher Kraftschlussbeanspruchung erfolgt, dass
- 2. nach der Vollaussteuerung an wenigstens einem Bremszylinder diese Anpassung zugunsten einer Steigerung der Verzögerung verlassen wird, dass
- 3. ein Überbremsen einzelner Räder, z. B. durch ein installiertes ABS, verhindert wird, wenn die Gegebenheiten es nicht zulassen, das maximal erzeugbare Bremsmoment auf die Straße zu bringen, dass
- 4. eine optimierte Verteilung der Bremskräfte über einen großen Kraftschlussbereich erfolgt. Dadurch wird ein vorzeitiges Ansprechen von ABS an einzelnen Rädern auf homogenen Straßen vermieden, was zu einem Sicherheitsgewinn führt. Bei geforderten, hohen Verzögerungen ist es trotzdem möglich, die dazu erforderlichen Bremskräfte zu erzeugen.
Hierbei kann die Aussteuergrenze (Sättigung) einer Achse durch Vergleich mit dem
betreffenden Speicherdruck festgestellt werden. Auch kann auf eine Sättigung
geschlossen werden, wenn sich trotz Ansteuerung der Ventile keine Druckerhöhung mehr
ergibt.
Claims (1)
- Bremsanlage für ein Kraftfahrzeug mit elektronisch gesteuerter oder geregelter Bremsdruckverteilung auf die Radachsen, wobei eine Bremsdruckverteilung vorgenommen wird, bei der die Räder der Achsen der gleichen Kraftschlussbeanspruchung ausgesetzt sind, dadurch gekennzeichnet, dass nach Erreichen der gemäß der vorgegebenen Bremskraftverteilung maximal möglichen Bremskraft an einer Achse und weiter vom Fahrer geforderten Verzögerung der Bremsdruck an der anderen Achse über die vorgenommene Bremsdruckverteilung hinaus erhöht wird.
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE19924243668 DE4243668C2 (de) | 1992-12-23 | 1992-12-23 | Bremsanlage für ein Kraftfahrzeug |
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| FR9314055A FR2699487B1 (fr) | 1992-12-23 | 1993-11-24 | Installation de freinage pour vehicule automobile avec distribution de la pression de freinage sur les essieux de vehicules routiers. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19924243668 DE4243668C2 (de) | 1992-12-23 | 1992-12-23 | Bremsanlage für ein Kraftfahrzeug |
Publications (2)
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Family
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Family Applications (1)
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Country Status (3)
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| DE (1) | DE4243668C2 (de) |
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1993
- 1993-11-19 JP JP29083893A patent/JPH06219254A/ja active Pending
- 1993-11-24 FR FR9314055A patent/FR2699487B1/fr not_active Expired - Lifetime
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| KLEIN,Hans-Christof: Steuerung und Regelung der Bremskräfte am PKw, heute und in Zukunft. In: XX FISITA CONGRESS PROCEEDINGS No.845062, S.2309-2317 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2699487B1 (fr) | 1995-11-24 |
| FR2699487A1 (fr) | 1994-06-24 |
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| JPH06219254A (ja) | 1994-08-09 |
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