DE42462C - Verfahren zur Herstellung von trans. parentem alkalischem Eiweifs in Form einer festen Gallerte - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von trans. parentem alkalischem Eiweifs in Form einer festen Gallerte

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DE42462C
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alkaline protein
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Fürst J. T. MOURAWOFF, genannt TARCHANOFF, Professor in St. Petersburg, Ruft, land
Publication of DE42462C publication Critical patent/DE42462C/de
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B5/00Preservation of eggs or egg products
    • A23B5/08Preserving with chemicals
    • A23B5/12Preserving with chemicals in the form of liquids or solids

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das Verfahren zur Herstellung von transparentem , alkalischem Eiweifs wird folgendermafsen ausgeführt:
Rohe Eier von Hühnern oder anderen Vögeln werden mehrere Tage (2 bis 14) in einer 2- bis 2oprocentigen oder noch stärkeren Natron- oder Kalilauge liegen gelassen. Die Umwandlung geschieht um so schneller,, je concentrirter und je wärmer die Lösung war. Sehr geeignet ist eine Temperatur von 40 ° bis 500C.
Die aus der Lösung herausgenommenen und dann in Wasser hart gekochten Eier ergeben ein vollkommen transparentes, gallertartiges, elastisches Eiweifs, durch welches das Eigelb deutlich hindurchscheint. Falls die Eier längere Zeit in der alkalischen Lösung verbleiben, so geht ihr Eiweifs auch ohne Kochen der Eier in einen vollkommen transparenten, festen gallertartigen' Zustand über.
Eine derartige, wenn auch bedeutend langsamere und weniger vollkommene Umwandlung erleiden die Eier in dem" Falle, wenn man sie in eine halbflüssige Masse taucht, die aus einer Mischung von gewöhnlicher Asche und Aetzkalk oder Soda und Aetzkalk in Wasser in variablen Verhältnissen besteht, indem man z. B. auf 2 oder 3 Gewichtstheile Soda oder Asche 1 Gewichtstheil Aetzkalk nimmt.
Dieses wie beschrieben transformirte Eiweifs, welches eine neue Modification des alkalischen Eiweifses bildet und mehrfache Aehnlichkeit mit dem von dem Erfinder in Pflüger 's ' Archiv (Bd. 33, S. 303) beschriebenen Tata-Eiweifse der Nesthocker hat, beabsichtigt derselbe dieser Aehnlichkeit halber unter dem Namen »Tata - Eiweifse« in den Handel zu bringen.
Zu Nahrungszwecken kann dieses Eiweifs in drei verschiedenen Formen conservirt werden:
ι. In Form eines trockenen, in blechernen Büchsen aufzubewahrenden Eiweifspulvers. Zur Bereitung desselben wird das Eiweifs der nach dem beschriebenen Verfahren behandelten gekochten oder rohen Eier in kleine Stücke geschnitten, zur Entfernung der überflüssigen freien Lauge in Wasser gewaschen, sodann in hierzu geeigneten Trockenöfen oder in der Sonne getrocknet und schliefslich in Pulverform verwandelt und in Blechbüchsen zur Aufbewahrung verpackt. Infolge der verhältnifsmäfsig leichten Löslichkeit dieses Eiweifspulvers in kochendem Wasser kann aus demselben eine sehr nahrhafte Bouillon mit Wurzeln (Suppe) bereitet werden, und infolge seiner Beständigkeit und leichten Co.nservirungsfähigkeit kann es für die Verpröviantirung von Heeren zu Kriegszeiten eine wichtige Rolle spielen.
2. In Form eines gallertartigen, geronnenen, transparenten Eiweifses in 40 procentigem Spiritus. Beim Gebrauch als Nahrungsmittel werden die Eiweifse aus dem Spiritus herausgenommen, zur Entfernung des letzteren in Wasser gekocht und dann in Wasser gethan, in welchem sie zu bedeutenden Dimensionen
anschwellen, aus welchem Grunde der Erfinder dieselben »Rieseneier« nennt.
Das Weifse dieser Eier ist geschmacklos und kann mit Zucker, Cognac und verschiedenen wohlriechenden Substanzen imprä'gnirt werden, indem man diese Stoffe zu dem Wasser zusetzt, in welchem die Anschwellung vor sich geht.
Auf diese Weise erhält man sehr schmackhafte und leicht verdauliche Eiweifspräparate, die nicht nur für den gesunden Menschen, sondern speciell für Kranke höchst nützlich sind.
3. In Form von ganzen Eiern in der Schale, bearbeitet in der vorbeschriebenen Weise und hart gekocht. Diese Eier, in Asche, trockener Kleie etc. und in geschlossenen Kästen an einem kühlen und trockenen Orte aufbewahrt, widerstehen dem Verderben länger als ein Jahr. Beim Gebrauch dieser Eier als Nahrungsmittel mufs das Weifse derselben von dem Eigelb getrennt und in der unter 2. (gallertartiges Eiweifs in 40 procentigem Spiritus) angegebenen Weise behandelt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von transparentem, alkalischem Eiweifs in Form einer festen Gallerte (in rohem oder gekochtem Zustande) durch Behandlung roher, ganzer Eier mittelst kalter oder warmer Lösungen von Aetzkali oder Aetznatron oder ■ mittelst wässeriger Mischungen gewöhnlicher Asche mit Aetzkalk oder mittelst Mischungen von Potasche und Soda mit Aetzkalk.
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