DE4301079C2 - Verfahren zum rechnergesteuerten Wechsel von Schußspulen an Webmaschinen - Google Patents

Verfahren zum rechnergesteuerten Wechsel von Schußspulen an Webmaschinen

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03JAUXILIARY WEAVING APPARATUS; WEAVERS' TOOLS; SHUTTLES
    • D03J1/00Auxiliary apparatus combined with or associated with looms
    • D03J1/12Auxiliary apparatus combined with or associated with looms transferring bobbins between loom and winding station

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)
  • Replacement Of Web Rolls (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum rechnergesteuer­ ten Wechsel von Schußspulen an in Reihe hintereinander angeordneten und von Faserflug zu reinigenden Webmaschi­ nen gemäß den Merkmalen im Oberbegriff des Patent­ anspruchs.
Aus der EP 0 514 321 A1 geht ein Verfahren zum rechnerge­ steuerten Wechsel von Vorratsspulen an in Reihe hinter­ einander angeordneten und von Faserflug zu reinigenden Webmaschinen hervor, bei welchem die Vorratsspulen von einem Lager aus über eine Bereitstellungsstation einer Vorbereitungsstation zugeführt werden. Von der Vorberei­ tungsstation aus werden zu Transporteinheiten zusammenge­ faßte einzelne Spulenhalter parallel zu den nebeneinander liegenden Webmaschinenreihen verfahren. Die Webmaschinen­ reihen werden in Längsrichtung von mindestens einem Kran­ träger übergriffen, der sämtliche Webmaschinenreihen überfahren kann. An dem Kranträger ist eine Beschickungs­ vorrichtung in Längsrichtung verlagerbar, mit deren Hilfe die Vorratsspulen den Spulengestellen an den Webmaschinen zugeführt werden können.
Außerdem ist an dem Kranträger mindestens ein Aggregat entlang verfahrbar, welches der Abreinigung der Webma­ schinen von Faserflug dient.
Der gesamte Ablauf des Wechsels der Vorratsspulen erfolgt rechnergesteuert.
Eine Eigenart des bekannten Verfahrens besteht darin, daß es eine genau vorbestimmte Gesamtanordnung der Webmaschi­ nen sowie der Zuführeinrichtungen verlangt. Abweichungen von dieser Gesamtanordnung schließen die Anwendung des Verfahrens aus.
Durch die zentrale Anordnung einer einzigen Bereitstel­ lungsstation sowie einer einzigen Vorbereitungsstation müssen jeder Webmaschinenreihe gesonderte Zuführungen zu­ geordnet werden. Hierdurch wird sowohl der bauliche als auch der steuerungstechnische Aufwand (Weichenschaltun­ gen) erhöht.
Da die Webmaschinenreihen über ihre gesamte Länge von einem Kranträger überbrückt werden, wird viel Platz in der Höhe benötigt. Auch ist der Energiebedarf für einen solchen Kranträger hoch. Der Platz- und Raumbedarf erhöht sich noch mehr, wenn mehrere Kranträger eingesetzt wer­ den.
Eine Eigenschaft bei der Verwendung von Kranträgern ist darüberhinaus, daß diese aufgrund ihrer Masse gar nicht so schnell verfahren werden können, wie es die heute üb­ lichen Schußeintragsleistungen von etwa 1400 m/min und mehr erfordern.
Im bekannten Fall muß ferner die entlang eines Kranträ­ gers verlagerbare Beschickungseinheit entweder selber über die komplette Länge des Kranträgers verfahren wer­ den, um von einer Transporteinheit eine Schußspule auf­ nehmen und der jeweiligen Webmaschine zuführen zu können oder es bedarf einer komplexen kombinierten Bewegungs­ steuerung der Transporteinheit einerseits sowie der Be­ schickungseinheit andererseits, um zu verhindern, daß die Beschickungseinheit lange Verfahrwege zurücklegen muß.
Aus der EP 0 500 389 A1 geht lediglich ein System zur Automatisierung des Spulentransports und zum Spulenwechsel hervor.
Der Stand der Technik der DE-OS 34 13 681 befaßt sich nur mit dem gezielten Transport einer Schußspule von einer Spinnmaschine über eine Spulmaschine zur Webmaschine. An­ regungen, wie man bedarfsunabhängig und zeitgenau sorten­ gerecht eine Schußspule einer Webmaschine in unterschied­ licher Qualität zur Verfügung stellen kann, werden nicht gegeben.
Der Erfindung liegt ausgehend vom Stand der Technik die Aufgabe zugrunde, das bekannte Verfahren dahingehend zu verbessern, daß unter Berücksichtigung der heute üblichen Schußeintragsleistungen von etwa 1400 m/min und mehr eine automatische bedarfs- und qualitätsabhängige Versorgung der Webmaschinen mit Schußspulen unter vergleichsweise geringem Platz- und Energiebedarf auch bei bereits in­ stallierten Webmaschinenanordnungen gewährleistet werden kann.
Die Lösung dieser Aufgabe wird in den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs gesehen.
Ein wesentlicher Gedanke der Erfindung bildet die Maß­ nahme, daß die Schußspulen nunmehr über Übergabeeinheiten den Webmaschinen zugeführt werden, von denen jeder Webma­ schinenreihe jeweils eine stirnseitig zugeordnet ist. Folglich können unmittelbar an den Webmaschinenreihen die Schußspulen qualitäts- und sortenrein getrennt bereitge­ stellt werden. Hier werden dann die Schußspulen von Hand­ habungsgeräten aufgenommen, die Bestandteil eines Tender­ fahrzeugs sind, das mit der Vorrichtung zur Reinigung und Entsorgung der Webmaschinen von Faserflug, einer soge­ nannten Abblas/Absauganlage, gekoppelt wird.
Nachdem die Schußspulen aufgenommen sind, erfolgt ihr Transport zur Bedarfsstelle. Mit der Abblas/Absauganlage verfährt das Tenderfahrzeug oberhalb der Webmaschinen­ reihe im jeweiligen Reinigungszyklus. An der Webmaschine, die mit einer Schußspule bestückt werden muß, hält ein solcher Transportzug positionsgenau an und die Schußspu­ len werden in einer abwärts gerichteten Bewegung an einem fixierten Punkt an die Spulengatter übergeben. Im An­ schluß daran arbeitet die Abblas/Absauganlage ihren Rei­ nigungszyklus ab und fährt dann wieder an die Stirnseite der Webmaschinenreihe. Hier liegt ggf. bereits die näch­ ste Schußspule in der richtigen Position in der Übergabe­ einheit, um von einem Handhabungsgerät aufgenommen zu werden.
Der Vorteil eines an eine Abblas/Absauganlage gekoppelten Handhabungsgeräts liegt insbesondere darin, daß ein exi­ stierendes Transport- und Energiesystem ausgenutzt werden kann, um die anfallenden Arbeiten, nämlich den Transport und die Bereitstellung der Schußspulen am jeweiligen Be­ darfsort auszuführen. Das bedeutet, daß elektrische Ener­ gie bereits vorhanden ist. Auch ggf. benötigte Luft steht zur Verfügung. Da das Tenderfahrzeug auf dem für die Ab­ blas/Absauganlage installierten Schienensystem verfährt, ist auch der erforderliche Fahrweg vorhanden.
Die Position eines Handhabungsgeräts kann beispielsweise über einen Zahnriemen festgestellt werden, der im Fahr­ schienenprofil verspannt ist. In diesen Zahnriemen greift ein mit dem Handhabungsgerät gekoppeltes Zahnrad über Um­ lenkrollen geführt ein. Über einen Drehimpulsaufnehmer kann die Position des Handhabungsgeräts von dem Zahnrie­ menrad abgenommen werden.
Zur Aufnahme der Schußspulen und zur Übergabe auf die Schußspulengatter kann ein Handhabungsgerät bevorzugt mit Aktoren bzw. Manipulatoren ausgerüstet werden. Die Bewe­ gungen, die die Aktoren/Manipulatoren dabei ausführen müssen, sind auf unterschiedlichste Weise zu verwirkli­ chen. So ist beispielsweise die Betätigung von Greifern und deren Bewegung über Seilzüge, Zylinder oder Spindel­ antriebe denkbar. Auch die Kombination unterschiedlicher Systeme ist möglich.
Prinzipiell ist es auch denkbar, ein Tenderfahrzeug mit einem Handhabungsgerät unabhängig von einer Ab­ blas/Absauganlage selbstfahrend einzusetzen. Dies ist beispielsweise sinnvoll bei Webprozessen, wo keine perma­ nente Reinigung von Faserflug erforderlich ist. Hierzu bedarf das Tenderfahrzeug eines eigenen Antriebs. Der An­ trieb kann unterschiedlich ausgebildet werden. Dadurch ist es möglich, ggf. später eine Abblas/Absauganlage an ein Handhabungsgerät zu koppeln, die dann von diesem mit bewegt wird. Dies wirkt sich in Betrieben vorteilhaft aus, wo bislang noch keine Abblas/Absauganlagen instal­ liert sind, weil der Produktionsprozeß diese nicht erfor­ derte, aber durch Umstellungen in der Produktion eine Reinigung notwendig geworden ist.

Claims (1)

  1. Verfahren zum rechnergesteuerten Wechsel von Schußspulen an in Reihe hintereinander angeordneten und von Faserflug zu reinigenden Webmaschinen, bei welchem die Schußspulen von einem Lager aus qualitätsmäßig sortiert zunächst in einer Speicherstation abgelegt und dann aus dieser Speicherstation in eine Übergabeeinheit mit für eine Webmaschinenreihe sortenspezifisch verlangten Spulenqua­ litäten überführt werden, von wo aus die Schußspulen ge­ zielt bedarfsabhängig sowie zeitgenau der jeweiligen Web­ maschine in dieser Webmaschinenreihe zugeleitet und hier in die Wechselposition verbracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Schußspulen zunächst in eine stirnseitig jeder Webmaschinenreihe befindliche Übergabeeinheit verbracht und von dieser Übergabeeinheit aus durch ein mit einem Handhabungsgerät ausgerüstetes und mit einer oberhalb der zugeordneten Webmaschinenreihe zwangsgeführten Abblas/Absauganlage gekoppeltes Tender­ fahrzeug aufgenommen, dann in Längsrichtung der Webma­ schinenreihe transportiert und durch das Handhabungsgerät an den vorbestimmten Webmaschinen den in den Wechselposi­ tionen vorgesehenen Spulengattern übergeben werden.
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