DE4307096A1 - Verfahren zum Ansteuern eines wechselstromgespeisten Einphaseninduktionsmotors - Google Patents
Verfahren zum Ansteuern eines wechselstromgespeisten EinphaseninduktionsmotorsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ansteuern eines wechsel
stromgespeisten Einphaseninduktionsmotors mit einer Hauptwicklung
und wenigstens einer Hilfswicklung sowie einen Einphaseninduktions
motor gemäß den im Oberbegriff des Anspruchs 5 angegebenen
Merkmalen.
Einphaseninduktionsmotoren werden für Wechselstrombetrieb kleine
rer Leistungen bis etwa 1,5 kW gebaut. Sie sind mit einem Käfigläu
fer versehen und werden einphasig an das Netz angeschlossen. Solche
Motoren werden heutzutage in großen Stückzahlen gebaut. Sie weisen
eine Hauptwicklung (auch Arbeitswicklung genannt) sowie eine Hilfs
wicklung (auch Anlaufwicklung genannt) auf. Diese Hilfswicklung ist
erforderlich, um den Motor anfahren zu können. Die Hilfswicklung
wird üblicherweise parallel zur Hauptwicklung in Reihe mit einem
Kondensator geschaltet, um so eine Phasenverschiebung zwischen
Haupt- und Hilfswicklung zu erzeugen. Wenn die Hilfswicklung als
reine Anlaufwicklung gedacht ist, wird diese nach Erreichen der
Betriebsdrehzahl abgeschaltet. Es wird jedoch auch häufig eine Be
triebsart gewählt, bei der die Hilfswicklung über einen Kondensator
in Betrieb zugeschaltet bleibt, dann wird jedoch die Kondensatorka
pazität bei Erreichen der Betriebsdrehzahl verringert, was in der
Regel durch Abschalten eines zweiten parallelen Kondensators er
folgt.
Allen Betriebsarten gemeinsam ist jedoch mindestens ein in Reihe zu
einer Wicklung schaltbarer Kondensator. Hierbei handelt es sich um
ein großvolumiges Bauelement, das nur im Ausnahmefall im Klem
menkasten des Motors untergebracht werden kann. Der Kondensator
erhöht nicht nur die Baugröße des Aggregats, er verteuert auch die
Herstellungskosten und kann den Motor hinsichtlich seiner Tempera
turfestigkeit und seiner Zuverlässigkeit negativ beeinflussen.
Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren zum Ansteuern eines wechselstromgespeisten Einphasenin
duktionsmotors zu schaffen, das einen solchen Kondensator entbehr
lich macht. Des weiteren soll ein Einphaseninduktionsmotor geschaf
fen werden, der die vorerwähnten Nachteile vermeidet und bei klei
ner Baugröße vielseitig einsetzbar ist.
Der verfahrensmäßige Teil dieser Aufgabe wird dadurch gelöst, daß
das für die Speisung des Motors zur Verfügung stehende Wechsel
stromsignal mittels Schalter in zueinander phasenverschobene Wech
selstromsignale aufgespalten wird und die Wicklungen zumindest
zeitweise mit diesen sich zumindest in der Phase unterscheidenden
Wechselstromsignalen gespeist werden. Es werden also in vorteilhaf
ter Weise durch einfache Schaltvorgänge aus dem Wechselstromnetz
signal phasenverschobene Wechselstromsignale erzeugt, die den
Motorwicklungen unmittelbar zugeführt werden können, d. h., unter
Umgehung des sonst üblichen Kondensators. Dieses Verfahren schafft
nicht nur die Voraussetzung für den Entfall des bisher stets erforder
lichen Anlauf- und/oder Betriebskondensators, sondern schafft die
Voraussetzung für eine vielseitige, den individuellen Anforderungen,
sei es in der Anfahrphase oder der Betriebsphase, angepaßte An
steuerung.
Der vorrichtungsmäßige Teil dieser Aufgabe wird bei einem Ein
phaseninduktionsmotor mit Haupt- und Hilfswicklung dadurch gelöst,
daß jeder Wicklung ein Schalter vorgeschaltet ist und diese Schalter
durch eine gemeinsame Steuerung derart ansteuerbar sind, daß die
Wicklungen mit phasenverschobenen Strömungen durchflutbar sind.
Bevorzugt wird das erfindungsgemäße Verfahren zum Anfahren des
Motors eingesetzt, indem die beiden Motorwicklungen mit phasenver
schobenen Wechselstromsignalen beaufschlagt werden, die durch
Aufspaltung des Wechselstromnetzsignals in zwei phasenverschobene
Wechselstromsignale niederer Frequenz erzeugt werden.
Schaltungstechnisch besonders günstig ist es, wenn die Aufspaltung
des Wechselstromnetzsignals halbwellenweise erfolgt, d. h., daß die
phasenverschobenen Wechselstromsignale aus Halbwellen des Wech
selstromnetzsignals zusammengesetzt werden. Schaltungstechnisch hat
dies den Vorteil, daß die Schaltvorgänge ohne großen elektronischen
Schaltaufwand durchgeführt werden können. Die Schalter schalten
dann immer nur im Nulldurchgang des Wechselstromnetzsignals,
d. h., praktisch ohne Last.
Zum Anfahren des Motors hat es sich besonders günstig erwiesen,
die Haupt- und die Hilfswicklung mit einem oder mehreren Zyklen
anzusteuern, die aus einer ersten Halbwelle des Wechselstromsignals
bestehen, mit der eine Wicklung, beispielsweise die Hauptwicklung,
beaufschlagt wird und die weiterhin aus der darauf folgenden weite
ren Halbwelle des Wechselstromnetzsignals bestehen, die der anderen
Wicklung, also beispielsweise der Hilfswicklung, zugeführt wird. Da
nach werden dann beide Wicklungen für mindestens die Zeitdauer
einer Halbwelle unbeaufschlagt gelassen, wonach der Zyklus ein-
oder mehrmals, je nach gewünschten Anfahrverhalten wiederholt
wird. Für ein zügiges Anfahren des Motors hat es sich als besonders
günstig erwiesen, mit einem, drei oder fünf solcher Zyklen den
Motor hochzufahren, wobei mit wachsender Zyklenzahl ein gewisser
Rütteleffekt sich einstellt, der unterstützend zum Losbrechen eines
festgefahrenen Motors eingesetzt werden kann. Durch Bestimmung
der Anzahl dieser Zyklen kann auch die Drehrichtung bestimmt
werden. So hat es sich beispielsweise herausgestellt, daß dann, wenn
man den Motor mit vier Zyklen ansteuert, er in umgekehrter Rich
tung anläuft verglichen mit einer Ansteuerung mit 1, 2, 3 oder 5
Zyklen. Nachdem ein oder mehrere Zyklen durchfahren sind, wird
die Hilfswicklung abgeschaltet und die Hauptwicklung mit dem Wech
selstromnetzsignal beaufschlagt, so daß der Motor in der üblichen
Betriebsart läuft, bei der sonst der Anfahrkondensator mit Hilfswick
lung abgeschaltet wäre.
Die Drehrichtung kann jedoch nicht nur durch die Wahl der Anzahl
der Zyklen bestimmt werden, sondern durch die Art der Zyklen
selbst. Je nachdem, welche Halbwelle welcher Wicklung zuerst zu
geführt wird, läuft der Motor in die eine oder aber in die andere
Drehrichtung an. Es kann also letztlich durch Wahl der Aufspaltung
des Wechselstromsignals die Drehrichtung des Motors gesteuert
werden, was natürlich von großem Vorteil ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht jedoch nicht nur ein
gezieltes Anfahren des Motors, sondern es kann, wenn gewünscht,
auch in der Betriebsphase die Hilfswicklung zeitweise oder ständig
gezielt mit einem Wechselstromsignal angesteuert werden, um be
stimmte Betriebseigenschaften des Motors zu erreichen.
Als Schalter werden zweckmäßigerweise Halbleiterbauelemente einge
setzt, die heutzutage nicht nur von der Baugröße, sondern auch von
den Herstellungskosten günstig sind. Da die Schalter den Strom in
beiden Richtungen durchlassen bzw. sperren müssen, werden hier
vorteilhaft jeder Wicklung ein Triac vorgeschaltet, das durch eine
entsprechende Steuerung geschaltet wird. Statt eines Triacs können
auch MOS-controlled-Thyristoren eingesetzt werden.
Die Steuerung kann schaltungstechnisch einfach aufgebaut werden,
indem ein Nulldurchgangsdetektor für das Wechselstromnetzsignal
Verwendung findet, der so geschaltet ist, daß die Triacs in einer
zuvor festgelegten oder festlegbaren Schaltfolge in Abhängigkeit der
Anzahl der erfolgten Nulldurchgänge schalten. Die Steuerung kann
also mittels des Nulldurchgangsdetektors auch getaktet werden.
Bevorzugt ist der Steuerung ein im Motor angeordneter Temperatur
fühler zugeordnet, derart, daß beim Überschreiten einer bestimmten
Motortemperatur die Schalter öffnend angesteuert werden. Auf diese
Weise kann die sonst übliche Thermosicherung des Motors kosten
günstig und zuverlässig ersetzt werden. Es ist dabei lediglich ein
Thermofühler in oder auch am Motor vorzusehen, der aufgrund
seiner Baugröße sogar innerhalb der Wicklung angeordnet werden
kann, wodurch eine sehr exakte Temperaturüberwachung möglich ist.
Es werden keine zusätzlichen Schaltelemente benötigt, da die ohnehin
vorhandenen, den Wicklungen vorgeschalteten Schalter benutzt wer
den.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in der Zeichnung darge
stellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 das Schaltbild eines Einphaseninduktionsmotors mit der
erfindungsgemäßen Ansteuerung,
Fig. 2 die Aufspaltung eines Wechselstromnetzsignals in zwei
phasenverschobene Wechselstromsignale,
Fig. 3 eine vereinfachte Darstellung des Stromverlaufs in den
Motorwicklungen während der Anfahr- und der Be
triebsphase,
Fig. 4 das zeitliche Anfahrverhalten des Motors bei Ansteue
rung mit unterschiedlicher Zyklenzahl.
Das Schaltbild nach Fig. 1 zeigt einen Einphaseninduktionsmotor
mit einer Hauptwicklung 1 sowie einer Hilfswicklung 2. Die beiden
Wicklungen 1, 2 liegen parallel zueinander an den Klemmen 3, 4 eines
Wechselstromversorgungsnetzes. In Reihe zu den Wicklungen 1 und
2 ist jeweils ein Triac 5, 6 als Schaltelement geschaltet. Die Triacs
5, 6 werden von einer Steuerung 7 geschaltet, die ebenfalls vom
Versorgungsnetz gespeist wird. Der Pfeil 8 in Fig. 1 soll verdeutli
chen, daß die Steuerung 7 gegebenenfalls ihrerseits ansteuerbar ist,
so daß beispielsweise auch die Eingliederung in eine Regelschleife
denkbar ist.
Die Steuerung, deren Aufbau hier nicht im einzelnen erläutert wird,
steuert die Triacs 5 und 6 unter Ausnutzung des durch die Nulldurch
gänge 9 des Wechselstromnetzsignals 10 vorgegebenen Taktes. Das
an den Klemmen 3, 4 anliegende Wechselstromnetzsignal 10 ist in
Fig. 2a im zeitlichen Verlauf dargestellt. Das Wechselstromnetzsi
gnal 10 wird mittels der Steuerung 7 über die Triacs 5 und 6 in zwei
Wechselstromsignale niederer Frequenz aufgespalten, die in Fig. 2b
und 2c dargestellt sind. Das in Fig. 2b dargestellte Wechselstrom
signal 11 wird unmittelbar der Hilfswicklung 2 des Motors zugeführt,
während das in Fig. 2c dargestellte Wechselstromsignal 12 für die
Hauptwicklung 1 bestimmt ist. Wie die Fig. 2 verdeutlicht, sind die
Wechselstromsignale 11 und 12 im Signalverlauf identisch, lediglich
phasenverschoben, und zwar um eine Wellenlänge 13 des Wechsel
stromnetzsignals. Wird beim Anfahren des Motors die Hauptwicklung
1 mit dem Wechselstromsignal 11 beaufschlagt und die Hilfswicklung
2 mit dem Wechselstromsignal 12, so fährt der Motor in gleicher
Weise an, jedoch in umgekehrter Drehrichtung. Es kann also durch
entsprechende Beaufschlagung der Wicklungen 1 und 2 die Drehrich
tung des Motors bestimmt werden.
Der einleitend erwähnte Zyklus, dessen Art und Anzahl in ganz
entscheidender Weise das Anfahrverhalten des Motors beeinflußt, ist
in Fig. 2 mit 14 gekennzeichnet. Ein Zyklus 14 erstreckt sich über
1,5 Wellenlängen 13 des Wechselstromnetzsignals 10 und beginnt
jeweils mit einer Halbwelle, mit der die Hilfswicklung 2 beaufschlagt
wird. Die sich daran anschließende entgegengerichtete Halbwelle wird
der Hauptwicklung 1 zugeführt, wonach über den Zeitraum einer
halben Wellenlänge 13 beide Wicklungen 1 und 2 nicht beaufschlagt
werden. In der übrigen Zeit bleibt jeweils die andere Wicklung
unbeaufschlagt. Welche Wicklung zuerst beaufschlagt wird, ist le
diglich für die Drehrichtung des Motors entscheidend.
Anhand von Fig. 3 ist das Hochfahren eines Motors in fünf Zyklen
14 dargestellt, wobei die durchgezogenen Linien 15 den Stromverlauf
in der Hilfswicklung 2 und die unterbrochenen Linien 16 den Strom
verlauf in der Hauptwicklung 1 symbolisieren. Aus Fig. 3 ergibt
sich auch, daß nach dem Hochfahren des Motors die Hilfswicklung
2 ausgeschaltet bleibt und das Wechselstromnetzsignal 10 an der
Hauptwicklung 1 anliegt.
Fig. 4 veranschaulicht, wie durch die Wahl der Anzahl der Zyklen
14 das Anfahren des Motors gezielt beeinflußt werden kann. Die
Ordnungszahlen an den fünf dargestellten Kurven symbolisieren die
Anzahl der bis zum Anlegen des Wechselstromnetzsignals 10 an die
Hauptwicklung 1 durchlaufenden Zyklen 14. Bei der Kurve nach Zif
fern (1), bei der nur ein Zyklus 14 durchlaufen worden ist, erreicht
der Motor in kürzester Zeit seine Betriebsdrehzahl, während beim
Durchlaufen mehrerer Zyklen die Drehzahl zwischenzeitlich wieder
abfällt, sich also ein gewisser Rütteleffekt bemerkbar macht. Schließ
lich führt das Anfahren mit vier Zyklen zu einer Drehrichtungsum
kehr des Motors. Die anhand von Fig. 4 dargestellten Kurven ver
anschaulichen nur andeutungsweise, welche Möglichkeiten das erfin
dungsgemäße Verfahren im Hinblick auf die Motorsteuerung bietet.
Mittels der vorbeschriebenen Zyklen 14 kann nicht nur das Anfahr
verhalten und ggf. die Drehrichtung des Motors gezielt beeinflußt
werden, die Pause am Ende eines Zyklus 14 ermöglicht es, auf
elektronischem Wege das Betriebsverhalten des Motors zu ermitteln.
Wenn nämlich in dieser Pause, in der keine der beiden Wicklungen
beaufschlagt ist, das in den Wicklungen durch Drehung induzierte
Signal, das die Wicklungen quasi im Generatorbetrieb abgeben,
entsprechend elektronisch ausgewertet wird, kann der Lastzustand des
Motors, insbesondere auch die bereits erreichte Drehzahl bestimmt
werden. Bei herkömmlichen, über einen Anfahrkondensator angelasse
ne Motoren, ist dies nur über externe Sensorik bzw. durch kurzzeiti
ges Abschalten der Versorgungsspannung möglich, was bekannterma
ßen von Nachteil ist.
Wie sich aus Fig. 1 weiter ergibt, ist der Steuerung 7 ein Tempera
turfühler 17 zugeordnet, der innerhalb oder nahe der Hauptwicklung
1 angeordnet ist, um die Temperatur innerhalb dieser Wicklung zu
erfassen und um den Motor, insbesondere die Wicklung 1, rechtzeitig
vor einer thermischen Überlastung abzuschalten. Der Temperaturfüh
ler 17 in Verbindung mit der entsprechend ausgelegten Steuerung 7
und dem ohnehin vorhandenen Schalter 5 ersetzt also auf sehr elegan
te Weise die sonst übliche Thermosicherung.
Bezugszeichenliste
1 - Hauptwicklung
2 - Hilfswicklung
3 - Klemme
4 - Klemme
5 - Triac
6 - Triac
7 - Steuerung
8 - Pfeil
9 - Nulldurchgänge
10 - Wechselstromnetzsignal
11 - Wechselstromsignal für 2
12 - Wechselstromsignal für 1
13 - Wellenlänge
14 - Zyklus
15 - durchzogene Linie
16 - unterbrochene Linie
17 - Temperaturfühler
2 - Hilfswicklung
3 - Klemme
4 - Klemme
5 - Triac
6 - Triac
7 - Steuerung
8 - Pfeil
9 - Nulldurchgänge
10 - Wechselstromnetzsignal
11 - Wechselstromsignal für 2
12 - Wechselstromsignal für 1
13 - Wellenlänge
14 - Zyklus
15 - durchzogene Linie
16 - unterbrochene Linie
17 - Temperaturfühler
Claims (13)
1. Verfahren zum Ansteuern eines wechselstromgespeisten Ein
phaseninduktionsmotors mit einer Hauptwicklung (1) und mindestens
einer Hilfswicklung (2), dadurch gekennzeichnet, daß das Wechsel
stromsignal (10) des den Motor speisenden Netzes (Wechselstrom
netzsignal) mittels Schalter (5, 6) in zueinander phasenverschobene
Wechselstromsignale (11, 12) aufgespalten wird und die Wicklungen
(1, 2) zumindest zeitweise mit diesen sich unterscheidenden Wech
selstromsignalen (11, 12) gespeist werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum
Zwecke des Anfahrens des Motors das Wechselstromnetzsignal (10)
in zueinander phasenverschobene Wechselstromsignale (11, 12) niede
rer Frequenz aufgespalten wird, mit denen die Wicklungen (1, 2) be
aufschlagt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufspaltung des Wechselstromnetzsignals (10) halbwellenwei
se erfolgt, so daß Schaltvorgänge nur im Nulldurchgang (9) des
Wechselstromnetzsignals (10) erfolgen.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Hauptwicklung (1) und die Hilfswicklung (2) so
angesteuert werden, daß eine erste Halbwelle des Wechselstromnetzsi
gnals der einen und die darauffolgende Halbwelle des Wechselstrom
netzsignals (10) der anderen Wicklung zugeführt werden, wonach
beide Wicklungen (1, 2) für mindestens die Zeitdauer einer Halbwelle
unbeaufschlagt bleiben und daß durch Wahl der Anzahl der Wie
derholungen dieses Zyklus (14) das Anfahrverhalten des Motors
gezielt beeinflußt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß nach
dem Durchfahren einer Zahl von Zyklen (14) die Hilfswicklung (2)
abgeschaltet und die Hauptwicklung (1) mit dem Wechselstromnetzsi
gnal (10) beaufschlagt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß durch Wahl der Aufspaltung des Wechselstrom
netzsignals die Anfahrdrehrichtung des Motors gesteuert wird.
7. Einphaseninduktionsmotor mit einer Hauptwicklung (1) und
mindestens einer Hilfswicklung (2), die zum Zwecke des Anfahrens
des Motors mit zueinander phasenverschobenen Strömen beaufschlag
bar sind, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Wicklung (1, 2) ein
Schalter (5, 6) vorgeschaltet ist, und daß eine gemeinsame Steuerung
(7) vorgesehen ist, welche die Schalter (5, 6) so ansteuert, daß die
Wicklungen (1, 2) mit phasenverschobenen Strömen (11, 12) durch
flutbar sind.
8. Einphaseninduktionsmotor nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß als Schalter (5, 6) Halbleiterbauelemente eingesetzt sind.
9. Einphaseninduktionsmotor nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß als Schalter (5, 6) Triacs eingesetzt sind.
10. Einphaseninduktionsmotor nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß als Schalter (5, 6) MOS-Controlled-Thyristoren einge
setzt sind.
11. Einphaseninduktionsmotor nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung (7) einen
Nulldurchgangsdetektor für das Wechselstromnetzsignal (10) aufweist,
der so geschaltet ist, daß Schaltvorgänge in den Schaltern (5, 6) nur
im Nulldurchgang (9) des Wechselstromnetzsignals (10) erfolgen
können.
12. Einphaseninduktionsmotor nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung (7) getaktet
ist, und zwar im Takt der Nulldurchgänge (9) des Wechselstromnetz
signals (10).
13. Einphaseninduktionsmotor nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerung (7) ein im
Motor angeordneter Temperaturfühler zugeordnet ist, derart, daß
beim Überschreiten einer bestimmten Motortemperatur die Schalter
(5, 6) öffnend angesteuert werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934307096 DE4307096C2 (de) | 1993-03-06 | 1993-03-06 | Verfahren zum Ansteuern eines wechselstromgespeisten Einphaseninduktionsmotors |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19934307096 DE4307096C2 (de) | 1993-03-06 | 1993-03-06 | Verfahren zum Ansteuern eines wechselstromgespeisten Einphaseninduktionsmotors |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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| R071 | Expiry of right | ||
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