DE4307683A1 - Verfahren zur Herstellung einer wäßrigen Polymerisatdispersion - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer wäßrigen PolymerisatdispersionInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Her
stellung einer wäßrigen Polymerisatdispersion, die eine Fest
stoffvolumenkonzentration von wenigstens 50 Vol.-% aufweist
(Feststoffvolumen = Feststoffmasse dividiert durch Feststoff
dichte), bei dem wenigstens ein von Vinyl- und Vinylidenhalogeni
den verschiedenes radikalisch polymerisierbares Monomeres unter
Zusatz wenigstens einer wäßrigen Polymerisatausgangsdispersion I
in einem Polymerisationsgefäß nach dem Verfahren der radikali
schen wäßrigen Emulsionspolymerisation in Gegenwart von Disper
giermitteln und radikalischen Polymerisationsinitiatoren polyme
risiert wird.
Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung der
unmittelbaren Verfahrensprodukte als Bindemittel und als Massen
zur Herstellung von Beschichtungen und Verklebungen.
Ebenso wie Polymerisatlösungen beim Verdampfen des Lösungsmit
tels, weisen wäßrige Polymerisatdispersionen beim Verdampfen des
wäßrigen Dispersionsmediums die Eigenschaft auf, Polymerisatfilme
zu bilden, weshalb wäßrige Polymerisatdispersionen in vielfacher
Weise als Bindemittel, z. B. für Anstrichfarben oder für Massen
zum Beschichten von Leder, Papier oder Kunststoffolien Anwendung
finden.
Wäßrige Polymerisatdispersionen mit hohem Polymerisatanteil sind
insofern von besonderem Vorteil, als einerseits ihr relativ ge
ringerer Anteil an wäßrigem Dispersionsmedium den Aufwand für das
Verdampfen desselben, z. B. zur Filmbildung oder zur Herstellung
von Polymerpulvern, reduziert und andererseits der Wertstoff Po
lymerisat in Anwendung einer relativ geringeren Menge wäßriger
Phase als Trägermedium gelagert und transportiert werden kann.
Von Nachteil ist jedoch, daß mit zunehmender Volumenkonzentration
(US-A 4,130,523) des Polymerisats die Herstellung wäßriger Poly
merisatdispersionen problembehaftet ist. So nimmt einerseits der
Fließwiderstand (die Viskosität) zu und erschwert sowohl die Ab
führung der Reaktionswärme als auch die Verarbeitung der wäßrigen
Dispersion und andererseits wächst die Neigung der dispergierten
Polymerisatteilchen sich aus Gründen der thermodynamischen Stabi
lität zusammenzulagern. Die dabei entstehenden Ausflockun
gen [a) Mikroflockungen oder Stippen; sie können durch herkömmli
che Filtration in der Regel nicht abgetrennt werden; b) Makro
flockungen oder Koagulat; ist normalerweise durch übliche Fil
tration abtrennbar;] führen insbesondere zu Störungen in den Ver
filmungen der wäßrigen Polymerisatdispersionen und sind daher in
der Regel unerwünscht.
Nach Untersuchungen über den Fließwiderstand wäßriger Polymeri
satdispersionen weisen solche mit einer breiten Größenverteilung
(polydispers) der dispergierten Polymerisatteilchen bei gleichem
Feststoffgehalt in der Regel einen geringeren Fließwiderstand
auf, als solche mit einer engen Größenverteilung (im Grenzfall
monodispers). Ferner zeigen grobteilige wäßrige Polymerisatdis
persionen unter der Prämisse gleichen Feststoffgehalts einen ge
ringeren Fließwiderstand als feinteilige wäßrige Polymerisatdis
persionen.
Aus der EP-A 129 699 ist ein Verfahren zur Herstellung einer wäß
rigen Polymerisatdispersion bekannt, bei dem man in einem Poly
merisationsgefäß nach dem Verfahren der radikalischen wäßrigen
Emulsionspolymerisation ungesättigte Monomere in an sich bekann
ter Weise polymerisiert und dabei eine wäßrige Dispersion eines
Ausgangspolymerisats zusetzt, wobei der Zusatz der wäßrigen Dis
persion des Ausgangspolymerisats abgeschlossen sein muß, bevor
40 Gew.-% der insgesamt zu polymerisierenden Monomeren einpolyme
risiert sind sowie frühestens dann erfolgen darf, wenn die mitt
lere Teilchengröße des bei der Polymerisation der Monomeren ent
stehenden Emulsionspolymerisats den zweifachen Wert der mittleren
Teilchengröße der wäßrigen Dispersion des Ausgangspolymerisats
aufweist. Vorzugsweise wird dabei die wäßrige Dispersion des Aus
gangspolymerisats nicht über einen längeren Zeitraum, sondern auf
einmal zugegeben.
Nachteilig an den so erhältlichen wäßrigen Polymerisatdispersio
nen ist, daß ihr Fließwiderstand oberhalb einer Feststoffvolumen
konzentration von 50 Vol.-% nicht voll zu befriedigen vermag und
gemäß den Ausführungsbeispielen die Feststoffvolumenkonzentration
auf Werte unter 65 Vol.-% beschränkt ist.
Die US-A 4,130,523 betrifft ein Verfahren zur Herstellung wäßri
ger Polymerisatdispersionen, bei dem während des Polymerisations
prozesses laufend bereits gebildete wäßrige Polymerisatdispersion
aus der Reaktionszone entfernt, gelagert und später der Reakti
onszone als eine Art Ausgangspolymerisatdispersion wieder zuge
führt wird. Nachteilig an diesem Verfahren ist, daß es für eine
großtechnische Realisierung ungeeignet ist.
Die US-A 3,424,706 bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung
wäßriger Polymerisatdispersionen, deren Polymerisate wenigstens
70 bis 97 Gew.-% Vinylidenchlorid einpolymerisiert enthalten, bei
dem die Polymerisation der Monomeren unter Zusatz einer wäßrigen
Dispersion eines Ausgangspolymerisats erfolgt. Unter anderem ent
hält die US-A 3,424,706 den Hinweis, die zu polymerisierenden
Monomeren und die wäßrige Dispersion des Ausgangspolymerisats
miteinander zu vermischen und dieses Gemisch der einen Teil des
Polymerisationsansatzes umfassenden Vorlage zuzuführen.
Nachteilig an diesem Verfahren ist, daß es auf Monomerengemische
beschränkt ist, die hauptsächlich Vinylidenchlorid enthalten.
Darüber hinaus vermag gemäß den Ausführungsbeispielen auch bei
den nach diesem Verfahren erhältlichen wäßrigen Polymerisatdis
persionen sowohl der Fließwiderstand oberhalb einer Feststoff
volumenkonzentration von 50 Vol.-%, als auch die in noch befrie
digend fließfähigem Zustand erreichbare Obergrenze der Feststoff
volumenkonzentration nicht zu befriedigen.
Die EP-A 81 083 offenbart ein Verfahren zur Herstellung einer
wäßrigen hochkonzentrierten bimodalen Polymerisatdispersion, das
dadurch gekennzeichnet ist, daß man ethylenisch ungesättigte Mo
nomere unter Zusatz einer wäßrigen Ausgangsdispersion A eines
Ausgangspolymerisats A und einer wäßrigen Ausgangsdispersion B
eines Ausgangspolymerisats B nach dem Verfahren der radikalischen
wäßrigen Emulsionspolymerisation mit der Maßgabe polymerisiert,
daß die gewichtsmittleren Durchmesser der Polymerisatteilchen A
und B um einen Faktor 2 bis 15 voneinander verschieden sind und
die Gewichtssumme der zugesetzten Ausgangspolymerisate A und B,
bezogen auf das Gewicht des resultierenden Endpolymerisats,
wenigstens 5 und höchstens 80 Gew.-% beträgt. Nachteilig an die
sem Verfahren ist, daß es notwendigerweise der Herstellung zweier
wäßriger Polymerisatausgangsdispersionen bedarf. Ferner werden
befriedigende wäßrige Polymerisatdispersionen nach dieser Ver
fahrensweise offensichtlich nur dann erhalten, wenn die Gewichts
summe der zugesetzten Ausgangspolymerisate A und B, bezogen auf
das Gewicht des resultierenden Endpolymerisats, wenigstens
60 Gew.-% beträgt. Zumindest genügen sämtliche Ausführungsbei
spiele der EP-A 81 083 dieser Maßgabe.
Aus der GB-A 2 245 274 ist ein Verfahren zur Herstellung wäßriger
Polymerisatdispersionen bekannt, deren Polymerisatteilchendurch
messer über einen breiten Bereich verteilt sind. Das Verfahren
ist durch einen bestimmten Verlauf der Emulgatorkonzentration
längs des Polymerisationspfades gekennzeichnet. Nachteilig an
diesem Verfahren ist, daß es sich zur großtechnischen reprodu
zierbaren Herstellung wäßriger Polymerisatdispersionen mit einer
Feststoffvolumenkonzentration 50 Vol.-% wenig eignet, weshalb
auch die Feststoffvolumenkonzentration des einzigen Ausführungs
beispiels unterhalb von 20 Vol.-% liegt.
Die ältere Anmeldung DE-A 42 13 965 (O.Z. 0050/43182) betrifft
ein Verfahren zur Herstellung einer wäßrigen Polymerisatdisper
sion, die eine Feststoffvolumenkonzentration von wenigstens
50 Vol.-% aufweist, das u. a. dadurch gekennzeichnet ist, daß man
wenigstens ein radikalisch polymerisierbares Monomeres unter
Zusatz einer wäßrigen Dispersion eines Ausgangspolymerisats nach
der Methode der radikalischen wäßrigen Emulsionspolymerisation
mit der Maßgabe polymerisiert, daß der gewichtsmittlere Teilchen
durchmesser der Polymerisatteilchen der wäßrigen Dispersion des
Ausgangspolymerisats 50 nm ist.
Die ältere Anmeldung DE-A 42 13 964 (O.Z. 0050/43183) betrifft
ein Verfahren zur Herstellung einer wäßrigen Polymerisatdisper
sion, das u. a. dadurch gekennzeichnet ist, daß man radikalisch
polymerisierbare Monomere unter Zusatz einer wäßrigen Dispersion
eines Ausgangspolymerisats nach der Methode der radikalischen
wäßrigen Emulsionspolymerisation mit der Maßgabe polymerisiert,
daß der gewichtsmittlere Teilchendurchmesser der Polymerisatteil
chen der wäßrigen Dispersion des Ausgangspolymerisats 10 bis
100 nm beträgt.
Die ältere Anmeldung DE-A 42 13 967 (O.Z. 0050/43184) betrifft
ein Verfahren zur Herstellung einer wäßrigen Polymerisatdisper
sion, die eine Feststoffvolumenkonzentration von wenigstens
50 Vol.-% aufweist, das u. a. dadurch gekennzeichnet ist, daß man
wenigstens ein radikalisch polymerisierbares Monomeres unter
Zusatz wenigstens einer wäßrigen Ausgangsdispersion I eines Aus
gangspolymerisats I und unter Zusatz wenigstens einer wäßrigen
Ausgangsdispersion II eines Ausgangspolymerisats II nach der
Methode der radikalischen wäßrigen Emulsionspolymerisation mit
der Maßgabe polymerisiert, daß der gewichtsmittlere Teilchen
durchmesser der Polymerisatteilchen der wäßrigen Ausgangsdisper
sion I 50 nm ist.
Die ältere Anmeldung DE-A 42 13 968 (O.Z. 0050/43185) betrifft
ein Verfahren zur Herstellung einer wäßrigen Polymerisatdisper
sion, die eine Feststoffvolumenkonzentration von wenigstens
50 Vol.-% aufweist, das u. a. dadurch gekennzeichnet ist, daß man
radikalisch polymerisierbare Monomere unter Zusatz wenigstens
einer wäßrigen Ausgangsdispersion I eines Ausgangspolymerisats I
und unter Zusatz wenigstens einer wäßrigen Ausgangsdispersion II
eines Ausgangspolymerisats II nach der Methode der radikalischen
wäßrigen Emulsionspolymerisation mit der Maßgabe polymerisiert,
daß wenigstens 1 Gew.-% der Gesamtmasse der Ausgangspolymerisat
teilchen I einen von Null verschiedenen Teilchendurchmesser
50 nm aufweist.
Die ältere Anmeldung DE-A 42 13 969 (O.Z. 0050/43186) betrifft
ein Verfahren zur Herstellung einer wäßrigen Polymerisatdisper
sion, die eine Feststoffvolumenkonzentration von wenigstens
50 Vol.-% aufweist, das u. a. dadurch gekennzeichnet ist, daß man
radikalisch polymerisierbare Monomere unter Zusatz wenigstens
einer wäßrigen Ausgangsdispersion I eines Ausgangspolymerisats I
nach der Methode der radikalischen wäßrigen Emulsionspolymerisa
tion mit der Maßgabe polymerisiert, daß die wäßrige Ausgangs
dispersion I sowohl Ausgangspolymerisatteilchen mit einem Durch
messer im Bereich von < 0 bis 100 nm als auch Ausgangspolymeri
satteilchen mit einem Durchmesser im Bereich von < 100 nm bis
400 nm aufweist, wobei zwischen den Volumina der verschiedenen
Polymerisatteilchenfraktionen bestimmte Beziehungen erfüllt sein
müssen. In allen Ausführungsbeispielen umfaßt die Ausgangsdisper
sion I, bezogen auf die Gesamtmenge der Ausgangspolymerisate I,
wenigstens 0,6 Gew.-% an Ausgangspolymerisatteilchen, deren Teil
chendurchmesser im wesentlichen 40 nm beträgt.
Ziel der vorliegenden Erfindung war es, ein Verfahren zur Her
stellung wäßriger Polymerisatdispersionen mit einer Feststoffvo
lumenkonzentration 50 Vol.-%, einem reduzierten Fließwiderstand
sowie einem reduzierten Gehalt an Ausflockungen zur Verfügung zu
stellen, bei welchem man wenigstens ein von Vinyl- und Vinyliden
halogeniden verschiedenes radikalisch polymerisierbares Monomeres
unter Zusatz wenigstens einer wäßrigen Polymerisatausgangsdisper
sion I in einem Polymerisationsgefäß in einfacher, großtechnisch
geeigneter, reproduzierbarer und nicht auf spezielle Monomere
beschränkter Weise nach dem Verfahren der radikalischen wäßrigen
Emulsionspolymerisation in Gegenwart von Dispergiermitteln und
radikalischen Polymerisationsinitiatoren polymerisiert.
Demgemäß wurde ein Verfahren zur Herstellung einer wäßrigen Poly
merisatenddispersion, die eine Feststoffvolumenkonzentration von
wenigstens 50 Vol.-% aufweist, gefunden, bei dem wenigstens ein
von Vinyl- und Vinylidenhalogeniden verschiedenes radikalisch
polymerisierbares Monomeres unter Zusatz wenigstens einer wäßri
gen Polymerisatausgangsdispersion I in einem Polymerisationsgefäß
nach dem Verfahren der radikalischen wäßrigen Emulsionspolymeri
sation in Gegenwart von Dispergiermitteln und radikalischen Poly
merisationsinitiatoren polymerisiert wird, das dadurch gekenn
zeichnet ist, daß
- a) die in der wenigstens einen zugesetzten wäßrigen Polymerisat ausgangsdispersion I, bezogen auf die Gesamtmasse, gebildet aus der Masse des wenigstens einen radikalisch polymerisier baren Monomeren und der in Form der wäßrigen Polymerisataus gangsdispersion I zugesetzten Masse an Ausgangspolymerisat I, 0,1 bis 10, vorzugsweise 0,5 bis 5% beträgt.
- b) das Ausgangspolymerisat I in der wenigstens einen wäßrigen Ausgangsdispersion I in Form dispers verteilter Ausgangspoly merisatteilchen vorliegt, von deren Gesamtmasse wenigstens 99,6 Gew.-% einen von Null verschiedenen Teilchendurchmesser von 90 nm bis 500 nm, vorzugsweise von < 110 bis 500 nm, aufweist,
- c) die Gesamtmenge der wenigstens einen zuzusetzenden wäßrigen Polymerisatausgangsdispersion I vor Beginn der radikalischen wäßrigen Emulsionspolymerisation ins Polymerisationsgefäß vorgelegt wird,
- d) in einer ersten Polymerisationsstufe in Gegenwart der vorge legten wäßrigen Polymerisatausgangsdispersion I von der Ge samtmasse des wenigstens einen radikalisch zu polymerisieren den Monomeren, bezogen auf die Masse des vorgelegten Aus gangspolymerisats I, zunächst eine Teilmenge von 25 bis 500 Gew.-%, vorzugsweise 50 bis 300 Gew.-%, in an sich be kannter Weise bis zu einem auf diese Teilmenge bezogenen Um satz von wenigstens 80 mol-%, vorzugsweise wenigstens 90 mol-%, polymerisiert wird,
- e) die Polymerisation der Restmenge des wenigstens einen radika lisch zu polymerisierenden Monomeren im Anschluß an die erste Polymerisationsstufe nach dem Zulaufverfahren mit der Maßgabe erfolgt, daß ab Beginn des Zulaufverfahrens der Zulauf des wenigstens einen radikalisch polymerisierbaren Monomeren ins Polymerisationsgefäß so erfolgt, daß zu jedem Zeitpunkt des Zulaufs der Polymerisationsumsatz der bereits zuvor dem Poly merisationsgefäß insgesamt zugeführten Monomeren wenigstens 80 mol-% beträgt und
- f) die zu jedem Zeitpunkt ab Beginn der radikalischen wäßrigen Emulsionspolymerisation im Polymerisationsgefäß enthaltene Menge an Dispergiermittel, bezogen auf die Summe der dem Po lymerisationsgefäß bereits zugeführten Massen an Ausgangspo lymerisat I und zu polymerisierenden Monomeren, 0,5 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 3 Gew.-% beträgt.
Bemerkenswerterweise ist das erfindungsgemäße Verfahren nicht auf
die radikalische wäßrige Emulsionspolymerisation von hauptsäch
lich oder ausschließlich aus Vinyl- und/oder Vinylidenhalogeniden
zusammengesetzten Monomerengemischen beschränkt, ist doch allge
mein bekannt, daß die Entwicklung der dispersen Phase im Fall von
Vinyl- und/oder Vinylidenhalogeniden verschiedenen Monomeren ein
wesentlich komplexeres Erscheinungsbild aufweist.
Für das erfindungsgemäße Verfahren kommen daher als radikalisch
polymerisierbare Monomere unter anderen insbesondere monoethyle
nisch ungesättigte Monomere wie Olefine, z. B. Ethylen, vinylaro
matische Monomere wie Styrol, α-Methylstyrol, o-Chlorstyrol oder
Vinyltoluole, Ester aus Vinylalkohol und 1 bis 18 C-Atome aufwei
senden Monocarbonsäuren wie Vinylacetat, Vinylpropionat, Vinyl-n-
butyrat, Vinyllaurat und Vinylstearat, Ester aus vorzugsweise 3
bis 6 C-Atome aufweisenden α,β-monoethylenisch ungesättigten
Mono- und Dicarbonsäuren, wie insbesondere Acrylsäure, Methacryl
säure, Maleinsäure, Fumarsäure und Itaconsäure, mit im allgemei
nen 1 bis 12, vorzugsweise 1 bis 8 und insbesondere 1 bis 4 C-
Atome aufweisenden Alkanolen wie besonders Acrylsäure- und
Methyacrylsäuremethyl-, -ethyl, -n-butyl, -iso-butyl und
-2-ethylhexylester, Maleinsäuredimethylester oder Maleinsäure-n-
butylester, Nitrile α,β-monoethylenisch ungesättigter Carbonsäuren
wie Acrylnitril sowie C4-8-konjugierte Diene wie 1,3-Butadien und
Isopren in Betracht. Die genannten Monomeren bilden in der Regel
die Hauptmonomeren, die, bezogen auf die Gesamtmenge der nach dem
Verfahren der radikalischen wäßrigen Emulsionspolymerisation zu
polymerisierenden Monomeren, normalerweise einen Anteil von mehr
als 50 Gew.-% auf sich vereinen. Monomere, die für sich polymeri
siert üblicherweise Homopolymerisate ergeben, die eine erhöhte
Wasserlöslichkeit aufweisen, werden im Normalfall lediglich als
modifizierende Monomere in Mengen, bezogen auf die Gesamtmenge
der zu polymerisierenden Monomeren, von weniger als 50 Gew.-%, in
der Regel von bis zu 20, vorzugsweise von 0,1 bis 10 Gew.-%, mit
einpolymerisiert.
Beispiele für derartige Monomere sind 3 bis 6 C-Atome aufweisende
α,β-monoethylenisch ungesättigte Mono- und Dicarbonsäuren und de
ren Amide wie z. B. Acrylsäure, Methacrylsäure, Maleinsäure, Fu
marsäure, Itaconsäure, Acrylamid und Methacrylamid, ferner Vinyl
sulfonsäure und deren wasserlösliche Salze sowie N-Vinylpyrroli
don. Monomere, die üblicherweise die innere Festigkeit der Ver
filmungen der wäßrigen Polymerisatenddispersion erhöhen, werden
in der Regel ebenfalls nur in untergeordneten Mengen, meist 0,5
bis 10 Gew.-% bezogen auf die Gesamtmenge der zu polymerisieren
den Monomeren, miteinpolymerisiert. Normalerweise weisen derar
tige Monomere eine Epoxy-, Hydroxy-, N-Methylol-, Carbonyl- oder
wenigstens zwei nicht konjugierte ethylenisch ungesättigte Dop
pelbindungen auf. Beispiele hierfür sind N-Alkylolamide von 3 bis
10 C-Atome aufweisenden α,β-monoethylenisch ungesättigten Carbon
säuren sowie deren Ester mit 1 bis 4 C-Atome aufweisenden Alkoho
len, unter denen das N-Methylolacrylamid und das N-Methylolmetha
crylamid ganz besonders bevorzugt sind, zwei Vinylreste aufwei
sende Monomere, zwei Vinylidenreste aufweisende Monomere sowie
zwei Alkenylreste aufweisende Monomere. Besonders geeignet sind
dabei die Di-Ester zweiwertiger Alkohole mit α,β-monoethylenisch
ungesättigten Monocarbonsäuren unter denen wiederum die
Acryl- und Methacrylsäure vorzugsweise eingesetzt werden. Bei
spiele für derartige, zwei nicht konjugierte ethylenisch ungesät
tigte Doppelbindungen aufweisende, Monomere sind Alkylenglycol
diacrylate- und dimethacrylate wie Ethylenglycoldiacrylat,
1,3-Butylenglycoldiacrylat, 1,4-Butylenglycoldiacrylat sowie Pro
pylenglycoldiacrylat, Divinylbenzol, Vinylmethacrylat, Vinylacry
lat, Allylmethacrylat, Allylacrylat, Diallylmaleat, Diallylfuma
rat, Methylenbisacrylamid, Cyclopentadienylacrylat oder Triallyl
cyanurat. In diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung sind
auch die Methacrylsäure- und Acrylsäure-C1-C8-Hydroxyalkylester
wie n-Hydroxyethyl-, n-Hydroxypropyl- oder n-Hydroxybutylacrylat
und -methacrylat sowie Verbindungen wie Diacetonacrylamid und
Acetylacetoxyethylacrylat bzw. -methacrylat. Neben ungesättigte
Doppelbindungen aufweisenden Monomeren können in untergeordneten
Mengen, üblicherweise 0,01 bis 2 Gew.-% bezogen auf die zu poly
merisierenden Monomeren, das Molekulargewicht regelnde Substanzen
wie tert.-Dodecylmercaptan sowie 3-Mercaptopropyltrimethoxysilan
miteinpolymerisiert werden. Vorzugsweise werden derartige Sub
stanzen im Gemisch mit den zu polymerisierenden Monomeren der Po
lymerisationszone zugegeben.
Als Dispergiermittel kommen sowohl die zur Durchführung von radi
kalischen wäßrigen Emulsionspolymerisationen üblicherweise einge
setzten Schutzkolloide als auch Emulgatoren in Betracht. Geeig
nete Schutzkolloide sind beispielsweise Polyvinylalkohole, Cellu
losederivate oder Vinylpyrrolidon enthaltende Copolymerisate. Ei
ne ausführliche Beschreibung weiterer geeigneter Schutzkolloide
findet sich in Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie,
Band XIV/1, Makromolekulare Stoffe, Georg-Thieme-Verlag, Stutt
gart, 1961, S. 411 bis 420. Selbstverständlich können auch Gemi
sche aus Emulgatoren und/oder Schutzkolloiden verwendet werden.
Vorzugsweise werden als Dispergiermittel ausschließlich Emulgato
ren eingesetzt, deren relative Molekulargewichte im Unterschied
zu den Schutzkolloiden üblicherweise unter 1000 liegen. Sie kön
nen sowohl anionischer, kationischer oder nichtionischer Natur
sein. Selbstverständlich müssen im Falle der Verwendung von Ge
mischen grenzflächenaktiver Substanzen die Einzelkomponenten mit
einander verträglich sein, was im Zweifelsfall an Hand weniger
Vorversuche überprüft werden kann. Im allgemeinen sind anionische
Emulgatoren untereinander und mit nicht-ionischen Emulgatoren
verträglich. Desgleichen gilt auch für kationische Emulgatoren,
während anionische und kationische Emulgatoren meistens miteinan
der unverträglich sind. Gebräuchliche Emulgatoren sind z. B.
ethoxylierte Mono-, Di- und Tri-Alkylphenole (EO-Grad: 3 bis 50,
Alkylrest: C4 bis C9), ethoxylierte Fettalkohole (EO-Grad: 0 bis
50, Alkylrest: C8 bis C36), sowie Alkali- und Ammoniumsalze von
Alkylsulfaten (Alkylrest: C8 bis C12), von Schwefelsäurehalbestern
ethoxylierter Alkanole (EO-Grad: 0 bis 30, Alkylrest: C10 bis C18)
und ethoxylierter Alkylphenole (EO-Grad: 3 bis 50, Alkylrest: C4
bis C15), von Alkylsulfonsäuren (Alkylrest: C12 bis C18) und von
Alkylarylsulfonsäuren (Alkylrest: C9 bis C18). Andere geeignete
Emulgatoren finden sich in Houben-Weyl, Methoden der organischen
Chemie, Band XIV/1, Makromolekulare Stoffe, Georg-Thieme Verlag,
Stuttgart, 1961, Seiten 192 bis 208.
Weitere geeignete grenzflächenaktive Substanzen sind auch Verbin
dungen der allgemeinen Formel I
worin R1 und R2 Wasserstoff oder C4- bis C24-Alkyl bedeuten und
nicht gleichzeitig Wasserstoff sind, und X und Y Alkalimetallio
nen und/oder Ammoniumionen sein können, erwiesen. In der Formel I
bedeuten R1 und R2 bevorzugt lineare oder verzweigte Alkylreste
mit 6 bis 18 C-Atomen oder Wasserstoff, und insbesondere mit 6, 12
und 16 C-Atomen, wobei R1 und R2 nicht beide gleichzeitig Wasser
stoff sind. X und Y sind bevorzugt Natrium, Kalium oder Ammoniu
mionen, wobei Natrium besonders bevorzugt ist. Besonders vorteil
haft sind Verbindungen I in denen X und Y Natrium, R1 ein ver
zweigter Alkylrest mit 12 C-Atomen und R2 Wasserstoff oder R1 ist.
Häufig werden technische Gemische verwendet, die einen Anteil von
50 bis 90 Gew.-% des monoalkylierten Produktes aufweisen, bei
spielsweise Dowfax® 2A1 (Warenzeichen der Dow Chemical Company).
Die Verbindungen I sind allgemein bekannt, z. B. aus der US-A
4,269,749, und im Handel erhältlich. Mit Vorteil enthält die
erfindungsgemäße wäßrige Polymerisatenddispersion, bezogen auf
die Masse des Endpolymerisats, 1 bis 3 Gew.-% an grenzflächenak
tiven Substanzen.
Als radikalische Polymerisationsinitiatoren kommen alle diejeni
gen in Betracht, die in der Lage sind, eine radikalische wäßrige
Emulsionspolymerisation auszulösen. Es kann sich dabei sowohl um
Peroxide, z. B. Alkalimetallperoxidisulfate, als auch um Azover
bindungen handeln. Vorzugsweise werden kombinierte Systeme, die
aus wenigstens einem organischen Reduktionsmittel und wenigstens
einem Peroxid und/oder Hydroperoxid zusammengesetzt sind, z. B.
tert.-Butylhydroperoxid und das Natriummetallsalz der Hydroxyme
thansulfinsäure oder Wasserstoffperoxid und Ascorbinsäure, und
ganz besonders bevorzugt kombinierte Systeme, die darüber hinaus
eine geringe Menge einer im Polymerisationsmedium löslichen Me
tallverbindung, deren metallische Komponente in mehreren Wertig
keitsstufen auftreten kann, enthalten, z. B. Ascorbinsäure/Ei
sen(II)sulfat/Wasserstoffperoxid, eingesetzt, wobei anstelle von
Ascorbinsäure auch häufig das Natriummetallsalz der Hydroxyme
thansulfinsäure, Natriumsulfit, Natriumhydrogensulfit oder Natri
ummetalldisulfit und anstelle von Wasserstoffperoxid tert. Butyl
hydroperoxid oder Alkalimetallperoxodisulfate und/oder Ammonium
peroxodisulfat angewendet werden. Anstelle eines wasserlöslichen
Eisen(II)-salzes wird häufig auch ein V-Salz oder eine Kombina
tion aus wasserlöslichen Fe/V-Salzen benutzt. Vorzugsweise be
trägt die Menge der eingesetzten radikalischen Initiatorsysteme,
bezogen auf die Gesamtmenge der zu polymerisierenden Monomeren,
0,1 bis 2 Gew.-%.
Die Art und Weise, in der das radikalische Initiatorsystem im
Verlauf der erfindungsgemäßen radikalischen wäßrigen Emulsionspo
lymerisation dem Polymerisationsgefäß zugegeben wird, ist hin
sichtlich des Erfolgs des erfindungsgemäßen Verfahrens eher von
untergeordneter Bedeutung. Das Initiatorsystem kann sowohl voll
ständig in das Polymerisationsgefäß vorgelegt, als auch nach Maß
gabe seines Verbrauchs im Verlauf der radikalischen wäßrigen
Emulsionspolymerisation kontinuierlich oder stufenweise zugesetzt
werden. Im einzelnen hängt dies in an sich dem Durchschnittsfach
mann bekannter Weise sowohl von der chemischen Natur des Initia
torsystems als auch von der Polymerisationstemperatur ab.
Polymerisationsdruck und Polymerisationstemperatur sind gleich
falls von eher untergeordneter Bedeutung. Im allgemeinen arbeitet
man bei Temperaturen zwischen Raumtemperatur und 100°C, vorzugs
weise bei Temperaturen von 50 bis 95°C. Die Anwendung von erhöhtem
oder vermindertem Druck ist möglich, so daß die Polymerisations
temperatur auch 100°C überschreiten und bis zu 130°C betragen
kann. Vorzugsweise werden leichtflüchtige Monomere wie Ethylen,
Butadien oder Vinylchlorid unter erhöhtem Druck polymerisiert.
Zur pH-Wert Regulierung des Polymerisationsmediums kann während
der erfindungsgemäßen radikalischen wäßrigen Emulsionspolymerisa
tion beispielsweise Ammoniak oder ein Alkalimetallhydroxid zuge
geben werden.
Die für die erfindungsgemäße radikalische wäßrige Emulsionspoly
merisation beispielhaft als geeignet genannten radikalisch poly
merisierbaren Monomeren eignen sich nicht nur als Konstituenten
des erfindungsgemäß zu polymerisierenden Monomerengemisches.
Vielmehr eignen sie sich in gleicher Weise wie die für die erfin
dungsgemäße radikalische wäßrige Emulsionspolymerisation empfoh
lenen Polymerisationsinitiatoren, das Molekulargewicht regelnden
Verbindungen und den pH-Wert regulierenden Mittel auch als Kon
stituenten der Ausgangspolymerisate I bzw. der diese enthaltenden
Polymerisatausgangsdispersionen, wobei die Monomeren-, Regler-
und Initiatorenzusammensetzung zur Herstellung der wäßrigen Poly
merisatausgangsdispersionen I mit derjenigen für das erfindungs
gemäße Verfahren sowohl deckungsgleich als auch verschieden sein
kann. Die ebenda gemachten Aussagen gelten im übertragenen Sinn
auch für die zur Herstellung der wäßrigen Polymerisatausgangsdis
persionen I einzusetzenden grenzflächenaktiven Substanzen.
Die Herstellung wäßriger Polymerisatausgangsdispersionen I ist an
sich bekannt. Entsprechende Lehren sind z. B. in Houben-Weyl, Me
thoden der Organischen Chemie, Band E20, Teil I, Makromolekulare
Stoffe, Georg-Thieme Verlag, Stuttgart, 1987, Seiten 248 bis 268
zu finden. Zweckmäßigerweise stellt man zunächst eine feinteilige
Polymerisatausgangsdispersion I′ her, deren gewichtsmittlerer
Teilchendurchmesser von < 0 bis 80 nm beträgt. Solche Polymeri
satausgangsdispersionen I′ sind in besonders einfacher Weise z. B.
dadurch erhältlich, daß man die wäßrige Phase, die Monomeren, die
radikalischen Initiatoren (normalerweise 0,1 bis 5 Gew.-%, bezo
gen auf die Menge der zu polymerisierenden Ausgangsmonomeren) und
Dispergiermittel (üblicherweise 10 bis 50 Gew.-%, bezogen auf die
Menge der zu polymerisierenden Ausgangsmonomeren) bei niederer
Temperatur miteinander vermischt und nach Vermischen auf die Po
lymerisationstemperatur erwärmt und polymerisiert (zunehmende
Mengen an Dispergiermittel bedingen in der Regel einen abnehmen
den gewichtsmittleren Teilchendurchmesser). Bei einer anderen Va
riante umfaßt die Vorlage im wesentlichen alle Komponenten, der
Polymerisationsinitiator wird jedoch nach Erwärmen auf die Reak
tionstemperatur unter Aufrechterhalten derselben kontinuierlich
zugeführt. Hinsichtlich Polymerisationstemperatur und Druck gel
ten die bezüglich des erfindungsgemäßen Verfahrens gemachten Aus
sagen.
Ausgehend von solchermaßen erhältlichen, üblicherweise 20 bis
40 gew.-%igen, relativ feinteiligen wäßrigen Polymerisatausgangs
dispersionen I′ sind grobteilige wäßrige Polymerisatausgangsdis
persionen I beispielsweise dadurch erhältlich, daß man in einem
Polymerisationsgefäß eine feinteilige wäßrige Polymerisataus
gangsdispersion I′ vorlegt, auf die Polymerisationstemperatur er
wärmt und anschließend weitere Monomere, üblicherweise in wäßri
gem Medium voremulgiert, und Polymerisationsinitiator unter Auf
rechterhalten der Polymerisationstemperatur nach Maßgabe ihres
Verbrauchs ins Polymerisationsgefäß zuführt. Die im Rahmen der
wäßrigen Monomerenemulsion zugeführte Menge Emulgiermittel wird
dabei so bemessen, daß die in der resultierenden grobteiligeren
wäßrigen Polymerisatausgangsdispersion I enthaltene Dispergier
mittelgesamtmenge, bezogen auf das resultierende grobteilige Aus
gangspolymerisat I, 0,5 bis 5, vorzugsweise 0,5 bis 3 Gew.-% be
trägt. Häufig wird auch dem auf die Polymerisationstemperatur
vorerwärmten Polymerisationsmedium eine Teilmenge der zum Vergrö
bern verwendeten Monomerenemulsion auf einmal zugesetzt, an
schließend Polymerisationsinitiator zugegeben und anpolymeri
siert, bevor die Restmenge der Monomerenemulsion sowie des Poly
merisationsinitiators zugeführt wird. Die zu erzielende Teilchen
vergröberung wird im wesentlichen durch das Mengenverhältnis von
in der Vorlage enthaltenen feinteiligen Ausgangspolymerisat-I′-
teilchen und zugegebenen Monomeren bestimmt. Selbstverständlich
können der Prozeß der Herstellung einer relativ feinteiligen wäß
rigen Polymerisatausgangsdispersion I′ und der Prozeß der Vergrö
berung nahtlos ineinander übergehen. Die Angaben über die Polyme
risatteilchendurchmesser der wäßrigen Polymerisatausgangsdisper
sionen I′ und I beziehen sich hier stets auf Bestimmungen mittels
der analytischen Ultrazentrifuge (W. Mächtle, Makromolekulare
Chemie, Bd. 185 (1984), S. 1025-1039). Die Bestimmungen der Poly
merisatteilchengrößenverteilung der wäßrigen Polymerisatenddis
persionen wurden mit der sogenannten Coupling-PSD-Technik in der
analytischen Ultrazentrifuge bestimmt (vgl. W. Mächtle, Ange
wandte Makromolekulare Chemie 162 (1988) 35-42 (Nr. 2735)).
Mit Vorteil werden als wäßrige Polymerisatausgangsdispersionen I
auch Mischungen verschiedener im wesentlichen monodisperser wäß
riger Polymerisatausgangsdispersionen In eingesetzt, deren Teil
chendurchmesserverteilungsfunktionen im wesentlichen nicht über
lappen. Üblicherweise ist ihre Monodispersität dergestalt, daß
wenn dx den Durchmesser definiert, unterhalb dessen der Teilchen
durchmesser von X Gew.-% aller in der jeweiligen wäßrigen Aus
gangsdispersion In vorhandenen Ausgangspolymerisatteilchen liegt,
der Quotient (d90-d10)/d50 einen Wert von 0,1 bis 0,6 annimmt.
Ferner erfolgt das Abmischen so, daß zwischen dem durch Division
der in der i-ten wäßrigen Polymerisatausgangsdispersion Ii enthal
tenen Masse des i-ten Ausgangspolymerisats Ii mit der Massendichte
des i-ten Ausgangspolymerisats Ii erhältlichen Volumen VI,i und
dem in entsprechender Weise bestimmten Volumen VI,j die Bezie
hung 1
mit k= 1/1,5 bis 1,5, vorzugsweise 0,9 bis 1,1 und w,In= ge
wichtsmittlerer Teilchendurchmesser, erfüllt ist. Anwendungstech
nisch bevorzugt werden 2 bis 10, besonders bevorzugt 2 bis 5 Po
lymerisatausgangsdispersionen In miteinander gemischt. Der Fest
stoffgehalt der wäßrigen Polymerisatausgangsdispersionen I be
trägt üblicherweise 30 bis 60 Gew.-%.
Selbstverständlich kann die wäßrige Polymerisatausgangsdispersion
I auch polydispers sein. Derartige wäßrige Polymerisatausgangs
dispersionen I sind z. B. dadurch erhältlich, daß man bei der Ver
gröberung einer wäßrigen Polymerisatausgangsdispersion I′ den Mo
nomerenzusatz mit einem weiteren Zusatz an wäßriger Polymerisa
tausgangsdispersion I′ begleitet (vgl. die ältere Anmeldung
DE-A 42 13 965 (O.Z. 0050/43182)).
Nachdem die Polymerisatausgangsdispersion I im Polymerisationsge
fäß vorliegt, schließt sich die Ausführung der ersten Polymerisa
tionsstufe an. Die diesbezüglich benötigten Monomeren können dem
Polymerisationsgefäß in an sich bekannter Weise auf einmal zuge
setzt und/oder kontinuierlich zugeführt werden.
Werden Polymerisatenddispersionen mit besonders hoher Feststoff
volumenkonzentration angestrebt, ist es zweckmäßig die Monomeren
in der zweiten Polymerisationsstufe dem Polymerisationsgefäß für
sich zuzuführen. Ansonsten werden die radikalisch zu polymerisie
renden Monomeren vorzugsweise in wäßriger Phase voremulgiert zu
geführt, wobei die Menge des diesbezüglich verwendeten Emulga
tors, bezogen auf die Menge der emulgierten Monomeren, mit Vor
teil 0,5 bis 3 Gew.-% beträgt. Normalerweise führt man synchron
zum Monomerenzulauf dem Polymerisationsgefäß den zur Aufrechter
haltung der Polymerisation erforderlichen Polymerisationsinitia
tor, in der Regel als wäßrige Lösung, ebenfalls kontinuierlich
zu. Dabei erstreckt sich die Initiatorzufuhr vorzugsweise etwas
über die Dauer der Monomerenzufuhr hinaus. Selbstverständlich
können die Herstellung der wäßrigen Polymerisatausgangsdisper
sion I und die nachfolgenden Polymerisationsstufen in ein und
demselben Polymerisationsgefäß nahtlos ineinander übergehen. Na
türlich kann im Verlauf des Zulaufsverfahrens dem Polymerisati
onsgefäß zusätzlicher Dispergiermittel, z. B. räumlich getrennt
oder als Bestandteil der Monomerenemulsion, zugeführt werden.
Selbstverständlich kann sich im Verlauf der erfindungsgemäßen
wäßrigen radikalischen Emulsionspolymerisation während des Zu
laufverfahrens die Zusammensetzung der zuzuführenden Monomeren
ändern. Ferner kann der Zulauf sowohl stufenförmig als auch kon
tinuierlich oder nach der Gradientenfahrweise erfolgen. Vorzugs
weise erfolgt der Monomerenzulauf kontinuierlich.
Nach Beendigung des eigentlichen erfindungsgemäßen Polymerisati
onsverfahrens wird vorzugsweise noch einige Stunden unter Auf
rechterhaltung der Polymerisationstemperatur nachgerührt. Daran
können sich übliche Maßnahmen zur Restmonomerenentfernung, zur
Einstellung eines anderen pH-Wertes oder sonstige Methoden zur
Nachstabilisierung, inklusive nachträglicher Zugabe an Disper
giermitteln, anschließen. Selbstverständlich können die verschie
denen möglichen, in der Regel räumlich getrennt erfolgenden, Zu
läufe unmittelbar vor Eintritt in das Polymerisationsgefäß mit
einander vermischt werden.
Bevorzugte Klassen von Endpolymerisaten sind solche, die
- - zu 70 bis 100 Gew.-% aus Estern der Acryl- und/oder Meth acrylsäure mit 1 bis 12 C-Atome aufweisenden Alkanolen und/ oder Styrol
oder
- - zu 70 bis 100 Gew.-% aus Styrol und/oder Butadien aufgebaut sind, wobei die Klasse der Acrylate besonders bevorzugt ist.
Bei dem erfindungsgemäßen radikalischen wäßrigen Emulsionspolyme
risationsverfahren werden in einfacher Weise wäßrige Polymerisa
tenddispersionen erhalten, die eine sehr breite Endpolymerisat
teilchenverteilung aufweisen, welche in typischer Weise Elemente
eines der beiden nachfolgenden Teilchenverteilungsraster ist:
2 bis 25 Gew.-% des Endpolymerisats 200 nm
10 bis 60 Gew.-% des Endpolymerisats 400 nm
15 bis 90 Gew.-% des Endpolymerisats 600 nm
50 bis 100 Gew.-% des Endpolymerisats 800 nm
oder
2 bis 15 Gew.-% des Endpolymerisats 200 nm
12 bis 50 Gew.-% des Endpolymerisats 400 nm
25 bis 60 Gew.-% des Endpolymerisats 600 nm
50 bis 95 Gew.-% des Endpolymerisats 800 nm
560 bis 100 Gew.-% des Endpolymerisats 1400 nm.
2 bis 25 Gew.-% des Endpolymerisats 200 nm
10 bis 60 Gew.-% des Endpolymerisats 400 nm
15 bis 90 Gew.-% des Endpolymerisats 600 nm
50 bis 100 Gew.-% des Endpolymerisats 800 nm
oder
2 bis 15 Gew.-% des Endpolymerisats 200 nm
12 bis 50 Gew.-% des Endpolymerisats 400 nm
25 bis 60 Gew.-% des Endpolymerisats 600 nm
50 bis 95 Gew.-% des Endpolymerisats 800 nm
560 bis 100 Gew.-% des Endpolymerisats 1400 nm.
Diese speziellen Teilchengrößenverteilungen sind vermutlich für
den reduzierten Fließwiderstand der erfindungsgemäß resultieren
den wäßrigen Polymerisatenddispersion verantwortlich, die norma
lerweise Newton′sches Fließverhalten aufweisen. Bemerkenswerter
weise werden sie auch dann erhalten, wenn die wäßrigen Polymeri
satausgangsdispersionen I keine Polymerisatteilchen mit einem
Durchmesser < 110 nm enthalten.
Unterhalb einer Feststoffvolumenkonzentration von 50 Vol.-% nimmt
der Einfluß der Teilchengrößenverteilung auf den Fließwiderstand
zunehmend ab. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden wäßrige
Polymerisatenddispersionen wie beschrieben in der Regel mit voll
befriedigender Reproduzierbarkeit und in Abwesenheit von Aus
flockungen mit Feststoffvolumenkonzentrationen von bis zu 75 Vol.-%
in großtechnisch einfach realisierbarer Weise erhalten.
Besonders ausgeprägt entfaltet das erfindungsgemäße Polymerisati
onsverfahren seine vorteilhaften Eigenschaften bei Feststoffvolu
menkonzentrationen oberhalb von 65 Vol.-%. Die nach diesem Ver
fahren erhältlichen wäßrigen Polymerisatenddispersionen eignen
sich generell als Bindemittel sowie als Massen zur Herstellung
von Beschichtungen und Verklebungen, wobei diesbezüglich in an
sich bekannter Weise zusätzliche Hilfsstoffe wie Filmbildehilfs
mittel, Füllstoffe oder Weichmacher zugesetzt werden können.
Ein Gemisch aus
1,44 kg n-Butylacrylat
16,28 kg Wasser
1,27 kg einer 45-gew.-%igen Dowfax 2A1 entsprechenden grenz flächenaktiven Substanz
0,52 kg einer 30-gew.-%igen wäßrigen Wasserstoffperoxidlösung
16,28 kg Wasser
1,27 kg einer 45-gew.-%igen Dowfax 2A1 entsprechenden grenz flächenaktiven Substanz
0,52 kg einer 30-gew.-%igen wäßrigen Wasserstoffperoxidlösung
wurde bei 25°C mit 25 Gew.-% des Zulaufs II auf einmal versetzt.
Nachdem sich das Gemisch durch die einsetzende exotherme Polyme
risation auf 50°C erwärmt hatte (nach ca. 10 min) wurden unter
Aufrechterhalten der 50°C zeitgleich beginnend die Restmenge des
Zulauf II (innerhalb von 3 h) und die Restmenge des Zulauf I (in
nerhalb von 2 h) kontinuierlich zugeführt. Anschließend wurde
noch 1 h bei 60°C nachgerührt.
Zulauf I:
47,0 kg Wasser
14,7 kg n-Butylacrylat
14,7 kg Methylmethacrylat
0,60 kg Methacrylsäure
0,664 kg einer 45-gew.-%igen wäßrigen Lösung der Dowfax 2A1 entsprechenden grenzflächenaktiven Substanz.
47,0 kg Wasser
14,7 kg n-Butylacrylat
14,7 kg Methylmethacrylat
0,60 kg Methacrylsäure
0,664 kg einer 45-gew.-%igen wäßrigen Lösung der Dowfax 2A1 entsprechenden grenzflächenaktiven Substanz.
Zulauf II:
10 kg Wasser
0, 156 kg Ascorbinsäure
0,004 kg Eisen(II)-sulfat.
10 kg Wasser
0, 156 kg Ascorbinsäure
0,004 kg Eisen(II)-sulfat.
Es wurde eine wäßrige Polymerisatausgangsdispersion ADI′ erhal
ten, die wie folgt charakterisiert war:
ADI1: Ein Gemisch aus
35 kg Wasser
0,025 kg Ascorbinsäure
1,66 kg ADI′ und
1,55 kg Zulauf I
0,025 kg Ascorbinsäure
1,66 kg ADI′ und
1,55 kg Zulauf I
wurde auf 85°C erwärmt und anschließend auf einmal mit 0,825 kg
Zulauf II versetzt. Die einsetzende Polymerisation wurde unter
Aufrechterhalten der 85°C während 10 min sich selbst überlassen.
Im Anschluß daran wurden unter Aufrechterhalten der 85°C die Rest
menge des Zulaufs I (innerhalb von 3 h) und die Restmenge des Zu
laufs II (innerhalb von 4 h) dem Polymerisationsgemisch zeitgleich
beginnend kontinuierlich zugeführt. Anschließend wurde noch 1 h
nachgerührt.
Zulauf I:
49 kg n-Butylacrylat
1 kg Methacrylsäure
1,79 kg einer 28-gew.-%igen wäßrigen Lösung des Natriumsalzes des Schwefelsäurehalbesters von ethoxyliertem C12-Fett alkohol (EO-Grad: 25) = Emulgatorlösung 1
0,4 kg einer 25-gew.-%igen wäßrigen Natriumhydroxidlösung und
25,2 kg Wasser.
49 kg n-Butylacrylat
1 kg Methacrylsäure
1,79 kg einer 28-gew.-%igen wäßrigen Lösung des Natriumsalzes des Schwefelsäurehalbesters von ethoxyliertem C12-Fett alkohol (EO-Grad: 25) = Emulgatorlösung 1
0,4 kg einer 25-gew.-%igen wäßrigen Natriumhydroxidlösung und
25,2 kg Wasser.
Zulauf II:
8 kg Wasser
0,25 kg Natriumperoxodisulfat.
8 kg Wasser
0,25 kg Natriumperoxodisulfat.
Es wurde eine wäßrige Polymerisatausgangsdispersion ADI1 erhalten,
die wie folgt charakterisiert war:
Feststoffgehalt: 39,5 Gew.-%
W,I1: 187 nm.
Feststoffgehalt: 39,5 Gew.-%
W,I1: 187 nm.
Polymerisatteilchen mit einem Durchmesser < 90 nm waren nicht
nachweisbar.
ADI2: Wie ADI1, die Vorlage enthielt jedoch 1,77 kg ADI′.
Es wurde eine wäßrige Polymerisatausgangsdispersion ADI2 erhalten,
die wie folgt charakterisiert war:
Feststoffgehalt: 40 Gew.-%
W,I2: 195 nm.
Feststoffgehalt: 40 Gew.-%
W,I2: 195 nm.
Polymerisatteilchen mit einem Durchmesser < 90 nm waren nicht
nachweisbar.
ADI3: Wie ADI1, die Vorlage enthielt jedoch 0,667 kg ADI′.
Es wurde eine wäßrige Polymerisatausgangsdispersion ADI3 erhalten,
die wie folgt charakterisiert war:
Feststoffgehalt: 41,4 Gew.-%
W,I3: 249 nm.
Feststoffgehalt: 41,4 Gew.-%
W,I3: 249 nm.
Polymerisatteilchen mit einem Durchmesser < 90 nm waren nicht
nachweisbar.
ADI4: Ein Gemisch aus
13,0 kg Wasser
0,025 kg Ascorbinsäure
0,68 kg ADI′ und
1,35 kg Zulauf I
0,025 kg Ascorbinsäure
0,68 kg ADI′ und
1,35 kg Zulauf I
wurde auf 85°C erwärmt und anschließend auf einmal mit 0,825 kg
Zulauf II versetzt. Die einsetzende Polymerisation wurde unter
Aufrechterhalten der 85°C während 10 min sich selbst überlassen.
Im Anschluß daran wurden unter Aufrechterhalten der 85°C zeit
gleich beginnend die Restmengen der Zuläufe I (13,5 kg innerhalb
von 60 min, die übrige Menge innerhalb von 2,5 h) und II (inner
halb von 4 h) sowie dazu 1 h zeitversetzt (nach hinten) Zu
lauf III (innerhalb von 60 min) dem Polymerisationsgemisch konti
nuierlich zugeführt.
Zulauf I:
49,0 kg n-Butylacrylat
1,0 kg Methacrylsäure
1,79 kg wäßrige Emulgatorlösung 1
0,2 kg 25-gew.-%ige wäßrige Natriumhydroxidlösung
15,6 kg Wasser.
49,0 kg n-Butylacrylat
1,0 kg Methacrylsäure
1,79 kg wäßrige Emulgatorlösung 1
0,2 kg 25-gew.-%ige wäßrige Natriumhydroxidlösung
15,6 kg Wasser.
Zulauf II:
8,0 kg Wasser
0,25 kg Natriumperoxodisulfat.
8,0 kg Wasser
0,25 kg Natriumperoxodisulfat.
Zulauf III:
8,0 kg Wasser
0,050 kg Ascorbinsäure
0,200 kg 25-gew.-%ige wäßrige Ammoniaklösung
0,833 kg ADI′.
8,0 kg Wasser
0,050 kg Ascorbinsäure
0,200 kg 25-gew.-%ige wäßrige Ammoniaklösung
0,833 kg ADI′.
Es wurde eine wäßrige Polymerisatausgangsdispersion ADI4 erhalten,
die wie folgt charakterisiert war:
Feststoffgehalt: 50 Gew.-%
W,I4.
Feststoffgehalt: 50 Gew.-%
W,I4.
Polymerisatteilchen mit einem Durchmesser < 90 nm waren nicht
nachweisbar.
ADI5: Ein Gemisch aus
15,0 kg Wasser
0,23 kg ADI′
0,70 kg einer 30-gew.-%igen wäßrigen Wasserstoffperoxidlösung und
1,79 kg Zulauf I
0,23 kg ADI′
0,70 kg einer 30-gew.-%igen wäßrigen Wasserstoffperoxidlösung und
1,79 kg Zulauf I
wurde auf 70°C erwärmt und anschließend auf einmal mit 0,47 kg
Zulauf II versetzt. Die einsetzende Polymerisation wurde unter
Aufrechterhalten der 70°C während 5 min sich selbst überlassen. Im
Anschluß daran wurden unter Aufrechterhalten der 70°C zeitgleich
beginnend die Restmengen der Zuläufe I (3,6 kg in 30 min, die
übrige Menge innerhalb von 3 h) und II (innerhalb von 4,5 h)
sowie dazu 30 min zeitversetzt (nach hinten) Zulauf III (inner
halb von 60 min) dem Polymerisationsgemisch kontinuierlich zuge
führt.
Zulauf I:
17,9 kg Wasser
68,6 kg n-Butylacrylat
1,4 kg Methacrylsäure
1,56 kg einer 45-gew.-%igen wäßrigen Lösung der Dowfax 2A1 ent sprechenden grenzflächenaktiven Substanz (Emulgator lösung 2).
17,9 kg Wasser
68,6 kg n-Butylacrylat
1,4 kg Methacrylsäure
1,56 kg einer 45-gew.-%igen wäßrigen Lösung der Dowfax 2A1 ent sprechenden grenzflächenaktiven Substanz (Emulgator lösung 2).
Zulauf II:
4,5 kg Wasser
0,21 kg Ascorbinsäure
0,007 kg Eisen-II-sulfat.
4,5 kg Wasser
0,21 kg Ascorbinsäure
0,007 kg Eisen-II-sulfat.
Zulauf III:
4,5 kg Wasser
0,233 kg ADI′
0,156 kg der wäßrigen Emulgatorlösung 2.
4,5 kg Wasser
0,233 kg ADI′
0,156 kg der wäßrigen Emulgatorlösung 2.
Anschließend wurde die wäßrige Polymerisatdispersion bei 20°C noch
1 h nachgerührt. Es wurde eine wäßrige Polymerisatausgangsdisper
sion ADI5 erhalten, die wie folgt charakterisiert war:
Feststoffgehalt: 61 Gew.-%
W,I55: 0,563.
Feststoffgehalt: 61 Gew.-%
W,I55: 0,563.
Polymerisatteilchen mit einem Durchmesser < 90 waren nicht nach
weisbar.
ADI6: Eine Mischung aus
2,56 kg ADIA
3,31 kg ADI2 und
4,13 kg ADI3.
3,31 kg ADI2 und
4,13 kg ADI3.
ED1: Ein Gemisch aus
343 g Wasser
41,6 g Zulauf I
0,9 g Ascorbinsäure und
54 g ADI4
41,6 g Zulauf I
0,9 g Ascorbinsäure und
54 g ADI4
wurde auf 85°C erwärmt und anschließend auf einmal mit 25,9 g Zu
lauf II versetzt. Die einsetzende Polymerisation wurde unter Auf
rechterhalten der 85°C während 10 min sich selbst überlassen. Im
Anschluß daran wurden unter Aufrechterhalten der 85°C zeitgleich
beginnend die Restmengen der Zuläufe I (innerhalb von 3 h) und II
(innerhalb von 4 h) kontinuierlich zugeführt und das Polymerisa
tionsgemisch anschließend noch 1 h bei 85°C gehalten. Zur Beseiti
gung von Restmonomeren wurde das Polymerisationsgemisch auf 60°C
abgekühlt und anschließend auf einmal mit Zulauf III und sodann
innerhalb von 1 h unter Aufrechterhaltung der 60°C kontinuierlich
mit Zulauf IV versetzt.
Zulauf I:
1575 g n-Butylacrylat
180 g Acrylnitril
45 g Acrylsäure
0,9 g Ascorbinsäure
14,4 g 25-gew.-%ige wäßrige NaOH-Lösung
64,3 g wäßrige Emulgatorlösung 1
200 g Wasser.
1575 g n-Butylacrylat
180 g Acrylnitril
45 g Acrylsäure
0,9 g Ascorbinsäure
14,4 g 25-gew.-%ige wäßrige NaOH-Lösung
64,3 g wäßrige Emulgatorlösung 1
200 g Wasser.
Zulauf II:
9 g Natriumperoxodisulfat
250 g Wasser.
9 g Natriumperoxodisulfat
250 g Wasser.
Zulauf III:
36 g einer 10-gew.-%igen wäßrigen tert.-Butylhydroperoxid lösung.
36 g einer 10-gew.-%igen wäßrigen tert.-Butylhydroperoxid lösung.
Zulauf IV:
1,8 g einer 1-gew.-%igen wäßrigen VOSO4-Lösung
50 g Wasser
3,6 g Natriumsalz der Hydroymethasulfinsäure.
1,8 g einer 1-gew.-%igen wäßrigen VOSO4-Lösung
50 g Wasser
3,6 g Natriumsalz der Hydroymethasulfinsäure.
ED2: Wie ED1, die Vorlage umfaßte jedoch
350 g Wasser
41,8 g Zulauf I
0,9 g Ascorbinsäure
54 g ADI4
41,8 g Zulauf I
0,9 g Ascorbinsäure
54 g ADI4
und nach Erwärmen auf die hier 90°C betragende Polymerisationstem
peratur wurden auf einmal 52,5 g Zulauf II zugesetzt.
Zulauf I:
1440 g 2-Ethylhexylacrylat
144 g Vinylacetat
144 g Methymethacryat
36 g n-Hydroxypropylacrylat
36 g Styrol
9 g Acrylsäure
0,9 g Ascorbinsäure
1,8 g tert.-Dodecylmercaptan
14,4 g 25-gew.-%ige wäßrige NaOH-Lösung
64,3 g wäßrige Emulgatorlösung 1
200 g Wasser.
1440 g 2-Ethylhexylacrylat
144 g Vinylacetat
144 g Methymethacryat
36 g n-Hydroxypropylacrylat
36 g Styrol
9 g Acrylsäure
0,9 g Ascorbinsäure
1,8 g tert.-Dodecylmercaptan
14,4 g 25-gew.-%ige wäßrige NaOH-Lösung
64,3 g wäßrige Emulgatorlösung 1
200 g Wasser.
Zulauf II:
12,6 g Natriumperoxodisulfat
250 g Wasser.
12,6 g Natriumperoxodisulfat
250 g Wasser.
Zulauf III und Zulauf IV wie bei ED1.
a
a
ED3: Wie ED1, die Vorlage umfaßte jedoch
295 g Wasser
44,8 g Zulauf I
1 g Ascorbinsäure
75,0 g ADI1
44,8 g Zulauf I
1 g Ascorbinsäure
75,0 g ADI1
und nach Erwärmen auf 85°C wurden auf einmal 26,0 g Zulauf II zu
gesetzt.
Zulauf I:
1960 g n-Butylacrylat
50 g Methacrylsäure
71,4 g wäßrige Emulgatorlösung 1
1 g Ascorbinsäure
16,0 g 25-gew.-%ige wäßrige NaOH-Lösung
150 g Wasser.
1960 g n-Butylacrylat
50 g Methacrylsäure
71,4 g wäßrige Emulgatorlösung 1
1 g Ascorbinsäure
16,0 g 25-gew.-%ige wäßrige NaOH-Lösung
150 g Wasser.
Zulauf II:
10 g Natriumperoxodisulfat
250 g Wasser.
10 g Natriumperoxodisulfat
250 g Wasser.
Kein Zulauf III und kein Zulauf IV.
ED4: Wie EDI, die Vorlage umfaßte jedoch
272 g Wasser
44,8 g Zulauf I
1,0 g Ascorbinsäure
125 g ADI3
44,8 g Zulauf I
1,0 g Ascorbinsäure
125 g ADI3
und nach Erwärmen auf 85°C wurden auf einmal 26,0 g Zulauf II zu
gesetzt.
Zulauf I:
1960 g n-Butylacrylat
40 g Methacrylsäure
71,4 g wäßrige Emulgatorlösung 1
1 g Ascorbinsäure
16 g 25-gew.-%ige wäßrige NaOH-Lösung
150 g Wasser.
1960 g n-Butylacrylat
40 g Methacrylsäure
71,4 g wäßrige Emulgatorlösung 1
1 g Ascorbinsäure
16 g 25-gew.-%ige wäßrige NaOH-Lösung
150 g Wasser.
Zulauf II:
10 g Natriumperoxodisulfat
250 g Wasser.
10 g Natriumperoxodisulfat
250 g Wasser.
Kein Zulauf III und kein Zulauf IV.
ED5: Wie ED4, die Vorlage umfaßte jedoch anstelle von 125 g ADI3 dieselbe Menge ADI6.
ED6: Wie ED1, die Vorlage umfaßte jedoch
ED5: Wie ED4, die Vorlage umfaßte jedoch anstelle von 125 g ADI3 dieselbe Menge ADI6.
ED6: Wie ED1, die Vorlage umfaßte jedoch
166 g Wasser
44,8 g Zulauf I
1,0 g Ascorbinsäure
200 g ADI6
44,8 g Zulauf I
1,0 g Ascorbinsäure
200 g ADI6
und nach Erwärmen auf die hier 90°C betragende Polymerisationstem
peratur wurden auf einmal 52,8 g Zulauf II zugesetzt.
Zulauf I:
1900 g n-Butylacrylat
60 g Methylmethacrylat
40 g Methacrylsäure
1 g tert.-Dodecylmercaptan
16 g 25-gew.-%ige wäßrige NaOH-Lösung
1 g Ascorbinsäure
71,4 g wäßrige Emulgatorlösung 1
150 g Wasser.
1900 g n-Butylacrylat
60 g Methylmethacrylat
40 g Methacrylsäure
1 g tert.-Dodecylmercaptan
16 g 25-gew.-%ige wäßrige NaOH-Lösung
1 g Ascorbinsäure
71,4 g wäßrige Emulgatorlösung 1
150 g Wasser.
Zulauf II:
14 g Natriumperoxodisulfat
250 g Wasser.
14 g Natriumperoxodisulfat
250 g Wasser.
Zulauf III:
40 g einer 10 gew.-%igen wäßrigen tert.-Butylhydroperoxid lösung.
40 g einer 10 gew.-%igen wäßrigen tert.-Butylhydroperoxid lösung.
Zulauf IV:
4 g Natriumsalz der Hydroxymethansulfinsäure
2 g einer 1-gew.-%igen wäßrigen VOSO4-Lösung
40 g Wasser.
4 g Natriumsalz der Hydroxymethansulfinsäure
2 g einer 1-gew.-%igen wäßrigen VOSO4-Lösung
40 g Wasser.
ED7: Wie ED6, anstelle von 200 g ADI6 und 166 g Wasser umfaßte
die Vorlage jedoch 125 g ADI6 und 184 g Wasser. Ferner
enthielt Zulauf I nicht 71,4 g wäßrige Emulgatorlösung 1,
sondern 114,29 g einer 35-gew.-%igen wäßrigen Lösung des
Natriumsalzes des Schwefelsäurehalbester von ethoxylier
tem Alkylphenol (Alkylrest: C12; EO-Grad:
25) = Emulgatorlösung 3.
ED8: Wie ED6, die Vorlage umfaßte jedoch
25) = Emulgatorlösung 3.
ED8: Wie ED6, die Vorlage umfaßte jedoch
221 g Wasser
44,6 g Zulauf I
1,0 g Ascorbinsäure
100 g ADI4
44,6 g Zulauf I
1,0 g Ascorbinsäure
100 g ADI4
und Zulauf I wies folgende Zusammensetzung auf:
1000 g 2-Ethylhexylacrylat
600 g n-Butylacrylat
160 g Methylacrylat
160 g Methylmethacrylat
40 g Styrol
40 g Methacrylsäure
35,7 g wäßrige Emulgatorlösung 1
1 g Ascorbinsäure
16 g 25-gew.-%ige NaOH-Lösung
175 g Wasser.
600 g n-Butylacrylat
160 g Methylacrylat
160 g Methylmethacrylat
40 g Styrol
40 g Methacrylsäure
35,7 g wäßrige Emulgatorlösung 1
1 g Ascorbinsäure
16 g 25-gew.-%ige NaOH-Lösung
175 g Wasser.
ED9: Ein Gemisch aus
221 g Wasser
1,0 g Ascorbinsäure
75 g ADI6
1,0 g Ascorbinsäure
75 g ADI6
wurde auf 90°C erwärmt und anschließend auf einmal mit 52,8 g Zu
lauf II versetzt. Anschließend wurden unter Aufrechterhaltung der
90°C Zulauf I (44,8 g innerhalb von 20 min und Restmenge innerhalb
von 3 h) und, 20 min nach Zulauf I beginnend, Zulauf II (inner
halb von 4 h) kontinuierlich zugeführt und das Polymerisationsge
misch anschließend noch 30 min bei 90°C gehalten. Zur Beseitigung
von Restmonomeren wurde das Polymerisationsgemisch auf 60°C abge
kühlt und auf einmal mit Zulauf III und sodann innerhalb 1 h
unter Aufrechterhaltung der 60°C kontinuierlich mit Zulauf IV ver
setzt.
Zulauf I:
1960 g n-Butylacrylat
40 g Methacrylsäure
71,4 g wäßrige Emulgatorlösung 1
1,0 g Ascorbinsäure
16 g 25-gew.-%ige Natriumhydroxidlösung
150 g Wasser.
Zulauf II:
1960 g n-Butylacrylat
40 g Methacrylsäure
71,4 g wäßrige Emulgatorlösung 1
1,0 g Ascorbinsäure
16 g 25-gew.-%ige Natriumhydroxidlösung
150 g Wasser.
Zulauf II:
14 g Natriumperoxodisulfat
250 g Wasser.
250 g Wasser.
Zulauf III:
40 g einer 10-gew.-%igen wäßrigen Lösung von tert.-Butylhy droperoxid.
40 g einer 10-gew.-%igen wäßrigen Lösung von tert.-Butylhy droperoxid.
Zulauf IV:
4 g Natriumsalz der Hydroxymethansulfinsäure
40 g Wasser
2 g 1-gew.-%ige wäßrige VOSO4-Lösung.
4 g Natriumsalz der Hydroxymethansulfinsäure
40 g Wasser
2 g 1-gew.-%ige wäßrige VOSO4-Lösung.
ED10: Wie ED9, innerhalb der ersten 20 min wurden jedoch 89,6 g
Zulauf I kontinuierlich zugeführt.
ED11: Wie ED6, die Vorlage umfaßte jedoch
ED11: Wie ED6, die Vorlage umfaßte jedoch
221 g Wasser
22,38 g Zulauf I
1 g Ascorbinsäure
75 g ADT6
und Zulauf I bestand aus
1960 g n-Butylacrylat
40 g Methacrylsäure
71,4 g wäßrige Emulgatorlösung 1
1 g Ascorbinsäure
16 g 25-gew.-%ige wäßrige Natriumhydroxidlösung
150 g Wasser.
22,38 g Zulauf I
1 g Ascorbinsäure
75 g ADT6
und Zulauf I bestand aus
1960 g n-Butylacrylat
40 g Methacrylsäure
71,4 g wäßrige Emulgatorlösung 1
1 g Ascorbinsäure
16 g 25-gew.-%ige wäßrige Natriumhydroxidlösung
150 g Wasser.
ED12: Wie ED6, die Vorlage umfaßte jedoch nicht 22,38 g Zu
lauf I, sondern 67 g Zulauf I.
ED13: Wie ED₆, die Vorlage umfaßte jedoch nicht 22,38 g Zu lauf I, sondern 89 g Zulauf I.
ED14: Ein Gemisch aus
ED13: Wie ED₆, die Vorlage umfaßte jedoch nicht 22,38 g Zu lauf I, sondern 89 g Zulauf I.
ED14: Ein Gemisch aus
10,0 kg Wasser
1,95 kg Zulauf I
0,8 kg 30-gew.-%ige wäßrige H2O2-Lösung
2,0 kg ADI5
1,95 kg Zulauf I
0,8 kg 30-gew.-%ige wäßrige H2O2-Lösung
2,0 kg ADI5
wurde auf 70°C erwärmt und anschließend auf einmal mit 0,425 kg
Zulauf II versetzt. Die einsetzende Polymerisation wurde unter
Aufrechterhalten der 70°C während 10 min sich selbst überlassen.
Im Anschluß daran wurden unter Aufrechterhalten der 70°C zeit
gleich beginnend die Restmengen der Zuläufe I (3,9 kg innerhalb
von 30 min, Rest danach innerhalb von 3 h) und II (innerhalb von
4,5 h) kontinuierlich zugeführt.
Zulauf I:
78,4 kg n-Butylacrylat
1, 6 kg Methacrylsäure
1,6 kg wäßrige Emulgatorlösung 2
0,286 kg wäßrige Emulgatorlösung 1
15,6 kg Wasser.
78,4 kg n-Butylacrylat
1, 6 kg Methacrylsäure
1,6 kg wäßrige Emulgatorlösung 2
0,286 kg wäßrige Emulgatorlösung 1
15,6 kg Wasser.
Zulauf II:
0,24 kg Ascorbinsäure
0,008 kg FeSO4
4 kg Wasser.
0,24 kg Ascorbinsäure
0,008 kg FeSO4
4 kg Wasser.
ED15: Ein Gemisch aus
10 kg Wasser
2 kg ADI5
1,88 kg Zulauf I
2,29 kg Zulauf II
2 kg ADI5
1,88 kg Zulauf I
2,29 kg Zulauf II
wurde auf 80°C erhitzt und anschließend auf einmal mit 0,425 kg
Zulauf III versetzt. Die einsetzende Polymerisation wurde unter
Aufrechterhalten der 80°C während 10 min sich selbst überlassen.
Im Anschluß daran wurden unter Aufrechterhalten der 80°C zeit
gleich beginnend die Restmengen der Zuläufe I (3,8 kg innerhalb
von 30 min, Rest in 3 h), II (innerhalb von 4,5 h) und III (in
nerhalb von 4,5 h) kontinuierlich zugeführt.
Zulauf I:
78, 4 kg n-Butylacrylat
1,6 kg Methacrylsäure
1,6 kg wäßrige Emulgatorlösung 2
0,286 kg wäßrige Emulgatorlösung 1
12,0 kg Wasser.
78, 4 kg n-Butylacrylat
1,6 kg Methacrylsäure
1,6 kg wäßrige Emulgatorlösung 2
0,286 kg wäßrige Emulgatorlösung 1
12,0 kg Wasser.
Zulauf II:
0,457 kg einer 70-gew.-%igen wäßrigen tert.-Butylhydroperoxidlö sung
4,0 kg Wasser.
0,457 kg einer 70-gew.-%igen wäßrigen tert.-Butylhydroperoxidlö sung
4,0 kg Wasser.
Zulauf III:
0,24 kg Ascorbinsäure
0,008 kg FeSO4
4,0 kg Wasser.
0,24 kg Ascorbinsäure
0,008 kg FeSO4
4,0 kg Wasser.
ED16: Ein Gemisch aus
291 g Wasser
1,575 g Ascorbinsäure
0,021 g FeSO4
10,5 g 10-gew.-%ige wäßrige H2SO4
1,575 g Ascorbinsäure
0,021 g FeSO4
10,5 g 10-gew.-%ige wäßrige H2SO4
wurde auf 85°C erhitzt und anschließend auf einmal mit 31,05 g Zu
lauf II versetzt. Unmittelbar darauf wurden zeitgleich beginnend
Zulauf I (104 g in 24 min, Rest innerhalb von 210 min) und die
Restmenge von Zulauf II (innerhalb von 4 h 15 min) unter Auf
rechterhaltung der 85°C kontinuierlich zugeführt.
Zulauf I:
367 g Wasser
121 g 40-gew.-%ige wäßrige Lösung des Natriumsalzes des Schwefelsäurehalbesters von ethoxyliertem i-Octylphenol (EO-Grad: 4) = Emulgatorlösung 4
0,525 g Ascorbinsäure
33,6 g 25-gew.-%ige wäßrige NaOH-Lösung
1764 g n-Butylacrylat
262,5 g Methylmethacrylat
31, 5 g 2-Ethylhexylacrylat
42 g Acrylsäure.
367 g Wasser
121 g 40-gew.-%ige wäßrige Lösung des Natriumsalzes des Schwefelsäurehalbesters von ethoxyliertem i-Octylphenol (EO-Grad: 4) = Emulgatorlösung 4
0,525 g Ascorbinsäure
33,6 g 25-gew.-%ige wäßrige NaOH-Lösung
1764 g n-Butylacrylat
262,5 g Methylmethacrylat
31, 5 g 2-Ethylhexylacrylat
42 g Acrylsäure.
Zulauf II:
300 g H2O
10,5 g Natriumperoxodisulfat.
300 g H2O
10,5 g Natriumperoxodisulfat.
ED17: Ein Gemisch aus
1,0 g Ascorbinsäure
75,0 g ADI3
44,8 g Zulauf I
295 g Wasser
75,0 g ADI3
44,8 g Zulauf I
295 g Wasser
wurde auf 85°C erhitzt und anschließend auf einmal mit 26 g Zu
lauf II versetzt. Die einzusetzende Polymerisation wurde unter
Aufrechterhaltung der 85°C während 10 min sich selbst überlassen.
Im Anschluß daran wurden unter Aufrechterhaltung der 85°C zeit
gleich beginnend die Restmengen der Zuläufe I (innerhalb von 3 h)
und II (innerhalb von 4 h) kontinuierlich zugeführt.
Zulauf 1:
1960 g n-Butylacrylat
40 g Methacrylsäure
71,4 g wäßrige Emulgatorlösung 1
1 g Ascorbinsäure
16 g 25-gew.-%ige wäßrige NaOH-Lösung
150 g Wasser.
1960 g n-Butylacrylat
40 g Methacrylsäure
71,4 g wäßrige Emulgatorlösung 1
1 g Ascorbinsäure
16 g 25-gew.-%ige wäßrige NaOH-Lösung
150 g Wasser.
Zulauf 2:
10 g Natriumperoxodisulfat
250 g Wasser.
10 g Natriumperoxodisulfat
250 g Wasser.
Tabelle 1 gibt den Feststoffgehalt und die Volumenkonzentration
der Enddispersionen ED1 bis ED17 (Gew.-% bzw. Vol-%) sowie ihre
dynamischen Viskositäten η in mPa·s wieder, wobei die η-Bestimmun
gen gemäß DIN 53019 bei 23°C und einem Schergefälle von 487 s-1
erfolgten.
Tabelle 2 gibt zusätzlich die Endpolymerisatteilchengrößenvertei
lungen wieder (Gew.-% der Teilchen des Endpolymerisats, deren
Teilchendurchmesser X nm ist, wobei X ein Element aus der Menge
{200, 400, 600, 800, 1000, 1200, 1400} ist).
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung einer eine Feststoffvolumenkonzen
tration von wenigstens 50 Vol.-% aufweisenden Polymerisatend
dispersion durch Polymerisation wenigstens eines von
Vinyl- und Vinylidenhalogeniden verschiedenen radikalisch po
lymerisierbaren Monomeren unter Zusatz wenigstens einer wäß
rigen Polymerisatausgangsdispersion I in einem Polymerisati
onsgefäß nach dem Verfahren der radikalischen wäßrigen Emul
sionspolymerisation in Gegenwart von Dispergiermitteln und
radikalischen Polymerisationsinitiatoren, dadurch gekenn
zeichnet, daß
- a) die in der wenigstens einen zugesetzten wäßrigen Polyme risatausgangsdispersion T enthaltene Masse an Ausgangspo lymerisat I, bezogen auf die Gesamtmasse, gebildet aus der Masse des wenigstens einen radikalisch polymerisier baren Monomeren und der in Form der wäßrigen Polymerisat ausgangsdispersion I zugesetzten Masse an Ausgangspoly merisat I, 0,1 bis 10% beträgt,
- b) das Ausgangspolymerisat I in der wenigstens einen wäßri gen Ausgangsdispersion I in Form dispers verteilter Aus gangspolymerisatteilchen vorliegt, von deren Gesamtmasse wenigstens 99,6 Gew.-% einen von Null verschiedenen Teil chendurchmesser von 90 nm bis 500 nm aufweist,
- c) die Gesamtmenge der wenigstens einen zuzusetzenden wäßri gen Polymerisatausgangsdispersion I vor Beginn der radi kalischen wäßrigen Emulsionspolymerisation ins Polyme risationsgefäß vorgelegt wird,
- d) in einer ersten Polymerisationsstufe in Gegenwart der vorgelegten wäßrigen Polymerisatausgangsdispersion I von der Gesamtmasse des wenigstens einen radikalisch zu poly merisierenden Monomeren, bezogen auf die Masse des vorge legten Ausgangspolymerisats I, zunächst eine Teilmenge von 25 bis 500 Gew.-% in an sich bekannter Weise bis zu einem auf diese Teilmenge bezogenen Umsatz von wenigstens 80 mol-% polymerisiert wird,
- e) die Polymerisation der Restmenge des wenigstens einen ra dikalisch zu polymerisierenden Monomeren im Anschluß an die erste Polymerisationsstufe nach dem Zulaufverfahren mit der Maßgabe erfolgt, daß ab Beginn des Zulaufverfah rens der Zulauf des wenigstens einen radikalisch polyme risierbaren Monomeren ins Polymerisationsgefäß so er folgt, daß zu jedem Zeitpunkt des Zulaufs der Polymerisa tionsumsatz der bereits zuvor dem Polymerisationsgefäß insgesamt zugeführten Monomeren wenigstens 80 mol-% be trägt und
- f) die zu jedem Zeitpunkt ab Beginn der radikalischen wäßri gen Emulsionspolymerisation im Polymerisationsgefäß ent haltene Menge an Dispergiermittel, bezogen auf die Summe der dem Polymerisationsgefäß bereits zugeführten Massen an Ausgangspolymerisat I und zu polymerisierenden Monome ren, 0,5 bis 5 Gew.-% beträgt.
2. Wäßrige Polymerisatenddispersion, die eine Feststoffvolumen
konzentration von wenigstens 50 Vol-% aufweist, dadurch er
hältlich, daß man wenigstens ein von Vinyl- und Vinylidenha
logeniden verschiedenes radikalisch polymerisierbares Monome
res unter Zusatz wenigstens einer wäßrigen Polymerisataus
gangsdispersion I in einem Polymerisationsgefäß nach dem Ver
fahren der radikalischen wäßrigen Emulsionspolymerisation in
Gegenwart von Dispergiermitteln und radikalischen Polymerisa
tionsinitiatoren mit der Maßgabe polymerisiert, daß
- a) die in der wenigstens einen zugesetzten wäßrigen Polyme risatausgangsdispersion I enthaltene Masse an Ausgangspo lymerisat I, bezogen auf die Gesamtmasse, gebildet aus der Masse des wenigstens einen radikalisch polymerisier baren Monomeren und der in Form der wäßrigen Polymerisa tausgangsdispersion I zugesetzten Masse an Ausgangspoly merisat I, 0,1 bis 10% beträgt,
- b) das Ausgangspolymerisat I in der wenigstens einen wäßri gen Ausgangsdispersion I in Form dispers verteilter Aus gangspolymerisatteilchen vorliegt, von deren Gesamtmasse wenigstens 99,6 Gew.-% einen von Null verschiedenen Teil chendurchmesser von 90 nm bis 500 nm aufweist,
- c) die Gesamtmenge der wenigstens einen zuzusetzenden wäßri gen Polymerisatausgangsdispersion I vor Beginn der radi kalischen wäßrigen Emulsionspolymerisation ins Polyme risationsgefäß vorgelegt wird,
- d) in einer ersten Polymerisationsstufe in Gegenwart der vorgelegten wäßrigen Polymerisatausgangsdispersion I von der Gesamtmasse des wenigstens einen radikalisch zu poly merisierenden Monomeren, bezogen auf die Masse des vorge legten Ausgangspolymerisats I, zunächst eine Teilmenge von 25 bis 500 Gew.-% in an sich bekannter Weise bis zu einem auf diese Teilmenge bezogenen Umsatz von wenigstens 80 mol-% polymerisiert wird,
- e) die Polymerisation der Restmenge des wenigstens einen ra dikalisch zu polymerisierenden Monomeren im Anschluß an die erste Polymerisationsstufe nach dem Zulaufverfahren mit der Maßgabe erfolgt, daß ab Beginn des Zulaufverfah rens der Zulauf des wenigstens einen radikalisch polyme risierbaren Monomeren ins Polymerisationsgefäß so er folgt, daß zu jedem Zeitpunkt des Zulaufs der Polymerisa tionsumsatz der bereits zuvor dem Polymerisationsgefäß insgesamt zugeführten Monomeren wenigstens 80 mol-% be trägt und
- f) die zu jedem Zeitpunkt ab Beginn der radikalischen wäßri gen Emulsionspolymerisation im Polymerisationsgefäß ent haltene Menge an Dispergiermittel, bezogen auf die Summe der dem Polymerisationsgefäß bereits zugeführten Massen an Ausgangspolymerisat I und zu polymerisierenden Monome ren, 0,5 bis 5 Gew.-% beträgt.
3. Wäßrige Polymerisatdispersion, deren Feststoffvolumenkonzen
tration 50 Vol-% beträgt und die eine der folgenden Polyme
risatteilchendurchmesserverteilungen aufweist, wobei das Po
lymerisat kein Vinyl- oder Vinylidenhalogenid enthält:
- a) 2 bis 25 Gew.-% des Polymerisats 200 nm
10 bis 60 Gew.-% des Polymerisats 400 nm
15 bis 90 Gew.-% des Polymerisats 600 nm
50 bis 100 Gew.-% des Polymerisats 800 nm
oder - b) 2 bis 15 Gew.-% des Polymerisats 200 nm
12 bis 50 Gew.-% des Polymerisats 400 nm
25 bis 60 Gew.-% des Polymerisats 600 nm
50 bis 95 Gew.-% des Polymerisats 800 nm
60 bis 100 Gew.-% des Polymerisats 1400 nm.
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| EP94103275A EP0614922B1 (de) | 1993-03-11 | 1994-03-04 | Verfahren zur Herstellung einer wässrigen Polymerisatdispersion |
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| FI941173A FI941173A7 (fi) | 1993-03-11 | 1994-03-11 | Menetelmä vettä sisältävän polymeeridispersion valmistamiseksi |
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| DE4307683A Withdrawn DE4307683A1 (de) | 1993-03-11 | 1993-03-11 | Verfahren zur Herstellung einer wäßrigen Polymerisatdispersion |
| DE59409510T Expired - Lifetime DE59409510D1 (de) | 1993-03-11 | 1994-03-04 | Verfahren zur Herstellung einer wässrigen Polymerisatdispersion |
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|---|---|---|---|
| DE59409510T Expired - Lifetime DE59409510D1 (de) | 1993-03-11 | 1994-03-04 | Verfahren zur Herstellung einer wässrigen Polymerisatdispersion |
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