DE4313277C1 - Verfahren zum Betreiben einer Heizungsanlage - Google Patents

Verfahren zum Betreiben einer Heizungsanlage

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DE4313277C1
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Rainer Dipl Ing Jakob
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Bosch Thermotechnik GmbH
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Buderus Heiztechnik GmbH
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24DDOMESTIC- OR SPACE-HEATING SYSTEMS, e.g. CENTRAL HEATING SYSTEMS; DOMESTIC HOT-WATER SUPPLY SYSTEMS; ELEMENTS OR COMPONENTS THEREFOR
    • F24D19/00Details
    • F24D19/10Arrangement or mounting of control or safety devices
    • F24D19/1006Arrangement or mounting of control or safety devices for water heating systems
    • F24D19/1066Arrangement or mounting of control or safety devices for water heating systems for the combination of central heating and domestic hot water

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
In Brennwertkesseln sollen die Heizgase bis unter den Taupunkt abgekühlt werden, um außer der sensiblen Wärme auch noch die Umwandlungswärme nutzen zu können. Für eine solche Abkühlung der Heizgase sind möglichst niedrige Rücklauftemperaturen erforderlich, die jedenfalls deutlich unter dem Taupunkt liegen müssen. Das kühle Rücklaufwasser senkt die Heizgastemperaturen in dem gewünschten Maße ab. Dabei nimmt es selbst Wärme auf, um dann in den heißeren Partien des Kessels auf die benötigten Vorlauftemperaturen aufgeheizt zu werden. Eine maximale Brennwertnutzung hat möglichst niedrige Rücklauftemperaturen zur Voraussetzung. Die Anwendung dieses bekannten Brennwert-Prinzips bei Kesseln zur Brauchwassererwärmung ist der DE-Z: IKZ- Haustechnik, Heft 4, 1992, S. 61-71 (insbes. 70-71), zu entnehmen. Dort wird darauf hingewiesen, daß für eine Optimierung des Wirkungsgrades möglichst niedrige Rücklauftemperaturen vorliegen sollten. Dieser Effekt wird durch eine drehzahlgeregelte Ladepumpe angestrebt.
Bei einer Brauchwassererwärmung in einem parallel zum Heizkreis geschalteten Brauchwasserkreis ist es üblich, eine Brauchwasservorrangschaltung vorzusehen, um in dieser Phase die gesamte Heizleistung des Kessels dem Brauchwasser zur Verfügung zu stellen. Dabei kommt es dann zwangsweise zu einer Anhebung des Temperaturniveaus, da die Rücklauftemperaturen des Brauchwasserkreises mit ansteigender Brauchwassertemperatur ebenfalls ansteigen, was auch durch eine Ladepumpensteuerung nicht verhindert werden kann. Die für eine maximale Brennwertnutzung erforderlichen Rücklauftemperaturen können dabei deutlich überschritten werden. Der eigentliche Effekt des Brennwertkessels wird somit während der Brauchwassererwärmung, insbesondere bei Tagesspeichern mit einer längeren Aufheizphase, nicht genutzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Heizungsanlage mit einem Heizkreis und einem parallelen Brauchwasserkreis auch während der Brauchwassererwärmung eine maximale Brennwertnutzung zu ermöglichen.
Gemäß der Erfindung geschieht dieses durch die im Kennzeichen des Patentanspruches 1 genannte Maßnahme.
Das Kesselwasser soll wohl wie bisher vorrangig zur Brauchwassererwärmung dienen. Deshalb ist in bekannter Weise eine Brauchwasservorrangschaltung vorgesehen. Diese wird jedoch je nach der sich einstellenden Rücklauftemperatur bei Bedarf wieder teilweise aufgehoben. Sobald nämlich die Rücklauftemperatur im Brauchwasserkreis über einen für den Brennwertbetrieb geeigneten Wert ansteigt, wird automatisch der Heizkreis geöffnet, um kühleres Rücklaufwasser aus dem Heizkreis einzuspeisen. Die Förderung durch den Heizkreis erfolgt dabei temperaturabhängig variabel. Je stärker die Rücklauftemperatur des Brauchwasserkreises den geeigneten Wert überschreitet, umso größer wird der durch die Heizkreispumpe geförderte Volumenstrom.
Durch die erfindungsgemäße Maßnahme sind somit zwei Forderungen an eine Heizungsanlage mit einem Brennwertkessel und mit einem parallel zum Heizkreis geschalteten Brauchwasserkreis miteinander in Übereinstimmung gebracht. Auf der einen Seite wird der Brauchwasserkreis während der Brauchwassererwärmung vorrangig mit heißem Kesselwasser beschickt, da ja eine möglichst schnelle Aufheizung des Brauchwassers erfolgen soll. Auf der anderen Seite wird auf das Einspeisen von ausreichend kühlem Rücklaufwasser in den Kessel geachtet, damit eine maximale Brennwertnutzung erzielt wird. Das dient einer optimalen Energieersparnis.
Die Zeichnung stellt in einer einzigen Figur eine Heizungsanlage als Ausführungsbeispiel der Erfindung dar.
An einen als Brennwertkessel 1 konzipierten Heizkessel sind parallel zueinander ein Heizkreis 2 mit entsprechenden Wärmetauschern 3 und ein Brauchwasserkreis 4 mit einem Speicherbrauchwassererwärmer 5 angeschlossen. Für die Brauchwassererwärmung erfolgt in bekannter Weise eine Brauchwasservorrangschaltung. Die Speicherladepumpe 6 wird ein- und die Heizkreispumpe 7 wird abgeschaltet. Bei einer Anlage mit einer für beide Kreise gemeinsamen Pumpe ist derselbe Effekt durch Umschaltung eines Dreiwegeventiles zu erzielen. Sobald bei dieser Brauchwasservorrangschaltung jedoch die durch einen Thermostaten 8 gemessene Rücklauftemperatur einen vorgegebenen Wert überschreitet, wird die Heizkreispumpe 7 zum Erzeugen eines temperaturabhängig variablen Volumenstromes durch den Heizkreis 2 wieder eingeschaltet. Durch das Einspeisen von kühlem Rücklaufwasser aus dem Heizkreis werden niedrige Rücklauftemperaturen garantiert, die das Erzielen des Brennwerteffektes im Kessel garantieren.

Claims (2)

1. Verfahren zum Betreiben einer Heizungsanlage mit einem Brennwertkessel (1) in einem Heizkreis (2) und einem parallelen Brauchwasserkreis (4) im Sinne einer maximalen Brennwertnutzung, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Anstieg der Rücklauftemperatur des Brennwertkessels (1) während der Brauchwassererwärmung über den für den Brennwertbetrieb geeigneten Wert durch eine in ihrem Volumenstrom variabel geregelte Heizkreispumpe (7) kühleres Wasser aus dem Heizkreis (2) dem Rücklauf beigemischt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der durch die Heizkreispumpe (7) bewirkte Volumenstrom mit steigender Rücklauftemperatur des Brauchwasserkreises (4) ansteigt.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19628708B4 (de) * 1995-07-14 2006-04-06 Vaillant Gmbh Wasserheizanlage
DE19701823B4 (de) * 1996-01-15 2006-06-22 Vaillant Gmbh Wasserheizungsanlage
WO2018002875A1 (en) * 2016-07-01 2018-01-04 Eti S.N.C. Thermal energy distribution kit or system for the production of domestic hot water and hot water for heating purposes and plant employing said kit
EP3835667A1 (de) * 2019-12-13 2021-06-16 Techem Energy Services GmbH Verfahren zur steuerung einer heizungsanlage und steuergerät hierfür

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
DE-Z.: IKZ-Haustechnik, H. 4, 1992, S. 61-71 *

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