DE4313932A1 - Überlastsicherung für eine Kraftmeßeinrichtung - Google Patents
Überlastsicherung für eine KraftmeßeinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Überlastsicherung für eine
Kraftmeßeinrichtung, insbesondere für eine Waage, mit einem
als Biegebalken mit Meßumformer ausgebildeten Kraftmeßele
ment und einem quer zur Kraftrichtung sich erstreckenden
Begrenzungselement, welches fest mit dem Einspannende des
Kraftmeßelements verbunden ist, wobei der bewegliche Teil
des Kraftmeßelements und das Begrenzungselement mit Spiel
derart ineinandergreifen, daß die Durchbiegung des bewegli
chen Teils des Kraftmeßelements begrenzt wird.
Bei einer aus der DE-PS 27 53 549 bekannten Überlastsiche
rung der angegebenen Art ist in einer Längsbohrung des Bie
gebalkens ein Überlaststab angeordnet, der im Einspannende
des Biegebalkens durch Einpressen fest verankert ist, und
dessen freies Ende eine konische Erweiterung hat, die sich
mit allseitigem Spiel in einem konisch nach außen erweite
ren Abschnitt der Bohrung befindet. Zur Einstellung der
zulässigen Durchbiegung des Biegebalkens, was gleichzeitig
ein Maß für die Grenzlast darstellt, wird der Überlaststab
mit seiner konischen Erweiterung so weit in die Bohrung des
Kraftmeßelements getrieben, bis das erforderliche Spaltmaß
erreicht ist. Diese bekannte Überlastsicherung greift in
die Gestaltung des Kraftmeßelements ein und führt zu einem
höheren Fertigungsaufwand. Der Einbauraum für die Anbrin
gung der Meßumformer wird nachteilig begrenzt. Weiterhin
läßt sich die bekannte Überlastsicherung nicht zur Nachrü
stung bereits bestehender Kraftmeßeinrichtungen verwenden
und er bietet keinen Schutz gegen verdrehen des Kraftmeß
elements.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Überlastsi
cherung für eine Kraftmeßeinrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, die nicht die bauliche Gestaltung des
Kraftmeßelements beeinträchtigt und die nachträglich in
vorhandene Kraftmeßeinrichtungen einbaubar ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das
Begrenzungselement an einer Außenseite des Kraftmeßelements
befestigt ist und mit einem am beweglichen Teil des Kraft
meßelements befestigten Anschlagkopf zusammenwirkt und daß
ineinandergreifende Abschnitte des Begrenzungselements und
des Anschlagkopfes eine Nut und eine mit Spiel in die Nut
eingreifende Rippe aufweisen, die jeweils quer zur Kraft
richtung und quer zur Längsrichtung des Kraftmeßelements
verlaufen.
Die bekannte Überlastsicherung ist außerhalb des Kraftmeß
elements angeordnet und von seiner baulichen Ausgestaltung
unabhängig. Sie kann daher auch nachträglich mit bereits
bestehenden Kraftmeßeinrichtungen verbunden werden. Je nach
Anwendungsfall kann die Überlastsicherung unterhalb, ober
halb oder auf einer Seite des Kraftmeßelements andeordnet
sein. Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Über
lastsicherung ist weiterhin darin zu sehen, daß durch das
Eingreifen einer Rippe in eine Nut nicht nur die Durchbie
gung des Kraftmeßelements in Kraftrichtung begrenzt, son
dern zugleich auch das bewegliche Ende des Kraftmeßelements
vor Überlastung durch Verdrehen geschützt werden kann. Dies
ist vor allem bei der Verwendung der Kraftmeßeinrichtung
als Wägezelle von Vorteil, da hierbei durch eine seitlich
außermittige Belastung der mit dem Kraftmeßelement verbun
denen Waagschale das Kraftmeßelement unzulässig stark ver
dreht werden kann.
Ein vorteilhafte Weiterbildung der Überlastsicherung kann
erfindungsgemäß darin bestehen, daß der Anschlagkopf in
Längsrichtung des Kraftmeßelements verstellbar ist und daß
eine Anschlagfläche der Rippe und/oder eine Wandfläche der
Nut zur Richtung der Verstellbewegung des Anschlagkopfes
geneigt sind. Hierdurch läßt sich auf einfache Weise der
Spalt zwischen einer Wandfläche der Nut und der Rippe auf
den jeweils geeigneten Wert einstellen, der der zulässigen
Grenzbelastung des Kraftmeßelements entspricht. Durch den
Neigungswinkel der Wandfläche bzw. der Anschlagfläche kann
hierbei die Einstellempfindlichkeit in Bezug auf den Ver
stellweg des Anschlagkopfes bestimmt werden. Vorzugsweise
ist jeweils nur die Anschlag- bzw. Wandfläche geneigt, die
zur Begrenzung der positiven Belastung des Kraftmeßelements
dient. Die zur Begrenzung der negativen Belastung dienenden
Flächen verlaufen erfindungsgemäß in Richtung der Verstell
bewegung des Anschlagkopfes, so daß ihr Abstand bei der
Einstellung der positiven Grenzlast unverändert bleibt.
Hierdurch wird das Einstellen vereinfacht, und es wird eine
Veränderung der positiven Grenzlast ohne gleichzeitige
Änderung der negativen Grenzlast ermöglicht.
Vorteilhaft ist weiterhin eine Ausgestaltung der erfin
dungsgemäßen Überlastsicherung, bei der das Begrenzungsele
ment aus einer Platte besteht, die unter dem Kraftmeßele
ment angeordnet ist und ein Auflager für das Kraftmeßele
ment bildet. Das Kraftmeßelement kann hierdurch mit der
Überlastsicherung zu einer baulichen Einheit verbunden wer
den, zu deren Montage, beispielsweise in einer Waage ledig
lich die Befestigung der Platte erforderlich ist. Der
erforderliche Bewegungsraum für das bewegliche Ende des
Kraftmeßelements kann hierbei erfindungsgemäß dadurch
erreicht werden, daß zwischen dem Kraftmeßelement und der
Platte ein auswechselbares Zwischenstück angeordnet ist.
Durch Änderung der Dicke des Zwischenstücks läßt sich der
für den Grenzwert bei negativer Überlast maßgebende Spalt
verändern. Die Rippe wird bei dieser Ausgestaltung der
Überlastsicherung vorteilhaft durch einen frei stehenden
Randbereich der Platte gebildet, der in die Nut im
Anschlagkopf eingreift.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbei
spiels näher erläutert, das in der Zeichnung dargestellt
ist. Es zeigen
Fig. 1 eine Seitenansicht der Wägezelle einer elektrome
chanischen Waage mit Kraftmeßelement und Über
lastsicherung und
Fig. 2 eine Ansicht der Überlastsicherung gemäß Fig. 1
von unten.
Die dargestellte Wägezelle umfaßt ein als Biegebalken aus
gebildetes Kraftmeßelement 1, das an einem Waagengehäuse 2
befestigt ist und an seinem freien Ende eine Waagschale 3
trägt. Im Bereich einer mittigen Ausnehmung weist das
Kraftmeßelement 1 nicht dargestellte Meßumformer, bei
spielsweise Dehnungsmeßstreifen, auf, die ein der Biegebe
anspruchung des Kraftmeßelements 1 proportionales Meßsignal
erzeugen. Das Einspannende 4 des Kraftmeßelements 1 ist
durch Schrauben 5 mit einer Platte 6 verbunden, die auf der
Unterseite des Kraftmeßelements 1 und parallel zu diesem
angeordnet ist. Ein zwischen das Einspannende 4 und die
Platte 6 eingesetztes Zwischenstück 7 sorgt außerhalb der
Einspannstelle für einen genügenden Abstand zwischen der
Platte 6 und dem Kraftmeßelement 1, damit das freie Ende
des Kraftmeßelements 1 in dem erforderlichen Maße frei
bewegt werden kann. Die Platte 6 liegt im Bereich der Ein
spannstelle auf einer Fläche des Waagengehäuses 2 auf und
ist durch Schrauben 8 fest mit dem Waagengehäuse 2 verbun
den.
An dem beweglichen Ende des Kraftmeßelements 1 ist an der
Unterseite ein Anschlagkopf 9 vorgesehen, der mit einem
durch eine Nut 10 gegabelten Ende 11 einen freistehenden
Randbereich 12 der Platte 6 umgreift. Der Anschlagkopf 9
ist mittels zweier Schrauben 13 an dem Kraftmeßelement 1
befestigt, die sich in Längsrichtung des Kraftmeßelements 1
erstreckende Langlöcher 14 im Anschlagkopf 9 durchgreifen.
Zwischen dem Anschlagkopf 9 und den Köpfen der Schrauben 13
befindet sich eine Platte 15. Die Nut 10 hat eine untere
Wandfläche 16 und eine obere Wandfläche 17. Die untere
Wandfläche 16 liegt der Unterseite der Platte 6 gegenüber
und ist parallel zu dieser ausgerichtet. Die obere Wandflä
che 17 ist in einem Winkel α derart geneigt, daß ihr
Abstand von der Wandfläche 16 zum Grund der Nut hin
abnimmt. Der geneigten Wandfläche 17 liegt eine gleicher
maßen geneigte Anschlagfläche 19 gegenüber, die auf der
Oberseite der Platte 6 ausgebildet ist. Zwischen der Wand
fläche 16 und der Unterseite 18 ist ein Spalt X und zwi
schen der Wandfläche 17 und der Anschlagfläche 19 ist ein
Spalt Y vorhanden. Durch die Größe der Spalte X, Y wird die
Bewegbarkeit des freien Endes des Kraftmeßelements 1 und
damit seine maximale Durchbiegung und seine maximale Ver
drehung begrenzt. Die Platte 6 und der Anschlagkopf 9 bil
den somit gemeinsam eine Überlastsicherung, die das Kraft
meßelement 1 vor Überlastung schützt. Der Überlastschutz
ist hierbei nicht nur auf die Durchbiegung in vertikaler
Richtung beschränkt, sondern durch die Breite b des
Anschlagkopfs 9 wird auch eine unzulässige Verdrehung des
Kraftmeßelements 1 infolge seitlich außermittiger Belastung
der Waagschale 3 verhindert, indem sich jeweils eine Kante
an den seitlichen Enden der Wandflächen 16, 17 an der
Unterseite 18 bzw. der Anschlagfläche 19 der Platte 6
anlegt.
Die Langlöcher 14 in dem Anschlagkopf 9 ermöglichen eine
Verstellung des Anschlagkopfs 9 in Längsrichtung des Kraft
elements 1 und damit eine Einstellung des Spalts Y auf
einen für den jeweiligen Anwendungsfall geeigneten, die
positive Grenzbelastung bestimmenden Wert. Der Spalt X wird
bei der Einstellung des Spalts Y nicht verändert, da die
Wandfläche 16 und die Unterseite 18 der Platte 6 parallel
zu einander ausgerichtet sind. Die Größe des Spalts X kann
durch die Abmessungen des Anschlagkopfs 9 oder die Dicke
des Zwischenstücks 7 auf ein günstiges Maß gebracht werden,
das dann bei der Einstellung des Spalts Y nicht mehr verän
dert wird. Hierdurch wird die Einstellung des Spalts Y ver
einfacht.
Die beschriebene Überlastsicherung kann aus einfachen Bau
teilen hergestellt und auf einfache Weise mit dem Kraftmeß
element verbunden werden. Der benötigte Bauaufwand ist
daher gering. Durch Variation der Breite b des Anschlag
kopfes besteht die Möglichkeit, den maximal zulässigen Ver
drehwinkel derart zu begrenzen, daß auch bei größeren
Spaltmaßen das Kraftmeßelement nicht unzulässig stark bean
sprucht werden kann.
Claims (6)
1. Überlastsicherung für eine Kraftmeßeinrichtung, insbe
sondere für eine Waage, mit einem als Biegebalken mit
Meßumformer ausgebildeten Kraftmeßelement und einem
quer zur Kraftrichtung sich erstreckenden Begrenzungs
element, welches fest mit dem Einspannende des Kraft
meßelements verbunden ist, wobei der bewegliche Teil
des Kraftmeßelements und das Begrenzungselement mit
Spiel derart ineinandergreifen, daß die Durchbiegung
des beweglichen Teils des Kraftmeßelements begrenzt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Begrenzungsele
ment (6) an einer Außenseite des Kraftmeßelements (1)
befestigt ist und mit einem am beweglichen Teil des
Kraftmeßelements (1) befestigten Anschlagkopf (9)
zusammenwirkt und daß die ineinandergreifenden
Abschnitte des Begrenzungselements (6) und des
Anschlagkopfs (9) eine Nut (10) und eine mit Spiel in
die Nut (10) eingreifende Rippe (12) aufweisen, die
jeweils quer zur Kraftrichtung und quer zur Längsrich
tung des Kraftmeßelements (1) verlaufen.
2. Überlastsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Anschlagkopf (9) in Längsrichtung des
Kraftmeßelements (1) verstellbar ist und daß eine
Anschlagfläche (19) der Rippe (6) und/oder eine Wand
fläche (17) der Nut (10) zur Richtung der Verstellbewe
gung des Anschlagkopfs (9) geneigt sind.
3. Überlastsicherung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß die geneigte Wandfläche (17) und/oder
Anschlagfläche (19) zur Begrenzung der positiven Bela
stung des Kraftmeßelements (1) dienen und daß die Flä
chen (16, 18) zur Begrenzung der negativen Belastung
des Kraftmeßelements (1) in Richtung der Verstellbewe
gung des Anschlagkopfes (9) verlaufen.
4. Überlastsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Begrenzungselement aus
einer Platte (6) besteht, die unterhalb des Kraftmeße
lements (1) angeordnet ist und ein Auflager für das
Kraftmeßelement (1) bildet.
5. Überlastsicherung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß zwischen dem Kraftmeßelement (1) und der
Platte (6) ein auswechselbares Zwischenstück (7) ange
ordnet ist.
6. Überlastsicherung nach einem der Ansprüche 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß ein freistehender Bereich
(12) der Platte (6) in eine Nut (10) im Anschlagkopf (9)
eingreift.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934313932 DE4313932A1 (de) | 1993-04-28 | 1993-04-28 | Überlastsicherung für eine Kraftmeßeinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934313932 DE4313932A1 (de) | 1993-04-28 | 1993-04-28 | Überlastsicherung für eine Kraftmeßeinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4313932A1 true DE4313932A1 (de) | 1994-11-03 |
Family
ID=6486616
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934313932 Withdrawn DE4313932A1 (de) | 1993-04-28 | 1993-04-28 | Überlastsicherung für eine Kraftmeßeinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4313932A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5859391A (en) * | 1995-10-10 | 1999-01-12 | Hottinger Baldwin Messetechnik Gmbh | Load cell |
| CN102914397A (zh) * | 2012-10-17 | 2013-02-06 | 广州赛宝计量检测中心服务有限公司 | S形拉压式测力传感器的机械式过载保护装置 |
-
1993
- 1993-04-28 DE DE19934313932 patent/DE4313932A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5859391A (en) * | 1995-10-10 | 1999-01-12 | Hottinger Baldwin Messetechnik Gmbh | Load cell |
| CN102914397A (zh) * | 2012-10-17 | 2013-02-06 | 广州赛宝计量检测中心服务有限公司 | S形拉压式测力传感器的机械式过载保护装置 |
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