DE4314097A1 - Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner - Google Patents
Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrennerInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Lichtbogenschweiß- oder
-schneidbrenner mit einem Brennerkörper und einem darin
aufgenommenen Elektrodenhalter für eine Elektrode.
Die wesentlichen Funktionsteile eines flüssigkeits- oder
gasgekühlten Lichtbogenschweiß- und -schneidbrenners sind neben
der Elektrode der Elektrodenhalter und der Brennerkörper mit
dem darin gebildeten Gehäuse zur Aufnahme des
Elektrodenhalters.
Bei den bekannten Brennern bestehen
Brennerkörper mit Gehäuse üblicherweise aus NE-Metallen,
vornehmlich Messing oder Kupfer. Der Elektrodenhalter bzw. bei
WIG- oder Plasma-Brennern die Spannhülse und die Stromdüse bei
MIG/MAG-Brennern werden häufig in Kupfer ausgeführt, mitunter
aber ebenfalls aus Messing hergestellt. Nachteilig bei den
bekannten Brennern ist, daß aufgrund der hohen Stromstärken und
der dadurch entstehenden thermischen Belastungen hohe
Volumenströme zur Kühlung des Brenners mit entsprechenden
Brenner-Baugrößen erforderlich sind. Insbesondere bei
flüssigkeitsgekühlten Brennern sind die thermischen Probleme
zum Teil auch dadurch mit bedingt, daß das Kühlmedium im
Bereich des Anschlusses des Brennerhalses an den Brennerkörper
nicht definiert in den Brennerkörper eingespeist wird.
Insgesamt können die auftretenden Wärmeströme zu einer
übermäßigen Erhitzung des Brennerkopfes und des Griffstückes
führen, so daß der zur Isolierung vorgesehenen
Kunststoffüberzug im Bereich des Brennerkopfes anschmelzen
kann. Die mitunter extremen thermischen Belastungen führen auch
zu einem hohen Verschleiß der Funktionsteile, verbunden mit
entsprechend geringen Standzeiten.
Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen
Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner der eingangs genannten
Art dahingehend weiterzuentwickeln, daß bei konstruktiv
einfachem Aufbau und Herstellung die thermischen Belastungen
der Brenner erheblich reduziert und eine zu starke Aufheizung
von Brennerkopf und Griffstück vermieden ist.
Zur Lösung der Aufgabe ist es nach der Erfindung i. w.
vorgesehen, daß zwischen einem Außenkörper des Brennerkörpers
und dem Elektrodenhalter ein Kühlkörper vorgesehen ist, dessen
Werkstoff eine größere Wärmeleitfähigkeit als der Werkstoff des
Elektrodenhalters und des Außenkörpers aufweist.
Mit der Erfindung ist eine schnelle und effiziente Ableitung
der infolge des elektrischen Übergangswiderstandes zwischen
Elektrodenhalter und Elektrode auftretenden elektrischen
Verlustleistung erreicht. Dies wird ermöglicht durch die
besondere Auswahl der Werkstoffe von Kühlkörper, Außenkörper
und Elektrodenhalter hinsichtlich ihrer Wärmeleitfähigkeit.
Dabei macht sich die Erfindung zunutze, daß die Wärme von einem
schlechten Wärmeleiter auf einen guten Wärmeleiter übergeht.
Demgemäß wird aufgrund der höheren Wärmeleitfähigkeit des
Kühlkörpers die an dem Elektrodenhalter auftretende Wärme
unmittelbar auf den Kühlkörper übertragen und von dort durch
das Kühlmedium abgeleitet. Dabei wirkt der gegenüber dem
Kühlkörper eine geringere Wärmeleitfähigkeit aufweisende
Außenkörper gleichzeitig als Wärmeschutzschild, so daß es nicht
zu einer Überhitzung des Brennerkörpers kommt. So konnte bei
Versuchen die Temperatur am Griffstück weit unter der
geforderten Norm gehalten werden, wodurch die Handhabung des
Brenners, insbesondere bei längeren Schweißarbeiten wesentlich
verbessert ist. Durch die optimierte Wärmeabführung kann die
Baugröße der Brenner reduziert werden, so daß bei gleicher
Strombelastung wesentlich handlichere Brenner zur Verfügung
stehen. Umgekehrt ergibt sich im Vergleich zu dem bekannten
Brennern durch die verbesserte Kühlung bei gleichen
Stromstärken eine verlängerte Standzeit des Brenners.
Bei flüssigkeitsgekühlten Lichtbogenschweiß- oder
-schneidbrennern ist es nach einer Ausgestaltung der Erfindung
vorgesehen, daß der Werkstoff des Elektrodenhalters eine höhere
Wärmeleitfähigkeit als der Werkstoff des Außenkörpers aufweist.
Hierdurch wird die abzuleitende Wärme praktisch auf den
Kühlkörper konzentriert, ohne daß eine nennenswerte
Wärmeableitung nach außen oder etwa zum Griffstück erfolgt.
Hinsichtlich der Werkstoffwahl bei einem flüssigkeitsgekühlten
Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner kann nach der Erfindung
der Kühlkörper aus Kupfer, der Elektrodenhalter aus NE-Metall,
wie bspw. Messing, und der Außenkörper aus Edelstahl bestehen.
Bei gasgekühlten Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrennern
insbesondere solchen mit hoher Strombelastung empfiehlt es sich
nach der Erfindung, daß der Kühlkörper vom Schutzgas um
und/oder durchströmt ist und für die Wärmeleitfähigkeit der
Werkstoffe von Kühlkörper, Außenkörper und Elektrodenhalter
gilt χK < χE, χA, vorzugsweise χK < χA < χE. Hierbei wird die
am Elektrodenhalter anstehende Wärme unmittelbar auf den
Kühlkörper übertragen und nachfolgend durch das den Kühlkörper
umströmende Schutzgas nach außen ausgetragen. Infolge der
geringeren Wärmeleitfähigkeit des Elektrodenhalters ist es
vermieden, daß die Wärme in Richtung des Brennerhinterteils
geleitet wird. Die im Vergleich zum Kühlkörper geringere
Wärmeleitfähigkeit des Außenkörpers stellt sicher, daß es nicht
zu einer allzu starken Ableitung der Restwärme nach außen und
damit zu einem Anschmelzen des im Bereich des Brennerkopfes
vorgesehenen isolierenden Kunststoffüberzuges kommen kann und
eine zu starke Erwärmung des Griffstückes vermieden ist.
Hinsichtlich der Materialien eines gasgekühlten
Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenners mit hoher
Strombelastung ist es nach der Erfindung vorgesehen, daß der
Kühlkörper aus Kupfer, der Außenkörper aus NE-Metall, bspw.
Messing, und der Elektrodenhalter aus Edelstahl besteht. Diese
Materialauswahl gewährleistet, daß die Wärme am
Elektrodenhalter unmittelbar auf den Kühlkörper übertragen wird
und eine Rückleitung der Wärme über den Elektrodenhalter zum
Brennerkopf hin vermieden ist. Ebenso verhindert die Ausführung
des Außenkörpers aus Messing, daß auch vom Außenkörper her
keine zu starke Ableitung der Restwärme zum Brennerkopf hin
erfolgt.
Für gasgekühlte Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner mit
niedrigerer Strombelastung, bspw. bis 200 Ampere, kann nach der
Erfindung der Kühlkörper und der Außenkörper einteilig
ausgebildet sein, wobei für die Wärmeleitfähigkeit der
Werkstoffe von Kühl-/Außenkörper und Elektrodenhalter gilt
χK/A < χE. Bei derartigen niederamperigen Brennern tritt im
Vergleich zu den Brennern mit hoher Strombelastung keine so
hohe Rückstrahlwärme vom Lichtbogen her auf, so daß in
herstellungs- und montagetechnisch einfacher Weise Kühl- und
Außenkörper aus einem Teil ausgebildet sein können und die
Wärmeableitung demgemäß über den Gesamtkörper erfolgt. Dabei
kann der Kühlkörper mit Außenkörper aus NE-Metall, bspw.
Messing, und der Elektrodenhalter aus Edelstahl bestehen,
wodurch eine effiziente Wärmeableitung von dem Elektrodenhalter
auf den Kühlkörper erreicht ist. Ggf. kann der einteilig
ausgebildete Kühl- bzw. Brennerkörper, vorzugsweise nach radial
außen weisende und/oder axiale Rippen, Vorsprünge o. dgl.
Kühlflächen aufweisen, wodurch eine für die Wärmeableitung über
den Gesamtkörper günstige Oberflächenvergrößerung erreicht ist.
In jedem Fall ist gewährleistet, daß die isolierende
Kunststoffbeschichtung des Brennerkopfes vor Überhitzung und
Ablösung geschützt ist, ebenso wie auch die Temperaturnorm für
das Griffstück eingehalten wird.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung kann der Kühlkörper
an in Längsrichtung des Brenners hintereinander angeordnete
Umlaufkanäle für das Kühlmedium angrenzen. Durch die
Zwangsführung des Kühlmediums mit verlängertem Strömungsweg
wird eine besonders wirksame Wärmeübertragung vom Kühlkörper
auf das Kühlmedium erreicht.
Dabei ist es in konstruktiv besonders vorteilhafter Weise nach
der Erfindung vorgesehen, daß die Umlaufkanäle zwischen
Kühlkörper und Außenkörper gebildet sind. Bspw. können die
Umlaufkanäle durch radial nach außen gegen den Außenkörper sich
anlegende Rippen des Kühlkörpers gebildet sein, wodurch
zusätzlich eine Vergrößerung der wärmeübertragenden Oberfläche
des Kühlkörpers erreicht ist.
Nach einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung stehen die
Umlaufkanäle über in Umfangsrichtung versetzt angeordnete
Durchbrüche miteinander in Strömungsverbindung, wodurch eine
Zwangsführung der Kühlflüssigkeit mit einer Rotation in den
Umlaufkanälen und damit eine effiziente Wärmeübertragung auf
das Kühlmedium erreicht ist.
Alternativ kann es sich nach der Erfindung, insbesondere für
MIG-MAG-Brenner empfehlen, daß sich die Umlaufkanäle
spiralförmig längs der Brennerachse erstrecken, was eine
einfache Fertigung erlaubt.
Im Falle von flüssigkeitsgekühlten Lichtbogenschweiß- oder
-schneidbrennern sieht dabei die Erfindung vor, daß die
Kühlflüssigkeit vorlaufseitig im Bereich der Kontaktstelle
zwischen Elektrodenhalter und in die Umlaufkanäle ggf. über
einen Leitkanal eingespeist und in Richtung des
Brennerhinterteils zum Rücklauf der Kühlflüssigkeit geführt
wird. Hierdurch ist eine überaus effektive und kontrollierte
Zuführung und Führung der Kühlflüssigkeit erreicht, wogegen es
bei den bekannten Brennern immer wieder vorkommen kann, daß
sich das Kühlmedium bis zum Erreichen des heißesten Stelle
bereits aufgeheizt hat und dort eine Wärmeableitung in dem
erforderlichen Maße nicht mehr gegeben ist.
Eine weitere Möglichkeit der Kühlung bei flüssigkeitsgekühlten
Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrennern läßt sich nach der
Erfindung dadurch realisieren, daß die Kühlflüssigkeit
zulaufseitig in einen Stauraum geleitet ist und von dort in
Richtung des Brennervorderteils in einen Kühlraum strömt,
welcher mit der Rücklaufleitung verbunden ist. Dabei wird in
dem Stauraum ein Fließdruck aufgebaut, wodurch die
Kühlflüssigkeit in den Kühlraum beschleunigt und in Richtung
der Gasdüse gedrückt wird. Diese Beschleunigung des Kühlmediums
bewirkt eine besonders effektive Wärmeabführung.
Bei Brennern mit Gaskühlung ist es erfindungsgemäß weiterhin
vorgesehen, daß der Kühlkörper eine konzentrisch zum
Elektrodenhalter angeordnete und in Strömungsverbindung mit dem
bzgl. der Gasdüse vordersten Umlaufkanal stehende ringförmige
Austrittsöffnung für das das Kühlmedium bildende Schutzgas
aufweist.
Schließlich kann aufgrund der geringeren Wärmebelastung des
Brenners auf eine Lötung seiner Funktionsteile verzichtet
werden, so daß nach einem Vorschlag der Erfindung der
Außenkörper, der Kühlkörper und/oder ggf. der Elektrodenhalter
als Preßteile ausgebildet werden können. Derartige Preßteile
zeichnet sich durch wesentliche geringere Herstellungskosten
und eine optimale Abdichtung aus.
Weitere Ziele, Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten
der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung der Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen.
Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten
Merkmale für sich oder in beliebiger sinnvoller Kombination den
Gegenstand der vorliegenden Erfindung, auch unabhängig von
ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren
Rückbeziehung.
Es zeigen:
Fig. 1 eine mögliche Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
WIG-Brenners mit Gaskühlung, in einem Längsschnitt,
Fig. 2 eine andere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
WIG-Brenners mit Gaskühlung, in einem Längsschnitt,
Fig. 3 eine wiederum andere Ausführungsform eines WIG-
Brenners mit Flüssigkeitskühlung, ebenfalls in einem
Längsschnitt und
Fig. 4 eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
WIG-Brenners mit Flüssigkeitskühlung, in
Längsrichtung.
Der gasgekühlte WIG-Brenner gemäß Fig. 1 weist einen
Brennerkörper 1 auf, mit einem Außenkörper 5, welcher ein
Gehäuse 2 zur Aufnahme eines Kühlkörpers 6 und eines
Elektrodenhalters 3 bildet. In dem als Spannhülse ausgebildeten
Elektrodenhalter 3 ist die Elektrode 4 eingespannt. Am vorderen
Ende des Außenkörpers 5 ist ein Isolator 13 aufgespannt,
welcher eine Aufnahme für eine metallische Gasdüse 9 bildet.
Zur besseren Verteilung des über die Zuführungsleitung 14 im
Brennerhals 15 zugeführten Schutzgases ist bei der
Ausführungsform gemäß Fig. 1 eine Gaslinse 16 eingesetzt. An
dem der Gasdüse 9 gegenüberliegenden Ende des Brennerkörpers 1
befindet sich eine Brennerkappe 17, welche die stromführende
Elektrode 4 abdeckt. Der Brennerkörper 1, ebenso wie der
Brennerhals 15 und die Brennerdüse 17 weisen einen
Kunststoffüberzug 18 auf.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist der Kühlkörper 6 zwischen dem
Außenkörper 5 und dem Elektrodenhalter 3 angeordnet und bildet
gleichzeitig einen kegelstumpfförmigen Sitz 19 für die mit der
Brennerkappe 17 verschraubbare Spannhülse bzw. den
Elektrodenhalter 3. Der Kühlkörper 6 weist radial nach außen
vorstehende Rippen 11 auf, welche nach radial außen an den
Außenkörper 5 angrenzen, um mit diesem in Längsrichtung des
Brenners hintereinander angeordnete Umlaufkanäle 7 zu bilden.
Die Umlaufkanäle 7 stehen über in Umfangsrichtung versetzt
angeordnete Durchbrüche 24 miteinander in Strömungsverbindung.
Dabei weist der bzgl. der Gasdüse 9 vorderste Umlaufkanal 7
eine sich in Richtung der Gaslinse 16 erstreckende ringförmige
Austrittsöffnung 10 auf. Hierdurch wird das über die
Zuführungsleitung 14 im Brennerhals 15 einströmende Schutzgas
unter Rotation durch die Umlaufkanäle 7 geführt, um über die
Austrittsöffnung 10 in die Gaslinse 16 einzutreten und von dort
schließlich über die Gaslinse 9 aus dem Brenner auszutreten.
Ein wesentliches Merkmal des Brenners gemäß Fig. 1 ist, daß
der Werkstoff des Kühlkörpers 6 eine höhere Wärmeleitfähigkeit
χK als der Werkstoff des Elektrodenhalters 3 und der Werkstoff
des Außenkörpers 5 eine höhere Wärmeleitfähigkeit χA als
derjenige des Elektrodenhalters 3 aufweist. Insgesamt gilt die
Beziehung: χK < χA < χE. Durch die Auswahl der Werkstoffe mit
unterschiedlichen Wärmeleitfähigkeiten für die Funktionsteile
des Brenners ist erreicht, daß die aufgrund des elektrischen
Übergangswiderstandes zwischen Elektrodenhalter 3 und Elektrode
4 entstehende Wärme aufgrund der höheren Wärmeleitfähigkeit χK
des Kühlkörpers 6 unmittelbar vom Elektrodenhalter 3 auf den
Kühlkörper 6 abgeleitet wird. Dabei bildet der Außenkörper 5
des Brennerkörpers 1 aufgrund seiner geringeren
Wärmeleitfähigkeit χA im Vergleich zu dem Kühlkörper 6 ein
Wärmeschutzschild, so daß die auftretende Wärme vom Kühlkörper
6 unmittelbar an das als Kühlmedium dienende Schutzgas
abgeleitet und nach außen ausgetragen wird. Hierbei wirkt sich
die durch Umlaufkanäle 7 ergebende Verlängerung des
Strömungsweges und die damit verbundene Vergrößerung der
Kontaktfläche für das Schutzgases in vorteilhafter Weise für
die Ableitung der Wärme vom Kühlkörper 6 aus. Ein Anschmelzen
des Kunststoffüberzuges 18 am Brennerkörper 1 und dem
Brennerhals 15 infolge einer rückströmenden Restwärme ist
dadurch vermieden, ebenso wie eine zu starke Erwärmung des
Griffstückes selbst.
In Fig. 2 ist ebenfalls ein gasgekühlter WIG-Brenner
dargestellt, wobei die dem Brenner gemäß Fig. 1 entsprechend
funktionsgleichen Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen
sind, so daß insoweit auf eine Beschreibung im einzelnen
verzichtet werden kann. Im Gegensatz zu dem Brenner gemäß Fig.
1 ist derjenige nach Fig. 2 für eine niedrigere
Strombelastung, bspw. bis etwa 200 Ampere ausgelegt. Aufgrund
der niedrigeren Rückstrahlwärme durch den Lichtbogen im
Vergleich zu einem hochamperigen Brenner können der Außenkörper
5 und der Kühlkörper 6 einstückig ausgeführt werden, bspw. aus
Messing, während der Elektrodenhalter 3 bei dem hier gewählten
Ausführungsbeispiel aus Edelstahl besteht. Aufgrund der höheren
Wärmeleitfähigkeit χK/A von Kühlkörper 6 mit Außenkörper 5 im
Vergleich zu dem Elektrodenhalter 3 erfolgt eine Wärmeableitung
über den Gesamtkörper und von dort auf das über
Führungsschlitze 20 des Elektrodenhalters 3 nach außen
strömende Schutzgas. Zusätzlich weist der aus Kühlkörper 6 und
Außenkörper 5 gebildete Gesamtkörper radial nach außen weisende
Rippen 12 auf, wodurch eine Oberflächenvergrößerung zur
Ableitung und Verteilung der Restwärme erzielt ist. Diese
Maßnahmen reichen bei derartigen Brennern mit relativ niedriger
Strombelastung aus, um die isolierende Kunststoffbeschichtung
18 des Brennerkopfes vor Überhitzung und Ablösung zu schützen
und zu vermeiden, daß die Temperatur am Brennerhals 15 und am
Griffstück nicht über die vorgegebene Norm ansteigt.
In Fig. 3 ist ein wassergekühlter Brenner dargestellt, welcher
ähnlich dem Brenner gemäß Fig. 1 einen mit stufenförmig
verlaufenden Umlaufkanälen 7 versehenen Kühlkörper 6 aufweist.
Die über die Vorlaufleitung 21 zugeführte Kühlflüssigkeit wird
über einen geschlossenen Umlaufkanal 7a und nachfolgend über
eine Leitkanal 25 im Bereich der Kontaktstelle zwischen
Elektrodenhalter 3 und Elektrode 4 in den bzgl. der Gasdüse 9
vordersten Umlaufkanal 7b eingespeist. Danach durchströmt die
Kühlflüssigkeit die mit Durchbrüchen 24 miteinander verbundenen
stufenförmigen Umlaufkanäle 7 in Richtung des
Brennerhinterteils und wird schließlich über die
Rücklaufleitung 8 abgeführt. Bei dem gewählten
Ausführungsbeispiel besteht der Außenkörper 6 aus Edelstahl,
der Kühlkörper 6 aus Kupfer und der Elektrodenhalter 3 aus
Messing. Durch die unterschiedliche Wahl der Werkstoffe und der
damit verbundenen unterschiedlichen Wärmeleitfähigkeiten der
Funktionsteile des Brennerkörpers 1 wird die an der Spitze des
Elektrodenhalters 3 anstehende Wärme unmittelbar auf den
Kühlkörper 6 übertragen, welcher seinerseits die Wärme an die
in den Umlaufkanälen 7 in Richtung des Brennerhinterteils
strömende Kühlflüssigkeit abgibt. Dabei wirkt der eine geringe
Wärmeleitfähigkeit χA aufweisende Außenkörper 5 gleichsam als
Wärmeschutzschild, so daß die abzuführende Wärme auf den
Kühlkörper 6 konzentriert bleibt und durch die zwangsweise
Führung des Kühlmediums in den Umlaufkanälen 7 mit der durch
die Rippen 11 vergrößerten Kontaktoberfläche des Kühlkörpers 6
ohne größere Aufheizung des Brennerkörpers 1 und des
Brennerhalses 15 mit Griffstück abgeführt wird.
Auch bei dem wassergekühlten WIG-Brenner gemäß Fig. 4 sind die
dem Brenner gemäß Fig. 1 und 3 entsprechenden Funktionsteile
mit gleichen Bezugszeichen versehen, so daß insoweit ebenfalls
auf eine Beschreibung im einzelnen verzichtet werden kann.
Wesentliches Unterscheidungsmerkmal dieses
flüssigkeitsgekühlten WIG-Brenners gemäß Fig. 4 ist die
Ausbildung des Kühlkörpers 6 mit zwei Kühlkammern. Dabei wird
die Flüssigkeit über die Vorlaufleitung 21 in einen Stauraum 22
eingeleitet. Aufgrund des sich im Stauraum 22 ergebenden
Fließdruckes wird die Kühlflüssigkeit in den Kühlraum 23
beschleunigt und in Richtung der Gasdüse 9 gedrückt, um von
dort in die Rücklaufleitung 8 abgeleitet zu werden. Durch die
Beschleunigung des Kühlmediums in den Kühlraum 23 erfolgt eine
besonders effektive Wärmeabführung. Der Kühlkörper 6 besteht
bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 aus Messing, der
Außenkörper 5 aus Edelstahl und der Elektrodenhalter 3 aus
Messing, wobei jedoch die Messinglegierung des
Elektrodenhalters 3 eine geringere Wärmeleitfähigkeit χE als
der Werkstoff des Kühlkörpers 6 aufweist.
Die Auswahl der Werkstoffe mit unterschiedlichen
Wärmeleitfähigkeiten der einzelnen Komponenten des Brenners 1
ist nicht nur auf WIG-Brenner beschränkt, sondern läßt sich mit
Vorteil auch für Plasma- und ebenso für MIG/MAG-Schweiß- und
-schneidbrenner anwenden.
Die verbesserte Kühlung des Brenners 1 erlaubt es auch, die
einzelnen Funktionsteile des Brenners 1, bspw. Kühlkörper 6 und
Außenkörper 5 als Preßteile auszuführen, ohne daß diese bei der
Montage miteinander verlötet werden müssen.
Bezugszeichenliste
1 - Brennerkörper
2 - Gehäuse
3 - Elektrodenhalter
4 - Elektrode
5 - Außenkörper
6 - Kühlkörper
7 - Umlaufkanal
7a - Umlaufkanal
7b - Umlaufkanal
8 - Rücklaufleitung
9 - Gasdüse
10 - Austrittsöffnung
11 - Rippe
12 - Rippe
13 - Isolator
14 - Zuführungsleitung
15 - Brennerhals
16 - Gaslinse
17 - Brennerkappe
18 - Kunststoffüberzug
19 - Sitz
20 - Führungsschlitz
21 - Vorlaufleitung
22 - Stauraum
23 - Kühlraum
24 - Durchbruch
25 - Leitkanal
χK - Wärmeleitfähigkeit des Kühlkörpers
χE - Wärmeleitfähigkeit des Elektrodenhalter
χA - Wärmeleitfähigkeit des Außenkörpers
χK/A - Wärmeleitfähigkeit des Außenkörpers mit Kühlkörper
2 - Gehäuse
3 - Elektrodenhalter
4 - Elektrode
5 - Außenkörper
6 - Kühlkörper
7 - Umlaufkanal
7a - Umlaufkanal
7b - Umlaufkanal
8 - Rücklaufleitung
9 - Gasdüse
10 - Austrittsöffnung
11 - Rippe
12 - Rippe
13 - Isolator
14 - Zuführungsleitung
15 - Brennerhals
16 - Gaslinse
17 - Brennerkappe
18 - Kunststoffüberzug
19 - Sitz
20 - Führungsschlitz
21 - Vorlaufleitung
22 - Stauraum
23 - Kühlraum
24 - Durchbruch
25 - Leitkanal
χK - Wärmeleitfähigkeit des Kühlkörpers
χE - Wärmeleitfähigkeit des Elektrodenhalter
χA - Wärmeleitfähigkeit des Außenkörpers
χK/A - Wärmeleitfähigkeit des Außenkörpers mit Kühlkörper
Claims (16)
1. Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner mit einem
Brennerkörper (1) und einem darin aufgenommenen
Elektrodenhalter (3) für eine Elektrode (4), dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen einem Außenkörper (5) des
Brennerkörpers (1) und dem Elektrodenhalter (3) ein
Kühlkörper (6) vorgesehen ist, dessen Werkstoff eine
größere Wärmeleitfähigkeit χK als der Werkstoff des
Elektrodenhalters (3) und des Außenkörpers (5) aufweist.
2. Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner nach Anspruch 1 mit
einer Flüssigkeitskühlung, dadurch gekennzeichnet, daß für
die Wärmeleitfähigkeit der Werkstoffe von Kühlkörper (6),
Elektrodenhalter (3) und Außenkörper (5) gilt
χK < χE < χA.
3. Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner nach Anspruch 1
oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlkörper (6) aus
Kupfer, der Elektrodenhalter (3) aus NE-Metall, bspw.
Messing, und der Außenkörper (5) aus Edelstahl besteht.
4. Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner nach Anspruch 1 mit
einer Gaskühlung, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kühlkörper (6) vom Schutzgas durch- und/oder umströmt ist
und für die Wärmeleitfähigkeit der Werkstoffe von
Kühlkörper (6), Außenkörper (5) und Elektrodenhalter (3)
gilt χK < χA, χE, vorzugsweise χK < χA < χE
5. Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlkörper (6) aus Kupfer,
der Außenkörper (5) aus NE-Metall, bspw. Messing, und der
Elektrodenhalter (3) aus Edelstahl besteht.
6. Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner nach Anspruch 1 mit
einer Gaskühlung, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kühlkörper (6) und der Außenkörper (5) einteilig
ausgebildet sind und für die Wärmeleitfähigkeit der
Werkstoffe von Kühl-/Außenkörper (5, 6) und
Elektrodenhalter (3) gilt χK/A < χE
7. Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß Kühlkörper (6) mit Außenkörper
(5) aus NE-Metall, bspw. Messing, und der Elektrodenhalter
aus Edelstahl ,besteht.
8. Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kühl- bzw. der Brennerkörper (5, 6) vorzugsweise nach
radial außen weisende und/oder axiale Rippen (12),
Vorsprünge o. dgl. Kühlflächen aufweist.
9. Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kühlkörper (6) an in Längsrichtung des Brenners
hintereinander angeordnete Umlaufkanäle (7) für das
Kühlmedium angrenzt.
10. Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Umlaufkanäle (7) zwischen
Kühlkörper (6) und Außenkörper (5), vorzugsweise mittels
radial nach außen vorstehenden und an den Außenkörper (5)
angrenzenden Rippen (11), Stegen o. dgl., gebildet sind.
11. Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Umlaufkanäle (7) über in
Umfangsrichtung versetzt angeordnete Durchbrüche (24)
miteinander in Strömungsverbindung stehen.
12. Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner nach Anspruch 10
oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Umlaufkanäle
(7) spiralförmig längs der Brennerachse erstrecken.
13. Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner nach einem der
Ansprüche 9 bis 12 mit einer Flüssigkeitskühlung, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kühlflüssigkeit vorlaufseitig im
Bereich der Kontaktstelle zwischen Elektrodenhalter (3) und
Schweißelektrode (4) in die Umlaufkanäle (7) ggf. über
einen Leitkanal (25) eingespeist und in Richtung des
Brennerhinterteils zur Rücklaufleitung (8) für die
Kühlflüssigkeit geführt wird.
14. Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner nach einem der
Ansprüche 1 bis 3 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kühlflüssigkeit zulaufseitig in einen Stauraum (22)
geleitet ist und von dort in Richtung des
Brennervorderteils in einen Kühlraum (23) strömt, welcher
mit der Rücklaufleitung (8) verbunden ist.
15. Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner nach einem der
Ansprüche 9 bis 12 mit einer Gaskühlung, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kühlkörper (6) eine konzentrisch
zum Elektrodenhalter (3) angeordnete und in
Strömungsverbindung mit dem bezüglich der Gasdüse (9)
vordersten Umlaufkanal (7) stehende ringförmige
Austrittsöffnung (10) für das Schutzgas aufweist.
16. Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Außenkörper (5), der Kühlkörper (6) und/oder ggf. der
Elektrodenhalter (3) als Preßteile ausgebildet sind.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4314097A DE4314097C2 (de) | 1993-04-13 | 1993-04-29 | Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner |
| JP6072105A JP2677763B2 (ja) | 1993-04-13 | 1994-04-11 | アーク溶接又はアーク切断用のトーチ |
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Applications Claiming Priority (2)
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| DE4311824 | 1993-04-13 | ||
| DE4314097A DE4314097C2 (de) | 1993-04-13 | 1993-04-29 | Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4314097A1 true DE4314097A1 (de) | 1994-10-20 |
| DE4314097C2 DE4314097C2 (de) | 1996-09-12 |
Family
ID=6485220
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4314097A Expired - Lifetime DE4314097C2 (de) | 1993-04-13 | 1993-04-29 | Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE4314097C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2008750A1 (de) | 2007-06-28 | 2008-12-31 | EWM Hightec Welding GmbH | Wolfram-Inertgas-Schweissbrenner |
| EP2366485A1 (de) | 2010-03-17 | 2011-09-21 | EWM Hightec Welding GmbH | Lichtbogenschweißgerät mit einem gesteuert gekühlten WIG-Brenner |
Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE19828633B4 (de) * | 1998-06-26 | 2004-07-29 | Wirth, Aloisia | Lichtbogenschweiß- oder -schneidbrenner sowie Kühlsystem, Plasmadüsen bzw. WIG-Elektrodenspannzangen, Spannsystem für Plasmaelektrodennadeln u. verfahrensübergreifendes Konstruktionsprinzip hierfür |
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| DE900855C (de) * | 1945-02-01 | 1954-01-04 | Siemens Ag | Fasung fuer hochbelastete Schweisskohlen |
| DE8502407U1 (de) * | 1984-02-01 | 1985-05-23 | ESAB AB, Göteborg | Schweißkopf |
-
1993
- 1993-04-29 DE DE4314097A patent/DE4314097C2/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (3)
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| DE202008011356U1 (de) | 2007-06-28 | 2009-02-19 | Ewm Hightec Welding Gmbh | Wolfram- Inertgas- Schweißbrenner |
| EP2366485A1 (de) | 2010-03-17 | 2011-09-21 | EWM Hightec Welding GmbH | Lichtbogenschweißgerät mit einem gesteuert gekühlten WIG-Brenner |
Also Published As
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|---|---|
| DE4314097C2 (de) | 1996-09-12 |
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