DE4317712C1 - Lüfteranordnung für eine elektrische Maschine - Google Patents
Lüfteranordnung für eine elektrische MaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Lüfteranordnung für eine
elektrische Maschine gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei drehzahlveränderbaren umrichtergespeisten Motoren sind
Motorspannung bzw. Motorstrom nicht exakt sinusförmig,
sondern enthalten Oberwellen, die sich als Folge im Dreh
moment abbilden. Diese Drehmomentwelligkeit führt zu Dreh
schwingungen des Läufers bzw. des gesamten Antriebsstranges,
die bei auf der Läuferwelle montierten Lüftern unerwünschte
Schwingungen anregen können falls die Frequenzen dieser Dreh
schwingungen Eigenfrequenzen des Lüfters treffen. Auch bei
Generatoren, die von Verbrennungsmotoren angetrieben werden,
treten an der Generatorwelle von der ungleichförmigen Kolben
bewegung des Verbrennungsmotors verursachte Schwingungen auf.
Während bei Festdrehzahlantrieben mit bekannter Anregungs
frequenz der Lüfter hinsichtlich seiner Eigenfrequenz im
allgemeinen so ausgelegt werden kann, daß es zu keiner
Resonanz kommt, ist der Bereich der anregenden Frequenzen bei
drehzahlveränderbaren Antrieben häufig so groß, daß es nicht
praktikabel ist, die Eigenfrequenzen des Lüfters in einen
Bereich zu verschieben, der außerhalb liegt. In manchen
Fällen sind auch die Drehschwingungen des gesamten Antriebs
stranges nicht hinreichend genau bekannt, z. B. wenn sie aus
angekuppelten Getrieben stammen.
Eine bekannte Lösung dieser Problematik bietet der Einsatz
schwingungsfester Lüfter aus Kunststoff. Lüfter aus
Kunststoff sind in ihrer Größe und Gestaltung und damit in
ihrer Förderleistung begrenzt, so daß insbesondere bei
größeren Motoren getrennte Lüfteraggregate, also Lüfter mit
eigenem Antrieb, eingesetzt werden. Diese Lösung ist jedoch
relativ teuer.
Eine Lüfteranordnung der gattungsgemäßen Art ist durch das
DE-U-19 27 286 bekannt. Bei dieser Lüfteranordnung ist
zwischen der Maschinenwelle und der mit entsprechend großer
Innenbohrung ausgeführten Lüfternabe eine elastische Hülse
eingefügt. Diese Hülse kann mittels einer an der Stirnseite
des Wellenendes vorgesehenen Schraube in axialer Richtung
verspannt werden. Durch diese Verspannung ergibt sich eine
Aufweitung der Hülse in radialer Richtung, wodurch sich das
Material der Hülse sowohl an der Welle als auch an der
Innenbohrung der Nabe anpreßt. Hierdurch wird die Drehverbin
dung zwischen der Welle und dem Lüfter hergestellt. Bei
dieser Lüfteranordnung muß das für den Antrieb des Lüfters
erforderliche Drehmoment durch die Reibverbindung der Hülse
mit der Welle und der Nabe übertragen werden. Die Verspannung
der Hülse muß somit entsprechend dem zu übertragenden Dreh
moment eingestellt werden. Damit ist keine für eine
Schwingungsdämpfung optimale Einstellung der Hülse möglich.
Außerdem ist die Größe des übertragbaren Drehmoments stark
begrenzt, so daß eine solche Lüfteranordnung auf den Einsatz
bei Maschinen kleinerer Leistung begrenzt ist. Eine solche
Lüfteranordnung kann außerdem nur an einem freien Wellenende
angebracht werden. Damit steht dieses Wellenende nicht mehr
zum Anbringen anderer für den Betrieb der Maschine
notwendiger Elemente, z. B. Tachogenerator, zur Verfügung.
Bei einer weiteren durch die FR-A-24 25 541 bekannten Lüfter
anordnung ist die Tragscheibe des Lüfters axial zwischen zwei
verspannbaren Gummiringen eingespannt. Auch bei dieser
Anordnung wird das Drehmoment für den Lüfter über die Gummi
ringe übertragen, so daß auch hier die Verspannung entspre
chend der Größe des zu übertragenden Drehmomentes eingestellt
werden muß.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, eine
Lüfteranordnung der eingangs genannten Art zu schaffen, die
unter Beibehaltung einer sicheren Drehmomentübertragung
einerseits einfach herstellbar ist und bei der andererseits
während ihrer gesamten Lebensdauer eine optimale Entkopplung
von den Schwingungen der Maschinenwelle gewährleistet ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteil
hafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2
bis 12 beschrieben.
Die erfindungsgemäße Lüfteranordnung ist einfach herstellbar,
da die Nabe zur Aufnahme des Dämpfungselementes nur Bohrungen
aufweist.
Da die Drehmomentübertragung durch Formschluß zwischen den in
den Dämpfungselementen eingesetzten und die Tragscheibe mit
der Nabe verbindenden Befestigungselementen erfolgt, kann
durch die Beaufschlagung der Dämpfungselemente mit einer
axial gerichteten Vorspannung ihr Dämpfungsgrad gezielt
eingestellt werden. Dadurch sind auf einfache Weise die
Eigenschaften der Schwingungsentkopplung des Lüfterrades von
der Maschinenwelle auf den jeweiligen Anwendungsfall sowie
auf sich ändernde Betriebsbedingungen während der gesamten
Lebensdauer einstellbar bzw. nachstellbar.
Eine Ausführungsform gemäß Anspruch 2 ermöglicht ein
besonders einfaches Einsetzen der Dämpfungselemente in die
Bohrung der Nabe. Damit ist auch ein schnelles und sicheres
Auswechseln der Dämpfungselemente bei Wartungs- bzw. Nach
stellarbeiten gewährleistet. Weitere Vorteile und Einzel
heiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung
und in Verbindung mit den Ansprüchen 2 bis 12.
In der Zeichnung ist eine Lüfteranordnung im Längsschnitt
gezeigt. Die Lüfteranordnung besteht aus einem Lüfterrad mit
Lüfterflügeln 1 und einer Tragscheibe 2 für die Lüfterflügel
1. Die Lüfterflügel 1 sind über ihre gesamte radiale
Erstreckung von einer Deckscheibe 3 abgedeckt. Die
Tragscheibe 2 ist mit einer Nabe 4 verschraubt. Die Nabe 4
wiederum ist verdrehsicher auf einer Maschinenwelle 5
gehalten.
Zur Entkopplung des Lüfterrades von den von der
Maschinenwelle 5 ausgehenden Schwingungen, weist die
erfindungsgemäße Lüfteranordnung eine Entkopplungseinrichtung
auf, die bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel Dämpfungselemente 6 umfaßt, die in wenigstens
zwei axial verlaufenden Bohrungen 7 der Nabe 4 angeordnet
sind. Von den axial verlaufenden Bohrungen 7 und den darin
angeordneten Dämpfungselementen 6 ist in der Zeichnung nur
eine Bohrung 7 und ein Dämpfungselement 6 dargestellt. Im
gezeigten Ausführungsbeispiel ist jede Bohrung 7 als
Durchgangsbohrung und jedes Dämpfungselement 6 als
elastisches Formteil ausgebildet, das in seinem Querschnitt
dem Querschnitt der Durchgangsbohrung 7 angepaßt ist. Das der
Tragscheibe 2 zugewandte Ende 8 jedes elastischen Formteils 6
steht aus der Öffnung der Bohrung 7 hervor und ist gegenüber
dem Formteil 6 radial verbreitert. Weiterhin weisen die
Formteile 6 jeweils eine Innenbohrung 9 auf, in der eine
Rohrhülse 10 im Preßsitz gehalten ist. Das der Tragscheibe 2
zugewandte Ende 11 der Rohrhülse 10 ragt hierbei in eine
Öffnung 12 in der Tragscheibe 2. Zur Zentrierung der
Tragscheibe 2 an der Nabe 4 ist das Ende 11 der Rohrhülse 10
mit der Öffnung 12 der Tragscheibe 2 formschlüssig verklemmt
und durch einen Schraubbolzen 13 und eine um diesen
verdrehbar geführte Spannmutter 14 verschraubt. Der
Schraubbolzen 13 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel
derart in die Rohrhülse 10 eingeführt, daß sein Kopf 15 an
der Tragscheibe 2 anliegt und die Spannmutter 14 an der von
der Tragscheibe 2 abgewandten Seite der Nabe 4 angeordnet
ist. Durch die formschlüssige Verklemmung und die
Verschraubung wird das Durchrutschen der Tragscheibe 2
zuverlässig verhindert.
Zwischen Formteil 6 und Spannmutter 14 ist eine vorzugsweise
metallische, auf die Rohrhülse 10 aufgesteckte Druckscheibe
16 eingefügt.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel umfaßt die Entkopplungsein
richtung neben den elastischen Formteilen 6 ferner jeweils
einen elastischen Ring 17, dessen Innendurchmesser z. B. an
den Durchmesser der Durchgangsbohrung 7 in der Nabe 4
angepaßt sein kann. Weiterhin ist zwischen der Druckscheibe
16 und dem elastischen Ring 17 einerseits und dem Dämpfungs
element 6 andererseits ein vorzugsweise metallischer
Druckring 18 angeordnet. Der Druckring wirkt bei
festgezogener Spannmutter 14 damit sowohl auf den elastischen
Ring 17 als auch auf das elastische Formteil 6. Durch
Verdrehen der Spannmutter 14 ist damit auf einfache Weise das
elastische Formteil 6 (Dämpfungselement) und der elastische
Ring 17 mit einer axial gerichteten Vorspannung
beaufschlagbar.
Durch die elastischen Formteile 6 werden vorzugsweise die
besonders kritischen und in Umfangsrichtung des Lüfters
wirkenden Drehmomentpendelungen der Maschinenwelle 5 sowie
die Radialschwingungen gedämpft, wohingegen durch die radial
verbreiterten Enden 8 der Formteile 6 sowie durch die
elastischen Ringe 17 im wesentlichen die Axialschwingungen
der Maschinenwelle 5 gedämpft werden.
Bei der erfindungsgemäßen Lüfteranordnung kann der
Dämpfungsgrad auf einfache Weise durch die Anzahl der
Dämpfungselemente 6, durch die Bemessung der
Dämpfungselemente 6 (axiale und radiale Erstreckung) sowie
durch die Härte der Materialien, aus denen die
Dämpfungselemente 6 gefertigt sind, bestimmt werden. Gleiches
gilt für die elastischen Ringe 17, die ggf. vorgesehen werden
können. Weiterhin werden die Eigenschaften der
Dämpfungseinrichtung durch die konstruktive Ausbildung der
Druckscheibe 16 bestimmt.
Da die Spannmutter 14 immer fest angezogen werden muß, um ein
Durchrutschen der Tragscheibe 2 zu verhindern, wird durch die
Länge der Rohrhülse 10 sowohl die Vorspannung bei den Enden 8
der Formteile 6 als auch die Vorspannung des elastischen
Ringes 17 und damit die Dämpfungseigenschaften in axialer
Richtung bestimmt. Durch die Dicke des Druckringes 18 wird
die Vorspannung der elastischen Formteile 6 und damit die
Dämpfungseigenschaften in radialer Richtung festgelegt.
Durch die dargestellte Dämpfungseinrichtung ist damit bei
Lüftern eine optimale Schwingungsentkopplung von der
Maschinenwelle 5 erzielbar. Diese optimale Schwingungsent
kopplung kann während der gesamten Lebensdauer sichergestellt
werden, da bei auftretenden Änderungen im Schwingungs
verhalten des Lüfters und/oder der Maschinenwelle 5 eine
einfache Anpassung an die neuen Verhältnisse vorgenommen
werden kann. Auch bei einer Änderung der Materialeigen
schaften bei den Formteilen 6 bzw. den elastischen Ringen 17
(hervorgerufen z. B. durch Materialalterung oder
Beschädigungen) kann durch Nachspannen der Spannmutter 14
oder durch einen Austausch der betreffenden Teile auf
einfache Weise wieder ein optimaler Entkopplungsgrad erreicht
werden.
Claims (12)
1. Lüfteranordnung für eine elektrische Maschine, bei der ein
Lüfterrad mit seiner Tragscheibe und seinen Lüfterflügeln mit
einer auf der Maschinenwelle mittels einer das Lüfterrad
schwingungsmäßig weitgehend von der Maschinenwelle
entkoppenden Entkopplungseinrichtung verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Entkopplungseinrichtung mindestens zwei in axial
verlaufenden Bohrungen (7) einer auf der Maschinenwelle (5)
verdrehungsgesichert gehaltenen Nabe (4) angeordnete, mit
einer axial gerichteten Verspannung beaufschlagte Dämpfungs
elemente (6) umfaßt, die jeweils eine Innenbohrung (9)
aufweisen, in die ein Befestigungselement (13) eingesetzt
ist, durch das die Tragscheibe (2) an der Nabe (4) befestig
bar ist.
2. Lüfteranordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dämpfungselemente als elastische Formteile (6)
ausgebildet sind.
3. Lüfteranordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bohrungen in der Nabe (4) als Durchgangsbohrungen (7)
ausgebildet sind.
4. Lüfteranordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elastischen Formteile (6) zylinderförmig ausgebildet
sind.
5. Lüfteranordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die der Tragscheibe zugewandten Enden (8) der elastischen
Formteile (6) aus den Öffnungen der Bohrungen (7) in der Nabe
(4) hervorstehen.
6. Lüfteranordnung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die hervorstehenden Enden (8) der elastischen Formteile
(6) radial verbreitert sind.
7. Lüfteranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den Innenbohrungen (9) der elastische Formteile (6)
jeweils eine Rohrhülse (10) eingesetzt ist, wobei in jeder
Rohrhülse (10) ein Schraubbolzen (13), durch den die
Tragscheibe (2) an der Nabe (4) befestigbar ist, geführt ist.
8. Lüfteranordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes elastische Formteil (6) mittels einer Druckscheibe
(16) mit der Vorspannung beaufschlagbar ist.
9. Lüfteranordnung nach Anspruch 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die von der Tragscheibe (2) abgewandten Enden der
elastischen Formteile (6) aus den Öffnungen der Durchgangs
bohrung (7) in der Nabe hervorstehen.
10. Lüfteranordnung nach Anspruch 7 und 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckscheibe (16) an der von der Tragscheibe (2)
abgewandten Seite auf die Rohrhülse (10) aufgesteckt ist und
mittels einer am Schraubbolzen (13) verdrehbar geführten
Spannmutter (14) in seinem Anpreßdruck gegen das elastische
Formteil (6) anpaßbar ist.
11. Lüfteranordnung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Druckscheibe (16) und Spannmutter (14) ein
Druckring (18) angeordnet ist.
12. Lüfteranordnung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Entkopplungseinrichtung außerdem einen elastischen
Ring (17) umfaßt, der zwischen der Nabe (4) und der Druck
scheibe (18) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934317712 DE4317712C1 (de) | 1993-05-27 | 1993-05-27 | Lüfteranordnung für eine elektrische Maschine |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19934317712 DE4317712C1 (de) | 1993-05-27 | 1993-05-27 | Lüfteranordnung für eine elektrische Maschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4317712C1 true DE4317712C1 (de) | 1994-12-01 |
Family
ID=6489090
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19934317712 Expired - Fee Related DE4317712C1 (de) | 1993-05-27 | 1993-05-27 | Lüfteranordnung für eine elektrische Maschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4317712C1 (de) |
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1993
- 1993-05-27 DE DE19934317712 patent/DE4317712C1/de not_active Expired - Fee Related
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