DE4319136A1 - Dämpfungselement in der Form eines Hohlkörpers aus elastisch verformbarem Material - Google Patents
Dämpfungselement in der Form eines Hohlkörpers aus elastisch verformbarem MaterialInfo
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- F16F9/0481—Springs, vibration-dampers, shock-absorbers, or similarly-constructed movement-dampers using a fluid or the equivalent as damping medium using gas only or vacuum in a chamber with a flexible wall characterised by comprising a damping device provided in an opening to the exterior atmosphere
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Description
Die Erfindung betrifft ein Dämpfungselement in der Form eines
Hohlkörpers aus elastisch verformbarem Material nach dem Ober
begriff des Patentanspruchs 1.
Ein solches Dämpfungselement ist aus US 2,947,509 bekannt. Es
dient dazu, ein mit Bewegungsenergie auftreffendes Teil ge
dämpft abzubremsen. Steht das von dem Dämpfungselement abge
bremste Teil nicht unter einer bleibenden Andrückkraft in
Richtung auf das Dämpfungselement, federt das Dämpfungselement
langsam in seine unverformte Ausgangslage zurück.
Hiervon ausgehend beschäftigt sich die Erfindung mit dem
Problem, ein Dämpfungselement zu schaffen, das das abzubrem
sende Teil nach dem Auftreffen auf das Dämpfungselement an
diesem arretiert und damit gegen ein Zurückfedern oder son
stiges unerwünschtes Abheben von dem Dämpfungselement sichert.
Die Arretierung soll dabei in einem verformten, d. h. zusammen
gedrückten Zustand des Dämpfungselementes erfolgen.
Erfindungsgemäß gelöst wird dieses Problem durch das Vorsehen
eines nach außen öffnenden Einwegeventils in der Drosselöff
nung der Hohlkörperaußenwand des Dämpfungselementes.
Die erzielte Arretierwirkung erklärt sich folgendermaßen.
Das an das Dämpfungselement anschlagende Bauteil verschließt
direkt beim Anschlag oder nach einer vorgebbaren Verformung
des Dämpfungselementes die in der Aufnahmefläche liegende Aus
gleichsöffnung. Durch den Verschluß dieser Öffnung wird die
Nachgiebigkeit des das Dämpfungselement bildenden Hohlkörpers
aus elastischem Material allein durch den Öffnungsquerschnitt
des Einwegeventils bestimmt. Dies bedeutet, daß die Größe des
Einwegeventil-Abflußquerschnittes im wesentlichen die Feder-
und Dämpfungscharakteristik des Dämpfungselementes bestimmt.
Wird die Ausgleichsöffnung in der Aufnahmefläche des Däm
pfungselementes nicht direkt bei dem Anschlagen des abzubrem
senden Bauteils vollständig verschlossen, so wirkt das Däm
pfungselement zunächst einmal als Feder bis die Ausgleichs
öffnung tatsächlich vollständig verschlossen ist.
Der das Dämpfungselement darstellende Hohlkörper ist praktisch
ein Balg aus elastischem Material. Wird dieser Balg unter dem
Druck eines aufschlagenden Bauteiles in Richtung eines
Zusammendrückens unter gleichzeitiger Verkleinerung des Hohl
volumens verformt, so wird die Bewegungsenergie in potentielle
Federenergie innerhalb der elastisch verformten Wände des
Dämpfungselementes aufgebaut. Sobald die Bewegungsenergie des
aufgefangenen Teils vollständig abgebaut ist, ist die inner
halb des Elementes gespeicherte Energie bestrebt, das Däm
pfungselement in die Ausgangsform zurückzuführen. Bei dem gat
tungsmäßig vorbekannten Stand der Technik erfolgt diese Rück
formung auch tatsächlich und zwar je nach Auslegung der Dros
selöffnung in mehr oder weniger verzögerter Form.
Bei der erfindungsgemäßen Ausführung kann es dagegen zu einer
solchen Rückverformung nicht kommen, da das Einwegeventil kei
nen Druckausgleich von außen nach innen in den Hohlraum des
Dämpferelementes zuläßt. Da auch die Ausgleichsöffnung in der
Aufnahmefläche des Dämpfungselementes durch die Anlage des ab
zubremsenden Bauteils verschlossen ist, bleibt eine Rückver
formung ausgeschlossen. Infolge eines sich bei einer Rückver
formung des Hohlkörperbalges in dem geschlossenen Innenraum
des Hohlkörpers einstellenden Unterdrucks - dessen Größe von
der Federsteifigkeit des Balges abhängt - entsteht in der
Ausgleichsöffnung der Auflagefläche eine Sogwirkung auf das
anliegende abgebremste Bauteil, die dieses an einem Abheben
von dem Dämpfungselement hindert. Dies bedeutet mit anderen
Worten, das abgebremste Bauteil ist über die bei verformtem
Balg des Dämpfungselementes von dessen verkleinertem Hohlraum
ausgehender Sogwirkung arretiert. Durch gewaltsames Abheben
des aufliegenden Bauteils von der Ausgleichsöffnung wird diese
wieder freigegeben mit der Folge, daß der Balg wieder seine
entspannte Ausgangslage annehmen kann.
Durch eine Ausführung des Dämpfungselementes nach Anspruch 2
kann das Verhältnis von durch das Dämpfungselement ausgeübter
Feder- und Dämpfungswirkung beeinflußt werden. Je größer der
Verformungszustand des Dämpfungselementes ist, zu dem sich die
Ausgleichsöffnung in der Aufnahmefläche erst vollständig
schließt, um so größer wird die anfängliche Federwirkung. Denn
die Dämpfung kann erst richtig greifen, wenn eine Volumenver
kleinerung nur noch von der Drosselöffnung abhängig ist, was
einen vollständigen Verschluß der Ausgleichsöffnung in der
Aufnahmefläche bedingt.
Die elastischen Hohlwände des Dämpfungselementes, von denen
allein die Feder- und damit auch Rückstellwirkung des Ele
mentes ausgeht, können vorteilhafterweise aus Gummimaterial
bestehen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem es sich um das
Dämpfungselement, auch Puffer genannt, für den Aufklappbügel
des Kofferraumdeckels eines Personenkraftwagens handelt, ist
in der Zeichnung dargestellt.
Es zeigen
Fig. 1 eine Ansicht eines Dämpfungselementes mit aufge
schnittenem Boden,
Fig. 2 einen Schnitt durch das Dämpfungselement nach Linie
II-II in Fig. 1,
Fig. 3 einen weiteren Schnitt nach Linie III-III in Fig.
1,
Fig. 4 einen Schnitt durch das Dämpfungselement nach Linie
IV-IV in vollständig zusammengedrücktem Zustand mit
strichpunktiert angedeuteten Zwischenverformungszu
ständen.
Das Dämpfungselement 1 ist ein elastisch verformbarer Gummi-
Balg. Über eine in den Boden 2 des Dämpfungselementes 1 ein
gebrachte Platte mit einer Schraube 3 ist das Dämpfungselement
1 an der Karosserie eines Kraftfahrzeuges als Puffer für die
Aufklappbügel 4 der Kofferraumklappe eines Fahrzeuges fest an
bringbar.
Im Bereich der Aufnahmefläche 5 des Dämpferelementes 1 für den
Aufklappbügel 4 ist die Außenwand des hohlen Dämpferelementes
1 konkav geformt. Diese konkave Form begünstigt ein definier
tes Eindrücken des Dämpferelementes 1 durch ein balgartiges
Einrollen der Hohlkörper-Seitenwände 6 bis zu einem Anschlag
der Aufnahmeflächen 5-Wand auf den Boden 2 des Dämpferele
mentes 1 (Fig. 2).
Der Hohlraum des Dämpferelementes 1 besitzt zwei zur Atmos
phäre führende Öffnungen, nämlich eine Ausgleichsöffnung 7 in
der Aufnahmefläche 5 mit relativ großem Querschnitt und eine
Drosselöffnung 8 an einer beliebigen anderen von dem Auf
klappbügel 4 nicht abdeckbaren Stelle. Die Größe der Aus
gleichsöffnung 7 ist derart, daß sie von dem Profil des Auf
klappbügels 4 bei dessen Anlage an der Aufnahmefläche 5
verschlossen ist. Damit ein solcher Verschluß bei Anlage des
Aufklappbügels 4 an der Aufnahmefläche 5 gewährleistet ist,
müssen die Formen der Aufnahmefläche 5 und des Aufklappbügels
4 aufeinander entsprechend abgestimmt sein.
Trifft der Aufklappbügel 4 zum gedämpft abzubremsenden An
schlag auf die Aufnahmefläche 5 auf, so wird die Ausgleichs
öffnung 7 verschlossen, wodurch die Dämpfungswirkung dadurch
ausgelöst wird, daß ein Luftaustritt aus dem Hohlraum des
Dämpfungselementes 1 nur noch über die Drosselöffnung 8 mög
lich ist.
Der Drosselöffnung 8 aufgeschaltet ist ein Einwegeventil 9 in
der Form eines beispielsweise federbelasteten Kugel-Rück
schlagventiles. Hat der Hohlraum des Dämpfungselementes 1 sei
ne durch die Größe des Aufpralls des Aufklappbügels 4 maximale
Volumenverkleinerung erfahren, ist eine Rückverformung des
Dämpferelementes nicht mehr möglich. Denn das Einwegeventil 9
sperrt einen Druckausgleich. Ein solcher kann auch durch die
Ausgleichsöffnung 7 nicht erfolgen, da der Aufklappbügel 4
diese Öffnung wegen der durch diese Öffnung aufgrund des
Unterdrucks innerhalb des Hohlraumes des Dämpferelementes
herrschenden Sogwirkung nicht freigeben kann.
Der Aufklappbügel 4 ist damit an dem Dämpfungselement 1 in
dessen zusammengedrücktem Zustand fest arretiert. Ein Lösen
des Aufklappbügels 4 von dem Dämpferelement 1 ist nur durch
zusätzliche Krafteinwirkung möglich. Diese Lösekraft kann
durch entsprechende Auslegung des Dämpferelementes 1 (Feder
steifigkeit und Größe der Ausgleichsöffnung) so festgelegt
werden, daß beim Schließen des Kofferraumdeckels von Hand ein
Ablösen unter geringem nicht als unangenehm empfundenem Kraft
aufwand erfolgen kann. Auf diese Weise besitzt der Kofferraum
deckel in aufgeklapptem Zustand an dem Dämpfungselement einen
festen Halt. Bei Beendigung des Aufklappvorganges selbst be
deutet dies, daß der Kofferraumdeckel nach dem Anschlag an
das Dämpfungselement nicht mehr zurückschwingen kann. Es be
deutet aber auch, daß der aufgeklappte Kofferraumdeckel bei
beispielsweise Wind nicht in größere Schwenkbewegungen ver
setzt werden kann. Bisher war für ein solches Festhalten des
Kofferraumdeckels eine besondere mechanische Klemmvorrichtung
erforderlich, die bei der erfindungsgemäßen Ausführung entfal
len kann. Abgesehen davon, daß die Klemmvorrichtung ganz ent
fallen kann, besteht noch der zusätzliche Vorteil, daß die
erfindungsgemäße Arretiervorrichtung funktionssicherer ist, da
sie sich im Gebrauch nicht abnutzen kann. Bei den bisherigen
Klemmvorrichtungen war nämlich die Gefahr eines Nachlassens
einer ausreichenden Klemmkraft nach langer Benutzungszeit
nicht immer sicher ausgeschlossen.
Die Anordnung der Ausgleichsöffnung 7 in der Aufnahmefläche 5
kann derart gewählt werden, daß sie nicht sofort beim Auf
treffen des Aufklappbügels 4 verschlossen wird, sondern erst
nach einem gewissen Verformungsgrad des Dämpfungselementes 1.
Dadurch kann das Dämpfungselement 1 vor seiner Dämpfungswir
kung zunächst bis zu einem vorbestimmbaren Verformungsgrad als
ungedämpfte Feder wirken. In welchem Verhältnis beispielsweise
die gedämpften und ungedämpften Verformungswege des Dämpfungs
elementes 1 durch eine entsprechende Lage der Ausgleichs
öffnung 7 auf der Aufnahmefläche 5 stehen können, läßt sich
recht anschaulich der Fig. 4 entnehmen. Dort ist die Zuordnung
der Ausgleichsöffnung 7 zu einem sich in unterschiedlichen
Schwenkstellungen befindlichen Aufklappbügel 4 dargestellt.
Bezugszeichenliste
1 Dämpfungselement
2 Boden
3 Schraube
4 Aufklappbügel
5 Aufnahmefläche
6 Seitenwand
7 Ausgleichsöffnung
8 Drosselöffnung
9 Einwegeventil
2 Boden
3 Schraube
4 Aufklappbügel
5 Aufnahmefläche
6 Seitenwand
7 Ausgleichsöffnung
8 Drosselöffnung
9 Einwegeventil
Claims (3)
1. Dämpfungselement in der Form eines Hohlkörpers aus
elastisch verformbarem Material mit zwei den Hohlraum nach
außen verbindenden Öffnungen, von denen die eine eine an einer
beliebigen Stelle angeordnete Drosselöffnung ist und die an
dere eine einen erheblich größeren Querschnitt aufweisende
Ausgleichsöffnung in der Aufnahmefläche des Dämpfungselementes
liegt, um dort durch ein auf das Dämpfungselement auftreffen
des Bauteil während der Dauer des Anliegens dieses Bauteiles
an dieser Fläche des Dämpfungselementes verschlossen sein zu
können,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drosselöffnung (8) mit einem nach außen öffnenden Ein
wegeventil (9) versehen ist.
2. Dämpfungselement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die verschließbare Ausgleichsöffnung (7) von einem auf
treffenden Bauteil erst nach einer dem Grade nach vorbestimm
baren Anfangsverformung des Dämpfungselementes (1) verschlos
sen ist.
3. Dämpfungselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß dessen verformbare Teile aus Gummi bestehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934319136 DE4319136C2 (de) | 1993-06-09 | 1993-06-09 | Als Halteeinrichtung ausgebildetes Dämpfungselement |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934319136 DE4319136C2 (de) | 1993-06-09 | 1993-06-09 | Als Halteeinrichtung ausgebildetes Dämpfungselement |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4319136A1 true DE4319136A1 (de) | 1994-12-15 |
| DE4319136C2 DE4319136C2 (de) | 1997-06-19 |
Family
ID=6489978
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934319136 Expired - Fee Related DE4319136C2 (de) | 1993-06-09 | 1993-06-09 | Als Halteeinrichtung ausgebildetes Dämpfungselement |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4319136C2 (de) |
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| DE4319136C2 (de) | 1997-06-19 |
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|---|---|---|---|
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: DAIMLER-BENZ AKTIENGESELLSCHAFT, 70567 STUTTGART, |
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| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: DAIMLERCHRYSLER AG, 70567 STUTTGART, DE |
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| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |