DE4337917A1 - Stapelbarer Einkaufswagen - Google Patents
Stapelbarer EinkaufswagenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62B—HAND-PROPELLED VEHICLES, e.g. HAND CARTS OR PERAMBULATORS; SLEDGES
- B62B3/00—Hand carts having more than one axis carrying transport wheels; Steering devices therefor; Equipment therefor
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- B62B3/144—Adaptations for transporting children; Mounting of toys for the children
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Description
Die Erfindung betrifft einen stapelbaren Einkaufswagen mit
einer Schiebeeinrichtung und mit einem nach vorne sich ver
jüngenden trapezförmigen Fahrgestell, das einen Korb zur Auf
nahme von Einkaufsgut trägt, wobei das Fahrgestell nach vorne
über den Grundriß des Korbes hinaus verlängert ist, so daß
zwischen den vorderen Begrenzungen des Fahrgestelles und des
Korbes ein Bereich geschaffen ist, in dem ein Kindersitz ange
ordnet ist.
Es ist für Mütter oft mühsam, gemeinsam mit zwei kleineren
Kindern in einem SB-Markt einzukaufen. Alle bisher in der
Praxis eingesetzten Einkaufswagen weisen nur einen Kindersitz
auf, der sich entweder im Korb oder vor dem Korb auf einem
nach vorne über den Korb hinaus verlängerten Fahrgestellab
schnitt angeordnet ist. Ein Einkaufswagen der zuletzt
genannten Bauweise wird z. B. im Prospekt Nr. 71/77 der Fa.
Caddie GmbH Kehl-Sundheim gezeigt. Bei allen diesen Wagen kann
nur ein Kind auf einem Kindersitz Platz finden. Das andere, in
der Regel größere Kind muß hingegen beim Einkaufen neben dem
Wagen einhergehen. Oft aber verlangt das größere Kind mit
Nachdruck ebenfalls gefahren zu werden, so daß es die Mutter
letztendlich in den Korb setzt, um in Ruhe einkaufen zu kön
nen. Es ist klar, daß das nunmehr im Korb sitzende zweite Kind
enorm viel Platz beansprucht, so daß im Korb weniger Ware
abgelegt werden kann, wobei unsaubere Schuhe des Kindes
zusätzlich zu einer Verschmutzung des Korbinnenraumes führen
können. Dies kann aus hygienischen und aus sicherheitstechni
schen Gründen nicht geduldet werden.
Um dies zu vermeiden, sind in jüngerer Zeit Vorschläge gemacht
worden, Einkaufswagen zu schaffen, die mit wenigstens zwei
Kindersitzen ausgestattet sind. Bei allen diesen Einkaufswagen
sind gravierende Nachteile festzustellen, die bisher einen
praktischen Einsatz ausschließen. Als Mängel sind insbesondere
anzuführen:
- - die Wagen können mit anderen Wagen nicht platzsparend gesta pelt werden;
- - sie sind zu groß, insbesondere aber zu breit, um mit ihnen durch die gewöhnlich engen Kassendurchgänge fahren zu kön nen;
- - sie sind zu kompliziert gestaltet, so daß eine Herstellung aus Kostengründen uninteressant ist und
- - schließlich ist bei einem vorgeschlagenen Wagen zu befürch ten, daß er gängige sicherheitstechnische Forderungen nicht zu erfüllen vermag, insbesondere aber, daß er zum seitlichen oder zum Kippen in Fahrtrichtung neigt, sobald sich zwei Kinder auf den Kindersitzen befinden.
Die Aufgabe der Erfindung besteht unter Vermeidung der vorab
geschilderten Nachteile darin, einen gattungsgemäßen Einkaufs
wagen so mit zwei Kindersitzen auszustatten, daß mit ihm ein
sicherer Transport zweier, bevorzugt unterschiedlich großer
Kinder garantiert ist.
Die Lösung der Aufgabe besteht darin, daß in an sich bekannter
Weise im Korb ein weiterer Kindersitz vorgesehen ist, der hö
her angeordnet ist, als der außerhalb des Korbes befindliche
Kindersitz, daß beide Kindersitze jedoch so gestaltet sind,
daß der im Korb befindliche Kindersitz zur Aufnahme eines
kleineren und der außerhalb des Korbes vorgesehene Kindersitz
zur Aufnahme eines größeren Kindes bestimmt ist.
Durch die erfindungsgemäße Lösung ergeben sich folgende
Vorteile:
- - Für den im Korb vorzusehenden Kindersitz kann auf bereits vorhandene bewährte Lösungen zurückgegriffen werden. Dadurch läßt sich bei der Fertigung eine wesentliche Kosteneinspa rung erzielen.
- - Es lassen sich Körbe verwenden, die konisch so ausgebildet sind, daß sich die Einkaufswagen sehr eng und damit platz sparend stapeln lassen.
- - Dadurch daß der im Korb angeordnete Kindersitz nur zur Auf nahme von kleinen Kindern bestimmt und deshalb dementspre chend gestaltet ist, befindet sich das kleinere, und damit weniger schwere Kind höher angeordnet, als das größere und gewöhnlich schwerere Kind. Das kleinere Kind kann von der Mutter relativ leicht in diesen Kindersitz gehoben werden, während das größere Kind von selbst auf dem tiefer liegen den Kindersitz Platz nehmen kann. Die zweckmäßige Plazierung des leichteren Kindes oben und des schwereren Kindes unten vermeidet durch den tiefliegenden Gesamtschwerpunkt des Ein kaufswagens ein gefährliches Kippen des Einkaufswagens.
Die nachfolgende Beschreibung eines Ausführungsbeispieles be
dient sich einer schematischen Darstellung. Es zeigt
Fig. 1 einen Einkaufswagen in Seitenansicht sowie
Fig. 2 zwei ineinandergeschobene, also gestapelte Einkaufswa
gen.
Der in Fig. 1 dargestellte Einkaufswagen 1 weist ein von oben
betrachtet trapezförmiges mit wenigstens drei Rollen 9
ausgestattetes Fahrgestell 2 auf, dessen hintere längere
parallele Seite fehlt. Zu beiden Seiten der Längsholme 5 und
im hinteren Bereich 3 des Fahrgestelles 2 streben Träger 7
nach oben, die einen Korb 10 tragen, der zur Aufnahme von Ein
kaufsgut bestimmt ist. Am oberen hinteren Ende des Korbes 10
ist eine Schiebeeinrichtung 24 angeordnet, die bekanntlich
auch Teil des Fahrgestelles 2 sein kann. Der im Beispiel
dargestellte Korb 10 ist in bekannter und bevorzugter Weise
als ein in Fahrtrichtung (Pfeil) sich verjüngendes Behältnis
gestaltet, das an seiner Rückseite eine um eine im oberen
rückwärtigen Bereich des Korbes 10 angeordnete horizontale
Achse 12 in das Korbinnere und wieder zurück verschwenkbare,
das hintere Korbende verschließende Klappe 13 aufweist. Am
unteren horizontalen Rand 14 der Klappe 13 ist in bekannter
Weise eine weitere Wand 15 angelenkt, wobei die Wand 15 und
die Klappe 13 durch eine Sitzplatte 16 verbunden sind, so daß
durch die Klappe 13, die Wand 15 und durch die Sitzplatte 16
ein Kindersitz 18 für ein Kleinkind geschaffen ist. Derartige
Anordnungen sind längst bekannt. Sie weisen zwei Durchbrüche
17 für die Beine eines Kindes auf und lassen sich engstmöglich
aneinander klappen. Auf eine detaillierte Beschreibung kann
aufgrund dieser bekannten Ausführungen verzichtet werden. Das
Fahrgestell 2 ist nach vorne in Fahrtrichtung über die vordere
Begrenzung des Korbes 10 weitergeführt. Dadurch ist ein freier
Bereich 22 geschaffen, in dem ein weiterer Kindersitz 19 ange
ordnet ist. Der Kindersitz 19 besteht aus einer mit einer Um
randung 20 versehenen Sitzplatte 21, die auf zwei paarweise
angeordneten Trägern 23 ruht, die ortsfest mit dem vorderen
Bereich 4 des Fahrgestelles 2 verbunden sind. Die in Fahrt
richtung gemessene Tiefe C des im Korb 10 befindlichen Kinder
sitzes 18 ist kleiner, als die in Fahrtrichtung gemessene
Tiefe D des außerhalb des Korbes 10 befindlichen Kindersitzes
19. Durch die Anordnung der Sitzplatte 16 zwischen der Wand 15
und der Klappe 13 einerseits und zwischen den Seitenwänden 11
des Korbes 10 andererseits ist ein Kindersitz 18 geschaffen,
dessen Aufnahmekapazität kleiner ist, als jene des außerhalb
des Korbes 10 befindlichen Kindersitzes 19. Der Kindersitz 19
ist nicht zwischen zwei Korbwänden angeordnet. Er bietet viel
mehr zu den Seiten und in Fahrtrichtung mehr Freiraum für ein
Kind. Auch kann die quer zur Fahrtrichtung gemessene Breite
der Sitzplatte 21 des Kindersitzes 19 größer sein, als die
entsprechend gemessene Breite der Sitzplatte 16 des Kinder
sitzes 18. Diese unterschiedlich große Gestaltung der beiden
Kindersitze 18, 19 signalisiert dem Benutzer des Einkaufswa
gens 1, daß ein kleines Kind nur im höher gelegenen Kindersitz
18 und ein größeres Kind nur im tiefer angeordneten Kindersitz
19 Platz findet. Die quer zur Fahrtrichtung gemessene Breite
des Kindersitzes 19 ist kleiner, als der lichte Abstand der
Träger 7, gemessene von einem Längsholm 5 des Einkaufswagens 1
zum anderen Längsholm 5. Die Höhe A, gemessen zwischen der
tiefsten Korbunterseite oder Kante und der oberen Begrenzung 6
der Längsholme 5 des Fahrgestelles 2 ist größer, als die Höhe
des Kindersitzes 19, ebenfalls gemessen von der oberen Begren
zung 6 der Längsholme 5 des Fahrgestelles 2. Durch diese kon
struktive Maßnahmen ist es möglich, und wie auch in Fig. 2
gezeigt, gleiche Einkaufswagen 1 platzsparend ineinanderzu
schieben. Die Einkaufswagen 1 können mit weiteren bekannten
zusätzlichen Ablagen wie Bodenroste 8, hintere Kistenablagen
und dgl. ausgestattet sein.
Fig. 2 zeigt zwei ineinandergeschobene, also platzsparend ge
stapelte Einkaufswagen 1 gemäß Fig. 1. Man erkennt in der
Zeichnung, daß der Korb 10 des rückwärtigen Einkaufswagens 1
in den Korb 10 des vorausbefindlichen Einkaufswagens 1 ragt
und die Klappe 13 nebst Wand 15 und Sitzplatte 16 des vorderen
Einkaufswagens 1 angehoben hat. Die Klappe 13 des rückwärtigen
Einkaufswagens 1, der Kindersitz 18 also, ist in Gebrauchslage
dargestellt. Ebenso ragt das Fahrgestell 2 des rückwärtigen
Einkaufswagens 1 in das Fahrgestell 2 des vorausbefindlichen
Einkaufswagens 1. Die Stapeltiefe T beider Einkaufswagen 1 ist
so gewählt, daß die Kindersitze 19 nacheinander in nicht
störender Weise angeordnet sind. Die Tiefe D des Kindersitzes
19 ist kleiner, als die Stapeltiefe T zweier Einkaufswagen 1.
Der Kindersitz 19 des rückwärtigen Einkaufswagens 1 ragt im
Beispiel nicht in den Kindersitz 19 des vorausbefindlichen
Einkaufswagens 1. Diese Anordnung läßt relativ einfache und
damit billige Kindersitze 19 entstehen.
Es bleibt anzumerken, daß die Form des Korbes 10 mit Kinder
sitz 18 auch so gewählt sein kann, daß beim Ineinanderschieben
mehrerer Einkaufswagen 1 deren Körbe 10 nicht teilweise in den
jeweils vorausbefindlichen Korb 10 ragen, sondern wie die Kin
dersitze 19 nebeneinander angeordnet sind. Die Breite solcher,
in der Regel rein quaderförmigen Körbe 10 entspricht dann
höchstens der Stapeltiefe T. Der Kindersitz 18 wird bei diesen
Körben 10 durch eine am Korbboden aufliegende Sitzplatte ge
bildet, wobei an einer der vier Korbwände zwei Durchbrüche für
die Beine eines Kindes vorgesehen sind.
Claims (7)
1. Stapelbarer Einkaufswagen (1) mit einer Schiebeeinrichtung
(24) und mit einem nach vorne sich verjüngenden trapezför
migen Fahrgestell (2) , das einen Korb (10) zur Aufnahme von
Einkaufsgut trägt, wobei das Fahrgestell (2) nach vorne
über den Grundriß des Korbes (10) hinaus verlängert ist, so
daß zwischen den vorderen Begrenzungen des Fahrgestelles
(2) und des Korbes (10) ein Bereich (22) geschaffen ist, in
dem ein Kindersitz (19) angeordnet ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß in an sich bekannter Weise im Korb (10) ein
weiterer Kindersitz (18) vorgesehen ist, der jedoch höher
angeordnet ist, als der außerhalb des Korbes (10) befindli
che Kindersitz (19) und daß beide Kindersitze (18, 29) so
gestaltet sind, daß der im Korb (10) befindliche Kindersitz
(18) zur Aufnahme eines kleineren und der außerhalb des
Korbes (10) vorgesehene Kindersitz (19) zur Aufnahme eines
größeren Kindes bestimmt ist.
2. Stapelbarer Einkaufswagen nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die in Fahrtrichtung gemessene Tiefe C des
Kindersitzes (18) kleiner ist, als die in Fahrtrichtung ge
messene Tiefe D des Kindersitzes (19).
3. Stapelbarer Einkaufswagen nach Anspruch 1 und/oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß die quer zur Fahrtrichtung
gemessene Breite der Sitzplatte (16) des Kindersitzes (18)
kleiner ist, als die entsprechend gemessene Breite der
Sitzplatte (21) des Kindersitzes (19).
4. Stapelbarer Einkaufswagen nach wenigstens einem der Ansprü
che 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die von der
oberen Begrenzung (6) der Längsholme (5) zur Korbunterseite
gemessene Höhe A größer ist, als die von der oberen Begren
zung (6) der Längsholme (5) aus gemessene Höhe B des Kin
dersitzes (19).
5. Stapelbarer Einkaufwagen nach wenigstens einem der Ansprü
che 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die quer zur
Fahrtrichtung gemessene Breite des Kindersitzes (19)
kleiner ist, als der von einem Längsholm (5) zum anderen
Längsholm (5) gemessene lichte Abstand der Träger (7).
6. Stapelbarer Einkaufswagen nach wenigstens einem der Ansprü
che 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe D des
Kindersitzes (19) kleiner ist, als die zwischen zwei Ein
kaufswagen (1) gemessene Stapeltiefe T.
7. Stapelbarer Einkaufswagen nach wenigstens einem der Ansprü
che 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kindersitz
(19) ortsfest mit dem Fahrgestell (2) verbunden ist.
Priority Applications (1)
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