DE4338633A1 - Vorrichtung zum Erzeugen von Schall - Google Patents
Vorrichtung zum Erzeugen von SchallInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erzeugen von Schall.
Vorrichtungen zum Erzeugen von Schall haben einen weiten
Einsatzbereich gefunden.
Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich insbesondere mit
solchen Vorrichtungen, die Schall in Form eines laut dröhnenden
Geräusches erzeugen, wie beispielsweise Fanfaren, die insbeson
dere an Sportstätten Einsatz finden sollen.
Es ist üblich geworden, bei Sportveranstaltungen Anfeuerungen
durch fanfaren- oder trompetenartige Geräusche zu untermalen.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine einfach herstell
bare, einfach handhabbare Vorrichtung zum Erzeugen von Schall
zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung zum
Erzeugen von Schall gelöst, die eine Membran aufweist, auf der
ein ringförmiges Ende eines rohrförmigen Körpers ruht, und ferner
einen abgeschlossenen Luftraum aufweist, in den von der Außen
seite her Luft einblasbar ist, wobei der Luftraum den Endbereich
des auf der Membran ruhenden rohrförmigen Körpers an dessen
Außenseite umgibt, und wobei Bereiche der Membran eine Wand
des Luftraumes bilden.
Durch Einblasen von Luft in den abgeschlossenen Luftraum wird
die Membran durch den Luftdruck durchgebogen und hebt etwas von
dem ringförmigen Ende des rohrförmigen Körpers ab, der auf der
Membran ruht, und schwingt anschließend kurzzeitig wieder in
die Ruhelage zurück. Dieser sich wiederholende Vorgang erzeugt
Schall, mit einem beachtlichen Geräuschpegel erzeugt. Durch
entsprechend kräftiges Anblasen des Luftraumes kann ein dröh
nendes Geräusch erzeugt werden, das problemlos auch in einem
großen Fußballstadion rundum zu hören ist.
Dadurch, daß Bereiche der Membran Teile des angeblasenen Luft
raumes bilden, nämlich diejenigen Teile der Membran, die radial
über die Außenseite des rohrförmigen Körpers vorstehen, kann
die Membran durch entsprechende Steuerung des Anblasdruckes
in entsprechendem Maße vom Sitz mit dem rohrförmigen Körper
abheben. Beim Abheben dringt dann die Luft in das Innere des
rohrförmigen Körpers ein und diese darin aufgenommene Luftsäule
wird durch die zurückfedernde Membran, die sich dabei wieder
an das stirnseitige Ende des rohrförmigen Körpers anlegt, in
entsprechende schallerzeugende Schwingung versetzt. Die Membran
erzeugt aber nicht nur Schallschwingungen in Richtung der Seite,
an der der rohrförmige Körper anliegt, sondern setzt auch die
auf der gegenüberliegenden Seite vorhandenen Luftmengen in
entsprechende schallerzeugende Schwingungen.
Soll die Vorrichtung nicht benutzt werden, so kann der rohr
förmige Körper, der frei auf der Membran ruht, abgezogen und
entsprechend verstaut werden. Dadurch, daß nur die drei Bau
elemente, nämlich rohrförmiger Körper, der dessen Endbereich
umgebende Luftraum, der von außen anblasbar ist und die
endseitige Membran notwendig sind, ist eine sehr einfache, somit
auch kostengünstige und einfach herstellbare Vorrichtung
geschaffen, die ohne besondere Anstrengungen oder Aufmerksamkeit
zur Schallerzeugung herangezogen werden kann, so daß diese
Vorrichtung auch von Kindern benutzt werden kann. Die Vorrichtung
ist darüber hinaus einfach in zwei Teile zerlegbar und damit
einfach verstaubar. Zum Anblasen des Luftraumes kann beispiels
weise schlicht und einfach eine Öffnung vorgesehen sein, an
die der Mund gelegt wird und über diese Öffnung wird Luft in
den Luftraum eingeblasen.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sitzt die Membran
in einem als Hohlkörper ausgebildeten Gehäuse, in das der
rohrförmige Körper eingeschoben ist.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß die Vorrichtung zum einen
sehr schlank baut, und daß lediglich zwei sehr einfach herzu
stellende und ineinander schiebbare Bauteile notwendig sind,
um die Vorrichtung in funkionsfähigen Zustand zu bringen.
Dadurch, daß die Membran im Hohlkörper sitzt, ist sie vor äußeren
Einwirkungen geschützt aufgenommen, so daß die Membran, auch
wenn die Vorrichtung achtlos beiseite gelegt oder auf einem
Boden geworfen wird, funktionsfähig bleibt. Dies erlaubt
insbesondere den rauhen Einsatzbereich auf Sportplätzen.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Gehäuse
als rohrförmige Muffe ausgebildet, an deren einem Ende die
Membran eingespannt ist, und von dessen anderen offenen Ende
her ein Rohr eingeschoben ist.
Diese Maßnahme hat nun den Vorteil, daß die Vorrichtung einfach
zerlegt bzw. zusammengebaut werden kann, was beispielsweise
auch durch ein Kind ohne große technische Vorbildung durchgeführt
werden kann. Darüber hinaus sind die Bauteile, nämlich rohr
förmige Muffe und Rohr sehr einfach herzustellen, beispielsweise
als im Stranggußverfahren hergestellte Kunststoffelemente.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der lichte
Innendurchmesser der Muffe größer als der Außendurchmesser des
Rohres, und der dadurch umgrenzte Raum bildet den Luftraum.
Diese Maßnahme hat nun den Vorteil, daß zur Bildung des Luft
raumes, über den die Membran angeblasen wird, keine zusätzlichen
Bauelemente notwendig sind, sondern daß durch das Ineinander
stecken von Muffe und Rohr geschaffen wird.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist die Muffe
an der Innenseite im axialen Abstand zur Membran einen Ring
flansch auf, dessen lichter Innendurchmesser dem Außendurchmesser
des eingeschobenen Rohres entspricht.
Diese Maßnahme hat nun den Vorteil, daß durch den inneren
Ringflansch der Muffe ein ringförmiger bodenseitiger Abschluß
des Luftraumes durch einfache Mittel bewerkstelligt wird, der
dem Ringboden gegenüberliegt, der durch die über das Rohr radial
hinausstehenden Bereiche der Membran abgeschlossen wird. Es
sind hierbei auch keine besonderen Dichtungsmaßnahmen notwendig,
d. h. es kann durchaus in Kauf genommen werden, daß gewisse
Luftmengen zwischen Außenseite des eingeschobenen Rohres und
der inneren Ringfläche des Flansches durchtreten, da durch
entsprechend kräftiges Einblasen ausreichend Luftmengen vorhanden
sind, um die Membran vom Sitz auf dem rohrförmigen Körper
abzuheben. Bei der Herstellung der Muffe aus Kunststoff kann
dieser innere Flansch sofort mit angegossen oder angespritzt
werden.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Membran
über eine abnehmbare, auf das Gehäuse aufsetzbare Kappe gehalten.
Diese Maßnahme hat nun den Vorteil, daß die Membran einfach
ersetzt werden kann, falls diese beschädigt ist. Dazu muß
lediglich die Kappe abgenommen werden, die alte, verbrauchte
oder beschädigte Membran abgenommen und eine neue angesetzt
und anschließend wieder die Kappe auf das Gehäuse aufgesetzt
werden.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Membran
aus einer Kunststoff- oder Verpackungsfolie hergestellt.
Diese Maßnahme hat nun den Vorteil, daß sehr kostengünstige
Materialien herangezogen werden können, um die Membran zu bilden.
Es wurde beispielsweise festgestellt, daß Kunststoffverpackungs
folien oder Folienmaterial, wie es bei Einkaufstaschen verwendet
wird, hervorragend als Membran geeignet ist. In Zusammenwirkung
mit der aufsetzbaren Kappe hat diese Maßnahme nun den beacht
lichen Vorteil, daß, falls eine Membran beschädigt ist, lediglich
aus einem Verpackungsbeutel ein entsprechendes Stück ausgeschnit
ten werden muß, das keinesfalls rund oder dergleichen ausge
schnitten werden muß, sondern nur so groß sein muß, daß es
die offene Seite der Muffe überspannt. Es muß dann dieses
Folienstück aufgelegt und anschließend die Kappe wieder aufge
setzt werden, wobei die Membran in ausreichendem Maße gespannt
wird. Es kann dann im Notfall sogar eine Kunststofftüte, in
der die Vorrichtung getragen wird, herangezogen werden, um ein
Stück abzutrennen und eine beschädigte Membran zu ersetzen.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist an der
Außenseite des Gehäuses ein Mundstück angesetzt.
Diese Maßnahme hat nun den Vorteil, daß nicht der Mund an eine
Öffnung an der Außenseite des Gehäuses angesetzt werden muß,
wozu eine gewisse Aufmerksamkeit notwendig ist, sondern daß
ein entsprechend geformtes Mundstück vorgesehen ist, über das
Vorrichtung handhabbar ist. Dies eröffnet selbstverständlich
auch die Möglichkeit, das Mundstück auswechselbar zu machen,
so daß für die jeweilige Person, die die Vorrichtung benutzt,
ein eigenes Mundstück vorhanden ist.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind Kappe, Gehäuse
und rohrförmiger Körper aus verschiedenfarbigen Materialien
hergestellt.
Diese Maßnahme hat nun den Vorteil, daß die Vorrichtung in den
entsprechenden Vereinsfarben hergestellt werden kann, dessen
sportliche Aktivitäten mit der Vorrichtung durch Schall unter
stützt werden sollen. Da die meisten Sportvereine zwei- oder
dreifarbige Embleme haben, ist es möglich, durch entsprechende
Ausgestaltung der Einzelteile, sehr einfach und kostengünstig
auch noch die Vorrichtung in der entsprechenden Vereinfarbe
herzustellen.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Baueinheit
aus Gehäuse und rohrförmigem Körper in einem weiteren Gehäuse
aufgenommen, und ist über eine Anblasleitung mit der Außenseite
des weiteren Gehäuses verbunden.
Diese Maßnahme hat nun den Vorteil, daß die Vorrichtung als
solche in andere Vorrichtungen eingesetzt oder eingebaut werden
kann, die demselben oder anderen Zwecken dienen. Der erzeugte
Schall kann auch als Warnsignal oder dergleichen dienen, so
daß eine derartige Vorrichtung auch in Arbeitsgerätschaften,
beispielsweise im Straßenbau, Eisenbahnbau oder dergleichen,
eingesetzt werden kann und als feste Warninstallation eingebaut
werden kann.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das weitere
Gehäuse das Gehäuse eines Megaphons.
Diese Maßnahme hat nun den Vorteil, daß die Vorrichtung in
beliebige, andersartige schallerzeugende Vorrichtung zusätzlich
mit eingebaut werden kann, und kann dann zur alleinigen,
zusätzlichen oder unterstützenden Schallerzeugung herangezogen
werden.
So kann beispielsweise das Megaphon ausschließlich zur Schaller
zeugung über die Vorrichtung herangezogen werden, wobei die
trichterförmige Form eines Megaphons die Schallausbreitungs
richtung steuert und über die daran üblicherweise vorhandenen
Griffe einfach gehalten werden kann.
Es ist aber auch möglich, falls beispielsweise ein elektrisch
verstärktes Megaphon herangezogen wird, das normalerweise zum
Sprechen dient, auch als solches eingesetzt wird, und nur
zusätzlich eine erfindungsgemäße Vorrichtung eingesetzt wird,
die kurzzeitig durch Anblasen über das Megaphon zur Schaller
zeugung herangezogen wird, beispielsweise um eine unruhige Menge,
die mit dem Megaphon angesprochen werden soll, durch das
dröhnende Geräusch zunächst aufmerksam zu machen.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nach
stehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in den ange
gebenen Kombinationen, sondern auch in anderen Kombinationen
oder in Alleinstellung einsetzbar sind, ohne den Rahmen der
vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand zweier Ausführungsbeispiele
im Zusammenhang mit den beiliegenden Zeichnungen näher beschrie
ben und erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt eines ersten Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, teilweise in
Explosionsdarstellung,
Fig. 2 die Vorrichtung von Fig. 1 in zusammengebautem
Zustand,
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III in Fig. 2, und
Fig. 4 stark schematisiert eine teilweise aufgebrochene
Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Eine in Fig. 1 und 2 dargestellte erfindungsgemäße Vorrichtung
zum Erzeugen von Schall ist in ihrer Gesamtheit mit der Bezugs
ziffer 10 bezeichnet.
Die Vorrichtung 10 weist ein Gehäuse 12 in Form einer rohrförmi
gen Muffe 14 aus Kunststoffmaterial auf.
In einem Abstand von einem äußeren Ende 16 ist die Muffe 14
mit einem äußeren Ringflansch 18 versehen, der als Anschlag
für eine Ringkappe 20 dient.
Die Ringkappe 20 ist ebenfalls aus Kunststoff hergestellt und
weist eine mittige durchgehende Öffnung 21 auf.
Die Ringkappe 20 ist mit einem axial vorstehenden Ring 19
versehen, dessen Innendurchmesser in etwa dem lichten Außendurch
messer des Endes 16 der Muffe 14 entspricht, so daß die Ringkappe
20 im Paßsitz auf das Ende 16 aufgeschoben werden kann.
Zwischen äußerem Ende der Muffe 14 und der noch abgezogenen
Ringkappe 20 wird eine Folie 22 gebracht, die, wie das nachfol
gend im Zusammenhang mit Fig. 2 erläutert wird, als Membran
24 dient.
Dazu wird ein Folienabschnitt, wie in Fig. 1 dargestellt, vor
das Ende 16 gebracht und anschließend die Ringkappe 20 auf
gesetzt.
An dem dem Ende 16 gegenüberliegenden Ende ist die Muffe 14
an ihrer Innenseite mit einem inneren Ringflansch 26 versehen,
dessen lichter Innendurchmesser 28 einem Außendurchmesser 34
eines rohrförmigen Körpers 30 entspricht.
Der rohrförmige Körper 30 ist als Rohr 32 ausgebildet, das
ebenfalls aus Kunststoffmaterial hergestellt ist.
Das Rohr 32 weist am der Ringkappe 20 zugewandten Ende ein
ringförmiges Ende 36 auf, das in der Darstellung von Fig. 1
aus Übersichtlichkeitsgründen etwas über das Ende 16 der Muffe
14 vorstehend dargestellt ist.
Wie aus Fig. 1 zu entnehmen, ist der lichte Innendurchmesser
29 der Muffe 14 im Bereich zwischen Ringflansch 26 und Ende
16 etwas größer als der Außendurchmesser 34 des Rohres 32.
An der Außenseite der Muffe 14 ist ein zweifach abgewinkeltes
Mundstück 34 angesetzt, dessen flaches Ende 39 (siehe Fig. 3)
als Anblasöffnung dient.
Das Mundstück 38 steht über eine Öffnung 40 mit dem Innenraum
der Muffe 14 in Verbindung.
In Fig. 2 ist die Vorrichtung 10 in zusammengebautem Zustand
gezeigt, d. h. die Ringkappe 20 wurde aufgeschoben und hat dabei
die Folie 22 über den Querschnitt des offenen Endes 16 der Muffe
14 straff gespannt. Der das Ende 16 überspannende scheibenförmige
Bereich der Folie 22 bildet nunmehr eine Membran 24.
Das Rohr 32 ist so weit in die Muffe 14 eingeschoben, daß dessen
ringförmiges Ende 36 bündig auf der Membran 24 sitzt. Die Membran
reicht radial über die Außenseite des Rohres 32 hinaus, d. h.
es ist ein ringförmiger Bereich 44 der Membran 24 vorhanden,
der das Rohr 32 umrundet.
Dieser Bereich 44 stellt einen flexiblen Abschluß oder eine
flexible Ringwand eines Luftraumes 42 dar.
Der Luftraum 42 wird außerdem durch die Innenseite 49 der Muffe
14 und die Außenseite 46 des Rohres 32 umgrenzt, und zwar des
Bereiches 48 des Rohres 32, das in die Muffe 14 eingesteckt
ist. An dem der Membran 24 gegenüberliegenden Ende ist der
Luftraum 42 durch den inneren Ringflansch 26 der Muffe 14
umgrenzt.
Wird nun über das Mundstück 38 Luft eingeblasen, wie das durch
Strömungspfeile angedeutet ist, tritt diese über die Öffnung
40 in den ringförmigen Luftraum 42 ein und verursacht, indem
diese auf den Bereich 44 der Membran 24 drückt, daß diese vom
Sitz mit dem ringförmigen stirnseitigen Ende 36 des Rohres 32
abhebt. Dadurch ist nun möglich, daß Luft aus dem Luftraum 42
in den Innenraum des Rohres 32 eintritt. Dabei ist die Membran
24 in Richtung Ringkappe 20 etwas durchgebogen, wie dies in
Fig. 2 durch eine unterbrochene Linie dargestellt ist.
Aufgrund der Vorspannung und der Elastizität der Membran 24
schnellt diese wieder auf den Sitz mit dem ringförmigen Ende
36 des Rohres 32 zurück und versetzt dabei die Luftmenge in
dem Rohr 32 unter Schallerzeugung in Schwingung. Gleichzeitig
gibt jedoch die Membran 24 auch in Richtung offenen Ende der
Ringkappe 20 durch deren Öffnung 21 hindurch Schall ab.
Das Kunststoffmaterial, aus dem Muffe 14, Ringkappe 20 und Rohr
32 hergestellt ist, kann ein Material sein, wie es zur Her
stellung von Abwasserrohren verwendet wird, beispielsweise
Polyethylen oder Polyprepylen, so daß Abfallmaterialien aus
der Rohrproduktion von Wasser- oder Gasleitungen herangezogen
werden können. Die Länge des Rohrs 32 beträgt etwa 250 mm, der
Durchmesser etwa 40 mm.
Die Membran 24 besteht aus einer Kunststoffolie, wie sie
beispielsweise zur Herstellung von Einkaufstüten herangezogen
wird, also beispielsweise Polyethylen oder Polycarbonat. Somit
kann die gesamte Vorrichtung 10 aus kostengünstigen Materialien,
gegebenenfalls aus Abfallmaterialien hergestellt werden.
Sollte die Membran 24 beschädigt werden, ist es lediglich
notwendig, die Ringkappe 20 abzuziehen, einen entsprechenden
Zuschnitt einer Folie 22 anzulegen und anschließend die Ringkappe
wieder aufzusetzen.
Der durch kräftiges Anblasen erzeugte Schall ist markerschütternd
und dröhnend und kann über eine große Entfernung vernommen
werden, so daß ein weites Einsatzgebiet denkbar ist.
So kann die Vorrichtung 10 zur Geräuschentwicklung auf Sportver
anstaltungen gleichermaßen herangezogen werden, wie als Warn
signal auf Baustellen oder dergleichen.
Je nach Wunsch können die Materialien zur Herstellung der Muffe
14, der Ringkappe 20 und Rohres 32 unterschiedlich farblich
ausgestaltet sein, so daß beispielsweise diese Teile in ent
sprechenden Vereinsfarben hergestellt werden können.
In Fig. 4 ist eine weitere Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung dargestellt, die in ihrer Gesamtheit mit der
Bezugsziffer 50 versehen ist.
Die Vorrichtung 50 ist als Megaphon ausgebildet, das über einen
Griff 51 gehalten werden kann.
An einem Ende ist ein Mundstück 52 vorgesehen, das an seinem
inneren Ende in einem vorstehenden Rohrstutzen 54 mündet.
Im trompetenartigen Bereich 56 des Gehäuses 55 des Megaphons
ist eine Vorrichtung 60, querverlaufend, angeordnet, deren
prinzipielle Bauteile der zuvor im Zusammenhang mit der Vorrich
tung 10 beschriebenen Bauteilen entspricht.
Das heißt, die Vorrichtung 60 weist eine Muffe 62 auf, die
endseitig mit einer Ringkappe 64 verschlossen ist, um eine hier
nicht näher dargestellte Membran zu spannen.
In die Muffe 62 ist ein Rohr eingeschoben, das, wie zuvor
beschrieben, auf der Membran ruht.
Von der Außenseite der Muffe 62 steht ein Rohrstutzen 68 vor,
der über einen in gestrichelter Linie dargestellten Schlauch
72 mit dem Rohrstutzen 54 verbunden ist.
Der Schlauch 72 dient somit als Anblasleitung 74, um über das
Mundstück 52 Luft in den Ringraum zwischen Muffe 62 und Rohr
66 zu führen, damit dann, wie zuvor beschrieben, Schall erzeugt
werden kann.
Claims (11)
1. Vorrichtung zum Erzeugen von Schall, mit einer Membran
(24), auf der ein ringförmiges Ende (36) eines rohrförmigen
Körpers (30) ruht, und mit einem abgeschlossenen Luftraum
(42), in den von der Außenseite her Luft einblasbar ist,
wobei der Luftraum (42) den Endbereich (48) des auf der
Membran (24) ruhenden rohrförmigen Körpers (30) an dessen
Außenseite (46) umgibt, und wobei Bereiche (44) der Membran
(24) eine Wand des Luftraumes (42) bilden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Membran (24) in einem als Hohlkörper ausgebildeten
Gehäuse (12) sitzt, in das der rohrförmige Körper (30)
eingeschoben ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gehäuse (12) als rohrförmige Muffe (14) ausgebildet
ist, an deren einem Ende (16) die Membran (24) eingespannt
ist, und von deren anderem, offenen Ende her passend ein
Rohr (32) eingeschoben ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der lichte Innendurchmesser (29) der Muffe (14) größer
als der Außendurchmesser (34) des Rohres (32) ist, und
daß der dadurch umgrenzte Raum den Luftraum (42) bildet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Muffe (14) an der Innenseite (49) im axialen Abstand
zur Membran (24) einen Ringflansch (26) aufweist, dessen
lichter Innendurchmesser (28) dem Außendurchmesser (34)
des eingeschobenen Rohres (32) entspricht.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Membran (24) über eine abnehmbare,
auf das Gehäuse (12) aufsetzbare Kappe (20) gehalten ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Membran (24) aus einer Kunststoff-
oder Verpackungsfolie (22) hergestellt ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß an der Außenseite des Gehäuses (12)
ein Mundstück (38) angesetzt ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß Kappe (20), Gehäuse (12) und rohr
förmiger Körper (30) aus verschiedenfarbigen Materialien
hergestellt sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Baueinheit aus Gehäuse (12) und
rohrförmigem Körper (30) in einem weiteren Gehäuse (55)
aufgenommen ist, und über eine Anblasleitung (74) mit der
Außenseite des weiteren Gehäuses (55) verbunden ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
das weitere Gehäuse das Gehäuse (55) eines Megaphons (50)
ist.
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|---|---|---|---|
| DE19934338633 DE4338633A1 (de) | 1993-11-12 | 1993-11-12 | Vorrichtung zum Erzeugen von Schall |
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Publications (1)
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| DE4338633A1 true DE4338633A1 (de) | 1995-05-18 |
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| DE19934338633 Withdrawn DE4338633A1 (de) | 1993-11-12 | 1993-11-12 | Vorrichtung zum Erzeugen von Schall |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4338633A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10042012B4 (de) * | 1999-11-22 | 2004-08-19 | Daimlerchrysler Ag | Vorrichtung zur Geräuschgestaltung bei einem Kraftfahrzeug |
| US7389740B2 (en) * | 2004-09-24 | 2008-06-24 | David Wishinsky | Acoustic device |
-
1993
- 1993-11-12 DE DE19934338633 patent/DE4338633A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10042012B4 (de) * | 1999-11-22 | 2004-08-19 | Daimlerchrysler Ag | Vorrichtung zur Geräuschgestaltung bei einem Kraftfahrzeug |
| US7389740B2 (en) * | 2004-09-24 | 2008-06-24 | David Wishinsky | Acoustic device |
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| Date | Code | Title | Description |
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: HOFFMANN, SIEGFRIED, 67691 HOCHSPEYER, DE |
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| 8141 | Disposal/no request for examination |