DE4338986A1 - Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung - Google Patents
Gaumen-SchnellextensionsvorrichtungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Gaumen-Schnellextensionsvorrich
tung.
In der kieferorthopädischen Praxis werden häufig Patienten mit zu engem
Gaumenbogen beobachtet. Dies kann zu einem deformierten und/oder einem
verlängerten Bogen und zu einer Zusammendrängung der Zähne führen, was
wiederum weitere medizinische und zahnmedizinische Folgen haben kann. Es
stehen verschiedene Vorrichtungen zur Verfügung, um diesen Problemen zu
begegnen. Zu diesen unter der Bezeichnung "Vorrichtung zur schnellen
Gaumenextension" bekannten Vorrichtungen gehört ein starrer Apparat mit
Schraubmechanismus, der drehbar ist, um Dehnungskräfte auf den Gaumen des
Patienten zu übertragen. Die von diesen Vorrichtungen ausgeübten Kräfte
führen mit der Zeit zu einer Verbreiterung des Gaumens.
Mit den bekannten Vorrichtungen wird eine Gaumenverbreiterung dadurch er
reicht, daß in regelmäßigen Abständen (ein- oder zweimal täglich) an
einer in den Extensionsapparat eingebauten Hebeschraube gedreht wird. Ein
Mangel der bekannten Gaumenextensionsvorrichtungen ist der Umstand, daß
ihre Dehnungsleistung durch die Länge der Schraube bzw. der mit der
Schraube verbundenen Konstruktion, mit der die Dehnungskräfte von der
Schraube auf den Gaumen übertragen werden, begrenzt ist. Außerdem neigen
diese Vorrichtungen zur Instabilität, wenn ihre Extensionsgrenze erreicht
ist. Mit den bisher verfügbaren Gaumenextensionsvorrichtungen ist eine
Extension um maximal etwa 11 mm zu erreichen. Häufig jedoch ist bei einem
Patienten eine stärkere Gaumenextension erforderlich als mit einer ein
zigen Extensionsvorrichtung erreicht werden kann. Beispielsweise ist zu
Beginn der Behandlung eines Patienten mit sehr engem Gaumen eine schmale,
kompakte Extensionsvorrichtung erforderlich. Im Laufe der Behandlung, bei
der sich der Gaumen erweitert, wird die erste Extensionsvorrichtung
unzweckmäßig. Der Kieferorthopäde muß dann die Vorrichtung von den Zähnen
des Patienten abnehmen und durch zur Fortführung der Behandlung eine
Vorrichtung mit größerem Dehnungsbereich einsetzen. Dieser Nachteil macht
für Arzt und Patienten im Verlauf der kieferorthopädischen Behandlung
längere Behandlungszeiten in der Praxis erforderlich, wodurch sich die
Gesamtkosten der Behandlung erhöhen.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Gaumenextensionsvorrichtungen ist die
Unmöglichkeit, genau zu bestimmen, wie weit die Hebeschraube gedreht
werden muß oder gedreht worden ist. Ein zusätzlicher Nachteil liegt
darin, daß die Schraube dazu neigt, sich "zurückzudrehen", was zur Folge
hat, daß sich die Vorrichtung zusammenschiebt, daß sie die auf Zähne und
Gaumen des Patienten ausgeübte Kraft verringert und Zähne und Gaumen eine
unerwünschte Sagittalbewegung ausführen.
Es besteht daher ein Bedarf für eine verbesserte Gaumenextensionsvor
richtung, die nicht die vorstehend aufgeführten Nachteile der bekannten
Gaumenextensionsvorrichtungen aufweist.
Die Erfindung stellt sich die
Aufgabe, eine solche Gaumenextensionsvorrichtung zur Verfügung zu stel
len.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung
gemäß Anspruch 1.
Die erfindungsgemäße Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung besteht aus zwei
gegenüberliegenden und vorzugsweise gleich geformten Gliedern, durch die
eine Hebeschraube hindurchgeführt sein kann und durch die eine Dehnungs
kraft auf den Gaumen eines Patienten ausgeübt werden kann. Diese Glieder
weisen jeweils zwei Führungsstifte auf, die mit ihnen durch Hartlöten,
Schweißen oder auf andere Weise verbunden worden sind, sowie je zwei
Durchführungen für die Führungsstifte des gegenüberliegenden Glieds und
ggf. eine Gewindebohrung für den Hebeschraubenmechanismus. Außerdem weist
die Hebeschraube eine Drehvorrichtung auf, die auf ihrem Umfang mehrere
Öffnungen hat (vorzugsweise sechs), mittels welcher die Hebeschraube
gedreht werden kann, um die gewünschte Dehnungskraft auszuüben.
Wenn die Vorrichtung montiert ist, wird sie bei der schrittweisen Expan
sion durch die Führungsstifte stabilisiert, mit denen sie gleichzeitig an
Zahnbändern im Mund des Patienten befestigt wird. Die durch Drehen der
Drehvorrichtung erzeugte Dehnungskraft wird über die Führungsstifte auf
den Gaumen des Patienten übertragen. Da die erfindungsgemäße Gaumen-
Schnellextensionsvorrichtung vier Führungsstifte besitzt, weist sie eine
größere Stabilität und Belastbarkeit auf als die herkömmlichen Gaumen
extensionsvorrichtungen. Dies ist wegen des größeren Dehnungsbereichs von
besonderer Bedeutung.
Als Befestigungselemente zur Befestigung der erfindungsgemäßen Vorrich
tung an den Zähnen des Patienten dienen mehrere Hülsen, die jeweils ein
Führungsstiftende aufnehmen. Die Hülsen nehmen auch je einen in vertika
ler Ausrichtung an den Zahnbändern, die an den Zähnen des Patienten
befestigt sind, angeschweißten oder durch Hartlöten befestigten Einhänge
zapfen auf. Jede Hülse besitzt zwei Stellschrauben, wovon eine zur Fixie
rung des Führungsstifts und die andere zur Fixierung des Einhängezapfens
bei der Einrichtung und der Betätigung der Gaumen-Schnellextensionsvor
richtung dient. Eine der Stellschrauben greift kraftschlüssig in den
Einhängezapfen ein, und die andere greift in den Führungsstift ein, so
daß die Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung bequem eingesetzt und her
ausgenommen werden kann, ohne daß die im Mund des Patienten angebrachten
Zahnbänder entfernt werden müßten. Die erfindungsgemäße Gaumen-Schnell
extensionsvorrichtung kann also durch Anziehen der in die Führungsstifte
eingreifenden Stellschrauben an den Zahnbändern des Patienten befestigt
und durch Lösen dieser Stellschrauben wieder entfernt werden. Durch die
im Mund des Patienten verbleibenden Hülsen und Zahnbänder kann anschlie
ßend eine andere Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung eingesetzt werden.
Ein Vorteil dieses Befestigungsmechanismus liegt darin, daß während der
gesamten Dauer der Behandlung, in deren Verlauf zwei oder mehr Exten
sionsvorrichtungen zum Einsatz kommen, ein und derselbe Zahnbandapparat
verwendet werden kann.
Durch schrittweises Drehen an der Drehvorrichtung wandern die Glieder der
erfindungsgemäßen Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung entlang der Achse
der Hebeschraube nach außen. Die Drehung wird mittels eines in eine der
Drehöffnungen eingeführten Steckschlüssels vorgenommen. Um eine gegen
sinnige Drehung der Hebeschraube, die zu einer Sagittalbewegung des
Gaumens führen kann, zu verhindern, besitzt die Gaumen-Schnellextensions
vorrichtung einen Sperrmechanismus. Der Sperrmechanismus besteht aus
einem Bügel, der auf der Drehvorrichtung aufliegt und mit seinen gekrümm
ten Enden die Führungsstifte eines der Glieder der Vorrichtung umfaßt.
Der Bügel trägt eine zapfenförmige Erhebung, die federnd in eine Öffnung
der Drehvorrichtung eingreift und damit das unerwünschte Zurückdrehen der
Hebeschraube verhindert. Wird die Drehvorrichtung gedreht, greift die
zapfenförmige Erhebung in eine Öffnung nach der anderen ein. Der Sperr
mechanismus verhindert nicht nur eine unerwünschte Drehung der Hebe
schraube, sondern er macht die Drehung der Drehvorrichtung und die Anzahl
der Drehschritte auch fühlbar. Beim Drehen der Drehvorrichtung werden
sowohl Schwingungen als auch ein Geräusch erzeugt, wenn die zapfenförmige
Erhebung in die einzelnen Öffnungen der Drehvorrichtungen eingreift.
Somit kann die die Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung einstellende
Person exakt und stufenweise die von der Vorrichtung ausgeübte Dehnungs
kraft einstellen.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden
Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie aus der nachfolgen
den Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen in Verbindung mit der
Zeichnung; es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise unvollständige perspektivische Darstellung der
erfindungsgemäßen Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung.
Fig. 2 ein Querschnitt entlang der Linie 2-2 von Fig. 1.
Fig. 3 eine teilweise unvollständige Seitenansicht einer an einem Zahn
befestigten Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung.
Wie in Fig. 1 gezeigt, besitzt die erfindungsgemäße Gaumen-Schnellexten
sionsvorrichtung 10 zwei gegenüberliegende Glieder 12a und 12b. Die
Glieder 12a und 12b sind miteinander weitgehend identisch und besitzen
beide je zwei voneinander parallel zueinander angeordnete, an die Glieder
angeschweißte oder hartgelötete Führungsstifte 14a bzw. 14b. Außerdem
besitzen die Glieder 12a und 12b je zwei Durchgangsbohrungen 16a bzw.
16b, in denen die Führungsstifte 14a bzw. 14b des Gegenglieds gleitend
geführt werden. Die Glieder 12a und 12b sind vorzugsweise ungefähr joch
förmig, und die beiden einem Glied zugeordneten Führungsstifte 14a bzw.
14b sind jeweils parallel zueinander angeordnet und zeigen in dieselbe
Richtung. Die Durchgangsbohrungen 16a und 16b sind in den jochförmigen
Gliedern 12a und 12b über bzw. unter den Führungsstiften 14a und 14b
angeordnet. Bei dieser Anordnung wird die Gaumen-Schnellextensionsvor
richtung in der Weise montiert, daß ein Glied relativ zum gegenüberlie
genden umgedreht wird und die Führungsstifte 14a des Gliedes 12a in die
Durchgangsbohrungen 16b des Gegenglieds 12b geschoben werden. Die Füh
rungsstifte 14b des Gliedes 12b werden in gleicher Weise in die Durch
gangsbohrungen 16a des Gegengliedes 12a geschoben. Die Konfiguration mit
vier Führungsstiften bewirkt eine höhere Stabilität und Belastbarkeit der
Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung 10 und ermöglicht einen größeren
Dehnungsbereich als bisher mit einer einzigen Vorrichtung erzielt werden
konnte. Mit der Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung 20 kann eine Dehnung
um bis zu 20 mm erreicht werden.
Durch die Gewindebohrungen 20a bzw. 20b in der Mitte der Glieder 12a bzw.
12b ist eine Hebeschraube 18 hindurchgeführt. Die Enden der Hebeschraube
tragen ein jeweils gegenläufiges Gewinde, mit dem sie in die entsprechen
den Bohrungen 20a bzw. 20b der Glieder 12a bzw. 12b in bekannter Weise
eingreifen. Im Mittelteil der Hebeschraube 18 ist die Drehvorrichtung 22
angeordnet. Die Drehvorrichtung 22 ist normalerweise zylindrisch und
koaxial zur Hebeschraube 18 und weist auf ihrem Umfang mehrere Drehöff
nungen 24 auf. Bei der abgebildeten bevorzugten Ausführungsform sind auf
dem Umfang der Drehvorrichtung 22 jeweils im Abstand von 60° sechs Öff
nungen 24 angeordnet.
Soll die Schraube gedreht werden, wird in eine der Öffnungen 24 der
Drehvorrichtung 22 ein Schlüssel eingeführt (nicht abgebildet) und um
einen Winkel um die Hebeschraube 18 gedreht. Dadurch, daß die Enden der
Hebeschraube 18 jeweils ein Gegengewinde tragen, werden die Glieder 12a
und 12b je nach Drehrichtung näher zusammen- oder weiter auseinanderge
führt. Eine Drehung der Drehvorrichtung 22 in positiver Richtung bei
spielsweise rückt die gegenüberliegenden Glieder 12a und 12b näher zu
sammen, wodurch sich der Abstand zwischen den Enden 26 der Führungsstifte
14a und 14b vergrößert und eine nach außen gerichtete Dehnungskraft
vermittelt wird. Dementsprechend verringert sich der Abstand zwischen den
Enden 26 der Führungsstifte 14a und 14b, wenn die Drehvorrichtung 22 in
negativer Richtung gedreht wird. Die Enden 26 sind die Enden der Füh
rungsstifte 14a und 14b, die von den Gliedern 12a bzw. 12b entfernt
sind.
Die Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung 10 besitzt einen Sperrmechanismus
28. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, besteht der Mechanismus 28 aus einem
Bügel 30 mit gekrümmten Enden 32, mit denen der Bügel an einem der Füh
rungsstiftpaare 14a oder 14b, die von einem der Glieder 12a oder 12b
abstehen, befestigt ist. Jedes gekrümmte Ende 32 des Bügels 30 umgreift
einen Führungsstift. Der Bügel 30 besitzt in seiner Mitte eine zapfenför
mige Erhebung 34. Bei einer bevorzugten Ausführungsform bestehen der
Bügel 30 und die Erhebung 34 aus einem Stück. Der Bügel 30 ist an den
Führungsstiften 14 so befestigt, daß er auf der Drehvorrichtung 22 auf
liegt und die Erhebung 34 in eine der Drehöffnungen 24 eingreift. Die
Erhebung 34 sitzt federnd, aber fest in einer Öffnung 24 und verhindert
damit die unerwünschte Drehung der Drehvorrichtung 22 und der Hebeschrau
be 18 in Gegenrichtung, die zu einer Sagittalverschiebung der Gaumen-
Schnellextensionsvorrichtung 10 gegenüber dem Gaumen des Patienten führen
könnte.
Wird in eine Öffnung 24 ein Schlüssel eingeführt und die Drehvorrichtung
22 gedreht, gleitet die Erhebung 34 durch den auf den Bügel 30 ausgeübten
Zug aus der bislang eingenommenen Öffnung und schleift über die Umfangs
fläche der Drehvorrichtung 22, bis sie die nächstfolgende Öffnung 24
erreicht hat. Eine Vibration und ein Geräusch zeigen der Einstellperson
an, daß die Erhebung 34 in eine Öffnung 24 eingerastet ist und daß somit
die Hebeschraube um einen Teil schritt weitergedreht worden ist. Der
beschriebene Sperrmechanismus 28 ermöglicht es der Einstellperson der
Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung, das Ausmaß der Drehung und die damit
entsprechend der ärztlichen Verschreibung auf den Gaumen ausgeübte Deh
nungskraft genau zu erfassen. Außerdem wird die Hebeschraube 18 an einer
unerwünschten Drehung im Gegensinn gehindert, die zu einer unerwünschten
Sagittalverschiebung der Vorrichtung und des Gaumens führen würde.
Die in Fig. 3 abgebildete bevorzugte Ausführungsform der Gaumen-Schnell
extensionsvorrichtung besitzt eine Einrichtung, mit der sie an den Zähnen
des Patienten so befestigt werden kann, daß die durch die Drehung der
Hebeschraube 18 erzeugte Dehnungskraft auf die Zähne und/oder den Gaumen
übertragen wird. Das Ende 26 der Führungsstifte ist verformbar, so daß
die Stifte an den Halteapparat im Mund des Patienten angepaßt und bequem
befestigt werden können. Außerdem ermöglichen die verformbaren Enden 26
der Führungsstifte eine Positionierung der Gaumen-Schnellextensionsvor
richtung im Zahnfleisch- oder Gaumenbogenbereich des Patienten, so daß
die Zunge nicht behindert wird.
Wie die Abbildung zeigt, werden das Ende 26 des Führungsstifts 14a und
der Zahnbandzapfen 38 in der Hülse 40 zusammengeführt. Das Ende 26 und
der Zahnbandzapfen 38 werden in die gegenüberliegenden Öffnungen der
zylindrischen Bohrung in der Hülse 40 eingeschoben und mit zwei Stell
schrauben 42 kraftschlüssig arretiert. Eine der Stellschrauben 42 greift
in das Ende 26 ein, die andere Stellschraube 42 in den Zahnbandzapfen 38.
Mit der Hülse 40 können somit der Zapfen 38 und das Ende 26 wahlweise
zusammengeführt oder voneinander getrennt werden, und durch Anziehen oder
Lösen der entsprechenden Stellschraube 42 kann der entsprechende Stift
arretiert oder gelöst werden. Das nicht in der Hülse 40 befestigte zweite
Ende des Zapfens 38 ist vorzugsweise an an einem einen Zahn 36 des Pa
tienten umgebenden Zahnband 44 befestigt. Somit überträgt eine nach außen
gerichtete Bewegung des Führungsstifts 14 der Gaumen-Schnellextensions
vorrichtung 10 über den Zapfen 38 eine Dehnungskraft auf das Zahnband 44,
wodurch die erwünschte Verschiebung des Zahns und des Gaumens des Patien
ten erreicht wird. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der Zapfen
38 - wie in der Abbildung gezeigt - in vertikaler Ausrichtung an das
Zahnband 44 hartgelötet oder angeschweißt, so daß eine Behinderung der
Zunge weitgehend vermieden wird. Obwohl nicht bildlich dargestellt, ist
ersichtlich, daß jeder der vier Führungsstifte 14a, 14b ein Ende 26
aufweist, welches in der vorstehend beschriebenen Weise an einem Zahn
befestigt ist, so daß die von der Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung 10
ausgeübten Dehnungskräfte über die zwei Führungsstiftpaare 14a und 14b
jeweils auf die gegenüberliegenden Seiten des Gaumenbogens übertragen
werden.
Ferner ist ersichtlich, daß alternativ zu der Hülse 40, zu der die Stell
schrauben 42 zur Arretierung des Zapfens 38 und des Endes 26 gehören, die
Hülse 40 auch ein Innengewinde (nicht abgebildet) aufweisen kann, so daß
ein mit Gewinde versehener Zapfen 38 und ein mit Gewinde versehenes
Führungsstiftende eingeschraubt werden können. Ferner kann die Hülse 40 -
was nicht bildlich dargestellt ist - sowohl eine Stellschraube als auch
ein Innengewinde aufweisen, so daß entweder der Zapfen 38 oder das Ende
26 des Führungsstifts, wenn sie ein Gewinde besitzen, eingeschraubt
werden können. Darüber hinaus kann die Hülse 40 eine beliebige Gestalt
haben und beispielsweise eiförmig oder sechseckig sein; die abgebildete
zylindrische Form ist nicht zwingend.
Die Möglichkeit, die Verbindung der Zahnbandzapfen 38 und der Enden 26
mit der Hülse 40 nach Bedarf herzustellen und zu lösen, ist von Vorteil,
weil der Arzt dadurch die Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung bequem
austauschen kann, ohne daß die Zahnbänder 44 erneuert werden müßten.
Dadurch ist in der Behandlung eine größere Flexibilität gegeben.
Claims (14)
1. Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung (10),
gekennzeichnet durch,
zwei gegenüberliegende Glieder (12a, 12b), von denen jeweils zwei voneinander beabstandete parallele Führungsstifte (14a, 14b) abstehen und die je zwei Durchgangsbohrungen (16a, 16b) aufweisen, in denen die Führungsstifte (14a, 14b) des jeweils gegenüberliegenden Gliedes (12a bzw. 12b) gleitend führbar sind, wobei jeder der Führungsstifte (14a, 14b) an seinem freien Ende (26) ein Befestigungselement auf weist, mit dem er an einem Zahn (36) befestigt werden kann,
ein Kraftübertragungselement zum Aufweiten der Vorrichtung (10), so daß über die Führungsstifte (14a, 14b) auf den Gaumen eine Dehnungs kraft ausübbar ist, wenn die beiden Glieder (12a, 12b) der Vorrich tung zusammengerückt werden, und
einen Sperrmechanismus (28), mit dessen Hilfe das Kraftübertragungs element stufenweise arretierbar ist, so daß ein unerwünschtes Zusam menschieben der Vorrichtung (10) vermieden wird.
gekennzeichnet durch,
zwei gegenüberliegende Glieder (12a, 12b), von denen jeweils zwei voneinander beabstandete parallele Führungsstifte (14a, 14b) abstehen und die je zwei Durchgangsbohrungen (16a, 16b) aufweisen, in denen die Führungsstifte (14a, 14b) des jeweils gegenüberliegenden Gliedes (12a bzw. 12b) gleitend führbar sind, wobei jeder der Führungsstifte (14a, 14b) an seinem freien Ende (26) ein Befestigungselement auf weist, mit dem er an einem Zahn (36) befestigt werden kann,
ein Kraftübertragungselement zum Aufweiten der Vorrichtung (10), so daß über die Führungsstifte (14a, 14b) auf den Gaumen eine Dehnungs kraft ausübbar ist, wenn die beiden Glieder (12a, 12b) der Vorrich tung zusammengerückt werden, und
einen Sperrmechanismus (28), mit dessen Hilfe das Kraftübertragungs element stufenweise arretierbar ist, so daß ein unerwünschtes Zusam menschieben der Vorrichtung (10) vermieden wird.
2. Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Sperrmechanismus (28) einen Bügel (30) mit zwei
Enden (32), die jeweils an einem Führungsstift (14a) eines Führungs
stiftpaares befestigt sind, und in seiner Mitte eine zapfenförmige
Erhebung (34) aufweist, die federnd in das Kraftübertragungselement
eingreift.
3. Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Kraftübertragungselement eine Hebeschraube (18) mit
Drehvorrichtung (22) aufweist, die auf ihrem Umfang mehrere Öffnungen
(24) aufweist, wobei die Hebeschraube in eine Bohrung (20a, 20b) der
Glieder (12a, 12b) eingeschraubt ist und wobei der Bügel (30) gegen
über der Drehvorrichtung (22) so angeordnet ist, daß die Erhebung
(34) federnd in eine Öffnung (24) nach der anderen eingreift, wenn
die Drehvorrichtung (22) gedreht wird.
4. Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Erhebung (34) mit dem Bügel (30) einstückig ausge
bildet ist.
5. Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das durch die Gewindebohrungen (20a, 20b) der Glieder
(12a, 12b) hindurchgeführte Kraftübertragungselement eine Hebe
schraube (18) mit Drehvorrichtung (22) ist, die auf ihrem Umfang
mehrere Drehöffnungen (24) aufweist.
6. Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Drehvorrichtung (22) sechs im gleichen Abstand
zueinander angeordnete Drehöffnungen (24) aufweist.
7. Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Führungsstiftbefestigungselement aufweist:
ein ringförmig an einem Zahn befestigbares Zahnband (44),
einen mit dem Zahnband (44) fest verbundenen Zahnbandzapfen (38) und
eine Hülse (40) zur Herstellung einer lösbaren Verbindung zwischen dem Zahnbandzapfen (38) und dem freien Ende (26) eines Führungsstifts (14a, 14b), wobei die Hülse (40) zwei Stellschrauben (42) aufweist, die kraftschlüssig in den Führungsstift (14a, 14b) und in den Zahn bandzapfen (38) eingreifen.
ein ringförmig an einem Zahn befestigbares Zahnband (44),
einen mit dem Zahnband (44) fest verbundenen Zahnbandzapfen (38) und
eine Hülse (40) zur Herstellung einer lösbaren Verbindung zwischen dem Zahnbandzapfen (38) und dem freien Ende (26) eines Führungsstifts (14a, 14b), wobei die Hülse (40) zwei Stellschrauben (42) aufweist, die kraftschlüssig in den Führungsstift (14a, 14b) und in den Zahn bandzapfen (38) eingreifen.
8. Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Zahnbandzapfen (38) in vertikaler Ausrichtung an
dem Zahnband (44) befestigt ist.
9. Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß jeder Führungsstift (14a, 14b) verformbar ist, damit er
an das Befestigungselement angepaßt werden kann und eine Behinderung
der Zunge vermieden wird.
10. Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung,
gekennzeichnet durch
zwei gegenüberliegende Glieder (12a, 12b), von denen jeweils ein Paar voneinander beabstandeter paralleler Führungsstifte (14a, 14b) ab stehen und die je zwei Durchgangsbohrungen aufweisen, in denen die Führungsstifte (14a, 14b) des jeweils gegenüberliegenden Gliedes gleitend führbar sind,
eine Hebeschraube (18) mit Drehvorrichtung (22), die auf ihrem Umfang sechs voneinander gleich beabstandete Öffnungen (24) aufweist, wobei die Hebeschraube (18) durch die Gewindebohrungen (20a, 20b) der Glieder (12a, 12b) hindurchgeführt ist, so daß die Vorrichtung (10) durch Drehen der Drehvorrichtung (22) aufweitbar und über die Füh rungsstifte (14a, 14b) eine Dehnungskraft auf den Gaumen ausübbar ist,
einen Bügel (30) mit zwei Enden, die an den Führungsstiften (14a) eines Führungsstiftpaares befestigt sind, und mit einer zapfenförmi gen Erhebung (34) in seiner Mitte, die beim Drehen der Drehvorrich tung (22) federnd in eine der Öffnungen (24) nach der anderen ein greift, wobei der Bügel und die Erhebung (34) einstückig ausgebildet sind.
gekennzeichnet durch
zwei gegenüberliegende Glieder (12a, 12b), von denen jeweils ein Paar voneinander beabstandeter paralleler Führungsstifte (14a, 14b) ab stehen und die je zwei Durchgangsbohrungen aufweisen, in denen die Führungsstifte (14a, 14b) des jeweils gegenüberliegenden Gliedes gleitend führbar sind,
eine Hebeschraube (18) mit Drehvorrichtung (22), die auf ihrem Umfang sechs voneinander gleich beabstandete Öffnungen (24) aufweist, wobei die Hebeschraube (18) durch die Gewindebohrungen (20a, 20b) der Glieder (12a, 12b) hindurchgeführt ist, so daß die Vorrichtung (10) durch Drehen der Drehvorrichtung (22) aufweitbar und über die Füh rungsstifte (14a, 14b) eine Dehnungskraft auf den Gaumen ausübbar ist,
einen Bügel (30) mit zwei Enden, die an den Führungsstiften (14a) eines Führungsstiftpaares befestigt sind, und mit einer zapfenförmi gen Erhebung (34) in seiner Mitte, die beim Drehen der Drehvorrich tung (22) federnd in eine der Öffnungen (24) nach der anderen ein greift, wobei der Bügel und die Erhebung (34) einstückig ausgebildet sind.
11. Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung nach Anspruch 10, gekennzeichnet
durch
ein ringförmig an einem Zahn befestigbares Zahnband (44),
einen an dem Zahnband (44) befestigten Zahnbandzapfen (38) und eine
Hülse (40) zur Herstellung einer lösbaren Verbindung mit dem Zahn
bandzapfen (38) und dem freien Ende (26) eines Führungsstifts (14a,
14b), wobei die Hülse (40) zwei Stellschrauben (42) aufweist, die
kraftschlüssig in den Führungsstift (14a, 14b) und in den Zahnband
zapfen (38) eingreifen.
12. Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Führungsstift (14a, 14b) zur Anpassung an die Hülse
(40) verformbar ist.
13. Sperrmechanismus (28) für eine Gaumen-Schnellextensionsvorrichtung
mit mindestens einem Paar Führungsstiften (14a, 14b) und einer Hebe
schraube (18),
gekennzeichnet durch
einen Bügel (30) mit zwei Enden (32), die jeweils einen Führungsstift der Vorrichtung (10) umfassen, und
eine zapfenförmige Erhebung (34), die in der Mitte des Bügels an geordnet ist und federnd in die Hebeschraube (18) der Vorrichtung (10) eingreift.
gekennzeichnet durch
einen Bügel (30) mit zwei Enden (32), die jeweils einen Führungsstift der Vorrichtung (10) umfassen, und
eine zapfenförmige Erhebung (34), die in der Mitte des Bügels an geordnet ist und federnd in die Hebeschraube (18) der Vorrichtung (10) eingreift.
14. Sperrmechanismus (28) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Erhebung (34) und der Bügel (30) einstückig gebildet sind.
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