DE4339220A1 - Vorrichtung zur Anzeige der Weltzeit mit Angabe von Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangszeiten unter Berücksichtigung der gesetzlichen Sommerzeit für Orte unterschiedlicher geographischer Breite - Google Patents
Vorrichtung zur Anzeige der Weltzeit mit Angabe von Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangszeiten unter Berücksichtigung der gesetzlichen Sommerzeit für Orte unterschiedlicher geographischer BreiteInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung in der Art einer
Kalkulations- oder Rechenscheibe zur manuellen Einstellung einer
beliebigen oder momentanen Ortszeit und daraus resultierender
Angabe der entsprechenden Zeit an einem beliebigen Ort der 15°-
Zeitzonen über einen frei drehbaren äußeren Zeitzonenring und
einem festen Stundenring mit 24-Stundenteilung. Sie ist insbeson
dere dadurch gekennzeichnet, daß sie auch unabhängig von einer
eingestellten Orts- oder Zonenzeit auf einem inneren Zifferblatt
mit Monatsringen die momentanen oder datumsbeliebigen Sonnenauf
gangs- und Sonnenuntergangszeiten auch unter regionalen Sommer
zeitbedingungen für Orte verschiedener geographischer Breiten
anzeigen kann.
Eine erfindungsgemäße, oben aufgesetzte und frei drehbare
durchsichtige Kunststoffscheibe mit Radialindikation und
beidseitiger vorzugsweiser 10°-Radialindikation zur Kalkulation
von Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangszeiten für Orte innerhalb
einer 15°-Zeitzone erhöht die Genauigkeit der Vorrichtung.
Eine erfindungsgemäße Weiterbildung des Grundgedankens der
Anzeige von Weltzeiten mit einhergehender Darstellung der
entsprechenden Tageslichtsituation betrifft eine Vorrichtung,
welche über einen Antrieb des äußeren Zeitzonenrings mit einer
Umdrehung in 24 Stunden im Uhrzeigersinn mittels eines beliebigen
Uhrwerks eine neuartige Informationsindikation und Zifferblattan
ordnung für Weltzeituhren darstellt.
Es sind dem Anmelder keine derartigen Anzeige- und Kalkulations
systeme bekannt.
Der Anmelder hat mit der DE 40 37 750 A1 eine Vorrichtung für
mechanische und elektronische Uhren vorgestellt, welche die
permanente Anzeige des aktuellen Sonnenaufgangs und Sonnenunter
gangs auf einem 24-Stundenzifferblatt mit Tag/Nachtsektoren
realisiert. Die hier vorgeschlagenen Vorrichtungen greifen den
grundsätzlichen Gedanken der Tag/Nachtsektoren erneut auf und
erweitern ihn in Richtung auf eine Weltzeitanzeige.
Weltzeittafeln und -tabellen sind unübersichtlich und erfordern
meist einige Rechenarbeit zur Ermittlung der gewünschten Uhrzeit
für einen Ort von beliebiger Zeitzone - die angenähert realen
Tag/Nacht-Lichtverhältnisse geben sie nicht an.
Weltzeituhren aller aktuellen Fabrikate geben zwar - in immer
neuem Design, aber mit stets gleicher Technik und mit oft nur
modisch variierter Anzeige - permanent die momentane Ortszeit
und die gewünschte Weltzeit an, geben aber ebenso keine Auskunft
über die tatsächlichen Tages- und Nachtlängen.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen,
welche diese Nachteile nicht aufweist und in der Kombination
von geeigneter Weltzeitanzeige und datums- sowie ortsbreitenab
hängiger Tag/Nachtsituation Vorteile bringt, wobei es das Ziel
ist, eine möglichst einfache Realisation zu erreichen.
Es kann nicht die Aufgabe der Erfindung sein, ein astrono
misch-mathematisches Instrument von letzter Präzision zu
schaffen; preiswerte handelsübliche Taschenrechner mit
Programmiermöglichkeit können die orts- und datumsrichtigen
Sonnendaten mit einer Genauigkeit berechnen, welche von einem
graphischen Korrelationssystem bestenfalls theoretisch erreichbar
ist.
Ähnliches gilt vergleichsweise für die Uhrzeit: jede "billige"
Quarzuhr zeigt eine Ganggenauigkeit, von der die mechanische
Gebrauchsuhr noch nicht einmal träumen darf. Das Preis-(Uhrzeit)
leistungsverhältnis der quarzgesteuerten Uhr ist heute, selbst
wenn sie funkgesteuert und damit etwas teurer ist, unerreicht.
Aber die persönliche Uhr ist eben - wie sich am Markt deutlich
zeigt - mehr als nur ein Zeitangabegerät. Stünde die reine
Uhrzeitangabe im Vordergrund, so hätten spätestens mit dem Auf
kommen der "Funkuhr" alle anderen herkömmlichen Systeme keine
Chance auf dem Markt mehr gehabt. Es ist momentan beinahe das
Gegenteil der Fall. Traditionelle Werte, äußere Qualität und
die Signalwirkung einer Marke stehen offensichtlich vor der
inneren Qualität einer zeitgemäßen Präzisionsuhrzeit.
So haben die erfindungsgemäßen Vorrichtungen u. a. auch die Auf
gabe, Zeit und Zeiträume sowie hier insbesondere Tag und Nacht
anschaulich und übersichtlich erlebbar sowie letztlich nachvoll
ziehbar zu gestalten. Die Präzision der Vorrichtungen wird als
ausreichend angesehen, zumal die visuelle Bestimmung örtlicher
Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangszeiten Beschränkungen durch
geographische und metereologische Einflüsse unterliegt.
Die Vorrichtung soll in der Art eines Schiebekalkulators über
gegeneinander bewegliche und auch feststehende Skalen für eine
gewünschte oder momentane Uhrzeit einer beliebigen Zeitzone
die entsprechende Uhrzeit einer anderen beliebigen Zeitzone
leicht ablesbar angeben, unabhängig von einer Uhrzeiteinstellung
die Dauer von Tag und Nacht für Orte in einem ausgewählten
Breitenintervall graphisch darstellen und eine eventuelle regio
nale Sommerzeitschaltung berücksichtigen, wobei eine Korrektur
für die relative geographische Länge eines Ortes innerhalb seiner
Zeitzone als +/-10°Indikation zum Meridian vorzusehen ist.
In einer Weiterbildung der Vorrichtung soll der Ort des Inter
esses nicht von Hand auf eine Uhrzeit eingestellt, sondern per
manent über ein Uhrwerk geführt werden, wobei die wichtige Infor
mation zu den Tageslichtverhältnissen beibehalten sein soll.
Diese Weiterbildung soll auf eine investitionsintensive neu
zu konstruierende komplexe Aufsatzmechanik verzichten und als
Antrieb beliebige handelsübliche Uhrwerke vorsehen können.
Es ist ein wesentlicher Grundgedanke der Erfindung, Weltzeiten
und datums- und ortsbreitenabhängige Tag/Nachtzeiten auch unter
Berücksichtigung der Sommerzeit entweder des eigenen Bezugsortes
oder eines Ortes mit anderen gesetzlichen Sommerzeitbestimmungen
bzw. eines Ortes auf der jeweils entgegengesetzten Halbkugel
des Planeten graphisch über die Korrelation mit verschiebbaren
Skalen in einem einzigen Anzeigsystem darzustellen.
Es ist offensichtlich, daß mit einer derartigen Vorrichtung
ein sehr informatives und auch neuartiges Zeitkorrelations-
bzw. Zeitanzeigesystem geschaffen werden kann.
Zur Lösung der Aufgabe wird vorgeschlagen, eine Vorrichtung
in der Art eines Kreisringkalulators mit um eine konstruktive
Mittelachse justierten und frei drehbaren sowie festen Kreis
ringen mit Teilungsindikationen zu schaffen, wobei ein äußerer
Kreisring (14) mit Orts- bzw. Zeitzonenindikation um einen fest
stehenden Kreisring (13) mit 24-Stunden Uhrzeitindikation drehbar
ist. Ein daran anschließender um 15° im Uhrzeigersinn verstell
barer Sommerring (10) mit Monatsindikation (17) und Sonnenauf
gangskurven (21) sowie Sonnenuntergangskurven (22) ist gegen
einen inneren feststehenden Winterring (9) mit Monatsindikation
(20) und Sonnenaufgangskurven (18) sowie Sonnenuntergangskurven
(19) justierbar. Die Kurven (18, 21) und (19, 22) sind in beispiel
hafter Ausführung für die geographischen Breiten von 30°, 40°
und 50° ausgeführt.
Eine zentralgeführte manuell drehbare Plexischeibe (28) mit
einer Radialmarke (29) und Korrekturmarken (33, 34) mit einem
Abstand von vorzugsweise je 10° zur Radialmarke (29) dient als
Einstellhilfe zur Auffindung und Bestimmung der Zeiten des
Sonnenaufgangs sowie des Sonnenuntergangs. Die Korrekturmarken
(33, 34) erlauben die genauere Bestimmung dieser Zeiten, wenn
der Ort des Interesses nicht auf einem Zeitzonenmeridian, sondern
auf seinem Breitenparallel irgendwo innerhalb seiner Zeitzone
liegt.
Die Fig. 1 zeigt eine Aufsicht auf die Vorrichtung, einige
der folgend genannten Teile sind in den Fig. 2 und 3 darge
stellt. Der in beide Richtungen frei drehbare Kreisring (14)
trägt im 15°-Abstand die Bezeichnungen relevanter Orte der ent
sprechenden Zeitzonen. Zusätzlich sind in gängigen Abkürzungen
die Zeitzonen als
YT für Yukon Time
PT für Pacific Time
MT für Mountain Time
CT für Central Time
ET für Eastern Time
AT für Atlantic Time
NT für New Foundland Time
(UTC für Universal Time Coordinated)
GMT für Greenwich Mean Time
CET für Central European Time
EET für East(ern) European Time
IT für Indian Time
CHT für China Time
JT für Japan Time
EA für East(ern) Australian Time
NZMT für New Zealand Mean Time
aufgezeichnet.
PT für Pacific Time
MT für Mountain Time
CT für Central Time
ET für Eastern Time
AT für Atlantic Time
NT für New Foundland Time
(UTC für Universal Time Coordinated)
GMT für Greenwich Mean Time
CET für Central European Time
EET für East(ern) European Time
IT für Indian Time
CHT für China Time
JT für Japan Time
EA für East(ern) Australian Time
NZMT für New Zealand Mean Time
aufgezeichnet.
Der Ring (13) ist fest mit der Trägerplatte (1) der Vorrichtung
verbunden und trägt eine 24-Stunden Indikation im Uhrzeigersinn
fortlaufend, wobei die Ziffer 12 oben und die Ziffer 24 unten
aufgezeichnet ist.
Der daran nach innen anschließende Sommerring (10) - er ist
über den Hebel (6) um den festen Wert von 15° im Uhrzeigersinn
drehbar mit Hilfe der Führungsplatte (3) mit ihren Begrenzernuten
(4) und dem Sommerringträger (5) mit den Anschlagnocken (7)
- trägt außen den aufgezeichneten Kreisring für den Monat "Juni",
daran nach innen anschließend jeweils die vorzugsweise doppelt
so breiten Kreisringe für paarweise die Monate "Mai/Juli",
"April/August" und "März/September".
Die Kurvenpunkte für die Kurven (21) und (22) werden für jede
gewählte Ortsbreite beispielsweise für jeweils den 15. des Monats
nach der astronomischen Gleichung für den halben Tageswinkel -
(t) der Sonne mit den Parametern "geographische Breite Phi"
und "Sonnendeklination Delta" unter additiver Berücksichtigung
der Zeitgleichung (P) ermittelt. Die sich daraus ergebenden
Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangszeiten werden - für die
Kreisringe mit zwei Monaten sinnvoll gemittelt - eingetragen
und zu Kurvenzügen verbunden. Darüberhinaus weist der Sommerring
(10) Radialindikationen in Abständen von 15° auf.
Die Drehbarkeit dieses Sommerrings erlaubt unter Sommerzeitbe
dingungen das richtige Ablesen der Zeiten für den Sonnenaufgang
resp. für den Sonnenuntergang - für den Ort der eigenen Zeitzone
oder für einen beliebigen anderen Ort.
Der Winterring (9) ist feststehend und äquivalent zum Sommerring
(10) gezeichnet. Er trägt außen die Bezeichnungen
"Februar/Oktober", daran anschließend "Januar/November" und
innen "Dezember".
Die Zeiten für den Sonnenaufgang bzw. für den Sonnenuntergang
werden wie folgt ermittelt:
Man wählt einen Kreis für einen bestimmten Monat aus und führt
die Plexischeibe soweit, bis ihre Radialindikation (29)
in diesem Kreis auf den Kurvenzug der gewählten Ortsbreite
trifft. Die Uhrzeit erhält man dann am äußeren Ende der Radial
indikation (29) auf dem Ziffernring (13). Interpolation innerhalb
eines Monatskreises (Jahreslauf im Uhrzeigersinn) und Berück
sichtigung der Ortslage innerhalb der Zeitzone mit Hilfe der
10°-Korrekturindikationen (33, 34) auf der Plexischeibe (28)
ermöglichen eine genauere Bestimmung der Zeiten. Liegt beispiels
weise ein Ort um 10° westlich seines Zeitzonenmeridians, so
wird dort die Sonne um 10 mal 4 Minuten entsprechend 40 Minuten
später aufgehen, und ebenso 40 Minuten später untergehen. Bei
östlicher Lage verhält es sich umgekehrt.
Einen beispielhaften und erfindungsgemäßen Aufbau der Vorrichtung
zeigt die Fig. 2. Die Trägerplatte (1) mit der Aussparung (2)
für den Hebel (6) des Sommerringträgers (5) weist mittig die
feststehende Führungsplatte (3) mit den Begrenzernuten (4) für
die Anschlagnocken (7) des Sommerringträgers (5) auf. Nach dem
Aufsetzen des Sommerringträgers (5) wird der Winterring (9)
paßgenau auf der Führungsplatte (3) befestigt. Anschließend
wird der Sommerring (10) paßgenau auf (5) befestigt, der Ziffern
träger (11) mit den Führungsnuten (12) paßgenau zu den Sperr
nocken (8) des Sommerringträgers (5) auf der Trägerplatte (1)
befestigt und dann der Ziffernring (13) auf den Ziffernträger
(1) aufgeklebt.
Daraufhin wird der Kreisring (14) mit der Zeitzonenindikation
eingelegt; er wird geführt durch die Distanzblöcke (15) und
den Führungsecken (16).
Abschließend wird die Scheibe (31) im Zentrum des Winterrings
(9) befestigt, die Plexischeibe (28) eingelegt und eine Deck
scheibe (32) aufgeklebt. Damit ist die Vorrichtung erfindungs
gemäß funktionsfähig.
Die Fig. 5 bis 7 zeigen einige beispielhafte Anwendungen
der Vorrichtung.
In Fig. 5 wird für die Ortszeit in Paris von 02:00 - oder einem
beliebigen CET-Ort - die Uhrzeit für z. B. Tokyo (B) von 10:00
dargestellt. Der Sonnenaufgang für einen Ort mit einer Ortsbreite
von etwa 50° auf dem Zeitzonenmeridian (15°Ost) wäre um Mitte
Februar oder Oktober (im Oktober etwas früher, Deklination und
Zeitgleichung führen zu Abweichungen) um etwa 07:00 (A). Da
Paris nun allerdings etwa 130 westlich des CET-Meridians liegt,
müssen hier für Paris 13 mal 4 gleich 52 Minuten addiert werden.
Damit ergibt sich für Paris im Februar der Sonnenaufgang zu
etwa 07 : 55 bis 08:00, der Sonnenuntergang zu etwa 17 : 55 bis
18:00. (Die mathem. Berechnung ergibt hier Zeiten von 08:05
und 18 : 10)
Die Fig. 6 zeigt für CET-Sommerzeit die entsprechenden Sommer zeit-Uhrzeiten in den USA (B). Sonnenauf- und Sonnenuntergang für z. B. New York (ca. 40°N, 75°westl.Länge) richten sich auch nach der Sommerzeit (DLS). Für Mitte August (oder April) findet man für den Sonnenaufgang 06 : 15 (A), für den Sonnenuntergang etwa 19 : 40 (C). Ferner sieht man, daß UTC jetzt 2 Stunden nach CET-DLS läuft (D). (Die mathem. Berechnung ergibt hier Zeiten von O6 : 25 und 19 : 40 für den 15. April, resp. von 06:05 und 20:00 für den 15. August).
Die Fig. 6 zeigt für CET-Sommerzeit die entsprechenden Sommer zeit-Uhrzeiten in den USA (B). Sonnenauf- und Sonnenuntergang für z. B. New York (ca. 40°N, 75°westl.Länge) richten sich auch nach der Sommerzeit (DLS). Für Mitte August (oder April) findet man für den Sonnenaufgang 06 : 15 (A), für den Sonnenuntergang etwa 19 : 40 (C). Ferner sieht man, daß UTC jetzt 2 Stunden nach CET-DLS läuft (D). (Die mathem. Berechnung ergibt hier Zeiten von O6 : 25 und 19 : 40 für den 15. April, resp. von 06:05 und 20:00 für den 15. August).
Fig. 7 schließlich zeigt für die CET-Ortszeit im November die
- wegen der Sommerzeit in Australien (Südhalbkugel!) - um +1
Stunde zu korrigierende Ortszeit von z. B. Sydney (B). Nicht
korrigiert werden müssen hingegen die "Sonnenzeiten", da der
Sommerkreis hier für Sydney bereits um +1 Stunde gedreht ist.
Der Schnittpunkt des Monatskreises mit novemberäquivalenter
Deklination (Nordhalbkugel) der Sonne - es ist für die Südhalb
kugel der Mai/Juli-Kreis - ergibt etwas oberhalb der Ortsbrei
tenkurve 30° (Sydney liegt auf ca. 35°südlicher Breite und
150°östlicher Länge) eine Uhrzeit für den Sonnenaufgang in Sydney
um Mitte November von etwa 06:00 (A), und einen Sonnenuntergang
von etwa 20:10 (C). (Die mathem. Berechnung ergibt hier Zeiten
von 05 : 45 und 19 : 45 nach EA-Sommerzeit für Mitte November, resp.
von 06:00 und 20:15 nach EA-Sommerzeit für Mitte Januar).
Stellt man die Ortsmarke "Sydney" nun auf z. B. die Zeit des
Sonnenuntergangs nach Sydney-Ortszeit, so kann man unter der
Ortsmarke "Paris" von 11:00-1Std. (Sommerzeit Sydney) gleich
10:00 Uhr ablesen; wenn es in Paris 10:00 ist, geht also in
Ost-Australien die Sonne langsam unter.
Der Übergang über den Äquator und eine eventuell zu berücksichti
gende regionale Sommerzeit machen die Kalkulation zwar etwas
komplizierter - aber gerade hier liegt ein bedeutender Vorteil
der erfindungsgemäßen Vorrichtung. In Verbindung mit einer erklä
renden Beilage oder einem erfindungsgemäßen Aufdruck auf der
Rückseite der Vorrichtung werden dem Benutzer sehr anschaulich
entsprechende Zusammenhänge deutlich gemacht. Die Vorrichtung
hat damit auch einen erheblichen didaktischen Wert.
Ein weiterer Vorteil wird darin gesehen, daß sinnvolle zonenüber
greifende Kommunikationszeiträume für beliebig einstellbare
Bezugszeiten (Ortszeiten, Bürostunden etc.) ablesbar sind.
Zusätzlich ist vorteilhaft, daß unabhängig von jeglicher Zeitein
stellung die unterschiedlichsten Tag/Nacht-Zeiten ablesbar sind.
Ein wirtschaftlicher Vorteil wird darin gesehen, daß einmal
die Vorrichtung des manuellen Kalkulators überaus preisgünstig
zu realisieren ist, daß zum anderen die Vorrichtung durch ihr
unbestreitbar professionell wirkendes technisch wissenschaft
liches Design mit der Möglichkeit der Plazierung eines zentralen
Logos sehr werbewirksam eingesetzt werden kann.
Jeder, der irgendwie mit der Zeit oder mit Uhren zu tun hat,
kann mit dieser Vorrichtung sinnvoll agieren.
Vorteilhaft ist auch eine bausatzartige Variante mit z. B. vorge
fertigten Bauteilen. Hier wird die entsprechend junge Zielgruppe
früh "markengeprägt". Ein vorgefertiger Prototypbausatz konnte
an Hand einer Explosionszeichnung einschließlich der Trocken
zeiten für einen geeigneten Expresskleber in weniger als 30
Minuten zusammengebaut werden!
Es kann auch von Vorteil sein - als sinnvolle Erweiterung der Vorrichtung - im Zentrum eine einsteckbare kleine z. B. Quarzuhr mit normaler 12-Sunden-Anzeige vorzusehen. Auf UTC eingestellt, gibt sie in allen Fällen von besonderen bzw. gesetzlichen Zeit bedingungen die Referenzzeit für beabsichtigte Kalkulationen.
Es kann auch von Vorteil sein - als sinnvolle Erweiterung der Vorrichtung - im Zentrum eine einsteckbare kleine z. B. Quarzuhr mit normaler 12-Sunden-Anzeige vorzusehen. Auf UTC eingestellt, gibt sie in allen Fällen von besonderen bzw. gesetzlichen Zeit bedingungen die Referenzzeit für beabsichtigte Kalkulationen.
Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung sind im gesamten
Text, in den Ansprüchen sowie in den beispielhaften und erklä
renden Zeichnungen zu finden.
Eine alternative Vorrichtung und weitere Ausbildung der Erfindung
für mechanische und elektronische Uhren (Fig. 4) mit um eine
konstruktive oder tatsächliche Mittelachse justierten und frei
drehbaren oder geführten sowie festen Kreisringen mit Teilungs
indikationen kann dadurch geschaffen werden, daß ein äußerer
Kreisring (14) mit Orts- bzw. Zeitzonenindikation um einen fest
stehenden Kreisring (13) mit 24-Stunden-Uhrzeitindikation ange
ordnet ist und mit einem insbesondere inneren unteren Zahnkranz
(24) sowie einem Zahnrad (25) im Eingriff steht und über eine
mit dem Uhrwerk (26) gekoppelten Welle (27) verbunden ist und
diesen Kreisring (14) mit einer Umdrehung in 24 Stunden im Uhr
zeigersinn bewegt.
Ein an den Kreisring (13) anschließender um 15° im Uhrzeigersinn
verstellbarer Sommerring (10) mit Monatsindikation (17) und
Sonnenaufgangskurven (21) sowie Sonnenuntergangskurven (22)
ist gegen einen inneren feststehenden Winterring (9) mit Monats
indikation (20) und Sonnenaufgangskurven (18) sowie Sonnenunter
gangskurven (19) justierbar.
Ein zusätzlicher 24-Stundenzeiger (35) mit jeweils radialer
+10°- sowie -10°-Kante (36, 37) ist über eine entkoppelbare Welle
(38) letzlich mit dem Uhrwerk (26) verbunden. Dieser Zeiger
(35) hat die Funktion der Plexischeibe (28) bei der erfindungs
gemäßen Ausbildung der Vorrichtung als manueller Kalkulator,
dient jedoch hier zusätzlich als wahlweiser Zeiger für eine
zweite Zeitzone, oder auch für die eigene Ortszeit.
Während das "Zifferblatt" im wesentlichen dem des manuellen
Kalkulators entsprechen soll, zeigt die Fig. 4 schematisch
den vorgeschlagenen Mechanismus. Nicht eingezeichnet ist eine
zusätzlich mögliche (z. B. multicenter-) Anordnung mit 12-Stunden-
sowie Minutenzeiger.
Diese erfindungsgemäße Variante weist - bis auf die Bausatzan
ordnung - alle Vorteile des manuellen Kalkulators auf.
Zusätzliche Vorteile werden u. a. darin gesehen, daß diese Vor
richtung eine insgesamt neuartige Weltzeitanzeige in Verbindung
mit ortsrichtiger Angabe der Tages- und Nachtlängen eine ebenso
neuartige Zifferblattgraphik von hoher funktionaler Ästhetik
darstellt. Ein derartiges Produkt wird aus der Masse sich sehr
ähnelnder Uhren erfreulich positiv hervorgehoben sein.
Es ist ein weiterer Vorteil, daß eine aufwendige Neukonstruktion
einer entsprechenden Komplikation nicht erforderlich ist; ein
gängiges Uhrwerk kann mit leicht modifiziertem Aufsatz bekannter
Technik verwendet und so die erfindungsgemäße Vorrichtung reali
siert werden.
Dem Fachmann auf diesem Gebiet sind sicher mehrere Alternativen
der Realisierung der wesentlichen Grundgedanken im Sinne der
Erfindung vorstellbar.
Dies betrifft beispielsweise auch eine Ausbildung der erfindungs
gemäßen Vorrichtungen, welche im unteren Nachtsegment auf den
Kreisindikationen des Sommerrings sowie auch des Winterrings
die Monatsbezeichnungen in zu oben umgekehrter Reihenfolge zu
sätzlich aufweist, um monatsrichtige Kalkulationen für Orte
auf der Südhalbkugel ohne Umrechnung durchführen zu können.
Dies betrifft auch eine Anordnung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung, bei welcher der Sommerring sowie der Winterring
auf einem gemeinsamen Träger zusätzlich gradweise um vorzugsweise
+/- 10° zur Kompensation der relativen geographischen Länge
innerhalb einer Zeitzone unabhängig von der Sommerzeitjustierung
stellbar sind.
Sämtliche aus den Zeichnungen, der Beschreibung, den Ansprüchen
und den Details des Textes hervorgehende Einzelheiten und Vor
teile der Erfindung einschließlich konstruktiver Merkmale und
räumlicher Anordnungen sowie Designwerte und Namensgebungen
können sowohl in der Gesamtheit, als Einzelteile oder in beliebi
ger Kombination erfindungswesentlich sein.
Claims (14)
1. Vorrichtung in der Art eines Kreisringkalulators mit um eine
konstruktive oder tatsächliche Mittelachse justierten und frei
drehbaren sowie festen Kreisringen mit Teilungsindikationen,
dadurch gekennzeichnet, daß ein äußerer Kreisring (14) mit Orts-
bzw. Zeitzonenindikation um einen feststehenden Kreisring (13)
mit 24-Stunden-Uhrzeitindikation drehbar ist, und daß ein daran
anschließender um 15° im Uhrzeigersinn verstellbarer Sommerring
(10) mit Monatsindikation (17) und Sonnenaufgangskurven (21)
sowie Sonnenuntergangskurven (22) gegen einen inneren feststehen
den Winterring (9) mit Monatsindikation (20) und Sonnenaufgangs
kurven (18) sowie Sonnenuntergangskurven (19) justierbar ist.
2. Vorrichtung für mechanische und elektronische Uhren mit um
eine konstruktive oder tatsächliche Mittelachse justierten
und frei drehbaren oder geführten sowie festen Kreisringen mit
Teilungsindikationen, dadurch gekennzeichnet, daß ein äußerer
Kreisring (14) mit Orts- bzw. Zeitzonenindikation um einen fest
stehenden Kreisring (13) mit 24-Stunden Uhrzeitindikation ange
ordnet ist und mit einem insbesondere inneren unteren Zahnkranz
(24) sowie einem Zahnrad (25) im Eingriff steht und über eine
mit dem Uhrwerk (26) gekoppelten Welle (27) verbunden ist und
diesen Kreisring (14) mit einer Umdrehung in 24 Stunden im Uhr
zeigersinn bewegt, und daß ein an den Kreisring (13) anschließen
der um 15° im Uhrzeigersinn verstellbarer Sommerring (10) mit
Monatsindikation (17) und Sonnenaufgangskurven (21) sowie
Sonnenuntergangskurven (22) gegen einen inneren feststehenden
Winterring (9) mit Monatsindikation (20) und Sonnenaufgangskurven
(18) sowie Sonnenuntergangskurven (19) justierbar ist.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Winterring (9) sowie auch der Sommerring
(10) markierte Kreisringe für den Monat der Sommersonnenwende
(oben) sowie den Monat der Wintersonnenwende (unten) sowie auch
jeweils paarweise entsprechende Kreisringe für die Monate
mit etwa gleichem Verlauf und gleicher Größenordnung der Sonnen
deklination für die Nordhalbkugel der Erde aufweist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sonnenaufgangskurven (18, 21) sowie die
Sonnenuntergangskurven (19, 22) für vorzugsweise drei oder mehr
ausgewählte geographische Breiten für den beispielsweise jeweils
fünfzehnten des Monats für den Referenzlängengrad (Greenwich-0°
-Meridian) berechnet, mit der Zeitgleichung korrigiert und
sinnvoll gemittelt aufgezeichnet sind.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sektorenfläche mit gemeinsamer den aus
gewählten geographischen Breiten entsprechender Dunkelphase
von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang dunkel dargestellt ist.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2 sowie vorstehenden
Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß der Winterring (9) sowie
auch der Sommerring (10) im Bereich der dunkel dargestellten
Sektorenfläche für die Nachtphase gegebenenfalls zusätzlich
markierte Kreisringe für den Monat der Sommersonnenwende (oben)
sowie den Monat der Wintersonnenwende (unten) für die Südhalb
kugel der Erde sowie auch jeweils paarweise entsprechende Kreis
ringe für die Monate mit etwa gleichem Verlauf und gleicher
Größenordnung der Sonnendeklination aufweist.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Sommerring (10) mit den vorzugsweisen
Kreisringen "März/September", "April/August", "Mai/Juli" und
"Juni" fallweise um 15° entsprechend 1 Stunde im Uhrzeigersinn
drehbar und lösbar fixiert angebracht ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
ein oder mehrere farbige Fensterreiter (23) zur Markierung belie
biger Orte bzw. Zeitzonen auf dem Kreisring (14) steckbar vorge
sehen sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Einstellhilfe in Form einer mit den Scheiben (31) und (32)
zentralgeführten Plexischeibe (28) mit vorzugsweise dem äußeren
Durchmesser des Ziffernrings (13) und versehen mit einer Radial
markierung (29) frei drehbar vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 9, dadurch
gekennzeichnet, daß jeweils links und rechts der Radialmarkierung
(29) auf der Plexischeibe (28) die Korrekturmarkierungen (33)
und (34) so aufgebracht sind, daß sie jeweils in einem Winkel
von 10° zur Radialmarkierung (29) stehen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Rückseite der Trägerplatte (1) vorzugsweise mit einer Welt
zeittafel, auf welcher die ausgewählten geographischen Breiten
als Breitenparallele aufgedruckt sind, versehen ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
im Zentrum des Winterrings (9) in einer entsprechenden Aussparung
eine vorzugsweise quarzgesteuerte Uhr mit 12-Stunden-Anzeige
vorgesehen ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1 und vorstehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Konstruktionsteile (1) bis (16)
und (31) sowie (32) so auf/in Papier/Karton und/oder Holz
vorgedruckt und vorgestanzt sind, und daß eine Scheibe (28)
aus durchsichtigem Material so vorgefertigt ist, daß alle diese
Teile leicht zusammensetzbar sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 2 und den Ansprüchen 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß ein zentralgeführter 24-Stundenzeiger
(35) mit den 10°-Kanten (36, 37) entkoppelbar und wahlweise stell
bar synchron zum Kreisring (14) mit einer Umdrehung in 24 Stunden
im Uhrzeigersinn laufend vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4339220A DE4339220A1 (de) | 1993-11-18 | 1993-11-18 | Vorrichtung zur Anzeige der Weltzeit mit Angabe von Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangszeiten unter Berücksichtigung der gesetzlichen Sommerzeit für Orte unterschiedlicher geographischer Breite |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4339220A DE4339220A1 (de) | 1993-11-18 | 1993-11-18 | Vorrichtung zur Anzeige der Weltzeit mit Angabe von Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangszeiten unter Berücksichtigung der gesetzlichen Sommerzeit für Orte unterschiedlicher geographischer Breite |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4339220A1 true DE4339220A1 (de) | 1995-05-24 |
Family
ID=6502790
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4339220A Withdrawn DE4339220A1 (de) | 1993-11-18 | 1993-11-18 | Vorrichtung zur Anzeige der Weltzeit mit Angabe von Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangszeiten unter Berücksichtigung der gesetzlichen Sommerzeit für Orte unterschiedlicher geographischer Breite |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4339220A1 (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2000070409A1 (en) * | 1999-05-19 | 2000-11-23 | Eo Yoon Hyoung | Universal timepiece |
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| FR2839374A1 (fr) * | 2002-05-06 | 2003-11-07 | Christian Rene Michel Puiboube | Dipositif pour determiner l'heure locale legale d'un etat, ou bien l'heure utc, lorsqu'on connait l'heure locale legale d'un autre etat |
| WO2009056800A1 (en) * | 2007-10-29 | 2009-05-07 | David Richard Wille | Time zone calculator |
| GB2454905A (en) * | 2007-11-22 | 2009-05-27 | Squid Inc | Watch with areas indicating night and day |
| EP3211487A1 (de) | 2016-02-04 | 2017-08-30 | Krayon Sarl | Vorrichtung für berechnungsmechanismus von astronomischen phänomenen |
| RU2708675C1 (ru) * | 2019-01-21 | 2019-12-11 | Федеральное государственное бюджетное образовательное учреждение высшего образования "Пензенский государственный университет" (ФГБОУ ВО "Пензенский государственный университет") | Часы с цифровой индикацией и имитацией небосвода с солнцем на диодах |
-
1993
- 1993-11-18 DE DE4339220A patent/DE4339220A1/de not_active Withdrawn
Cited By (9)
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |