DE4342643C2 - Erwärmungsarme Fixierung mit Barrierenentladung in Tintenstrahldruckern - Google Patents
Erwärmungsarme Fixierung mit Barrierenentladung in TintenstrahldruckernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Tintenstrahldrucker mit einer er
wärmungsarm arbeitenden Fixierstufe und ein Verfahren zum er
wärmungsarmen Fixieren von Druckbildern.
In der US 4,303,924 ist ein "Jet drop printing process" erläu
tert, bei dem durch Licht polymerisierbare Tinte auf ein Blatt
Papier - gesteuert durch Hochspannung - aufgebracht wird. Da
nach wird es in Papier-Durchlaufrichtung fixiert, durch Einwir
ken von UV-Licht oder Elektronenstrahlen.
DE 40 10 191 A1 beschreibt eine Strahlereinrichtung zur
Trocknung oder Härtung von Farben in Druckmaschinen. Als Strah
ler wird ein Excimer-Strahler verwendet. Eine Wand des Entla
dungsraumes ist aus dielektrischem Material und läßt die Strah
lung zur Trocknung oder Härtung der Druckfarbe aus dem Entla
dungsraum austreten. Der Druckbildträger läuft unterhalb einer
Gitterelektrode. Die Hochspannung ist zwischen Gitterelektrode
und einer zweiten Elektrode auf der anderen Seite der Wand an
geschlossen. Der den Druckbildträger tragende Zylinder ist
nicht an die Hochspannung angeschlossen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Druckbild schnell zu fixieren
und zugleich erwärmungsarm und damit energiesparend zu arbei
ten.
Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Tintenstrahldrucker mit
den Merkmalen nach Anspruch 1 bzw. durch ein Verfahren mit den
Merkmalen nach Anspruch 8.
Die Erfindung ist anwendbar in Tintenstrahldruckern, die eine
Fixierstufe enthalten. Sie kann aber auch in anderen Druck
bilderzeugern Anwendung finden, z. B. in einem Telefax, in einem
Kopierer oder in einem Laserdrucker, so daß die Art und Weise
des Aufbringens des Druckbildes für die Erfindung nicht von
vorrangiger Bedeutung ist. Sie ist in der Lage, alle aufge
brachten Druckbilder, seien sie durch eine Tintenstrahldüse
aufgebracht, seien sie durch eine elektrisch aufgeladene und
mit einem intensitätsmodulierten Laserstrahl belichtete Bild
trommel aufgebracht oder seien sie über eine Bildtrommel eines
Kopierers aufgebracht, erwärmungsarm (fotochemisch) zu fixie
ren. Die Erfindung arbeitet dabei mit einem Licht oberhalb des
infraroten Bereiches, insbesondere mit einem UV-Licht, das von
einer dielektrisch behinderten Entladungsanordnung auf das
Druckbild (Schrift oder Bild) auf das Papier oder die Folie
(Druckbild-Träger) abgegeben wird. Dem Farbstoff, der damit fi
xiert wird - durch Polymerisation oder Aushärtung - ist eine
Substanz beigegeben, die durch Absorbieren des auf sie einwir
kenden erwähnten Lichtes aushärtbar oder polymerisierbar ist.
Die Farbpigmente werden dadurch in die Netzstruktur eingebunden
und verfestigt (fixiert).
Gemäß vorteilhafter Weiterbildung und Konkretisierung kann die
Fixierstrahlung mit dem Druckbetrieb koordiniert werden
(Anspruch 3). Dazu wird die Barrierenentladung nur dann einge
schaltet, wenn ein Papier mit einem Druckbild versehen wird.
Nur dann fallen elektrische Verluste für diese Fixierung an.
Zusätzliche Vorteile sind die Geräuscharmut dieser Fixierung,
da keine Lüfter erforderlich sind, und die unmittelbare Be
triebsbereitschaft - schon nach Einschalten der Lampe -, weil
die druckverzögernde Wartephase, bis ein thermischer Fixierer
aufgewärmt ist, entfällt.
Das Fixieren kann durch einen Initiator oder Katalysator veran
laßt oder beschleunigt werden (Reaktionsmittler), wenn nicht
ein vernetzender oder aushärtender Bestandteil (Polymerisator)
selbst schon die Fixierung unter Lichteinfluß ermöglicht
(Anspruch 4).
Korrespondiert das Absorptionsspektrum des Lösungsmittels
selbst nicht ausreichend mit dem erzeugten Lichtspektrum des
UV-Erzeugers, so kann ein Katalysator dem Farbstoffgemisch bei
gegeben werden, dessen Absorptionsmaximum mit dem Emissionsma
ximum der dielektrisch behinderten Entladung zusammenfällt. Er
wirkt dann katalytisch auf die Vernetzungs- oder Aushärtungsre
aktion (fotochemische Fixierung), die die Farbpigmente schnell
und energiearm stabilisiert.
Zwischen dem katalytischen Einfluß des Katalysators und der un
mittelbaren Polymerisation des Lösungsmittels liegt die Verwen
dung eines Initiators, der die fotochemische Reaktion bei
UV-Lichteinfluß veranlaßt und daran chemisch beteiligt ist.
Als Reaktionsmittler kann eine Mischung aus zwei oder mehreren
Fotoinitiatoren verwendet werden.
Auch ohne Verwenden von thermischen Fixierstufen mit der Erfin
dung kann eine Dokumentenechtheit garantiert werden, wie sie
von Laserdruckern und Kopierern heute schon gewährt wird. Die
heute noch nicht dokumentenechten Druckbilder eines Tinten
strahldruckers werden mit der Erfindung den Erzeugnissen von
Kopierer und Laserdrucker gleichgestellt.
War erwähnt worden, daß bei einem Tintenstrahldrucker das die
Drucktinte bildende Farbstoffgemisch ein Lösungsmittel enthält,
weil die heute bekannten Verfahren des Auftragens des Farbstof
fes in einem Tintenstrahldrucker eine flüssige Phase erfordern,
so kann die Erfindung aber ebenso einen trockenen Stoff zu ei
nem trockenen Toner - einem Thermoplast - beigeben, der das
Vernetzen des trockenen Toners unter UV-Lichteinwirkung veran
laßt und vollendet.
Wird das erwähnte Lösungsmittel zur Bildung der Drucktinte bei
gegeben, so wird durch das größere Volumen der Tinte die Beweg
lichkeit der Initiator- und Polymerisatormoleküle erhöht, so
daß diese leichter einen Reaktionspartner finden können. Da
durch wird das Abbinden an der Oberfläche beschleunigt und es
bleiben weniger nicht ausreagierte Monomere zurück.
Unabhängig von der Farbe der Farbpigmente in dem Farbstoffge
misch kann dieselbe polymerisierbare oder aushärtbare Substanz
oder derselbe die Polymerisierung oder Aushärtung begünsti
gende, als Katalysator oder Initiator wirkende UV-Aktivator
eingesetzt werden.
Hebt man als besonders vorteilhafte Verwendungsform der Erfin
dung den Tintenstrahldrucker hervor, so ist er mit der fotoche
mischen Fixierung durch einen offenen oder "geschlossenen"
Strahler zu einem Druckbild-Erzeuger geworden, der dokumen
tenechte Druckexemplare erzeugt, dies ohne erhöhten Energieauf
wand erreicht und dabei das ohnehin geringe Betriebsgeräusch
eines Tintenstrahldruckers nicht erhöht. Die Saugfähigkeit des
Papieres ist Dank der Erfindung nicht mehr von wesentlichem Be
lang, kann doch die Fixierung in kürzester Zeit das noch in der
Tinte befindliche Lösungsmittel polymerisieren, so daß auch
keine ungewollten Verwellungen des Papieres erhalten werden.
Eine Begleiterscheinung der Dokumentenechtheit ist es, daß ein
Benutzer mit feuchten Händen das gerade erzeugte Druckbild
nicht mehr verwischen kann und auch in der Papierablage die er
zeugten Dokumente nicht mehr beidseitig eingefärbt werden, wenn
das gerade abgelegte Dokument noch nicht trocken ist und be
reits ein neues Dokument auf die Papierablage aufgelegt wird.
Diese Eigenschaft können auch nicht dokumentenechte Tinten
strahldrucker erhalten, wenn sie mit einem die Fixierung ermög
lichenden Nachrüstsatz ausgestattet werden, der einen dielek
trisch behinderten Strahler aufweist.
Noch einmal hervorgehoben werden soll die Anwendung der dielek
trisch behinderten Gasentladungsstrahler, die eine nur schmal
bandige Emission im UV-Bereich zwischen 120 nm und 360 nm mit nur
wenig Nanometern (etwa 1 nm bis 2 nm) Breite haben. Diese schmal
bandige Emission läßt sich gut auf den Absorptionsbereich des
polymerisierbaren Stoffes in dem Farbstoffgemisch, der ein Lö
sungsmittel enthalten oder ein Feststoff sein kann, oder den
die Polymerisation beschleunigenden UV-Reaktionsmittler abstim
men.
Die erfindungsgemäßen Vorschläge sollen am Beispiel des Tinten
strahldruckers in ihrem Verständnis vertieft werden.
Fig. 1 ist ein Schnitt durch einen üblichen Tintenstrahldruc
ker, allerdings bereits ergänzt um eine
UV-Fixierstufe 2, die in Papier-Durchlaufrichtung V
dem Druckkopf 1 nachgeordnet ist.
Fig. 2 ist ein Beispiel einer offenen dielektrisch behinder
ten Entladung mit Strahler 2', der neben UV-Strahlung
auch Elektronenstrahlen und Radikale auf das Papier
zur Einwirkung bringt.
Fig. 1 zeigt ein Schema eines üblichen Tintenstrahldruckers.
Er hat in seinem unteren Bereich einen Papierstapel 31, in dem
eine Mehrzahl von DIN A4-Blättern aus Papier oder zu bedruc
kende Folien 31a lagern. Über einen nicht näher hervorgehobenen
Transport mit Rollen, Walzen und ggf. Bändern wird über eine
Umlenkrolle 32 das Papier 31a plan einem Druckkopf 1 zugeführt.
Dort wird es mit einer Tinte 1c bedruckt, seien dies Zeichen
oder Bilder, um anschließend in Vorschubrichtung auf einem au
ßenliegenden Tablett 33 abgelegt zu werden. Vor dem Tablett 33
und nach der Tintenstrahl-Auftragseinheit 1, im Ausführungsbei
spiel sogar unmittelbar danach, ist eine UV-Lampe 2 angebracht,
die ihr Licht bevorzugt auf den soeben bedruckten Bereich des
Papieres 31a richtet. Aufgrund ihrer reinen UV-Licht-Abgabe
kann die Lampe 2 sehr nahe an das Papier 31a gebracht werden,
da sie keine Wärmestrahlung abgibt, die das Papier 31a oder das
Druckbild beschädigen könnten. Die Lampe 2 kann - wie die
Fig. 1 schematisch zeigt - unter einer Klappe 28 angeordnet
sein. Die Abdeckung 28 sollte lichtundurchlässig sein, um eine
Schädigung des menschlichen Auges zu verhindern. Vorteilhaft
kann die Abdeckung 28 Verwendung finden, die zum Austauschen
des Druckkopfes 1a oder des Tintenbehälters 1b geöffnet wird.
Vergrößert ist in Fig. 2 der Drucktinten-Auftragsbereich und
die Fixierung mit der Lampe 2' hervorgehoben. Mit V ist die
Vorschubrichtung des Papieres 31a bezeichnet. Die Drucktinten-
Auftragseinheit 1 besteht aus einem mit kleinen Düsen versehe
nen Druckkopf 1a, aus dem auf verschiedene Weisen Drucktinte 1c
gesteuert hervortritt und auf das Papier 31a oder die Folie 31a
aufgetragen wird. Oberhalb des unmittelbaren Druckkopfes 1a ist
der Drucktinten-Behälter 1b angeordnet. Die gesamte Drucktin
ten-Auftragseinheit 1 ist quer zur Vorschubrichtung V des Pa
pieres 31a an einem Gestänge gesteuert verfahrbar, sie wird
über flexible elektrische Verbindungen von einer nicht näher
dargestellten Steuereinheit so gesteuert, daß genau zum richti
gen Zeitpunkt genau diejenigen Mikrodüsen des Druckkopfes 1a
Tinte 1c auf das Papier 31a sprühen, spritzen oder strahlen, um
ein gewünschtes Druckbild zu erzeugen.
Eine Alternative ist es, den Druckkopf 1a bzw. die Tintendüse
entlang der ganzen Papierbreite anzuordnen, so daß keine mecha
nische Bewegung der Auftragseinheit mehr erforderlich ist.
Das mit der Drucktinte 1c erzeugte Druckbild wird unmittelbar
nach dem Auftragen auf dem Papier 31a einem UV-Licht ausge
setzt.
Die ultraviolette Strahlung läßt sich unmittelbar über der Pa
pieroberfläche in Luft mit einer Anordnung 2' erzeugen
(Fig. 2). Dazu wird die zweite, meist die geerdete, Elek
trode 25' unter der Ebene der Papierbahn 3 angeordnet. Bei An
legen einer Hochspannung zündet die dielektrisch behinderte
Entladung (Barrierenentladung) unmittelbar im Zwischenraum 23'
zwischen der ersten, von einem Dielektrikum 22 umgebenen Elek
trode 21 und dem Papier 31a.
Bei dieser Ausführung tritt keine Absorption der UV-Strahlung
in einer Wand 24 der Lampe 2' auf. Daneben wird die Fixierung
des Schriftbildes durch Elektronenbeschuß oder gebildete Radi
kale aus der Gasentladung unterstützt.
Die dielektrisch behinderte Entladung entsteht unter kurzzeiti
ger Bildung von Excimern. Mit jedem Spannungsanstieg an den
Elektroden wiederholt sich die kurzzeitige Bildung von Exci
mern, so daß durch die Wahl der Anregungsfrequenz oder durch
Aussteuerung von Gruppen von Spannungsimpulsen eine Leistungs
regelung möglich ist.
Es kann auch eine planare Form der Excimer-Lampe gewählt wer
den, da das Gasgemisch in der Lampe nahezu Atmosphärendruck
hat.
Durch den Einfluß des UV-Lichtes auf den Druckträger 31a
(Papier, leichter Karton oder Folien) wird in der aufgetragenen
Drucktinte 1c eine fotochemische Reaktion ausgelöst. Zwar ist
die Tinte 1c zumindest teilweise vom Papier 31a beim Auftragen
durch die Druckeinheit 1 schon aufgesaugt, es besteht aber noch
eine erhebliche Feuchtigkeit, die mittels der fotochemischen
Vernetzungsreaktion durch das UV-Licht L entfernt wird. Der die
Flüssigkeit der Tinte 1c bildende Lösungsmittelbestandteil wird
durch den UV-Einfluß ausgehärtet oder vernetzt (polymerisiert).
Dazu ist es günstig, wenn das Absorptionsmaximum des Lösungs
mittelbestandteiles genau oder in etwa mit der mittleren Wel
lenlänge des Strahlers 2 übereinstimmt. Kann dies nicht sicher
gestellt werden, so wird ein Katalysator zugefügt, der kataly
tisch auf die eigentliche Polymerisationsreaktion einwirkt
(sogenannte Fotoinitiatoren). Beispiele für Bestandteile der
Tinte sind DMP (Dimethyloxydiphenylethanon), HMPP, ITX, EPD, AS
(Acrylsäure), NDEA (N-Methyldiethanolamin), TMPTA
(Trimethylolpropantriacrylat), BPH (Benzophenon), letzterer in
Verbindung mit anderen Initiatoren.
Abhängig von der Leistung der eingesetzten UV-Lampe 2 kann die
Breite variiert werden, in der die Strahlung auf das Druckbild
einwirkt. Bei nur geringer Leistung kann ein breiterer Einwir
kungsbereich und eine besonders nahe Anordnung des Strahlers 2
zum Druckbild-Träger 31a gewählt werden. Auch die Geschwindig
keit des Papiervorschubes V kann darauf abgestimmt werden. Be
achtet werden sollte aber, daß trotz Papiernähe der Druck
kopf 1a nicht ohne Abschirmung im Wirkungsbereich des Strah
lers 2' liegt.
Die im Beispiel verwendeten Excimerstrahler 2' müssen bei ge
ringer Seitenzahl pro Minute nicht gekühlt werden. Das kommt
dem Betriebsgeräusch des im Betrieb ohnehin sehr leisen Tinten
strahldruckers zugute. Die planare Lampenform kann einem plana
ren Abschnitt des Papiertransportweges zugeordnet werden.
Ebenso läßt sich eine Lame mit nicht planen aber parallelen
Dielektrika einem beliebig ausgeformten Papiertransportweg an
passen.
Das Ruhegeräusch eines Tintenstrahldruckers ist sehr gering, da
keine thermischen Fixierstufen und damit keine Kühlungsgebläse
erforderlich sind, so daß im Stand-by-Betrieb der Geräuschpegel
auf ein Minimum gesenkt ist. Damit verbunden werden kann auch
ein Abschalten der Lampe 2, so daß der gezeigte Tinten
strahldrucker nahezu kein Geräusch entwickelt. Erst wenn ein
Druck initiiert wird, wird der Papiervorschub aktiviert, und
die Lampe 2 kann eingeschaltet werden. Aufgrund ihres
UV-Spektrums und der fotochemischen Fixierreaktion im erzeugten
Druckbild bedarf der Strahler 2' keiner Vorwärmung und ist so
fort nach Einschalten betriebs- und fixierbereit. Nach Durch
lauf aller Papiere oder Folien 31a für den jeweiligen Druckvor
gang kann der Strahler 2 wieder abgeschaltet werden. Das kann
von der Steuerung des Tintenstrahldruckers einfach koordiniert
werden. Damit einher geht ein noch geringerer Energieverbrauch,
so daß der gezeigte Tintenstrahldrucker noch besser als z. B.
Laserdrücker an einzeln stehenden PC's Verwendung finden, wo
die Auslastung des Druckers in der Regel gering ist, aber eine
spontane Druckbereitschaft gewünscht wird.
Ergänzend soll bemerkt werden, daß die Drucktinten-Auftragsein
heit 1 nicht auf eine allein schwarze Tinte 1c beschränkt ist,
sondern durchaus für mehrfarbige Bilder geeignet sein kann. Die
Farben können in einem Druckauftrag gleichzeitig auf dem Trä
ger 31a aufgebracht werden. Dazu können verschiedene Farbbehäl
ter und verschiedene Druckköpfe nebeneinander angeordnet sein
und gleichzeitig ihre jeweiligen gelösten Farbpigmente auf das
Papier 31a auftragen, um ein mehrfarbiges Bild zu erzeugen.
Alle verschiedenfarbigen Tinten können den erwähnten polymeri
sierbaren Stoff oder zusätzlich den erwähnten
UV-Reaktionsmittler enthalten.
Eine enge Zuordnung von UV-Strahler 2' und Tinten-Auftragsein
heit 1 ist vorteilhaft, um die Einwirkdauer der feuchten Tinte
in dem Druckbild-Träger 31a nur sehr kurz zu halten. Dann wird
auch vermieden, daß das Papier sich durch stärkeren Tinten-Auf
trag wellt, dies vermeidet die sofort einsetzende Strahlung des
UV-Strahlers 2'. Bei der engen Zuordnung sollte allerdings ver
mieden werden, daß ein Strahlungseinfluß die Tinten-Auftrags
einheit 1 trifft.
Erwähnt werden soll auch, daß es UV-härtende Substanzen mit Fo
toinitiatoren gibt, die eine nur geringe Leistung des Strah
lers 2' erfordern, um zu polymerisieren oder schnell auszuhär
ten. Neben der Einwirkung von UV-Licht in einem engen Spektral
bereich kann die zusätzliche Einwirkung von Elektronen- und an
deren Strahlungen der offenen Entladung, die Polymerisierung
oder Aushärtung weiter beschleunigen.
Ein nicht dargestelltes Ausführungsbeispiel betrifft einen
Plotter, bei dem Stifte zum Zeichnen verwendet werden und bei
denen keine Tinte und kein Toner, sondern eine Tusche einge
setzt wird. Auch hier kann die Polymerisierung der Tusche mit
den erwähnten vernetzbaren Lösungsmittel-Bestandteilen eine
schnelle Fixierung des geplotteten Bildes ermöglichen. Nachdem
bei einem portablen kleinen Plotter der Druckbildträger (die
Folie oder das Papier) festliegt und von einem X-Y-beweglichen
Stift beschrieben oder mit Zeichnungen versehen wird, kann eine
verfahrbare UV-Strahlungsquelle verwendet werden, die bei zu
rückgefahrenem Stift einmal quer über das festliegende Papier
bewegt wird.
Wird ein großer Standplotter verwendet, der mit einem über eine
Rolle beweglichem Papier beschickt wird, bei nur in Y-Richtung
verschieblichem Stift, so kann oberhalb der Umlenkrolle und ne
ben der Verfahr-Anordnung für den Stift eine UV-Lampe quer zur
Verfahrrichtung des Papieres oder des Pergamentes angeordnet
werden und nach Fertigstellung - oder mehrmals im Zuge der Fer
tigstellung - das eingespannte Papier oder Pergament von Anfang
bis Ende an dem dann eingeschalteten UV-Lichterzeuger vorbeige
fahren werden.
Claims (9)
1. Tintenstrahldrucker mit einer erwärmungsarm mit Strahlung
oberhalb des infraroten Bereichs arbeitenden Fixier
stufe (2'), die einem Drucktinten-Auftragskopf (1, 1a, 1b) in
Durchlaufrichtung (V) eines in einer Durchlaufebene (3)
durchlaufenden Druckbildträgers (31a) nachgeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fixierstufe (2') eine Elektrodenanord
nung (21, 22, 25') zur Erzeugung und Aufrechterhaltung einer
Barrierenentladung aufweist, welche Elektrodenanord
nung (21, 22, 25') zwei mit Hochspannung beaufschlagbare, sehr
nahe an der Durchlaufebene (3) angeordnete Elektro
den (21, 25') aufweist, die einander gegenüberliegen und zwi
schen sich einen Entladungsraum (23') für die Zündung der
Barrierenentladung bilden, wobei die eine der Elektro
den (21, 25') mit einem Dielektrikum (22) bedeckt oder umge
ben ist und die Durchlaufebene (3) durch den Entladungs
raum (23') zwischen den beiden Elektroden (21, 25') verläuft.
2. Tintenstrahldrucker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fixierstufe (2') die auf den Druckbildträger (31a)
aufgebrachte Tinte (1c) mittels fotochemischer Reaktion fi
xiert.
3. Tintenstrahldrucker nach einem der Ansprüche 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß eine An- bzw. Abschaltung der Bar
rierenentladung mit dem Druckbetrieb koordiniert ist.
4. Tintenstrahldrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Drucktinte (1c) einen Fär
bungsstoff und einen oberhalb des infraroten Bereichs ver
netzenden oder aushärtenden, insbesondere
UV-lichtempfindlichen Anteil als Polymerisator enthält.
5. Tintenstrahldrucker nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Polymerisator im wesentlichen den vollständigen
UV-Spektralbereich der Barrierenentladung unter Vernetzung
oder Aushärtung absorbiert.
6. Tintenstrahldrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß die Durchlaufebene (3) für die
Förderung eines Papiers (31a) ausgestaltet ist.
7. Tintenstrahldrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß eine der beiden Elektro
den (25', 21) unmittelbar an der Durchlaufebene (3) anliegt.
8. Verfahren zum erwärmungsarmen Fixieren von mit einem Auf
zeichnungsgerät, wie Tintenstrahldrucker, Laserdrucker,
Plotter, auf einen Druckbildträger (31a) aufgebrachten
Druckbildern aus Farbstoffen (1c), wie Tinte, Tusche, Toner,
bei dem bei Durchlauf des Druckbildträgers (31a) durch einen
zwischen zwei einander gegenüberliegenden Elektro
den (21, 25') gebildeten Entladungsraum (23') einer Einrich
tung (21, 22, 25') zur Erzeugung und Aufrechterhaltung von
Barrierenentladungen der Farbstoff (1c) von einer in dem
Entladungsraum (23') gezündeten Barrierenentladung fixiert
wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, bei dem die Barrierenentladung
als dielektrisch behinderte Entladung Licht oberhalb des in
fraroten Bereichs, insbesondere im UV-Bereich, abgibt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4342643A DE4342643C2 (de) | 1993-09-13 | 1993-12-14 | Erwärmungsarme Fixierung mit Barrierenentladung in Tintenstrahldruckern |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4330992 | 1993-09-13 | ||
| DE4342643A DE4342643C2 (de) | 1993-09-13 | 1993-12-14 | Erwärmungsarme Fixierung mit Barrierenentladung in Tintenstrahldruckern |
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| DE4342643A1 DE4342643A1 (de) | 1995-03-16 |
| DE4342643C2 true DE4342643C2 (de) | 1999-04-29 |
Family
ID=6497563
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4342643A Expired - Fee Related DE4342643C2 (de) | 1993-09-13 | 1993-12-14 | Erwärmungsarme Fixierung mit Barrierenentladung in Tintenstrahldruckern |
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