DE4404316C2 - Heißwinddüsenstock für einen Schachtofen, insbesondere Hochofen - Google Patents
Heißwinddüsenstock für einen Schachtofen, insbesondere HochofenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Heißwinddüsenstock
für einen Schachtofen, insbesondere Hochofen, gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei solchen, z. B. aus der DE 73 25 087 U1 bekannten
Heißwinddüsenstöcken können Beweglichkeits- und Dichtheitsprobleme
auftreten. Infolge der hohen Temperatur der vorerhitzten Luft
(ungefähr 1200°C oder darüber) und der hohen Temperatur, die im
Inneren des Ofens herrscht, sind die Wand des Ofens, sowie die
Versorgungsrohrleitung und der Heißwinddüsenstock in der Tat ther
mischen Ausdehnungen und Verformungen ausgesetzt, die nicht zu
vernachlässigende relative Verschiebungen zwischen der
Versorgungsrohrleitung und der Wand des Ofens hervorrufen. Es ist
daher erforderlich, daß der Heißwinddüsenstock diese relativen
Verschiebungen kompensieren kann, ohne daß die Gase oder die
vorerhitzte Luft über Lecks entweichen.
Um diese Anforderungen zu erfüllen, wird in dem US-Patent
3,766,868 ein Heißwinddüsenstock von der im Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 beschriebenen Art vorgeschlagen. Dieser
Heißwinddüsenstock wurde in der Folge durch Kugelgelenke von der
in dem Dokument DE 22 18 331 C2 beschriebenen Art verbessert. Die
Kugelgelenke dieses Heißwinddüsenstocks ermöglichen die
Kompensation aller relativen Bewegungen zwischen der
Versorgungsrohrleitung und der Wand des Ofens. Die Abdichtung im
Bereich der Kugelgelenke erfolgt durch Balgkompensatoren, während
die mechanische Stabilität beispielsweise durch Kardanverbindungen
sichergestellt wird, die im Bereich der zwei Kugelgelenke an den
zwei entgegengesetzten Enden des mittleren, rohrförmigen Bauteils
angebracht sind.
Die am meisten beanspruchte und empfindlichste Stelle liegt
immer im Bereich der Kugelgelenke. Die Beweglichkeit des
Kugelzapfens bezüglich seiner Kugelpfanne hat in der Tat oft
Reibung von feuerfestem Beton auf feuerfestem Beton zur Folge. Der
feuerfeste Beton des vorderen Teils des Kugelzapfens kann
beschädigt werden, und eventuell können Ausbrüche hervorgerufen
werden.
Angesichts der großen Temperaturschwankungen können sich an
manchen Stellen auch Mikrorisse bilden, die die Ursache von
lästigen Umwälzungen und Wirbeln sind.
In dem amerikanischen Patent US 5,209,657 wird
vorgeschlagen, die metallische Panzerung, die die Umhüllung des
Kugelzapfens bildet, bis zu der diametralen Basis des konvexen
Kugelzapfens auszudehnen. Diese Erfindung verbessert die
mechanische Stabilität der konvexen Kugelzapfen wesentlich, und
ermöglicht ein besseres Gleiten des konvexen Kugelzapfens in der
konkaven Kugelpfanne des angrenzenden Abschnitts.
Auf die Dauer verzundert jedoch der feuerfeste Stahl, der
den vorderen Teil des Kugelzapfens bildet, und dann muß die
gesamte Umhüllung des Kugelzapfens ersetzt werden.
Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, ein neues Ge
lenksystem vorzusehen, das den thermischen und ebenfalls den
mechanischen Beanspruchungen, denen es unterworfen wird, besser
widersteht.
Um dieses Ziel zu erreichen, wird gemäß der vorliegenden
Erfindung ein Heißwinddüsenstock vorgeschlagen, der im
wesentlichen dadurch gekennzeichnet ist, daß mindestens der
konvexe Kugelzapfen des Kugelgelenks einen feuerfesten Profilstein
umfaßt, der in der inneren Auskleidung aus feuerfestem Beton
verankert ist.
Die Herstellung des konvexen Kugelzapfens aus feuerfestem
Profilstein ermöglicht, einen besseren Kompromiß zwischen der
mechanischen Stabilität und der thermischen Stabilität zu finden.
Diese Kugelzapfen aus feuerfestem Profilstein weisen in der Tat
eine größere Stabilität als die aus gegossenem, feuerfestem Beton
hergestellten Kugelzapfen auf, und haben eine größere thermische
Stabilität als die Kugelzapfen aus gegossenem, feuerfestem Beton,
der mit einer Schutzumhüllung aus feuerfestem Stahl versehen ist.
Infolge des besseren Kompromisses zwischen der mechanischen
Stabilität und der thermischen Stabilität besteht praktisch kein
Risiko, daß sich Mikrorisse bilden und der Kugelzapfen sich
verschlechtert. Die Wartung wird leichter und weniger teuer.
Es ist auch wichtig, darauf hinzuweisen, daß eine bessere
Wärmeisolation im Bereich der Kugelzapfen erreicht werden kann.
Gemäß einer ersten Ausführungsform des Heißwinddüsenstocks
ist der Krümmungsradius jedes Kugelgelenks von der Größenordnung
des äußeren Radius der rohrförmigen Bauteile. Dieser kleine
Krümmungsradius ergibt eine bessere Führung der Kugelzapfen in
ihrer Kugelpfanne, wodurch bei der Winkelbewegung die gleiche
Dicke der Dichtung aufrechterhalten werden kann.
Gemäß einer anderen Ausführungsform erstreckt sich die
Auskleidung aus feuerfestem Stahl bis zu dem konvexen Teil des
Kugelzapfens, wobei er mit einer vorspringenden Lippe endet, auf
der der feuerfeste Profilstein aufliegt. Die Auflagelippe in
Verbindung mit dem kleinen Radius gewährleistet, daß die
Auflagekräfte immer senkrecht zu dem Krümmungsradius sind. Das
Risiko, daß Ausbrüche bei dem feuerfesten Profilstein
hervorgerufen werden, ist auf diese Weise beseitigt.
Die konkave Kugelpfanne kann ebenfalls aus feuerfestem
Profilstein hergestellt werden, der in der inneren Auskleidung aus
feuerfestem Beton verankert wird. Auf diese Weise wird die Bildung
von Mikrorissen vermieden, und die Wärmeisolation im Bereich der
konkaven Kugelpfanne des Kugelgelenks verbessert.
Zwischen dem feuerfesten Profilstein und der äußeren
Panzerung kann erforderlichenfalls eine isolierende Matte
angeordnet werden.
Der Kugelzapfen und das rohrförmige Bauteil können mit der
feuerfesten Auskleidung des rohrförmigen Bauteils einen einzigen
Block bilden, oder der Kugelzapfen kann ein getrenntes Bauteil
bilden, das auf dem rohrförmigen Bauteil angebracht und von der
inneren Auskleidung des rohrförmigen Bauteils durch eine
ringförmige Dichtung getrennt ist.
Die Panzerung des rohrförmigen Bauteils und die Panzerung des
angrenzenden Stutzens können über einen Kompensator oder mittels
eines Flansches oder einer lösbaren Schweißnaht unmittelbar
miteinander verbunden werden.
Eine feuerfeste, weiche Dichtung zwischen dem Kugelzapfen und
der Kugelpfanne kann teilweise auf der Panzerung und teilweise auf
dem Rand der Kugelpfanne befestigt werden. Sie kann ebenfalls
teilweise in einem inneren Sitz der zylindrischen Umhüllung und
teilweise auf der feuerfesten Auskleidung befestigt werden. Gemäß
einer anderen Variante kann sie ebenfalls teilweise auf der
feuerfesten Auskleidung und teilweise in einem sitz, der durch den
oberen Teil der Umhüllung und durch einen im Inneren der Panzerung
aufgeschweißten Ring begrenzt wird, befestigt werden.
Weitere Besonderheiten und Merkmale ergeben sich aus der
ausführlichen Beschreibung mehrerer Ausführungsformen, die
nachstehend zur Veranschaulichung wiedergegeben werden, wobei auf
die im Anhang beigefügten Figuren Bezug genommen wird, die
Folgendes darstellen:
Fig. 1 einen axialen Schnitt eines Kugelgelenks eines
Heißwinddüsenstocks, dessen konvexer Kugelzapfen aus feuerfestem
Profilstein hergestellt ist,
Fig. 2 einen axialen Schnitt eines Kugelgelenks eines
Heißwinddüsenstocks, dessen konvexer Kugelzapfen aus feuerfestem
Profilstein hergestellt ist, gemäß einer anderen, bevorzugten
Ausführungsform,
Fig. 3 einen axialen Schnitt eines Kugelgelenks eines
Heißwinddüsenstocks, dessen Kugelzapfen und dessen Kugelpfanne aus
feuerfestem Profilstein hergestellt sind, und
Fig. 4 eine weitere bevorzugte Ausführungsform eines
Gelenks im axialen Schnitt.
In der Fig. 1 sind zwei rohrförmige Bauteile 10, 12 eines
Heißwinddüsenstocks wiedergegeben, die über ein Kugelgelenk 14 und
einen Balgkompensator 16 miteinander verbunden sind. Die
rohrförmigen Bauteile 10, 12 umfassen eine äußere Panzerung 18 aus
feuerfestem Stahl, und eine innere Auskleidung 20 aus gegossenem,
feuerfestem Beton. Der heiße Wind strömt durch eine zentrale
Öffnung 22, die in der Auskleidung 20 aus feuerfestem Beton
vorgesehen ist. Das Kugelgelenk 14 wird von einem konvexen
Kugelzapfen 24 und einer konkaven Kugelpfanne 26 gebildet. Der
Kugelzapfen 24 besteht aus einem feuerfesten Profilstein 28. Der
Profilstein 28 umfaßt eine speziell ausgelegte, ringförmige
Verankerungsoberfläche 29, die ermöglicht, ihn in der inneren
Auskleidung 20 aus gegossenem, feuerfestem Beton sicher zu
befestigen.
Der konvexe Teil des Kugelzapfens 24 hat einen
Krümmungsradius, der zwischen dem 0,8- bis 1,2fachen äußeren Ra
dius der rohrförmigen Bauteile 10, 12 liegt. Eine Umhüllung 30 aus
feuerfestern Stahl erstreckt sich bis zu dem konvexen Teil des
Kugelzapfens 24 und endet mit einer vorspringenden Lippe 32, die
eine Auflagefläche für den Profilstein 28 bildet.
Der konvexe Kugelzapfen 24 ist durch einen Flansch 34 und
eine ringförmige Dichtung 36 mit dem rohrförmigen Bauteil 10
verbunden. Dies erleichtert den Einbau und den Ausbau des
Kugelgelenks 24.
Zwischen dem Kugelzapfen 24 und der Kugelpfanne 26 ist ein
Zwischenraum 38 vorgesehen, der auf seinem Umfang durch eine an
der Panzerung 18 befestigte, weiche Dichtung 40 und eine auf dem
äußeren Rand der Kugelpfanne 26 haftende, weiche Dichtung 42
abgedichtet ist. Die weiche Dichtung 40 ist in einem Sitz 39
befestigt, der durch zwei innerhalb der Panzerung 18
aufgeschweißte Ringe begrenzt ist.
In der Fig. 2 ist eine weitere bevorzugte Ausführungsform
eines Heißwinddüsenstock-Kugelgelenks wiedergegeben. Zwischen der
Umhüllung 30 aus feuerfestem Stahl und dem feuerfesten Profilstein
28 wurde eine isolierende Matte 44 angeordnet, die eine bessere
Wärmeisolation des konvexen Kugelzapfens 24 und des Kompensators
16 sicherstellt. Die Verankerungsoberfläche 129 des feuerfesten
Profilsteins 28 in der inneren Auskleidung 20 aus gegossenem,
feuerfestem Beton hat die Form eines "Schwalbenschwanzes". Infolge
dieser besonderen Form der Verankerungsoberfläche 129 wird der
feuerfeste Profilstein 28 an seinem Platz gehalten und eine
vertikale und horizontale Verschiebung verhindert.
In der Fig. 3 ist noch eine weitere bevorzugte
Ausführungsform eines Heißwinddüsenstock-Gelenks wiedergegeben,
bei dem sowohl der konvexe Kugelzapfen 24 als auch die hohle
Kugelpfanne 26 aus feuerfestem Profilstein 28, 48 hergestellt ist.
Ein Vorteil dieser Ausführungsform ist, daß die Bildung von
Mikrorissen im Bereich der konkaven Kugelpfanne verhindert wird.
Eine an dem feuerfesten Profilstein 48 der konkaven
Kugelpfanne 26 befestigte, weiche Dichtung 142, und die weiche
Dichtung 40 stellen die Abdichtung des zwischen dem konvexen
Kugelzapfen 24 und der konkaven Kugelpfanne 26 vorgesehenen
Zwischenraums sicher.
In der Fig. 4 ist ein Heißwinddüsenstock-Kugelgelenk
wiedergegeben, bei dem der konvexe Kugelzapfen 24 und die konkave
Kugelpfanne 26 aus feuerfestem Profilstein 28, 148 hergestellt
sind. Zwischen der Panzerung 18 aus feuerfestem Stahl und dem
Profilstein 148 ist eine isolierende Matte 130 angeordnet, um die
Wärmeisolation zu verbessern. Eine "schwalbenschwanzförmige"
Verankerungsoberfläche 229 hält den Profilstein 148 in der
Auskleidung aus gegossenem, feuerfestem Beton fest.
Aus den Fig. 2, 3 und 4 ist ersichtlich, daß der konvexe
Kugelzapfen mit dem rohrförmigen Bauteil 10 fest verbunden ist.
Claims (9)
1. Heißwinddüsenstock für einen Schachtofen, insbesondere
einen Hochofen, umfassend ein erstes und ein zweites rohrförmiges
Bauteil (10, 12), von denen jedes mit einer äußeren Panzerung (18)
aus feuerfestem Stahl und einer inneren, feuerfesten Auskleidung
(20) aus gegossenem, feuerfesten Beton versehen ist, wobei die
zwei rohrförmigen Bauteile (10, 12) durch ein Kugelgelenk (14) und
einen Kompensator (16) miteinander verbunden sind und das
Kugelgelenk (14) einen konvexen Kugelzapfen (24) aufweist, der mit
dem ersten rohrförmigen Bauteil verbunden ist und in einer
konkaven Kugelpfanne (26) schwenkbar ist, die mit dem zweiten
rohrförmigen Bauteil verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens der konvexe Kugelzapfen (24) des Kugelgelenks einen
feuerfesten Profilstein (28) umfaßt, der in der inneren,
feuerfesten Auskleidung (20) aus gegossenem, feuerfesten Beton
verankert ist.
2. Heißwinddüsenstock nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Umhüllung (30) aus feuerfestem Stahl sich
bis zu dem konvexen Teil des Kugelzapfens (24) erstreckt und mit
einer vorspringenden Lippe (32) endet, die eine Auflagefläche für
den feuerfestem Profilstein (28) bildet.
3. Heißwinddüsenstock nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Krümmungsradius des Kugelgelenks (14) von
der Größenordnung des äußeren Radius der zwei rohrförmigen
Bauteile (10, 12) ist.
4. Heißwinddüsenstock nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die konkave Kugelpfanne (26) des
Kugelgelenks (14) einen feuerfesten Profilstein umfaßt, der in der
inneren, feuerfesten Auskleidung (20) verankert ist.
5. Heißwinddüsenstock nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß eine isolierende Matte (44) zwischen
dem feuerfesten Profilstein (28) und der Umhüllung (30) aus feu
erfestem Stahl angeordnet ist.
6. Heißwinddüsenstock nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der feuerfeste Beton, in dem der
Profilstein (28) verankert ist, mit der feuerfesten Auskleidung
(20) des ersten rohrförmigen Bauteils einen einzigen Block bildet.
7. Heißwinddüsenstock nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kugelzapfen (24) ein getrenntes
Element bildet, das an dem rohrförmigen Bauteil (10) angebracht
und von der inneren, feuerfesten Auskleidung dieses rohrförmigen
Bauteils durch eine ringförmige Dichtung (36) getrennt ist.
8. Heißwinddüsenstock nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die feuerfesten Dichtungen 40, 42 auf
der Panzerung (18) des zweiten rohrförmigen Elements (12) und auf
dem Rand der konkaven Kugelpfanne (26) befestigt sind.
9. Heißwinddüsenstock nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die feuerfeste Dichtung teilweise in
einem inneren Sitz (39) des rohrförmigen Bauteils und teilweise
auf der feuerfesten Auskleidung befestigt ist.
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Effective date: 20110901 |