DE4411935C1 - Stellantriebseinrichtung - Google Patents
StellantriebseinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Stellantriebseinrichtung
zur Positionierung eines Stellelementes, dessen Einstellbereich
mehrere stabile Einstellpositionen beinhaltet, nach dem Ober
begriff des Patentanspruches 1.
Stellantriebssysteme dienen beispielsweise der Verstellung und
Positionierung von Lüftungsklappen in einem Kraftfahrzeug oder
anderer Stellglieder von Regel- oder Steuerkreisen. Zur Bereit
stellung des Antriebs sind Schrittmotoren mit Getriebe, Gleich
strommotoren mit angeflanschtem Potentiometer am Getriebeaus
gang, Gleichstrom-Getriebemotoren mit im Motor integrierten
Hallsensoren sowie pneumatische Einrichtungen bekannt. Um eine
unbeabsichtigte Verstellung des Stellelementes durch äußere
Störeinflüsse, im Fall einer Lüftungsklappe beispielsweise
durch die Einwirkung des Luftstroms, zu verhindern, ist bei
Stellantrieben mit einem Getriebe für letzteres üblicherweise
ein selbsthemmendes Getriebe zu verwenden. Die Positionierung
des Stellelementes erfolgt beim Schrittmotor durch schritt
weisen Antrieb und Zählen der Ansteuerimpulse, bei dem mit
Potentiometer versehenen Gleichstrommotor durch Messung der zum
Verstellwinkel proportionalen Potentiometerspannung, beim mit
Hallsensor versehenen Gleichstrommotor durch Zählen der Hall
geberimpulse und bei pneumatischen Stellelementen z. B. durch
ein angeflanschtes Potentiometer. Erfolgt die Positionserfas
sung durch eine Lagesensorik, so wird hierfür eine gesonderte
elektrische Zuleitung benötigt, was z. B. im Fall einer Kraft
fahrzeug-Klimaanlage mit ca. 10 Klappenverstelleinheiten einen
beträchtlichen Zusatzaufwand bedeutet. Bei Verwendung eines
einfachen Gleichstrommotors wird damit der Aufwand für die
Positionsrückmeldung etwa gleich groß wie für den eigentlichen
Antriebsmotor. Bei pneumatischen Stellelementen werden eine
Druckversorgungseinrichtung zur Erzeugung von Über- und Unter
druck sowie passende Magnetventile zur individuellen Stell
gliedansteuerung benötigt.
In der Patentschrift DE 38 35 773 C2 ist ein Stellantrieb für
eine Klimaanlage gezeigt, bei der zur Positionierung Kontakt
bürsten, die im Motorstromkreis liegen und sich bei einer Ver
stellbewegung mitbewegen, so angeordnet sind, daß sie über ein
gegenüberliegendes, feststehendes Leiterbahnmuster elektrisch
verbindbar sind. Um mit diesem Stellantrieb eine im Luftstrom
befindliche Drosselklappe in verschiedene Einstellpositionen
bringen zu können, ist das Leiterbahnmuster mit einer entspre
chenden Anzahl von benutzerbetätigbaren Einstellschaltern ver
bunden und so gestaltet, daß bei Betätigen eines Schalters der
Motorstromkreis zwischen den beiden Bürsten über ein Leiter
bahnmuster geschlossen bleibt, bis durch die Drehbewegung die
Bürsten relativ zum Leiterbahnmuster eine Stellung einnehmen,
in der der Motorstromkreis unterbrochen ist. Diese Stellung
entspricht dann der gewünschten Klappenstellung, in der die
Klappe anschließend aufgrund des unterbrochenen Motorstromkrei
ses verharrt, bis eine anderweitige Schalteranforderung durch
den Benutzer erfolgt.
Es ist des weiteren bekannt, die Stromstärke im Stromkreis des
Stellmotors zu erfassen und den Stellmotor davon abhängig anzu
steuern. Auf diesem Prinzip beruhen beispielsweise gattungs
gemäße Anordnungen, die bei einem erkannten Hindernis im Stell
weg des Stellelementes den Stellmotor abschalten und/oder in
umgekehrter Richtung betreiben, z. B. als Schutz vor Beschädi
gungen des Stellelementes oder als Einklemmschutz, siehe z. B.
die Offenlegungsschriften DE 33 46 366 A1, DE 35 14 223 A1 und
DE 39 33 266 A1. Des weiteren ist in der Offenlegungsschrift
DE 39 35 593 A1 eine gattungsgemäße Einrichtung zur Regelung
der Kraftfahrzeug-Innenraumtemperatur beschrieben, bei der, um
auf das aufwendige Potentiometer zur Positionserkennung ver
zichten zu können, ein Gleichstrommotor getaktet angesteuert wird
und die Lageerkennung durch Auswertung des erfaßten Motorstroms
erfolgt, indem für jedes Weiterlaufen eines Motorankersegments
eine Motorstromflankenerkennung durchgeführt wird. Diese er
kannten Flanken werden gezählt, und dieser Zählwert ist für den
Regler ein Maß für die Lage des Stellglieds. Neben der erfor
derlichen Impulszähleinrichtung sind bei diesem Stellan
triebssystem Mittel zur Unterdrückung des natürlichen Nachlaufs
des Gleichstrommotors vorgesehen.
In der Offenlegungsschrift DE 38 32 474 A1 ist ein Stellantrieb
beschrieben, bei dem eine Trennwand zum wahlweisen Verschließen
eines von zwei Ansaugwegen einer Raumluftaufbereitungseinheit
mittels eines einfachen, in einer Drehrichtung antreibbaren
Elektromotors und einem gegenwirkenden Federelement ohne Mög
lichkeit der Einstellung einer stabilen Zwischenstellung wahl
weise in einer der beiden, durch Endanschläge definierten End
stellungen des Einstellbereiches positionierbar ist. Hierzu
sind der Motor und das Federelement so aufeinander abgestimmt,
daß das vom Motor erzeugbare Drehmoment größer als das von der
Federrückstellkraft maximal erzeugbare Drehmoment ist. Bei ein
geschaltetem Stellmotor nimmt die Trennwand folglich die dessen
Drehmomentrichtung entsprechende Endstellung ein, aus der sie
dann durch einfaches Abschalten des Motors aufgrund der Rück
stellwirkung des Federelementes in die andere Endstellung ge
fahren und dort gehalten werden kann.
Der Erfindung liegt als technisches Problem die Bereitstellung
einer Stellantriebseinrichtung der eingangs genannten Art zu
grunde, die mit vergleichsweise geringem Aufwand realisierbar
ist und eine genaue sowie gegen äußere Einflüsse stabile Posi
tionierung des Stellelementes in jeder der mehreren vorgesehe
nen Einstellpositionen ermöglicht.
Dieses Problem wird durch eine Stellantriebseinrichtung mit den
Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst. Die Veränderung der
potentiellen Energie des mechanischen Systems über den Ein
stellbereich des Stellelementes hinweg resultiert in korrespon
dierenden Schwankungen der vom mechanischen System auf das
Stellelement ausgeübten Kraft und folglich der Stromstärke im
Stromkreis des Stellmotors während einer Verstellbewegung, wo
bei der Motor selbstverständlich so ausgelegt ist, daß das von
ihm erzeugbare Drehmoment größer als das maximal vom mechani
schen System ausgeübte Gegenmoment ist. Die Steuerungseinrich
tung vermag folglich über die Motorstromerfassung anhand der
vom mechanischen System bewirkten, stellelementpositionsspezi
fischen Motorstromschwankungen die jeweilige Position des
Stellelementes zu erkennen, ohne daß eine eigene Lagesensorik
für das Stellelement oder den Motor mit entsprechenden Signal
leitungen zur Steuerungseinrichtung erforderlich ist.
In Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 2 definieren Posi
tionen von lokalen Minima der potentiellen Energie des angekop
pelten mechanischen Systems für das Stellelement vorgesehene
stabile Einstellpositionen. Ein wesentlicher Vorteil dieser
Ausgestaltung liegt darin, daß die genaue Positionierung des
Stellelementes durch das mechanische System gewährleistet wer
den kann und daher keine entsprechend aufwendige Steuerung für
den Stellmotor nötig ist. Der Stellmotor ist lediglich so zu
wählen, daß er im Betrieb die auf das Stellelement vom mechani
schen System einwirkenden Kräfte überwindet. Sobald die Steue
rungseinrichtung durch Auswertung des Motorstromverlaufs fest
stellt, daß sich das Stellelement im Einzugsbereich des zu der
gewünschten Einstellposition gehörigen lokalen Minimums der po
tentiellen Energie des mechanischen Systems befindet, kann die
genaue Positionierung in einfacher Weise durch Abstellen des
Motors unter der alleinigen Wirkung des mechanischen Systems
erfolgen, indem sich dieses dann selbsttätig in dieses lokale
Minimum der potentiellen Energie bewegt, das wiederum genau der
gewünschten Stellelementposition entspricht. Ein zeitlich hoch
genaues Abschalten des Motorstroms ist daher zur exakten Posi
tionierung des Stellelements nicht erforderlich. Aus demselben
Grund ist auch nicht die übliche Maßnahme eines elektrischen
Kurzschließens des Motors beim Stoppen zwecks Nachlaufverhin
derung erforderlich. Des weiteren bewirkt die Zuordnung eines
lokalen Minimums der potentiellen Energie des mechanischen Sy
stems zu jeder stabilen Stellelement-Einstellposition, daß das
Stellelement durch die Rückstellkräfte des mechanischen Systems
in der jeweils gewünschten Position stabil gegen äußere Ein
flüsse gehalten wird, ohne daß zu diesem Zweck beispielsweise
ein selbsthemmendes Getriebe erforderlich ist.
In einer Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 3 wird der
Motor jeweils durch die Steuerungseinrichtung nach Erreichen
des vom mechanischen System gebildeten Einzugsbereiches der
angeforderten Position des Stellelementes abgeschaltet, sobald
dort ein Motorstromanstieg festgestellt wird. Aufgrund der bei
Verlassen des Energieminimums auftretenden Rückstellkräfte des
mechanischen Systems tritt in der Umgebung einer stabilen
Stellelementposition jeweils ein meist beträchtlicher und folg
lich einfach zu detektierender Motorstromanstieg auf. Bei einer
alternativen Ausgestaltung nach Anspruch 4 wird der Motorstrom
kreis durch das mechanisch betätigbare Schaltelement in der Um
gebung einer jeden stabilen Stellelementposition unterbrochen,
wobei diese Motorstromkreisunterbrechung von der Steuerungsein
richtung mittels passendem Schließen des parallel liegenden
Schaltelements jeweils so lange überspielt wird, bis sich das
System wieder außerhalb dieser Umgebung befindet oder der Ein
zugsbereich der gewünschten Einstellposition erreicht ist.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeich
nungen dargestellt und werden nachfolgend beschrieben. Es zei
gen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer Stellantriebseinrichtung
für die Luftklappe einer Kraftfahrzeug-Klimaanlage
und
Fig. 2 bis 8 verschiedene Varianten von für die Stellantriebsein
richtung nach Fig. 1 verwendbaren mechanischen Syste
men, wobei jeweils in der rechten Figurenhälfte das
mechanische System in einer schematischen Seitenan
sicht und in der linken Figurenhälfte das dazuge
hörige Drehmoment-Drehwinkel-Diagramm wiedergegeben
sind.
Die in Fig. 1 gezeigte Stellantriebseinrichtung beinhaltet
einen einfachen Gleichstrommotor 1 mit zwei möglichen Dreh
richtungen sowie einen Mikro-Controller 3 als Steuerungsein
richtung zur Motoransteuerung. Diese Ansteuerung erfolgt über
eine entsprechende Steuerung zweier in den Motorstromkreis ein
geschleifter Relais 7, 8, durch die jeder Motoranschluß wahl
weise mit der positiven oder negativen Fahrzeugbatteriespannung
verbindbar ist. Bei Anschluß an ungleichnamige Pole ist der
Motor in einer der beiden möglichen Drehrichtungen aktiviert,
während er bei Anschluß an die gleichen Pole, wie in dem in
Fig. 1 explizit dargestellten Fall der Verbindung mit der nega
tiven Batteriespannung, abgeschaltet ist. Die Stromstärke im
Motorstromkreis wird über einen Meßwiderstand 5 abgetastet,
und das zugehörige Sensorsignal wird über einen A/D-Umsetzer
6 dem Mikro-Controller 3 als Eingangsinformation zugeführt.
An den Stellmotor 1 ist über ein nicht-selbsthemmendes Ge
triebe eine Lüftungsklappe 2 als ein Stellelement der Kraft
fahrzeug-Klimaanlage angekoppelt. Mit der Lüftungsklappe 2
ist ein in Fig. 1 nur schematisch angedeutetes mechanisches
System 4 gekoppelt, das die stabilen Positionen der mehrstu
fig verstellbaren Lüftungsklappe 2 festlegt. Analog zu dem
zugehörigen Bildzeichen von Fig. 1 kann das mechanische System
4 z. B. eine drehfest auf derselben Welle wie die Lüftungs
klappe 2 sitzende Scheibe, die im Drehwinkelabstand von je
weils 90° mit drei Einkerbungen versehen ist, sowie eine Blatt
feder mit einem endseitigen, gegen den Umfang der Scheibe an
drückenden Nocken beinhalten. Durch Eingriff dieses Nockens in
jeweils eine der drei Kerben stellt dieses mechanische System
4 dann drei gegen äußere Einflüsse stabile Einstellpositionen
für die Lüftungsklappe 2 zur Verfügung, da sich das mechani
sche System 4 jeweils bei Eingriff des Nockens in eine der
Kerben in einem lokalen Minimum seiner potentiellen Energie,
hier der elastischen Energie der Blattfeder, befindet, aus der
das mechanische System 4 und die mit ihm gekoppelte Lüftungs
klappe 2 nur durch einen merklichen Kraftaufwand herausführ
bar sind, wie er vom Stellmotor 1 bei einer Aktivierung des
selben bereitgestellt wird.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 2 bis 8 wird nachfolgend auf ver
schiedene, je nach Anwendungsfall geeignete Varianten bezüglich
der Realisierung des mechanischen Systems eingegangen.
Das auf der rechten Hälfte von Fig. 2 schematisch dargestellte
mechanische System beinhaltet eine Nockenscheibe 20, die ge
meinsam mit der in den Fig. 2 bis 5 jeweils nicht explizit ge
zeigten Lüftungsklappe 2 drehfest auf einer vom Getriebe ab
gehenden Antriebswelle 21 sitzt. Am Umfang dieser Nocken
scheibe 20 ist eine Mehrzahl von Nocken 22 ausgebildet,
deren Anzahl sich nach der Anzahl der für die Lüftungsklappe
2 gewünschten, stabil einstellbaren Positionen richtet und
von denen stellvertretend vier explizit dargestellt sind. Gegen
den Umfang der Nockenscheibe 20 liegt eine am einen Ende
eines Schwenkhebels 23 drehbar gelagerte Anpreßrolle 24 an,
wobei der Schwenkhebel 23 mit seinem anderen Ende an einer
ortsfesten Welle 25 drehbar gelagert ist. Auf den Schwenkhe
bel 24 wirkt eine Druckfeder 26 ein, die ortsfest abge
stützt ist. Eine Antriebsbewegung zur Verstellung des Stellele
mentes 2 hat damit zur Folge, daß die Anpreßrolle 24 am Um
fang der Nockenscheibe 20 abrollt, wobei jeweils ein Nocken
eine Auslenkung des Schwenkhebels 23 derart verursacht, daß
die Feder 26 zusammengedrückt wird. Die Federenergie reprä
sentiert dabei die potentielle Energie des mechanischen
Systems, so daß die Positionen der Anpreßrolle 24 zwischen
zwei Nocken jeweils einem lokalen Minimum der potentiellen
Energie des mechanischen Systems und damit einer stabilen Ruhe
lage desselben entsprechen. Bei der Variante von Fig. 2 liegt
jeweils ein ganzes Drehwinkelintervall dw₁ als Bereich mini
maler potentieller Energie zwischen zwei Nocken 22 vor, wobei
Verstellungen des Stellelements innerhalb eines solchen Berei
ches dw₁ ein Reibmoment MR entgegenwirkt, welches durch die
Reibungskraft zwischen der Anpreßrolle 24 und dem Umfang der
Nockenscheibe 20 erzeugt wird.
Die Funktionsweise des Stellantriebs mit dem mechanischen
System von Fig. 2 läßt sich anhand des in der dortigen Figur
links gezeigten Schaubild erläutern, welches schematisch die
Abhängigkeit des vom mechanischen System auf die Stellelement-
Drehachse 21 ausgeübten Drehmomentes M als Funktion des
Drehwinkels phi darstellt, wobei die Dreh- und die Momenten
richtung in der rechten Ansicht von Fig. 2 definiert sind. Aus
gehend von einem Drehwinkel gleich null, der einer Anpreßrol
lenstellung zwischen zwei Nocken entspricht, gelangt bei Akti
vierung des Stellmotors 1 durch die Drehung der Stellelement
welle 21 und damit der Nockenscheibe 20 die Anpreßrolle
24 bei einer Winkelstellung S1 in Kontakt zur Vorderflanke
eines Nockens. Das Anlaufen der Anpreßrolle 24 gegen diese
Nockenvorderflanke bewirkt ein Zusammendrücken der Druckfeder
26, wodurch das auf die Nockenscheibe 20 und damit die
Stellelementwelle 21 vom mechanischen System ausgeübte Dreh
moment ansteigt, bis die Anpreßrolle 24 die Nockenspitze er
reicht hat, wonach die Anpreßrolle 24 an der Nockenhinter
flanke zur Anlage kommt. Letzteres bewirkt eine Umkehrung des
vom mechanischen System auf die Stellelementwelle 21 ausge
übten Drehmomentes, bis sich die Anpreßrolle 24 gänzlich an
der Nockenhinterflanke abgerollt und damit das vom mechanischen
System ausgeübte Drehmoment M von unten her wieder den rei
bungsverursachten Drehmomentwert MR erreicht hat. Daran
schließt sich ein Bereich dw₁ minimaler potentieller Energie
des mechanischen Systems an, in welchem sich die Anpreßrolle
24 zwischen zwei Nocken 22 befindet. Bei weiterer Drehung
gelangt die Anpreßrolle 24 in der Winkelstellung S2 der
Stellelementwelle 21 in Kontakt zur Vorderflanke eines näch
sten Nockens, wonach sich der beschriebene Ablauf wiederholt.
Daraus ergibt sich, daß mit der Anordnung von Fig. 2 das Stell
element 2 jeweils in den Plateaubereichen dw₁ des vom
mechanischen System ausgeübten Drehmoments M stabil positio
nierbar ist, wobei das reibungsverursachte Drehmoment MR
einer Verstellbewegung des Stellelementes innerhalb dieses
Plateaubereiches dw₁ entgegenwirkt. Wird dieses Reibungs
moment größer gewählt als das maximal durch äußere Einflüsse
auf das Stellelement zu erwartende Moment, so stabilisiert
diese Reibung die Stellung des Stellelements gegen derartige
Einflüsse von außen. In jedem Fall ist das von den Nockenspit
zenbereichen repräsentierte maximale Rückstellmoment MM des
mechanischen Systems größer als dieser maximale Drehmomentein
fluß von außen, um unbeabsichtigte Verstellungen des Stellele
mentes zu verhindern. Wenn eine genaue punktuelle anstelle
einer bereichsartigen Positionierung des Stellelementes in den
stabil einstellbaren Positionen gewünscht ist, läßt sich dies
mit der Anordnung von Fig. 2 dadurch erreichen, daß der Pla
teaubereich dw₁ auf einen Punkt zusammengeschrumpft wird,
z. B. dadurch, daß sich jeweils an die Hinterflanke eines vor
angehenden Nockens sofort die Vorderflanke eines nachfolgenden
Nockens anschließt. Das Stellelement ist dann jeweils punktuell
in den Stellungen exakt positionierbar, in denen die Anpreß
rolle 24 genau mittig zwischen zwei angrenzenden Nocken 22
liegt.
Es versteht sich, daß der Stellmotor 1 so ausgelegt ist, daß
das von ihm erzeugbare Drehmoment größer ist als der Spitzen
wert MM des vom mechanischen System erzeugten, entgegenwir
kenden Momentes, damit durch Aktivierung des Motors das Stell
element innerhalb seines gesamten Einstellbereiches verstellbar
ist. Der von der Steuerungseinrichtung 3 gemessene Motor
stromverlauf während einer Verstellbewegung entspricht dem ge
zeigten Verlauf des vom mechanischen System ausgeübten Dreh
moments insoweit, als der Motorstrom bei höher werdendem ent
gegenwirkendem Drehmoment ansteigt und mit niedriger werdender
Drehmomentrückwirkung absinkt. Durch die Messung des Motor
stroms kann die Steuerungseinrichtung 3 daher erkennen, ob
der Antrieb angelaufen ist und ob eine stabile Rastposition für
das Stellelement erreicht wurde. Durch die in Fig. 2 gezeigte
Anordnung von mehr als zwei Nocken wird daher eine mehrstufige
Verstellmöglichkeit definiert, wobei die Steuerungseinrichtung
3 die gewünschte Einstellposition durch Abzählen der aufein
anderfolgenden stabilen Stellpositionen, d. h. durch Abzählen
der aufeinander folgenden Motorstromanstiege, bestimmt.
Aus dem oben Gesagten ergibt sich weiter, daß die Ankopplung
des in Fig. 2 gezeigten mechanischen Systems an die Stellmotor-
Stellelement-Anordnung den Vorteil hat, daß die Endphase eines
Positionierungsvorgangs zum Einstellen einer gewünschten,
stabilen Stellelementposition vom mechanischen System übernom
men werden kann, so daß es auf einen exakten Abschaltzeitpunkt
für den Stellmotor 1 nicht ankommt. Der Stellmotor 1 kann
vielmehr innerhalb eines im Diagramm von Fig. 2 gezeigten Dreh
winkelintervalls ds₁ abgestellt werden, wenn das Stellelement
in der in diesem Bereich enthaltenen, punktuellen oder be
reichsartigen Stellung positioniert werden soll. Günstig ist
hierbei eine Abschaltung zu den beim Inkontakttreten der An
preßrolle 24 mit den Nocken 22 vorliegenden Drehwinkelstel
lungen S1 bis S4, da zu diesem Zeitpunkt jeweils eine merk
liche Erhöhung des vom mechanischen System einwirkenden Dreh
moments stattfindet, welches seinerseits zu einem gleichartigen
merklichen Anstieg des Motorstroms für den Stellmotor 1
führt. Die Detektion eines derartigen Stromanstieges wiederum
ist in einfacher Weise ohne großen schaltungstechnischen Auf
wand realisierbar. Ersichtlich ist der theoretisch mögliche
Abschalt-Drehwinkelbereich ds₁ durch den Drehwinkelabstand
der Spitzen zweier benachbarter Nocken gegeben, welche jeweils
ein lokales Maximum der potentiellen Energie des mechanischen
Systems darstellen. Das mechanische System bietet damit eine
Verrastungsfunktion zum Halten des Stellelementes in der je
weils gewünschten Stellung. Aufgrund des Wegfalls der Notwen
digkeit einer exakten Stellelementpositionierung durch den
Motorantrieb brauchen auch keine Vorkehrungen zum elektrischen
Kurzschließen des Motors zwecks Nachlaufverhinderung vorgesehen
sein.
Es versteht sich, daß Anzahl und Lage der Nocken 22 auf dem
Umfang der Nockenscheibe 20 je nach Anwendungsfall variiert
werden können, wobei je nach angeordnetem Stellelement ein pe
riodisches Weiterdrehen des Stellelements und damit der Nocken
scheibe 20 oder eine Hin- und Herbewegung zwischen zwei End
lagen vorgesehen sein kann, die durch entsprechende Endanschlä
ge definiert sind. So können beispielsweise die Drehwinkelposi
tionen 0, S1, S2, S3, S4 einem Lüftungsklappen-Öffnungsgrad von
0%, 25%, 50%, 75% bzw. 100% entsprechen.
In den zur Fig. 2 analogen Fig. 3 bis 8 sind weitere Varianten
geeigneter mechanischer Systeme aufgezeigt, wobei funktions
gleiche Elemente jeweils mit denselben Bezugszeichen versehen
sind und die nachfolgende Beschreibung dieser Varianten haupt
sächlich auf die Unterschiede zur Anordnung von Fig. 2 be
schränkt und im übrigen auf deren Beschreibung verwiesen wird.
Bei der Variante von Fig. 3 wird anstelle der Nockenscheibe
20 von Fig. 2 eine Kerbscheibe 30 bei ansonsten identischem
mechanischem Aufbau verwendet. Die Kerbscheibe 30 weist eine
Mehrzahl von Einkerbungen 31 auf, welche die lokalen Minima
der potentiellen Energie des Systems definieren, während die
dazwischenliegenden Scheibenumfangsbereiche die Bereiche mit
lokal maximaler potentieller Energie darstellen. Die Einkerbun
gen 31 sind so gestaltet, daß sich jeweils ein punktuelles
lokales potentielles Energieminimum in den der jeweiligen Ker
benmitte zugeordneten Drehwinkelstellungen P1 bis P4 anstelle
der bereichsartigen lokalen Minima dw₁ von Fig. 2 ergibt. Mit
dieser Anordnung ist folglich das Stellelement jeweils punktu
ell exakt in einer dieser stabilen Drehwinkelstellungen P1 bis
P4 positionierbar. Der für die Einstellung einer bestimmten
stabilen Stellelementposition, z. B. der Position P2, mög
liche, im zugehörigen Drehmoment-Drehwinkel-Diagramm gezeigte
Abschaltbereich ds₂, d. h. der Drehwinkelbereich, in welchem
der Motor 1 zur Erreichung dieser Stellelementposition ab
schaltbar ist, entspricht dem Drehwinkelabstand zwischen der
Vorder- und Hinterkante einer Kerbe. Der Motor kann innerhalb
dieses Bereiches ds₂ an einer beliebigen Stelle abgeschaltet
werden, wonach sich das Stellelement durch die Wirkung des
mechanischen Systems exakt in der gewünschten Position, z. B.
P2, durch die Wirkung des mechanischen Systems positioniert
und dort gesichert gegen unbeabsichtigte Verstellungen aufgrund
von Störeinflüssen eingerastet gehalten bleibt. Durch voneinan
der verschiedene Gestaltung der Einkerbungen ist es zudem bei
diesem Beispieltyp möglich, die ansteigenden und/oder abfallen
den Bereiche der Drehmomentkennlinie unterschiedlich und auf
diese Weise stellelementpositionsspezifisch auszuformen und da
mit der Motorsteuerung die Positionserfassung ohne Zählvorgang
direkt durch Auswertung des dann von Einkerbung zu Einkerbung
nicht streng periodischen Motorstromverlaufs zu ermöglichen.
Bei dem in Fig. 4 gezeigten mechanischen System ist gegenüber
demjenigen von Fig. 2 der dortige Schwenkhebel 23 durch einen
L-förmigen Hebel 41 ersetzt, dessen einer Arm 40 die zu dem
Schwenkhebel 23 von Fig. 2 analoge Funktion übernimmt, wäh
rend durch den anderen Hebelarm 42 zusammen mit einer benach
barten, ortsfesten Wandung 43 eine Drehwinkelbegrenzung für
den Hebel 41 bereitgestellt wird. Diese Begrenzung hat zur
Folge, daß die Anpreßrolle 24 erst auf ungefähr der halben
Nockenhöhe mit den Nocken 22 in Kontakt tritt, während in den
tieferliegenden Bereichen der Nockenscheibe 20 kein Kontakt
mit der Anpreßrolle 24 vorliegt. Diese Maßnahme bewirkt einen
Wegfall des Reibmomentes MR in den Bereichen zwischen den
Nocken, d. h. es ist kein reibungsverursachtes Drehmoment mehr
in den Plateaubereichen dw₂ lokal minimaler Energie des me
chanischen Systems vorhanden. Dementsprechend liegen diese Pla
teaubereiche dw₂ im zugehörigen Drehmoment-Drehwinkel-Diagramm
auf der Drehwinkelachse. Der mögliche Abschaltzeitraum ds₃
zum Abstellen des Stellmotors zwecks Erreichung einer bestimm
ten, darin enthaltenen stabilen Stellelementposition ergibt
sich analog zu demjenigen ds₁ von Fig. 2 als Drehwinkelab
stand der Spitzen zweier benachbarter Nocken 22.
Das mechanische System von Fig. 5 stellt eine Kombination der
Varianten der Fig. 3 und 4 dar, indem anstelle der Nockenschei
be 20 der Fig. 4 eine kombinierte Nocken-Kerben-Scheibe 50
verwendet wird, an deren Umfang eine Mehrzahl von Nocken 51
vorgesehen ist, welche jeweils in ihrem Spitzenbereich eine
Einkerbung 54 besitzen. Dieses System vereinigt die Vorteile
einer weitgehenden Reibungsfreiheit und einer exakten, verra
steten Positionierbarkeit des Stellelementes. Die weitgehende
Reibungsfreiheit wird analog zum System von Fig. 4 durch den
drehwinkelbegrenzten Hebel 41 gewährleistet. Durch Einrasten
der Anpreßrolle 24 in den Einkerbungen 54 der Nocken 51
ist jeweils eine exakte, eingerastete Stellelementpositionie
rung definiert, analog der Kerbanordnung von Fig. 3. Im zuge
hörigen Drehmoment-Drehwinkel-Diagramm sind drei dieser punktu
ell einrastenden Stellpositionen P5, P6, P7 eingezeichnet.
Der zugehörige Abschaltbereich ds₄, in welchem der Stellmotor
1 zur Erreichung einer darin enthaltenen Rastposition abge
schaltet werden kann, ergibt sich als Drehwinkelabstand der
Spitzen der beiden durch eine jeweilige Nockeneinkerbung 54
gebildeten Nockenhöcker 52, 53. Darüber hinaus kann das
Stellelement mit dem angekoppelten mechanischen System von Fig.
5 analog zur Anordnung von Fig. 4 in stabile bereichsartige
Einstellungen dw₄ gebracht werden, bei denen sich die Anpreß
rolle 24 zwischen zwei Nocken 51 ohne Kontakte zur Nocken
kerben-Scheibe 50 befindet. Der hierzu gehörende Abschaltbe
reich ds₅ bestimmt sich aus dem Drehwinkelabstand eines hin
teren Höckers eines vorangehenden Nockens nun einem vorderen Höcker
eines nachfolgenden Nockens.
Die in den Fig. 6 bis 8 dargestellten Systeme sind solche, bei
denen nach Abschalten des Motors ohne selbsthemmendes Getriebe
eine Notrückstellung in eine eindeutig definierte Ausgangslage
erfolgt, indem das mechanische System jeweils so gestaltet ist,
daß über den gesamten Einstellbereich nur ein einziges Minimum
der potentiellen Energie vorliegt, das dieser Stellelement-Aus
gangsstellung zugeordnet ist.
Im Beispiel der Fig. 6 liegt ähnlich wie in den Beispielen der
Fig. 2 und 3 der an einer Welle 25 einseitig gelagerte Hebel
arm 23 mit seiner endseitigen Anpreßrolle 24, hier unter
der Einwirkung einer Zugfeder 61, federelastisch gegen eine
drehfest auf der Stellelement-Antriebswelle 21 sitzende Noc
kenwelle 60 an. Diese Nockenwelle 60 ist so geformt, daß
sich die potentielle Energie des mechanischen Systems 4 zwi
schen einem minimalen Wert, den das System in der gezeigten
Nockenscheibenstellung einnimmt, und einem maximalen Wert, den
das System bei gegenüber der gezeigten Stellung um 180° ver
drehter Stellung einnimmt, in charakteristischer Weise derart
verändert, daß sich die gezeigte Drehmoment-Drehwinkel-Charak
teristik ergibt. Anhand dieser charakteristischen Kennlinie,
die sich durch die unterschiedliche Ausgestaltung der einzelnen
Kerben in der Nockenscheibe 60 ergibt, vermag die Steuerungs
einrichtung für die Motoransteuerung die Stellelementposition
ohne Abzählen der einzelnen Kerbpositionen zu bestimmen. Die
Kerben sind außerdem so gestaltet, daß sie nur zu einem lang
sameren Anstieg der potentiellen Energie des mechanischen
Systems 4 führen, hingegen - mit Ausnahme derjenigen Kerbe, die
in der gezeigten Stellung mit der Anpreßrolle zusammenwirkt -,
kein lokales Minimum der potentiellen Energie bilden. Dies
kommt in der Drehmomentkennlinie dadurch zum Ausdruck, daß sie
lediglich bei 0°, dem Ort des lokalen Minimums der potentiellen
Energie, sowie bei 180°, dem Ort des lokalen Maximums der
potentiellen Energie, einen Nulldurchgang besitzt. Auf diese
Weise ergibt sich beim Abstellen des Motors und bei Verwendung
eines nicht selbsthemmenden Getriebes eine selbsttätige Not
rückstellung in die gezeigte stabile Stellelementposition.
In der Variante von Fig. 7 erfolgt die Rückstellung eines wie
im Beispiel der Fig. 2 am einen Ende mit einer Anpreßrolle 24
und am anderen Ende um eine ortsfeste Welle 25 drehbar gela
gerten Hebelarms 23 mittels einer am einen Ende ortsfest ge
haltenen und am anderen Ende mit der Hebelarmwelle 25 in Ver
bindung stehenden Spiralfeder 71. Die Anpreßrolle 24 liegt
damit federelastisch gegen eine Nockenscheibe 70 an, die von
etwa ovaler Gestalt und so auf der Stellelement-Antriebswelle
21 exzentrisch gelagert ist, daß in einer Stellung, in der
die Anpreßrolle 24 den geringsten Abstand von der Stellele
ment-Antriebswelle 21 hat, ein lokales Minimum der potentiel
len Energie des mechanischen Systems 4 vorliegt, von dem aus
die zugehörige Drehmomentkennlinie bis zu der um 180° gedrehten
Nockenscheibenstellung streng monoton ansteigt, was sich auch
auf die Motorstromkennlinie überträgt, so daß die Steuerungs
einrichtung für den Stellmotor 1 anhand des jeweiligen Motor
stromwertes auf einfache Weise die Position des Stellelementes
zu erfassen vermag. Bei der Drehwinkelstellung von 180° durch
läuft die potentielle Energie dann wieder ihr Maximum, von dem
aus sie durch die spezielle Formung der Nockenscheibe 70
rasch auf ihren minimalen Wert abfällt, was in der gezeigten
Drehmomentkennlinie nicht mehr explizit gezeichnet ist. Auch
bei diesem Ausführungsbeispiel ergibt sich folglich bei Abstel
len des Motors und Verwendung eines nicht-selbsthemmenden Ge
triebes eine Notrückstellung in die durch das zugehörige lokale
Miminum der potentiellen Energie eindeutig definierte Stellele
mentausgangsposition.
Die Fig. 8 zeigt eine Modifikation des Beispiels von Fig. 7 hin
sichtlich der Gestaltung der Nockenscheibe 80. Diese Nocken
scheibe 80 ist an ihrem Außenumfang mit stückweise geraden,
unter Knickbildung aneinanderschließenden Abschnitten versehen,
wodurch sich die zugehörige gezeigte Drehmomentkennlinie er
gibt, die zeigt, daß das Drehmoment in den stückweise geraden
Abschnitten stets etwa konstant und über dem reibungsverursach
ten Wert MR liegt und zwischen zwei Abschnitten beim Überfah
ren des jeweiligen Knickes sägezahnförmig ansteigt und wieder
abfällt. Die Steuerungseinrichtung kann daher die Stellelement
position durch Abzählen der Anzahl der überfahrenen Drehmoment-
Sägezähne erfassen. Auch bei diesem Beispiel liegt über den ge
samten Drehwinkelbereich nur ein lokales Minimum und ein loka
les Maximum der potentiellen Energie des mechanischen Systems
4 vor, mit entsprechenden Nulldurchgängen des Drehmoments bei
diesen Winkelstellungen, wie in Fig. 8 nicht explizit gezeigt
ist, so daß sich auch für diese Anordnung
bei Abstellen des Motors ohne selbsthemmendes Getriebe eine
Notrückstellung in den Punkt lokaler minimaler potentieller
Energie des mechanischen Systems ergibt.
Während die Varianten der Fig. 6 bis 8 jeweils eine Notrück
stellung in eine spezielle Stellelement-Ausgangsstellung bewir
ken, ist den Varianten der Fig. 2 bis 5 gemeinsam, daß das an
gekoppelte Stellelement vom mechanischen System durch Ausbil
dung entsprechender lokaler Minima der potentiellen Energie in
verschiedenen Stellungen stabil positionierbar ist, ohne daß
hierfür beispielsweise ein selbsthemmendes Getriebe zwischen
Stellmotor und Stellelement oder eine Nachlaufverhinderung für
den Stellmotor erforderlich ist. Da die genaue Positionierung
des Stellelementes vom mechanischen System übernommen wird,
entfällt der Aufwand für die Bereitstellung einer exakten
Stellmotorabschaltung. Der Motor kann vielmehr innerhalb eines
vergleichsweise großen Bereiches abgeschaltet werden, wobei
vorzugsweise innerhalb dieses Bereiches ein Abschaltpunkt ge
wählt wird, bei dem eine deutliche und daher mit geringem
schaltungstechnischem Aufwand auswertbare Motorstromänderung
vorliegt.
Die erfindungsgemäß vorgesehene, charakteristische Beeinflus
sung der Motorstromkennlinie durch das angekoppelte, mit vari
ierender potentieller Energie mitbewegte mechanische System und
die Verwendung der Motorstromkennlinie zur Bestimmung des Mo
torabschaltzeitpunktes haben darüber hinaus zur Folge, daß
keine Lagesensorik mit entsprechenden elektrischen Verbindungs
leitungen zur Erfassung der Stellelementposition nötig ist. Die
gesamte Stellantriebseinrichtung ist folglich vollständig mit
kostengünstigen Komponenten aufbaubar. Es versteht sich, daß
neben den gezeigten Anordnungen mit drehbeweglichem Stellele
ment auch Anordnungen mit andersartiger, z. B. linearer, Stell
elementbewegung mit der erfindungsgemäßen Ankopplung eines mit
bewegten mechanischen Systems versehen sein können.
Claims (5)
1. Stellantriebseinrichtung zur Positionierung eines Stellele
mentes (2), mit
- - einem Stellmotor (1) zum Antreiben des Stellelementes und
- - einer Steuerungseinrichtung (3, 5, 6) zur Steuerung des Stellmotors und zur Erkennung der Stellelementposition durch Erfassung des Motorstroms,
gekennzeichnet durch
- - ein mit der Verstellbewegung des Stellelementes (2) mit bewegtes mechanisches System (4) mit längs seines Bewe gungsweges variierender potentieller Energie, wobei die Motorstromkennlinie über den Stellelementeinstellbereich hinweg wesentlich von der vom mechanischen System auf das Stellelement ausgeübten Kraft bestimmt ist.
2. Stellantriebseinrichtung nach Anspruch 1, weiter
dadurch gekennzeichnet, daß
der Verlauf der potentiellen Energie des mitbewegten mechani
schen Systems (4) Bereiche mit lokal minimaler potentieller
Energie beinhaltet, denen jeweils eine stabile Einstellposition
des Stellelementes (2) zugeordnet ist.
3. Stellantriebseinrichtung nach Anspruch 2, weiter
dadurch gekennzeichnet, daß
bei einer Verstellbewegung des Stellelementes (2) in eine ange
forderte Einstellposition die Steuerungseinrichtung (3) das
Stellelement durch den Stellmotor (1) in den zugehörigen Be
reich lokal minimaler Energie des mechanischen Systems (4)
führt und den Motor anschließend abschaltet, sobald sie einen
Motorstromanstieg detektiert.
4. Stellantriebseinrichtung nach Anspruch 2, weiter
gekennzeichnet durch
zwei parallel in den Motorstromkreis eingebaute elektrische
Schaltelemente, von denen das eine durch die Steuerungseinrich
tung gesteuert betätigbar und das andere mechanisch betätigbar
und mit der Stellelement-Verstellbewegung derart gekoppelt ist,
daß es jeweils in der Umgebung einer stabilen Stellelement-Ein
stellposition geöffnet und ansonsten geschlossen ist.
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Legal Events
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| 8100 | Publication of patent without earlier publication of application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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Owner name: DAIMLER-BENZ AKTIENGESELLSCHAFT, 70567 STUTTGART, |
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Owner name: DAIMLERCHRYSLER AG, 70567 STUTTGART, DE |
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Owner name: GANSER, MARTIN, DIPL.-ING.(FH), 71263 WEIL DER, DE |
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| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20111102 |