DE4413475A1 - Vorrichtung zum Trennen von auf Rollenbahnen beförderten Paletten - Google Patents

Vorrichtung zum Trennen von auf Rollenbahnen beförderten Paletten

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DE4413475A1
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Karl-Heinz Dipl Ing Beckmann
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EUROROLL DIPL ING K H BECKMANN
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trennen von auf Bahnen beförderten Gegenständen, insbesondere von auf Schwerkraftrollenbahnen abrollenden Paletten, nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Aus der DE 42 00 641 ist eine derartige Trennvorrichtung bekannt. Bei dieser Trennvorrichtung wird durch das in Transportrichtung vordere Ende einer zu befördernden Palette ein Betätigungshebel niedergedrückt, wodurch hinter dieser zu befördernden Palette und vor einer in einem Abstand nachfolgenden zweiten Palette ein Verriegelungshebel hochgedrückt wird. Dieser Verriegelungshebel verhindert ein Nachrollen der zweiten nachfolgenden Palette. Der zum Trennen der Paletten notwendige Abstand wird, wie üblich, durch Bremsrollen erzeugt. Nachteilig an dieser Vorrichtung ist, daß nur Paletten einer bestimmten Länge getrennt werden können. Diese Länge ist kleiner als der Abstand zwischen dem Verriegelungshebel und dem Betätigungshebel und größer als diese Länge minus dem durch die Bremsrollen erzielbaren Abstand zwischen zwei Paletten.
Aus der DE 75 34 405 U ist ebenfalls eine derartige Vorrichtung bekannt. Auch bei dieser Vorrichtung wird der Betätigungshebel durch die Vorderseite der Palette niedergedrückt, so daß hinter dieser Palette ein Riegel in die Rollenbahn eingebracht wird. Dies führt zum Anhalten nachfolgender Paletten. Nachteilig bei dieser Vorrichtung ist ebenfalls, daß nur Paletten einer bestimmten, in engen Bereichen vorgegebenen Länge getrennt werden können.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die vorerwähnten Nachteile des Standes der Technik zu überwinden. Insbesondere soll es durch die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht werden, auf Rollenbahnen beförderte Paletten beliebiger Länge voneinander zu trennen. Weiterhin soll dies auf möglichst einfache Weise und bevorzugt auf mechanischem Wege erzielt werden, um die Vorrichtung somit kostengünstiger und weniger anfällig gegen Störungen zu machen.
Diese Aufgabe wird durch die Trennvorrichtung mit den im Anspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst.
Zweckmäßige Ausführungsformen gegen aus den in den Unteransprüchen definierten Merkmalen hervor.
Die gemäß der Erfindung erzielbaren Vorteile beruhen unter anderem darauf, daß sowohl der Verriegelungshebel als auch der Betätigungshebel in seiner Ruhestellung mechanisch in ihrer ersten Position gehalten werden. Der Verriegelungshebel und der Betätigungshebel werden durch Paletten entgegen der mechanischen Haltekraft von ihrer ersten Position in ihre zweite Position gebracht, wenn Paletten über sie hinwegrollen. Dadurch, daß der Betätigungshebel und der Verriegelungshebel, insbesondere deren Drehachsen, nahe aneinanderliegend angeordnet sind, wird der Betätigungshebel noch in seiner zweiten Position, die ein Sperren des Verriegelungs­ hebels erlaubt, durch das Hinterende einer Palette gehalten, während das Vorderende einer nachfolgenden Palette den Verriegelungshebel noch nicht erreicht hat. Da es mechanisch möglich ist, die Drehachsen in einem Abstand anzuordnen, der erheblich kleiner ist als die in der Praxis üblichen Palettenlängen, kann unter Umständen sogar auf Bremsrollen verzichtet werden, um den für die Funktion der Vorrichtung notwendigen Mindestabstand zwischen aufeinanderfolgenden, zu vereinzelnden Paletten zu erzeugen. Dieser Mindestabstand sollte größer als der Abstand zwischen den Drehachsen des Betätigungshebels und des Verriegelungshebels sein.
Dadurch, daß der Sperrmechanismus durch das Hinterende einer die Trennvor­ richtung passierenden Palette betätigt wird und nicht, wie bekannt durch deren Vorderende, ist es möglich, beliebig lange Paletten voneinander zu trennen.
Vorzugsweise werden der Verriegelungshebel und der Betätigungshebel mechanisch durch elastische Mittel, insbesondere Federn, in ihrer ersten Position gehalten. Besonders vorteilhaft ist jedoch eine geeignete Ausgestaltung der Hebel bezüglich der Anordnung ihrer Schwerpunkte, so daß sie durch ihre Schwerkraft in der ersten Position gehalten bzw. in diese zurückgeführt werden. Dadurch ist es möglich, die Vorrichtung sehr verschleißfrei zu gestalten, da eine Ermüdung der elastischen Mittel bzw. der Federn nicht gegeben ist. Natürlich ist es auch denkbar, die Hebel auf nicht mechanische Weise, z. B. durch Elektromagnete oder eine pneumatische Vorrichtung, in ihrer ersten Position zu halten, bzw. sie in diese Position immer wieder zurückzuführen.
Vorteilhafterweise ist die Vorrichtung gemäß den Merkmalen im Anspruch 4 ausgebildet. Dadurch ist es möglich, die Trennvorrichtung auf möglichst kleinen Raum auszubilden, um so einen möglichst kleinen Abstand zwischen den zu vereinzelnden Paletten zu erlauben. Dies wird insbesondere durch die beiden quer zueinander verlaufenden schenkelförmigen Enden erzielt, wodurch es möglich ist, daß Teile des Sperrmechanismus sich zwischen diesen beiden Enden befinden, wenn sowohl der Betätigungshebel als auch der Verriegelungshebel in der zweiten Position sind.
Die Anschlagpunkte der Hebel werden vorzugsweise so gewählt, daß der Schwenk­ winkel zwischen den beiden Positionen des Verriegelungshebels und des Betätigungs­ hebels möglichst klein ist. Dadurch wird ein Überdehnen der elastischen Mittel verhindert bzw. eine geeignete Anordnung der Schwerpunkte des Betätigungshebels und des Verriegelungshebels erleichtert.
Auch die in den Ansprüchen 5 bis 8 aufgeführten Merkmale erlauben es eine besonders kompakte Ausführung der erfindungsgemäßen Trennvorrichtung auf möglichst einfache Weise zu erzielen.
Vorteilhafterweise läßt sich der Verriegelungshebel durch einen lösbaren Schnapp­ mechanismus in seiner Verriegelungsstellung arretieren. Dieser Schnappmechanismus kann durch ein Bediener wieder gelöst werden. Dadurch ist es möglich, die nachfolgenden Paletten anzuhalten, um so die zu vereinzelnde Palette entweder in Ruhe der Rollenbahn zu entnehmen, oder beliebige Abstände zwischen aufeinand­ erfolgenden Paletten zu erzeugen. Ist der gewünschte Abstand erzielt bzw. ist die zu vereinzelnde Palette entnommen, wird der Schnappmechanismus vorzugsweise durch einen Hebel wieder gelöst, so daß weitere nachfolgende Paletten vereinzelt werden können. Sollten die nachstauenden Paletten zu dicht aufeinanderfolgen, so daß ein Trennen der Paletten durch die Trennvorrichtung nicht mehr möglich ist, so ist auf einfache und bekannte Weise mittels Bremsrollen, die vor der Trennvorrichtung angeordnet sind, der notwendige, relativ geringe Abstand zu erzielen.
Vorteilhaft ist auch die Anbringung mehrerer erfindungsgemäßer Trennvorrichtungen an einer Rollenbahn. Dadurch können an verschiedenen Stellen Paletten auf der Rollenbahn separiert werden und nicht nur z. B. an ihrem Ende. Die Rollenbahn ist dabei vorteilhafterweise in ihren Entnahmebereichen, d. h. nach einer erfindungs­ gemäßen Trennvorrichtung möglichst waagrecht bzw. mit geeigneten Bremsrollen ausgebildet, um so langsam dahinrollende, vereinzelnde Paletten problemlos der Rollenbahn entnehmen zu können.
Aus den vorstehenden Ausführungen ist ersichtlich, daß die vorteilhaften Ausgestal­ tungsmerkmale in Kombination miteinander bzw. mit den erfindungsgemäßen Merkmalen ganz erheblich dazu beitragen, die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe überraschend zu lösen. Denn es wird auf bestechend einfache, aber dennoch äußerst wirkungsvolle und zuverlässige Weise durch die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht beliebig lange Paletten voneinander zu trennen.
Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung anhand der beigefügten Figuren näher erläutert. Dabei werden weitere Vorteile und Merkmale gemäß der Erfindung offenbart. Es zeigen:
Fig. 1 bis 6 die zeitliche Abfolge eines erfindungsgemäßen Trenn­ vorganges zweier Paletten mit den dazugehörigen Stellungen, die eine Ausführungsform der erfindungs­ gemäßen Trennvorrichtung dabei einnimmt;
Fig. 7a und 7b schematische Seitenansichten einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Trennvorrichtung und ihre Anordnung am Ende einer Rollenbahn gemäß der Erfindung;
Fig. 8a und 8b schematische Seitenansichten einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung entsprechend der Fig. 7, jedoch nur mit halb so langen Paletten;
Fig. 9 eine Seitenansicht gemäß Fig. 7, jedoch zusätzlich mit einem Schnappmechanismus bzw. Schnäpper zum Arretieren der Verriegelungsstellung;
Fig. 10a und 10b schematische Seitenansichten gemäß Fig. 9, bei der jedoch der Schnappmechanismus beim Entfernen der am Anschlag anliegenden Palette automatisch gelöst wird.
Soweit bei den folgenden Ausführungsbeispielen gleiche Bezugszeichen verwendet werden, bezeichnen diese gleiche oder funktionsgleiche Bestandteile.
In Fig. 1 ist eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Trennvor­ richtung in einer ersten Stellung zu sehen. In dieser Stellung liegt eine Palette 1 an dem Verriegelungshebel 10 bzw. an dessen ersten Ende 11 an. Die Palette 1 liegt auf Rollen 2, die Teil einer Rollenbahn sind. Der Verriegelungshebel 10 wird durch eine Feder 17, die in ein am unteren Ende der Verriegelungshebels 10 gelegenen Loch 16 eingreift mit seinem unterhalb der Drehachse 14 gelegenem Ende an einem Anschlagspunkt 54 gehalten. Der oberhalb der Drehachse gelegene Teil des Verriegelungshebels besteht aus zwei zueinander im rechten Winkel befindlichen Schenkeln mit Enden 11 und 12. Diese Schenkel bilden einen Winkel der nach oben offen ist. Der Betätigungshebel 20 liegt mit einer Auflagefläche 21 an einem Anschlagpunkt 52 oberhalb seiner Drehachse 24 an. An diesem Anschlagpunkt wird er durch eine Feder 27, die in ein Loch 26 eingreift festgehalten. Dieses Loch befindet sich unterhalb der Drehachse 24 am unteren Ende des Betätigungshebels. Mit dem Betätigungshebel 20 ist über die Drehachse 24 ein Sperrhebel 30 verbunden. Diese Drehachse 24 ist in Transportrichtung 4 außermittig durch den Sperrhebel geführt. Der Sperrhebel liegt aufgrund seiner Schwerkraft an dem Hebel­ anschlag 22 an. Die Anschlagspunkte 52 und 54, sowie die Drehachsen 14 und 24 sind mit einer Stützvorrichtung 50 zum Stützen der Trennvorrichtung fest verbunden.
In Fig. 2 befindet sich die bevorzugte Ausführungsform der Trennvorrichtung in einer zweiten Stellung. In dieser Stellung ist der Verriegelungshebel 10 in seine zweite Stellung nach unten gekippt und liegt mit seinem ersten Ende 11 am unteren Ende der Palette 1 an. In dieser Stellung ist der untere Teil des Verriegelungshebels 10 von seinem Anschlagpunkt 16 entfernt und die Feder 17 ist gedehnt. Der unterhalb der Drehachse 14 gelegene Teil der Verriegelungshebels 10 weist vorzugsweise auf seiner dem Rollbahnende abgewandten Seite eine Abflachung 15 bzw. Einbuchtung auf, die es erlaubt den Verriegelungshebel 10 ausreichend weit niederzudrücken ohne daß dessen unteres Ende mit der ihm nahegelegenen Rolle 2 in Kontakt kommt. Weiterhin liegt die Palette 1 in dieser Stellung der Verriegelungs­ vorrichtung an der Auflagefläche 21 des Betätigungshebels 20 an.
In Fig. 3 befindet sich die bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in ihrer dritten Stellung. In dieser Stellung befinden sich sowohl der Verriegelungs­ hebel 10 als auch der Betätigungshebel 20 unterhalb der Rollenbahnebene, die durch die Auflagebereiche der Palette 1 auf den Rollen 2 festgelegt ist. Das obere Ende 11 des Verriegelungshebels 10 liegt ebenso wie das obere Ende der Auflagefläche 21 am Boden der Palette 1 an. Der Verriegelungshebel 10 befindet sich unverändert in seiner zweiten Position. Der Betätigungshebel befindet sich jetzt ebenso in seiner zweiten Position, in der er im Vergleich zur ersten Position in Transportrichtung gekippt ist. In dieser Position weist seine Auflagefläche 21 von der Transportrich­ tung abgewandt schräg nach oben. Der Sperrhebel 30 wurde durch die Hebelauflage 22 ebenfalls geschwenkt. Eine mit dem Sperrhebel 30 verbundene Auflagefläche 32 befindet sich nunmehr in einer bezüglich der Rollenbahnebene in etwa parallelen Lage. Beim Übergang des Betätigungshebels von der ersten in die zweite Position wurde die mit dem Sperrhebel verbundene Auflage 32 knapp an dem zweiten Ende 12 des Verriegelungshebels vorbeigeführt.
In Fig. 4 befindet sich die erfindungsgemäße Trennvorrichtung in ihrer vierten Stellung. In dieser Stellung ist der Verriegelungshebel 10 freigegeben, da er nicht mehr durch die Palette 1 nach unten gedrückt wird. Die Feder 17 zieht ihn somit in seine erste Position zurück. Dabei wird, wie in der Fig. 4 dargestellt, durch das zweite Ende 12 des Verriegelungshebels 10 der Sperrhebel 30 über bzw. durch seine Auflagefläche 32 angehoben und dabei um die Achse 24 geschwenkt. Dieses Anheben erfolgt soweit, wie in der Fig. 4 dargestellt, bis das zweite Ende 12 des Verriegelungshebels 10 an der Auflagefläche 32 des Sperrhebels 30 vorbeigelangt. In der bevorzugten Ausführungsform ist dies wie dargestellt dann gegeben, wenn der zum zweiten Ende 12 des Verriegelungshebels 10 gehörige Schenkel sich in einer im Vergleich zur Rollenbahnebene parallelen Ebene befindet.
In Fig. 5 befindet sich die bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung in ihrer fünften Stellung. In dieser Stellung ist die Palette 1 nochmals weiter in Transportrichtung 4 befördert. Eine zweite Palette 3 liegt entsprechend der Palette 1 in der Fig. 1 an dem Verriegelungshebel 10 an, während die Palette 1 weiterhin mit ihrem hinteren Ende den Betätigungshebel 20 in seiner zweiten Position hält. Im Vergleich zur Fig. 4 liegt aber nun wieder der Sperrhebel 30 an seinem Hebelanschlag 22 an. Er ist demnach wieder aufgrund seiner Schwerkraft in dieselbe Position wie in Fig. 3 dargestellt gelangt.
In Fig. 6 befindet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung in ihrer sechsten Stellung. Diese Stellung entspricht der Verriegelungsstellung. Denn der Ver­ riegelungshebel 10 wird nun durch die Vorderseite der Palette 2, die auf das erste Ende 11 des Verriegelungshebels 10 drückt, um seine Drehachse 14 soweit geschwenkt, bis sein zweites Ende 12 auf der Auflage 32 des Sperrhebels 30 aufliegt. Dies ist dann gegeben, wenn der zum Ende 11 gehörige Schenkel des Verriegelungshebels 10 senkrecht zur Rollenbahnebene verläuft und somit der zum Ende 12 gehörige Schenkel des Verriegelungshebels 10 parallel zu dieser Rollen­ bahnebene liegt. Ein weiteres Schwenken des Verriegelungshebels ist nicht möglich, da der Sperrhebel 30 durch die Hebelauflage 22, den Betätigungshebel 20 und des auf dem Bestätigungshebel ihm lastende Hinterende der Palette 1 in seiner Stellung gehalten wird.
In Fig. 7 ist gezeigt, wie eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vor­ richtung in eine erfindungsgemäße Rollenbahn bevorzugt eingebaut wird. Neben der bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung 100 ist eine auf den Rollen 2 liegende Palette 1 zu sehen, die über der Vorrichtung 100 abrollt. In etwa im halben Abstand der Palettenlänge vor der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist eine Bremseinrichtung 80 zum Abbremsen der Rollen 2 gezeigt. Diese Bremseinrichtung 80 bzw. die dadurch abgebremsten Bremsrollen 71 erzeugen einen Abstand zwischen den zu befördernden Paletten, der ein Eingreifen der erfindungsgemäßen Trennvor­ richtung zwischen den zu vereinzelnden Paletten erlaubt. Am Ende der Rollenbahn befindet sich ein Anschlag 60, um ein Weiterrollen der zu vereinzelnden Palette zu verhindern.
In Fig. 7b ist schematisch dieselbe Rollenbahn wie in Fig. 7a gezeigt. In der dort gezeigten Situation liegt jedoch die erste Palette 1 am Anschlag 60 an. Der Abstand zwischen der Trennvorrichtung und dem Anschlag ist dabei so gewählt, daß die Palette 1 mit ihrem Hinterende noch den Betätigungshebel nach unten drückt, um so den Verriegelungshebel zu verriegeln. Dadurch wird ein Weiterrollen der Palette 3 verhindert. Ein ausreichend großer Abstand zwischen der Palette 1 und der Palette 3 wurde durch die Bremsvorrichtung 70 erzielt. Die Palette 3 liegt an dem ersten Ende des Verriegelungshebels 10 an.
Fig. 8a entspricht der Situation der Fig. 7a, nur daß die Paletten 1′ und 1 nur halb so lang sind wie die in Fig. 7a und 7b gezeigten Platten. Fig. 8b ist zu entneh­ men, daß sich nun im Gegensatz zur Fig. 7b zwei Paletten zwischen der erfindungsgemäßen Trennvorrichtung und dem Anschlag 60 befinden. Da diese beiden Paletten 1 und 1′ dieselbe Gesamtlänge wie die Palette 1 in der Fig. 7 haben, wird auch in diesem Fall die Trennvorrichtung durch das Hinterende der Palette 1′ verriegelt.
In Fig. 9 weist die erfindungsgemäße Trennvorrichtung zusätzlich ein Schnapp­ mechanismus bzw. einen Schnäpper auf, der ein Entriegeln bzw. eine Freigabe des Verriegelungshebels auch dann verhindert, wenn das Hinterende der Palette 1 nicht mehr auf dem Betätigungshebel lastet. Dieser Schnappmechanismus kann durch einen Hebel 72 der im Bereich des Anschlags 60 angebracht ist und über eine Stange 73 mit dem Schnappen verbunden ist, gelöst werden. Auf diese Weise kann das Vereinzeln vom Bedienungspersonal beliebig gesteuert werden.
Fig. 10a und 10b zeigen eine Variante der in Fig. 9 gezeigten Ausführungs­ form, bei der der Entriegelungshebel 72 zum Entriegeln des Schnäppers 70 dann gelöst wird, wenn die am Anschlag anliegende Palette 1 von der Rollenbahn entnommen wird. Der Entriegelungshebel 72 ist über eine Stange 73 mit dem Schäppen bzw. Schappmechanismus verbunden.

Claims (15)

1. Vorrichtung zum Trennen von auf Rollenbahnen beförderten Paletten
  • a) mit einem drehbar gelagerten Verriegelungshebel (10), der sich in einer ersten Position teilweise über die Rollenbahnebene hinaus erstreckt und durch eine von der Vorderseite einer Palette (1) durch die Beförderung derselben ausgeübte Kraft in Transportrichtung der Rollenbahn in eine zweite Position unter die Rollenbahnebene vollständig abgesenkt werden kann,
  • b) mit einem mit dem Verriegelungshebel (10) mechanisch zusammenwirkenden ebenfalls drehbar gelagerten Betätigungshebel (20), der sich in einer ersten Position teilweise über die Rollenbahnebene hinaus erstreckt und durch eine von der Palette (1) durch die Beförderung derselben ausgeübte Kraft in Transportrichtung (4) der Rollenbahnebene in eine zweite Position unter die Rollenbahnebene vollständig abgesenkt werden kann,
    dadurch gekennzeichnet, daß
  • d) der Verriegelungshebel (10) und der Betätigungshebel (20) jeweils mechanisch in ihrer ersten Position gehalten werden, und in diese zurückgeführt werden, wenn sie nicht mehr von der Palette in der zweiten Position gehalten werden,
  • e) die Drehachsen (14, 24) des Betätigungshebels (20) und des Verriegelungshebels (10) in einem Abstand zueinander längs der Rollenbahn angeordnet sind, der klein gegenüber der Länge der zu befördernden Paletten ist,
  • f) ein Sperrmechanismus (30) den Verriegelungshebel (10) zum Anhalten einer nachfolgenden Palette (3) mechanisch daran hindert, in seine zweite Position zu gelangen, und ihn in dieser Verriegelungsstellung solange hält, wie der mit dem Sperrmechanismus (30) mechanisch verbundene Betätigungshebel (10) durch das hintere Ende der vorauslaufenden Palette (1) in seiner zweiten Position gehalten wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebel durch elastische Mittel (17, 27) in ihrer ersten Position gehalten bzw. in diese zurückgeführt werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebel bezüglich der Anordnung ihrer Schwerpunkte so ausgestaltet sind, daß sie durch die Schwerkraft in der ersten Position gehalten bzw. in diese zurückgeführt werden.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
  • a) der Verriegelungshebel (10) folgendes aufweist:
  • a1) zwei schenkelförmige Enden (11, 12), wobei
  • a1.1) das erste Ende (11) in der ersten Position des Verriegelungshebels (10) in etwa nach oben senkrecht oder winklig zur Rollbahnebene weist und in diese hineinragt,
  • a1.2) das zweite Ende (12) in der ersten Position des Verriegelungshebels (10) winklig zum ersten Ende (11), in etwa in Förderrichtung weist, und
  • a2) eine erste Drehachse (14), die in etwa senkrecht zur Transportrichtung verläuft und um die der Verriegelungshebel (10) schwenkbar ist, wobei ein erster Anschlagpunkt (54) seine erste Position festlegt,
  • b) daß der Betätigungshebel (20) folgendes aufweist:
  • b1) eine zweite Drehachse (24), die in etwa senkrecht zur Transportrichtung verläuft und um die der Betätigungshebel (20) schwenkbar ist, wobei ein Anschlagpunkt (52) seine erste Position festlegt
  • c) und daß der Sperrmechanismus einen Sperrhebel (30) aufweist,
  • c1) der ebenfalls um die zweite Drehachse (24) schwenkbar gelenkig gelagert ist,
  • c2) der aufgrund der Schwerkraft und/oder eines elastischen Mittels an einem mit dem Betätigungshebel (20) verbundenen und sich mit ihm mitbewegenden Hebelanschlag (22) gehalten wird,
  • c3) dessen Abmessungen in Verbindung mit der Lage des Sperrhebels so gewählt sind, daß das zweite Ende des Verriegelungshebels (10) den Sperrhebel (30) beim Übergang des Verriegelungshebels (10) von seiner zweiten zu seiner ersten Position oder umgekehrt nicht berührt, wenn sich der Betätigungshebel (20) in seiner ersten Position befindet, beim Übergang von seiner zweiten in seine erste Position den Sperrhebel (30) anhebt, wenn sich der Betätigungshebel (20) in seiner zweiten Position befindet, und beim Übergang von seiner ersten zu seiner zweiten Position in seiner Verriegelungsstellung durch den Sperrhebel (30) gehalten wird bzw. mit seinem zweiten Ende auf diesem aufliegt, wenn sich der Betätigungshebel (20) in seiner zweiten Position befindet.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen dem Sperrhebel (30) und der ersten Drehachse (14) kleiner ist, als der Abstand zwischen dem zweiten Ende des Verriegelungshebels (12) und der ersten Drehachse (14), wenn sich der Betätigungshebel (20) in seiner zweiten Position befindet und der Sperrhebel (30) an seinem Hebelanschlag (22) anliegt.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden schenkelförmigen Enden (11, 12) des Verriegelungshebels (10) in etwa rechtwinklig zueinander angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Drehachsen (14, 24) in etwa in einer Ebene liegen, die in etwa parallel zu der Rollenbahnebene ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das als Auflage für den Verriegelungshebel dienende Ende (32) des Sperrhebels (30) mit dem nach oben weisenden Ende (21) des Betätigungshebels (20) einen stumpfen Winkel aufspannt.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen lösbaren Schnappmechanismus bzw. einen Schnäpper (70) aufweist, der den Verriegelungshebel (10) in seiner Verriegelungsstellung hält, auch wenn sich der Betätigungshebel (20) in seine erste Position zurückbewegt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Schnappmechanismus bzw. Schnäpper (70) durch einen vom Vorderteil der zu separierenden Palette niederzudrückenden (20) Hebel lösbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Schnappmechanismus (70) durch einen im Bereich des Rollenbahnanschlages (60) angeordneten Fußhebel/Handhebel (72) lösbar ist.
12. Rollenbahn, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens eine der Vorrichtungen nach einem der vorhergehenden Ansprüche aufweist.
13. Rollenbahn nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens eine Bremsrolle (80) vor einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11 aufweist.
14. Rollenbahn nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Anschlag (60) am Ende der Rollenbahn aufweist, der in einem Abstand von dem Ende des Betätigungshebels (20) angeordnet ist, der in etwa der Länge der Paletten entspricht.
15. Rollenbahn nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage des Anschlags (60) entlang der Rollenbahn veränderbar ist.
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