DE4415035C2 - Vorrichtung zum Herstellen von Blechverbindungen durch Nahtschweißen mittels Laserstrahl - Google Patents
Vorrichtung zum Herstellen von Blechverbindungen durch Nahtschweißen mittels LaserstrahlInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von Blechverbindungen durch
Nahtschweißen mittels Laserstrahl, wobei angrenzend an die unmittelbare
Schweißstelle dem Laserstrahl ein auf eines der Bleche einwirkendes Andrückelement
zugeordnet ist.
Das Laserstrahlschweißen unter Verwendung von Festkörper- oder Gaslaser gewinnt,
insbesondere auch in der Automobiltechnik, immer größere Bedeutung. Dies liegt im
wesentlichen in den mit diesem Schweißverfahren einhergehenden Vorteilen
begründet, wie sie im einzelnen beispielsweise in dem deutschen Gebrauchsmuster
DE 89 00 556 U1 einer dort vorgenommenen Gegenüberstellung zu anderen
gebräuchlichen Schweißverfahren hervorgehoben worden sind.
Um allerdings die Vorteile dieses Schweißverfahrens optimal nutzen zu können und
ein entsprechendes Arbeitsergebnis zu erhalten, ist es gerade beim
Laserstrahlschweißen erforderlich, daß z. B. der Spalt zwischen zwei im Überlappstoß
miteinander zu verbindenden Blechen nur ein Bruchteil (bis ca. 0,25) der Blechdicke
beträgt. Diese geringen Fertigungstoleranzen lassen sich jedoch in der Regel beim
Herstellungsprozeß (z. B. Tiefziehen) der Blechteile nicht erreichen, so daß die
Ungleichmäßigkeiten und Ungenauigkeiten in der Blechkontur die geforderten
Toleranzen überschreiten.
Auch das oben bezeichnete Gebrauchsmuster befaßt sich mit dieser Problematik und
schlägt zur Lösung vor, daß die Bleche so dicht wie möglich neben der Laser-
Fokussiereinheit durch mindestens eine Rolle gegeneinander pressbar sind und daß die
Rolle und die Laser-Fokussiereinheit gemeinsam beweglich miteinander verbunden
sind. In weiterer Ausgestaltung dieses Vorschlages sind die Bleche zangenartig durch
zwei Rollen (Unterrolle und Oberrolle) und gegebenenfalls unter Zuhilfenahme
weiterer Stützrollen mittels einer zugeordneten Kolben-Zylindereinheit gegeneinander
preßbar.
Der konstruktive Aufwand für die Lösung des zugrundeliegenden Problems ist als
relativ hoch anzusehen. Da Oberrolle und Fokussiereinheit mit
Laserstrahlfokussierung konstruktionsbedingt in Richtung des Schweißnahtverlaufes
nebeneinanderliegen, ist eine gewisse Mindestbreite der Bleche erforderlich.
Darüberhinaus sind gerade im Fahrzeug-Karosseriebau häufig Schweißnähte an
ausgesprochen unzugänglichen Stellen herzustellen, wofür die Vorrichtung gemäß
Gebrauchsmuster nicht geeignet ist.
Die gleichen Nachteile ergeben sich bei Verwendung einer in der deutschen Patent
schrift DE 34 07 770 C2 gezeigten Vorrichtung zum Verschweißen von Blechen,
insbesondere von Halbschalen eines Kraftstoffbehälters für Kraftfahrzeuge, mittels
Laserstrahl, bei der anstatt Rollen ein zur horizontalen Ausrichtung der Bleche
dienender gesenkartiger Halter als Auflager für das untere Blech und ein zur
Aufbringung der Preßkraft auf das obere Blech dienender Niederhalter verwendet
werden.
Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Schweißvorrichtung
gemäß Oberbegriff des Patentanspruches 1 in der Weise weiterzubilden, daß zum
einen mit konstruktiv einfachen Mitteln der gewünschte geringe Spalt zwischen den
Blechen stets eingehalten werden kann und daß zum anderen auch Schweißnähte an
ausgesprochen unzugänglichen, geringen Freiraum bietenden Stellen herstellbar sind.
Dies gelingt erfindungsgemäß mit einer Vorrichtung, die gemäß
Patentanspruch 1 aufgebaut ist.
Es hat sich in praktischen Versuchen gezeigt, daß der für die Einhaltung des geringen
Spaltes erforderliche Anpreßdruck relativ klein sein kann (ca. 150 N-400 N) und
dabei ohne weiteres durch den erfindungsgemäß vorgeschlagenen Niederhalter
aufgebracht werden kann. Die Notwendigkeit eines nur relativ geringen
Anpreßdruckes wurde in der vorbeschriebenen Patentschrift DE 34 07 770 C2 an
sich erkannt (vgl. Spalte 5, Zeilen 14-17); die sich daraus ergebenden vorteilhaften
Konsequenzen bezüglich des konstruktiven Aufbaues der Schweißvorrichtung wurden
jedoch nicht gezogen.
Auch die in der an sich sachgebietsfremden Literatur in Gestalt der JP 5-77071 A
("patent abstracts of Japan" 1993, Section M-1451, VOL. 17/Nr. 395) und US
4 818 322 enthaltenen Informationen vermochten es nicht, zum Gegenstand des
Patentanspruches 1 zu führen.
Im erstgenannten Dokument ist eine Vorrichtung zum Verbinden von Metallfolien
mittels Laserstrahl beschrieben, wobei ein im weitesten Sinne stiftförmiger
Niederhalter zur Anwendung kommt, der allerdings relativ großvolumig ausfällt, u. a.
auch deswegen, weil der Laserstrahl durch den innen hohl ausgeführten Niederhalter
hindurchgeführt wird. Das zweitgenannte Dokument beschreibt ein Verfahren zum
Verlegen von Leiterbahnen, unter Verwendung eines Andrückelementes für die
Leiterbahn, welches dem die Verbindung herstellenden Laserstrahl vor- oder
nachgelagert ist.
Die bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung über das gegenüberliegende Blech
aufzubringende Auflagekraft kann ohne weiteres durch das betreffende Blechteil
selbst aufgebracht werden, wenn es beispielsweise Bestandteil einer einigermaßen
steifen Struktur (z. B. bereits geschweißter Rahmen oder zusammengesetztes
Profilteil) ist. Ansonsten genügt ein entsprechend dimensionierter Auflagerahmen im
Bereich dieses gegenüberliegenden Bleches.
Weitere Vorteile der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor, die besonders
vorteilhafte Weiterbildungen beschreiben.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung dienen Ausführungsbeispiele, welche in der
Zeichnung dargestellt und nachstehend beschrieben sind. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Schweißvorrichtung mit Laser-
Fokussiereinheit und stiftförmigem Niederhalter,
Fig. 2 eine Schnittdarstellung gemäß Linie B/B nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Draufsicht gemäß Pfeil A in Fig. 1 und
Fig. 4 den vorderen Bereich der Schweißvorrichtung gemäß Fig. 1, ergänzt um
Einrichtungen für die Zufuhr von Zusatzdraht und zur Erkennung des
vorgesehenen Schweißnahtverlaufes.
Gemäß Zusammenschau der Darstellungen nach den Fig. 1 bis 3 wird die
erfindungsgemäße Schweißvorrichtung 1 von einem Flansch 2 aufgenommen, der
seinerseits wiederum mittels gleichmäßig über seinen Umfang verteilt angeordnete
Befestigungsschrauben 3 und der Verdrehsicherung dienende Stifte 4 von einem nicht
näher gezeigten Trägerelement 5, beispielsweise dem Endgelenk eines
Schweißroboters, aufgenommen ist.
Die weitere Rahmenkonstruktion der Schweißvorrichtung 1 zur Aufnahme einer
Laser-Fokussiereinheit 6 mit Laserstrahlfokussierung 7 und einem als abgewinkelter
Stab ausgebildeten Träger 8 für einen aufgesetzten stiftförmigen Niederhalter 9 mit
einem kegelig zulaufenden Ende 10 ist teilweise als Schweißkonstruktion ausgeführt.
Die entsprechenden Schweißnähte, überwiegend Kehlnähte, sind, soweit dargestellt,
in den Figuren nicht eigens mit Bezugszeichen versehen, sondern vielmehr als
vollflächig geschwärztes Dreieck erkennbar. Das Niederhalterende 10 kann auch ohne
weiteres anders geformt, beispielsweise abgeplattet sein.
Eine bezüglich der Ebene des Flansches 2 orthogonal von diesem wegragende und
beidseitig mit Stützrippen 13, 14 versehene Tragplatte 15 dient der Aufnahme - jeweils
mittels Befestigungsschrauben 16, 17 - einer oberen sowie einer unteren Grundplatte
18, 19. An die obere Grundplatte 18 ist ein langgestreckter, im vorderen Bereich sich
V-förmig erweiternder (vergl. Fig. 3) und mittels Versteifungsrippe 20 stabilisierter
Tragbalken 23 angesetzt (angeschweißt), wobei im besagten vorderen V-förmig
ausladenden Bereich beidseitig nach unten wegragende Stege 24 angebracht sind,
deren Funktion später noch erläutert werden wird.
Von der unteren Grundplatte 19 ragen zwei nebeneinander angeordnete und einen
Freiraum zwischen sich belassende Lagerstege 25, 26 weg, die etwa im mittleren
Bereich miteinander fluchtende Bohrungen 27, 28 aufweisen, in die jeweils eine
Lagerhülse 29, 30 zur Aufnahme eines Lagerbolzens 33 eingesetzt ist. Der
Lagerbolzen 33 wiederum steht mit einem ersten, in den zwischen den Lagerstegen
25, 26 gebildeten Freiraum sich hineinerstreckenden Gelenkarm 34 in drehfester
(Gewindestift 35) Mitnahmeverbindung.
Der nach vorne (in Richtung auf die Laserfokussiereinheit 6) aus den Lagerstegen
25, 26 herausragende Bereich des ersten Gelenkarmes 34 ist über eine der zuvor
beschriebenen Gelenkverbindung konstruktiv entsprechende Gelenkverbindung mit
einem zweiten Gelenkarm 36 gekoppelt. Auch hier sind wiederum zwei eine
Freisparung 37 zwischen sich belassende Lagerstege 38, 39 mit miteinander
fluchtenden Bohrungen 40, 41 ausgestattet, in die Lagerhülsen 44, 45 zur Aufnahme
eines Lagerbolzens 46 eingesetzt sind. Dieser steht wiederum mittels Gewindestift 47
in entsprechender Weise mit dem ersten Gelenkarm 34 in drehfester Mitnahmeverbin
dung. Die Schwenkachsen beider Gelenkverbindungen stehen dabei aufeinander
senkrecht.
Ein gegenüberliegendes Ende des zweiten Gelenkarmes 36 ist halbschalenförmig
ausgebildet und über randseitige Flansche 48, 49 mittels Befestigungsschrauben 50 mit
einem in diesem Bereich ebenfalls halbschalenförmig ausgebildeten Fortsatz 53
verbunden.
Die so gebildete Lagerschale dient der Halterung der Laserfokussiereinheit 6 mit
Laserfokussierung 7, wobei bezüglich deren konstruktivem und funktionellem Aufbau
im einzelnen weitere Erläuterungen entbehrlich sind, weil dies im Stand der Technik
hinlänglich bekannt und nicht Gegenstand der Erfindung ist.
Ein gegenüberliegendes Ende des Fortsatzes 53 weist seitliche Ausladungen 54 auf,
die unter anderem der Aufnahme von Befestigungsschrauben 55 dienen, über die eine
Grundplatte 56 eines Endstückes 57 der Schweißvorrichtung 1 am Fortsatz 53
befestigt ist. Ein vorderer Längsschlitz 58 des Endstückes 57 mündet in eine weitere
Lagerschale 59, in die der eingangs bereits erwähnte Träger 8 mit endseitigem
Niederhalter 9 einsetzbar, mittels Paßfeder 60 gegen Verdrehen gesichert und mittels
Klemmschrauben 61 in seiner Position fixiert werden kann.
Diese Andrückelemente dienen
gleichzeitig dem Zuführen von Schutzgas (z. B. Argon, Helium oder ein Gemisch aus
beiden) für den Schweißprozeß. Zu diesem Zweck mündet eine Schlauchleitung 64 in
einen Schlauchanschluß 65 an einer oberen Stirnfläche 66 des Trägers 8. Die
Weiterleitung des Schutzgases geschieht über jeweils von den beiden
gegenüberliegenden Stirnflächen 66, 67 des Trägers 8 eingebrachte Bohrungen 68, 69,
die in eine weitere Bohrung 70 im Niederhalter 9 übergehen. Ein zentrischer (auf die
Längsachse bezogen) Anschlußzapfen 73 ragt in eine entsprechende, ebenfalls
zentrische Ausnehmung 74 im Träger 8 hinein und sorgt so für die exakte
Positionierung des Niederhalters 9. Dieses ist letztlich mittels einem einen schnellen
Wechsel des Niederhalters 9 ermöglichenden Befestigungsmittel, nämlich einer
Überwurfmutter 75, welche in ein trägerseitiges Gewinde 76 eingreift, fest mit dem
Träger 8 verbunden.
Der Niederhalter 9 ist in Richtung (Pfeil 77) der herzustellenden Schweißnaht der
Laserstrahlfokussierung 7 und somit dem Laserstrahl 78 vorgelagert. Dadurch, und
insbesondere auch durch das schmale Niederhalterende 10 lassen sich selbst an
unzugänglichen Stellen zuverlässig Schweißnähte herstellen, wie dies aus Fig. 2
ersichtlich wird. Dort wird ein abgewinkelter Flansch 79 eines Dachbleches 80 einer
Kraftfahrzeugkarosserie mit einem zugeordneten Flansch 83 eines Dachrahmens 84
verbunden. Dem Niederhalterende 10 ist es dabei ohne weiteres möglich, in den durch
die Abwinkelungen gebildeten Spalt einzudringen und den oberen Flansch 79 mit
einer vorgegebenen Andruckkraft zu kontaktieren, d. h. während des
Schweißvorganges auf diesem entlangzugleiten. Da der Dachrahmen 84 als aus zwei
Rahmenblechen 81, 82 sich zusammensetzendes, vorgefertigtes (Schweißnähte 85, 86)
Profil ausgeführt und insoweit ausreichend formstabil ist, kann vom Flansch 83 die
notwendige Gegenkraft aufgebracht werden. In Anwendungsfällen, wo dies nicht
gegeben ist, kann beispielsweise von einem Auflagerahmen die vom Niederhalter 9
ausgeübte Kraft zum Eliminieren eines zwischen den Flanschen 79, 83 eventuell
vorhandenen Spaltes aufgenommen werden.
Um eine optimale Führung von Laserfokussiereinheit 6 bzw. Laserstrahlfokussierung
7 und Träger 8 bzw. Niederhalter 9 zu erreichen, ist die sie aufnehmende Einheit der
Schweißvorrichtung 1 in y- und z-Richtung federnd gelagert. Die notwendigen
Bewegungs-Freiheitsgrade hierfür ergeben sich in erster Linie durch die beiden
Lagerstellen (Lagerbolzen 33 und 46).
Die in z-Richtung nach unten gehende Schwenkbewegung der Schweißvorrichtung 1
wird mittels Anschlagschraube 88 begrenzt die in einen an der unteren Grundplatte
19 angesetzten und von diesem wegragenden Arm 89 eingesetzt ist. Eine
Kontermutter 90 sichert die vorgegebene Position der Anschlagschraube 88. An deren
Oberseite kommt beim nach unten Schwenken der Schweißvorrichtung 1 die
Unterseite des Lagersteges 38 des zweiten Gelenkarmes 36 zur Anlage.
Beim Anstellen der Schweißvorrichtung 1 bzw. des Niederhalters 9 an den
abgewinkelten Flansch 79 des Dachbleches 80 wird die Andruckkraft bestimmt und
begrenzt durch die Federhärte zweier Druckfedern 93, die sich beidseitig am vorderen
Ende des Tragbalkens 23 und an den Oberseiten der seitlichen Ausladungen 54 in
dortigen Ausnehmungen 91, 92 abstützen.
Die Schwenkbeweglichkeit in y-Richtung ergibt sich aufgrund der Lagerung mittels
Lagerbolzen 46. Beeinflußt wird die Schwenkbewegung wiederum durch zwei
gegenüberliegend angeordnete und zum einen an den Innenseiten der Stege. 24 und
zum anderen an den seitlichen Ausladungen 54 in dortigen Ausnehmungen 110, 111
sich abstützende Druckfedern 94. In die Stege 24 eingesetzte Schrauben 95 mit
Kontermuttern 96 dienen mit ihrem jeweiligen Schraubenschaft 97 als Anschlag. Die
Schwenkbeweglichkeit in y-Richtung wird nämlich durch die Einschraubtiefe der
Schrauben 95 begrenzt, insofern, als das vordere Ende des jeweiligen
Schraubenschaftes 97 an der seitlichen Ausladung 54 des Fortsatzes 53 zur Anlage
kommt.
Eine Ergänzung der erfindungsgemäßen Schweißvorrichtung 1 ist abschließend in Fig.
4 gezeigt. In Abhängigkeit vom zu schweißenden Werkstoff und der Nahtform (z. B.
Stoßnaht) ist es bisweilen erforderlich, der Schweißstelle Zusatzdraht zuzuführen.
Dies kann mittels einer Schweißdrahtzuführung 98 (z. B. Führungsspirale) mit
endseitigem Mundstück 99 erfolgen, welches einen an sich bekannten konstruktiven
Aufbau besitzt und von einem Stützbalken 100 an einer Anschlußstelle 103 gehalten
bzw. geführt ist, wobei der Stützbalken 100 mittels Befestigungsschrauben 104 am
vorderen Ende des Tragbalkens 23 befestigt ist.
Auch eine an sich bekannte Sensoreinheit 105 (z. B. Kamera) zur Nahterkennung kann
der Schweißvorrichtung 1 zugeordnet sein, so daß mit Hilfe eines Regelkreises die
Bewegung der Schweißvorrichtung 1 mit dem gewünschten Schweißnahtverlauf in
Einklang gebracht werden kann. Zu diesem Zweck ist die Sensoreinheit 105 an oberen
und unteren Anschlußstellen 106, 107 von einem etwa vertikal gerichteten
Halterahmen 108 des Stützbalkens 100 aufgenommen, in der Weise, daß ein
Sensorstrahl 109 der Laserfokussierung 7 und damit dem Laserstrahl 78 vorauseilend
den Schweißnahtverlauf 79 abtastet.
Die gesamte Schweißvorrichtung 1 ist vorzugsweise im wesentlichen aus einem
Aluminiumwerkstoff gefertigt. Träger 8, Niederhalter 9 und Überwurfmutter 75 sind
aus Stahl, das Mundstück 99 der Scheißdrahtzuführung 98 aus Kupfer.
Claims (11)
1. Vorrichtung zum Herstellen von Blechverbindungen durch Nahtschweißen
mittels Laserstrahl, wobei angrenzend an die unmittelbare Schweißstelle
dem Laserstrahl ein auf eines der Bleche einwirkendes Andrückelement
zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Andrückelement als ein
stiftförmiger Niederhalter (9) ausgebildet ist, der in
Richtung der herzustellenden Schweißnaht dem Laserstrahl (78) vor- oder
nachgelagert ist und daß der Niederhalter (9) eine Einrichtung zur Zufuhr
von Schutzgas für den Schweißprozeß zur Schweißstelle aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Niederhalter (9) über Befestigungsmittel (Überwurfmutter 75) an ein
unteres Ende eines als abgewinkelter Stab ausgebildeten Trägers (8)
angesetzt ist, der von einem vorderen Endstück (57) der
Schweißvorrichtung (1) gehalten wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
des weiteren der Träger (8) des Niederhalters (9)
eine Einrichtung für die Schutzgaszufuhr aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Schlauchleitung (64) in einen Schlauchanschluß (65) an einer oberen
Stirnfläche (66) des Trägers (8) einmündet, welches über Bohrungen
(68, 69) im Träger (8) und eine weitere Bohrung (70) im Niederhalter (9) an
das Niederhalterende (10) gelangt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Niederhalter (9) und eine den Laserstrahl (78) erzeugende
Laserfokussiereinheit (6) über die Schweißvorrichtung (1) starr
miteinander gekoppelt und bezüglich des Schweißnahtverlaufes von der
Schweißvorrichtung (1) in y- und z-Richtung federnd gelagert
aufgenommen sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schweißnahtvorrichtung (1) zwischen einem sie aufnehmenden Trägerelement
(5) und den Anschlußstellungen von Laserfokussiereinheit (6) und
Niederhalter-Trager (8) zwei rechtwinklig aufeinander stehende, eine
Schwenkbewegung der jeweils nachgeschalteten Einheit zulassende
Lagerstellen (Lagerbolzen 33, 46) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie zumindest
folgende Merkmale aufweist:
- - einen an eine obere Grundplatte (18) angesetzten langgestreckten und im vorderen Bereich sich v-förmig erweiternden und mittels Versteifungsrippe (20) stabilisierten Tragbalken (23) mit im v-förmigen Bereich nach unten wegragenden Stegen (24),
- - an eine untere Grundplatte (19) angesetzte Lagerstege (25, 26) zur Aufnahme des Lagerbolzens (33), der mit einem sich daran anschließenden Gelenkarm (34) in drehfester Mitnahmeverbindung steht,
- - einen nach vorne (in Richtung auf die Laserfokussiereinheit 6) an den Gelenkarm (34) über den zweiten Lagerbolzen (46) mittels Lagerstegen (38, 39) angeschlossenen zweiten Gelenkarm (36),
- - einen sich an den zweiten Gelenkarm (36) anschließenden und mit diesem verbundenen Fortsatz (53), wobei an der Verbindungsstelle eine Lagerschale zur Halterung der Laserfokussiereinheit (6) gebildet ist,
- - ein an den Fortsatz (53) sich anschließendes und mit diesem verbundenes Endstück (57), welches eine weitere Lagerschale (59) zur Aufnahme und Halterung des Trägers (8) für den Niederhalter (9) aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch in z-Richtung
wirkende Druckfedern (93), die sich beidseitig am vorderen Ende des
Tragbalkens (23) und an der Oberseite des Fortsatzes (53) abstützen und
eine der Begrenzung der Schwenkbewegung dienende Anschlagschraube
(88), deren Oberseite am Lagersteg (38) des zweiten Gelenkarmes (36)
zur Anlage kommt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch zwei
gegenüberliegend angeordnete und sich zum einen an den Innenseiten der
Stege (24) und zum anderen an seitlichen Ausladungen (54) des
Fortsatzes (53) jeweils in dortigen Ausnehmungen (110,111) abstützende
Druckfedern (94), denen in die Stege (24) eingesetze Schrauben (95) zur
Begrenzung der Schwenkbewegung in y-Richtung zugeordnet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Richtung
der herzustellenden Schweißnaht dem Niederhalter (9) eine
Schweißdrahtzuführung (98) mit endseitigem Mundstück (99) zugeordnet
ist, welche über einen Stützbalken (100) vom vorderen Ende des
Tragbalkens (23) gehalten ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Richtung
der herzustellenden Schweißnaht dem Niederhalter (9) eine Sensoreinheit
(105) zur Nahterkennung vorgeschaltet und über einen Stützbalken (100)
vom vorderen Ende des Tragbalkens (23) gehalten ist.
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|---|---|---|---|
| DE4415035A DE4415035C2 (de) | 1994-04-29 | 1994-04-29 | Vorrichtung zum Herstellen von Blechverbindungen durch Nahtschweißen mittels Laserstrahl |
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Publications (2)
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| DE4415035A1 DE4415035A1 (de) | 1995-11-02 |
| DE4415035C2 true DE4415035C2 (de) | 1996-11-28 |
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Family Applications (1)
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| DE4415035A Expired - Fee Related DE4415035C2 (de) | 1994-04-29 | 1994-04-29 | Vorrichtung zum Herstellen von Blechverbindungen durch Nahtschweißen mittels Laserstrahl |
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