DE4416959C2 - Reflow-Lötanlage - Google Patents
Reflow-LötanlageInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Prozesskammer einer Lötanlage zum Löten
von in Förderrichtung transportierten Leiterplatten, insbesondere einer Reflow-
Lötanlage, bei der mittels eines am Rande der Prozesskammer angeordneten
Rotationsgebläses durch oberhalb der Leiterplatten angeordnete Öffnungen Gas
auf die Leiterplatten aufgeblasen und im Kreislauf abgesaugt wird, wobei die
Gebläsewelle des Rotationsgebläses im wesentlichen parallel zu den Leiterplatten
verläuft.
Eine derartige Prozesskammer ist in der deutschen Gebrauchsmusterschrift 92 15 5
53 beschrieben und in seiner Fig. 2 dargestellt. Bei dieser Prozesskammer ist an
ihrem Rande ein Rotationsgebläse angeordnet, das eine Gasströmung erzeugt, die
über entlang der Prozesskammer einzeln angeordnete Öffnungen auf zu
verlötende Leiterplatten aufgeblasen wird. Die von den Leiterplatten und einem
Transport-Gitterband reflektierte Gasströmung wird dann am Ende der
Prozesskammer von dem Rotationsgebläse abgesaugt und im Kreislauf wieder
den Öffnungen zugeführt. Die von dem Rotationsgebläse in den Innenraum der
Prozesskammer eingeblasene Gasströmung wird in zwei Gasteilströme aufgeteilt,
deren jeweilige Intensität der Beaufschlagung der Leiterplatten im Wesentlichen
von zwei Durchlässen abhängt, die dem Rotationsgebläse nachgeschaltet und in
Durchlaufrichtung versetzt zueinander angeordnet sind. Eine günstige Verteilung
der beiden Gasströme in Bezug auf die Leiterplatten lässt sich hierdurch nicht
erzielen und ist offensichtlich auch nicht beabsichtigt.
Aus der nachveröffentlichten DE 44 01 790 C1 ist eine
Prozesskammer zum Löten von Leiterplatten bekannt, wobei
ein Heissluftstrom zwischen benachbarten, zur Leiterplatte hin
offenen Profilteilen hindurch zur Leiterplatte strömt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Prozesskammer zu schaffen, die,
ausgehend von dem eingangs herausgestellten grundsätzlichen Aufbau, eine
Zuleitung des Gases zu den Leiterplatten ermöglicht, bei der sich die Strömung
des Gases in Bezug auf die Leiterplatten in günstiger Weise beeinflussen lässt.
Dies geschieht dadurch, dass an das Rotationsgebläse ein Prozessgastunnel
anschließt, der sich über den Bereich der als Schlitze ausgebildeten Öffnungen
erstreckt, wobei die Schlitze quer zur Förderrichtung der Leiterplatten verlaufen,
und dass der Prozessgastunnel zwei übereinander angeordnete Tunnelbleche
aufweist, wobei zwischen dem unteren Tunnelblech und den Schlitzen ein
Anströmkanal und neben dem Prozessgastunnel ein Raum zur Rückführung des
Gases zum Rotationsgebläse gebildet ist.
Bei einer so gestalteten Prozesskammer wird das von dem Rotationsgebläse
abströmende Gas vollständig durch den Prozessgastunnel geleitet, der von zwei
sich über die Schlitze erstreckenden, übereinander angeordneten Tunnelblechen
gebildet ist. Die Schlitze werden gemeinsam von dem Prozessgastunnel her mit
Gas versorgt, das dann nach Überströmen der Leiterplatten seitlich abgeleitet wird
und in einem Raum neben dem Prozessgastunnel gelangt, wo es dann in das
Rotationsgebläse wieder eingesaugt und danach im Kreislauf wieder dem
Prozessgastunnel zugeführt wird. Mit der Anordnung des einzigen
Prozessgastunnels in der Prozesskammer und seiner Ausrichtung auf sämtliche
Schlitze ergibt sich eine weitgehend gleichmäßige Verteilung der Gasströmung
auf die einzelnen Schlitze und damit eine genau vorhersehbare Beaufschlagung
der Leiterplatten bei deren Durchlauf durch die Prozesskammer. Die Anordnung
des Prozessgastunnels mit zwei übereinander angeordneten Tunnelblechen stellt
dabei eine einfache konstruktive Lösung dar, den Verlauf der Gasströmung durch
den Prozessgastunnel gezielt auszurichten.
Eine besondere gleichmäßige Beaufschlagung der Leiterplatten durch die
Gasströmung erhält man dann, wenn das untere Tunnelblech in Richtung der
Gasströmung gegenüber einer Reihe von benachbarten Schlitzen geneigt
angeordnet ist. Aufgrund einer Annäherung des unteren Tunnelblechs an die
Schlitze wird das Abfließen des Gases über die von diesem zunächst erreichten
Schlitze kompensiert, so dass die einzelnen Schlitze jeweils gleichmäßig mit Gas
versorgt werden.
Für die Gestaltung des Rotationsgebläses verwendet man zweckmäßig ein
Schaufelrad.
Um der Gasströmung die notwendige Temperatur zu geben, ist vorteilhaft im
Ansaugbereich des Rotationsgebläses eine Heizeinrichtung zur Erwärmung des
Gases auf eine Prozesstemperatur vorgesehen. Zur Temperatursteuerung der
Heizeinrichtung kann man vorteilhaft gasstromaufseitig der Heizeinrichtung einen
Temperaturfühler zur Steuerung der Leistung der Heizeinrichtung anordnen.
Die Weiterleitung des Gases nach Überströmen der Leiterplatten wird
zweckmäßig so gestaltet, dass der Raum durch eine Prozesskammerwand und eine
von dieser beabstandete Prozesskammerdoppelwand zur Rückführung des Gases
zum Rotationsgebläse gebildet ist. In diesem Strömungsbereich wird
gewissermaßen das von den Leiterplatten abströmende Gas kanalisiert und auf
diese Weise gezielt in den Raum oberhalb des oberen Tunnelblechs geleitet, von
wo aus das Gas dann in den Ansaugbereich des Rotationsgebläses gelangt.
Zur Bildung der Schlitze verwendet man zweckmäßig zu den Leiterplatten hin
offene Profilteile, wobei zur Bestrahlung der zu behandelnden Oberflächen der
Leiterplatten IR-Strahler in mindestens einem Profilteil angeordnet ist.
Zum Aufbau einer Lötanlage wird eine Vielzahl von Prozesskammern in einer
Reihenanordnung gebildet, in der sich ein Transportband mindestens über die
Länge der Lötanlage erstreckt. Zur Erhöhung der Wärmeleistung in einem Peak-
Bereich werden zweckmäßig Prozesskammern zu beiden Seiten des
Transportbandes angeordnet. Dabei kann man den Peak-Bereich so gestalten, dass
in ihm jeweils zwei Prozesskammern auf jeweils einer Seite des Transportbandes
angeordnet sind. Um den zu verlötenden Leiterplatten die im Peak-Bereich
erforderliche hohe Temperatur wieder zu nehmen, wird zweckmäßig dem Peak-
Bereich eine Kühlvorrichtung nachgeordnet.
In den Figuren sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Lötanlage nach der
Erfindung;
Fig. 2 eine Querschnittansicht einer Prozesskammer nach der Erfindung;
Fig. 3 eine Perspektivansicht der Prozesskammer.
Fig. 1 zeigt schematisch eine Seitenansicht einer Lötanlage der Erfindung.
Die Lötstrecke 1 besteht aus einer Vielzahl von hintereinander angeord
neten Prozeßkammern 2. Über die gesamte Länge der Anordnung von
Prozeßkammern und darüber hinaus verläuft ein Transportband 3. Auf
dem Transportband 3 können Leiterplatten befördert werden, die mit
elektrischen Bauelementen bestückt sind, welche mit der Leiterplatte zu
verlöten sind. An einem Ende der Anordnung der Prozeßkammern 2 ist
ein Zuführbereich 4, bei dem die Leiterplatten auf das Transportband 3
aufgegeben werden. Die Prozeßkammern 2 werden bei unterschiedlichen
Temperaturen betrieben, so daß in Förderrichtung des Transportbandes
3 sich jeweils eine höhere Temperatur einstellt. In einem Peakbereich
6 ist die Temperatur eingestellt, bei der das Verlöten der elektrischen
Bauelemente mit der Leiterplatte stattfindet. Zur Erhöhung der Wärme
leistung in diesem Peakbereich 6 sind dort Prozeßkammern 2 zu beiden
Seiten des Transportbandes 3 angeordnet.
An den Peakbereich 6 schließt sich ein Kühlbereich 7 an, in welchem
die Leiterplatten abgekühlt werden. Der Kühlbereich 7 besteht aus einer
Kühlvorrichtung 42 und einem dahinter angeordneten Auslaufbereich.
Die Lötstrecke 1 hat eine Länge von zwischen 2 m und 10 m, vorzugs
weise 3 m bis 8 m. Die Breite des Transports ist zwischen 25 mm und
600 mm, vorzugsweise zwischen 25 mm und 460 mm.
Zur Erzeugung einer laminaren Strömung um den Peakbereich 6 herum
können die vor dem Peakbereich 6 benachbarte Prozeßkammerkassette
2 und die nach dem Peakbereich 6 angeordnete Kühlvorrichtung 42 in
einem gewissen Abstand vom Peakbereich 6 angeordnet sein. Auf diese
Weise kann der Verbrauch von Schutzgas verringert werden.
Fig. 2 zeigt in Querschnittansicht eine Prozeßkammerkassette 2. Die
Prozeßkammerkassette 2 wird an fünf Seiten von einer Prozeßkammer
wand 16 begrenzt. An einer sechsten Seite der Prozeßkammerkassette
2 verläuft das Transportband 3, auf dem Leiterplatten 8 befördert wer
den können. Die Prozeßkammerkassette 2 ist für einen reinen Konvektionsbetrieb
zum Reflow Löten ausgelegt. Wie später gezeigt werden
wird, können jedoch auch IR Strahler bereitgestellt sein.
Die Wärmeübertragung durch Konvektion von einer Heizeinrichtung 14
zu den Leiterplatten 8 wird durch eine schaufelradähnliche Gebläsewalze
13 aufrechterhalten. Die Gebläsewalze 13 bewirkt einen umlaufenden
Prozeßgasstrom von der Heizeinrichtung 14 zu den Leiterplatten 8 und
zurück. Der Prozeßgasstrom von der Heizeinrichtung 14 zu den Leiter
platten 8 ist mit durchgehenden Pfeilen dargestellt, während der Prozeß
gasstrom von den Leiterplatten 8 zu der Heizeinrichtung 14 mit gestri
chelten Pfeilen dargestellt ist.
Durch ein erstes Tunnelblech 10 und ein zweites Tunnelblech 11 werden
an der schaufelradähnlichen Gebläsewalze 13 ein radialer Ansaugbereich
A und ein radialer Ausstoßbereich B festgelegt. Vom Ausstoßbereich B
wird das Prozeßgas in einen Prozeßgastunnel 30 geführt, der ebenso vom
ersten Tunnelblech 10 und vom zweiten Tunnelblech 11 begrenzt ist.
Der Prozeßgastunnel 30 mündet in einen keilförmigen Anströmkanal 12,
der vom ersten Tunnelblech 10 und einer Anordnung einer Vielzahl von
Reflektoren 9 begrenzt wird.
Ein Reflektor 9 ist ein im wesentlichen U-förmiges Profilteil. Die offene
Seite des U-Profilquerschnitts weist dabei in Richtung auf das Trans
portband 3 mit den darauf beförderten Leiterplatten 8. Zwischen zwei
benachbarten Reflektoren 9 gibt es eine schlitzförmige Durchführung,
durch die der Prozeßgasstrom vom Anströmkanal 12 in den Verwirbe
lungsraum 40 geleitet wird. Die Schenkel des U-Profils sind dabei leicht
angewinkelt, so daß sich der Schlitz zwischen zwei benachbarten Reflek
toren 9 in Strömungsrichtung trichterförmig verengt. Nach dem Durch
tritt durch die trichterförmigen Schlitze trifft der Prozeßgasstrom auf eine
Leiterplatte 8 und wird dort in Richtung auf die Reflektoren 9 reflek
tiert. Im Reflektor 9 kommt es zu weiteren Reflexionen der Strömung,
so daß aus dem ursprünglich laminar anströmenden Prozeßgasstrom im
Bereich der Leiterplatten 8 eine stark turbulente Strömung entsteht.
Durch die Reflektoren 9 und die Leiterplatten 8 wird ein Verwirbelungs
raum 40 festgelegt. Um den Verwirbelungsraum 40 auch bei Nicht
vorhandensein einer Leiterplatte 8 auf dem für die Strömung durch
lässigen Transportband 3 zu begrenzen, ist unterhalb des Transportbandes
3 eine Bodenplatte mit Verwirbelungslamellen 35 angeordnet. Die
Lamellen stellen sicher, daß aufgrund des Nichtvorhandenseins einer
Leiterplatte 8 auch im dann größeren Verwirbelungsraum 40 eine starke
Verwirbelung gewährleistet ist. Es wird dadurch vermieden, daß sich im
Bereich des Transportbandes 3 eine laminare Strömung ausbildet, die
sich über die Grenzen der Prozeßkammerkassette 2 erstrecken würde,
wodurch unerwünschte Verunreinigungen von Kassette zu Kassette wei
tergetragen werden könnten.
Das Prozeßgas wird an den stirnseitigen Enden der Reflektoren 9 gesam
melt und in einem durch eine seitliche Prozeßkammerdoppelwand 18
(nicht gezeigt in Fig. 2) gebildeten Zwischenraum in den oberen Teil der
Prozeßkammerkassette 2 geführt (dargestellt durch gestrichelte Pfeile).
Der kühlere Prozeßgasstrom umströmt einen Temperaturfühler 15 und
wird dann an die Heizeinrichtung 14 herangeführt. Die Heizeinrichtung
14 wird abhängig vom Ausgangssignal des Temperaturfühlers 15 gesteuert.
Der erneut erwärmte Prozeßgasstrom wird nach der Heizeinrichtung 14
von der Gebläsewalze 13 angesaugt, womit der Prozeßgaskreislauf ge
schlossen ist.
Einige der Reflektoren 9 können mit IR Strahlern 41 versehen sein, so
daß die Wirkung der Konvektion mit einer IR Bestrahlung kombiniert
werden kann.
Fig. 3 zeigt eine perspektivische Schnittansicht einer Prozeßkammerkasset
te 2 der Erfindung, wie sie in Fig. 2 dargestellt ist. In Fig. 3 sind die
Elemente des Ausführungsbeispiels mit den jeweils gleichen Bezugszeichen
versehen. Die Beschreibung bezüglich Fig. 2 gilt daher auch für Fig. 3.
Fig. 3 veranschaulicht insbesondere die Funktion von Seiteninnenreflekto
ren bzw Leitblechen 44, die auf dem zweiten Tunnelblech 11 im wesent
lichen senkrecht stehend darauf montiert sind. Die Seiteninnenreflekto
ren 44 bewirken, daß der Prozeßgasstrom von den stirnseitigen Enden
der Anordnung von Reflektoren 9 gleichmäßig dem Ansaugbereich A der
Gebläsewalze 13 über deren gesamte Breite zugeführt wird. Zur weite
ren Erhöhung der Gleichmäßigkeit können mehrere Seiteninnenreflektoren
44 gestaffelt angeordnet sein. Zweckmäßigerweise sind, wie dargestellt,
mindestens zwei Seiteninnenreflektoren 44 symmetrisch bezüglich der
Transportachse angeordnet.
Bei der Erfindung handelt es sich um eine Konvektions-Reflow-Anlage 1,
bei der die Temperaturunterschiede auf der Leiterplatte 8 weitgehend
minimiert werden, und der Verbrauch bei Einsatz eines Schutzgases
gegenüber konventionellen Anlagen stark verringert wird. Obgleich
dieselbe Anlage auch als Konvektionsanlage mit Luft betrieben werden
kann, ist sie für Stickstoff oder andere inerte Gase speziell entworfen
worden. Das Gesamtkonzept beruht unter anderem auf einem neuen
Umluftsystem, bei dem in jeder Prozeßkammer 2 ein schaufelradähnliches
Gebläse 13 horizontal angeordnet ist. Diese Lage des Gebläses 13
verhilft mittels Leitblechen 10, 11 zu einer sehr gleichmäßigen Luftströ
mungsverteilung im gesamten Anströmkanal 12. Der Zutritt der Luft zu
den Leiterplatten 8 wird über die gesamte Breite des Transportbandes 3 zwi
schen den Reflektoren 9 bewerkstelligt, das Absaugen des Prozeßgases
erfolgt jedoch über die Seiteninnenreflektoren 44. Dadurch erreicht man
eine sehr gleichmäßige, jedoch turbulente Strömung über die gesamte
Breite des Transportbandes 3.
Das Einführen des Gases über die gesamte Breite sowie das Absaugen
über die Seiten erzeugt eine Art Wabereffekt, der in jeder Prozeßabtei
lung, d. h. unabhängig gesteuerten Abschnitt im Verwirbelungsbereich 40,
einen stabilen Zustand erzeugt. Obgleich die Luftströmung alle 2,5 cm
in Transportrichtung eine Richtungsänderung aufweist, wird die Energie
übertragung in andere Abschnitte oder Prozeßkammerabschnitte mini
miert. Diese Energiezufuhr auf die Leiterplatte 8 ist speziell in Kon
vektionsanlagen äußerst wichtig, damit präzise Profile, wie sie von den
Anwender für spezielle Lötpasten oder Produkte gefordert werden, auch
tatsächlich realisiert werden können.
Das in derartigen Maschinen schwer zu erreichende thermische Gleichge
wicht wird durch mehrere Maßnahmen ohne zusätzliche Kühlung in
diesen Bereichen bewirkt. Die Messung der Temperatur des Gases
erfolgt nach Austritt aus der Verwirbelungsbereich und vor dem Auf
heizen des Gases, so daß die Belastung der Prozeßkammerkassette 2
durch Lotgut in die Steuerung mitaufgenommen wird.
Statt zusätzliche Kühlungen in den Prozeßkammerkassetten 2 vorzusehen,
wird die thermische Isolation der Prozeßkammerkassette 2 so abgestimmt,
daß ein Luftstrom zwischen Prozeßraum 17 und Außenhaut der
Kassette 2 hinreicht, um überschüssige Wärme abzuführen.
Ein turbulenter Gasstrom zur Erzielung eines guten Wärmeübergangs auf
die Leiterplatte 8 hat zur Folge, daß Umgebungsluft und damit Sauer
stoff in die Lötanlage 1 gelangen kann. Diesem Problem wird durch
eine spezielle Konvektionsführung in der Prozeßkammer entgegengewirkt.
Während im Inneren der Prozeßraums 17 der Wabereffekt erzeugt wird,
erreicht man durch einen Überdruck, daß sich am Ein- und Ausgang der
Kassette 2 ein laminarer Fluß ergibt. Dieses Überdruckprinzip erzeugt
einen laminaren Fluß, der etwas höhere Geschwindigkeit aufweist als die
Konvektionsgasbewegung im Inneren der Kassette. Ein Zutritt von Luft
und somit Sauerstoff wird vermieden. Lamellen 35 auf der Unterseite
des Transportbandes 3, die entweder vertikal, in einem Winkel oder unregel
mäßig angeordnet sind, verhindern, daß sich durch die gesamte Lötanlage
1 ein Laminarfluß ausbilden kann.
Claims (11)
1. Prozesskammer einer Lötanlage zum Löten von in Förderrichtung trans
portierten Leiterplatten, insbesondere einer Reflow-Lötanlage, bei der
mittels eines am Rande der Prozesskammer angeordneten Rotationsgeblä
ses (13) durch oberhalb der Leiterplatten (8) angeordnete Öffnungen Gas
auf die Leiterplatten (8) aufgeblasen und im Kreislauf abgesaugt wird, wo
bei die Gebläsewelle (17) des Rotationsgebläses (13) im wesentlichen par
allel zu den Leiterplatten (8) verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass an
das Rotationsgebläse (13) ein Prozessgastunnel (30) anschließt, der sich
über den Bereich der als Schlitze ausgebildeten Öffnungen erstreckt, wo
bei die Schlitze quer zur Förderrichtung der Leiterplatten (8) verlaufen,
und dass der Prozessgastunnel (30) zwei übereinander angeordnete Tun
nelbleche (10, 11) aufweist, wobei zwischen dem unteren Tunnelblech
(10) und den Schlitzen ein Anströmkanal (12) und neben dem Prozessga
stunnel (30) ein Raum zur Rückführung des Gases zum Rotationsgebläse
(13) gebildet ist.
2. Prozesskammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das untere
Tunnelblech (10) in Richtung der Gasströmung gegenüber einer Reihe von
benachbarten Schlitzen geneigt angeordnet ist.
3. Prozesskammer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das
Rotationsgebläse (13) in Schaufelrad aufweist.
4. Prozesskammer nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet,
dass im Ansaugbereich des Rotationsgebläses (13) eine Heizeinrichtung
(14) zur Erwärmung des Gases auf eine Prozesstemperatur vorgesehen ist.
5. Prozesskammer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass gasstrom
aufseitig der Heizeinrichtung (14) ein Temperaturfühler (15) zur Steuerung
der Leistung der Heizeinrichtung (14) angeordnet ist.
6. Prozesskammer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass der Raum durch eine Prozesskammerwand (16) und eine von dieser be
abstandete Prozesskammerdoppelwand (18) zur Rückführung des Gases
zum Rotationsgebläse (13) gebildet ist.
7. Prozesskammer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeich
net, dass die Schlitze durch zu den Leiterplatten (8) hin offene Profilteile
(9) gebildet sind und zur Bestrahlung der zu behandelten Oberfläche der
Leiterplatten (8) in mindestens einem dieser Profilteile (9) ein IR-Strahler
(41) angeordnet ist.
8. Lötanlage mit einer Reihenanordnung einer Vielzahl von Prozesskammern
(2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und mit einem Transport
band (3), das sich mindestens über die Länge der Lötanlage erstreckt.
9. Lötanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Peak-
Bereich (6) Prozesskammern (2) zu beiden Seiten des Transportbandes (3) an
geordnet sind.
10. Lötanlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Peak-
Bereich (6) jeweils zwei Prozesskammern (2) auf jeweils einer Seite des
Transportbandes (3) angeordnet sind.
11. Lötanlage nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass dem
Peak-Bereich (6) eine Kühlvorrichtung (42) nachgeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944416959 DE4416959C2 (de) | 1994-05-13 | 1994-05-13 | Reflow-Lötanlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Publications (2)
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Family
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Country Status (1)
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Legal Events
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