DE4417810C2 - Ärztliches oder zahnärztliches Handstück - Google Patents
Ärztliches oder zahnärztliches HandstückInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein ärztliches oder zahnärztliches Handstück nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein Handstück dieser Art ist in der DE 23 34 448 A1 beschrieben. Dieses bekannte
Handstück ist mittels einer Kupplungsvorrichtung an ein Versorgungsteil ankuppelbar, die
einen vom Versorgungsteil vorragenden zylindrischen Kupplungszapfen und eine ihn
aufnehmende Kupplungsausnehmung im hinteren Endbereich des Handstücks aufweist.
Das Handstück weist einen vorderen Medienleitungsabschnitt auf, der sich an einen
hinteren, sich durch das Versorgungsteil erstreckenden Medienleitungsabschnitt anschließt
und ein Rohr oder einen Schlauch aufweist, das bzw. der in einen Medienkanalabschnitt
fest eingesetzt ist, der im hinteren Endbereich des Handstücks aus diesem nach außen
ausmündet. Diese bekannte Ausgestaltung hat sich zwar als brauchbar erwiesen, jedoch
bedarf es einer präzisen Fertigung und Abdichtung der Ausgestaltungsmerkmale der
Griffhülse, die die Medienleitung und Teile der Kupplung bilden. Hierdurch bedarf es für
die Griffhülse nicht nur eines Materials, das die bestehenden Anforderungen an präzise
Ausgestaltungen erfüllt, sondern die Ausgestaltungen sind auch im hinteren Bereich der
Griffhülse schwierig zu verwirklichen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Handstück der eingangs
angegebenen Art so auszubilden, daß die Anordnung der Medienleitung in der Griffhülse vereinfacht werden kann.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung durchsetzt das die Medienleitung bildende
Anschlußröhrchen die Griffhülse axial in einem Durchführungsloch mit Bewegungsspiel,
wobei dieser Durchgriff in einfachster Weise beim Einsetzen der Hülse in die
Griffhülse selbsttätig herbeigeführt wird, so daß es keiner besonderen
Montagemaßnahmen und ggf. auch keiner Abdichtungsmaßnahmen bedarf. Die
Abdichtung des Anschlußröhrchens in der Einsatzhülse kann als vorfertigbare
Baueinheit in einfacher, bequemer und kostengünstiger Weise vorher durchgeführt
werden.
Die Unteransprüche gestalten das Handstück nach Anspruch 1 in vorteilhafter Weise aus
und verbessern dadurch die Handhabung des Handstücks. Außerdem führen sie zu
einfachen und kostengünstig herstellbaren Bauweisen mit kleinen Baugrößen, wobei auch
die Montage bzw. Demontage vereinfacht wird.
Nachfolgend werden die Erfindung und weitere durch sie erzielbare Vorteile anhand
bevorzugter Ausführungsbeispiele und einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein ärztliches oder zahnärztliches Behandlungsinstrument mit einem
erfindungsgemäßen Handstück im axialen Schnitt;
Fig. 2 das Handstück in der Seitenansicht;
Fig. 3 ein erfindungsgemäßes Handstück im axialen Schnitt in abgewandelter
Ausgestaltung.
Das Handstück 1 ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ein austauschbares Teil
eines zahnärztlichen Behandlungsinstruments 2, das das Handstück 1 und ein
Versorgungsteil 3 umfaßt, an das das Handstück 1 mit seinem hinteren Ende durch eine
Steck/Drehkupplung 4 handhabungsfreundlich und schnell ankuppelbar ist, und das
durch eine rückseitige Versorgungsleitung 5 mit einem Versorgungssystem verbindbar
ist, das die Antriebsenergie und Behandlungsmedien für das Behandlungsinstrument 2
liefert, die durch in der flexiblen Verbindungsleitung 5 verlaufende
Versorgungsleitungen zugeführt werden.
Der Antriebsmotor 6 für ein am vorderen Kopfende des Handstücks 1 in eine
Spannvorrichtung 7 einspannbares Behandlungswerkzeug 8, hier ein Bohrer, ist als
Elektromotor im Versorgungsteil 3 angeordnet und durch einen sich im Handstück 1
axial erstreckenden und darin drehbar gelagerten Antriebswellenzug 9 mit einer das
Werkzeug 8 aufnehmenden Lagerhülse 11 antriebsmäßig verbunden. Das Werkzeug 8
ist quer zur Längsmittelachse des Handstücks 1 in einem Handstückkopf 10 mit der
Lagerhülse 11 drehbar gelagert, und es weist somit zur sogenannten Werkzeugseite hin.
Die Steck/Drehkupplung 4 ist durch einen zylindrischen Kupplungszapfen 12 und eine
hohlzylindrische Kupplungsausnehmung 13 gebildet, in die der Kupplungszapfen 12
einsteckbar und in der eingesteckten Position lösbar verrastbar ist, wobei in der
verrasteten Stellung die Drehbarkeit des Handstücks 1 auf dem Kupplungszapfen 12
gewährleistet ist. Die überdrückbare Verrastungsvorrichtung 14 ist durch ein in einer
Ausnehmung des Kupplungszapfens 12 oder der Kupplungsausnehmung 13 gelagertes,
durch eine Feder vorgespanntes oder durch eine Feder gebildetes Verrastungselement
15, z. B. einen Federring, gebildet, der in einer entsprechenden ringförmigen
Verrastungsnut 16 überdrückbar einzurasten vermag.
Bei der vorliegenden Ausgestaltung ist der Kupplungszapfen 12 am Versorgungsteil 3
angeordnet, von dem er axial vorsteht, während die Kupplungsausnehmung 13 im
Handstück 1 angeordnet ist und nach hinten offen ist. Der Antriebswellenzug 9 weist an
seinem hinteren Ende ein Steckkupplungsteil 17 auf, das beim axialen
Zusammenstecken des Handstücks 1 und des Versorgungsteils 3 selbsttätig mit einem
entsprechenden Gegensteckkupplungsteil (nicht dargestellt) am Versorgungsteil 3
kuppelbar ist. Der Kupplungszapfen 12 ist durch eine vorne offene Hülse gebildet, in
die beim Zusammenstecken der rückseitige Endbereich des Antriebswellenzugs 9
eingeführt wird, so daß der Kupplungszapfen 12 den sich in der Kupplungsausnehmung
13 erstreckenden Bereich des Antriebswellenzugs 9 übergreift.
Die Hauptteile des in Form eines sogenannten Winkelstücks geformten Handstücks 1
sind eine Griffhülse 18, deren vorderer Endbereich um einen spitzen Winkel W von
etwa 21° zur dem Werkzeug 8 abgewandten Seite abgewinkelt ist, eine hintere
Verstärkungshülse 19 insbesondere aus Metall, die von hinten in die Griffhülse 18
einsetzbar und darin durch eine Fixiervorrichtung 21 fixierbar ist, eine vordere
Verstärkungshülse 22 insbesondere aus Metall, die von vorne in ein zylindrisches Loch
der Griffhülse 18 einsetzbar und darin durch eine Fixiervorrichtung 23 fixierbar ist, der
das Werkzeug 8 aufnehmende und drehbar lagernde Handstückkopf 10, der mit einem
rückseitigen zylindrischen Steckkupplungszapfen 24 von vorne in die vordere
Verstärkungshülse 22 einsetzbar und darin durch eine Fixiervorrichtung 25 gegen ein
unbeabsichtigtes Herausziehen nach vorne und gegen Drehung gesichert ist, der
Antriebswellenzug 9, der aus einem hinteren Antriebswellenteil 9a, das sich bis zum
Knickpunkt 26 der Griffhülse 18 erstreckt, und einem vorderen Antriebswellenteil 9b
besteht, das sich vom Knickpunkt 26 im Steckkupplungszapfen 24 bis in den
Handstückkopf 10 erstreckt, in dem es durch ein winkelförmiges Zahnradgetriebe 27
mit der Lagerhülse 11 für das Werkzeug 8 antriebsmäßig verbunden ist, und eine
Medienleitung 28 für ein Behandlungsmedium, vorzugsweise Wasser, die sich
außerhalb der Griffhülse 18 an seiner Mantelfläche in Form eines kleinen flexiblen
Schlauches 29 vom hinteren Ende des Handstücks 1 bis zum Handstückkopf 10
erstreckt, in dessen Bereich sie auf die Behandlungsstelle gerichtet ist. Die
Antriebswellenteile 9a, 9b sind durch zwei daran gelagerte Kegelräder 31a, 31b im
Bereich des Knickpunktes 26 antriebsmäßig miteinander verbunden. In den hinteren
Antriebswellenzug 9a kann ein Über- oder Untersetzungsgetriebe 32 integriert sein, das
beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 als Baueinheit mit der hinteren
Verstärkungshülse 19 verbunden und somit mit dieser ein- und ausbaubar ist. Der
vordere Antriebswellenteil 9b ist in einer axialen Lagerbohrung des
Steckkupplungszapfens aufgenommen und gelagert.
Zur Lagerung der hinteren Verstärkungshülse 19 weist die Griffhülse 18 eine
Zentrierung und eine Schulterfläche 33a auf, gegen die die hintere Verstärkungshülse
19 mit einer entsprechenden Schulterfläche 33b am Getriebe 32 spannbar ist. Hierzu ist
eine Ringmutter 34 vorgesehen, die mit einem Außengewinde 35a in ein am hinteren
Ende der Griffhülse 18 angeordnetes Innengewinde 35b einschraubbar ist und mit einer
Schulterfläche 36a gegen eine nach hinten gerichtete Schulterfläche 36b an der
Verstärkungshülse 19 drückt. Bei der vorliegenden Ausgestaltung sind das
Schulterflächenpaar 36a, 36b nach vorne divergente Kegelflächen, die eine Zentrierung
für die Verstärkungshülse 19 im hinteren Bereich der Griffhülse 18 bilden. Eine zweite
Zentrierung für den vorderen Bereich der hinteren Verstärkungshülse 19 ist im mittleren
Bereich der Griffhülse 18 vorgesehen, bei der Ausgestaltung gemäß Fig. 1 unmittelbar
hinter dem Knickpunkt 26, und sie wird durch ein koaxiales, zylindrisches Loch 37 im
Bereich eines inneren Ringvorsprungs 38 mit der nach hinten weisenden etwa radialen
Schulterfläche 33a gebildet. Bei der Ausgestaltung gemäß Fig. 1 ist das Getriebe 32 in
einem Innengehäuse 41 als Einheit angeordnet, die mit einem rückseitigen Gewinde 42
mit dem vorderen Ende der hinteren Verstärkungshülse 19 verschraubt ist,
vorzugsweise aufgeschraubt ist. Das Innengehäuse 41 weist an seinem vorderen Ende
einen zylindrischen Vorsprung 43 auf, der im Loch 37 passend sitzt und somit zentriert
ist.
Die Fixiervorrichtung 23 für den Handstückkopf 10 ist durch eine Arretierschraube 45
mit einem insbesondere kegelförmigen Arretieransatz gebildet, die von außen in ein
ihren Schraubenkopf 47 passend aufnehmendes zylindrisches Loch 48 und in ein
Gewindeloch 49 der vorderen Verstärkungshülse 22 eingeschraubt ist und mit ihrem
insbesondere kegelförmigen Arretieransatz in eine entsprechend geformte Kalotte 51 im
Steckkupplungszapfen 24 einschraubbar ist. Durch die Anordnung mehrerer, auf den
Umfang verteilt angeordneter Kalotten 51 ist es möglich, den Handstückkopf 10 in
mehreren wahlweisen aus der dargestellten Stellung verdrehten Drehstellungen zu
haltern. Um diese Stellungen leichter finden zu können, ist zwischen dem
Handstückkopf 10 und der Griffhülse 18 oder der vorderen Verstärkungshülse 22 ein
Rasteingriff mit einer Ausnehmung und einen darin einfassenden Rastvorsprung 52a
vorgesehen, der bei der vorliegenden Ausgestaltung rückseitig am Handstückkopf 10
angeordnet ist, wobei jeweils gegenüberliegend Rastausnehmungen 52b in der
jeweiligen gewünschten Drehstellung vorgesehen sind. Eine bevorzugte Drehstellung
mit einer entsprechenden Kalotte 51 und Rastausnehmung 52b ist bezüglich der
Darstellung in Fig. 1 um 180° verdreht vorgesehen.
Die Medienleitung 28 durchsetzt die Steck/Drehkupplung 4 radial in der Weise, daß in
jeder Drehstellung der Durchfluß gewährleistet ist. Hierzu mündet ein zunächst
achsparalleler und dann sich radial erstreckender Medienkanal 53, 54 an der
Mantelfläche des Kupplungszapfens 12, wobei in der hinteren Verstärkungshülse 19 in
der gleichen Radialebene ein radialer Medienkanal 55 weiterführt. Die Abdichtung des
Spaltes zwischen dein Kupplungszapfen 12 und der Kupplungsausnehmung 13 erfolgt
durch zu beiden Seiten der Austritts- bzw. Eintrittsöffnungen angeordnete
Dichtungsringe 56, die jeweils in einer Außennut des Kupplungszapfens 12 oder in
einer Innennut der Kupplungsausnehmung 13 sitzen können. Um in jeder Drehstellung
den Durchfluß zu gewährleisten, ist in der Querebene der Kanalöffnung in der
Außenmantelfläche des Kupplungszapfens 12 oder in der Innenmantelfläche der
Kupplungsausnehmung 13 eine Ringnut 55a angeordnet. Der Medienkanalabschnitt 55
erstreckt sich bis zu einem in der Verstärkungshülse 19 nach außen mündenden runden
Loch 58, in das ein winkelförmiges Anschlußröhrchen 57 fest und dicht eingesetzt, z. B.
eingelötet oder eingeklebt ist. Der abgebogene Rohrabschnitt 57a ist etwa achsparallel
oder geringfügig nach außen divergent angeordnet, und er durchragt und überragt die
Griffhülse 18 in einem Durchführungsloch 61 nach außen und nach vorne. Auf dem
äußeren Rohrabschnitt 57a ist der Schlauch 29 aufgesteckt. Der Rohrabschnitt 57a
durchsetzt die Griffhülse 18 im Bereich einer sich radial erstreckenden Wandung 62,
die durch eine stufenförmige Querschnittserweiterung der Griffhülse 18 oder durch eine
äußere Ausnehmung 63 in der Griffhülse 18 gebildet sein kann. Die Ausnehmung 63 ist
so groß bemessen, daß der Schlauch 29 aufsteckbar ist.
Diese Ausgestaltung ist deshalb von besonderem Vorteil, weil es keiner Abdichtung
zwischen dem Anschlußröhrchen 57 und der Griffhülse 18 bedarf. Außerdem bedarf es
keiner Befestigung des Anschlußröhrchens 57 an der Griffhülse. Das Anschlußröhrchen
57 wird beim Einbau der hinteren Verstärkungshülse 19 selbsttätig in seine
Montagestellung außen an der Griffhülse gebracht, ohne daß es einer nachträglichen
Abdichtung bedarf. Dies wird durch die etwa achsparallele Erstreckung des
Rohrabschnitts 57a und des Loches 61 ermöglicht.
Das vordere Ende des Schlauches 29 ist auf ein zweites Anschlußröhrchen 64 (Fig. 2)
aufgesteckt, das in seitlicher Position am Handstückkopf 10 befestigt, z. B. gelötet oder
geklebt ist, und so gebogen ist, daß sein hinterer Rohrabschnitt 64a etwa achsparallel
gerichtet ist und sein vorderer Rohrabschnitt 64b auf die Behandlungsstelle gerichtet ist.
Aus Handhabungsgründen befindet sich das hintere Anschlußröhrchen 57 in mittlerer
Position des oberen rechten oder linken (Rechtshänder) Quadranten in der Blickrichtung
von hinten (siehe Fig. 2).
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3, bei dem gleiche oder vergleichbare Teile mit
gleichen Bezugszeichen versehen sind, unterscheidet sich von dem vorbeschriebenen
Ausführungsbeispiel lediglich durch eine andere Ausbildung und Ausgestaltung der
Lagerung des vorderen Endes des hinteren Antriebswellenteils 9a. In solchen Fällen, in
denen ein anderes oder gar kein Getriebe 32 vorgesehen werden soll, wie es Fig. 3
zeigt, kommt eine Getriebeeinheit mit unterschiedlich großem Innengehäuse 41 oder
kein Getriebe zum Einsatz, sondern lediglich Lagerteile, gemäß Fig. 3 ein oder zwei
Wälzlager 65 mit anderen Querschnittsabmessungen. Für solche Fälle ist es möglich,
mehrere Griffhülsen 18 vorzusehen, die sich bezüglich der in Fig. 3 mit D bezeichneten
Wanddicke unterscheiden und jeweils ein an den Durchmesser der Wälzlager 65
angepaßtes zylindrisches Lagerloch 66 aufweisen. Da bei einer solchen Ausgestaltung
ein separates Innengehäuse 41 des ersten Ausführungsbeispiels fehlt, bedarf es einer
Zentrierung des vorderen Endes der hinteren Verstärkungshülse 19. Diese Zentrierung
kann durch einen zylindrischen Ringansatz 67 in der Griffhülse 18 gebildet sein, in
dem der vordere Endbereich der Verstärkungshülse 19 mit Passung sitzt und ggf.
eingeschraubt ist (Gewinde 42). Zur axialen Positionierung der Verstärkungshülse 19
dient ebenfalls die Schulterfläche 33a, wobei die Verstärkungshülse 19 durch ein oder
zwei der Wälzlager 65 und eine Distanzhülse 68 gegen die Schulterfläche 33a gespannt
ist bzw. begrenzt ist.
Vorzugsweise wird jedoch nur ein und dieselbe Griffhülse 18 für vorbeschriebene
unterschiedliche Ausführungen verwendet, wobei zur Anpassung der entsprechenden
Querschnittsabmessung bzw. zur Lagerung der Wälzlager 65 eine radiale Distanzhülse
69 in die Griffhülse 18 eingesetzt ist, deren Außen-Querschnittsabmessung 71a mit
Passung an die Innen-Querschnittsabmessung 71b der Griffhülse 18 angepaßt ist und an
der Schulterfläche 33a anliegen und durch geeignete Maßnahmen axial gesichert sein
kann. Hierzu kann die Distanzhülse 69 z. B. eingepreßt oder eingeklebt sein oder es
kann zur auswechselbaren Befestigung auch ein entsprechendes Innengewinde an der
Innenmantelfläche der Griffhülse 18 und ein entsprechendes Außengewinde an der
Außenmantelfläche der Distanzhülse 69 angeordnet sein, so daß letztere einschraubbar
ist. In diesem Fall ist es vorteilhaft, am hinteren Ende der Distanzhülse 69
Angriffselemente, z. B. Ausnehmungen oder Vorsprünge, anzuordnen, die ein Ein- und
Ausschrauben mittels eines geeigneten Werkzeugs gestatten. Dabei ist es vorteilhaft,
den Ringansatz 67 einstückig rückseitig an der Distanzhülse 69 anzuordnen. Für
unterschiedlich große Getriebe 32 oder Lagerelemente (Wälzlager) können mehrere
Distanzhülsen 69 jeweils mit an die Größe angepaßtem Innenquerschnitt vorgesehen
sein.
Für ein Handstück 1 ist die Oberflächenform- und beschaffenheit im Griffbereich 72
der Griffhülse 18 von wesentlicher Bedeutung, da davon die Griffestigkeit abhängig ist.
Es besteht die Forderung nach einer solchen Oberflächenbeschaffenheit, daß das
Handstück stabil und sicher in der Hand des Benutzers liegt bzw. gehalten werden kann
und dabei die angreifenden Flächen der Bedienungshand bzw. deren Finger nicht
überbeansprucht werden. Dabei ist zu berücksichtigen, daß im Betrieb des
Handstücks geringe Vibrationen kaum auszuschließen sind, die die
Druckbeanspruchung der Griff-Flächen vergrößerten.
Zur Erfüllung dieser Forderung dienen bei der vorliegenden Ausgestaltung
vorzugsweise zwei Maßnahmen, nämlich zum einen eine gewellte Mantelfläche und
zum anderen eine leichte Rauhheit der Mantelfläche im Griffbereich 72. Dabei hat auch
die Form der Griffhülse 18 einen bedeutenden Einfluß auf ein bequemes und sicheres
Halten und Greifen des Handstücks 1.
Die Griffhülse 18 kann aus korrosionsfestem Metall, insbesondere Edelstahl, Keramik
oder vorzugsweise aus Kunststoff bestehen, insbesondere faserverstärktem Kunststoff.
Bei den Versuchen ist ebenfalls ermittelt worden, daß sich Polyetheretherketon (PEEK),
insbesondere glasfaser- oder kohlenstoffaserverstärkt, besonders gut eignet.
Hierdurch werden die bestehenden Forderungen erfüllt, nämlich große Festigkeit
(insbesondere Biege- und Zugfestigkeit), Temperaturbeständigkeit,
Chemikalienbeständigkeit und Strahlenbeständigkeit, bei geringem Gewicht. Ein sich
gut eignendes PEEK-Thermoplast ist unter der Bezeichnung Victrex erhältlich.
Bei solchen Werkstoffen, die durch Formen herstellbar sind, z. B. Metall, Kunststoff
und Keramik, besteht eine einfache und kostengünstige Herstellung der Rauhheit darin,
diese bei der Herstellung anzuformen und zwar durch eine entsprechende Rauhheit der
betreffenden Formflächen der Form. Diese Herstellungsmethode eignet sich
insbesondere für faserverstärkte Werkstoffe, insbesondere Kunststoff, da hierdurch die
Fasern eingebettet bleiben.
Die vorbeschriebenen Merkmale der Oberflächenstruktur im Griffbereich eignen sich
auch für Handstücke, die sich gerade erstrecken.
Die Herstellung der Griffhülse aus Kunststoff ermöglicht es auch, sie in mehreren
durchgefärbten Farben herzustellen. Hierdurch lassen sich nicht nur besondere
Farbenwünsche des Behandlers berücksichtigen, sondern es ist auch möglich, die
Farben zur Kennzeichnung besonderer Ausführungen des Handstücks 1 oder des
Instruments 2 zu benutzen, z. B. besonderer Getriebeausführungen (Drehzahlen).
Claims (14)
1. Ärztliches oder zahnärztliches Handstück (1) mit einer Griffhülse (18), die sich gerade
oder winkelförmig erstreckt und an ihrem vorderen Ende einen Werkzeughalter (10) mit
einer Spannvorrichtung (7) für ein längs oder quer zur Langsachse des Handstücks (1)
angeordnetes Behandlungswerkzeug (8) aufweist, und an ihrem hinteren Ende durch eine
Kupplungsvorrichtung (4) lösbar mit einem Versorgungsteil (3) verbindbar ist, wobei das
Handstück (1) einen vorderen, außenseitig von der Griffhülse (18) verlaufenden
Medienleitungsabschnitt (28) mit einem Rohr oder einem Schlauch (29) aufweist, der sich
an einen im Versorgungsteil (3) verlaufenden und die Kupplungsvorrichtung (4)
durchsetzenden hinteren Medienleitungsabschnitt anschließt und sich vom hinteren Ende
des Handstücks (1) nach vorne erstreckt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Griffhülse (18) in ihrem hinteren Endbereich eine nach hinten offene Fassung
aufweist, in die eine Hülse (19) lösbar eingesetzt ist, die die zugehörigen
Kupplungselemente für die Kupplung (4) aufweist, wobei am Umfang der Hülse (19) ein
Anschlußröhrchen (57) fest angeordnet ist, das mit einem in der Hülse (19) verlaufenden
Medienkanal (55) verbunden ist, wobei das Anschlußröhrchen (57) sich wenigstens
teilweise nach vorne erstreckt und die Griffhülse (18) in einem Durchführungsloch (61)
axial durchfaßt und überragt und wobei auf das Anschlußröhrchen (57) das Rohr oder der
Schlauch aufgesteckt ist, der im Bereich des Werkzeughalters (10) mit einem auf die
Behandlungsstelle gerichteten Medienkanal (64b) verbunden ist.
2. Handstück nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß es in seinem mittleren Bereich ein inneres zylindrisches Loch (37; 67) aufweist, in
dem der vordere Endbereich der hinteren Hülse (19) eingesetzt und zentriert ist.
3. Handstück nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die hintere Hülse (19) mittels Lager- und/oder Getriebeteilen eingesetzt und zentriert
ist.
4. Handstück nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die hintere Hülse (19) durch ein in die Griffhülse (18) einsetzbares und fixierbares
Fixierelement gegen eine in der Griffhülse (18) angeordnete und nach hinten weisende
Schulterfläche (33a) spannbar ist oder durch diese Schulterfläche axial begrenzt ist.
5. Handstück nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Fixierelement durch ein Schraubelement (34) gebildet ist.
6. Handstück nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schraubelement (34) mit einer nach vorne gerichteten Schulterfläche (36a) gegen
eine nach hinten gerichtete Schulterfläche (36b) an der Hülse (19) drückt.
7. Handstück nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ihm wenigstens eine radiale Distanzhülse (69) zugeordnet ist, die im Bereich des
vorderen Endes der Hülse (19) in die Griffhülse (18) mit Passung einsetzbar ist und die
mit ihrem freien Innenquerschnitt ein Lagerloch (66) für Getriebe und/oder Lagerteile (65)
einer Antriebswelle (9) bildet.
8. Handstück nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die radiale Distanzhülse (69) aus Metall oder Kunststoff besteht.
9. Handstück nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß im vorderen Endbereich der Griffhülse (18) eine Hülse (22) eingesetzt ist, in die der
Werkzeughalter (10) mit einem Steckkupplungszapfen (24) einsteckbar und durch eine
Fixiervorrichtung (25) fixierbar ist.
10. Handstück nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Griffhülse (18) aus einem in einer Form formbaren Werkstoff besteht.
11. Handstück nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Griffhülse (18) aus Metall oder Edelstahl oder Keramik oder Kunststoff oder
faserverstärktem Kunststoff besteht.
12. Handstück nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die hintere und/oder vordere Hülse (19, 22) aus Metall besteht bzw. bestehen.
13. Handstück nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Anschlußröhrchen (57) die Griffhülse (2) im Bereich einer sich radial
erstreckenden Wandung (62) durchsetzt.
14. Handstück nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wandung (62) durch eine stufenförmige Querschnittserweiterung der Griffhülse
(18) oder durch eine äußere Ausnehmung (63) in der Griffhülse (18) gebildet ist.
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