DE4419366A1 - Finishmaschine - Google Patents

Finishmaschine

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DE4419366A1
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Otmar Fahrion
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    • B24B5/36Single-purpose machines or devices
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    • B24B5/423Single-purpose machines or devices for grinding crankshafts or crankpins having a grinding wheel turning around the workpiece
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Description

Die Erfindung betrifft eine Finishmaschine zum Bearbeiten runder Oberflächenabschnitte von Werkstücken gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Bei derartigen bekannten Finishmaschinen sind die Werk­ stücke drehbar auf Reitstöcken gelagert. Ein Bearbeitungs­ mittel ist über feststehende Druckkörper geführt, und durch das Vorbeilaufen der Werkstückoberfläche am Bearbeitungs­ mittel wird Material von dessen Oberfläche abgetragen und diese geglättet.
Insbesondere bei schweren und großen Werkstücken wie Kurbelwellen für Schiffsdiesel erfordert der Einsatz derartiger Finishmaschinen ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und verhältnismäßig viel Zeit, da die Reitstöcke eine Möglichkeit der Verfahrbarkeit der Lagerachse in horizon­ taler und vertikaler Richtung aufweisen müssen, damit die Achse des jeweils zu bearbeitenden Oberflächenabschnittes, z. B. eines Kurbelzapfens, auf die durch die Druckkörper­ anordnung vorgegebene Achse des Bearbeitungskopfes richtig ausgefluchtet wird. Außerdem können sich derartige schwere Werkstücke in Abhängigkeit vom momentanen Drehwinkel unterschiedlich durchbiegen, und da man solche Werkstücke nur an wenigen geometrisch äquivalenten Stellen (z. B. axial fluchtenden Kurbel- oder Hauptzapfen) bei der Bear­ beitung lagern kann, ergeben sich zusätzliche Bearbei­ tungsschwierigkeiten, die zu Ungenauigkeiten der Bearbei­ tung führen können.
Durch die vorliegende Erfindung soll daher eine Finish­ maschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 so weiter­ gebildet werden, daß sie auch Oberflächenabschnitte an sehr schweren Werkstücken bearbeiten kann, ohne daß das Werkstück gedreht zu werden braucht.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch eine Finish­ maschine mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen.
Bei der erfindungsgemäßen Finishmaschine sind die Druck­ körper und das Bearbeitungsmittel auf einem Tragring angeordnet, der seinerseits in einem Halteteil des Bear­ beitungskopfes drehbar gelagert ist. Man kann somit zur Bearbeitung diese verglichen mit dem Werkstück kleine Masse aufweisenden Teile umlaufen lassen, während das Werkstück selbst raumfest bleibt.
Bei der erfindungsgemäßen Finishmaschine ist man auch in größeren Grenzen bezüglich der Einstellung der Relativ­ geschwindigkeit zwischen Bearbeitungsmittel und Werkstück­ oberfläche frei, da keine großen Massen bewegt werden. Aus diesem Grunde ist auch das Einjustieren des Bearbei­ tungskopfes auf die gewünschte Sollachse des zu bearbei­ tenden runden Oberflächenabschnittes einfacher als das Einjustieren des Werkstückes auf die Achse des Bearbei­ tungskopfes. Schließlich genügt bei der erfindungsgemäßen Finishmaschine auch eine verglichen mit dem Stand der Technik erheblich vereinfachte Lagereinrichtung für das Werkstück. Man kann hier z. B. einfach Reitstöcke und das Maschinenbett einer großen Drehmaschine verwenden.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in Unter­ ansprüchen angegeben.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 2 ermög­ licht ein leichtes vollständiges Wegfahren des Bearbei­ tungskopfes von einem zu bearbeitenden runden Oberflächen­ abschnitt zu einem anderen zu bearbeitenden runden Ober­ flächenabschnitt des Werkstückes, da der Tragring segmen­ tiert und leicht zu öffnen ist.
Bei einer Finishmaschine gemäß Anspruch 3 braucht der Tragring nur zwei Segmente aufzuweisen, was im Hinblick auf einfache Herstellung und einfache Handhabung von Vor­ teil ist.
Bei einer Finishmaschine gemäß Anspruch 4 kann der Bearbei­ tungskopf nach Öffnen des Tragringes einfach in horizon­ taler Richtung vom Werkstück weggefahren werden, wenn die Bearbeitung eines Oberflächenabschnittes beendet ist, und zur Bearbeitung des nächsten Oberflächenabschnittes in seitlicher Richtung auf diesen zugefahren werden. Man braucht somit den Bearbeitungskopf nicht oder nur wenig in vertikaler Richtung zu verfahren.
Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 5 ist gewährleistet, daß die beiden Kopfrahmensegmente und die von diesen getragenen Tragringsegmente ohne aufwendige Justierarbeit wieder geschlossen werden können.
Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 6 wird eine rasche und zuverlässige Verriegelung der beiden Kopfrahmensegmente gewährleistet.
Bei einer Finishmaschine gemäß Anspruch 7 ist dasjenige Tragringsegment, welches vom bewegbaren Kopfrahmensegment getragen ist, nach öffnen dieses Kopfrahmensegmentes automatisch unverlierbar mit dem beweglichen Kopfrahmen­ segment verbunden.
Auch die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 8 erlaubt ein einfaches Wegfahren des Bearbeitungskopfes von einem zu bearbeitenden Oberflächenabschnitt sowie ein anschließendes Heranfahren an einen als nächsten zu bearbeitenden runden Oberflächenabschnitt des Werkstückes. Dabei sind bei der Finishmaschine gemäß Anspruch 8 keiner­ lei Teile des Bearbeitungskopfes zu verstellen oder zu lösen.
Bei einer solchen Finishmaschine kann man einen in Umfangs­ richtung kontinuierlichen Antrieb des an einer Stelle unterbrochenen Tragringes besonders einfach gemäß Anspruch 9 gewährleisten.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 10 gestat­ tet es, eine Mehrzahl von Bearbeitungsvorgängen abzuwic­ keln, ohne dazwischen das Bearbeitungsmittel zu wechseln.
Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 11 ist dabei gewährleistet, daß Abschnitte des Bearbeitungs­ mittels jeweils straff über die Druckkörper geführt sind.
Bei einer Finishmaschine gemäß Anspruch 12 kann man das Bearbeitungsmittel einfach und rasch auswechseln.
Hierbei ist es besonders vorteilhaft, wenn auch die Druck­ körper selbst am Wechselrahmen angebracht sind, da man dann auch das Einfädeln des Bearbeitungsmittels schon vorab vor dem Auswechseln der Bearbeitungsmittel-Kassette vorneh­ men kann. Auch kann man unterschiedliche Druckkörper zusammen mit unterschiedlichen Bearbeitungsbändern schon als fertig vorbereitete Austausch-Kassetten bereitstellen.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 14 ermög­ licht es, an in Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden Stellen des zu bearbeitenden Oberflächenabschnittes des Werkstückes mit unterschiedlich starker Anpreßkraft unter­ schiedliche Materialmengen abzutragen. Auf diese Weise kann man systematische Unrundheiten eines bestimmten Werkstücktyps in besonders kurzer Zeit eliminieren.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 15 ist im Hinblick auf eine flexible und rasche Anpassung der Kontur der auf die Druckkörper arbeitenden Nockenfläche von Vorteil.
Dabei gestattet die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 16 das Kombinieren von Nockenringsegmenten unter­ schiedlicher Kontur ohne Bildung von Stufen an der Stoß­ stelle.
Bei einer Finishmaschine gemäß Anspruch 17 lassen sich die Abschnitte der Nockenfläche leicht in Umfangsrichtung verschieben.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 18 ist im Hinblick auf das Einjustieren der Achse des Bearbei­ tungskopfes auf die Achse des zu bearbeitenden Oberflächen­ abschnittes des Werkstückes von Vorteil.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 19 ermög­ licht ein einfaches Verstellen des Bearbeitungskopfes von einem zu bearbeitenden runden Oberflächenabschnitt zu einem axial beabstandeten weiteren zu bearbeitenden Ober­ flächenabschnitt.
Ferner ermöglicht die Verfahrbarkeit des Kopfrahmens und damit des Bearbeitungskopfes auch ein Hin- und Herbewegen des Bearbeitungskopfes mit kleinem Hub, wie im Anspruch 20 angegeben. Man erhält auf diese Weise eine Kreuzschliff- Mikrostruktur der Werkstückoberfläche, wie sie im Hinblick auf gute Laufeigenschaften einer Lagerfläche wünschenswert ist. Darüber hinaus wird durch eine solche zusätzliche axiale Hin- und Herbewegung des Bearbeitungsmittels ein höherer Materialabtrag erzielt.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 21 ermög­ licht ein rasches Bearbeiten von Werkstücken, die eine größere Anzahl zu bearbeitender Oberflächenabschnitte aufweisen.
Dabei kann man bei einer Finishmaschine gemäß Anspruch 22 auch solche axial hintereinanderliegende Oberflächen­ abschnitte eines Werkstückes gleichzeitig bearbeiten, welche nicht axial fluchtend sind.
Eine Finishmaschine, wie sie im Anspruch 23 angegeben ist, erlaubt zugleich laufend das Ausmessen der Ist-Kontur des gerade in Bearbeitung befindlichen Oberflächenabschnit­ tes.
Bei einer Finishmaschine gemäß Anspruch 24 wird ausgehend von den Ausgangssignalen dieser Stellungsfühler laufend berechnet, wie eine ideale Zylinderform des gerade bear­ beiteten Werkstückoberflächenabschnittes am schnellsten und mit geringster Zerspanungsleistung erhalten werden kann. Entsprechend der jeweiligen Unrundheit des Werk­ stückoberflächenabschnittes wird die Soll-Achse durch Verschieben der Tragringachse entsprechend verlagert.
Bei einer Finishmaschine gemäß Anspruch 25 sind dabei weiterhin keinerlei Kabel- oder Schlauchverbindungen zwi­ schen den umlaufenden Teilen des Bearbeitungskopfes und den feststehenden Teilen desselben notwendig.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 26 ist im Hinblick auf ein günstige Laufeigenschaften ergebendes Schliffbild und im Hinblick auf hohen Materialabtrag von Vorteil.
Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 27 wird erreicht, daß sich die gekrümmte Stirnfläche der Druckkörper auch bei geringfügiger Fehlfluchtung der Druck­ körper-Bewegungsachse auf die zu bearbeitende Werkstückober­ fläche einstellen kann.
Auch die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 28 ist im Hinblick auf ein Anpassen der Druckkörper-Stirn­ fläche an die Werkstückoberfläche von Vorteil. Dabei kann man das Ausmaß der Anpassung über die Biegesteifigkeit des die Druckkörper-Stirnfläche bildenden Federbleches variieren.
Bei einer Finishmaschine, wie sie im Anspruch 29 angegeben ist, sorgen die zwischen dem Druckkörper liegenden Umlenk­ rollen zugleich für eine axiale Mitnahme des Bearbeitungs­ mitteles, was insbesondere im Hinblick darauf vorteilhaft ist, dem Bearbeitungsmittel eine vorgegebene axiale Hin- und Herbewegung aufzuprägen.
Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 30 wird erreicht, daß sich die Druckkörper auf größere Exzen­ trizitäten einstellen können, so daß man auf einfache Weise eine diesen Exzentrizitäten Rechnung tragende Kreis­ form unter minimaler Materialzerspanung erhalten kann, falls gewünscht.
Dabei kann man mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 31 dieses automatische Sicheinstellen des durch die Druckkörper vorgegebenen Teilkreises ausschalten, indem man die Hydraulikzylinder in einer vorgegebenen Stellung verriegelt.
Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 32 erhält man auf einfache Weise eine Federwirkung zur Auf­ nahme von symmetrischen Lageabweichungen der Ist-Oberfläche, welche sonst zu harten Schlägen auf die Druckkörperstirn­ flächen führen würden.
Auch die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 33 dient einer Abfederung der Druckkörperstirnflächen.
Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbei­ spielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.
In dieser zeigen:
Fig. 1 eine axiale Aufsicht auf eine Finishmaschine zum Bearbeiten von Kurbelwellen;
Fig. 2 eine seitliche Ansicht eines Bearbeitungskopfes der in Fig. 2 gezeigten Finishmaschine;
Fig. 3 eine axiale Aufsicht auf einen Teil des in den Fig. 1 und 2 gezeigten Bearbeitungskopfes in vergrößertem Maßstabe;
Fig. 4 einen radialen Schnitt längs der Schnittlinie IV-IV von Fig. 3, in welchem Einzelheiten einer Lagerung und Nockenbetätigung von Druckkörpern des Bearbeitungskopfes wiedergegeben sind;
Fig. 5 einen vergrößerten vertikalen Schnitt durch die Stoßstelle zwischen einem beweglichen Teil des Bearbeitungskopfes und einem feststehenden Teil des Bearbeitungskopfes in vergrößertem Maßstabe, wobei Teile weggebrochen sind;
Fig. 6 einen Schnitt durch eine Verriegelungseinheit zum Verbinden des beweglichen Teiles des Bear­ beitungskopfes mit dessen feststehendem Teil;
Fig. 7 eine axiale Aufsicht auf einen abgewandelten Finish-Bearbeitungskopf mit umspulbarem Bear­ beitungsband;
Fig. 8 einen axialen Schnitt durch eine Finish-Einheit des in Fig. 7 gezeigten Bearbeitungskopfes zusammen mit einer elektronisch-mechanischen Nachregeleinheit für die Sollachse des zu be­ arbeitenden Werkstückoberflächenabschnittes;
Fig. 9 einen Schnitt durch einen abgewandelten Druck­ körper;
Fig. 10 einen Schnitt durch einen nochmals abgewandelten Druckkörper;
Fig. 11 eine Ansicht einer Umlenkrolle zum Führen eines Bearbeitungsbandes der Finishmaschine; und
Fig. 12 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 7, in welcher ein abgewandelter Finish-Bearbeitungskopf mit gekoppelt schwimmend gelagerten Druckkörpern gezeigt ist.
In den Fig. 1 und 2 ist mit 10 ein Maschinenbett be­ zeichnet, welches z. B. Teil einer großen Drehmaschine sein kann, wie sie für das spanende Bearbeiten von Schiffs­ kurbelwellen verwendet wird.
Eine solche Kurbelwelle, die typischerweise eine Länge bis zu 10 m (Rohling bis 10,6 m) haben kann und fertig bis etwa 20 t (Rohling 45 t) aufweisen kann, ist in der Zeichnung insgesamt mit 12 bezeichnet. Sie hat auf der Wellenachse liegende Hauptzapfen 14, an welchen die Welle später im Motorgehäuse gelagert wird, sowie über Kurbel­ wangen 16 mit diesen verbundene Kurbelzapfen 18. Die Kur­ belwelle 12 ist am Maschinenbett 10 über vor und hinter der Zeichenebene zu denkende, nicht wiedergegebene Reit­ stöcke gelagert. Um Durchbiegungen der schweren Kurbel­ welle zu verhindern und ihre Einjustierung zu erleichtern, sind insgesamt mit 20 bezeichnete Lagereinheiten vorgese­ hen, die in horizontaler Richtung seitlich verfahrbar auf Schlitten 22 angeordnet sind, die senkrecht zur Zeichen­ ebene, also parallel zur Wellenachse auf Rädern 24 und Schienen 26 verfahrbar sind. Die Lagereinheiten 20 haben jeweils drei Rollen 28, die in Winkelrichtung versetzt sind und an der Oberfläche eines Hauptzapfens 14 angreifen können. Die außenliegenden der Rollen 28 sind auf ver­ schwenkbaren Armen 30 angeordnet, so daß eine Lagereinheit für unterschiedliche Zapfendurchmesser verwendbar ist.
Auf einem weiteren Schlitten 32, der ebenfalls senkrecht zur Zeichenebene von Fig. 1 verfahrbar ist, sitzt ein insgesamt mit 34 bezeichneter Bearbeitungskopf zum Fini­ shen sowohl der Hauptzapfen 14 als auch der Kurbelzapfen 18.
Der Bearbeitungskopf 34 ist in der Zeichenebene von Fig. 1 in horizontaler Richtung verfahrbar auf dem Schlitten 32 angeordnet. Zum Verstellen ist eine Gewindespindel 36 vorgesehen, auf welche ein Elektromotor 38 arbeitet. Bei diesem und anderen bei der betrachteten Finishmaschine verwendeten Elektromotoren kann es sich um einen drehzahl­ steuerbaren Wechselspannungsmotor oder einen Schrittmotor handeln, der eine rasche und präzise Einstellung des durch ihn bewegten Teiles gewährleistet. Obwohl in der Zeichnung nicht näher dargestellt, versteht es sich, daß jedem sol­ chen Antriebsmotor ein Stellungsgeber zugeordnet ist, entweder in Form eines mit der Motorwelle gekuppelten Drehmelders oder in Form eines mit dem bewegten Teil zu­ sammenarbeitenden Linear-Stellungsgebers.
Der Bearbeitungskopf 34 hat ein mit dem Schlitten 32 zu­ sammenarbeitendes erstes Bearbeitungskopfteil 40, welches (abgesehen von den oben angesprochenen Verstellmöglichkei­ ten parallel zur Wellenachse und senkrecht zur Wellenachse) feststehend ist, und daher in der vorliegenden Beschrei­ bung und den Ansprüchen verkürzt als feststehendes Bearbei­ tungskopfteil angesprochen wird. Vom feststehenden Bearbei­ tungskopfteil 40 ist ein insgesamt mit 42 bezeichnetes zweites, verschwenkbares Bearbeitungskopfteil getragen.
Dieses ist in Fig. 1 mit ausgezogenen Linien im geöffne­ ten Zustand, durch strichpunktierte Linien im am ersten Bearbeitungskopfteil anliegenden geschlossenen Zustand wiedergegeben.
Wo nachstehend und in der Zeichnung auf vergleichbare Bauelemente der beiden Bearbeitungskopfteile 40 und 42 abgehoben ist, werden diese durch gleiche Grund-Bezugs­ zeichen gekennzeichnet, denen ein "A" bzw. "B" zur Unter­ scheidung angehängt ist, wo immer eine solche Unterschei­ dung wichtig ist. Werden diese Bezugszeichen ohne solchen Zusatz verwendet, sollen sie gleichermaßen für die Bau­ teile beider Bearbeitungskopfteile 40 und 42 gelten.
Die Bearbeitungskopfteile haben jeweils ein Rahmenteil 44, welches aus zwei beabstandeten Rahmenplatten 46, 48 besteht, die durch Bolzen 50 fest verbunden sind. Die Rahmenplatten nehmen jeweils ein sich über 180° erstrecken­ des Tragringsegment 52 auf, das (vergl. die Fig. 3 und 4) mit einem radial außenliegenden Führungskranz 54 versehen ist.
Wie Fig. 4 näher zeigt, sind in die Stirnflächen der Tragringsegmente 52 obere und untere Laufringsegmente 56, 58 fest eingesetzt, die über eine Umlaufkugelanordnung 60 von feststehenden oberen und unteren Führungsschuhen 62, 64 gelagert sind, welche jeweils zwei die Laufringsegmente 56, 58 von innen bzw. außen übergreifende Wangen 66, 68 haben. Durch die gezeigte Anordnung der Kugeln und Schul­ tern auf den Laufringen wird sowohl eine Radiallagerung als auch eine Axiallagerung des Tragringsegmentes 52 erhalten.
Mit dem Zahnkranz 54 der Tragringsegmente 52 kämmt ein Antriebszahnrad 70 (vergl. Fig. 1 und 3), welches über eine Kette 72 von einem Elektromotor 74 her angetrieben wird.
Die Tragringsegmente 52 tragen jeweils radial nach innen über die innenliegende Fläche des Tragringsegmentes über­ stehende Druckkörper 76, die in Fig. 1 nur schematisch, in den Fig. 3 und 4 genauer wiedergegeben sind.
Die Druckkörper 76 haben jeweils einen Kopf 78, der aus Vulkolan oder einem vergleichbaren formstabilen, jedoch geringfügig elastischen Material hergestellt ist. Die Stirnfläche 80 des Kopfes 78 ist gemäß dem gewünschten Solldurchmesser des zu bearbeitenden Zapfens gewählt.
Der Kopf 78 sitzt auf einem Kopfträger 82, der seinerseits auf einer hohlen Stange 84 angebracht ist. Diese durch­ setzt eine radiale Bohrung 86 in einem Kassettenrahmen 88. Die Bohrung 86 ist am radial außenliegenden Ende mit einer Gegenbohrung 90 versehen, in welcher ein von der Stange 84 getragenes Armteil 92 läuft. Das Armteil 92 trägt eine Nockenfolgerolle 94, die mit sich über einen Winkel von 45° erstreckenden Nockenringsegmenten 96 zu­ sammenarbeiten. Letztere sind über Schrauben 98 mit einem Einstellring 100 verbunden, der wiederum über Schrauben 102 (vergl. Fig. 4) mit dem oberen feststehenden Laufring 62 verbunden ist, der seinerseits über Schrauben 104 mit der Rahmenplatte 46 verbunden ist.
Wie Fig. 3 zeigt, ist der Einstellring 100 mit einer Winkelskala 106 versehen.
Wie aus den Fig. 1 und 4 ersichtlich, sind die Stangen 84 durch in die Bohrung 86 eingesetzte Gleitlagerbuchsen 108 geführt, und die radial außenliegenden Stirnflächen der Kopfträger 82 sind über ein Tellerfederpaket 110 am Kassettenrahmen 88 abgestützt. Die gesamte Anordnung aus Druckkörperträger, Stange 84 und Armteil 92 wird durch einen Bolzen 112 zusammengehalten, der durch diese Teile hindurchgeführt ist.
Bei dem in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Ausführungsbei­ spiel sind auf einem Kassettenrahmen 88 zwei Druckkörper 76 um einen Winkel von 90° gegeneinander versetzt vorge­ sehen. Über die beiden Druckkörper 76 ist ein Bearbeitungs­ band 114 geführt, welches aus einer flexiblen Unterlage und auf dieser angebrachten feinen abrasiven Partikeln besteht. Das Bearbeitungsband 114 wird von einer Vorrats­ rolle 116 abgezogen, die über eine Halterung 118 am in Fig. 3 obenliegenden Ende des Kassettenrahmens 88 befe­ stigt ist, und wird auf eine Aufwickelrolle 120 aufgespult, die über eine weitere Halterung 122 am in Fig. 3 unten­ liegenden Ende des Kassettenrahmens 88 angebracht ist.
Die Lage der beiden Halterungen 118 und 122 ist so gewählt, daß das Bearbeitungsband 114 unter einem Winkel von etwa 20 bis 30° zur Stirnfläche 80 des Kopfes 78 geneigt auf letzteren aufläuft und unter etwa gleichem Winkel vom in Drehrichtung gesehen hinteren Druckkörper 76 abläuft.
Um vergleichbare Ablaufgeometrie bzw. Auflaufgeometrie für den vorderen bzw. hinteren Druckkörper zu schaffen, liegt zwischen den beiden Druckkörpern eine insgesamt mit 124 bezeichnete Rolleneinheit, die drei Umlenkrollen 126, 128 und 130 aufweist, die jeweils hinter dem durch die Stirnflächen 80 der beiden Druckkörper 76 vorgegebenen Kreis 132 liegen.
Der Kassettenrahmen 88 kann zusammen mit den von ihm ge­ tragenen Bauteilen nach Lösen von nicht dargestellten Schrauben als eine Einheit von Tragbolzen 134 des betrach­ teten Tragringsegmentes 52 abgenommen werden. Auf diese Weise läßt sich das Bearbeitungsband 114 nach vollstän­ digem Verbrauch leicht austauschen. Auch kann man komplette Einheiten mit unterschiedlichen Druckkörpern/Bearbeitungs­ band-Kombinationen fertig vorbereitet für raschen Austausch in einem Lager bereithalten.
Damit das im verschwenkbaren Kopfteil 42 enthaltene Trag­ ringsegment 52B auch beim Wegschwenken dieses Bearbeitungs­ kopfteiles sicher in diesem gehalten bleibt, ist eine in Fig. 5 näher gezeigte Verriegelungseinrichtung 136 vorgesehen. Zu dieser gehört ein Verriegelungshebel 138, der als Winkelhebel ausgebildet ist und in einer Tasche 140 des Bearbeitungskopfteiles 42 Aufnahme findet. Er ist beim Ende seines einen Armes über einen Stift 142 verschwenkbar gelagert, und die Außenseite des Endes seines anderen Armes ist mit einer Nase 144 versehen, die zwischen zwei Zähne des Zahnkranzes 54 eingreifen kann.
An der Rückseite des Verriegelungshebels 138 greift eine Feder 146 an, durch welche der Verriegelungshebel 138 in eine in den Zahnkranz 54 eingreifende Stellung vorge­ spannt ist.
Wie Fig. 5 zeigt, ist die Lage des Stiftes 142 und die Breite des Verriegelungshebels 138 so gewählt, daß der in Fig. 5 links gelegene, vertikale Arm des Verriegelungs­ hebels 138 mit seiner linken Kante über die Begrenzungs­ fläche des Kopfteiles 42 überstehen kann. Diese Lage des Verriegelungshebels 138, die unter der Kraft der Feder 146 eingenommen wird, ist in Fig. 5 strichpunktiert angedeutet.
Wird das Bearbeitungskopfteil 42 gegen das Bearbeitungs­ kopfteil 40 bewegt, so wird durch die Stirnfläche des letzteren der in Fig. 5 vertikale Arm des Verriegelungs­ hebels 38 erfaßt, so daß der Verriegelungshebel 138 ent­ gegen der Kraft der Feder 146 im Uhrzeigersinne ver­ schwenkt wird und seine Nase 144 vom Zahnkranz 54 frei­ kommt.
Unter diesen Bedingungen können die beiden Tragringseg­ mente 52 unbehindert in dem durch die Rahmenplatten 46, 48 und die hiervon getragenen Bauteile 56 bis 68 gebildeten Lager umlaufen, wobei sie axial und radial gelagert sind.
Zum sicheren Verbinden der beiden Bearbeitungskopfteile 40, 42 in dieser geschlossenen Arbeitsstellung ist eine insgesamt mit 148 bezeichnete Verriegelungseinheit vor­ gesehen, die in Fig. 1 nur schematisch und um 90° bezüg­ lich der Kopfachse versetzt wiedergegeben ist und in Fig. 6 um 90° bezüglich der Ebene des Bearbeitungskopfes ver­ kippt dargestellt ist.
Zur Verriegelungseinheit 148 gehört ein Riegelzapfen 150, der vom Bearbeitungskopfteil 42 getragen ist und an seinem freien Ende mit einem kegelstumpfförmigen Endabschnitt 152 versehen ist. Der Riegelzapfen 150 läuft in einer Riegelhülse 154, die fest mit dem Bearbeitungskopfteil 40 verbunden ist.
Im in Fig. 6 links gelegenen Abschnitt ist der Riegel­ zapfen 150 mit einer kegelförmigen Fallenbohrung 156 ver­ sehen, in welche ein kegelförmiger Endabschnitt 158 eines Fallenzapfens 160 einfahrbar ist. Der letztere ist senk­ recht zur Achse der Riegelhülse 154 verschiebbar in einer Hülse 162 geführt, die von einem insgesamt mit 164 bezeich­ neten Verriegelungsgehäuse getragen ist. Letzteres nimmt einen druckluftbetätigten doppeltwirkenden Arbeitszylinder 166 auf, dessen Kolbenstange 168 mit dem Fallenzapfen 160 verbunden ist.
Man erkennt; daß bei in Fig. 6 nach unten bewegtem Fallen­ zapfen 160 der Riegelzapfen 150 in und aus der Riegelhülse 154 bewegbar ist, während der im wesentlichen in die Riegelhülse 154 eingefahrene Riegelzapfen 150 durch zu­ sammenarbeitende Kegelflächen von Fallenbohrung 156 und Endabschnitt 158 in die Schließstellung gezogen wird, wenn die Kolbenstange 168 ausgefahren wird.
Alternativ kann das verschwenkbare Kopfteil 42 durch Feder­ kraft am feststehenden Kopfteil 40 gehalten werden, wobei dann ein Druckluftzylinder oder ein anderer Servomotor vorgesehen wird, um das Kopfteil 42 entgegen der in Schließ­ richtung wirkenden Federkraft vom feststehenden Kopfteil 40 abzuklappen.
Bei dem in Fig. 7 wiedergegebenen abgewandelten Bearbei­ tungskopf sind Bauelemente, die funktionell schon unter Bezugnahme auf die vorstehenden Figuren beschriebenen Bauelementen entsprechen, wieder mit denselben Bezugs­ zeichen versehen, auch wenn sie sich in Einzelheiten ihrer Geometrie hiervon unterscheiden.
Es ist bei diesem Bearbeitungskopf nur einziges Tragring­ segment 52 vorgesehen, welches sich über einen Winkel von etwa 300° erstreckt. Auf die beiden Stirnflächen des Tragringsegmentes 52 sind zwei axial vorstehende Führungs­ rippen 170 vorgesehen, die im Gleitspiel in Nuten 172 laufen, die auf den Innenseiten der Rahmenplatten 46, 48 vorgesehen sind. Die Rahmenplatten 46, 48 haben nun eine Wellenaufnahmeöffnung 174, welche in der Zeichnung nach rechts zum Rand der Rahmenplatten 46, 48 hin offen ist.
Zum Antreiben des Tragringsegmentes 52 über dessen Zahn­ kranz 54 sind nun vier Antriebszahnräder 70 vorgesehen, die einen Winkelabstand von 90° haben und jeweils starr mit einem Kettenrad 176 verbunden sind. Über die verschie­ denen Kettenräder 176 läuft die Antriebskette 72, wobei deren Rücklauftrum innerhalb der Ränder der Wellenauf­ nahmeöffnung 174 verläuft, wozu zwei freilaufende Ketten­ räder 178 vorgesehen sind, wie aus der Zeichnung ersicht­ lich. Über weitere freilaufende Kettenräder 180 ist die Antriebskette 72 über ein von der Welle des Elektromotors 74 getragenes Kettenrad 182 geführt.
Zwei insgesamt mit 184 bezeichnete Bearbeitungseinheiten, die jeweils einen Druckkörper 76 mit zugeordnetem Kopf 78 sowie ein Bearbeitungsband 114 und eine Vorratsrolle 116 sowie eine Aufwickelrolle 120 aufweisen, sind auf dem Tragringsegment 52 unter einem Winkelabstand von etwa 140° angebracht, so daß ein zu bearbeitender Zapfen der Kurbelwelle 12 einfach in Fig. 7 von rechts gegen die Stirnflächen 80 der Druckkörper 76 bewegt werden kann.
Der innere Aufbau der Druckkörpereinheiten 184, wie er sich aus dem in Fig. 8 gezeigten Schnitt ergibt, ist ähnlich zu dem in Fig. 3 gezeigten, nur liegen die Druck­ körper 76 ausschließlich unter der Kraft des zugeordneten Tellerfederpaktes 110 an der Werkstückoberfläche an.
Das zugleich als Federsitz dienende Armteil 92 arbeitet mit dem Eingangsteil eines Stellungsgebers 186 zusammen. Dessen Ausgangssignal wird über eine kabelfreie Datenüber­ tragungsstrecke geführt, welche ein in die Druckkörperein­ heit 184 integriertes erstes Modemteil 188 sowie ein rahmenfestes Modemteil 190 umfaßt. Letzteres ist mit einem der Eingänge eines Multiplexers 192 verbunden, dessen zweiter Eingang mit dem zu der zweiten Druckkörpereinheit gehörenden Modemteil 190 verbunden ist, wobei bei abge­ wandelten Ausführungsbeispielen noch zusätzliche Eingänge des Multiplexers 192 für weitere Druckkörpereinheiten vorgesehen werden können. In Abwandlung hiervon kann man aber auch nur eine der Druckkörpereinheiten 184 mit einem Stellungsgeber ausrüsten, wobei dann der Multiplexer 192 entfallen kann.
Der Ausgang des Multiplexers 192 ist mit einem Signalform­ kreis 194 verbunden, der für den Fall, daß der Stellungs­ geber 186 und das Modemteil 188 nicht schon eine Digitali­ sierung des Stellungssignals vorgenommen haben, zugleich auch eine Analog/Digital-Wandlung bewerkstelligt. Mit dem Ausgangssignal des Signalformkreises 194 wird ein digitaler Kennlinienkreis 196 angesteuert, der einen Ausgleich für Nichtlinearitäten des durch den Druckkörper 76, die Stange 84, das Tellerfederpaket 110 und den Stel­ lungsgeber 186 gebildeten Meßsystems dient.
Das Ansteuern des Multiplexers 192 sowie des Signalform­ kreises 194 und des Kennlinienkreises 196 erfolgt durch das Ausgangssignal eines freilaufenden Taktgebers 198, dessen Arbeitsfrequenz groß verglichen mit der Umlauffre­ quenz des Tragringsegmentes 52 (typischerweise etwa 20 U/min bis 160 U/min) ist.
An den Ausgang des Kennlinienkreises 196 ist ein Schreib-/ Lesespeicher 200 angeschlossen, dessen Adreßsignal durch Zusammensetzen des Ausgangssignales des Taktgebers 198 und des Ausgangssignales eines A/D-Wandlers erhalten wird, dessen Eingang das Ausgangssignal eines Drehmelders 204 erhält, der beispielsweise mit der Ausgangswelle des Elek­ tromotors 38 gekoppelt ist, wie in Fig. 7 angedeutet.
In dem Schreib-/Lesespeicher werden die digitalisierten Ausgangssignale der verschiedenen Stellungsgeber 186 somit in Abhängigkeit von der Winkelstellung des Tragringsegmen­ tes 52 gespeichert. Diese abgespeicherten Daten können als ganze Blöcke von einem frei programmierbaren Rechner 206 abgerufen werden, der unter Verwendung dieser Daten den Mittelpunkt und Radius eines Kreises berechnet, der unter Berücksichtigung der gegebenen Anforderungen an Unrundheit und Oberflächenrauhigkeit ausgehend vom Ist- Zustand am raschesten erreicht werden kann. Verlangt man z. B. 100%ige Rundheit, so ist der vom Rechner 206 berech­ nete Kreis derjenige, der größten Durchmesser aufweist und vollständig innerhalb der momentanen Ist-Kontur liegt. Sind kleinere Unrundheiten zulässig, so kann der vom Rech­ ner 206 berechnete Soll-Konturkreis mit Abschnitten auch geringfügig über die Ist-Kontur hinausragen.
In Abhängigkeit von der berechneten Lage des Mittelpunktes des Soll-Konturkreises steuert der Rechner 206 über Lei­ stungseinheiten 208, 210 Servomotoren 212, 214 an, durch welche der Bearbeitungskopf insgesamt in horizontaler Richtung bzw. vertikaler Richtung bewegbar ist.
Bei beiden oben beschriebenen Ausführungsbeispielen ist ein senkrecht zur Zeichenebene von Fig. 1 bzw. Fig. 7 wirkender Pendelantrieb (in Fig. 1 schematisch bei 216 dargestellt) vorgesehen, um den Bearbeitungskopf 34 senk­ recht zur Zeichenebene um eine kleine Strecke von 0,5 bis 5 mm zu bewegen, so daß die bearbeitete Oberflächen insge­ samt einen Kreuzschliff erhält.
In weitere Abwandlung kann man auf dem Maschinenbett 10 mehrere Bearbeitungsköpfe 34 auf Schlitten 32 vor­ sehen, um verschiedene Haupt- und/oder Kurbelzapfen gleichzeitig bearbeiten zu können. Sieht man zusätzlich vor, daß die Bearbeitungsköpfe auf den Schlitten 32 in vertikaler Richtung einstellbar sind, kann eine solche Finishmaschine auch gleichzeitig Zapfen bearbeiten, die nicht axial fluchten.
Bei dem abgewandelten Druckkörper 76 nach Fig. 9 ist in der der Stirnfläche 80 gegenüberliegenden Rückseite eine Kugelpfanne 218 vorgesehen, in welcher eine Gelenk­ kugel 220 gehalten ist, die am vorderen Ende einer Druck­ körper-Haltestange 222 vorgesehen ist. Auf diese Weise kann sich die Stirnfläche des Druckkörpers winkelmäßig an die Werkstückoberfläche anpassen.
Bei dem in Fig. 10 gezeigten Druckkörper 76 ist auf ein becherförmiges, zum Werkstück hin offenes Druckkörperhaupt­ teil 224 ein Federblech 226 aufgesetzt, welches im unbela­ steten Zustand einen geringfügig größeren Krümmungsradius aufweist, als man ihn im Hinblick auf den Radius der zu bearbeitenden Oberfläche für eine von einem starren Druck­ körper getragene Stirnfläche wählen würde. Auf diese Weise kann sich der Druckkörper 76 unter geringfügiger elasti­ scher Verformung an die Werkstückoberfläche anpassen, wobei ggf. in den Wänden des Druckkörperhauptteils 224 zur Stirn­ fläche des Druckkörperhauptteils 224 hin offene Schlitze 228 vorgesehen werden können, um die elastische Verformung des Federbleches 226 zu erleichtern.
Wie Fig. 11 zeigt, haben die Umlenkrollen 126 bis 130 der Rolleneinheit 124 jeweils seitliche Bunde 230, 232, wobei deren Abstand so gewählt ist, daß das Bearbeitungs­ band 114 unter geringem transversalem Laufspiel auf den Umlenkrollen 126 bis 130 geführt ist. Prägt man dem gesamten Bearbeitungskopf 34 zusätzlich zur Umlaufbewegung eine axiale Hin- und Herbewegung auf, um den Materialabtrag zu verbessern und eine Kreuzschliffstruktur auf der Werk­ stückoberfläche zu erzielen, so sorgen die Umlenkrollen 126 bis 130 für eine saubere axiale Mitnahme des Bearbei­ tungsbandes.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 12 sind die Kopfträger 82 jeweils über eine Tellerfeder 234 am Abtriebsteil eines einfachwirkenden Hydraulikzylinders 236 abgestützt, der seinerseits am Kastenrahmen 88 und damit am Tragringsegment 52 abgestützt ist. Die Hydraulikzylinder 236 sind jeweils über ein Schaltventil 238 mit einer Ausgleichsleitung 240 verbunden, an welche zusätzlich ein unter Druck ste­ hender Ausgleichsbehälter angeschlossen ist, wie er auch als Hydraulik-Druckspeicher verwendet wird.
Sind die Schaltventile 238 alle offen, so können sich die Hydraulikzylinder 236 frei einstellen, was bedeutet, daß sich die Druckkörper 76 auf den Ist-Teilkreis der zu bearbeitenden Werkstückoberfläche einstellen.
Man kann eine derartige Einstellung dann durch Schließen der Schaltventile 238 einfrieren. Die Stirnflächen der Druckkörper 76 sind dann immer noch durch die Tellerfeder 234 abgefedert.
Für besondere Aufgaben kann man die Schaltventile 238 auch während der Bearbeitung geöffnet lassen oder teil­ weise geöffnet lassen, so daß man durch Drosselung des Hydrauliköles eine Behinderung der Selbstausrichtung der Druckkörperstirnflächen auf den mit geringster Zerspanung erhaltbaren Teilkreis erhält.

Claims (33)

1. Finishmaschine zum Bearbeiten runder Oberflächenab­ schnitte von Werkstücken, mit einer Einrichtung zum Lagern des Werkstückes und mit mindestens einem Bearbei­ tungskopf (34), der aufweist: einen feststehenden Kopfrah­ men (44), mindestens einen Druckkörper (76), mindestens ein über einen Druckkörper (76) geführtes Bearbeitungs­ mittel (114) sowie eine Antriebseinrichtung, die eine Rela­ tivbewegung zwischen der Werkstückoberfläche und dem Be­ arbeitungsmittel erzeugt, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckkörper (76) auf einem Tragring (52) angeordnet sind, der drehbar vom Kopfrahmen (40) getragen ist und durch einen Antriebsmotor (74) in Drehung versetzt oder hin- und herbewegt wird.
2. Finishmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragring (52) aus mindestens zwei Tragring­ segmenten (52A, 52B) besteht und der Kopfrahmen (44) zwei in einer vorgegebenen Winkelstellung des Tragringes (42) jeweils eines der Tragringsegmente (52A, 52B) aufnehmende Kopfrahmenteile (44A, 44B) aufweist.
3. Finishmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragringsegmente (52A, 52B) jeweils eine Winkelerstreckung von 180° haben.
4. Finishmaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Stoßebene zwischen den beiden Trag­ ringsegmenten (52A, 52B) und den Kopfrahmenteilen (44A, 44B) vertikal verläuft.
5. Finishmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 4, da­ durch gekennzeichnet, daß die Kopfrahmenteile (44A, 44B) über ein Gelenk verbunden sind.
6. Finishmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 5, ge­ kennzeichnet durch eine Servoverriegelung (148) für die beiden Kopfrahmenteile (44A, 44B).
7. Finishmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 6, ge­ kennzeichnet durch eine Tragringsegment-Verriegelungs­ einrichtung (136), die am bewegbaren Kopfrahmenteil (44B) vorgesehen ist und bei Wegbewegen dieses Kopfrahmenteiles (44B) vom feststehenden Kopfrahmenteil (44A) aktiviert wird.
8. Finishmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragring (52) eine Winkelerstreckung von weniger als 360°, jedoch vorzugsweise mehr als 180° aufweist und in mindestens einer kreisförmigen Nut (172) des Rahmenteiles (44) geführt ist und daß der Kopfrahmen (44) eine zu einem seiner Ränder hin offene Aufnahmeöffnung (174) für das zu bearbeitende Werkstück (12) aufweist.
9. Finishmaschine nach Anspruch 8, wobei der Tragring (52) mit einem Zahnkranz (54) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß längs der Bahn des Tragringes (52) eine Mehrzahl von in den Zahnkranz (54) eingreifenden Antriebszahnrädern (70) vorgesehen ist, deren Winkelab­ stand kleiner ist als die Winkelerstreckung des Tragringes (52).
10. Finishmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da­ durch gekennzeichnet, daß der Tragring (52) mindestens eine Vorratsrolle (116) und eine Aufwickelrolle (120) für bandförmiges Bearbeitungsmittel (114) trägt, welche in Drehrichtung gesehen vor bzw. hinter einem Druckkörper (76) bzw. einer Gruppe von Druckkörpern (76) angeordnet sind.
11. Finishmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen benachbarten Druckkörpern (76) einer Druckkörpergruppe, über welche ein gemeinsames bandförmiges Bearbeitungsmittel (114) geführt ist, jeweils eine das Bear­ beitungsmittel (114) radial nach außen über die Bahn der Druckkörperstirnflächen (80) lenkende Umlenkrollenanordnung (124) vorgesehen ist.
12. Finishmaschine nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils eine Vorratsrolle (116) und die zugeordnete Aufwickelrolle (120) sowie die zwischen diesen liegende Umlenkrollenanordnung (124) auf einem gemeinsamen Kassettenrahmen (88) angeordnet sind.
13. Finishmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeich­ net, daß auch die Druckkörper (76) vom Kassettenrahmen (88) getragen sind.
14. Finishmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckkörper (76) radial verschiebbar (84, 86) am Tragring (52) gelagert sind und mit einem Nockenfolgeteil (94) versehen sind, welches auf einer zur Achse des Tragringes (52) im wesentlichen koaxialen Nockenfläche eines Nockenringes (96) läuft.
15. Finishmaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeich­ net, daß der Nockenring (56) aus auswechselbaren Nockenringsegmenten aufgebaut ist, wobei vorzugsweise die Teilung der Nockenringsegmente gleich der Teilung der Tragringsegmente (52) ist oder ein ganzzahliges Vielfaches derselben beträgt.
16. Finishmaschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeich­ net, daß bei Nockenringsegmenten (96) mit unterschied­ licher Nockenfläche Anfangsabschnitt und Endabschnitt der Nockenfläche exakt in Umfangsrichtung verlaufen und gleichen Abstand von der Achse des Tragringes (52) haben.
17. Finishmaschine nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Nockenring (96) in unterschiedlicher Winkellage am feststehenden Kopfrahmen (44) fixierbar ist.
18. Finishmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der feststehende Kopfrah­ men (44) insgesamt in der Tragringebene in horizontaler Richtung verfahrbar (36, 38) ist.
19. Finishmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der feststehende Kopfrah­ men (44) in zur Tragringachse paralleler horizontaler Richtung verfahrbar ist.
20. Finishmaschine nach Anspruch 19, gekennzeichnet durch einen Antrieb (216) zum axialen Hin- und Herbewegen des in Drehrichtung feststehenden Kopfrahmens (44) mit kleinem Hub von vorzugsweise 0,5 bis 5 mm.
21. Finishmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß sie mehrere Bearbeitungs­ köpfe (34) aufweist, die axial beabstandete Oberflächen­ abschnitte des Werkstückes (12) bearbeiten.
22. Finishmaschine nach Anspruch 21, dadurch gekennzeich­ net, daß die in Drehrichtung feststehenden Kopfrahmen (44) der verschiedenen Bearbeitungsköpfe (34) jeweils in der Tragringebene in vertikaler Richtung verstellbar sind.
23. Finishmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß in einem von Druckkörpern (76) und Bearbeitungsband (114) freien Bereich des Trag­ ringes (52) mindestens ein Stellungsgeber vorgesehen ist, welcher mit dem gerade bearbeiteten Oberflächenabschnitt des Werkstückes (12) zusammenarbeitet, oder mindestens einem in radialer Richtung entgegen Federkraft (110) be­ weglichen (84, 86) Druckkörper (76) ein Stellungsgeber (186) zugeordnet ist.
24. Finishmaschine nach Anspruch 23, gekennzeichnet durch einen Schreib-/Lesespeicher (200), welche die Ausgangs­ signale der Stellungsgeber (186) für einen vollen Umlauf des Tragringes (52) speichert, und durch einen Rechner (206), welcher durch die verschiedenen Meßpunkte einen Ausgleichskreis legt, z. B. nach dem Methode des kleinsten quadratischen Fehlers, und ein dem Versatz zwischen dem Mittelpunkt des Augleichskreises und der Tragringachse zugeordnetes Fehlersignal erzeugt, sowie durch eine Speise­ schaltung (208, 210) für Servoantriebe (212, 214), die auf das in Drehrichtung feststehende Kopfrahmen (44) ar­ beiten, wobei die gesamte Anordnung so getroffen ist, daß der Kopfrahmen (44) so verstellt wird, daß der Mittel­ punkt des Ausgleichskreises auf die Tragringachse gelegt wird.
25. Finishmaschine nach Anspruch 23 oder 24, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Ausgänge der Stellungsgeber (186) über drahtlose Modems (188, 190) mit dem Schreib-/ Lesespeicher (200) verbunden sind.
26. Finishmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor (74) für eine pendelnde Bewegung angesteuert wird, deren Winkel­ amplitude kleiner ist als der halbe Winkelabstand benach­ barter Druckkörper.
27. Finishmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckkörper (76) jeweils über eine Gelenkverbindung (218, 220) mit einem Druckkörper-Haltemittel (222) verbunden sind.
28. Finishmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der Druck­ körper (76) ein hohles Druckkörperhauptteil (224) aufweist, welches werkstückseitig ein im wesentlichen kreisbogenför­ miges Federblech (226) trägt, wobei dessen Krümmungsradius vorzugsweise etwas größer gewählt ist als dem Radius der zu bearbeitenden Werkstückoberfläche entspricht, und wobei vorzugsweise das Druckkörperhauptteil (224) ebenfalls geringfügig federnd ausgebildet ist.
29. Finishmaschine nach einem der Ansprüche 11 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Umlenk­ rollen der Umlenkrollenanordnung (124) mit seitlichen Bunden (230, 232) versehen ist, durch welche die Ränder des Bearbeitungsbandes (114) in axialer Richtung positio­ niert sind.
30. Finishmaschine nach einem der Ansprüche i bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckkörper (76) je­ weils über einen Hydraulikzylinder (236) am Tragring (52) abgestützt sind und diese Hydraulikzylinder (236) strö­ mungsmäßig parallel geschaltet (240) sind.
31. Finishmaschine nach Anspruch 30, gekennzeichnet durch Mittel (Schaltventile 238) zum wahlweisen Verriegeln der Hydraulikzylinder (236).
32. Finishmaschine nach Anspruch 30 oder 31, dadurch ge­ kennzeichnet, daß eine die Hydraulikzylinder (236) verbindende Ausgleichsleitung (240) mit einem unter Druck stehenden Ausgleichsbehälter (242) verbunden ist.
33. Finishmaschine nach einem der Ansprüche 30 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß in die über die Hydraulik­ zylinder (236) führende Kraftübertragungsstrecke vom Trag­ ring (52) zu den Stirnflächen der Druckkörper (76) jeweils mindestens eine Feder (234) eingefügt ist.
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