DE4424936A1 - Pulpepreßform und Herstellungsverfahren für diese und geformter Pulpeartikel und Herstellungsverfahren für diesen - Google Patents
Pulpepreßform und Herstellungsverfahren für diese und geformter Pulpeartikel und Herstellungsverfahren für diesenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Form zum Preßformen
von Pulpeartikeln, z. B. Verpackungsmaterial oder ähnlichem
und ein Herstellungsverfahren für diese sowie einen geformten
Pulpeartikel und ein Herstellungsverfahren für diesen.
Geformte Pulpeartikel können in zwei Arten unterteilt werden,
weiche Formartikel und harte Formartikel entsprechend dem
Herstellungsverfahren für diese.
Grundsätzlich werden weiche Formartikel für
Verpackungsmaterial für Eier, Gemüse und Früchte,
Industriegüter und ähnliches verwendet und besitzen eine
Dicke von 1,5 mm bis 3 mm. Die Bedeutung der Formartikel, die
durch ein Pulpepreßverfahren hergestellt werden, bei welchen
Papier als Hauptrohmaterial verwendet wird, steigt vom
Gesichtspunkt der Wiederverwendung von Abfallprodukten,
verglichen mit herkömmlichem Umhüllungsmaterial, das aus
geschäumten Kunststoff besteht, an.
Bei der Herstellung der Formartikel, die durch ein solches
Pulpepreßverfahren (Weichpressen) hergestellt werden, wird
das mit Wasser verdünnte Rohmaterial, das aufgelöstes
Altpapier enthält, beispielsweise eine wäßrige Aufschlämmung
aus Pulpe, in einen Behälter gegeben. Eine Preßanordnung, die
eine Metallpreßform mit mehreren Durchgangsbohrungen zum
Ansaugen sowie ein die Metallpreßform bedeckendes Sieb
umfaßt, wird in das verdünnte Rohmaterial eingetaucht. Die
Metallpreßform besteht aus Aluminium, Rotguß oder ähnlichem.
Anschließend wird durch die Durchgangsbohrungen zum Ansaugen
der Gußform von der Innenseite der Preßanordnung
Vakuumansaugung und Entwässerung durchgeführt, so daß die in
dem Rohmaterial enthaltenen Pulpefasern auf dem Metallsieb
abgelagert werden. Folglich erhält man einen geformten
Pulpeartikel, der Wasser enthält. Der geformte Pulpeartikel
wird aus der Preßanordnung herausgenommen und getrocknet und
somit erhält man einen fertigen Artikel. Die Form des
Artikels kann durch eine Presse eingestellt werden, wenn dies
notwendig ist.
Harte Formartikel, die "Tex" genannt werden, werden
grundsätzlich als Verpackungsmaterial, als Polstermaterial
oder als Befestigungsmaterial für schwere Güter,
beispielsweise Motoren, Autoteile, elektrische
Haushaltsgeräte, Toiletten und ähnliches verwendet und
besitzen eine Dicke von 10 bis 15 mm. Das
Herstellungsverfahren für harte Formartikel unterscheidet
sich von dem der weichen Formartikel wie folgt. Das
Herstellungsverfahren für die harten Formartikel (Hartformen)
umfaßt die folgenden Schritte: Vorsehen zweier Preßformen in
einer vertikalen Anordnung in einem Behälter, wobei jede eine
Konstruktion aufweist, die ähnlich zu derjenigen ist, welche
für weiche Formartikel verwendet wird; Zuführen einer
verdünnten Suspension aus Rohmaterial zwischen die beiden
Formen, die eine höhere Konzentration als die des
Weichformens besitzt, und Pressen, um die Suspension durch
die beiden Formen zu entwässern, so daß Pulpefasern in dem
Rohmaterial auf einem Metallsieb abgelagert werden, das an
jeder Form vorgesehen ist. Anschließend wird der geformte
Pulpeartikel von der Oberfläche der Preßanordnung
herausgenommen und getrocknet und somit erhält man ein
fertiges Produkt, ähnlich zu dem Verfahren des weichen
Formens.
Eine herkömmliche Formanordnung 1 für Pulpeartikel weist eine
Konstruktion auf, wie sie in Fig. 5 dargestellt ist. Das
heißt, die Formanordnung 1 umfaßt einen Formkörper 10 zum
Festlegen der Form eines Pulpeartikels und ein Sieb 20 ist
nahe bei der Oberfläche des Formkörpers 10 vorgesehen. Die
rückwärtige Umfangsfläche des Formkörpers 10 ist auf einem
Untersatz 30 befestigt. Der Untersatz 30 und der Formkörper
10 bilden in ihrem Inneren ein Plenum. Der Untersatz 30
besitzt eine Evakuierungsöffnung 31 zum Evakuieren von Luft
aus dem Plenum 40 durch Vakuumansaugung.
Fig. 6 zeigt einen Zustand, in dem ein geformter Pulpeartikel
hergestellt wird. Der Formkörper 10 mit dem Metallsieb 20
darauf ist in eine verdünnte Suspension 70 aus Rohmaterial in
einem Behälter 60 eingetaucht. Anschließend werden
Pulpefasern in dem Rohmaterial auf dem Metallsieb 20
abgelegt, um ein geformtes Pulpeprodukt 50 zu bilden, und
zwar durch Vakuumansaugung, wie durch die Pfeile (A) und (B)
dargestellt oder durch Pressen, um die Suspension von
Pulpefasern durch zwei Formen zu entwässern, die vorgesehen
sind, um die Suspension vertikal dazwischenzulegen. Der
geformte Pulpeartikel 50 wird aus dem Sieb 20 herausgenommen
und getrocknet und somit erhält man einen fertigen Artikel.
Wie oben beschrieben, erfordert die Herstellung des
Formkörpers 10 das Fräsen einer Metallgußform, beispielsweise
aus Aluminium, aus Rotguß oder ähnlichem und das Ausbilden
einer Vielzahl von Durchgangsbohrungen 11 für eine Ansaugung
in dem Formkörper 10 mittels eines Bohrers. Anschließend muß
die Fläche des Formkörpers 10 mit dem Sieb bedeckt werden,
welches eine Maschengröße von 40 bis 80 aufweist.
Da die Form des Formartikels grundsätzlich komplex ist, ist
es häufig schwierig, eine Vielzahl von Durchgangsöffnungen
zum Ansaugen in der Form mit einer komplexen Formgebung
auszubilden. Ferner ist es durch eine solche komplexe
Formgebung der Form häufig nicht möglich, das Sieb 20 nahe
genug an der Form vorzusehen. In einem solchen Fall werden
mehrere kleine Metallgußformen hergestellt, wobei sich auf
jeder ein kleines Sieb 20 befindet, und mehrere
Durchgangsbohrungen werden in jeder Metallgußform
ausgebildet. Anschließend werden diese Metallgußformen mit
Sieben darauf miteinander kombiniert, so daß eine
vollständige Pulpepreßform 1 gebildet ist.
Die Arbeit zum Befestigen des Siebes 20 auf der Form nach dem
Bohren ist eine manuelle Tätigkeit, die große Routine
benötigt. Ein solches Sieb 20 wird häufig durch wiederholtes
Ansaugen oder Druckanlegen zerstört. Die Arbeit zum
Reparieren des Siebes benötigt viel Zeit. Vorzugsweise wird
als Material für das Sieb 20 eine Art Edelstahl verwendet,
der äußerst korrosionsbeständig ist und eine hohe Festigkeit
besitzt. Jedoch besitzt Edelstahl das Problem, daß er schwer
zu verarbeiten ist. Um das Edelstahlsieb an dem Formkörper 10
zu befestigen, werden feine Drähte zum Festbinden desselben
von der Rückseite des Formkörpers 10 her und ähnliches
benötigt, und eine solche Arbeit benötigt viel Zeit.
Wie oben beschrieben wurde, benötigen die komplizierten
Schritte zum Herstellen der Pulpepreßform 1 nicht nur höhere
Herstellungskosten, sondern auch viel Zeit zur Herstellung.
Für eine solche Pulpepreßform 1 mit mehreren
Durchgangsbohrungen wird oft eine Kupferlegierungsgußform
verwendet. Es ist jedoch schwierig, die Gußform 1 durch eine
andere zu ersetzen, da die Kupferlegierungsgußform sehr
schwer ist.
Es wurde eine Pulpepreßform als Spezialpulpepreßform, die
kein Sieb benötigt, entwickelt, welche einen gesinterten
Körper aus Metallpulver oder einen verfestigten Körper aus
Keramikpulver enthält, welcher eine Vielzahl von dünnen
Durchgangsöffnungen enthält. Da fast jede dünne
Durchgangsöffnung innerhalb der Preßform nicht gerade
verläuft, werden diese Öffnungen leicht mit Fasern aus
Rohmaterial verstopft. Folglich ist es schwierig, die
Pulpepreßform kontinuierlich zu betreiben. Gegenwärtig wurde
eine solche Preßform nur als Versuch oder für einen
Prototypen verwendet.
Wie oben beschrieben, besitzen die herkömmlichen
Pulpepreßformen eine Vielzahl von Problemen bezogen auf die
Herstellungskosten, die Lieferzeit, die Anforderungen an die
Befähigung eines Arbeiters, welcher ein Sieb befestigt, die
Wartung des Siebes 20 und ähnliches. Bei den herkömmlichen
Formen ist es schwierig, geformte Pulpeartikel in kurzer Zeit
und mit niedrigen Kosten zu liefern. Dies ist einer der
Gründe, daß die Entwicklung von geformten Pulpeartikeln, die
recycelbare Artikel sind und Papier als Rohmaterial
verwenden, in der Verpackungsindustrie langsam vorangeht,
welche angesichts des Umweltschutzes vermehrt im Vordergrund
steht. Wenn eine solche Pulpepreßform 1 verwendet wird, wird
ein Abdruck des Metallsiebs 20 an der Oberfläche der
geformten Pulpeartikel ausgebildet. Deshalb war bislang die
Beschaffenheit der Oberfläche der erzielten, geformten
Pulpeartikel nicht gut.
Die vorliegende Erfindung wurde angesichts der oben
beschriebenen Probleme entwickelt. Es ist eine Aufgabe der
vorliegenden Erfindung, eine Pulpepreßform mit wenig Gewicht
zu schaffen, bei der nicht durch einen erfahrenen Arbeiter
ein Sieb befestigt werden muß, die in kurzen Zeitabständen
geformte Pulpeartikel zur Verfügung stellen kann, die eine
vereinfachte Wartung besitzt und die Arbeitseffizienz
verbessert, sowie ein Herstellungsverfahren für diese zu
schaffen.
Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen
geformten Pulpeartikel mit einer glatten Oberfläche durch
Verwenden der Pulpepreßform mit den oben beschriebenen
Vorteilen zu schaffen, und ein Herstellungsverfahren für
diesen zu schaffen.
Um die oben beschriebenen Aufgaben der vorliegenden Erfindung
zu lösen, haben die Erfinder herausgefunden, daß eine
Ansaugung der Pulpefasern auf der Pulpepreßform in einer
Suspension kontinuierlich ohne Verstopfen durchgeführt werden
kann, sogar wenn kein Sieb vorgesehen ist. Die Erfinder
führten weitere Studien durch und gelangten dann zur
vorliegenden Erfindung. Das Ausbilden eines Behälters oder
Polstermaterials zum Verpacken von Gütern mit unregelmäßiger
Formgebung, wie beispielsweise Gemüse und Früchte, benötigt
eine Pulpepreßform mit einer komplexen Formgebung. Es hat
sich herausgestellt, daß das Ausbilden einer solchen
komplexen Formgebung durch superplastisches Deformieren eines
superplastischen Materials leicht möglich ist. Insbesondere
bei Verwendung von Edelstahl als ein solches superplastisches
Material erhält man eine hohe Korrosionsbeständigkeit und
eine hohe Festigkeit.
Die vorliegende Erfindung wurde auf der Grundlage der oben
beschriebenen Kenntnisse gemacht. Deshalb weist gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung die Pulpepreßform eine
Platte auf, mit einer Vielzahl von linearen
Durchgangsbohrungen mit im wesentlichen konstantem und
gleichförmigen Durchmesser, der nicht mehr als 2,0 mm
beträgt, zwischen der vorderen Oberfläche und der
rückwärtigen Oberfläche, wobei die Durchgangsbohrungen mit
einem Abstand ausgebildet sind, der nicht weniger als 0,05 mm
und nicht mehr als 2,0 mm beträgt, und wobei das Verhältnis
der Öffnungsfläche der linearen Durchgangsbohrungen zu der
sichtbaren Fläche der vorderen oder rückwärtigen Oberfläche
der Platte nicht weniger als 8,8% und nicht mehr als 75%
beträgt. Vorzugsweise ist der Durchmesser der
Durchgangsbohrungen nicht kleiner als 0,05 mm und nicht
größer als 2 mm. Die Platte kann mehrere Plattenteile
aufweisen, die miteinander zu einem Körper kombiniert sind,
wobei jedes der Plattenteile mehrere lineare
Durchgangsbohrungen aufweist. Ferner kann die Platte eine
Platte aus superplastischem Material sein, die superplastisch
deformiert wurde.
Der Grund, warum der Durchmesser der in der Pulpepreßform
ausgebildeten Durchgangsbohrungen nicht mehr als 2 mm
beträgt, ist der, daß im Falle, daß der Durchmesser größer
als die obere Grenze ist, in der Suspension enthaltene
Pulpefasern durch die Durchgangsbohrungen gelangen, so daß es
schwierig ist, geformte Pulpeartikel mit einer gleichmäßigen
und ausreichenden Festigkeit zu erhalten. Eine Befestigung
der unteren Grenze des Durchmessers der Durchgangsbohrungen
ist insbesondere nicht erforderlich. Um jedoch eine Saugkraft
zu erhalten, die zum Formen eines Formproduktes mit einer
zufriedenstellenden Festigkeit bei einer ordnungsgemäßen
Formgeschwindigkeit zu erhalten, ist der Durchmesser der
Durchgangsbohrungen vorzugsweise nicht kleiner als 0,05 mm.
Der Grund, warum der Abstand der Durchgangsbohrungen nicht
kleiner als 0,05 mm und nicht mehr als 2 mm beträgt, ist der,
daß im Falle, daß der Abstand größer als die obere Grenze
ist, Pulpefasern, die auf der Preßform angesaugt werden,
nicht miteinander verbunden werden, so daß es schwierig ist,
einen geformten Pulpeartikel zu bilden. Wenn der Abstand
geringer ist als die untere Grenze, ist die Festigkeit der
Pulpepreßform zu niedrig, um die Form praktisch zu verwenden.
Der Grund, warum das Verhältnis der Öffnungsfläche der
linearen Durchgangsbohrungen zur sichtbaren Fläche der
vorderen oder hinteren Oberfläche der Platte (nachfolgend als
Lochflächenverhältnis bezeichnet) nicht weniger als 8,8% und
nicht mehr als 75% beträgt, ist der folgende. Das maximale
Lochflächenverhältnis wird erzielt, wenn die
Durchgangsbohrungen den maximalen Durchmesser von 2,0 mm
besitzen und der minimale Abstand der Durchgangsbohrungen
0,05 mm beträgt. In diesem Fall ist das maximale
Lochflächenverhältnis 75%. Um andererseits die Pulpeartikel
stabil zu pressen, ist es erforderlich, daß der Abstand der
Durchgangsbohrungen nicht größer als dreimal der Durchmesser
derselben ist. Wenn der Abstand der Durchgangsbohrungen nicht
mehr als dreimal ihr Durchmesser ist, beträgt das
Lochflächenverhältnis 8,8%.
Die oben beschriebene, sichtbare Fläche bedeutet die gesamte
Fläche des freiliegenden Abschnitts der Preßform, d. h. des
wesentlichen Abschnitts zwischen den Bohrungen der
Pulpepreßform zuzüglich der Fläche der offenen Abschnitte der
Durchgangsbohrungen, d. h. der aufgrund der Bohrungen nicht
vorhandenen Abschnitte.
Um eine Pulpepreßform mit Löchern mit dem oben beschriebenen
Durchmesserabstand herzustellen, werden mehrere Plattenstücke
mit richtiger Größe vorbereitet. Vorab werden an jedem
Plattenstück mehrere Durchgangsbohrungen durch das bekannte
Bohren, z. B. Stanzen, Laserbearbeiten,
Elektronenstrahlbearbeiten oder ähnliches, ausgebildet. Diese
Plattenstücke werden miteinander durch Schweißen oder
ähnliches zu einem Körper vereinigt. Das Verschweißen bildet
zwischen den kombinierten Plattenstücken der Form
Schweißnähte. Das Ausbilden solcher Schweißnähte stellt kein
Problem dar, solange die Breite der Schweißraupe größer ist
als die übliche und solange die Schweißraupe begrenzt ist.
Die Verbindung zwischen diesen Plattenstücken kann nicht nur
durch Schweißen, sondern auch durch jede andere Art,
beispielsweise durch ein Klebematerial, erfolgen, solange
eine in der Praxis ausreichende Festigkeit erzielt werden
kann.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung umfaßt
ein Verfahren zum Herstellen einer Pulpepreßform mit einer
Platte mit einer Vielzahl von linearen Durchgangsbohrungen
mit im wesentlichen konstantem und gleichförmigen
Durchmesser, der nicht mehr als 2,0 mm beträgt, zwischen der
vorderen Oberfläche und der rückwärtigen Oberfläche, wobei
die Durchgangsbohrungen mit einem Abstand ausgebildet sind,
der nicht weniger als 0,05 mm und nicht mehr als 2,0 mm
beträgt, und wobei das Verhältnis der Öffnungsfläche der
linearen Durchgangsbohrungen zu der sichtbaren Fläche der
vorderen oder rückwärtigen Oberfläche der Platte nicht
weniger als 8,8% und nicht mehr als 75% beträgt, die
folgenden Schritte:
Anordnen einer ersten Platte aus superplastischem Material,
die eine Vielzahl von linearen Durchgangsbohrungen aufweist,
auf einer Preßform mit einem Hohlraum, welcher eine Form
besitzt, die komplementär zu dem der auszubildenden
Pulpepreßform ist;
Anordnen einer zweiten Platte aus superplastischem Material, die keine Durchgangsbohrungen aufweist, auf der ersten Platte aus superplastischem Material, um die linearen Durchgangsbohrungen der ersten Platte zu verschließen; und Beaufschlagen der zweiten Platte aus superplastischem Material von oben mit einem Formdruck, so daß die erste und zweite Platte aus superplastischem Material deformiert werden, wodurch die erste Platte an den Hohlraum der Preßform gedrückt wird, um die Form der Pulpepreßform zu bilden.
Anordnen einer zweiten Platte aus superplastischem Material, die keine Durchgangsbohrungen aufweist, auf der ersten Platte aus superplastischem Material, um die linearen Durchgangsbohrungen der ersten Platte zu verschließen; und Beaufschlagen der zweiten Platte aus superplastischem Material von oben mit einem Formdruck, so daß die erste und zweite Platte aus superplastischem Material deformiert werden, wodurch die erste Platte an den Hohlraum der Preßform gedrückt wird, um die Form der Pulpepreßform zu bilden.
Die Herstellung der Pulpepreßform mittels superplastischem
Formen wird durch Anordnen einer zweiten Platte aus
superplastischem Material, die keine Durchgangsbohrungen
aufweist, auf der ersten Platte aus superplastischem
Material, die vorab eine Vielzahl von Durchgangsbohrungen
enthält, durchgeführt. Obwohl ein Formverfahren zum
Herstellen der Pulpepreßform nicht vorgeschrieben ist, ist
das Gasstromformverfahren, welches zum Formen einen Gasdruck
verwendet, bevorzugt.
Der Grund, warum die zweite Platte aus superplastischem
Material auf der ersten Platte aus superplastischem Material
angeordnet wird, ist wie folgt.
Wenn das Gasstromformverfahren durchgeführt wird, wobei nur
die erste Platte aus superplastischem Material verwendet
wird, ohne daß die zweite Platte aus superplastischem
Material auf dieser angeordnet wird, strömen die Gase zum
Beaufschlagen eines Formdruckes durch die
Durchgangsbohrungen, so daß der Gasdruck nicht effektiv auf
die erste Platte aus superplastischem Material aufgebracht
werden kann. Deshalb ist es notwendig, die
Durchgangsbohrungen durch die zweite Platte aus
superplastischem Material zu verschließen. Es ist notwendig,
daß die Durchgangsöffnungen durch die zweite Platte aus
superplastischem Material verschlossen werden, bis die
Deformation der ersten Platte aus superplastischem Material
beendet ist. Deshalb muß die zweite Platte ebenfalls aus
superplastischem Material sein.
Es ist auch möglich, den Umfang der überlappenden ersten und
zweiten Platten aus superplastischem Material an der Preßform
zu fixieren. Es ist ebenfalls möglich, lediglich den Umfang
der zweite Platte aus superplastischem Material an der
Preßform zu fixieren, so daß die erste Platte aus
superplastischem Material unabhängig von einer solchen
Fixierung ist. Wenn die erste Platte aus superplastischem
Material nicht fixiert ist, wird die zweite Platte aus
superplastischem Material durch den angelegten Gasdruck
deformiert. Die Deformation der zweiten Platte aus
superplastischem Material wird auf die erste Platte aus
superplastischem Material übertragen. Folglich wird die erste
Platte aus superplastischem Material auf die Preßform
gedrückt, so daß eine Pulpepreßform aus der ersten Platte aus
superplastischem Material gebildet wird. Während des Formens
wird Luft oder ähnliches aus dem Hohlraum der Preßform
evakuiert. Vorzugsweise kann die Luft durch ein Inertgas
ersetzt werden, um eine Oxidation der ersten Platte aus
superplastischem Material zu verhindern und eine
Pulpepreßform mit einem guten Oberflächenzustand zu erhalten.
Nach einem solchen superplastischen Formen kann die
Oberfläche der geformten Pulpepreßform durch Einsatz einer
Säure oder durch mechanisches Schleifen gesäubert werden, um
oxidierten Zunder zu entfernen, der sich auf der
Pulpepreßform ausgebildet hat.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
der Pulpeartikel durch Verwenden der oben beschriebenen
Pulpepreßform geformt und die Oberfläche des Pulpeartikels,
die mit der Preßform in Berührung stand, ist glatt.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung umfaßt
das Verfahren zum Herstellen eines Pulpeproduktes die
folgenden Schritte: Eintauchen der oben beschriebenen
Pulpepreßform in eine Suspension aus Pulpefasern; und
anschließendes Anlegen einer Vakuumansaugung an die
Innenseite der Pulpepreßform, wodurch ein Pulpeartikel mit
glatten Oberflächen, die mit der Pulpepreßform in Berührung
stehen, auf der Preßform geformt wird.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung umfaßt
das Verfahren zum Herstellen eines Pulpeartikels die
folgenden Schritte: Eintauchen der oben beschriebenen
Pulpepreßform in eine Suspension aus Pulpefasern; und
anschließendes Pressen, um die Suspension aus Pulpefasern
durch zwei Pulpepreßformen zu entwässern, die vorgesehen
sind, um die Suspension vertikal oder horizontal zwischen
sich aufzunehmen, wodurch ein Pulpeartikel mit glatten
Oberflächen, die mit den beiden Pulpepreßformen in Berührung
stehen, auf den Preßformen geformt wird.
Erfindungsgemäß ist es möglich, eine Platte mit mehreren
Durchgangsbohrungen als Pulpepreßform ohne Sieb zu verwenden.
Deshalb ist es möglich, eine Pulpepreßform zu schaffen, die
ein geringes Gewicht aufweist und wartungsfrei ist und die
kein Sieb besitzt, um Pulpeartikel zu formen, welche die
Probleme der herkömmlichen Pulpepreßform beseitigen. Ferner
ist es möglich, die Lieferzeit für die Preßform zu verkürzen,
deren Herstellungskosten zu verringern und deren
Korrosionsbeständigkeit zu verbessern. Der Zustand der
Oberfläche des geformten Pulpeartikels, der durch Verwenden
einer solchen Preßform geformt wird, ist glatt, da die
Preßform kein Sieb besitzt.
Die vorliegende Erfindung wird aus der detaillierten
Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen genauer
hervorgehen, wobei die Zeichnungen lediglich der besseren
Darstellung dienen und die vorliegende Erfindung nicht
beschränken.
Es zeigen:
Fig. 1 eine vertikale Querschnittsansicht einer
Pulpepreßform gemäß der ersten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung sowie einen geformten
Pulpeartikel, der durch Verwenden der Preßform
geformt wurde;
Fig. 2 eine vertikale Querschnittsansicht einer
Pulpepreßform gemäß der zweiten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung und einen geformten
Pulpeartikel, der durch Verwenden der Preßform
geformt wurde;
Fig. 3 eine Darstellung, welche ein Herstellungsverfahren
für die Pulpepreßform gemäß der zweiten
Ausführungsform verdeutlicht und einen Zustand der
Preßform zeigt, in welchem eine Platte aus
superplastischem Material vor dem Formen auf einer
Preßform angeordnet wird;
Fig. 4 eine Darstellung, welche ein Herstellungsverfahren
für eine Pulpepreßform gemäß der zweiten
Ausführungsform erläutert und einen Zustand der
Preßform zeigt, bei dem nach dem Formen eine Platte
aus superplastischem Material auf der Preßform
angeordnet ist;
Fig. 5 eine vertikale Querschnittsansicht einer
herkömmlichen Pulpepreßform; und
Fig. 6 eine Darstellung, welche ein Verfahren zum Formen
eines Pulpeartikels durch Verwenden der
herkömmlichen Pulpepreßform zeigt, die in Fig. 5
dargestellt ist.
Nachfolgend werden die Merkmale der vorliegenden Erfindung
aus der detaillierten Beschreibung der Ausführungsbeispiele
hervorgehen. In der Beschreibung und den beigefügten
Zeichnungen werden den Teilen, die den gleichen Aufbau
besitzen, gleiche Bezugszeichen gegeben.
Fig. 1 zeigt eine vertikale Querschnittsansicht einer
Pulpepreßform gemäß einer ersten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung sowie einen geformten Pulpeartikel,
der durch Verwenden der Preßform geformt worden ist. Wie in
dieser Figur gezeigt, weist die Preßform 100 Plattenstücke
101, 102, 103, 104, 105, 106, 107 und 108 auf, die durch
Schweißen miteinander zu einem Körper kombiniert worden sind.
Jedes Plattenstück hat eine Vielzahl von Durchgangsbohrungen
111. Bei dieser Ausführungsform sind acht Plattenstücke
dargestellt. Jedoch ist die Anzahl der Plattenstücke nicht
beschränkt. Die Pulpepreßform 100 ist auf einem Untersatz 30
befestigt und wird in diesem Zustand in ähnlicher Weise wie
die herkömmliche Pulpepreßform verwendet.
In dieser Figur bezeichnen die Bezugszeichen 121, 122, 123,
124, 125, 126 und 127 Schweißnähte. Das Bezugszeichen 31
bezeichnet eine Saugöffnung, die mit einer Vakuumpumpe in
Verbindung steht, wenn das Plenum 40 durch Vakuumsaugen in
einer Suspension eingezogen wird.
Die Pulpepreßform 100 mit dem oben beschriebenen Aufbau wird
wie folgt hergestellt. Die Plattenstücke 101, 102, 103, 104,
105, 106, 107 und 108, die jeweils aus Edelstahl SUS 304
bestehen und eine ordnungsgemäße Größe, eine Dicke von
2,0 mm, eine Dehngrenze von 250 N/mm² und eine Festigkeit von
600 N/mm² aufweisen, werden vorbereitet. Eine Vielzahl von
linearen Durchgangsbohrungen 111 werden in jedem Plattenstück
101, 102, 103, 104, 105, 106, 107 und 108 unter Verwendung
eines Elektronenstrahls oder ähnlichem ausgebildet. Diese
Durchgangsbohrungen besitzen zwischen der vorderen Oberfläche
und der rückwärtigen Oberfläche einen nahezu konstanten,
gleichmäßigen Durchmesser, der nicht mehr als 2,0 mm beträgt.
Diese linearen Durchgangsbohrungen werden in einem Abstand
ausgebildet, der nicht weniger als 0,05 mm und nicht mehr als
2,0 mm beträgt. Das Verhältnis der Öffnungsfläche der
linearen Durchgangsbohrungen zu der sichtbaren Fläche der
vorderen oder der rückseitigen Oberfläche der Platte beträgt
nicht weniger als 8,8% und nicht mehr als 75%. Anschließend
werden diese Plattenstücke 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107
und 108 miteinander durch Schweißen, Verkleben oder ähnliches
zu einem Körper kombiniert.
Nachfolgend wird eine Ausführungsform einer Pulpepreßform
100, die durch das oben beschriebene Herstellungsverfahren
hergestellt wurde, erklärt, um deren Wirksamkeit
klarzustellen.
Bei dieser Ausführungsform wurden eine Vielzahl von linearen
Durchgangsbohrungen 111 mit einem Durchmesser von ca. 0,3 mm
in den Plattenstücken 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107 und
108 mit einem Abstand von ca. 0,5 mm derart ausgebildet, daß
die Durchgangsbohrungen in versetzten Reihen unter einem
Winkel von ca. 60° zueinander in einer Aufsicht angeordnet
wurden. Das Lochflächenverhältnis der Pulpepreßform 100
betrug ca. 32%.
Die Pulpepreßform wurde auf einer Formmaschine befestigt und
es wurde das Formen durch Schritte unter einer Bedingung
durchgeführt, die ähnlich zu der des herkömmlichen Verfahrens
ist. Als Ergebnis wurde ein geformter Pulpeartikel 150 mit
einer Dicke von ca. 2,2 mm und einer glatten, flachen
Oberfläche erhalten. Es konnte bestätigt werden, daß das
Formen der Pulpe unter Verwendung der Pulpepreßform 100 der
ersten Ausführungsform ohne Probleme durchgeführt werden
konnte. Die Oberfläche 150a des geformten Pulpeartikels 150,
die mit der Pulpepreßform 100 in Berührung stand, war,
verglichen zu einem herkömmlichen Artikel, glatt.
Vergleichsergebnisse zwischen der Pulpepreßform der ersten
Ausführungsform und einer herkömmlichen Pulpepreßform aus
Bronze, die in Fig. 5 gezeigt ist, sind in Tabelle 1
aufgelistet. In dieser Tabelle bezeichnen die Werte des
herkömmlichen Beispiels in den Spalten Herstellungskosten und
Lieferzeit, die Herstellungskosten und die Lieferzeit, die
zur Herstellung einer herkömmlichen Pulpepreßform
erforderlich ist, wenn die Herstellungskosten und die zur
Herstellung der Pulpepreßform 100 der ersten Ausführungsform
notwendige Lieferzeit jeweils 1 und 1 betragen. Es ist häufig
erforderlich, mehrere Pulpepreßformen 100 vorzubereiten, wenn
geformte Pulpeartikel 150 praktisch als Massenartikel
hergestellt werden. Um die erste Ausführungsform und das
herkömmliche Beispiel zu vergleichen, wurden sechs Preßformen
gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel und sechs Preßformen
gemäß dem herkömmlichen Beispiel hergestellt und verglichen.
Die Ergebnisse in der Tabelle zeigen, daß die Dicke und das
Gewicht der Pulpepreßform gemäß der ersten Ausführungsform
der Erfindung ungefähr halb so groß und nicht mehr als die
Hälfte von dem herkömmlichen Beispiel betragen. Die Preßform
nach der ersten Ausführungsform benötigt keine Wartung, da
kein Sieb vorhanden ist. Ferner hat sich herausgestellt, daß
die Preßform gemäß der ersten Ausführungsform sowohl bezogen
auf die Herstellungskosten wie auch auf die notwendige
Lieferzeit hervorragend ist. Die Festigkeit der Preßform
gemäß der ersten Ausführungsform ist nicht geringer als die
der Preßform nach dem herkömmlichen Beispiel.
Fig. 2 zeigt eine vertikale Querschnittsansicht einer
Pulpepreßform gemäß der zweiten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung und einen geformten Pulpeartikel, der
durch Verwenden der Preßform geformt wurde. Die Erklärung der
Teile der zweiten Ausführungsform, welche gleich zu der
ersten Ausführungsform sind, wird weggelassen.
Wie in dieser Figur gezeigt, besitzt eine Pulpepreßform 200
zum Formen von Pulpeartikeln eine Vielzahl von linearen
Durchgangsbohrungen 211 und sie weist eine Platte aus
superplastischem Material auf, die superplastisch deformiert
wurde. Die Pulpepreßform 200 ist auf einem Untersatz 30
befestigt und wird in diesem Zustand verwendet, ähnlich wie
die Pulpepreßform der ersten Ausführungsform. Gemäß der
Formtechnologie, welche Superplastizität verwendet, ist es
möglich, eine komplizierte Formgebung zu schaffen, die nicht
durch ein herkömmliches Tiefziehverfahren gebildet werden
kann. Die Technik des superplastischen Formens hat eine
Auswirkung auf die Herstellung einer Form zum Pressen eines
Behälters oder eines Verpackungsmaterials zum Verpacken von
Gütern mit unregelmäßigen äußeren Formen, wie beispielsweise
Gemüse und Früchte.
Die Pulpepreßform 200 mit dem oben beschriebenen Aufbau wird
wie folgt hergestellt.
Die Platte aus superplastischem Material 201, die aus
Duplexedelstahl SUS 329J1L hergestellt ist, besitzt eine
Dicke von 2,0 mm, eine Dehngrenze von 552 N/mm² und eine
Festigkeit von 724 N/mm² und wird, wie in Fig. 3 gezeigt,
vorbereitet. Eine Vielzahl von linearen Durchgangsbohrungen
211 werden in der Platte 201 aus superplastischem Material
durch Anwenden eines Elektronenstrahls oder ähnlichem
ausgebildet. Diese Durchgangsbohrungen haben zwischen der
vorderen Oberfläche und der rückseitigen Oberfläche einen
nahezu konstanten und gleichmäßigen Durchmesser, der nicht
mehr als 2,0 mm beträgt. Diese linearen Durchgangsbohrungen
werden mit einem Abstand ausgebildet, der nicht weniger als
0,05 mm und nicht mehr als 2,0 mm beträgt. Das Verhältnis der
Öffnungsfläche der linearen Durchgangsbohrungen zu der
sichtbaren Fläche der vorderen oder rückwärtigen Oberfläche
der Platte beträgt nicht weniger als 8,8% und nicht mehr als
75%. Der oben beschriebene Zustand, bezogen auf die
Durchgangsbohrungen 211, kann nach dem superplastischen
Formen hergestellt werden.
Anschließend wird eine zweite Platte 202 aus superplastischem
Material, die keine Durchgangsbohrungen aufweist, auf die
erste Platte 201 aus superplastischem Material gelegt, wie in
Fig. 3 gezeigt. Die zweite Platte 202 aus superplastischem
Material hat eine ordnungsgemäße Dicke, beispielsweise
0,5 mm. Diese erste und zweite Platte 201 und 202 aus
superplastischem Material werden auf einer Preßform 300 mit
einem Hohlraum angeordnet, der eine vorbestimmte Form
aufweist, d. h. eine Form, die zu der auszubildenden
Pulpepreßform komplementär ist. Ferner wird ein Abdeckkörper
350 zum Abschließen auf diesen angeordnet, um die erste und
zweite Platte 201 und 202 aus superplastischem Material zu
belasten. Selbstverständlich wird die Preßform 300 vorher
erwärmt, um eine Temperatur, beispielsweise 926°C
einzunehmen, unter der Superplastizität eintritt.
Anschließend wird, wie in Fig. 4 gezeigt, ein Inertgas,
beispielsweise Argongas, welches durch einen Pfeil (C)
angedeutet ist, mit einem Minimaldruck von 27 kg/cm² in den
Hohlraum 301 der Preßform 300 durch ein Zuführrohr 351 für
Gas zugeführt, welches in dem Abdeckkörper 350 vorgesehen
ist, während die oben beschriebene Temperatur beibehalten
wird. Das Gas wird der Oberfläche der zweiten Platte 202 aus
superplastischem Material zugeführt, was durch einen Pfeil
(D) angedeutet ist, und dadurch werden die erste und zweite
Platte 201 und 202 aus superplastischem Material
superplastisch deformiert. Das Gas in dem Hohlraum 301 der
Preßform 300 wird aus der Form durch ein Absaugrohr 302
abgesaugt, was durch einen Pfeil (E) angedeutet ist. Der
Druck in dem Hohlraum 301 kann vor oder während des Formens
verringert werden, wenn dies notwendig ist. Das Innere des
Hohlraums 301 kann sich auch in einer Inertgasatmosphäre
befinden.
Nach dem Formen werden die erste und zweite Platte 201 und
202 aus superplastischem Material von der Preßform 300
entfernt und die erste und zweite Platte 201 und 202 aus
superplastischem Material werden voneinander getrennt.
Folglich ist es möglich, die Pulpepreßform 200 zum Formen von
Pulpeartikeln zu erhalten.
Eine Ausführungsform der Pulpepreßform 200, die durch das
oben beschriebene Herstellungsverfahren tatsächlich gebaut
wurde, wird nachfolgend beschrieben, um deren Wirksamkeit zu
verdeutlichen.
Bei dieser Ausführungsform wurde eine Vielzahl von linearen
Durchgangsbohrungen 211 mit einem Durchmesser von ca. 0,3 mm
in der ersten Platte 201 aus superplastischem Material unter
einem Abstand von ca. 0,6 mm derart ausgebildet, daß die
Durchgangsbohrungen in versetzten Reihen unter einem Winkel
von ca. 60° zueinander - gesehen in einer Aufsicht -
ausgebildet wurden. Das Lochflächenverhältnis der ersten
Platte 201 aus superplastischem Material vor dem
superplastischen Verformen betrug ca. 23% und das
durchschnittliche Lochplattenverhältnis nach dem Formen
betrug ca. 27%.
Die Pulpepreßform wurde auf einer Formmaschine befestigt und
ein Pulpeformen zum Formen von Pulpeartikeln wurde mit den
Schritten und unter einer Bedingung durchgeführt, die gleich
dem herkömmlichen Prozeß sind. Als Ergebnis wurden geformte
Pulpeartikel 250 mit einer Dicke von ca. 2,8 mm und einer
glatten, gekrümmten Oberfläche erzielt, wie in Fig. 2
dargestellt. Es wurde bestätigt, daß ein Pulpeformen durch
Verwendung der Pulpepreßform 200 der zweiten Ausführungsform
ohne Problem durchgeführt werden kann. Die Oberfläche 250a
des geformten Pulpeartikels 250, die mit der Pulpepreßform
200 in Berührung stand, war, verglichen mit der des
herkömmlichen Artikels, glatt.
Vergleichsergebnisse zwischen der Pulpepreßform der zweiten
Ausführungsform und einer herkömmlichen Pulpepreßform aus
Bronze, die in Fig. 5 gezeigt ist, sind in Tabelle 2
aufgelistet. In dieser Tabelle ist die Bedeutung der Werte in
den Spalten Produktionskosten und Lieferzeit die gleiche wie
bei Tabelle 1 der ersten Ausführungsform.
Die Ergebnisse in Tabelle 2 zeigen, daß die Dicke und das
Gewicht der Pulpepreßform gemäß der zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ungefähr halb so groß und nicht
mehr als die Hälfte der Pulpepreßform gemäß dem herkömmlichen
Beispiel sind. Die Pulpepreßform gemäß der zweiten
Ausführungsform benötigt keine Wartung, da kein Sieb
vorhanden ist. Ferner hat sich herausgestellt, daß die
Pulpepreßform gemäß der zweiten Ausführungsform sowohl
bezogen auf die Herstellungskosten wie auch auf die
erforderliche Lieferzeit hervorragend ist. Die Festigkeit der
Preßform gemäß der zweiten Ausführungsform ist nicht geringer
als die des herkömmlichen Beispiels.
Selbstverständlich sind die Qualität des Materials, die
Dicke, die Dehngrenze und die Festigkeit oder ähnliches der
Plattenstücke 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107 und 108 und
der Platten 201 und 202 aus superplastischem Material nicht
durch die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt.
Wie oben beschrieben, umfaßt die erfindungsgemäße
Pulpepreßform eine Platte mit einer Vielzahl von kleinsten
Durchgangsbohrungen und benötigt kein Sieb zum Formen von
Pulpeprodukten. Folglich ist es erfindungsgemäß möglich, eine
Pulpepreßform mit geringerem Gewicht zu schaffen, welche die
Wartung vereinfacht und nicht erfordert, daß ein Sieb durch
einen erfahrenen Arbeiter angebracht werden muß, die eine
gute Dauerfestigkeit besitzt, geringere Herstellungskosten
erfordert und geformte Pulpeprodukte in kurzer Zeit zur
Verfügung stellt.
Bei der herkömmlichen Pulpepreßform mit einem Sieb werden oft
Fasern aus Rohmaterial abgelagert und verbleiben zwischen dem
Formkörper und dem Sieb während dem Formen und dem
Entwässern. Da solche abgelagerten und zurückbleibenden
Fasern aus Rohmaterial auf die Qualität der geformten
Pulpeartikel einen schlechten Einfluß ausüben, beispielsweise
unerwünschte Öffnungen ausbilden, ist es notwendig, die
abgelagerten und zurückgebliebenen Fasern wegzuwaschen. Da
die erfindungsgemäße Pulpepreßform eine Vielzahl von
Durchgangsbohrungen aufweist, die geradlinig und kurz sind,
und da kein Sieb vorhanden ist, ist so gut wie keine
Ablagerung von Fasern aus Rohmaterial während dem Formen und
dem Entwässern gegeben.
Ferner werden an der Oberfläche der geformten Pulpeartikel
erfindungsgemäß kein Abdruck des Siebes oder keine Abdrücke
des verbundenen Abschnittes der kombinierten Metallgußformen
für eine Pulpepreßform, die bei der herkömmlichen Technik
ausgebildet werden, ausgebildet, da kein Sieb vorhanden ist.
Deshalb ermöglicht die vorliegende Erfindung die Herstellung
von Verpackungspulpeartikeln mit einer großen Glattheit und
hervorragenden Oberflächenbedingungen.
Claims (14)
1. Pulpepreßform mit einer Platte mit einer Vielzahl von
linearen Durchgangsbohrungen (111, 211) mit im
wesentlichen konstantem und gleichförmigen Durchmesser,
der nicht mehr als 2,0 mm beträgt, zwischen der vorderen
Oberfläche und der rückwärtigen Oberfläche, wobei die
Durchgangsbohrungen mit einem Abstand ausgebildet sind,
der nicht weniger als 0,05 mm und nicht mehr als 2,0 mm
beträgt, und wobei das Verhältnis der Öffnungsfläche der
linearen Durchgangsbohrungen zu der sichtbaren Fläche
der vorderen oder rückwärtigen Oberfläche der Platte
nicht weniger als 8,8% und nicht mehr als 75% beträgt.
2. Pulpepreßform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Platte eine Vielzahl von Plattenstücken (101 bis
108) aufweist, die miteinander zu einem Körper
kombiniert sind, wobei jedes Plattenstück mehrere
lineare Durchgangsbohrungen (111) aufweist.
3. Pulpepreßform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Platte eine Platte aus superplastischem Material
ist, die superplastisch deformiert wurde.
4. Pulpepreßform nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Platte aus superplastischem Material einen
Duplexedelstahl aufweist.
5. Pulpepreßform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchmesser der Durchgangsbohrungen nicht
weniger als 0,05 mm und nicht mehr als 2,0 mm beträgt.
6. Pulpepreßform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß benachbarte Durchgangsbohrungen unter einem Winkel
von ca. 60° zueinander in einer Zick-Zack-Form
vorgesehen sind.
7. Verfahren zum Herstellen einer Pulpepreßform mit einer
Platte mit einer Vielzahl von linearen
Durchgangsbohrungen (111, 211) mit im wesentlichen
konstantem und gleichförmigen Durchmesser, der nicht
mehr als 2,0 mm beträgt, zwischen der vorderen
Oberfläche und der rückwärtigen Oberfläche, wobei die
Durchgangsbohrungen mit einem Abstand ausgebildet sind,
der nicht weniger als 0,05 mm und nicht mehr als 2,0 mm
beträgt, und wobei das Verhältnis der Öffnungsfläche der
linearen Durchgangsbohrungen zu der sichtbaren Fläche
der vorderen oder rückwärtigen Oberfläche der Platte
nicht weniger als 8,8% und nicht mehr als 75% beträgt,
umfassend die folgenden Schritte:
Anordnen einer ersten Platte aus superplastischem Material, die eine Vielzahl von linearen Durchgangsbohrungen aufweist, auf einer Preßform mit einem Hohlraum, welcher eine Form besitzt, die komplementär zu dem der auszubildenden Pulpepreßform ist;
Anordnen einer zweiten Platte aus superplastischem Material, die keine Durchgangsbohrungen aufweist, auf der ersten Platte aus superplastischem Material, um die linearen Durchgangsbohrungen der ersten Platte zu verschließen; und
Beaufschlagen der zweiten Platte aus superplastischem Material von oben mit einem Formdruck, so daß die erste und zweite Platte aus superplastischem Material deformiert werden, wodurch die erste Platte an den Hohlraum der Preßform gedrückt wird, um die Form der Pulpepreßform zu bilden.
Anordnen einer ersten Platte aus superplastischem Material, die eine Vielzahl von linearen Durchgangsbohrungen aufweist, auf einer Preßform mit einem Hohlraum, welcher eine Form besitzt, die komplementär zu dem der auszubildenden Pulpepreßform ist;
Anordnen einer zweiten Platte aus superplastischem Material, die keine Durchgangsbohrungen aufweist, auf der ersten Platte aus superplastischem Material, um die linearen Durchgangsbohrungen der ersten Platte zu verschließen; und
Beaufschlagen der zweiten Platte aus superplastischem Material von oben mit einem Formdruck, so daß die erste und zweite Platte aus superplastischem Material deformiert werden, wodurch die erste Platte an den Hohlraum der Preßform gedrückt wird, um die Form der Pulpepreßform zu bilden.
8. Verfahren zum Herstellen einer Pulpepreßform nach
Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Formdruck
durch Gasstromformen unter Verwendung eines Gasdruckes
gebildet wird.
9. Verfahren zum Herstellen einer Pulpepreßform nach
Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Umfang der
überlappenden ersten und zweiten Platten aus
superplastischem Material an der Preßform befestigt ist.
10. Verfahren zum Herstellen einer Preßform nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Umfang der zweiten
Platte aus superplastischem Material an der Preßform
befestigt ist und daß die erste Platte aus
superplastischem Material unabhängig von einer solchen
Befestigung ist.
11. Verfahren zum Herstellen einer Pulpepreßform nach
Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der zugeführte
Formdruck ein Inertgas ist.
12. Geformter Pulpeartikel, der durch Verwenden einer
Pulpepreßform geformt wird, mit einer Platte mit einer
Vielzahl von linearen Durchgangsbohrungen (111, 211) mit
im wesentlichen konstantem und gleichförmigen
Durchmesser, der nicht mehr als 2,0 mm beträgt, zwischen
der vorderen Oberfläche und der rückwärtigen Oberfläche,
wobei die Durchgangsbohrungen mit einem Abstand
ausgebildet sind, der nicht weniger als 0,05 mm und
nicht mehr als 2,0 mm beträgt, und wobei das Verhältnis
der Öffnungsfläche der linearen Durchgangsbohrungen zu
der sichtbaren Fläche der vorderen oder rückwärtigen
Oberfläche der Platte nicht weniger als 8,8% und nicht
mehr als 75% beträgt; wobei die Oberfläche des geformten
Pulpeartikels, die mit der Pulpepreßform in Berührung
stand, glatt ist.
13. Verfahren zum Herstellen eines geformten Pulpeartikels,
umfassend die folgenden Schritte:
Eintauchen einer Pulpepreßform, mit einer Platte mit einer Vielzahl von linearen Durchgangsbohrungen (111, 211) mit im wesentlichen konstantem und gleichförmigen Durchmesser, der nicht mehr als 2,0 mm beträgt, zwischen der vorderen Oberfläche und der rückwärtigen Oberfläche,
wobei die Durchgangsbohrungen mit einem Abstand ausgebildet sind, der nicht weniger als 0,05 mm und nicht mehr als 2,0 mm beträgt, und wobei das Verhältnis der Öffnungsfläche der linearen Durchgangsbohrungen zu der sichtbaren Fläche der vorderen oder rückwärtigen Oberfläche der Platte nicht weniger als 8,8% und nicht mehr als 75% beträgt, in eine Suspension aus Pulpefasern; und anschließend
Anwenden einer Vakuumansaugung auf die Innenseite der Pulpepreßform, wodurch ein geformter Pulpeartikel mit glatten Oberflächen, die mit der Pulpepreßform in Berührung stehen, auf der Preßform geformt wird.
Eintauchen einer Pulpepreßform, mit einer Platte mit einer Vielzahl von linearen Durchgangsbohrungen (111, 211) mit im wesentlichen konstantem und gleichförmigen Durchmesser, der nicht mehr als 2,0 mm beträgt, zwischen der vorderen Oberfläche und der rückwärtigen Oberfläche,
wobei die Durchgangsbohrungen mit einem Abstand ausgebildet sind, der nicht weniger als 0,05 mm und nicht mehr als 2,0 mm beträgt, und wobei das Verhältnis der Öffnungsfläche der linearen Durchgangsbohrungen zu der sichtbaren Fläche der vorderen oder rückwärtigen Oberfläche der Platte nicht weniger als 8,8% und nicht mehr als 75% beträgt, in eine Suspension aus Pulpefasern; und anschließend
Anwenden einer Vakuumansaugung auf die Innenseite der Pulpepreßform, wodurch ein geformter Pulpeartikel mit glatten Oberflächen, die mit der Pulpepreßform in Berührung stehen, auf der Preßform geformt wird.
14. Verfahren zum Herstellen eines geformten Pulpeartikels,
umfassend die folgenden Schritte:
Eintauchen einer Pulpepreßform mit einer Platte mit einer Vielzahl von linearen Durchgangsbohrungen (111, 211) mit im wesentlichen konstantem und gleichförmigen Durchmesser, der nicht mehr als 2,0 mm beträgt, zwischen der vorderen Oberfläche und der rückwärtigen Oberfläche,
wobei die Durchgangsbohrungen mit einem Abstand ausgebildet sind, der nicht weniger als 0,05 mm und nicht mehr als 2,0 mm beträgt, und wobei das Verhältnis der Öffnungsfläche der linearen Durchgangsbohrungen zu der sichtbaren Fläche der vorderen oder rückwärtigen Oberfläche der Platte nicht weniger als 8,8% und nicht mehr als 75% beträgt, in eine Suspension aus Pulpefasern; und anschließend
Pressen mittels zweier Pulpepreßformen, um die Suspension aus Pulpefasern zu entwässern, welche Pulpepreßformen vorgesehen sind, um die Suspension vertikal oder horizontal zwischen sich einzuschließen, wodurch auf den Preßformen ein geformter Pulpeartikel mit glatten Oberflächen hergestellt wird, welche die beiden Pulpepreßformen berühren.
Eintauchen einer Pulpepreßform mit einer Platte mit einer Vielzahl von linearen Durchgangsbohrungen (111, 211) mit im wesentlichen konstantem und gleichförmigen Durchmesser, der nicht mehr als 2,0 mm beträgt, zwischen der vorderen Oberfläche und der rückwärtigen Oberfläche,
wobei die Durchgangsbohrungen mit einem Abstand ausgebildet sind, der nicht weniger als 0,05 mm und nicht mehr als 2,0 mm beträgt, und wobei das Verhältnis der Öffnungsfläche der linearen Durchgangsbohrungen zu der sichtbaren Fläche der vorderen oder rückwärtigen Oberfläche der Platte nicht weniger als 8,8% und nicht mehr als 75% beträgt, in eine Suspension aus Pulpefasern; und anschließend
Pressen mittels zweier Pulpepreßformen, um die Suspension aus Pulpefasern zu entwässern, welche Pulpepreßformen vorgesehen sind, um die Suspension vertikal oder horizontal zwischen sich einzuschließen, wodurch auf den Preßformen ein geformter Pulpeartikel mit glatten Oberflächen hergestellt wird, welche die beiden Pulpepreßformen berühren.
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