DE4426725C1 - Drehgelenk für Gelenkomnibusse - Google Patents

Drehgelenk für Gelenkomnibusse

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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60DVEHICLE CONNECTIONS
    • B60D5/00Gangways for coupled vehicles, e.g. of concertina type
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D47/00Motor vehicles or trailers predominantly for carrying passengers
    • B62D47/02Motor vehicles or trailers predominantly for carrying passengers for large numbers of passengers, e.g. omnibus
    • B62D47/025Motor vehicles or trailers predominantly for carrying passengers for large numbers of passengers, e.g. omnibus articulated buses with interconnecting passageway, e.g. bellows

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Description

Die Erfindung betrifft ein Drehgelenk zur Verbindung von Vorderwagen und Nachläufer eines Gelenkomnibusses bestehend aus einem am Vorderwagen befestig­ ten Gehäuse, einer die Drehachse des Drehgelenks aufnehmenden hydraulischen Dämpfungsvorrichtung und einem über die Drehachse mit dem Nachläufer drehfest verbundenen Oberteil als Auflager für eine in Fußbodenhöhe angeordnete, kreisförmige Bodenplatte, wobei ein den Fahrgastraum zwischen den beiden Bushälf­ ten umspannender, quergeteilter Faltenbalg durch einen Mittenholm an dem Drehgelenk abgestützt ist.
Aus der DE 41 18 612 A1 ist ein gattungsmäßiges Drehgelenk für einen Gelenkomni­ bus bekannt, bei dem das am Nachläufer befestigte und mit der Dämpfungsvorrichtung zusammenwirkende Oberteil als Drehschemel ausgebildet ist. Die gelenkige Anbindung des Drehschemels mit dem Nachläufer erfolgt über vertikale Gelenklager, die in gegenüber dem Gehäuse der Dämpfungsvorrichtung seitlich hochgesetzten Aufnahmeaugen gehaltert sind. Der Mittenholm des Faltenbalges wird vom Vorderwagen durch einen Dreiecklenker in der Drehachse über den Drehschemel zen­ trisch geführt und über zwei Laufrollen vertikal auf den Drehschemel abgestützt. Diese Anordnung der Verbindungselemente in drei verschiedenen Ebenen beansprucht jedoch einen relativ hohen Einbauraum. Nachteilig ist ferner, daß die Übertragung der Schubkraft auf den Vorderwagen bei Gelenkomnibussen mit Heckmotor und Antrieb auf der Nachläuferachse über vertikale Gelenklager erfolgt, durch die ein belastendes Moment entsteht
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das Drehgelenk zur Verbindung von Vorderwagen und Nachläufer und zur Abstützung des Mittenholmes von Faltenbalg in geringer Bauhöhe auszubilden und von Querkräften bei der Kraftübertragung weitge­ hend zu entlasten.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der Mittenholm mit zwei unterhalb vom Oberteil horizontal nach innen gerichteten Tragarmen am Gehäu­ se zur Drehachse schwenkbar und quer zur Fahrtrichtung kippbar gelagert ist.
Die vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist Gegenstand der Unteransprüche.
Das entsprechend den Merkmalen der Erfindung ausgebildete Drehgelenk ist in kompakter, raumsparender Bauweise ausgeführt und für den Einbau in Niederflur-Gelenkomnibusse besonders geeignet. Der Mittenholm des Faltenbalges ist mit rollengeführten Tragarmen in Führungssegmenten seitlich am Gehäuse der ohnehin flach ausgebildeten Dämpfungsvorrichtung abgestützt, so daß überhaupt keine Bauhöhe für die Unterbringung der Abstützung in Anspruch genommen wird. Der notwendige Einbauraum für das Drehgelenk wird darüber hinaus durch die gedrungene Bauweise der Gelenkverbindung des Oberteils mit dem Nachläufer reduziert, die nach einem weiteren Merkmal der Erfindung horizontale Gelenkbolzen vorsieht, die in der Ebene des Oberteils angelenkt sind. Die weitgehend von Querkräf­ ten entlastete Übertragung der Antriebskraft auf den Vorderwagen wirkt sich sodann günstig auf die Dimensionierung der Übertragungselemente aus.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausfüh­ rungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1: das Drehgelenk im Mittelteil eines Gelenkbusses in Draufsicht;
Fig. 2: das Drehgelenk in vergrößertem Querschnitt gemäß der Linie A-B von Fig. 1;
Fig. 3: das Drehgelenk in vergrößerter Seitenansicht gemäß der Linie C-D von Fig. 1.
Das Mittelteil eines Gelenkbusses befindet sich zwischen dem Vorderwagen 1 und dem Nachläufer 2 und verbindet die beiden Bushälften mit einem den Fahrgastraum umspannenden Faltenbalg 3. In der Zeichnung sind die beiden Bushälften nur andeutungsweise in ihren Anschlußkonturen dargestellt. Der Faltenbalg 3 ist in der Mitte quer zur Fahrtrichtung geteilt. Die beiden Hälften werden von einem bügelförmigen Mittenholm 4 zusammengehalten und aufgespannt. Unterhalb der Ebe­ ne des Fußbodens 5 vom Fahrgastraum ist der Mittenholm 4 mit zwei horizontal nach innen gerichteten Tragarmen 6 abgestützt, die seitlich am Mittenholm 4 angeflanscht sind.
Das nachfolgend zu beschreibende erfindungsgemäße Drehgelenk 7 ist eine unterhalb des Fußbodens 5 angeordnete drehelastische Verbindung von Vorderwagen 1 und Nachläufer 2 im Mittelteil zur Übertragung der zwischen den beiden Bushälften wirk­ samen Zug- und Druckkräfte. In der Kurve werden die beiden Bushälften im Drehgelenk 7 aus ihrer gemeinsamen Längsachse heraus zueinander abgewinkelt, wo­ bei sich die eine Bushälfte gegenüber der anderen um den zentralen Drehzapfen 8 des Drehgelenks 7 dreht. Dabei verschwenken die Tragarme 6 vom Mittenholm 4 um den zentralen Drehzapfen 8, während der Faltenbalg 3 beiderseits vom Mittenholm 4 an den einander diametral gegenüberliegenden Außenseitenhälften zusammengedrückt bzw. auseinandergezogen wird.
Das Drehgelenk 7 ist in einem am Vorderwagen 1 befestigten Gehäuse 9 gelagert. Das mit dem Drehzapfen 8 verbundene Oberteil 10 des Drehgelenks 7 ist über dem Gehäuse 9 angeordnet und mit dem Nachläufer 2 befestigt.
In dem Gehäuse 9 sind zwei parallel zueinander angeordnete Zylinder einer H-förmigen, hydraulischen Dämpfungsvorrichtung 11 untergebracht, wie sie in der DE 40 31 626 A1 im Detail beschrieben ist. Die beiden Kolbenstangen der in den Zylindern gradlinig beweglich geführten Dämpferkolben sind an ihren Innenseiten mit Zahnstangen 12 versehen, in die ein Zahnrad 13 eingreift. Dieses ist über die Drehachse 8 mit dem Oberteil 10 verbunden, wobei die Rotationsbewegungen von der Drehachse 8 über das Zahnrad 13 und die sich gegenläufig zueinander in Längsrichtung bewegenden Zahnstangen 12 auf die Dämpferkolben übertragen werden, so daß eine Dämpfung der sich bewegenden Masse bewirkt wird.
Das Oberteil 10 ist als flaches Bauteil ellipsenförmig ausgebildet und mit zwei klauenförmigen Halterungen 14 an den nach außen gerichteten Enden versehen. Diese bilden die Aufnahmen für zwei in gleicher Ebene mit dem Oberteil 10 horizontal gelagerte Gelenkbolzen 15, die einerseits in den Halterungen 14 elastisch, in radialer und axialer Richtung schwenkbar gelagert sind und andererseits an einem mit dem Nachläufer 2 befestigten Ausleger 16 angreifen. Auf der Oberseite des Oberteils 10 sind eine oder mehrere Stützleisten 17 als Auflager für eine kreisförmige, quergeteilte Bodenplatte 18 vorgesehen, die in der Ebene des Fußbodens zwischen den Fußbodenabdeckungen angeordnet ist und deren hochklappbare Hälften durch ein Scharnier 19 miteinander verbunden sind. Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 das Drehgelenk 7 ohne Bodenplatte 18, deren Kontur lediglich strichpunktiert angedeutet ist.
In der Zeichnung nicht sichtbar sind segmentförmige Seitenabgrenzungen im Fahrgastraum zum Faltenbalg 3, die ebenfalls am Oberteil 10 befestigt sind.
Die beiden an dem Mittenholm 4 angeflanschten Tragarme 6 sind an ihren dem Dreh­ zapfen 8 zugewandten Enden mit jeweils einem Rollenkopf 20 versehen und damit unter dem Oberteil 10 beidseitig an dem Gehäuse 9 sowohl um den Drehzapfen 8 schwenkbar als auch quer zur Fahrzeuglängsachse kippbar gelagert. Die Rollenköpfe 20 greifen jeweils in kreisbogenförmige Seitenführungen 21 mit U-förmigem Profil ein, die einander gegenüberliegend an den beiden Längsseiten des Gehäuses 9 befestigt sind.
Während der Fahrt bewegt sich die Bodenplatte 18 in der Kurve zusammen mit dem am Nachläufer 2 befestigten Oberteil 10 relativ zum Vorderwagen. Dabei führt das Gehäuse 9 des Drehgelenks 7 um die Drehachse 8 des Oberteils 10 eine Drehbewegung aus entsprechend der Abwinklung der Längsachsen von Vorderwagen 1 und Nachläu­ fer 2 zueinander.
Der Mittenholm 4 des Faltenbalges 3 folgt dieser Bewegung, indem die Tragarme 6 relativ zur Drehachse 8 um diese herum in den Seitenführungen 21 des Gehäuses 9 verschwenken. Die Schwenkbewegung der Tragarme 6 wird durch die wechselseitige Dehnung und Stauchung des Faltenbalges 3 beeinflußt und verläuft daher nicht synchron mit dem Gehäuse 9 um die Drehachse 8 des Oberteils 10. Da die Rollenköpfe 20 der Tragarme 6 unabhängig von der ausgeführten Drehung in den Seitenführungen 21 des Gehäuses 9 abrollen können, folgt der Mittenholm der Drehbewegung im Zen­ trum nur bedingt mit etwa "einer halben Drehung".
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern umfaßt auch alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden Ausführungen.

Claims (6)

1. Drehgelenk zur Verbindung von Vorderwagen und Nachläufer eines Gelenkomnibusses bestehend aus einem am Vorderwagen (1) befestigten Gehäuse (9) einer die Drehachse (8) des Drehgelenkes (7) aufnehmenden hydraulischen Dämpfungsvorrichtung (11) und einem über die Drehachse (8) mit dem Nachläufer (2) drehfest verbundenen Oberteil (10) als Auflager für eine in Fußbodenhöhe angeordnete, kreisförmige Bodenplatte (18), wobei ein den Fahrgastraum zwischen den beiden Bushälften umspannender quergeteilter Faltenbalg (3) durch einen Mittenholm (4) an dem Drehgelenk (7) abgestützt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittenholm (4) mit zwei unterhalb vom Oberteil (10) horizontal nach innen gerichteten rollengeführten Tragarmen (6) am Gehäuse (9) um die Drehachse (8) schwenkbar und quer zur Fahrtrichtung kippbar gelagert ist.
2. Drehgelenk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beidseitig an dem Gehäuse (9) kreisbogenförmige Führungssegmente (21) mit im Profil U-förmigen Führungen angeordnet sind, in die die Tragarme (6) jeweils mit einem Rollenkopf (20) eingreifen.
3. Drehgelenk nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragarme (6) seitlich am Mittenholm (4) angeflanscht sind.
4. Drehgelenk nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Oberteil (10) über zwei in dessen Ebene radial und axial schwenkbar gelagerte, horizontale Gelenkbolzen (15) mit dem Nachläufer (2) verbunden ist.
5. Drehgelenk nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn­ zeichnet, daß Stützleisten (17) auf dem Oberteil (10) das Auflager für eine kreisförmige Bodenplatte (18) bilden.
6. Drehgelenk nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Bodenplatte (18) zweiteilig ausgebildet ist, deren hochklapp­ bare Hälften durch ein Scharnier (19) miteinander verbunden sind.
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