DE4431128A1 - Verfahren zur Einstellung eines Ventils und Ventil - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur Einstellung
der dynamischen, während des Öffnungs- und des
Schließvorgangs abgegebenen Mediumströmungsmenge eines
elektromagnetisch betätigbaren Ventils nach dem Oberbegriff
eines der Ansprüche 1 bis 3 bzw. einem elektromagnetisch
betätigbaren Ventil nach dem Oberbegriff des Anspruchs 11.
Bei bekannten Ventilen wird die dynamische, während des
Öffnungs- und des Schließvorgangs abgegebene
Mediumströmungsmenge durch die Größe der Federkraft einer
auf den Ventilschließkörper wirkenden Rückstellfeder
eingestellt.
Das aus der DE-OS 37 27 342 bekannte Ventil
weist einen in einer Längsbohrung des Innenpols verschiebbar
angeordneten Einstellbolzen auf, an dessen einer Stirnseite
das eine Ende der Rückstellfeder anliegt. Die Einpreßtiefe
des Einstellbolzens in die Längsbohrung des Innenpols
bestimmt die Größe der Federkraft der Rückstellfeder. Aus
der DE-OS 29 42 853 ist ein Ventil bekannt, bei dem die
Federkraft der Rückstellfeder durch die Einschraubtiefe
einer in die Längsbohrung des Innenpols einschraubbaren
Einstellschraube eingestellt wird, an deren einer Stirnseite
das eine Ende der Rückstellfeder anliegt. Die Einstellung
der dynamischen Mediumströmungsmenge durch die Einstellung
der auf den Ventilschließkörper wirkenden Federkraft der
Rückstellfeder hat aber den Nachteil, daß an dem
fertigmontierten Ventil eine Zugriffsmöglichkeit auf die
Rückstellfeder in Form eines leicht zugänglichen
Einstellelements vorzusehen ist, an dem zusätzlich
abgedichtet werden muß.
Aus der EP-PS 0 301 381 ist bereits ein Verfahren zum
Einstellen der Brennstoffeinspritzmenge eines
Brennstoffeinspritzventils bekannt, bei dem ein Einstellrohr
in eine Längsbohrung eines rohrförmigen Anschlußstutzens bis
zu einer vorbestimmten Länge eingeführt wird, das
Einstellrohr in dem Anschlußstutzen durch Preßpassen oder
Verstemmen vorübergehend fixiert wird, das Einstellrohr
abschließend während der Überprüfung der aktuellen
Brennstoffeinspritzmenge eingestellt und in der Längsbohrung
des Anschlußstutzens durch Verstemmen eines äußeren
Umfangsabschnitts des Anschlußstutzens fixiert wird. Dieses
bekannte Einstellverfahren hat den Nachteil, daß nach dem
abschließenden Einstellen des Einstellrohres als
zusätzlicher Arbeitsgang noch das Fixieren des
Einstellrohres durch Verstemmen des äußeren
Umfangsabschnitts des Anschlußstutzens und damit eine
Verformung des Einspritzventils erforderlich ist. Durch die
Verstemmung besteht die Gefahr, daß die Lage des
Einstellrohrs und damit die eingestellte Brennstoffmenge
verändert wird.
Um diese Gefahr zu verhindern, wird in der DE-OS 42 11 723
vorgeschlagen, eine unter einer in radialer Richtung
wirkenden Vorspannung stehende geschlitzte Einstellhülse zu
verwenden, wodurch ein Verstemmen eines äußeren
Umfangsabschnitts des Anschlußstutzens zum abschließenden
Fixieren dieser Einstellhülse in dem Anschlußstutzen nicht
erforderlich ist. Die Einstellhülse nimmt ihre definierte
Position also ohne eine Deformierung im Inneren des Ventils
ein, und die letztlich eingestellte Mediumströmungsmenge
unterliegt keinen nachträglichen Veränderungen.
Diesen bereits bekannten Einspritzventilen ist gemeinsam,
daß durch die Einsteilung unterschiedlich ausgebildeter
Einstellelemente, wie Einstellbolzen, Einstellschrauben,
Einstellrohre oder Einstellhülsen, Eingriffe mit
Einstellwerkzeugen im Inneren des Einspritzventils notwendig
sind. Dabei sind jeweils hohe Anforderungen an die Qualität
der Einstellelemente sowie an eine definierte Handhabung der
Einstellwerkzeuge zur Vermeidung von Verformungen im
Einspritzventil gestellt. Außerdem besteht beim Eintauchen
eines Einstellwerkzeugs in das Innere des Einspritzventils
immer eine Verschmutzungsgefahr. Hinzu kommt noch die Gefahr
der Spanbildung beim Bewegen des Einstellelements im Inneren
des Einspritzventils, die sich besonders nachteilig beim
Betrieb des Einspritzventils auswirken kann.
In der deutschen Anmeldung DE-P 43 10 819.9 wird außerdem
bereits vorgeschlagen, eine Einstellung der dynamischen
Mediumströmungsmenge durch das Ändern der Verhältnisse des
Magnetkreises im Einspritzventil vorzunehmen. Das Einstellen
erfolgt dabei nicht mehr im Inneren des Ventils, sondern
durch das axiale Verschieben von wenigstens einem die
Magnetspule teilweise überdeckenden Leitelement. Das
Festhalten des Ventils und auch der Einstellvorgang selbst
müssen jedoch am nicht vollständig montierten Ventil
vorgenommen werden. Erst nach der Einstellung kann z. B. die
Kunststoffumspritzung angebracht werden, was den Nachteil
hat, daß ein nachträgliches unerwünschtes Verrutschen nicht
vollständig auszuschließen ist.
Die erfindungsgemäßen Verfahren zur Einstellung der
dynamischen, während des Öffnungs- und des Schließvorgangs
abgegebenen Mediumströmungsmenge eines elektromagnetisch
betätigbaren Ventil mit den kennzeichnenden Merkmalen jedes
einzelnen der Ansprüche 1 bis 3 bzw. das elektromagnetisch
betätigbare Ventil mit den kennzeichnenden Merkmalen des
Anspruchs 11 haben den Vorteil, daß auf einfache Art und
Weise die dynamische Mediumströmungsmenge außerhalb des
Mediumströmungsweges einstellbar ist und kein
Einstellelement im Inneren des Einspritzventils erforderlich
ist und damit Einstellwerkzeuge nicht in das Einspritzventil
eintauchen. Somit wird eine aufwendige Einstellung innerhalb
des Einspritzventils vermieden und jegliche Gefahr von
Verformungen durch ein Verstemmen oder ein anderweitiges
Fixieren eines Einstellelements im Einspritzventil genommen
sowie das Verschmutzungsrisiko deutlich herabgesetzt. Die
Einstellung erfolgt in besonders vorteilhafter Weise an dem
fertigmontierten Ventil.
Bei den erfindungsgemäßen Verfahren erfolgt im Gegensatz zum
Stand der Technik die Einstellung der dynamischen
Mediumströmungsmenge am Umfang des Ventils durch eine
minimale axiale Verformung des Ventilgehäuses. Die
Verformung des Ventilgehäuses durch den Eingriff eines
Verformungswerkzeugs hat zur Folge, daß die Größe eines sich
im Inneren des Ventils zwischen einem Kern und einem Anker
ergebenden Restluftspalts verändert wird. Die Veränderung
des Restluftspalts, die eine Veränderung der Geometrie des
magnetischen Kreises darstellt, verursacht zwangsläufig auch
eine Veränderung des magnetischen Flusses im magnetischen
Kreis und damit auch der Magnetkraft. Somit ist die
dynamische abgegebene Mediumströmungsmenge von außen
beeinflußbar und einstellbar.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind
vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der in den
Ansprüchen 1 bis 3 angegebenen Verfahren zur Einstellung der
dynamischen Mediumströmungsmenge eines Ventils bzw. des
Ventils nach Anspruch 11 möglich.
Besonders vorteilhaft ist es, das Verformungswerkzeug zum
Verformen des Ventilgehäuses mehrteilig auszubilden. Ein
Werkzeugteil sollte dabei in einen radial vom äußeren Umfang
des Ventilgehäuses in Richtung zur Ventillängsachse hin
verlaufenden Einstich eingreifen und von dort eine axiale
Kraftwirkung auf das Ventilgehäuse ausüben. Die Herstellung
des Einstichs im Ventilgehäuse ist besonders leicht möglich.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
vereinfacht dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 ein zur
Ausführung der erfindungsgemäßen Verfahren erfindungsgemäß
ausgebildetes Brennstoffeinspritzventil, Fig. 2 ein Ventil
mit einem ersten Beispiel eines Verformungswerkzeugs, Fig.
3 ein Ventil mit einem zweiten Beispiel eines
Verformungswerkzeugs und Fig. 4 ein Ventil mit einem
dritten Beispiel eines Verformungswerkzeugs.
In der Fig. 1 ist beispielsweise ein elektromagnetisch
betätigbares Ventil für Brennstoffeinspritzanlagen von
beispielsweise gemischverdichtenden fremdgezündeten
Brennkraftmaschinen dargestellt, bei dem die dynamische
Brennstoffströmungsmenge durch die erfindungsgemäßen
Verfahren einstellbar ist.
Das Ventil in der Form eines Brennstoffeinspritzventils hat
ein rohrförmiges, beispielsweise abgestuftes Ventilgehäuse 1
aus einem ferromagnetischen Material, in dem auf einem
Spulenkörper 2 eine Magnetspule 3 angeordnet ist. Mit seinem
unteren Gehäuseende 4 umschließt das Ventilgehäuse 1 in
axialer Richtung teilweise einen Düsenkörper 5. Der
Spulenkörper 2 umgibt teilweise einen stufenförmig
ausgestalteten, konzentrisch zu einer Ventillängsachse 16
verlaufenden Kern 7, der rohrförmig ausgebildet ist und über
den die Brennstoffzufuhr erfolgt. Ein zylindrischer hohler
Anker 8 wirkt mit der Magnetspule 3 zusammen und durchragt
einen Magnetlinienleitabsatz 9 des Ventilgehäuses 1 in
axialer Richtung. Mit einem der Magnetspule 3 abgewandten
Ende 12 umgreift der Anker 8 ein Halteteil 14 einer
Ventilnadel 15 und ist mit der Ventilnadel 15 fest
verbunden.
Im Düsenkörper 5 ist konzentrisch zu der Ventillängsachse 16
ein gestufter, durchgehender Strömungskanal 19 ausgeführt.
An seinem dem Ventilgehäuse 1 abgewandten Ende ist in dem
Strömungskanal 19 eine keglige Ventilsitzfläche 20
ausgebildet. Zwei beispielsweise als Vierkante ausgebildete
Führungsabschnitte 21 der Ventilnadel 15 werden durch einen
Führungsbereich 22 des Strömungskanals 19 geführt; sie
lassen aber auch einen axialen Durchgang für den Brennstoff
frei.
An einem der Magnetspule 3 zugewandten Absatz 23 des Ankers
8 liegt eine Druckfeder 24 mit ihrem einen Ende an. Mit
ihrem anderen Ende stützt sich die Druckfeder 24 an einem im
Kern 7 vorgesehenen Anlageabsatz 25 ab. Die Druckfeder 24
ist bestrebt, den Anker 8 und die mit ihm in Verbindung
stehende Ventilnadel 15 in Richtung der Ventilsitzfläche 20
zu bewegen. Der Anlageabsatz 25 ergibt sich dadurch, daß
sich eine konzentrische, abgestufte Durchgangsbohrung 27 des
Kerns 7 stromabwärts verjüngt und dabei einen Durchmesser
besitzt, der kleiner ist als der Öffnungsdurchmesser der
Durchgangsbohrung 27 in dem Bereich, in dem die Druckfeder
24 angeordnet ist.
Die Ventilnadel 15 durchdringt mit radialem Abstand eine
Durchgangsöffnung 28 in einer Anschlagplatte 30, die
zwischen einer dem Anker 8 zugewandten Stirnseite 31 des
Düsenkörpers 5 und einer der Stirnseite 31
gegenüberliegenden Innenschulter 32 des Ventilgehäuses 1
eingeklemmt ist. Die Anschlagplatte 30 dient zur Begrenzung
der Bewegung der in dem Strömungskanal 19 des Düsenkörpers 5
angeordneten Ventilnadel 15. Hierfür ist an der Ventilnadel
15 ein Anschlagkopf 34 vorgesehen, der bei von der
Ventilsitzfläche 20 abgehobener Ventilnadel 15 an der
Anschlagplatte 30 anliegt.
Dem Halteteil 14 abgewandt weist die Ventilnadel 15 einen
als Ventilschließteil dienenden kegligen Abschnitt 33 auf,
der mit der kegligen Ventilsitzfläche 20 des Düsenkörpers 5
zusammenwirkt und das Öffnen bzw. Schließen des
Einspritzventils bewirkt. An den kegligen Abschnitt 33
schließt sich in Strömungsrichtung ein Zapfen 36 der
Ventilnadel 15 an, der aus einer Einspritzöffnung 37 des
Düsenkörpers 5 herausragt.
Zumindest teilweise sind in axialer Richtung der Kern 7 und
das Ventilgehäuse 1 durch eine Kunststoffummantelung 43
umschlossen. Ein elektrischer Anschlußstecker 45, über den
die elektrische Kontaktierung der Magnetspule 3 und damit
deren Erregung erfolgt, ist beispielsweise zusammen mit der
Kunststoffummantelung 43 ausgeformt.
Im axialen Erstreckungsbereich der Magnetspule 3 ist am
äußeren Umfang des Ventilgehäuses 1 eine umlaufende Ringnut
47 vorgesehen, die ein einfaches Handling des Ventils bei
dessen Einbau beispielsweise am Ansaugrohr einer
Brennkraftmaschine erlaubt. Außerdem dient diese Ringnut 47
zum Halten des Ventils mit einem Werkzeug beim Bördeln des
Ventilgehäuses 1 an dem Kern 7 und beim Anbringen der
Kunststoffummantelung 43. Zwischen dem Spulenkörper 2 mit
der Magnetspule 3 und der Anschlagplatte 30 ist im
Ventilgehäuse 1 ebenfalls vom äußeren Umfang ausgehend ein
erfindungsgemäßer umlaufender Einstich 48 eingeformt, der
zum Anker 8 hin gerichtet ist. Durch den Einstich 48
entsteht in gewisser Weise ein Bodenbereich 50 des
Ventilgehäuses 1, der unmittelbar unterhalb des
Spulenkörpers 2 liegt und also den Spulenraum nach unten
abschließt.
An die Fertigmontage des Ventils schließt sich der Einlauf-
bzw. Einstellvorgang an, bei dem das Ventil zu vorbestimmten
Zeitperioden durch Erregen der Magnetspule 3 betätigt und
ein Prüfmedium durch die Einspritzöffnung 37 des
Düsenkörpers 5 abgegeben wird. Bei dem Einlaufen des Ventils
wird die von dem Ventil während des Öffnungs- und des
Schließvorganges abgegebene dynamische Mediumistmenge
mittels einer Leitung 53 und einem Meßgefäß 54 gemessen und
mit einer Mediumsollmenge verglichen. Stimmen die gemessene
Mediumistmenge und die vorgegebene Mediumsollmenge nicht
überein, so werden die erfindungsgemäßen Verfahren zur
Einstellung der dynamischen Mediumströmungsmenge angewendet.
Die Einstellung der dynamischen Mediumströmungsmenge erfolgt
nun außerhalb des Mediumströmungsweges ohne Einstellelement
im Inneren des Ventils durch Verformung des zwischen dem
Spulenkörper 2 und der Anschlagplatte 30 befindlichen
Materials des Ventilgehäuses 1 um den Einstich 48 herum
unterhalb des Spulenkörpers 2. Damit ist die Gefahr einer
Verschmutzung im Inneren des Ventils entscheidend
herabgesetzt. Eine derartige Verformung durch den Eingriff
eines Verformungswerkzeugs 57 (Fig. 2, 3) in den Einstich
48 hat zur Folge, daß die Größe eines sich im Inneren des
Ventils zwischen einer stromabwärtigen Stirnfläche 60 des
Kerns 7 und einer stromaufwärtigen Stirnfläche 61 des Ankers
8 ergebenden Restluftspaltes 62 verändert wird. Die
Veränderung des Restluftspaltes 62, die eine Veränderung der
Geometrie des magnetischen Kreises darstellt, verursacht
zwangsläufig auch eine Veränderung des magnetischen Flusses
im magnetischen Kreis und damit auch der Magnetkraft. Die
Änderung des Restluftspaltes 62 ergibt sich durch die axiale
Verformung des Ventilgehäuses 1, durch die als Resultat die
Anschlagplatte 30 und/oder der Kern 7 in ihrer axialen Lage
minimal verändert werden. Da die Größe der Magnetkraft in
unmittelbarer Beziehung zur dynamischen Mediumströmungsmenge
des Ventils steht, läßt sich also durch eine axiale
Verformung des Ventilgehäuses 1 über die Veränderung des
Restluftspaltes 62 die dynamische Mediumströmungsmenge
beeinflussen.
Der Restluftspalt 62 zwischen Kern 7 und Anker 8 beträgt bei
geöffnetem Ventil, also bei an der Anschlagplatte 30
anliegender und von der Ventilsitzfläche 20 vollständig
abgehobener Ventilnadel 15 mit ihrem als Ventilschließteil
dienenden Abschnitt 33 typischerweise 0,06 bis 0,09 mm. Der
Hub der Ventilnadel 15 zwischen den zwei Endstellungen liegt
üblicherweise bei 0,06 bis 0,07 mm. Dabei ist die eine
Endstellung der Ventilnadel 15 bei nicht erregter
Magnetspule 3 durch die Anlage des kegligen Abschnitts 33 an
der Ventilsitzfläche 20 festgelegt, während sich die andere
Endstellung der Ventilnadel 15 bei erregter Magnetspule 3
durch die Anlage der Ventilnadel 15 an der Anschlagplatte 30
ergibt. Berücksichtigt man eine notwendige Variation der
dynamischen Mediumströmungsmenge von +/- 10%, ergibt sich
ein Bereich von 0,04 bis 0,17 mm für die mögliche axiale
Erstreckung des Restluftspaltes 62.
Mit den in den Fig. 2 bis 4 schematisch dargestellten
Verformungswerkzeugen 57, die am äußeren Umfang des Ventils
an verschiedenen Positionen angreifen können, erfolgt eine
äußere Kraftwirkung auf das Ventil. In den Fig. 2 bis 4
sind die Verformungswerkzeuge 57 schematisch nur auf einer
Seite des Ventils dargestellt; sie umgreifen aber in der
Realität jeweils in einer senkrecht zur Ventillängsachse 16
verlaufenden Ebene das Ventil vollständig oder aber
punktuell. Die Verformungswerkzeuge 57 werden radial dem
Ventil zugeführt und greifen beispielsweise in die Ringnut
47 und in den Einstich 48 ein und erzielen eine Kraftwirkung
in axialer Richtung. Durch diese äußere mechanische Kraft
wird das Ventilgehäuse 1 plastisch kaltverformt, so daß sich
die Gesamtlänge des Ventils bleibend ändert. Diese
Längenänderung des Ventils bewirkt die bereits erläuterte
Veränderung des Restluftspaltes 62 zwischen Kern 7 und Anker
8 und die damit verbundene Veränderung der dynamischen
Mediumströmungsmenge. Die minimale Verformung der
Spulenkammer, in der der Spulenkörper 2 mit der Magnetspule
3 angeordnet ist, ist insofern unkritisch, da die zur
Abdichtung zwischen dem Spulenkörper 2 und dem Kern 7 bzw.
dem Ventilgehäuse 1 vorgesehenen Dichtringe diese
Veränderung kompensieren.
Die mechanische Verformung des Ventilgehäuses 1, speziell in
der Nähe des Einstichs 48 bzw. des Bodenbereichs 50 kann auf
unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Dies ist davon
abhängig, ob nach dem Vergleich von Mediumistmenge und
Mediumsollmenge eine Vergrößerung oder eine Verringerung der
dynamischen Mediumströmungsmenge erwünscht ist. Eine
gewünschte Verringerung der dynamischen Mediumströmungsmenge
bedeutet beispielsweise, daß der Restluftspalt 62 vergrößert
werden muß, um die Magnetkraft zu reduzieren. Umgekehrt
erfordert eine gewünschte Vergrößerung der dynamischen
Mediumströmungsmenge eine Verkleinerung des Restluftspaltes
62. Entsprechend dieser Forderungen sind die
Verformungswerkzeuge 57 auszuwählen bzw. zu kombinieren und
am Ventil anzusetzen.
In der Fig. 2 ist ein Ventil mit einem Verformungswerkzeug
57 gezeigt, das in den Einstich 48 eingreift und besonders
zur Verringerung der dynamischen Mediumströmungsmenge
(Vergrößerung des Restluftspalts 62) geeignet ist. Mit einem
in der Form von zwei Halbschalen (nur eine ist in der Fig.
2 dargestellt) ausgebildeten Werkzeugunterteil 64 wird
beispielsweise das Ventil durch deren Eingriff im Einstich
48 gehalten. Auf diesem Werkzeugunterteil 64 ist ein mit
einem Pfeil angedeutetes radial bewegliches, keilförmiges
Werkzeugoberteil 65 angeordnet, das ebenfalls mit seiner
Keilspitze 67 in den Einstich 48 eingeschoben wird. Der
Einstich 48 besitzt eine solche axiale Ausdehnung, daß das
Werkzeugunterteil 64 mit einem zur Ventillängsachse 16 hin
gerichteten Vorsprung 68 und das Werkzeugoberteil 65 mit
seiner ebenfalls zur Ventillängsachse 16 gerichteten
unmittelbaren Keilspitze 67 in dem Einstich 48 eingreifen
können, ohne daß eine Verformung des Ventilgehäuses 1
erfolgt. Durch ein radiales Hineinbewegen des
Werkzeugoberteils 65 in den Einstich 48 wird aber
nachfolgend aufgrund der Keilform des Werkzeugoberteils 65
besonders die obere Begrenzung des Einstichs 48 axial
verdrückt, so daß es zu einer Verformung des Bodenbereichs
50 kommt. Die Folge dieses Vorganges ist eine Vergrößerung
des Restluftspaltes 62 im Inneren des Ventils. Eine
Überprüfung der sich aus der Verformung ergebenden
veränderten dynamischen Mediumströmungsmenge kann
unmittelbar während des Verformungsprozesses oder auch
nachfolgend erfolgen. Die möglichen Meßmethoden werden
später noch näher erläutert.
Das in der Fig. 3 dargestellte Ventil mit einem
Verformungswerkzeug 57 zeichnet sich dadurch aus, daß an
zwei verschiedenen Positionen mit axialem Abstand zueinander
am Umfang des Ventils der Werkzeugeingriff erfolgt. Das
Werkzeugoberteil 65 übernimmt bei diesem Ausführungsbeispiel
eine Haltefunktion, indem es in der am äußeren Umfang des
Ventilgehäuses 1 vorgesehenen umlaufenden Ringnut 47
eingreift. Mit dem Werkzeugunterteil 64 wird gleichzeitig
entsprechend der Pfeilrichtung eine axial wirkende Kraft vom
Einstich 48 aus auf das Ventilgehäuse 1 ausgeübt. Dazu ragt
das Werkzeugunterteil 64 wieder mit einem Vorsprung 68 in
den Einstich 48. Allerdings wird nun die untere Begrenzung
des Einstichs 48 axial verdrückt. Auch bei diesem Beispiel
der Werkzeuganordnung wird eine Vergrößerung des
Restluftspaltes 62 erreicht, die eine Verringerung der
dynamischen Mediumströmungsmenge zur Folge hat.
In dem in der Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel ist
wiederum ein Werkzeugoberteil 65 vorgesehen, das in die
Ringnut 47 eingreift und besonders an einer unteren, der
Ventilsitzfläche 20 zugewandten Nutseitenfläche 70 anliegt.
Das Werkzeugoberteil 65 dient dabei besonders dem Festhalten
des Ventils beim Verformen des Ventilgehäuses 1 mit dem
Werkzeugunterteil 64, womit eine Gegenkraft gegen die axial
in Richtung zum Werkzeugoberteil 65 wirkende Kraft des
Werkzeugunterteils 64 aufgebracht wird. Schematisch ist in
der Fig. 4 dargestellt, wie das Werkzeugunterteil 64 an der
äußeren Kontur des Ventilgehäuses 1 unterhalb des Einstiches
48 angreifen kann. Zum Kraftansatz des Werkzeugunterteils 64
am gestuften Ventilgehäuse 1 eignen sich besonders Bereiche
an der äußeren Kontur des Ventilgehäuses 1, die eine radiale
Komponente aufweisen, also zumindest teilweise Absätze bzw.
Stufen in der Kontur darstellen. Zwischen seinem unteren,
der Ventilsitzfläche 20 zugewandten Ende 71 und dem Einstich
48 weist das Ventilgehäuse 1 beispielsweise zwei solcher
Bereiche 73 auf, die in gewisser Weise eine Stufe in der
äußeren Kontur bilden und somit dem Kraftansatz einer axial
zum Werkzeugoberteil 65 hin wirkenden Kraft dienen. Die
Pfeilrichtung am Werkzeugunterteil 64 verdeutlicht die
Richtung der Kraftwirkung. Mit dieser Ausbildung des
Verformungswerkzeugs 57 läßt sich die Gesamtlänge des
Ventils verringern, so daß auch der Restluftspalt 62 in
seiner axialen Ausdehnung verkleinert wird und als
Konsequenz eine Vergrößerung der dynamischen
Mediumströmungsmenge auftritt.
Durch eine Kombination der beschriebenen Werkzeuganordnungen
lassen sich an ein und demselben Ventil sowohl
Vergrößerungen als auch Verringerungen der dynamischen
Mediumströmungsmenge erzielen.
In der Fig. 1 sind verschiedene Meßmethoden zur Überprüfung
der erzielten Veränderung des Restluftspaltes 62 bzw. der
sich daraus ergebenden veränderten meßbaren Größen des
Ventils, wie Mediumströmungsmenge, Anzugs- und Abfallzeit
des Ankers 8, Magnetkreis-Induktivität, pneumatischer
Durchfluß schematisch angedeutet. Bei einem ersten Verfahren
erfolgt der Einstellvorgang mit einem durch das Ventil
strömenden Medium. Beispielsweise mit dem Meßgefäß 54 wird
die während des Öffnungs- und des Schließvorgangs abgegebene
dynamische Mediumistmenge gemessen und mit einer
Mediumsollmenge verglichen. Stimmen die gemessene
Mediumistmenge und die vorgegebene Mediumsollmenge nicht
überein, so kommt eines der in den Fig. 2 bis 4
dargestellten Verformungswerkzeuge 57 bzw. ein ähnliches
nicht dargestelltes Werkzeug an der äußeren Kontur des
Ventilgehäuses 1 zum Einsatz. Die Verformung des
Ventilgehäuses 1 erfolgt so lange, bis die gemessene
Mediumistmenge mit der vorgegebenen Mediumsollmenge
übereinstimmt. Dabei kann die Messung der dynamischen
Mediumströmungsmenge sowohl während des unmittelbaren
Verformungsprozesses als auch alternierend, also abwechselnd
nach jeweils einer Verformungsphase erfolgen. Wie schon
erwähnt ist es möglich, diese beiden Meßmethoden in der
Kombination mit den verschiedenen Verformungsprozessen
anzuwenden.
Andere Meßmethoden sind bei trockenem Ventil möglich. Das
wie auch bei den Meßmethoden mit einem durch das Ventil
strömenden Medium kontaktierte und an ein elektronisches
Steuergerät 75 angeschlossene Ventil erhält auf die
Magnetspule 3 Stromimpulse. Im elektromagnetischen Kreis
wird um die Magnetspule 3 ein Magnetfeld aufgebaut, so daß
es zu einem Magnetfluß im elektromagnetischen Kreis kommt.
Bekanntlich führt eine Veränderung des Restluftspaltes 62 zu
einer Veränderung des Magnetflusses, da sich der magnetische
Widerstand im Magnetkreis ändert. Aufgrund dessen nimmt die
Magnetkraft unterschiedlich große Werte an, und die Anzugs-
und Abfallzeit des Ankers 8 verändert sich, so daß die
Öffnungs- und Schließdauer des Abschnitts 33 an der
Ventilsitzfläche 20 beeinflußt ist.
Dieser Einstellvorgang erfolgt also trocken, d. h. durch das
Einspritzventil strömt kein Medium. Die Anzugs- und
Abfallzeiten des Ankers 8 sind die entscheidenden Parameter
zur Einstellung der dynamischen Mediumströmungsmenge. Bevor
eine exakte Einstellung erfolgen kann, muß zuvor eine
Korrelation zwischen Anzugs- und Abfallzeiten und den
Mediumströmungsmengen vorgenommen werden. Erst dadurch
können die beim Einstellvorgang gemessenen Anzugs- und
Abfallzeiten in vergleichbare Werte für die
Mediumströmungsmengen übertragen werden. Die Verformung des
Ventilgehäuses 1 erfolgt wiederum so lange, bis der
magnetische Fluß infolge der Änderung des magnetischen
Widerstandes im Magnetkreis einen solchen Wert erreicht, daß
die beispielsweise mit einem Taster 76 gemessene Anzugs- und
Abfallzeit des Ankers 8 die vorgegebenen, mit den
abzugebenden Mediumströmungsmengen in Verbindung stehenden
Werte annimmt. Diese Zeitmessungen erfolgen beispielsweise
direkt während des Verformungsprozesses.
Weitere meßbare Größen bei trockenem Ventil sind z. B. die
Magnetkreis-Induktivität und der Anzugsstrom. Auch hier muß
eine Korrelation zu den Mediumströmungsmengen vorgenommen
werden, um die Mediumsollmenge exakt zu erreichen. Die
Messung der Magnetkreis-Induktivität erfolgt dabei über eine
nur angedeutete Meßbrücke 77, beispielsweise über eine
bekannte sogenannte Owen-Brücke. Die Meßbrücke 77 wird dazu
mit den Enden der Magnetspule 3, die sich als Kontaktstifte
des elektrischen Anschlußsteckers 45 fortsetzen, in
Verbindung gebracht. Schließlich wird die Messung der
Magnetkreis-Induktivität z. B. bei fließendem Anzugsstrom
durchgeführt.
Eine weitere Möglichkeit der Einstellung der dynamischen
Mediumströmungsmenge bei trockenem Ventil stellt eine
Einstellung durch Messung des pneumatischen Durchflusses
dar. Wesentlich für den dynamischen Durchfluß ist ganz
generell das Verhältnis von effektiver Öffnungszeit zu der
Impulsperiode. Und eben dieses Verhältnis kann auch
pneumatisch bestimmt werden. Die Luft muß dabei geölt sein,
damit keine Schädigung an den Führungsabschnitten 21 der
Ventilnadel 15 oder an der Ventilsitzfläche 20 durch Reibung
entstehen kann. Die Einstellung der dynamischen
Mediumströmungsmenge muß wieder über eine Korrelation zu dem
pneumatischen Durchfluß erfolgen.
Denkbar ist auch ein Ablauf, bei dem die Mediumistmenge erst
gemessen und die notwendige Verformung des Ventilgehäuses 1
daraus berechnet wird. Nach der Verformung kann dann noch
eine Überprüfung der Mediumströmungsmenge erfolgen. Alle
beschriebenen Meßmethoden sind mit den unterschiedlichen
Verformungsmöglichkeiten kombinierbar.
Claims (11)
1. Verfahren zur Einstellung der dynamischen, von einem
elektromagnetisch betätigbaren Ventil, insbesondere einem
Brennstoffeinspritzventil, während des Öffnungs- und des
Schließvorgangs abgegebenen Mediumströmungsmenge, mit einem
Ventilgehäuse, einem wenigstens teilweise von einer
Magnetspule umgebenen, sich entlang einer Ventillängsachse
erstreckenden Kern, einem in dem Ventilgehäuse
verschiebbaren Anker und einem durch den Anker entgegen der
Kraft einer Rückstellfeder betätigbaren Ventilschließteil,
das mit einer festen Ventilsitzfläche zusammenwirkt, dadurch
gekennzeichnet, daß zunächst Stromimpulse auf die
Magnetspule (3) gegeben werden, wodurch ein Magnetfeld
aufgebaut wird, anschließend die während des Öffnungs- und
des Schließvorganges abgegebene dynamische Mediumistmenge
gemessen und mit einer vorgegebenen Mediumsollmenge
verglichen wird, danach eine Verformung des Ventilgehäuses
(1) zur Veränderung der Größe eines zwischen dem Kern (7)
und dem Anker (8) gebildeten Restluftspaltes (62) zumindest
teilweise in axialer Richtung mittels an der äußeren Kontur
des Ventilgehäuses (1) angreifenden Verformungswerkzeugen
(57) so lange erfolgt, bis die gemessene Mediumistmenge mit
der vorgegebenen Mediumsollmenge übereinstimmt.
2. Verfahren zur Einstellung der dynamischen, von einem
elektromagnetisch betätigbaren Ventil, insbesondere einem
Brennstoffeinspritzventil, während des Öffnungs- und des
Schließvorgangs abgegebenen Mediumströmungsmenge, mit einem
Ventilgehäuse, einem wenigstens teilweise von einer
Magnetspule umgebenen, sich entlang einer Ventillängsachse
erstreckenden Kern, einem in dem Ventilgehäuse
verschiebbaren Anker und einem durch den Anker entgegen der
Kraft einer Rückstellfeder betätigbaren Ventilschließteil,
das mit einer festen Ventilsitzfläche zusammenwirkt, dadurch
gekennzeichnet, daß zunächst Stromimpulse auf die
Magnetspule (3) gegeben werden, wodurch ein Magnetfeld
aufgebaut und der Anker (8) angezogen wird, anschließend die
Anzugs- und Abfallzeit (76) des Ankers (8) gemessen wird,
danach die gemessene Anzugs- und Abfallzeit des Ankers (8)
mit einer vorgegebenen Anzugs- und Abfallzeit verglichen
wird, nachfolgend eine Verformung des Ventilgehäuses (1) zur
Veränderung der Größe eines zwischen dem Kern (7) und dem
Anker (8) gebildeten Restluftspaltes (62) zumindest
teilweise in axialer Richtung mittels an der äußeren Kontur
des Ventilgehäuses (1) angreifenden Verformungswerkzeugen
(57) so lange erfolgt, bis die gemessene Anzugs- und
Abfallzeit des Ankers (8) die vorgegebenen Werte annimmt.
3. Verfahren zur Einstellung der dynamischen, von einem
elektromagnetisch betätigbaren Ventil, insbesondere einem
Brennstoffeinspritzventil, während des Öffnungs- und des
Schließvorgangs abgegebenen Mediumströmungsmenge, mit einem
Ventilgehäuse, einem wenigstens teilweise von einer
Magnetspule umgebenen, sich entlang einer Ventillängsachse
erstreckenden Kern, einem in dem Ventilgehäuse
verschiebbaren Anker und einem durch den Anker entgegen der
Kraft einer Rückstellfeder betätigbaren Ventilschließteil,
das mit einer festen Ventilsitzfläche zusammenwirkt, dadurch
gekennzeichnet, daß zunächst Stromimpulse auf die
Magnetspule (3) gegeben werden, wodurch ein Magnetfeld
aufgebaut wird, anschließend die Magnetkreis- Induktivität
gemessen wird, danach die gemessene Magnetkreis-Induktivität
mit einer vorgegebenen Magnetkreis-Induktivität verglichen
wird, nachfolgend eine Verformung des Ventilgehäuses (1) zur
Veränderung der Größe eines zwischen dem Kern (7) und dem
Anker (8) gebildeten Restluftspaltes (62) zumindest
teilweise in axialer Richtung mittels an der äußeren Kontur
des Ventilgehäuses (1) angreifenden Verformungswerkzeugen
(57) so lange erfolgt, bis die gemessene Magnetkreis-
Induktivität die vorgegebenen Werte annimmt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verformungswerkzeug (57) zum
Verformen des Ventilgehäuses (1) mehrteilig ausgebildet ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verformungswerkzeug (57) zumindest
mit einem Werkzeugteil in einen radial vom äußeren Umfang
des Ventilgehäuses (1) in Richtung zur Ventillängsachse (16)
hin verlaufenden Einstich (48) eingreift und von dort eine
axiale Kraftwirkung auf das Ventilgehäuse (1) ausübt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das Verformungswerkzeug (57) in radialer Richtung in den
Einstich (48) hineinbewegt wird, wodurch eine axiale
Längenänderung des Ventils erreicht wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das Verformungswerkzeuq (57) wenigstens mit einem
Werkzeugteil (64) durch einen angeformten Vorsprung (68) in
den Einstich (48) eingreift und dann das Werkzeugteil (64)
axial bewegt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verformungswerkzeug (57) an
Bereichen (70, 73) der Außenkontur des gestuften
Ventilgehäuses (1) angreift, die eine radiale
Erstreckungskomponente aufweisen und damit als Kraftansatz
für eine axiale Kraftwirkung dienen, und wenigstens ein
Werkzeugteil (64) axial bewegt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Messung der jeweiligen Größe während
des unmittelbaren Verformungsprozesses durchgeführt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Messung der jeweiligen Größe nach
dem Verformungsprozeß bzw. nach einer Verformungsphase
durchgeführt wird.
11. Ventil, insbesondere elektromagnetisch betätigbares
Brennstoffeinspritzventil, mit einem Ventilgehäuse, einem
wenigstens teilweise von einer Magnetspule umgebenen, sich
entlang einer Ventillängsachse erstreckenden Kern, einem in
dem Ventilgehäuse verschiebbaren Anker und einem durch den
Anker entgegen der Kraft einer Rückstellfeder betätigbaren
Ventilschließteil, das mit einer festen Ventilsitzfläche
zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß in dem
Ventilgehäuse (1) ein radial vom äußeren Umfang in Richtung
zur Ventillängsachse (16) hin verlaufender Einstich (48)
vorgesehen ist, der in der Nähe einer der Ventilsitzfläche
(20) zugewandten Seite der Magnetspule (3) radial so tief
eingebracht ist, daß in der Nähe des Einstichs (48) ein
verformbarer Bereich (50) des Ventilgehäuses (1) entsteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944431128 DE4431128A1 (de) | 1994-09-01 | 1994-09-01 | Verfahren zur Einstellung eines Ventils und Ventil |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944431128 DE4431128A1 (de) | 1994-09-01 | 1994-09-01 | Verfahren zur Einstellung eines Ventils und Ventil |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4431128A1 true DE4431128A1 (de) | 1996-03-07 |
Family
ID=6527158
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944431128 Withdrawn DE4431128A1 (de) | 1994-09-01 | 1994-09-01 | Verfahren zur Einstellung eines Ventils und Ventil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4431128A1 (de) |
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