DE4436208C2 - Verfahren zum Trocknen von Holzhackschnitzeln aus Nadelholz, insbesondere aus Kieferndünnholz - Google Patents

Verfahren zum Trocknen von Holzhackschnitzeln aus Nadelholz, insbesondere aus Kieferndünnholz

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    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B3/00Drying solid materials or objects by processes involving the application of heat
    • F26B3/32Drying solid materials or objects by processes involving the application of heat by development of heat within the materials or objects to be dried, e.g. by fermentation or other microbiological action

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trocknen von Holzhackschnitzeln aus Nadelholz, insbesondere aus Kieferndünnholz, nach Patent 43 36 415.
Vor der Verbrennung oder Vergasung von Holzhackschnitzeln aus Nadelholz, z. B. in einer Kohlenstaubfeuerung eines Dampfkessels ist es erforderlich, diese Holzhackschnitzel so zu trocknen, daß ein annähernd lufttrockener Brennstoff erzeugt wird.
Dies wird mit einem natürlichen Trockenprozeß dadurch erreicht, daß die Holzhackschnitzel im Anlieferungszustand in einer als lockeres, natürliche Drainagen ausbildendes Haufwerk, aufgeschütteten, einen festen Untergrund aufwei­ senden Durchlauf-Puffer-Anordnung gelagert sowie in Abhän­ gigkeit von der Zusammensetzung der Holzhackschnitzel, dem Wassergehalt, den Außentemperaturen sowie den Niederschlags­ mengen zeitlich begrenzt betrieben wird (DE 43 36 415 C2). Obwohl mit dieser Technologie ein hoher Unterschied zwischen dem Wasserdampfteildruck an der Holzoberfläche und in der Umgebungsluft erzielt wird und damit ein günstiger natürlicher Trockenprozeß erfolgt, wurde festgestellt, daß dieser Prozeß zum Stillstand kommen kann, da nicht genügend Wärme erzeugt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Trockenprozeß auf natürlichem Wege zu beschleunigen und zu stabilisieren.
Dies wird dadurch erreicht, daß erfindungsgemäß mit dem Aufbau des Haufwerkes nährstoffreiches Material in das Haufwerk eingebracht wird.
Durch die Erfindung wird gewährleistet, daß der Prozeß schneller beginnen und schneller durchgeführt werden kann, so daß die Trockenzeit damit insgesamt vermindert wird.
Anhand eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher erläutert.
Holzhackschnitzel aus Kieferndünnholz weisen folgenden Anlieferungszustand auf:
Wassergehalt ~ 50%
Nadeln ≦ 5%
Rinde ≦ 15%
Splintholz ≦ 80%
Kernholz ≦ 15%
Körnung 5 mm bis 40 mm
Diese Holzhackschnitzel werden durch Hackschnitzeln aus Kieferndünnholz mit folgendem konzentrierten Grünanteil als nährstoffreiches Material angereichert:
Nadeln ≦ 15%
Rinde ≦ 45%
Splintholz ≦ 40%
Die Anreicherung erfolgt durch Zumischung in den Hackschnitzelstrom zum Haufwerk oder durch Transplantation in das Haufwerk mit folgenden Anteilen:
Holzhackschnitzel Anlieferungszustand 80-90%
Holzhackschnitzel konzentrierter Grünanteil 10-20%
Nach Inbetriebnahme der als lockeres, natürliche Drainagen ausbildendes Haufwerk vorgesehenen Durchlauf- und Puffer-Anordnung mit einer Höhe von 4 m bis 6 m, einer Länge von 12 m und einer Breite von 8 m sowie einer Dichte bis 320 kg/m3 wird bedingt durch das nährstoffangereicherte Material schnell eine Temperaturerhöhung eintreten und das in den Hackschnitzeln befindliche Wasser ausgedampft. Die feuchte warme Luft (Wasserdampf) wird über die im Haufwerk ausgebildeten Drainagen an die kühlere Umgebungsluft abgeleitet und so die Hackschnitzel getrocknet. Als nährstoffreiches Material ist auch ein mit thermophilen Bakterien und niederen Pilzen versehenes Material aus einer Holzhackschnitzel-Behandlungsanlage verwendbar. Dabei ist dieses Material aus der vorhandenen oder einer weiteren Durchlauf- und Puffer-Anordnung oder aus einer Fremdlieferung verfügbar.
Wird festgestellt, daß Teile der Durchlauf- und Puffer-Anordnung nach deren Inbetriebnahme nur einen geringen oder keinen Trocknungszustand erreicht haben, so wird das nährstoffreiche Material zusätzlich in diese Schichtungen des Haufwerkes eingebracht, so daß insgesamt trotzdem noch eine kürzere Trockenzeit erzielbar ist.
Durch die Erfindung werden folgende Vorteile erreicht:
  • 1. Verkürzung der Gesamttrockenzeit
  • 2. Erhöhung der Effektivität der Trocknung
  • 3. Stabilisierung des Prozesses der biologischen Trocknung
  • 4. Verkürzung der Startphase für den Beginn der biologischen Trocknung
  • 5. Vergleichmäßigung des Verlaufs und der Lokalisation des biologischen Trockenprozesses
  • 6. Geringerer Aufwand durch Verwendung von kostengünstigem Grünschnitt sowie Kronen- und/oder Astholz
  • 7. Gewährleistung des Zustandekommens der biologischen Trocknung im Haufwerk
  • 8. Anwendbarkeit des Trocknungsverfahrens für alle Hackschnitzel-Haufwerke aus naturbelassenem Holz

Claims (9)

1. Verfahren zur Trocknung von Holzhackschnitzeln aus Nadelholz, insbesondere aus Kieferndünnholz, wobei die Holzhackschnitzel in einer als lockeres Haufwerk ausgebildeten und einen festen Untergrund aufweisenden Durchlauf- und Puffer-Anordnung dynamisch gelagert, getrocknet und zeitlich begrenzt betrieben wird, nach Patent 43 36 415, gekennzeichnet dadurch, daß mit dem Aufbau des Haufwerkes nährstoffreiches Material in das Haufwerk eingebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß als nährstoffreiches Material ein konzentrierter Grünanteil aus den Holzhackschnitzeln eingebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß als nährstoffreiches Material ein mit thermophilen Bakterien und niederen Pilze versehenes Material aus einer Holzhackschnitzel-Behandlung eingebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß das Material mit den Holzhackschnitzeln in das Haufwerk eingebracht wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß das Material in den inneren Bereich des Haufwerkes transportiert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß das Material aus der Durchlauf- und Puffer-Anordnung gewonnen wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß das Material aus einer gesonderten Durchlauf- und Puffer-Anordnung gewonnen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß das Material aus einer Fremdlieferung gewonnen wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1 bis 8, gekennzeichnet dadurch, daß das Material in eine nährstoffarme Schichtung des Haufwerkes eingebracht wird.
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