DE4445105A1 - Operationsinstrument - Google Patents

Operationsinstrument

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DE4445105A1
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Guenter Schaller
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Operationsinstrument mit einer Bereitstellungseinrichtung, wobei das Operationsinstrument ein Instrumentenhalteteil aufweist, das insbesondere einem Schaft hat, an dessen einem Ende ein Handgriff und an dessen anderem Ende eine Anschlußstelle für einen auswechselbaren Instrumentenkopf vorgesehen ist wobei innerhalb des Schaftes eine insbesondere durch eine Schubstange gebildete Antriebsübertragung zwischen dem Griff und dem Instrumentenkopf zum Betätigen des Werkzeuges vorgesehen ist.
Bei Operationen befinden sich die Operationsinstrumente auf einem beigestellten Tisch als Bereitstellungseinrichtung und werden von einer Assistenz auf Zuruf des Operateurs herausgesucht und diesem dann in die Hand gegeben. Die Assistenz muß für diese Aufgabe entsprechend gut ausgebildet sein.
Die für eine Operation notwendigen Operationsinstrumente sind nebeneinander auf dem beigestellten Instrumententisch abgelegt. Gerade auch bei komplizierten Operationen können eine Vielzahl von Instrumenten erforderlich sein, so daß das Instrumentarium einen entsprechend großen Platzbedarf hat. Die dadurch erforderliche Größe des Tisches für die Operationsinstrumente macht eine spezielle Aufstellung erforderlich, wodurch aber wiederum die sonstigen Kontrollgeräte und dabei insbesondere der Videomonitor nicht optimal aufgestellt werden können. Die notwendigerweise ungünstige Lage des Monitors relativ zum Operateur zwingt zu einer starken Verdrehung des Kopfes des Chirurgen mit negativen Folgen auch für die Handhabung von eingesetzten Instrumenten.
Insbesondere bei endoskopischen Operationen, wo die Instrumente durch Trokarhülsen zum Beispiel in die Bauchhöhle eingeführt werden, sind die eigentlichen Werkzeuge an vergleichsweise langen Schäften mit Griffteilen angebracht, so daß diese Instrumente besonders viel Ablageplatz beanspruchen und dadurch auch die Übersichtlichkeit des Instrumentariums nachteilig beeinflußt ist.
Man kennt zwar bereits Operationsinstrumente, bei denen sich das Werkzeug an einem vom Schaft trennbaren Instrumentenkopf befindet. Prinzipiell bestünde damit die Möglichkeit bei einem aus Griff und Schaft bestehenden Instrumentenhalteteil die während der Operation erforderlichen, unterschiedlichen Werkzeuge durch Austausch des Instrumentenkopfes zu wechseln. Dadurch könnte zwar der Platzbedarf für das Instrumentarium erheblich reduziert werden, jedoch ist hierbei zu beachten, daß gerade bei der sogenannten Minimal Invasiven Chirurgie die Werkzeugteile sehr klein sind und im abgedunkelten Operationssaal Schwierigkeiten beim Erkennen des jeweils erforderlichen Werkzeugteiles auftreten würden.
Da der Operateur bei endoskopisch kontrollierten Operationen beziehungsweise der operativen Methode der Minimal Invasiven Therapie mit einer Hand das Endoskop zur Beobachtung führt, kann er nur eine Hand zur Selbstassistenz nutzen, so daß auch in diesem alle der Werkzeug- beziehungsweise Instrumentenkopf-Wechsel durch die auch hierbei erforderliche Assistenz vorgenommen werden müßte. Abgesehen von diesen Nachteilen würde der Werkzeugwechsel vergleichsweise viel Zeit in Anspruch nehmen und die Gesamtoperationszeit in unerwünschter Weise verlängern, was häufig nicht akzeptabel ist. Auch darf das Blickfeld des Operateurs nur kurzzeitig vom Videomonitor abgewendet werden, da sonst die Kontrolle über das Operationsfeld verlorengeht.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Operationsinstrument mit Bereitstellungseinrichtung beziehungsweise ein Instrumentensystem zu entwickeln, das es dem Operateur ermöglicht, auch ohne Assistenz auszukommen, wobei der Chirurg selbst auch bei endoskopischen Operationen einhändig eine schnelle und sichere Zugriffsmöglichkeit zu den Operationsinstrumenten hat und den Funktionswechsel der Operationsinstrumente selbst vornehmen kann. Es soll dabei auch ein verringerter Platzbedarf für das Instrumentarium vorhanden sein. Durch die wechselseitige Zuordnung des Schaftes zum Handgriff oder zum Instrumentenkopf und der damit verbundenen Variablen Lage der Anschlußstellen sind vorteilhaft Operationsinstrumente kleinster Durchmesser einsetzbar. Auch schützt die im Durchmesser größere, außerhalb des Bauchraumes liegende Anschlußstelle sicher vor dem intraabdominellen Verlust von Instrumententeilen.
Diese Aufgabe wird mit dem Operationsinstrument und der Bereitstellungseinrichtung des Patentanspruches 1 gelöst.
Dadurch kann mit einem Instrumentenhalteteil - Griff und Schaft - gearbeitet werden, an dem auswechselbar unterschiedliche Werkzeug- Instrumentenköpfe angeschlossen werden können. Die einzelnen Instrumentenköpfe nehmen auch bei einer großen Anzahl nur wenig Platz in Anspruch, so daß die Bereitstellungseinrichtung auch günstig hinsichtlich des Zugriffes der Instrumentenköpfe und auch hinsichtlich der Anordnung relativ insbesondere zu einem Videomonitor oder dergleichen Einrichtung plazierbar ist. Beide Einrichtungen lassen sich dadurch auch nahe beieinander plazieren, so daß der Operateur bei einem Instrumentenwechsel nur eine kleine Blickrichtungsänderung vornehmen muß.
Die vorgesehene Schnelltrennkupplung zwischen dem Handgriff oder Schaft und dem Instrumentenkopf in Verbindung mit dem Magazin und den dort vorgesehenen Kupplungsmitteln ermöglichen eine einhändige Ablage eines benutzten Instrumentenkopfes und die einhändige Aufnahme eines anderen Instrumentenkopfes, ohne daß dazu das Instrumentenhalteteil abgelegt werden muß. Somit ist ein schneller und unproblematischer Werkzeugwechsel durch den Operateur selbst durchführbar.
Durch die wechselseitige Zuordnung des Schaftes zum Handgriff oder zum Instrumentenkopf und der damit verbundenen variablen Lage der Anschlußstelle sind vorteilhaft Operationsinstrumente kleinster Durchmesser einsetzbar. Dabei schützt die im Durchmesser größere, außerhalb des Bauchraumes liegende Anschlußstelle sicher vor dem intraabdominellen Verlust von Instrumententeilen bei ungewünschter Lösung der Schnelltrennkupplung.
Zweckmäßigerweise ist die Schnelltrennkupplung zwischen dem Handgriff oder Schaft und den verschiedenen Instrumentenköpfen als Bajonettkupplung ausgebildet, für eine Axial- und eine Dreh­ verbindungs- beziehungsweise Trennbewegung der beiden zu kuppelnden beziehungsweise zu trennenden Teile. Die beiden Instrumententeile können damit sicher verbunden und auf einfache Weise auch wieder voneinander getrennt werden.
Auch zwischen den Antriebsübertragungsteilen weist die Schnelltrennkupplung eine bajonettartige Kupplung auf, die etwa synchron mit der Kupplung zwischen Schaft und Instrumentenkopf in Eingriff geht oder trennt, und weist insbesondere einen an dem Schubstangenteil des Instrumentenkopfes befindlichen Quersteg und eine an dem Schubstangenteil des Schaftes befindliche, gabelartige Klaue mit Hintergreifausnehmungen zum axialen Festlegen des Quersteges auf. Damit ist auch bei den Antriebsübertragungsteilen eine sichere Verbindung und gleichfalls ein einfaches Entkuppeln realisiert, wobei das Kuppeln und Entkuppeln der Antriebsübertragungsteile sowie des Instrumentenkopfes und des Schaftes durch einen gemeinsamen Bewegungsablauf erfolgt. Dazu ist vorgesehen, daß die Drehrichtung beim Öffnen und Schließen der Schnelltrennkupplungen zwischen dem Schaft und dem jeweiligen Instrumentenkopf und für die Antriebsübertragungsteile gleich ist. Bevorzugt ist vorgesehen, daß die Kupplungsmittel zwischen den Einsteck-Aufnahmen des Magazins und den Instrumentenköpfen als Bajonettkupplung ausgebildet sind und daß dazu vorzugsweise innerhalb der Innenhöhlung der Einsteck-Aufnahmen ein Nocken oder dergleichen Vorsprung und am Instrumentenkopf eine seitliche Aussparung für diesen Nocken sowie ein sich zum Schaftende hin an die Aussparung anschließender Axialanschlag und ein Ringnutabschnitt zum Eingriffen des Nockens vorgesehen sind. Eine solche Kupplung läßt sich einfach betätigen und es können auch gut die rotwendigen Kräfte zum Lösen beziehungsweise zum Ankuppeln eines Instrumentenkopfes übertragen werden. Eine solche Kupplung läßt sich auch mechanisch auf vergleichsweise einfache Weise realisieren.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist zwischen den Einsteck- Aufnahmen und den Instrumentenköpfen eine Führung zum lagerichtigen Zuführen der Instrumentenköpfe zum Kupplungsbereich vorgesehen, und daß eine gegebenenfalls vorhandene Führung zur Vorgabe der Drehlage in oder nahe dem Kupplungsbereich vorzugsweise außer Eingriff ist. Diese Führung leitet den Instrumentenkopf lagerichtig dem Kupplungsbereich zu, so daß beim manuellen Einführen eines Instrumentenkopfes in eine Einsteck-Aufnahme nicht von vorneherein eine ganz exakte Lagevorgabe notwendig ist. Es genügt hierbei eine ungefähre Lagevorgabe, die sich bezüglich der Drehlage leicht kontrollierbar aus der Drehstellung des Handgriffes des Operationsinstrumentes ergibt. Dies vereinfacht und beschleunigt insgesamt den Wechselvorgang.
Dazu trägt ebenfalls bei, wenn die Innenhöhlungen der Einsteck- Aufnahmen an ihren äußeren Einsteckenden als Einführhilfe trichterartig erweitert sind und wenn sich vorzugsweise die Führung zum lagerichtigen Zuführen der Instrumentenköpfe zum Kupplungsbereich bis in diesen äußeren trichterartigen Bereich erstreckt. Das Einführen der am Ende des vergleichsweise langen Schaftes befindlichen Instrumentenköpfe auch mit einem Teil des Schaftes in eine Einsteck-Aufnahme ist dadurch noch ganz wesentlich vereinfacht, da wegen des Einführtrichters ein genaues "Zielen" nicht mehr erforderlich ist. Dies ist insbesondere unter Berücksichtigung der abgedunkelten Lichtverhältnisse in einem Operationssaal bei Operationen unter endoskopischer Kontrolle von erheblicher Bedeutung. Eine vorzugsweise konkave Form des Magazins selbst läßt auch bei vielen Einsteckvorrichtungen mit wenig Handbewegung den Funktionswechsel des Instrumentes zu. Vorteilhafterweise entspricht die Anzahl der Einsteck-Aufnahmen des Magazins für die Instrumentenköpfe mindestens der Anzahl der während einer Operation benötigten Werkzeuge. Das Magazin kann so vor einer Operation vollständig mit der erforderlichen Anzahl von Operations-Werkzeugen bestückt werden, die dann wahlweise dem Operateur über den gesamten Verlauf einer Operation zur Verfügung stehen.
Zweckmäßigerweise sind bei den Einstecköffnungen des Magazins Kennzeichnungen für die aufzunehmenden, verschiedenen Instrumentenköpfe vorgesehen. Dies sind insbesondere unterlegbare, auch farbige Scheiben, die durch die Einsteckvorrichtungen selbst gehalten werden. Leere Einstecköffnungen sind durch Signaleinrichtungen gekennzeichnet. Dadurch ist eine eindeutige und einfache Zuordnung möglich, die auch zu einem schnellen Wechsel des Operationswerkzeuges beiträgt.
Durch das Aufsetzen einer Reinigungsvorrichtung, die alle Einsteckvorrichtungen übergreift und vorzugsweise dichtend in sie hineinragt, kann die Reinigung für das Assistenzpersonal nach dem operativen Eingriff schnell und sicher geschehen.
Zusätzliche Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren Unteransprüchen aufgeführt. Nachstehend ist die Erfindung mit ihren wesentlichen Einzelheiten anhand der Zeichnungen noch näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine unmaßstäbliche Übersicht eines Operationsfeldes mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung im Operationseinsatz,
Fig. 2 eine Seitenansicht eines Operationsinstrumentes,
Fig. 3 eine Längsschnittdarstellung einer Einsteck-Aufnahme des Magazins mit darin befindlichem Instrumentenkopf,
Fig. 4 eine Querschnitt-Darstellung entsprechend der Schnittlinie IV-IV in Fig. 3,
Fig. 5 eine Längsschnittdarstellung einer Einsteck-Aufnahme,
Fig. 6 eine Seitenansicht eines Instrumentenkopfes,
Fig. 7 eine Querschnittdarstellung einer Einsteck-Aufnahme entsprechend der Schnittlinie VII-VII in Fig. 5,
Fig. 8 eine Querschnittdarstellung eines Instrumentenkopfes im Bereich der Schnittlinie VIII-VIII in Fig. 6,
Fig. 9 ein Kupplungsende eines schaftseitigen Antriebsübertragungsteiles,
Fig. 10 eine Stirnseitenansicht des Schaftes entsprechend der Blickrichtung X in Fig. 9,
Fig. 11 eine Seitenansicht eines Instrumentenkopfes und
Fig. 12 eine stirnseitige Rückansicht des in Fig. 11 gezeigten Instrumentenkopfes entsprechend der Blickrichtung XII in Fig. 11,
Fig. 13 eine Seitenansicht eines Operationsinstrumentes mit einem mit dem Operationswerkzeug verbundenem schlankem Schaft,
Fig. 14 eine unmaßstäbliche Übersicht eines Operationsfeldes mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung im Operationseinsatz bei Operationsinstrumenten mit dünnen Durchmesser.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 bestehend im wesentlichen aus einem Operationsinstrument 2 sowie einer Bereitstellungseinrichtung 3 im Operationseinsatz. Es handelt sich hierbei um eine endoskopisch kontrollierte Operation, bei der der im Bauchraum des Patienten befindliche Operationsbereich über ein Endoskop 4 auf einem Videomonitor 5 dargestellt wird. Die Lage des Videomonitors ist in Fig. 1 nur schematisch dargestellt und es besteht für den Operateur 6 die Möglichkeit, den Videomonitor 5 so zu plazieren, daß sich eine günstige Blickwinkelsituation zwischen Videomonitor und dem übrigen Operationsbereich ergibt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 ermöglicht es dem Operateur 6 sich die verschiedenen, für die Operation notwendigen Operationswerkzeuge 7 selbst zu nehmen und auch selbst zu wechseln. Durch die spezielle Ausbildung der Vorrichtung kann dies einhändig erfolgen, so daß der Operateur 6 mit der anderen Hand beispielsweise das Endoskop 4 halten kann und eine sonst erforderliche Operationsassistenz nicht mehr erforderlich ist.
Die Bereitstellungseinrichtung 3 ist im wesentlichen durch ein Magazin 8 gebildet, das eine vorgebbare Anzahl von Einsteck- Aufnahmen 9 für die Operations-Werkzeuge 7 aufweist. Die Operations-Werkzeuge 7 befinden sich an Instrumentenköpfen 10, die auch dem Schaft 11 oder einem Teil davon umfassen können und die von dem übrigen Instrumentenhalteteil 11 trennbar sind. Das Instrumentenhalteteil 11 ist im wesentlichen durch einen Schaft 12 und einen Handgriff 13 gebildet.
Fig. 2 zeigt in einer Seitenansicht ein Operationsinstrument 2, das nahe dem Trennbereich zwischen Instrumentenkopf 10 und dem Instrumentenhalteteil 11 zur Darstellung von Antriebsübertragungsteilen aufgebrochen dargestellt ist.
In dieser Fig. 2 sowie insbesondere auch in den Fig. 9 bis 12 ist gut der Kupplungsmechanismus zum Trennen der Instrumententeile erkennbar. Es sind hier Schnelltrennkupplungen vorgesehen, um den Wechselvorgang schnell vornehmen zu können, andererseits sind die Kupplungen so ausgebildet, daß sie eine sichere Verbindung ergeben. Im Ausführungsbeispiel weist die Schnelltrennkupplung zwischen dem Schaft 12 und den verschiedenen Instrumentenköpfen 10 eine Bajonettkupplung 14 auf, die durch eine Axialbewegung und eine Drehbewegung um einen Drehwinkel D (Fig. 10) in Verriegelungsstellung bringbar ist und umgekehrt auch wieder schnell durch einen umgekehrten Bewegungsablauf getrennt werden kann.
Die Bajonettkupplung 14 weist an dem Instrumentenkopf 10 einen L- förmigen Schlitz 15 auf (vgl. Fig. 11), in den ein mit dem Schaft 12 verbundener Stift 16 (vgl. Fig. 10) in Verbindungsstellung der beiden Teile eingreift. Der Stift 16 steht nach innen in dem hülsenförmigen Schaft 12 vor. Bei dem in Fig. 11 gezeigten Instrumentenkopf 10 erkennt man noch im Trennbereich eine Ringnut 17 mit einem eingelegten O-Ring 18, an dem das Stirnende des Schaftes 12 anliegt. Durch die Federwirkung des O-Ringes 18 erfolgt außer einer Abdichtung auch die Sicherung der Verbindung, wobei der Stift 16 in einer Hinterschneidung 19 des L-förmigen Schlitzes 15 gehalten ist.
Auch im Bereich der Antriebsübertragungsteile 20 weist die Schnelltrennkupplung eine Bajonettkupplung 21 auf, die etwa synchron mit der Kupplung zwischen Schaft 12 und Instrumentenkopf 10 in Eingriff geht oder trennt.
Im Ausführungsbeispiel (Fig. 9 bis 12) ist am Schubstangenteil 22 des Instrumentenkopfes 10 ein Quersteg 23 und an dem Schubstangenteil 24 des Schaftes 12 ist eine gabelartige Klaue 25 mit Hintergreifausnehmungen 26 zum axialen Festlegen des Quersteges 23 vorgesehen.
Wie bereits vorerwähnt, sind die Kupplungsteile einerseits zum Verbinden des Instrumentenkopfes 10 und des Schaftes 12 und andererseits der Antriebsübertragungsteile 20 so ausgebildet und auch positioniert, daß sie praktisch synchron in Eingriff gehen oder trennen.
In Fig. 9 und 10 ist noch erkennbar, daß der Schubstangenteil 24 über radial sich bis an die Innenwand des Schaftes 12 erstreckende und in Umfangsrichtung zueinander beabstandete Führungsstege 27 zentral geführt ist. Dadurch bleibt der Schaft 12 durchgängig beispielsweise für eine Spülflüssigkeit, die am freien Ende des Instrumentenkopfes 10 über Öffnungen 28 austreten kann. In Fig. 12 sind die im Instrumentenkopf 10 dafür vorgesehenen Kanäle 29 gut erkennbar.
Am Ende des Instrumentenkopfes 10 befindet sich das Operations- Werkzeug 7, beispielsweise eine Faßzange, die in Fig. 11 seitlich abgesetzt um 90° verdreht nochmals dargestellt ist.
Um das Trennen und Verbinden von Instrumentenköpfen und Instrumentenhalteteil einhändig über das Instrumententeil 11 durchführen zu können, sind bei den Einsteck-Aufnahmen 9 des Magazines 8 und an den Instrumentenköpfen 10 selbst Kupplungsmittel vorgesehen, die in den Fig. 3 bis 8 erkennbar sind. Auch hier ist wiederum eine Bajonettkupplung 30 vorgesehen, die durch eine Axialbewegung und eine Drehbewegung einkuppelbar ist. Wie im Ausführungsbeispiel erkennbar, ist innerhalb der Innenhöhlung 31 der Einsteck-Aufnahmen 9 ein Nocken 32 (Fig. 3 bis 5 und Fig. 7) und am Instrumentenkopf 10 eine seitliche Aussparung 33 mit einem sich zum Anschlußende für den Schaft anschließenden Axialanschlag 34 vorgesehen, bis zu dem der Instrumentenkopf 10 an dem Nocken 32 vorbeigeschoben werden kann (Fig. 3). In dieser Anschlagstellung wird dann der Instrumentenkopf 10 über das Instrumentenhalteteil 11 gemäß dem Pfeil Pf1 in Fig. 4 verdreht, bis der Nocken 32 in einen dem Axialanschlag 34 benachbarten Ringnutabschnitt 35 des Instrumentenkopfes 10 eingreift. Bei dem Ringnutabschnitt 35 ist ein Drehanschlag vorgesehen, so daß der Instrumentenkopf 10 nach dem Einsetzen und Verdrehen innerhalb der Einsteck-Aufnahme 9 sowohl in axialer Richtung als auch in einer Drehrichtung festgelegt ist.
Um nun das Instrumentenhalteteil 11 vom Instrumentenkopf 10 zu trennen, wird das Instrumentenhalteteil 11 in Drehrichtung des Pfeiles Pf1 weiterbewegt, wobei der Instrumentenkopf 10 an den Anschlägen fixiert bleibt, so daß dann die Bajonettkupplungen 14 und 21 außer Eingriff kommen und anschließend das Instrumentenhalteteil 11 axial aus der Einsteck-Aufnahme 9 herausgezogen werden kann.
Zum Kuppeln eines Instrumentenkopfes wird entsprechend umgekehrt verfahren. Wichtig ist hierbei auch, daß die Trennstelle zwischen Instrumentenkopf 10 und Instrumentenhalteteil 11 innerhalb der Einsteck-Aufnahme 9 - im Ausführungsbeispiel etwa mittig - liegt, so daß beide Teile vor dem Zusammenführen in axialer Richtung beziehungsweise koaxial zueinander ausgerichtet und geführt sind. Die Einsteck-Aufnahme 9 bildet somit eine Führung zum lagerichtigen Zuführen ohne Axialversatz der zu kuppelnden Teile. Gegebenenfalls könnte auch noch eine Führung vorgesehen sein zur Vorgabe der Drehlage der zu kuppelnden Teile, wobei im Falle der Verwendung einer Bajonettkupplung eine solche Führung nahe dem Kupplungsbereich außer Eingriff ist, um die Kupplungs-Drehbewegung durchführen zu können.
Die Innenhöhlung 31 der Einsteck-Aufnahmen 9 ist an ihren äußeren Einsteckenden 36 mit einer trichterartigen Erweiterung 37 versehen, um das Einführen des Operationsinstrumentes zu erleichtern.
Das Magazin 8 kann modulartig mit einer variablen Anzahl von Einsteck-Aufnahmen 9 ausgebildet sein. Das Magazin kann dazu eine Trägerplatte 38 (Fig. 3) aufweisen, die mit einer Anzahl von Halteöffnungen 39 zum Einsetzen von Einsteck-Aufnahmen 9 versehen ist. Die Anzahl der Halteöffnungen 39 in der Trägerplatte 38 ist zweckmäßigerweise auf ein Maximum der zu verwendenden Operationsinstrumente abgestimmt, so daß bedarfsweise je nach Einsatz eine selbst vorgebbare Anzahl von Einsteck-Aufnahmen 9 eingesetzt werden kann.
Wie in Fig. 3 erkennbar, ist im Verbindungsbereich zwischen Trägerplatte 38 die Einsteck-Aufnahme 9 mit einem Kopf 40 versehen, der einen äußeren Anschlag bildet und innenseitig ist eine Ringnut 42 für ein Sicherungselement, beispielsweise einen Sprengring oder dergleichen vorgesehen.
Bei den jeweiligen Einsteck-Aufnahmen 9 können auch noch Kennzeichnungsschilder oder ähnliche Kennzeichnungen mit Darstellung des jeweils aufgenommenen Operationswerkzeuges vorgesehen sein, um dem Operateur eine Orientierungshilfe für einen schnellen Werkzeugwechsel zu geben.
Das Magazin 8 kann mit einer Halterung zum Anbringen am Operationstisch 41 oder zum Anbringen an einem Bodengestell versehen sein.
Erwähnt sei noch, daß außer den bevorzugt einsetzbaren Bajonettkupplungen auch andere Kupplungskonstruktionen einsetzbar sind, beispielsweise Kupplungen, die auf Druck-Zug kuppel- und entkuppelbar sind.
In Fig. 13 ist der Kupplungsmechanismus zum Trennen der Instrumententeile am Handgriff 13. Der Instrumentenkopf 10 besteht aus Werkzeugkopf 7 mit Schaft 12 sowie Anteilen der Schnelltrennkupplung.
Fig. 14 zeigt die Bereitstellungseinrichtung, die mit den in Fig. 13 gezeigten Instrumentenköpfen 10 bestückt ist.

Claims (22)

1. Operationsinstrument (2) mit einer Bereitstellungseinrichtung (3), wobei das Operationsinstrument ein Instrumentenhalteteil (11) insbesondere mit einem Schaft (12) und einem Handgriff (13) sowie einen Instrumentenkopf (10) mit einem Werkzeug (7) aufweist, wobei innerhalb des Schaftes eine insbesondere durch eine Schubstange gebildete Antriebsübertragung zwischen dem Griff und dem Instrumentenkopf zum Betätigen des Werkzeuges vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Instrumentenkopf (10) und dem Handgriff (13) eine die Antriebsübertragungsteile mitumfassende Schnelltrennkupplung zum Auswechseln des Instrumentenkopfes oder des Instrumentenkopfes mit zumindest einem Teil des Schaftes vorgesehen ist, daß dem Instrument als Bereitstellungseinrichtung (3) ein Magazin (8) mit mehreren Einsteck-Aufnahmen (9) für Instrumentenköpfe (10) und gegebenenfalls damit verbundenem Schaftteil zugeordnet ist und daß zwischen den Einsteck-Aufnahmen und den Instrumentenköpfen oder den Schäften wechselweise einhändig über den Handgriff und gegebenenfalls den Schaft oder dergleichen betätigbare Kupplungsmittel vorgesehen sind zur Lagefixierung und zum Halten des Instrumentenkopfes und dergleichen beim Betätigen der Schnelltrennkupplung.
2. Operationsinstrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnelltrennkupplung zwischen dem Schaft (12) und dem jeweiligen Instrumentenkopf (10) vorgesehen ist.
3. Operationsinstrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnelltrennkupplung zwischen dem jeweiligen Instrumentenkopf (10) sowie dem damit verbundenen Schaft (12) einerseits und dem Handgriff (13) andererseits vorgesehen ist.
4. Operationsinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnelltrennkupplung als Bajonettkupplung (14) ausgebildet ist für eine Axial- und eine Dreh-Verbindungs-bzw. Trennbewegung der beiden zu kuppelnden bzw. zu trennenden Teile.
5. Operationsinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnelltrennkupplung zwischen den Antriebsübertragungsteilen durch eine bajonettartige Kupplung (21) gebildet ist, die etwa synchron mit der Kupplung (14) zwischen Schaft und Instrumentenkopf oder Handgriff und Schaft (12) in Eingriff geht oder trennt, insbesondere mit einem an dem einen Schubstangenteil (22) befindlichen Quersteg (23) und einer an dem anderen Schubstangenteil (24) befindlichen, gabelartigen Klaue (25) mit Hintergreifausnehmungen (26) zum axialen Festlegen des Quersteges.
6. Operationsinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich die den bei den Einsteck-Aufnahmen befindlichen Kupplungsmitteln zugeordneten Gegenkupplungsmittel des Operationsinstrumentes am Schaft (12) oder am Instrumentenkopf (10) etwa mit gleichem Abstand von der Schnelltrennkupplungs- Trennstelle, dem Handgriff abgewandt befinden.
7. Operationsinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsmittel zwischen den Einsteck- Aufnahmen des Magazins und den Instrumentenköpfen oder den Schäften durch Zug-Schub und/oder durch Drehung betätigbar und in Verriegelungsstellung oder in Freigabestellung bringbar sind und daß vorzugsweise ein Rastmechanismus mit einer Betätigung durch eine kombinierte axiale Bewegung und eine Drehbewegung vorgesehen ist.
8. Operationsinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsmittel zwischen den Einsteck- Aufnahmen (9) des Magazins (8) und den Instrumentenköpfen (10) oder den Schäften (12) als Bajonettkupplung (30) ausgebildet sind und daß dazu vorzugsweise innerhalb der Innenhöhlung (31) der Einsteck- Aufnahmen (9) ein Nocken (32) oder dergleichen Vorsprung und am Instrumentenkopf (10) oder am Schaft (12) eine seitliche Aussparung (33) für diesen Nocken sowie ein sich zum Schaftende hin an die Aussparung anschließender Axialanschlag (34) und ein Ringnutabschnitt (35) zum Eingreifen des Nockens vorgesehen sind.
9. Operationsinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Einsteck-Aufnahmen (9) und den Instrumentenköpfen (10) und dergleichen eine Führung zum lagerichtigen Zuführen der Instrumentenköpfe zum Kupplungsbereich vorgesehen ist, und daß eine gegebenenfalls vorgesehene Führung zur Vorgabe der Drehlage in oder nahe dem Kuppelbereich vorzugsweise außer Eingriff ist.
10. Operationsinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenhöhlungen (31) der Einsteck-Aufnahmen (9) an ihren äußeren Einsteckenden (36) als Einführhilfe trichterartig erweitert sind und daß sich vorzugsweise die Führung zum lagerichtigen Zuführen der Instrumentenköpfe oder der Schäfte zum Kupplungsbereich bis in diesen trichterartigen Bereich erstreckt.
11. Operationsinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehrichtung beim Öffnen und Schließen der Schnelltrennkupplungen zwischen dem Schaft und dem jeweiligen Instrumentenkopf beziehungsweise dem Handgriff und dem Schaft einerseits und für die Antriebsübertragungsteile andererseits gleich ist.
12. Operationsinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Einsteck-Aufnahmen (9) des Magazins (8) für die Instrumentenköpfe (10) und dergleichen mindestens der Anzahl der während einer Operation benötigten Werkzeuge entspricht.
13. Operationsinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstecköffnungen der Einsteck-Aufnahmen (9) für die Instrumentenköpfe (10) seitlich nebeneinander vorzugsweise in einem zu dem Operateur konkaven Bogen etwa entsprechend dem Schwenkbereich eines gehaltenen Operationsinstrumentes (2) angeordnet sind.
14. Operationsinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Magazin (8) eine Halterung zum Anbringen am Operationstisch (41) oder zum Anbringen an einem Bodengestell aufweist.
15. Operationsinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Magazins (8) modulartig im wesentlichen aus einem Trägerteil mit Anschlußstellen zum Anbringen von Einsteck- Aufnahmen (9) und einer vorgebbaren Anzahl von Einsteck-Aufnahmen (9) aufgebaut ist.
16. Operationsinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsteck-Aufnahmen (9) hülsenförmig mit einem äußeren Anschlag-und/oder Halteflansch ausgebildet sind.
17. Operationsinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß bei den Einstecköffnungen des Magazins Kennzeichnungen für die aufzunehmenden, verschiedenen Instrumentenköpfe vorgesehen sind und daß dazu vorzugsweise Ringscheiben dienen, die von den Anschlag- und/oder Halteflanschen der insbesondere hülsenförmigen, entnehmbaren Einsteck-Aufnahmen gehalten sind.
18. Operationsinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft bei einer im griffnahen Bereich befindlichen Schnelltrennkupplung einen Außendurchmesser von weniger als 8 mm, vorzugsweise weniger als 5 mm aufweist.
19. Operationsinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß bei den einzelnen Einsteckaufnahmen (9) für Instrumentenköpfe (10) und dergleichen Signalisiervorrichtungen zur Anzeige ob sich ein Instrumentenkopf in der Einsteckaufnahme befindet oder nicht, vorgesehen sind, und daß dazu vorzugsweise Signalisierstifte dienen.
20. Operationsinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine der Einsteck-Aufnahmen (9) des Magazins (8) zur Aufnahme eines Instrumentenkopfes (10) zusammen mit zumindest einem Teil des Schaftes (12) ausgebildet ist.
21. Operationsinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß eine Reinigungsvorrichtung für das Magazin (8) mit darin befindlichen Instrumententeilen vorgesehen ist.
22. Operationsinstrument nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungsvorrichtung einen vorzugsweise die Öffnungen aller Einsteck-Aufnahmen (9) zumindest weitgehend dichtend übergreifenden, kappenartig aufsetzbarer Aufsatz mit einem Anschluß für eine Spül- oder Reinigungsflüssigkeit aufweist.
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