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Schutzwand zwischen elektrischen Leitern und Apparaten. Die Schutzvorrichtung
für elektrische Hochspannungsanlagen nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus,
daß zwischen Hochspannungsapparate bzw. Leiter Trennungswände eingesetzt sind, die
aus einzelnen Platten aufgebaut sind, und daß durch diese Platten hindurch Haltevorrichtungen,
z. B. Bolzen gezogen werden, durch welche die Platten zusammengehalten und an Unterstützungswänden
o. dgl. befestigt werden. Die einzelnen Platten können also herausgenommen und ausgewechselt
werden. Diese Platten bestehen aus feuerfestem Material und sind so ausgebildet,
daß sie sich miteinander in der gleichen Trennungswand verriegeln; die zur Aufnahme
der Haltevorrichtungen dienenden Bohrungen erstrecken sich parallel zu den Seitenwänden
der Platten durch dieselben.
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Die Mauern, an denen diese Schutzwände angebracht sind, sind mit Verankerungsteilen
versehen; jeder Verankerungsteil oder Ankerleiste enthält in :einer Nut eine Anzahl
von Sockelklötzen, und zwar liegen die Klötze mit ihrer Bodenfläche gegen die Bodenfläche
der Nut an.
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Aui diese Weise wird die Notwendigkeit umgangen, an den zur Aufnahme
der Hochspannungsdrähte und Apparate dienenden Wänden besondere Abteile aus Beton
oder Mauerwerk herzustellen. Die Herstellung solcher Betonzwischenwände ist nicht
nur teuer, sondern verbietet auch die Abänderung der ganzen Anlage, so daß nur jene
Teile eingebaut werden können, die beim ursprünglichen Entwurf der Anlage vorgesehen
waren.
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Nach der Erfindung wird es möglich, die Zusammenstellung der Apparate
und Leiter in den betreffenden Wänden zu ändern, ohne daß dadurch hohe Kosten entstehen,
und diese Änderung kann durch verhältnismäßig leichte zusammenstellbare Zwischenwände
besorgt werden.
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Die Zeichnung stellt .ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar.
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Abb. i ist ein senkrechter Schnitt durch eine Außenwand, den Boden
und die Decke einer Halle in einer Kraftanlage.
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Abb. z ist ein Schnitt in einer anderen Ebene.
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Abb.3 zeigt im Schnitt eine Trennungswand, durch welche elektrische
Leiter hindurchgeführt werden; auf der einen Seite dieser Wand sind senkrechte und
auf der anderen Seite der Wand wagerechte Zwischen-oder Schutzwände angeordnet.
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Abb. q. zeigt die Anordnung der Abb. 3 in Vorderansicht von der einten
Seite.
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Abb. 5 zeigt die Ansicht von der anderen Seite.
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Abb. 6 stellt schaubildlich die Verankerung der Schutzwände in einer
Mauer dar.
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Abb.7 ist ein Längsschnitt durch die Verankerung einer solchen Schutzwand.
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Abb. 8 ist ein weiterer Schnitt nach 8-8 der Abb. 7.
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Abb. 9 stellt schaubildlich die Verankerung
einer
solchen wagerechten Schutzwand mit einer Mauer dar.
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Abb. io ist ein Schnitt durch eine derartige Verankerung einer wagerechten:
Schutzwand, und Abb. i i -zeigt in Vorderansicht einen Sockel, durch welchen die
Haltebolzen festgehalten werden.
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Bei dem in Abb. i dargestellten Schnitt durch den Hochspannungsraum
einer solchen Anlage ist der Boden mit 5, die senkrechte Wand mit 6 und die Decke
mit 7 bezeichnet. Diese Abbildung stellt schematisch einen Teil einer Krafterzeugungsanlage
dar; die Erfindung ist jedoch nicht auf solche Anlagen allein beschränkt, sondern
kann auch auf Zweigstellen usw., wo immer Hochspannungsleiter und Apparate untergebracht
sind, Verwendung finden.
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Nach der Darstellung in Abb. i und 2 sind nun elektrische Hochspannungsapparate
8 und Sammelschienen 9 durch Zwischenwände io voneinander getrennt, so daß sie gegeneinander
isoliert sind und auch das überspringen von Lichtbogen oder Funken verhindert wird.
jede solche Schutzwand besteht aus einer Anzahl von Einzelplatten i i aus feuerfestem
Isolationsmaterial und kann senkrecht oder wagerecht angeordnet werden. Die Schutzplatten
haben nach Abb. 7 und io Bohrungen 12, welche sich durch die ganzen Platten hindurch
erstrecken, um Bolzen 13 aufzunehmen. Das eine Ende dieser Bolzen dringt
in einen Sockelklotz i q. ,ein, der in der Wand der Anlage angebracht ist. Dieser
Sockelklotz liegt in einer Ankerleiste 15, die in der Wand befestigt ist.
Nach Abb. 6, 8 und i i haben die Sockelklötze oder Kästen i ¢ eine Vorder- und eine
Rückwand; in der Vorderwand befindet sich ein schlüssellochartig erweiterter .Schlitz
16, durch welchen der Kopf des Bolzens 13 eingeführt werden kann, während
er nach der Verschiebung in dem Schlitz gegen Herausziehen gesichert ist. Die Sockelklötze
oder Kästen i q. sind in der Wand oder in den Ankerleisten 15 derartig verlegt,
daß ihre Innenflächen im wesentlichen in derselben Ebene liegen, wie der Boden einer
Nut 17, welche in der Ankerleiste 15 oder in der Wand selbst eingeschnitten ist
(Abt. 6). Wenn notwendig, können von diesen Sockelklötzen Ankerleisten 18 aus der
rückwärtigen Wand herausragen, um die Klötze oder Kästen fest mit der Wand oder
der Ankerleiste zu verbinden.
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Die Ankerleisten 15 werden vorzugsweise aus Beton oder anderem plastischen
Material hergestellt, und ihre Tiefe ist im wesentlichen gleich der Breite :eines
Ziegels. Nach Abb. 6 und i o können die Seitenwände der Ankerleiste schräg verlaufen,
damit sie durch die Un.terschneidung der Nut, in welcher sie liegt, eine größere
Haltbarkeit bekommt. Auch können Stabanker i9 auf irgendeine Weise, z. B. durch
Stifte 2o, in diesen Betonstreifen 15 eingebettet werden, um den Streifen mit noch
größerer Sicherheit in der Wand zu halten. Die aus dem Streifen herausragenden Teile
der Stäbe i9 sind so gebogen, daß sie sich dem Ziegelverband der Mauer einfügen.
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Die vordere Fläche der Ankerleisten, 15
liegt vorzugsweise in
deiner Ebene mit der Wandfläche, in der diese Leisten eingebettet sind. Die zum
Einsetzen der Trennwand dienenden Nuten 17 befinden sich ungefähr in der Mitte der
Ankerleisten 15, und ihre Tiefe ist geringer als die Dicke dieser Leisten,
so daß zwischen dem Boden der Nut und der hinteren Fläche ,der Leiste genügend Material
verbleibt. Die Leisten z 5 werden in. Formen hergestellt, in welchen auch die Sockelkästen
14. in passenden Abständen voneinander eingelegt werden, und zwar so, daß die Wand
der Sockelkästen sich an ein Brett der Form anlegt, so daß bei Entfernung des Brettes
der Sockelkasten eine Fläche in der gleichen Ebene hat, wie die erzeugte Ankerleiste.
Falls die Wände aus Beton hergestellt werden, können die Ankerleisten 15
fortgelassen werden. An das Brett, welches einen, Teil der Verschalung für die Betonwand
bildet, wird dann in gewünschten Abständen eine Anzahl von diesen Sockelkästen abnehmbar
befestigt, und nach Entfernung der Verschalung sind dann diese Kästen im Beton eingebettet.
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Bei dem Bau von Kraftanlagen aus Ziegelmauern werden die Leisten i_5
in, Abständen voneinander senkrecht und wagerecht erst verlegt, und die Ziegel werden
dann aneinandergereiht, um so die Mauern zu bilden. Die Abstände, in welchen die
Schutzwände demnach also auch die Ankerleisten anzuordnen sind, werden natürlich
in erster Linie nach den Vorrichtungen: bestimmt, die zwischen ihnen aufgestellt
werden sollen. Man kann aber auch .derartige Schutzwände in regelmäßigen Abständen
einbringen und nachher eine oder mehrere Wände herausnehmen, falls die in die einzelnem
Nischen einzubringenden Gegenstände größere Abmessungen haben sollten.
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Wenn die Platten i i der Schutzwand mit den Leisten 15 zu verbinden
sind, so werden die Bolzen 13 in die Bohrungen 12 der Schutzwand eingeführt und
ihre Köpfe läßt man in dem engen Schlitz der Sockelmach abwärts gleiten. Die Enden
dieser Platten, i i dringen dabei in die Nuten 17 der Ankerleisten 15
ein,
und an den herausragenden Enden der Bolzen werden die Muttern i3a aufgesetzt, durch
welche die Platten i i in ,ihrer Lage festgehalten werden.
Wenn,
wie in Abb.9 gezeigt, wagerechte Schutzwände t ja anzubringen sind, so sind die
Nuten I 7a in den Ankerleisten 15 breiter als die Nuten 1 7 für die senkrechten
Zwischenwände i i. Der der Mauer zunächst gelegene Teil der wagerechten Schutzwände
I Ja
hat dann bei 11b eine Verstärkung zur Abstützung des Gewichtes der Schutzwand,
und die verstärkten Teile 11v ragen in die erweiterten Nuten 17a hinein; der Bolzen
i2a liegt in dem oberen Teil der Platte.
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Man kann also die Schutzwände entweder senkrecht oder wagerecht verlegen
und mit den Ankerleisten verbinden. Die Bohrung für die Bolzen ist an einem Ende
erweitert, um die Aufbringung der Mutter 13a zu gestatten und den Eingriff des Werkzeuges
zu ermöglichen.