DE502909C - Abscheidung von Sauerstoff aus technischem Argon - Google Patents

Abscheidung von Sauerstoff aus technischem Argon

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DE502909C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B23/00Noble gases; Compounds thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Oxygen, Ozone, And Oxides In General (AREA)

Description

  • Abscheidung von Sauerstoff aus technischem Argon Bei der Rektifikation flüssiger Luft wird nach verschiedenen, zum Teil patentierten, Verfahren ein Rohargon gewonnen, das als Handelsargon mit einem Sauerstoffgehalt vors etwa 5o o-o vertrieben wird. Die Glühlampenindustrie benötigt jedoch ein Argongas, das von Beimengungen, besonders von Sauerstoff, völlig befreit ist.
  • Zur Abscheidung des Sauerstoffes aus technischem Argon -sind in der Technik in der Hauptsache noch drei Verfahren bekannt: i. Verbrennung des Sauerstoffes mit der zur Wasserbildung nötigen Menge Wasserstoff im Knallg.asgebläse; a. Verbrennung mit der zur Wasserbildung nötigen Menge Wasserstoff durch Überleiten des Gasgemisches über glühendes Kupfer; Verbrennung des im Rohargon enthaltenen Sauerstoffes mittels geschmolzenem Natrium oder Kalium.
  • Bei den beiden zuerst genannten Verfahren, bei denen dem Argon-Sauerstoff-Gemisch Wasserstoff beigemengt wird, hat man es mit einem durch Argon verdünnten, erheblich explosiven Knallgasgemisch zu tun. Auch bei der Verbrennung des Gemisches in einem Knall gasgebläse ist die Gefahr einer Explosion noch hinreichend groß. Die Verbrennung des Argon-Sauerstoff-Gemisches mit Wasserstoff an glühendem Kupfer ist ferner nur dann vollständig, wenn das Gasgemisch genügend langsam bei hoher Temperatur über das Kupfer geleitet wird. Das zuletzt erwähnte Verfahren, bei dem der Sauerstoff von geschmolzenem Natrium oder Kalium aufgenommen wird, eignet sich nur zur Reinigung kleiner Gasmengen, da das Arbeiten mit größeren Mengen der genannten Metalle, besonders in geschmolzenem Zustande, für den technischen Betrieb zu gefahrvoll ist.
  • Vorliegende Erfindung beseitigt die genannten Nachteile. Da ein Knallgasgemisch bekanntlich unterhalb eines Druckes von i q.6 mm Quecksilbersäule nicht mehr explosiv ist, wird nach dem vorliegenden Verfahren das Argon-Sauerstoff-Gemisch mit der zur Verbrennung des Sauerstoffes zu Wasser nötigen Menge Wasserstoff bei einem Druck unterhalb i q.6 mm Quecksilber verbrannt. Als Katalysator für die quantitative Verbrennung des Gasgemisches wird eine elektrische Glimmentladung einer Entladungsröhre benutzt. Die zur Unterhaltung der Glimmentladung nötige Energie braucht nur sehr gering zu sein, da die Reaktion a H @ + O#= z H20 stark exotherm ist. Wesentlich ist, daß der Wasserstoff dem Argon-Sauerstoff-Gemisch erst in der Entladungsröhre selbst, in der schon der niedere Druck herrscht, zugemischt wird, wodurch eine Explosion des Knallgasgemisches unmöglich gemacht ist. Das Gasgemisch wird mit großer Geschwindigkeit durch die Entladungsröhre gesaugt, wobei durch die Glimmentladung ein quantitativer Umsatz selbst bei einem Sauerstoffgehalt des technischen Argons bis zu 5o % sicher bewirkt wird. Außer als Katalysator bei der quantitativen Verbrennung des Wasserstoffes und Sauerstoffes wird die Glimmentladung in vorliegendem Verfahren auch als Betriebskontrolle verwendet, indem z. B. durch ihr Aussetzen Betriebsstörungen, z. B. zu hoher Druck, angezeigt wird.
  • Die Form der verwendeten Entladungsröhre ist nach ausgeführten Versuchen in sehr weiten Grenzen variierbar. Die verdünnte Flamme des brennenden Gasgemisches erfüllt ziemlich gleichmäßig den Entladungsraum, gleichgültig, welche Form er hat.. Der Abstand der Elektroden muß jedoch mindestens so groß sein, daß bei einer gegebenen Größe der vom Induktorium oder Transformator gelieferten Spannung eine Zündung der Entladung und damit des Gasgemisches erst eintritt, wenn der Druck unterschritten ist, bei dem das Gasgemisch noch explosibel ist. Bei benutzten Röhren war der Elektrodenabstand meist wesentlich größer. Die Entladungsröhre muß eine genügend weite Verbindungsleitung mit einer Pumpe haben, die eine möglichst große Ansaugleistung hat und ständig den verminderten Druck im Entladungsraum aufrechterhält. Das Gemisch von Argon- Sauerstoff sowie der Wasserstoff werden durch zwei getrennte Zuleitungen, die je ein Ventil zur Drosselung des Gasstromes enthalten, in den Reaktionsraum geleitet. Die Röhren können aus isolierendem Material, wie Glas, Quarz usw., mit zwei Metallelektroden hergestellt sein; sie können aber auch aus Metall bestehen, wenn man die Entladung zwischen einher isoliert ins Innere eingeführten Elektrode und dem neetallischen Gehäuse als zweiter Elektrode übergehen läßt.
  • Die Betriebskontrolle ergibt sich von selbst daraus, daß mit steigendem Druck, also mit zunehmender Explosibilität, die gegebene Spannung nicht mehr ausreicht, um die Entladung aufrechtzuerhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Abscheidung von Sauerstoff aus technischem Argon durch Verbrennung mit der erforderlichen Menge Wasserstoff, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohargon-Wasserstoff-Gemisch mit großer Strömungsgeschwindigkeit durch eine Entladungsröhre bei vermindertem Druck gesaugt wird. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Gasdruck so niedrig gewählt wird, daß sich das Gasgemisch unter der Explosionsgrenze befindet und der Druck zur Aufrechterhaltung einer Glimmentladung ausreicht. 3. Verfahren nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung des sauerstoffhaltigen Argons mit Wasserstoff in der Entladungsröhre erfolgt.
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