DE517414C - Verfahren zur Erzeugung von Gas und Koks in diskontinuierlich betriebenen OEfen unter Gewinnung von Wassergas - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Gas und Koks in diskontinuierlich betriebenen OEfen unter Gewinnung von Wassergas

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DE517414C
DE517414C DEL71699D DEL0071699D DE517414C DE 517414 C DE517414 C DE 517414C DE L71699 D DEL71699 D DE L71699D DE L0071699 D DEL0071699 D DE L0071699D DE 517414 C DE517414 C DE 517414C
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AUGUSTE LOTZ
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MATHILDE LOTZ GEB BLICKLE
MATHILDE SPANKE GEB LOTZ
ROBERT LOTZ DIPL ING
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels

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  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
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  • Degasification And Air Bubble Elimination (AREA)

Description

  • Verfahren- zur Erzeugung von Gas und Koks in diskontinuierlich betriebenen Öfen unter Gewinnung von Wassergas Nach dem Hauptpatent 513 233 ist die Gewinnung eines Gases von verhältnismäßig hohem Heizwert auch während der Wassergaserzeugung dadurch erreicht, daß in den Entgasungsraum nach erfolgter Entgasung der Kohle über den glühenden Koks frische Kohle aufgegeben und in den Koks Wasserdampf eingeleitet wird. Will man dabei den Entgasungsraum, insbesondere bei senkrechten Kammern, so hoch mit Kohle beschicken, wie dies jeweils zulässig ist, so muß eine Kohle verwendet werden, die bei der Entgasung stark schwindet, so daß im oberen Teil der Kammer ein verhältnismäßig großer freier Raum entsteht, der zur Aufnahme der auf den glühenden Koks aufgegebenen frischen Kohle dient. Ein Zusammenbacken der Beschickung in der Weise, daß die Kokssäule eine wesentlich kleinere Höhe hat als die Kohlensäule, tritt aber nur bei der Verwendung stark schwindender Kohle ein.
  • Da man nicht immer stark schwindende Kohle beziehen kann, könnte der Betrieb, einmal auf diese Art der Entgasung eingestellt, Störungen erleiden. Um dies zu vermeiden und auch bei nicht oder sehr wenig schwindender Kohle das gleiche Gas gewinnen zu können, wird nach der vorliegenden Erfindung bei Verwendung solcher Kohle das durch Einleiten von Wasserdampf in den glühenden Koks sich bildende Wassergas durch eine im oberen Teil der Beschickung vorhandene Schicht nur teilweise entgaster Kohle geleitet, wobei diese Kohle gleichzeitig mit der übrigen Beschickung als Gesamtfüllung in den Entgasungsraumeingebrachtwird. DieseSchicht wird zweckmäßig dadurch erzeugt, daß der obere Teil der Beschickung schwächer beheizt wird als der untere Teil, so daß, wenn der untere Teil bereits so weit verkokt ist, daß Wasserdampf hindurchgeleitet werden kann, der obere Teil erst zum Teil verkokt ist, so daß das durchziehende Wassergas mit Destillationsgasen so stark angereichert wird, daß während der Wassergaserzeugung ein hochwertiges Mischgas zur Vorlage tritt, wobei durch die durch das Wassergas erzielte zusätzliche Innenbeheizung der oberen Beschickungszone auch hier ein vollkommenes Verkoken der Kohle erfolgt.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ofen zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung im senkrechten Schnitt bei Anwendung einer senkrechten Kammer dargestellt.
  • Beim dargestellten Kammerofen ist in der üblichen Weise die senkrechte Kammer i mit Heizkanälen 2 umgeben, durch welche Heizgase hindurchtreten, die in dem angebauten Heizgaserzeuger 3 gewonnen werden. Oben ist die Kammer i mit verschließbaren Füllöffnungen 4 und unten mit einem die Abzugsöffnung abschließenden Verschluß 5 versehen, und die erzeugten Gase werden oben durch eine Leitung 6 der Vorlage 7 zugeführt, aus der sie durch eine Leitung 8 zum Gasbehälter treten. In den unteren Teil der Kammer = ragt ein Rohr g hinein, durch das der zur Wassergaserzeugung dienende Dampf zugeführt werden kann.
  • Die Kammer wird bis zu der zulässigen Höhe 1a mit nicht schwindender bzw. nur sehr wenig schwindender Kohle 12 beschickt. Bei der Entgasung dieser Kohle mittels der in dem Heizgaserzeuger 3 erzeugten, durch die Heizkanäle 2 strömenden Gase wird die Beheizung so eingerichtet, daß in dem obersten Teil der Kammer i, und zwar etwa in einer Zone von der Höhe h2, die Temperaturen um so viel niedriger sind als in dem daranterliegenden Teil der Kammer i, daß die in der Zone lag liegende Kohle noch nicht ganz ausgegart hat, wenn die darunterliegende Kohle sich bereits völlig in Koks verwandelt hat. Es muß also die Temperatur in den Heizkanälen 2 in dem unter der Zone h2 liegenden Teil der Kammer i um etwa 5oo bis 6oo° G höher sein als in der Zone h2.
  • Wird nun durch das Rohr g Wasserdampf in den glühenden Koks eingeführt, so muß das sich bildende Wassergas durch die in der Zone h2 liegende Brennstoffschicht hindurchtreten, wobei sich die im Wassergas befindliche Kohlensäure zu einem gewissen Teil in Kohlenoxyd umwandelt. Die wertlosen mitgeführten Bestandteile des Wassergases werden dadurch vermindert, und das Wassergas selbst reichert sich mit den Destillationsgasen an, die durch das weitere Ausgaren der in der Zone lag noch befindlichen Kohle entstehen. Das in die Vorlage 7 eintretende Mischgas aus Wassergas und Destillationsgasen hat daher einen fast so hohen Heizwert wie die bei der Entgasung entstandenen Destillationsgase.
  • Beim Entgasen sehr wenig schwindender Kohle in hohen Entgasungsräumen sackt die Kohle 12 etwas zusammen, so daß sich die Höhe der Zone h2 etwas verkleinert. Vorteilhaft wird daher vor der Einführung des Wasserdampfes in die Kammer i frische stückige Kohle zur Auffüllung der Zone 7a2 aufgegeben.

Claims (1)

  1. PATT,NTANSPRUCH Verfahren zur Erzeugung von Gas und Koks in diskontinuierlich betriebenen Ofen unter Gewinnung von Wassergas nach Patent 513 233, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung nicht oder sehr wenig schwindender Kohle das durch Einleiten von Wasserdampf in den glühenden Koks sich bildende Wassergas durch eine im oberen Teil der Beschickung vorhandene Schicht nur teilweise entgaster Kohle geleitet wird, wobei diese Kohle gleichzeitig mit der übrigen Beschickung als Gesamtfüllung in den Entgasungsraum eingebracht wurde.
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