DE520087C - Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen

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DE520087C
DE520087C DEI38590D DEI0038590D DE520087C DE 520087 C DE520087 C DE 520087C DE I38590 D DEI38590 D DE I38590D DE I0038590 D DEI0038590 D DE I0038590D DE 520087 C DE520087 C DE 520087C
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DE
Germany
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black
bromine
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dyes
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Expired
Application number
DEI38590D
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English (en)
Inventor
Dr Hugo Wolff
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B3/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more carbocyclic rings
    • C09B3/22Dibenzanthrones; Isodibenzanthrones
    • C09B3/30Preparation from starting materials already containing the dibenzanthrone or isodibenzanthrone nucleus

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen In dem Hauptpatent 489 957 und den Zusatzpatenten 493 812, und 500 324 ist gezeigt worden, daß Anthrachinonylaminobenzanthrone beim Behandeln mit alkalischen Mitteln in olivgrüne, dunkelblaue, blauschwarze bis schwarze Küpenfarbstoffe übergehen.
  • In den Zusatzpatenten 495 974, 498 o04 und 498 o65 wurde das Verfahren auf Anthrachinonylaminodibenzanthronyle und die Äther von Anthrachinonylamino-Bz r-oxybenzanthronen ausgedehnt.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Halogenierungsprodukte aller dieser Ausgangsstoffe beim Behandeln mit alkalischen Mitteln in Farbstoffe übergehen, die gegenüber den Farbstoffen aus den nicht halogenierten Ausgangsprodukten eine starke Farbvertiefung zeigen. So erhält man z. B. aus dem i'-Anthrachinonyl-6-aminobenzanthron gemäß dem Verfahren des Hauptpatents in der alkoholischen Kalischmelze einen blauschwarzen Küpenfarbstoff ; dagegen liefert diese Verbindung, wenn sie vorher der Einwirkung von Brom ausgesetzt wird, Produkte, die unter denselben Bedingungen tiefschwarze Farbstoffe geben. Ebenso erhält man aus den Kondensationsprodukten, die in der 7-Stellung des Benzanthronrestes den Anthrachinonvlaminrest enthalten und die in der alkoholischen Kalischmelze im allgemeinen in dunkelblaue Küpenfarbstoffe übergehen, blauschwarze bis tiefschwarze Farbstoffe, wenn man in sie vor der Alkalibehandlung Halogen einführt, Die Einführung von Halogen in die Ausgangsstoffe kann z. B. dadurch erfolgen, daß man sie in schwefelsaurer oder chlorsulfonsaurer Lösung oder unter Verwendung organischer Lösungs- bzw. Verdünnungsmittel mit Halogen, oder Halogen entwickelnden Mitteln behandelt. Man kann aber auch auf indirektem Wege halogenierte Produkte verwenden.
  • Beispiel i io Teile i'-Anthrachinonyl-6-aminobenzanthron werden in ioo Teilen Chlorsulfonsäure in der Kälte gelöst und mit 4 Teilen Brom versetzt. Man läßt nun so lange bei gewöhnlicher Temperatur stehen, bis das Brom aufgebraucht ist, und erwärmt schließlich noch zur Vollendung der Reaktion einige Stunden auf 25 bis 3o°. Nach der üblichen Aufarbeitung der Schmelze erhält man- das Bromprodukt als braunes Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit weinroter Farbe löst.
  • io Teile dieses Bromproduktes werden in eine Schmelze von q.o Teilen Ätzkali und 20 bis 25 Teilen Äthylalkohol bei etwa i5o° eingetragen. Man erhöht alsdann die Temperatur der Schmelze auf i6o bis z65° und rührt so lange bei dieser Temperatur, bis die Farbstoffbildung beendet ist. Die Schmelze wird mit Wasser aufgekocht und der ausgeschiedene Farbstoff filtriert und heiß gewaschen. Man erhält so einen schwarzen Teig, getrocknet ein schwarzes Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit graubrauner Farbe löst. Mit Natronlauge und Hydrosulfit gibt der Farbstoff eine v iolettbraune Küpe, aus der die pflanzliche Faser in echten tiefschwarzen Tönen gefärbt wird.
  • Beislpiel2 io Teile i'-Anthrachinonyl-7-aminobenzanthron werden, wie in Beispiel i angegeben, bromiert. Man erhält so das Bromprodukt als braunes Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit blauvioletter Farbe löst.
  • io Teile dieses Produktes werden mit 5o Teilen Ätzkali und 3o Teilen Äthylalkohol so lange bei etwa i8o bis igo° verschmolzen, bis die Farbstoffbildung beendet ist. Die erhaltene Schmelze wird mit Wasser einige Zeit gekocht, bis sich der Farbstoff völlig ausgeschieden hat; man filtriert und wäscht mit heißem Wasser aus. Der erhaltene Farbstoff stellt einen schwarzen Teig, getrocknet ein schwarzes Pulver dar, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit violettbrauner Farbe löst und mit Natronlauge und Hydrosulfit eine blaue Küpe gibt, aus der die pflanzliche Faser in echten schwarzen Tönen gefärbt wird.
  • Beispie13 Ein Teil der auf dieselbe Weise wie in Beispiel i dargestellten Bromverbindung des Kondensationsproduktes aus 7-Chlorbenzanthron mit i-Ami.no-d.-methoxyanthrachinon wird in eine auf 18o° erhitzte Schmelze von ,4 bis 5 Teilen Ätzkali und 2 bis 3 Teilen Methylalkohol eingetragen und so lange bei etwa igo bis 2oo° verschmolzen, bis kein unveränderters Ausgangsmaterial mehr nachzuweisen ist. Der auf die übliche Weise aufgearbeitete Farbstoff ist ein schwarzer Teig, getrocknet ein schwarzes Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit violettbrauner Farbe löst und aus blauer Küpe die pflanzliche Faser in blaustichig schwarzen Tönen färbt. An Stelle des Methylalkohols können auch andere geeignete Alkohole verwendet werden. Beispiel q.
  • io Teile eines Gemisches von i'-Anthrachirionyl-6- und 7-aminobenzanthron werden in der i 5fachen Menge Schwefelsäuremonohydrat gelöst, mit 3,6 Teilen Brom versetzt und bei 2o bis 25° so lange gerührt, bis das Brom völlig verbraucht ist. Das erhaltene Bromprodukt stellt ein braunrotes Pulver dar, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit rotbrauner Farbe löst.
  • 5 Teile dieses Bromproduktes werden mit 2o Teilen Ätzkali und 15 Teilen absolutem Alkohol so lange bei i8o bis igo° verschmolzen, bis die Farbstoffbildung beendigt ist. Der erhaltene Farbstoff stellt einen schwarzen Teig, getrocknet ein schwarzes Pulver dar, das aus blaugrauer Küpe die pflanzliche Faser in blaustichig schwarzen Tönen anfärbt. In konzentrierter Schwefelsäure löst sich der Farbstoff mit graubrauner Farbe.
  • An Stelle des im Beispiel verwendeten Bromproduktes können auch auf andere Weise erhaltene Bromierungsprodukte des i'-Anthrachinonyl-6- und 7-aminobenzanthrons, z. B. solche, die mit größeren Mengen Brom oder bei höherer Temperatur oder mittels Chlorsulfonsäure als Lösungsmittel dargestellt sind, verwendet werden. Man erhält dann je nach dem Grad der Bromierung blaustichig bis grünstichig schwarz färbende Farbstoffe.
  • Beispiel s 5 Teile Di-i'-anthrachinonyl-7 - 7'-diainino-2 - 2'-dibenzanthronylwerden unter Kühlung in 6o Teilen Chlorsulfonsäure gelöst und mit 2,5 Teilen Brom, wie im Beispiel i beschrieben, behandelt. Das erhaltene Bromprodukt ist ein gelbbraunes Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit blauvioletter Farbe löst.
  • Ein Teil dieser Bromverbindung wird mit d. bis 5 Teilen Ätzkali und 2 bis 3 Teilen Äthylalkohol einige Zeit bei i8o bis igo° verschmolzen. Der erhaltene Farbstoff ist ein schwarzer Teig, der aus blauer Küpe die pflanzliche Faser in blaustichig schwarzen Tönen färbt. Getrocknet ist der Farbstoff ein schwarzes Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit braunvioletter Farbe löst.
  • Einen ähnlichen Farbstoff erhält man, wenn man an Stelle des oben verwendeten Bromproduktes ein bromiertes Dianthra, chinonyl-7 # 7'-diamino-Bz i - Bz i'-dibenzanthronyl der alkoholischen Kalischmelze bei i3o bis i5o° unterwirft.

Claims (1)

  1. hATGNTANSPRUCII: Weitere Ausbildung des durch das Hauptpatent 489 957 und die Zusatzpatente4938IZ, 500324, 495974 498o64. 498 o65 geschützten Verfahrens zur Darstellung von Küpenfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daB man an Stelle der dort genannten Anthrachinonylaininobenzanthrone und Anthrachinonylaminodibenzanthronylehier die Halogensubstitutionsprodukte dieser Verbindungen mit alkalischen Mitteln behandelt.
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