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Erschütterungsmesser Es sind bereits Erschütterungsmesser bekannt,
welche z. B. zum Messen der Erschütterungen dienen, welche Gebäude durch vorüberfahrende
Fahrzeuge erleiden oder Maschinenfundamente durch den Umlauf der Maschine u. dgl.
mehr. DerartigeErschütterungsmesser bestehen gewöhnlich aus an Blattfedern schwingend
aufgehängten Gewichten, die infolge ihrer Trägheit die Schwingungen, die das Instrument
zusammen mit dem erschütterten Gebäude, Fundament o. dgl. ausführt, nicht mitmachen,
infolgedessen gegenüber dem Instrument ausschlagen und die Größe der Erschütterungen
anzeigen.
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Die Apparate enthalten im allgemeinen drei Pendel, von denen das eine
eine Horizontalachse und die beiden anderen eine Vertikalachse haben, aber um 9o°
gegeneinander versetzt sind, so daß die Schwingungen in drei zueinander rechtwinkligen
Richtungen gemessen werden.
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In gewissen Fällen ist die Stärke der Schwingungen in den verschiedenen
Richtungen wesentlich voneinander unterschieden. Da nun der Meßbereich der Pendel
ein beschränkter ist, ergeben sich hierdurch Schwierigkeiten; während nämlich ein
oder zwei Pendel innerhalb ihres Meßbereiches anzeigen, ist der Ausschlag des dritten
Pendels zu klein oder zu groß, um ordnungsmäßig angezeigt zu werden. Man hat schon
vorgeschlagen, um diesen Nachteil zu beseitigen, die einzelnen Pendel einstellbar
zu machen, indem man die Pendellänge änderte und dadurch die Empfindlichkeit des
Pendels einstellte. Diese Maßnahme hat jedoch den Nachteil, daß die Einstellung
mühsam und zeitraubend ist und die wiederholte Herstellung genau bestimmter Vergrößerungen
erschwert.
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Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, eine Regelung der Empfindlichkeit
oder des Meßbereiches der einzelnen Instrumente möglich zu machen, ohne daß es jedoch
erforderlich ist, die einzelnen Pendel selbst einstellbar zu machen. Zu diesem Zweck
wird der Apparat so gebaut, daß die einzelnen Pendel in besonderen voneinander unabhängigen
Gehäusen untergebracht sind, die ausgewechselt werden können. Man kann infolgedessen
von jeder Pendelart eine größere Anzahl von verschiedener Empfindlichkeit im Vorrat
haben und setzt nun den Gesamtapparat aus denjenigen Einzelinstrumenten zusammen,
die die jeweilig gewünschte Empfindlichkeit besitzen.
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Vorzugsweise wird man die Einrichtung so treffen, daß die Instrumente
für die waagerechten Komponenten ,einander gleich ausgestattet sind, derart, daß
man die gleichen Instrumente wechselweise für beide waagerechten Komponenten benutzen
kann. Man braucht dann nur zwei Typen von Instrumenten zu
haben,
nämlich .eine Type mit horizontaler Achse und eine Type mit vertikaler Achse.
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Die Anzeige der Schwingung erfolgt z. B. in bekannter Weise durch
schwingende Spiegel, die gemäß der Erfindung in Verbindung mit Fenstern in dem Gehäuse
der einzelnen Pendel so angeordnet sind, daß man in jedem Falle die Ausschläge aller
drei Spiegel gemeinsam ablesen bzw. photographisch registrieren kann.
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Um nach dem Zusammenbau der Instrumente ein einheitliches abgeschlossenes
Gan-zes zu erhalten, ist @es zweckmäßig, den horizontalen Querschnitt der
Gehäuse für die Pendel mit vertikaler Achse etwa quadratisch zu wählen, während
der Querschnitt des Gehäuses mit horizontaler Achse rechteckig gewählt wird, derart,
daß die längere Seite des Rechtecks doppelt so groß ist wie die Seite des Quadrats
der zuerst erwähnten Gehäuse.
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Die Zeichnung zeigt :eine -beispielsweise Ausführungsform der Erfindung,
und zwar ist Fig. i ein lotrechter Querschnitt durch die zusammengestellten Instrumente,
während Fig. 2 ein waagerechter Schnitt durch Fig. i ist.
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Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform sind die beiden
walzenförmig ausgebildeten Pendelkörper, welche um eine vertikale Achse schlvingen,
mit a bezeichnet. Sie sind mit Hilfe von Blattfedern b an den Gehäusen c befestigt.
Diese beiden Gehäuse sind vollkommen gleich ausgebildet, d. h. sie bestehen aus
prismatischen, allseitig geschlossenen Kästen von in waagerechter Richtung gleichem
quadratischem Querschnitt, und sie besitzen in der Nähe der der Befestigung der
Blattfeder entgegengesetzten Kante ,an den beiden Seitenwänden je ein Fensterd bzw.
e. Die Blattfeder liegt in einer Diagonalebene. Zum Zwecke des Anzeigens der Schwingung
des Pendels sind die Pendelgewichte a mit zwei Auslegern f versehen, zwischen denen
ein Seilg gespannt ist. Dieses Seilg ist um die senkrechte Achse eines Spiegels
so herumgeschlungen, daß die Schwingungen des Pendels in eine Drehbewegung des Spiegels
lt umgewandelt werden. Ein auf den Spiegel geworfener Lichtstrahl wird deshalb-
entsprechend.abgelenkt und durch das gerade offene Fenster d bzw..e nach außen geworfen,
um auf einer Skala eine Ablesung zu ermöglichen oder vorzugsweise auf einer photographischen
Platte registriert zu werden.
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Infolge der Anordnung je zweier Fensterd und e ist es möglich, jede
Einheit für das Schwingen sowohl zum Anzeigen der Ost-West- ,als auch der Nord-Süd-Schwingungen
zu verwenden. In Fig. 2 wird z. B.. bei der oberen Einheit der Lichtstrahl durch
das Fenster e, bei der unteren-Einheit durch das Fenster d geworfen. Wechselt man
die beiden Einheiten gegeneinander aus, so kommen die bei der dargestellten Lage
nicht in Benutzung befindlichen, sich einander gegenüberstehenden Fenster in Benutzung,
während umgekehrt die beiden jetzt zum Durchlassen der Strahlen dienenden Fenster
außer Tätigkeit kommen.
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Zum Anzeigen der vertikalen Schwingungen dient ein Pendel, dessen
Gewicht i, das ebenfalls als Walze ausgebildet ist, an einer Blattfeder
h in ,einem Gehäuse m aufgehängt ist. Dieses Gehäuse ist im unteren
Teil im Querschnitt rechteckig, und zwar ist die Länge des Rechtecks doppelt so
groß wie die Seite des quadratischen Querschnittes des Gehäuses c. Auf dem unteren
rechteckigen Teil sitzt noch in oberer, beliebig gestalteter Aufsatz n mit einem
Fenster o, hinter welchem der Spiegel p angebracht ist, dessen Achse, in ähnlicher
Weise wie bei dem Spiegellt beschrieben, durch ein zwischen den beiden an dem Pendel-i
angebrachten Auslegern q angebrachtes Seil.- gedreht wird. Die drei Lichtstrahlen
werden demnach durch die Fenster d, e bzw. ,o nach der gleichen Richtung hin geworfen.
Die Strahlen laufen in der Ruhelage nahezu parallel und können auch in verhältnismäßig
kurzem Abstand nebeneinander angeordnet sein, so daß die Schwingungen ,aller drei
Komponenten von dem gleichen photographischen Registrierapparat aufgezeichnet werden
können.
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Es sind nun von den Apparaten c und it je eine Anzahl von verschiedener
Empfindlichkeit vorhanden, und man kann j e nach Bedarf drei derartige Apparate
in der in der Zeichnung angegebenen Weise zusammenstellen, deren Empfindlichkeit
verschieden ist und der Größe der jeweils zu messenden Komponente ,angepaßt ist.
Es ist ein Einfaches, die erforderliche Auswahl zu treffen, und da die Gehäuse der
gleichen Type untereinander gleich sind, ist ohne weiteres ein Auswechseln möglich.
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Ein Zusammenfassen der drei jeweils in Benutzung befindlichen Apparate
zu einem einheitlichen Ganzen kann in beliebiger Weise geschehen, und z.». kann
man die drei Apparate in ein passendes Gesamtgehäuse, welches den unteren Teil der
Apparate umfaßt, einfügen. Dieses Gehäuse kann z. B. ein oben offener Kasten von
im Grundriß quadratischem Querschnitt sein, so daß die drei Einzelgehäuse einfach
,eingefügt zu werden brauchen. Man kann aber auch die einzelnen Gehäuse an einer
Grundplatte befestigen oder sie auch einzeln nebeneinander mit dem Gegenstand, dessen
Schwingungen zu messen sind, befestigen.
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Natürlich ist die Erfindung nicht auf die
besondere
dargestellte Ausführungsform beschränkt. Man kann z. B. die Gehäuse für die einzelnen
Erschütterungen auch von beliebiger anderer Form wählen, ebenso wie man an Stelle
der besonders dargestellten Ausführung der Pendel jede andere geeignete oder bekannte
Ausführungsform wählen kann. Auch die Anzeigevorrichtung für die Ausschläge kann
beliebiger Bauart sein.